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Wie hängen Schilddrüse und Bluthochdruck zusammen?

Die Schilddrüse bildet wichtige Hormone, die den Stoffwechsel des Körpers beeinflussen und auch den Blutdruck. Vor allem bei einer Über-, aber auch Unterfunktion der Schilddrüse kann der Blutdruck erhöht sein.

Isolierter Bluthochdruck: primäre Hypertonie

Verschiedene Auslöser können den Blutdruck auf Dauer in die Höhe treiben. Mediziner sprechen von einer multifaktoriellen Erkrankung. Ernährung, Übergewicht, Alkoholkonsum, Kochsalzaufnahme, erste Probleme mit dem Blutzucker, Stress, Rauchen, Alter, Bewegungsmangel etc. spielen bei seiner Entstehen eine Rolle. Meistens kommen mehrere Auslöser zusammen.

Schilddrüse und Bluthochdruck

In 90% der Fälle sind es die oben genannte Punkte bzw. eine Kombination daraus, die zum Bluthochdruck führen. Eine spezielle Krankheit, die für den Blutdruckanstieg verantwortlich gemacht werden könnte, steckt in den allermeisten Fällen nicht dahinter. Mediziner sprechen auch von einer primären Hypertonie.

Wenn andere Krankheiten die Werte nach oben treiben

Bei 10% der Menschen mit Bluthochdruck hingegen liegt eine sogenannte sekundäre Form vor, bei der tatsächlich ein andere Grundkrankheit den Blutdruckanstieg auslöst. Somit ist die Hypertonie ein Folge- und kein primäres Problem.

Zu den Erkrankungen, die zu einer sekundären Hypertonieform führen können, gehören u.a.:

  • Schlafapnoe
  • Nierenarterienstenose
  • Erkrankungen des Hormonhaushaltes

Bei der Schlafapnoe atmen die Betroffenen im Schlaf nicht richtig und fallen unter anderem durch lautes Schnarchen und starke Tagesmüdigkeit auf. Bei der Nierenarterienstenose sind die Gefäße der Nieren verändert und verengt. Auch Probleme an Herzklappen oder Entzündungen der Gefäße können mit dieser Form des Bluthochdrucks einhergehen. Als letztes sind Krankheiten aus den verschiedenen Hormonregelkreisen zu nennen. Dies betrifft den Kreislauf des Kortisons und eben den der Schilddrüsenhormone.

Schilddrüse und Bluthochdruck

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse kommt es aufgrund einer vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen zu einem beschleunigten Stoffwechsel mit Symptomen wie Herzrasen, Bluthochdruck, Gewichtsabnahme, Nervosität u.a.

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse und zu wenig Schilddrüsenhormonen ist der Stoffwechsel verlangsamt. Gewichtszunahme, Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, langsamer Puls sowie niedriger (manchmal aber auch erhöhter) Blutdruck sind als Folge möglich.

In der Regel kontrolliert Ihr Arzt im Verlauf von Gesprächen und Besuchen bei gesundheitlichen Problemen die Schilddrüsenwerte, wenn er denkt, dass sie nicht im Normbereich liegen könnten. Ein erster Schritt ist die Kontrolle von TSH, das sich mit einem einfachen Bluttest bestimmen lässt.

Insgesamt selten

Da sekundäre Hypertonieformen eher selten sind, forschen die Mediziner bei Bluthochdruck erst dann weiter nach, wenn Sie entweder noch sehr jung sind, das heißt noch keine 30 Jahre alt, oder wenn sich der Blutdruck nicht bessert, obwohl Sie schon drei verschiedene Medikamente (gleichzeitig) einnehmen.

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Autoren unseres Artikels
 
Dr. med. Susanne Endres, Fachärztin für Innere Medizin

Dr. med. Susanne Endres
Fachärztin für Innere Medizin

    Studium:
  • Freie Universität Berlin
    Berufliche Stationen:
  • Vivantes Humboldt-Klinikum, Berlin Reinickendorf
  • McGaw Medical Center of Northwestern University, Chicago

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Dr. med. Julia Hofmann
Ärztin und medizinische Fachautorin

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Susanne Endres, Fachärztin für Innere Medizin

Haupt-Autorin
Dr. med. Susanne Endres
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