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Bluthochdruck: Behandlung

Grundlage der Behandlung des Bluthochdrucks ist in den meisten Fällen die Einnahme von Medikamenten. Aber auch die Lebensweise hat Einfluss auf den Erfolg. Im folgenden Beitrag beantworten Ärzte die wichtigsten Fragen dazu.  

Kann sich ein erhöhter Blutdruck von allein wieder zurückbilden?

In gewissen Grenzen können dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte auch ohne medikamentöse Therapie wieder sinken – allerdings nicht von ganz allein. Dafür sind konsequente Veränderungen der Lebensgewohnheiten notwendig.

Nicht in Stein gemeißelt

Nach den aktuellen Leitlinien der europäischen Gesellschaft für Kardiologie ESC (European Society of Cardiology) aus dem Jahr 2018 können folgende Lebensstilmaßnahmen Blutdruckwerte verbessern und die Entstehung eines Bluthochdrucks (Hypertonie) verzögern beziehungsweise den Start einer medikamentösen Therapie hinausschieben:

  • Salzrestriktionen
  • moderater Alkoholkonsum
  • Ernährung mit hohem Anteil an Gemüse und Früchten sowie Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl (mediterrane Diät)
  • Gewichtsreduktion
  • regelmäßige körperliche Anstrengung
  • Nikotinverzicht

Natürlich ist es nie einfach, seinen Lebensstil zu ändern und die neuen Gewohnheiten dauerhaft durchzuhalten.

Wenig Salz und Alkohol, viel Gemüse

Exzessiver Salzkonsum schadet dem Blutdruck. Exzessiv bedeutet > 5 g Natrium pro Tag, dies entspricht einem kleinen Teelöffel Salz. Besonders der systolische (erste) Wert steigt hierbei. Wenn Sie umgekehrt nun täglich weniger Natrium zu sich nehmen, so bessern sich die Zahlen. Bei Menschen mit Hypertonie sanken die Werte in Untersuchungen allein durch die reduzierte Salzaufnahme um 5,4 mmHg systolisch (erster Wert) und 2,8 mmHg diastolisch (zweiter Wert).

Auch Alkohol erhöht den Druck im Gefäßsystem, besonders akut beim Binge Drinking (sporadischer exzessiver Konsum). Umgekehrt stabilisiert ein mäßiger Genuss mit alkoholfreien Tagen die Werte.

Neben Salzaufnahme und Alkoholkonsum spielt bei Entstehung und Therapie der Hypertonie die Ernährung eine Rolle. Betroffene sollten sich ausgewogen und gesund ernähren. Das bedeutet, dass die tägliche Nahrung große Mengen an Gemüse, frischen Früchten, fettarmen Milchwaren, Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl enthalten sollte.

Gewicht und Bewegung

Abzunehmen ist nicht einfach. Ein paar Kilo weniger haben jedoch einen positiven Einfluss auf  Blutdruck und Gesundheit. Laut Leitlinien zahlt sich bereits eine Gewichtsreduktion von circa 5 kg bei Menschen mit Bluthochruck aus. Systolisch kann der Wert um 4,4 mmHg und diastolisch um 3,6 mmHg sinken. Gewicht zu reduzieren wird natürlich allen Betroffenen ans Herz gelegt. Da dieses Ziel aber nicht immer erreicht wird, sollte es wenigstens stabil gehalten werden.

Unabhängig von der Anzeige der Waage wird allen Menschen empfohlen, sich ausreichend zu bewegen. Bei Personen mit erhöhtem Blutdruck kann regelmäßiger Ausdauersport die Werte im Schnitt um 8,3 mmHg systolisch und 5,2 mmHg diastolisch senken. So sollen an fünf bis sieben Tagen der Woche täglich 30 Minuten moderates Trainings helfen. Auch Gesunde sollen sich bewegen. Hier gilt es, 300 Minuten moderates beziehungsweise 150 Minuten intensives Sportprogramm pro Woche zu schaffen. Am schwierigsten ist oft der Start.

Was kann ich selbst zur Verbesserung meiner Blutdruckwerte beitragen?

Erste und wichtigste Maßnahme bei der Behandlung des zu hohen Blutdrucks ist eine "Anpassung der Lebensweise". Dazu gehören vor allem viel Bewegung, eine gesunde Ernährung, ein Abbau von Übergewicht und natürlich nicht zu rauchen.

Die Behandlung beginnt im Alltag

Genau das scheint aber vielen Betroffenen schwer zu fallen. Die Einnahme von Medikamenten ist halt viel bequemer als eine Umstellung liebgewonnener Gewohnheiten. Das soll nicht zynisch klingen. Aber wir möchten hier nicht unerwähnt lassen, dass das – zumindest im Sinne eines gesünderen und längeren Lebens – die falsche Entscheidung ist. Medikamente gegen hohen Blutdruck können noch so gut sein – ohne halbwegs gesunde Lebensweise erreichen Sie damit nur eine Schadensbegrenzung.

Den inneren Schweinehund überwinden

Trotzdem ist die medikamentöse Behandlung häufig unverzichtbar. Und wenn Ihnen Blutdrucksenker verschrieben wurden, lohnt es sich unbedingt, auch die damit einhergehenden Empfehlungen einzuhalten. So bringen auch die besten Mittel nichts, wenn sie nicht regelmäßig und zur richtigen Zeit eingenommen werden.

Das größte Problem am Bluthochdruck ist unterm Strich, dass er nicht weh tut. Dass er über viele Jahre so wenig Beschwerden verursacht. Das ist zwar einerseits wunderbar. Aber es macht natürlich auch das konsequente Gegenangehen um so schwerer. Wozu sich abmühen, wenn man doch gar nichts davon spürt? Die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ist halt lange Zeit sehr theoretisch.

Bis es dann passiert ist. Leider ist die Gefahr nämlich sehr real. Deshalb raten wir Ihnen so penetrant, Ihren inneren Schweinehund zu überwinden.

Lohnt es sich noch abzunehmen, wenn man bereits einen Bluthochdruck hat?

Ja, sogar sehr. Denn jedes Pfund Körpergewicht zu viel belastet das Herz-Kreislauf-System. Eine Gewichtsabnahme wird mit sinkenden Blutdruckwerten belohnt.

Wenn Sie es schaffen, 5 kg abzunehmen, können Ihre Blutdruckwerte laut klinischen Studien um 4,4 mmHg systolisch (erster Wert) und 3,6 mmHg diastolisch (zweiter Wert) sinken. Im Idealfall reduziert der Arzt dann Ihre Medikamente, eventuell kann er sie ganz absetzen. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verringert sich.

Was bringt die Senkung des erhöhten Blutdrucks?

Ja, die Frage mag man sich stellen, wo man doch weder von dem Bluthochdruck noch von der Senkung der Blutdruckwerte allzu viel spürt. Aber das täuscht: Mit der Senkung des Blutdrucks lassen sich verschiedene Krankheitsrisiken relevant senken.

Ein dauerhaft erhöhter Druck in den Arterien schädigt Organe und Gefäße. Am besten vorstellen kann man sich das, wenn man gedanklich mal den Körper verlässt: In jedem geschlossenen System, in dem dauerhaft ein Überdruck herrscht, wird es zu Materialschäden kommen.

Betroffen sind vor allem das Herz, die Nieren und die Augen. An den Gefäßen kommt es durch Schädigungen der Innenauskleidung der Arterien zur Arterienverkalkung.

Folgendes haben große Studien zu diesem Thema einwandfrei nachgewiesen. Eine Senkung des systolischen Blutdrucks (oberer Wert) um nur 10 mmHg bedeutet:

Das bedeutet, dass bereits geringe Senkungen des Blutdrucks bedeutsam sind und auch nur geringfügige Steigerungen des Blutdrucks mit rasch steigenden Krankheitsrisiken verbunden sind.

Leider wird ein erhöhter Blutdruck oft erst entdeckt, wenn es bereits zu Organschäden und in der Folge zu Symptomen gekommen ist. Deshalb: Regelmäßige Blutdruckkontrollen beim Arzt tun nicht weh und sind durch und durch sinnvoll.

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Muss ein erhöhter Blutdruck auch bei älteren Menschen noch behandelt werden?

Ja, auch ältere Menschen profitieren von einer Senkung des Blutdrucks, wenn dieser zu hoch ist. Denn auch bei ihnen kann die Behandlung des Hochdrucks schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindern.

Das Alter an sich ist also kein Argument gegen eine Behandlung des erhöhten Blutdrucks. Wichtig ist allerdings, den Blutdruck behutsam senken, damit Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel und Leistungsminderung ausbleiben.

Ist bei über 80-Jährigen noch eine Senkung des Blutdrucks sinnvoll?

Ja, siehe oben. Dabei ist aber nicht unbedingt ein "normaler" Blutdruck anzustreben.

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt für Menschen ab 80 Jahren die Senkung auf einen Zielwert von 150 zu 90 mmHg. Wichtig ist, die Blutdrucksenkung langsam vorzunehmen. Eine zu schnelle Senkung könnte mit Nebenwirkungen verbunden sein.

Wie tief sollten die Blutdruckwerte gesenkt werden?

Als Faustregel gilt: Die Blutdruckwerte sollten mit dem oberen Wert (systolisch) unter 140 mmHg und mit dem unteren Wert (diastolisch) unter 90 mmHg liegen, also unterhalb von 140/90 mmHg.

Für Menschen mit Nierenkrankheiten gelten noch niedrigere Zielwerte. Bei ihnen sollte der systolische und der diastolische Druck jeweils noch um 10 mmHg darunter oder noch tiefer liegen, um weiteren Schäden an den Nieren vorzubeugen.

Medikamente gegen Bluthochdruck

Der Arzt hat es gar nicht so leicht, wenn er ein Medikament gegen zu hohen Blutdruck verschreiben will. Denn es gibt hunderte. Neben der Wirkstoffklasse und dem jeweiligen Präparat muss immer auch die Frage entschieden werden, ob man nur ein Medikament einnimmt oder mehrere. Denn bei Bluthochdruck ist es häufig so, dass eine Kombination verschiedener Substanzen (aus verschiedenen Gruppen, s.u.) besser wirkt als ein einzelnes Medikament.

Man unterscheidet fünf wesentliche Wirkstoffgruppen gegen Bluthochdruck:

  • Betablocker
    Ihren Namen kennt jeder. Betablocker reduzieren die Herzfrequenz und wirken auf die Kraft des Herzmuskels. Folge: Das Blut gelangt mit weniger Druck in die Gefäße und der Blutdruck sinkt.
  • Diuretika
    Die sogenannten Entwässerungsmittel. Sie erhöhen die Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren. Der Druck in den Gefäßen nimmt ab, der Blutdruck sinkt.
  • Kalziumantagonisten
    Kalziumblocker erweitern die Blutgefäße. Dadurch vermindern sie die Spannung der Gefäßwände. Die Adern werden dehnbarer und erweitern sich, das Blut kann besser fließen, der Blutdruck sinkt.
  • ACE-Hemmer
    ACE-Hemmer wirken auf das Hormonsystem, das an der Regulation des Blutdrucks maßgeblich beteiligt ist (das sogenannte Renin-Angiotensin-System). Der Effekt: Die Blutgefäße werden geweitet, so dass der Blutdruck sinkt.
  • Sartane
    (Angiotensin-II-Antagonisten)
    Sartane sind eine Art Weiterentwicklung der ACE-Hemmer. Ihr Vorteil ist die relativ gute Verträglichkeit.

Neu festgestellter Bluthochdruck: Warum wird er nur langsam über mehrere Wochen abgesenkt?

Da ein hoher Blutdruck über Jahre entsteht und sich der Körper an die erhöhten Gefäßdrücke angepasst hat, sollte der Blutdruck auch nicht zu schnell wieder abgesenkt werden. Das langsame Absenken des Blutdrucks über Wochen mit einer behutsam steigenden Dosierung der Medikamente soll dem Körper erlauben, sich an die sich verändernden Druckverhältnisse anzupassen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass Blutdruckmedikamente nicht von heute auf morgen abgesetzt werden dürfen.

Vor allem bei älteren Menschen kann eine zu schnelle Senkung des Blutdrucks zu Beschwerden führen. Menschen mit hohem Blutdruck können bei zu plötzlicher Drucksenkung möglicherweise unter Müdigkeit, Schwäche, Schwindel und Leistungseinbußen leiden. Daher gilt: Langsam aber sicher in Richtung "normaler Blutdruck".

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Wie lange muss man blutdrucksenkende Medikamente einnehmen?

Blutdrucksenkende Medikamente beseitigen nicht die Ursache des Bluthochdrucks, so dass mit der Beendigung der Tabletteneinnahme auch kein Einfluss mehr auf den Blutdruck zu erwarten ist, wenn die Risikofaktoren des Bluthochdrucks nicht bekämpft wurden.

Typische Faktoren sind z.B. Übergewicht, erhöhte Blutfette, eine Zuckerkrankheit, Rauchen und Bewegungsmangel. Wurden diese Risikofaktoren erfolgreich bekämpft, kann die Tablettendosis nicht selten irgendwann reduziert, manchmal auch ganz darauf verzichtet werden.

Sollte ich Tabletten gegen Bluthochdruck einnehmen, wenn ich mich gesund fühle? 

Ja, wurde bei Ihnen ein Bluthochdruck (Hypertonie) festgestellt, der der medikamentösen Behandlung bedarf, ist die Einnahme der Tabletten wichtig, um Sie vor langfristigen Schäden am Herz-Kreislauf-System durch den Bluthochdruck zu schützen.

Bluthochdruck ist häufig

30-45% der Allgemeinbevölkerung in Europa leiden an Bluthochdruck. Mit dem Alter steigt die Häufigkeit. Sie sind somit nicht alleine.

Es gibt einige Faktoren, die die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen, wie zum Beispiel Übergewicht oder zu wenig körperliche Bewegung, zu wenig Sport. Auch eine familiäre oder genetische Ursache kann vorliegen. Selten gibt es andere zugrundeliegende Erkrankungen, die einen hohen Blutdruck verursachen. Ein Bluthochdruck liegt vor, wenn die in der Praxis gemessenen Werte ≥ 140/90 mmHg betragen.

Langfristig leiden die Organe

Nicht wenige Menschen bemerken einen hohen Blutdruck lange Zeit nicht oder fühlen sich wohl damit, manche empfinden sogar eine besondere Leistungsfähigkeit. Das Tückische an der Erkrankung ist aber, dass sie bereits lange, bevor der Betroffene etwas davon bemerkt, erheblichen Schaden anrichten kann.

Die Folgeschäden an Ihrem Körper durch einen zu hohen Blutdruck treten häufig erst nach Monaten oder Jahren auf. Ist der Druck im Gefäßsystem dauerhaft erhöht, so kann er zu Schäden am Herzen (Herzinfarkt), den Nieren (Nierenschwäche) oder gar zu Schlaganfällen führen. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie die von Ihrem Arzt verschriebenen Medikamente regelmäßig einnehmen.

Wann Sie Medikamente brauchen

Hoher Blutdruck kann gefährlich werden, wenn er sehr hohe Werte erreicht. Oft treten dann auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder auch Luftnot auf. Ist dies der Fall, so ist zwingend eine Medikamentengabe notwendig, in der Arztpraxis, der Rettungsstelle oder der Klinik.

Liegt bei Ihnen ein Bluthochdruck vor, Sie selbst sind aber beschwerdefrei, so richtet sich die von Ihrem Arzt empfohlene Therapie nach der Höhe der Blutdruckwerte, und danach, ob weitere Risikofaktoren wie zum Beispiel eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhtes Cholesterin oder eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) vorliegen. Ja nach Werten und Risikofaktoren werden Lebensstiländerungen und eine medikamentöse Therapie von Ihrem Arzt empfohlen.

Helfen Blutdrucksenker auch gegen Schlaganfall?

Klares Ja. Wenn Sie einen Bluthochdruck haben, ist die Blutdrucksenkung nicht nur wichtig, um einem Herzinfarkt und anderen Herzproblemen vorzubeugen. Auch das Risiko für einen Schlaganfall wird damit reduziert.

Nach Expertenansicht sollte jeder Blutdruck, der über 140 mmHg (oberer Wert) bzw. 90 mmHg (unterer Wert) liegt, behandelt werden. Wenn Sie einen Diabetes haben, gilt als Grenzwert sogar schon 130/80 mmHg, weil dann ohnehin ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht.

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Welche der zahlreichen Medikamente zur Blutdrucksenkung man einnimmt, ist in diesem Fall übrigens egal. Was das Schlaganfall-Risiko angeht, sind alle Mittel in etwa gleich effektiv (Ausnahme: Die selten verschriebenen Alpha-Rezeptoren-Blocker wirken schlechter). Hauptsache, der Blutdruck geht runter.

Tabletten sind dabei nicht die einzige Option. Auch die Lebensweise trägt erheblich zur Senkung des Blutdrucks bei. Dazu zählen vor allem die Ernährung (u.a. salzärmere Kost) und viel Bewegung.

Welches Blutdruckmedikament schützt am besten vor Herzinfarkt und Schlaganfall?

Alle gleich gut. Hauptsache, der Blutdruck wird mit den Tabletten gut kontrolliert. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen vereinfacht zusammengefasst, aber im Prinzip stimmt es. Ob nun Betablocker, Entwässerungstabletten, ACE-Hemmer oder Kalziumblocker: Unterm Strich wirken sie alle ähnlich gut.

Im Übrigen braucht man für eine effektive Blutdrucksenkung ohnehin meist mehrere Medikamente. Also nicht mehrere von einer Sorte, sondern verschiedene Wirkstoffe (z.B. ACE-Hemmer plus Diuretika). Solche Wirkstoffkombinationen sind meist erfolgreicher als eine sogenannte Monotherapie und werden auch von den offiziellen Leitlinien empfohlen.

Das "beste Blutdruckmittel" gibt es nicht

Die maximal graduellen Unterschiede zwischen einzelnen Wirkstoffgruppen oder Präparaten hält die Herstellerfirmen natürlich nicht davon ab, das eigene Präparat mit besonderem Nachdruck in den Markt zu drücken. Zum Beispiel, in dem der Hausarzt oder Internist vom Außendienst "bearbeitet" wird. Deshalb sagen wir Ihnen: Seien Sie immer dann skeptisch, wenn Ihnen Ihr Arzt ein ganz bestimmtes Blutdruckmedikament verschreiben will und alle Alternativen ignoriert. So viel besser als alle anderen ist kein einziges.

Entscheidend sind Ihre Blutdruckwerte. Die sollten mit dem oberen Wert zwischen 120 und maximal 140 mmHg liegen, dann ist in der Regel alles in Ordnung. Wenn das mit Ihren Blutdruckmitteln gelingt und Sie die Tabletten gut vertragen, besteht auch kein Grund zum Wechsel. Wenn nicht oder wenn Nebenwirkungen auftreten (z.B. Husten), sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen Pillenwechsel.

Mein Blutdruckmedikament wirkt nicht. Was tun?

Zeigt ein Medikament zur Blutdrucksenkung keine Wirkung, kann der Arzt entweder die Dosis verändern, einen anderen Wirkstoff ausprobieren oder aber man greift auf Kombinationen mehrerer Wirkstoffe zurück.

Möglich ist die Kombination von sogar drei, vier oder mehr Mitteln gegen Bluthochdruck. Die optimalen Medikamente und die wirksamste Kombination für eine bestimmte Person herauszufinden, ist manchmal nicht ganz einfach und erfordert Zeit. Seien Sie also nicht zu enttäuscht, wenn es mit der Blutdrucksenkung nicht sofort klappt.

Warum helfen meine blutdrucksenkenden Medikamente nicht?

Selbst bei der Einnahme mehrerer Medikamente lässt sich der Blutdruck manchmal nicht ausreichend senken. Möglich ist, dass es sich noch nicht um die passende Wirkstoffkombination oder die optimale Dosierung handelt.

Medikamente können aber auch zu geringe Effekte haben, weil man bislang zu wenig an seinem Lebensstil geändert hat. Werden zum Beispiel Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress nicht reduziert, können die Medikamente häufig nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Was kann man tun, wenn trotz blutdrucksenkender Behandlung der Blutdruck morgens zu hoch ist?

Haben Sie trotz einer blutdrucksenkenden Therapie insbesondere morgens hohe Blutdruckwerte, so ist es möglich, dass die Medikamente nicht lang genug wirken. Ihr Arzt kann die Behandlung entsprechend anpassen.

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Blutdruckmedikamente wirken nicht alle gleich lang

Die Wirkdauer einer Blutdrucktablette ist von Medikament zu Medikament unterschiedlich. Sie hängt von der chemischen Zusammensetzung und der Struktur des Medikaments ab. Einige Tabletten müssen nur einmal täglich, andere hingegen bis zu dreimal täglich eingenommen werden.

Dass ein Medikament nur einmal täglich eingenommen werden muss, bedeutet jedoch nicht, dass es besser oder schlechter als andere ist. Welches Medikament für den einzelnen Menschen das passende ist, hängt auch von  Begleitkrankheiten wie zum Beispiel einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) ab.

24-Stunden-Blutdruckmessung bringt Klarheit

Unser Blutdruck ist nicht starr, sondern er schwankt: Nachts, wenn wir schlafen, erreicht er niedrigere Werte als am Tage.

Wenn Sie selber morgens erhöhte Blutdruckwerte gemessen haben, bietet sich in einigen Fällen eine Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden an. Sie zeigt Ihr persönliches Blutdruckverhalten, und die Werte können mit Ihren eigenen Messungen verglichen werden. Über einen Tag wird regelmäßig Ihr Blutdruck gemessen. Als "normal" gelten in einer 24-Stunden-Messung Tagesmittelwerte bis 135/85mmHg, in der Nacht bis 120/70mmHg.

Medikamente kann man umstellen

Haben Sie trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme hohe Blutdruckwerte am Morgen, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber. Möglicherweise wird er eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durchführen lassen. Viele Hausärzte, Allgemeinmediziner, Internisten oder Kardiologen bieten diese Untersuchung in der Regel an. Eventuell muss der Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme auf den Abend verlegt werden, oder es muss ein länger wirksames Medikament verschrieben werden.

Gewöhnt man sich an blutdrucksenkende Medikamente, so dass sie nicht mehr wirken?

Nein, ein Gewöhnungseffekt tritt bei Medikamenten zur Senkung des Bluthochdrucks nicht auf. Allerdings handelt es sich bei der medikamentösen Behandlung um keine ursächliche, sondern um eine symptomatische Behandlung.

Wirken Medikamente mit der Zeit nicht mehr so gut wie zu Beginn der Behandlung, ist vielleicht eine Verschlechterung des Bluthochdrucks eingetreten. Wichtig ist es dann auch, nach möglichen Ursachen des erhöhten Blutdrucks zu fahnden.

Was ist besser gegen Bluthochdruck: ein einzelnes Medikament oder mehrere in Kombination?

Ob ein Einzelpräparat oder eine Kombination aus zwei oder mehr Wirkstoffen wirksamer ist, um den Blutdruck zu senken, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Die Empfehlung lautet grundsätzlich, zunächst die Möglichkeiten eines Einzelpräparates auszunutzen.

Doch gelingt dies nicht immer, denn manchmal muss die Dosis gesteigert werden, um eine optimale Wirkung zu erreichen. Höhere Medikamentendosen sind jedoch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen verbunden. Kombinationen haben deshalb häufig den Vorteil, dass die Dosen der einzelnen Medikamente geringer sind und Nebenwirkungen weniger häufig auftreten.

Warum soll ich ein zweites, drittes oder viertes Blutdruckmedikament erhalten?

Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen ist bei Bluthochdruck die Kombination mehrerer Wirkstoffe oft vorteilhaft. Wirken ein einzelnes blutdrucksenkendes Medikament oder auch mehrere Substanzen nicht in ausreichendem Ausmaß, kann die Verabreichung zusätzlicher blutdrucksenkender Medikamente zum gewünschten Erfolg führen.

Kombinationen haben den Vorteil, dass die Dosis der einzelnen Substanz häufig geringer ist und weniger Nebenwirkungen verursacht, der Behandlungserfolg jedoch zunimmt.

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Verursachen mehrere blutdrucksenkende Medikamente nicht mehr Nebenwirkungen als ein Einzelpräparat?

Nein, das ist nicht der Fall, zumal das Auftreten von Nebenwirkungen häufig mit der Höhe der Dosis zusammenhängt. Anstatt die Maximaldosis eines Medikaments zu verabreichen, wenn der Blutdruck noch nicht ausreichend gesunken ist, kann der Arzt möglicherweise ein zweites Präparat verschreiben.

Vorteil: Dann muss die Dosis des ersten Medikaments nicht erhöht werden.

Es gibt auch Kombinationspräparate, in denen die Dosis der Einzelwirkstoffe reduziert ist, so dass es sogar seltener zu Nebenwirkungen kommt.

Kann man einfach die doppelte Menge an Medikamenten gegen Bluthochdruck einnehmen, wenn man sie vergessen hat?

Nein, auf keinen Fall sollte man Medikamente nachträglich einnehmen oder gar die doppelte Menge schlucken, wenn man sie vergessen hat und schon erhebliche Zeit seit dem versäumten Zeitpunkt vergangen ist.

Denn möglicherweise ist der durch die nachträgliche oder gar doppelte Einnahme der Tabletten erreichte Wirkstoffspiegel viel zu hoch, so dass Nebenwirkungen auftreten, die nicht ungefährlich sind.

Beim Vergessen einer einzelnen Einnahme sollte deshalb abgewartet werden, bis die nächste Einnahme fällig ist.

Welche Hilfen gibt es, wenn ältere Menschen ihre Tabletteneinnahme gegen den hohen Blutdruck häufig vergessen?

Gerade ältere Menschen, die aufgrund verschiedener Erkrankungen manchmal eine Vielzahl von Tabletten einnehmen müssen, nehmen ihre Medikamente aus verschiedenen Gründen nicht immer zuverlässig ein.

Wenn das bei Ihren Angehörigen der Fall ist, sollten Sie versuchen, die Ursache in einem Gespräch zu klären. Manche Senioren denken, die Medikamente würden keinen entsprechenden Erfolg haben, sie befürchten vielleicht Nebenwirkungen oder empfinden die einzunehmenden Medikamente einfach als zu viele. Auch eine gewisse Vergesslichkeit kann natürlich eine Rolle spielen.

Wird die Tabletteneinnahme tatsächlich einfach nur immer wieder vergessen, hilft ein Medikamentenspender. Es gibt mittlerweile sogar digitale Medikamentenboxen mit Alarmfunktion und Uhr, damit die Einnahme nicht vergessen wird.

Welche blutdrucksenkenden Medikamente eignen sich bei einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) besonders?

Aufgrund der nierenschützenden Wirksamkeit gelten sogenannte ACE-Hemmer bei Menschen mit Diabetes als Medikamente der ersten Wahl, um den Blutdruck zu senken.

Auch Sartane haben eine nierenschützende Wirkung und sind deshalb bei Diabetes besonders geeignet. Daneben sind aber auch andere Wirkstoffe wie Betablocker, Kalziumantagonisten und Diuretika bei Diabetes wirksam.

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Bluthochdruck aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion: Muss man dann normale blutdrucksenkende Medikamente einnehmen?

Manchmal werden zumindest vorübergehend Medikamente wie Betablocker verabreicht, insbesondere um die Herzfunktion zu normalisieren. Im Vordergrund der Behandlung eines Bluthochdrucks, der auf eine andere Krankheit zurückzuführen ist, steht aber immer die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung.

Entscheidend ist im Falle einer Schilddrüsenüberfunktion (Mediziner-Jargon: Hyperthyreose) eine medikamentöse Verringerung des Schilddrüsenhormons im Blut.

Können Blutdruckmittel eine Schlafstörung auslösen?

Ja, bestimmte Blutdruckmittel können zu Schlafstörungen führen. Das betrifft vor allem Betablocker und Alphablocker. Deutlich häufiger verschrieben werden Betablocker. Zu den Nebenwirkungen der insgesamt gut verträglichen Betablocker zählen Alpträume sowie Ein- und Durchschlafstörungen.

Rezeptoren-Blockade im Gehirn behindert das Schlafgeschehen

Die Ursache für die Schlafprobleme durch Betablocker ist wahrscheinlich eine gestörte Bildung des Schlafhormons Melatonin. Offenbar ist dafür die Blockade von Beta-Rezeptoren an Zellen der Zirbeldrüse im Gehirn verantwortlich. Denn auch an diese Rezeptoren binden die eingenommenen Betablocker, die eigentlich die aktivierende Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin auf die Beta-Rezeptoren des Herz-Kreislauf-Systems hemmen und dadurch die Herzfrequenz und den Blutdruck niedrig halten sollen.

Die Alphablocker scheinen sich in ähnlicher Weise auszuwirken. Sie behindern die Melatonin-Bildung über andere Rezeptoren nur eine Stufe später als die Betablocker. Außerdem hemmen Alphablocker die Freisetzung von Noradrenalin und wirken auch darüber schlafstörend. Noradrenalin führt nämlich während des REM-Schlafs zur Muskelentspannung. Dem wirken Alphablocker entgegen und das beeinträchtigt die Schlafqualität.

Präparate-Wechsel kann helfen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wenn Sie den Verdacht haben, Ihr Blutdruckmittel könnte der Auslöser für Ihre Schlafstörung sein. Erhärtet wird dieser Verdacht natürlich, wenn sich die Schlafbeschwerden mit dem Beginn der Tabletteneinnahme oder bei einer Dosiserhöhung einstellen oder verstärken.

Da heute verschiedene Möglichkeiten zur medikamentösen Blutdruckbehandlung bestehen, kann ein Wechsel des Arzneimittels erwogen werden. Wenn Sie bisher nur einen unspezifischen Betablocker einnehmen, ist vielleicht schon die Umstellung auf einen anderen (selektiven) Typ hilfreich. Statt Alpha- oder Betablocker kommen auch andere Wirkstoffe wie ein ACE-Hemmer in Frage.

Was kann man tun, wenn blutdrucksenkende Medikamente die Ursache von Potenzstörungen sind?

Ob ein Medikament die Ursache der sexuellen Funktionsstörung ist, kann am ehesten natürlich der Arzt beurteilen. Dazu muss er aber von den Erektionsproblemen wissen, denn von selbst spricht auch ein Arzt das Thema selten an.

Also ist Mut gefragt. Lassen Sie sich dabei aber nicht abwiegeln ("Das wird schon wieder.").

Ist dann tatsächlich der Blutdrucksenker die wahrscheinliche Ursache, sollte man mit dem Arzt besprechen, was die beste Strategie ist. So kann eine Verringerung der Dosis eine mögliche Verbesserung mit sich bringen, noch eher aber natürlich der Wechsel auf ein anderes Präparat.

Es gibt übrigens auch Blutdrucksenker, bei denen positive Effekte auf die Potenz nachgewiesen wurden, vor allem sogenannte Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (auch Sartane genannt). Hier fehlt es aber noch an größeren Studien, die das bestätigen.

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Omega-3-Fettsäuren gegen Bluthochdruck

Einem zu hohen Blutdruck kann ergänzend zu den zahlreichen Medikamenten auch auf natürliche Weise entgegengewirkt werden. Eine erst in den letzten Jahren entdeckte Bedeutung kommt dabei den Omega-3-Fettsäuren zu.

Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren steigern

Dabei geht es um das wichtige Thema „Fett“. Fett muss sein, soviel steht fest – aber in Maßen und in der richtigen Konstellation. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, nicht mehr als 30 Prozent der Gesamtenergie in Form von Fett aufzunehmen. Eine große Rolle spielt aber auch, um welche Art von Fett es sich jeweils handelt. Denn die verschiedenen Fettsäuren unterscheiden sich voneinander, sie haben zum Teil völlig gegensätzliche Wirkungen.

Eher zurückhaltend sollten Sie bei Lebensmitteln sein, in denen viele gesättigte Fettsäuren drin sind (v.a. Butter, Schmalz, Kokosfett, viele Fleisch- und Wurstwaren). Die meisten von uns nehmen außerdem zu viele der sogenannten Omega-6-Fettsäuren auf. Sie gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und kommen beispielsweise in größeren Mengen in Sonnenblumen- und Distelöl vor. Von den „Schwester-Fettsäuren“, den Omega-3-Fettsäuren, darf es dagegen in den meisten Fällen ruhig etwas mehr sein.

Omega-Entspannungsprogramm für die Gefäße

Was ist nun das Geheimnis der Omega-3-Fettsäuren? Sie sind auf verschiedenen Ebenen im Einsatz. So sorgen sie dafür, dass die Gefäße elastischer werden und sich weiter stellen (Engler & Engler 2000). Ein Forscherteam der University of Pennsylvania testete die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren (Hoshi et al. 2013). Dabei zeigte sich, dass vor allem die Omega-3-Fettsäure DHA (mehr dazu später) wie geschaffen dafür ist, sich an Rezeptoren in den Muskelzellen der Gefäßwand zu heften und dadurch bestimmte Kaliumkanäle zu öffnen. Letztlich kommt es über einen komplexen Mechanismus dazu, dass die Muskelzellen sich entspannen. Die Folge: Die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt.

Studien bestätigen blutdrucksenkende Effekte

Außerdem ergab die sogenannte CARDIA-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults Study), dass das Bluthochdruckrisiko bei denjenigen Probanden geringer war, die recht große Mengen der Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) aufnahmen (Xun et al. 2011).

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Forscher, die die Daten von insgesamt 70 Studien auswerteten (Miller et al. 2014). Einbezogen wurden Erhebungen aus Nordamerika, Europa und Australien, die durchschnittlich 70 Tage dauerten und bei denen die Teilnehmer ganz verschiedene Dosen EPA/DHA erhielten – oft als Fischöl, seltener als Algenöl oder in Form von Brot oder Margarine, mit Omega-3-Fettsäuren angereichert. Bei der Analyse kam heraus, dass beide Blutdruckwerte – der obere sowie der untere oder in der Fachsprache der systolische sowie der diastolische – signifikant sanken. Diese Wirkung wurde aber nur bei einer Dosis von mindestens 2 g EPA/DHA täglich erreicht – diese Menge steckt etwa in 100 g der sehr Omega-3-haltigen Sardinen, wobei es je nach Fanggebiet und Jahreszeit starke Schwankungen in dem EPA/DHA-Gehalt gibt.

Wichtig sind vor allem EPA und DHA

Wissen müssen Sie: Diese beiden Fettsäuren (also EPA und DHA) kommen als solche hauptsächlich in fettreichem Fisch wie Hering, Lachs, Makrele, Sardine sowie in speziellen Algen vor. Dagegen enthalten Lein-, Chia- und bestimmte andere Pflanzenöle deren Vorstufe, die Alpha-Linolensäure. Aus ihr können die anderen beiden, biologisch aktiveren Omega-3-Fettsäuren gebildet werden, aber nur zu etwa 5%.

Das bedeutet also: Rein aus Pflanzenölen lassen sich möglicherweise nicht genügend der wichtigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA gewinnen, um Einfluss auf den Blutdruck zu nehmen. Mit Fisch gelingt das schon eher, aber dafür müssen Sie wirklich regelmäßig Fisch essen. Deswegen empfehlen einige Experten, ergänzend Fisch- oder Algenöle bzw. Omega-3-Kapseln in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Empfehlenswerte Produkte gibt es zum Beispiel hier.

Lässt sich ein hoher Blutdruck mit Akupunktur senken?  

Positive Wirkungen der Akupunktur bei Bluthochdruck ließen sich tatsächlich nachweisen (Circulation 2007; 115: 3121-3129). Gerade bei gering erhöhten Blutdruckwerten kann sich ein Behandlungsversuch also lohnen.

Bei höheren Blutdruckwerten kann die Akupunktur gegebenenfalls mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert werden. Allerdings muss man die Akupunktur kontinuierlich durchführen lassen. Deshalb ist bei dieser Behandlungsform ein erheblicher Zeitaufwand einzukalkulieren.

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Kann man einen Bluthochdruck auch homöopathisch behandeln?

Wenn Sie einen homöopathisch orientierten Arzt frage, wird er sagen "Ja" (auch wenn das viele Experten ablehnen, weil es wissenschaftlich nicht bewiesen ist; s.u.). Allerdings sollte man bei relevant erhöhten Blutdruckwerten auf die "konventionellen" Mittel nicht verzichten. Dafür ist die Gefahr schwerwiegender Gesundheitsschäden bei lang anhaltendem Bluthochdruck einfach zu groß.

In der Homöopathie wird versucht, mit verschiedenen Mitteln einen Bluthochdruck zu senken. Bei gering erhöhten Blutdruckwerten kann man nach eigenem Ermessen sicher auch einen vorgeschalteten homöopathischen Behandlungsversuch starten. Möglicherweise ist in Verbund mit der Reduktion von Risikofaktoren ein Erfolg zu verzeichnen, so dass zunächst keine medikamentöse Blutdrucksenkung nötig ist.

Bei mäßig bis stark erhöhten Blutdruckwerten ist eine medikamentöse Blutdrucksenkung jedoch meist unumgänglich. Begleitend ist natürlich auch dann eine homöopathische Behandlung möglich.

In eigener Sache:

Möglicherweise vergessen die zahlreichen "Schulmediziner", die Homöopathie strikt ablehnen, etwas Entscheidendes: den "Faktor Arzt". Es stimmt, dass sich die Homöopathie in den bisherigen wissenschaftlichen Studien als überwiegend nicht erfolgreich erwiesen hat. Es stimmt aber auch, dass zahllose Anwender trotzdem beteuern, Homöopathie würde bei ihnen helfen. Könnte es nicht sein, dass sich die Ärzte, die Homöopathie anwenden, grundsätzlich mehr mit ihren Patienten beschäftigen als der bekannte 3-Minuten-Arzt? Und könnte es nicht sein, dass genau diese intensivere Beschäftigung auch "heilende Kräfte" hat?

Dann wäre auch klar, warum Homöopathie in wissenschaftlichen Studien nicht wirkt. Weil im Rahmen dieser Studien ja genau diese emotionale Hinwendung zum Patienten in der Regel auch nicht stattfindet. Möglicherweise erreicht ja ein "Homöopathie-Arzt" allein auf menschlicher Ebene so viel mehr, dass auch die Bereitschaft der Behandelten, ihren Lebensstil zu ändern (Bewegung, Ernährung, Rauchen etc.), deutlich zunimmt...

Gleichwohl: Auch wir sind der Ansicht, dass ein Bluthochdruck auf keinen Fall "nur" mit Homöopathie behandelt werden sollte. Es sei denn, damit werden stabile Werte unter 140 mmHG (oberer Wert) erreicht.

Dr. Jörg Zorn

Hilft Yoga gegen Bluthochdruck? 

Wahrscheinlich hilft Yoga bei Bluthochdruck (Hypertonie), es schadet auf keinen Fall. Noch fehlen große Studien, viele kleinere weisen aber auf einen Nutzen hin.

Viele Menschen haben erhöhte Blutdruckwerte. Die meisten von ihnen würden am liebsten keine Medikamente einnehmen, aber nicht immer ist dies möglich. Daher stellt sich die Frage, ob andere Mittel und Wege den Blutdruck in die richtige Bahn lenken können.

Yoga bei ersten Blutdruckproblemen

2011 wurde eine kleine Studie veröffentlicht, die den Effekt von Iyengar Yoga untersuchte. Hier hatte es einen eigenen, unabhängigen positiven Einfluss auf die Blutdruckwerte.

Alle Teilnehmer hatten grenzwertig oder leichtgradig erhöhte Blutdruckwerte, keiner von ihnen nahm Medikamente ein. Ein Teil der Gruppe ging über zwölf Wochen zu einer Yogaklasse (zunächst zweimal, dann einmal pro Woche jeweils 70 Minuten), der andere erhielt Diätempfehlungen. Zu Beginn und nach sechs beziehungsweise zwölf Wochen wurde der Effekt in 24-Stunden-Blutdruckmessungen kontrolliert.

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In beiden Gruppen sanken die Werte um 3 bis 6 mmHg, teils systolisch (erster Wert) und teils diastolisch (zweiter Wert), wobei der blutdrucksenkende Effekt zu unterschiedlichen Zeiten innerhalb der zwölfwöchigen Therapie eintrat.

Zusatznutzen bei Medikamenten

Auch wenn Sie bereits Arzneimittel gegen eine Hypertonie benötigen, kann Yoga helfen. 2013 wurde eine kleine Studie aus Schweden veröffentlicht, die seinen Einfluss auf den Blutdruck bei 83 Menschen untersuchte, von denen fast alle (92%) Tabletten nahmen.

Ein Drittel der Gruppe besuchte auch hier eine Yogaklasse, das zweite Drittel führte hingegen täglich eigenständig Yogaübungen zu Hause durch. Die dritte Gruppe erhielt keine Extratherapie. Blutdruck (Einzelmessungen) und Fragen zur Lebensqualität wurden am Ende miteinander verglichen.

Der diastolische (zweite) Wert besserte sich um ca. 4,4 mmHg bei denen, die täglich alleine Yoga zu Hause ausübten. Bei den Teilnehmern der Klasse hingegen zeigte sich in dieser Studie kein Effekt, schlechter wurde der Blutdruck aber nicht.

Aufruf: Dass besonders Ausdauertraining für Herz, Kreislauf und Blutdruck gut und wichtig ist, ist allgemein bekannt und wurde mehrfach nachgewiesen. Auch Yoga alleine scheint einen positiven Effekt zu haben, probieren Sie es doch einmal!

Kann man zu hohen Blutdruck durch Aderlass behandeln?

Das Abzapfen von Blut wird auch Aderlass genannt und ist ein seit der Antike bekanntes medizinisches Heilverfahren. Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde der Aderlass regelmäßig therapeutisch angewandt. Später fand man heraus, dass das Blut-Abzapfen nur bei den wenigsten Erkrankungen wirklich etwas bringt. Aus diesem Grunde war es aus der modernen Medizin fast vollständig verschwunden.

Bewiesen ist wenig

Zurzeit erlebt das medizinische Abzapfen von Blut eine gewisse Renaissance, vor allem in der Behandlung des zu hohen Blutdrucks. Befürworter sind überzeugt, dass es hier dauerhafte Wirkung erzielen kann. Allerdings kann der Aderlass auch negative gesundheitliche Konsequenzen haben. Wissenschaftliche Forschung, die sich mit dem Sinn des Blutabzapfens auseinandersetzt, gibt es kaum.

Es gibt eine neuere Forschungsstudie aus dem Immanuel-Krankenhaus für Naturheilkunde in Berlin. Dort hat man zwei Gruppen von Patienten mit Bluthochdruck gebildet: Die eine Gruppe bekam am Anfang und am Ende der Studie einen Aderlass, die andere nicht. In der ersten Gruppe sank der Blutdruck um rund 16 mmHg und damit deutlicher als in der Vergleichsgruppe. Die Studie ließ aber leider fast alle wissenschaftlichen Standards, die man für eine verlässliche Aussage benötigt, vermissen.

Es bleiben zudem zahlreiche Nebenwirkungen und Gefahren zu bedenken. Zum Beispiel die Tatsache, dass manchmal der Blutdruck durch das Abzapfen von Blut viel zu stark absinkt, was zu Schwindel, Schwäche und Ohnmacht führen kann.

Wann ein Aderlass definitiv nicht in Betracht kommt

Außerdem gibt es zahlreiche Gegenanzeigen (Kontraindikationen) zu bedenken, z.B.:

  • Schwangerschaft
  • körperliche Schwäche (Kinder, ältere Menschen)
  • Flüssigkeitsmangel
  • Herzschwäche
  • Herzrhythmusstörungen
  • Durchfall
  • Infektionen

Daher raten wir Ihnen, von der Therapie des Blutabzapfens bei Bluthochdruck lieber abzusehen – eine Umstellung der Lebensweise (vor allem gesündere Ernährung und Bewegung) und die vom Arzt verschriebenen Medikamente zeigen hier verlässlichere und kalkulierbarere Ergebnisse.

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Was Sie dabei immer bedenken sollten: Ein zu hoher Blutdruck tut nicht weh und mag deshalb als Bagatelle erscheinen. Aber er ist einer der Hauptauslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Kann man einen Bluthochdruck auch operativ behandeln?

Bisher nicht, zumindest nicht im gängigen Krankenhaus. Nun aber sorgt eine neue Behandlungsmethode für Wirbel, die in einer Studie gute Effekte gezeigt hat.

Ärzteteams aus Deutschland, Australien und USA verödeten bestimmte Nervenfasern, die zu den Nieren führen, und konnten damit den Blutdruck durchschnittlich um 27 mmHg systolisch und 17 mmHg diastolisch senken. Dieser Eingriff ist mit einer Kathetertechnik durchführbar und damit relativ komplikationslos.

Allerdings wurde die Methode zum Zeitpunkt der Untersuchung (Mai 2011) nur an einigen Universitätskliniken angeboten, und dort meist nur dann, wenn der Bluthochdruck mit Medikamenten nicht ausreichend beherrschbar ist. Aber das mag sich in den nächsten Jahren ändern.

Was ist die beste Ernährung gegen Bluthochdruck?

Auch zu hoher Blutdruck hat etwas mit der Ernährung zu tun. Sogar eine ganze Menge. Vor allem auf zu viele tierische Fette sollte man verzichten.

Die Deutsche Hochdruckliga – das ist ein Verein, der sich der Bekämpfung des Bluthochdrucks verschrieben hat – fasste unlängst die Ernährungstipps zur Vorbeugung von zu hohem Blutdruck zusammen:

  • Ersetzen Sie tierische Fette wann immer es geht durch pflanzliche Fette. Also Pflanzenöle statt Butter und fettem Fleisch.
  • Essen Sie regelmäßig und reichlich Obst und Gemüse. Empfohlen wird eine Gesamtmenge von 1 Kilogramm pro Tag.
  • Auch Pellkartoffeln oder frische Fruchtsäfte können dazu beitragen, dass man auf ein Kilo kommt.
  • Essen Sie zweimal pro Woche Fisch. Nicht den aus der Dose, sondern am besten Seefisch.
  • Ernähren Sie sich mit reichlich Vollkornprodukten (statt Weißmehl).
  • Wenn Sie Fleisch essen, bevorzugen Sie fettarme Sorten.
  • Trinken Sie viel. Am besten Mineralwasser oder Gemüsesäfte. Alkohol so wenig wie möglich. Zum Thema Wasser hier noch eine skurrile Anekdote, die Sie aber bitte nicht vom Wassertrinken abhalten soll.

Welche Nahrungsmittel senken den Blutdruck?

Insgesamt wirkt sich eine gesunde, ausgewogene Ernährung positiv auf den Blutdruck aus. Wir nehmen häufig zu viel tierisches Fett, zu viel Eiweiß und zu wenig Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe zu uns.

Den Verzehr von Fleisch und gesättigten Fettsäuren gilt es also einzuschränken, weißes Fleisch (Geflügel) ist dabei weniger ungünstig als rotes (Rind, Schwein). Verzehren Sie ab und zu Fisch, Vollkornprodukte und Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte und einer hohen Nährstoffdichte, also vor allem frisches Obst und frisches Gemüse.

Vitamintabletten sind kein Ersatz

Die positiven Effekte von Obst und Gemüse sind nicht nur auf einzelne gesunde Nährstoffe zurückzuführen, sondern auf das Zusammenwirken zahlreicher Inhaltsstoffe, die sich vermutlich auf spezielle Weise ergänzen. Das bedeutet, dass das künstliche Zuführen von Vitaminen oder Mineralstoffen, beispielsweise über Vitamintabletten, kein ausreichender Ersatz ist.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, täglich 600 Gramm Obst und Gemüse zu essen. Bei rohem Verzehr entsteht kein Nährstoffverlust durch die Zubereitung. Blutdrucksenkend wirkt hierbei nicht ein einzelner Stoff, sondern das Zusammenwirken einer gesunden, ausgewogenen Ernährung insgesamt – es lohnt sich!

Eine Ausnahme zur oben erwähnten Kritik an Vitamintabletten

Wenn es Ihnen nicht zuverlässig gelingt, sich vollwertig zu ernähren, dann ist eine Zufuhr aller Vitalstoffe in einem Rutsch besser als Einzel-Präparate. Aus unserer Sicht empfehlenswert ist hier zum Beispiel ein spezieller Gesundheitssaft, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich getestet und bestätigt wurde. Ein Löffel pro Tag deckt alle wichtigen Vitalstoffe ab, eine Flasche reicht damit für etwa 50 Tage.

Welche Nahrungsmittel steigern den Blutdruck?

Ein zu hoher Blutdruck muss zwar meist mit Medikamenten behandelt werden, allerdings hängt der Erfolg der Therapie auch von der Lebensweise ab. Dabei sind drei Faktoren entscheidend:

  • Abbau von Übergewicht
  • wenig Kochsalz
  • wenig Alkohol

Gewicht abnehmen bedeutet auch Blutdruck senken

Wenn Sie übergewichtig sind, kann dies eine der Ursachen für Ihren hohen Blutdruck sein. Daher ist es wichtig, neben der medikamentösen Therapie auch die überflüssigen Pfunde abzubauen. Entscheidend sind dabei drei Aspekte:

  • Sie brauchen eine negative Energiebilanz. Das bedeutet, dass Sie mehr Energie verbrauchen sollten als Sie sich über die Nahrung zuführen.
  • Sie müssen sich ausreichend bewegen. Sport ist nicht nur ein Hilfsmittel, um abzunehmen, sondern ist auch für sich genommen gut gegen zu hohen Blutdruck.
  • Sie sollten auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung umstellen, soweit nicht schon geschehen

Diäten oft wenig hilfreich

Seien Sie in diesem Zusammenhang aber vorsichtig mit Diäten. Was mit vollmundigen Versprechungen beginnt, endet oft im Jo-Jo-Effekt. Dann nehmen Sie nach der Diät, wenn Sie wieder auf Ihre alten (schlechten) Ernährungsgewohnheiten zurückfallen, schnell wieder zu. Außerdem ist es natürlich nicht nur wichtig abzunehmen, sondern auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu entwickeln. Viele Diäten beachten dies nicht. Wie eine solche gesunde Ernährung aussieht, erfahren Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Statt 10 Gramm Salz nur noch 7 Gramm täglich

Wenn Sie Ihren Salzkonsum um 3 Gramm täglich senken, dürfen Sie von einer Senkung des systolischen Blutdrucks (also des oberen Werts) um 5 bis 7 mmHg ausgehen, und dies bereits nach wenigen Wochen. Bei der Einschränkung der Kochsalzzufuhr und auch bei der Gewichtsabnahme sinkt der systolische, obere Wert etwas stärker als der diastolische, untere Wert.

Wir brauchen meist nicht mehr als 2 bis 3 Gramm Salz am Tag, nehmen aber in der Regel 10 bis 12 Gramm zu uns. Dabei würzen wir nicht nur zu viel mit Salz, sondern viele Speisen (Fertiggerichte, Konserven, Chips etc.) enthalten große Salzmengen.

Mäßigung des Alkoholkonsums

Wenn Sie weniger Alkohol trinken, kann sich dies ebenfalls positiv auf den Blutdruck auswirken. Dabei müssen Sie nicht unbedingt vollständig abstinent leben. Aber die Alkoholmenge sollte bei Frauen nicht über 20 Gramm am Tag liegen und bei Männern nicht über 30 Gramm. Das entspricht etwa einem kleinen Glas Bier oder Wein. Trinken Sie am besten nur gelegentlich, nicht regelmäßig.

Kaffee und Zucker

Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee und Cola können ebenfalls den Blutdruck steigern. Auch der zu ausgeprägte Verzehr von tierischen Fetten und von Zucker kann negative Folgen für den Blutdruck haben.

Wie viel Kochsalz darf ich mit Bluthochdruck noch zu mir nehmen?

Die Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßkrankheiten e.V. empfiehlt, eine Kochsalzmenge von sechs Gramm pro Tag nicht zu überschreiten. Der tägliche Bedarf des Menschen liegt weit darunter. Es reichen zwei bis drei Gramm pro Tag aus.

Der durchschnittliche Konsum beträgt jedoch zehn bis zwölf Gramm täglich.

Dabei ist zu bedenken, dass wir viel verstecktes Kochsalz zu uns zu nehmen. In Wurstwaren, Gepökeltem oder eingelegtem Fisch ist Salz enthalten, auch Fertiggerichte enthalten viel Kochsalz. Darüber hinaus sollte auch bei Getränken auf den Kochsalzgehalt geachtet werden.

Wie viel Alkohol darf ich noch trinken, wenn ich Bluthochdruck habe?

Mehr als 30 Gramm Alkohol (das entspricht einem halben Liter Wein oder einem Liter Bier) steigern den Blutdruck relevant und sollten deshalb vermieden werden. Täglich sollte man diese Mengen nicht konsumieren (ohnehin nicht, aber ganz besonders nicht, wenn man Bluthochdruck hat).

Für gesunde Menschen gilt folgende Faustregel: Männer sollten nicht mehr als einen Viertel Liter Wein oder einen halben Liter Bier täglich trinken, Frauen nicht mehr als die Hälfte davon (weil sie Alkohol schlechter abbauen als Männer).

Ist eine salzarme Ernährung wirklich nötig, um seinen Blutdruck zu senken?

Ob Salz in der Ernährung eine größere Rolle bei der Entstehung des Bluthochdrucks (Hypertonie) ist, ist strittig.

Denn nicht jeder mit einer Hypertonie, der sich fortan salzarm ernährt, wird mit einem niedrigerem Blutdruck belohnt. Zudem birgt eine strikte salzarme Ernährung gerade bei Älteren das Risiko eines gefährlichen Natriummangels.

Deshalb muss niemand auf Salz völlig verzichten. Ein übermäßiger Salzkonsum ist aber sicher nicht empfehlenswert. Wichtig aber ist, da sind sich alle Experten einig, eine gesunde ausgewogene Ernährung.

Ist Salz weniger blutdrucksteigernd, wenn ich mich bewege? 

Ja, die Auswirkungen von Kochsalz auf den Blutdruck sind offenbar von der körperlichen Aktivität abhängig. Je mehr Bewegung, desto geringer sind die Auswirkungen einer salzreichen Ernährung.

Dies ergaben Untersuchungen der American Heart Association. Besonders Menschen, die sich wenig bewegen, reagieren auf eine salzhaltige Ernährung häufig mit einem Blutdruckanstieg. Deshalb ergänzen sich eine salzärmere Ernährung und sportliche Aktivität optimal, wenn es um die Senkung des Blutdrucks geht.

Wie viel Kaffee, Tee oder Cola darf man trinken, wenn man Bluthochdruck hat?

Kaffee, Tee Und Cola wirken individuell unterschiedlich, dies hängt auch von der Gewöhnung ab. Die Getränke haben jedoch häufig eine leicht blutdrucksteigernde Wirkung, so dass man den Konsum zumindest einschränken sollte.

Auf den Kaffee am Morgen oder Nachmittag müssen die meisten Menschen mit erhöhtem Blutdruckwerten aber nicht verzichten.

Überprüfen Sie am besten einfach selbst, welche Auswirkungen der Kaffee oder Tee auf Ihren Blutdruck hat: in dem Sie vor dem Genuss und eine oder zwei Stunden danach Ihren Blutdruck messen.

Fazit: Maßvolles Trinken dieser Getränke ist in der Regel erlaubt.

Darf ich mit hohem Blutdruck noch Lakritze essen?

Besser nicht. Bei Bluthochdruck sollte man auf Lakritze verzichten, rät der Bundesverband Deutscher Internisten. Der Grund: Lakritze erhöht über einen seiner Inhaltsstoffe selbst den Blutdruck.

Daneben kann Lakritze Herzrhythmusstörungen auslösen, weshalb auch Menschen mit Herzschwäche auf die schwarze Süßigkeit verzichten sollten. Lakritze kann überdies Auslöser von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Schwächeanfällen und kurzzeitigen Lähmungen sein.

Bereits 100 Gramm täglich sind kritisch. Vorsicht ist auch bei Präparaten mit Inhaltsstoffen aus der Süßholzwurzel (z.B. gegen Husten, Halsschmerzen oder Magenprobleme) geboten.

Ist es gefährlich, mit einem hohen Blutdruck Sport zu treiben?

Im Normalfall ist Sport gut für den Blutdruck. Mit einer Ausnahme: Ist der Blutdruck bereits in Ruhe sehr hoch (diastolisch über 115 mmHg und systolisch über 180 mmHg), kann eine weitere Erhöhung des Drucks durch Sport zu Problemen führen. Deshalb sollte zunächst der Blutdruck gesenkt werden.

Bei Druckwerten darunter darf Sport in der Regel getrieben werden, es sei denn, es bestehen schwere Begleiterkrankungen etwa des Herzens. Grundsätzlich sollten Sie mit dem behandelndem Arzt gegebenenfalls durch entsprechende Belastungstests klären, inwieweit körperliche Belastung erlaubt ist.

Kann man mit Bluthochdruck Wettkampfsport betreiben?

Das ist von Fall zu Fall möglich, doch wann die Belastungsgrenze bei Bluthochdruck erreicht ist, ist grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt zu klären.

Denn diese Grenze ist nicht von den Druckwerten in Ruhe, sondern auch von den erreichten Werten bei Belastung abhängig. Die Herz-Kreislauf-Reaktion ist in Belastungstests zu ermitteln. Darüber hinaus können Folgekrankheiten und andere Erkrankungen die Belastbarkeit herabsetzen. Deshalb sollte man niemals in Eigenregie an seine Grenzen oder gar darüber gehen.

Sind Sportarten wie Bungee-Jumping, Drachenfliegen oder Fallschirmspringen bei Bluthochdruck erlaubt?

Bei diesen Sportarten steht weniger die körperliche als die psychische Belastung im Vordergrund. Stressreaktionen können den Blutdruck in die Höhe treiben. Bei Kopfübersprüngen kommt es außerdem zu Druckanstiegen im Kopfbereich.

Besonders ungeübten Menschen mit Bluthochdruck ist deshalb von riskanten Sportarten eher abzuraten. Geübte Sportler mit gut eingestelltem Blutdruck sind weniger gefährdet. Dennoch sollte man darüber in jedem Fall mit seinem Arzt sprechen.

Darf man mit hohem Blutdruck schwer arbeiten und heben?

Grundsätzlich ist gegen körperliche Arbeit und auch Sport bei Bluthochdruck nichts einzuwenden. Vorsicht ist allerdings geboten bei Tätigkeiten, die mit Pressen verbunden sind.

Das kann z.B. das Heben schwerer Lasten wie Möbelschleppen, Getränkekisten heben, Autoanschieben u.a. sein. Grundsätzlich sollten Sie bei allen Tätigkeiten, die kurzzeitig einen hohen Kraftaufwand erfordern (und damit kurzfristig zu einer Erhöhung des Blutdruckes führen), eher zurückhaltend sein. 

Welche Dinge im Berufsleben wirken sich negativ auf einen Bluthochdruck aus?

Stress, hohe Arbeitsbelastung, Arbeiten unter Zeitdruck, anhaltende Konflikte, Überforderung und Schichtarbeit können sich ungünstig auf den Blutdruck auswirken.

Auch schweres Heben und Tragen sollte möglichst unterbleiben, denn dies führt zu Druckerhöhungen im Gefäßsystem. Außerdem werden Arbeiten in großer Hitze von Menschen mit Bluthochdruck oft nicht sehr gut vertragen.

Kann ich mit Bluthochdruck bergsteigen?

Ob nun Bergsteigen oder Mountain-Biking: Ist man in einer Sportart bereits geübt und der Blutdruck medikamentös gut eingestellt, kann auch der potentiell gefährliche Sport normalerweise weiter betrieben werden.

Voraussetzung ist eine ansonsten gute körperliche Verfassung. Sollten die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sein, ist vor extremen körperlichen Belastungen eher abzuraten.

Beim Bergsteigen in großen Höhen ist mit einem Blutdruckanstieg zu rechnen. Bei geplanten Unternehmungen in großen Höhen sollte man deshalb zuvor den behandelnden Arzt befragen.

Verstärkt Hitze die Wirksamkeit blutdrucksenkender Medikamente?

Ja, das ist vor allem bei großer Hitze möglich. Der blutdrucksenkende Effekt von Medikamenten kann bei sehr hohen Temperaturen verstärkt sein, weil Hitze für eine Erweiterung der Gefäße sorgt, so dass der Blutdruck ohnehin abfällt.

Mögliche Folgen sind Beschwerden wie Schwindel und Schwäche, insbesondere wenn der systolische Blutdruck unter den Wert von 110 mmHg sinkt oder es zu einer sehr starken Blutdrucksenkung kommt.

Sollte man blutdrucksenkende Medikamente im Sommer bei Hitze reduzieren?

Hitze kann die Wirksamkeit der Blutdruckmedikamente verstärken. An heißen Tagen im Sommer kommt es deshalb möglicherweise zu einem stärkeren Blutdruckabfall, der mit Beschwerden einhergehen kann.

Da Hitzeperioden in unseren Breiten jedoch kaum länger als wenige Tage anhalten, ist eine Reduktion der Tablettendosis normalerweise nicht sinnvoll. Ausnahme: Fällt der systolische Blutdruck unter 110 mmHg und bestehen Beschwerden, können in Absprache mit dem Arzt bei der Einnahme mehrerer Medikamente einzelne Substanzen reduziert werden.

Außerdem sollten Sie sich an heißen Tagen so gut es geht Kühlung verschaffen, sich im Schatten aufhalten oder bei Beschwerden in Innenräumen.

Darf ich mit hohem Blutdruck in die Sauna?

Ja, Wärme erweitert die Blutgefäße, so dass der Blutdruck abfällt. Es kann deshalb eher bei niedrigem Blutdruck zu Beschwerden kommen, wenn dieser noch weiter fällt.

Aber auch Menschen, die Medikamente gegen den hohen Blutdruck einnehmen, müssen aufpassen, denn die Wirkung der Medikamente kann durch Hitze verstärkt werden. Sicherer ist es deshalb, die Medikamente nach dem Saunabesuch einzunehmen. Zudem sollten die Dauer des Saunabesuchs sowie die Temperatur nur langsam gesteigert werden.

Sollte man bei einem längeren Aufenthalt in sehr warmen Ländern die Dosis der Blutdruckmedikamente reduzieren?

Wenn Sie Blutdrucksenker einnehmen und sich längere Zeit in sehr warmen Gebieten wie etwa den Tropen aufhalten, ist möglicherweise eine verringerte Dosis der Blutdruckmedikamente ratsam.

Der Grund: Hitze führt zu einer zusätzlichen Blutdrucksenkung. Sinkt der obere Wert unter 110 mmHg, ist es manchmal besser, die Dosierung einzelner Medikamente zu reduzieren. Bei einem geplanten Aufenthalt in warmen Gebieten sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen, um das Vorgehen gemeinsam zu planen.

Wie wirkt Kälte auf den Blutdruck?

Kalte Temperaturen treiben den Blutdruck in die Höhe, denn die Gefäße im Körper verengen sich. Die Folge: Im Winter lässt sich häufiger ein Bluthochdruck feststellen.

Dies kann für Menschen mit bereits hohem Blutdruck zu einer weiteren Druckerhöhung und damit größerem Krankheitsrisiko führen. Beeinflusst ist auch die Wirksamkeit blutdrucksenkender Medikamente. Im Winter wird nicht selten eine verminderte Wirksamkeit festgestellt.

Kann die Familie einen Angehörigen mit Bluthochdruck unterstützen?

Ja, denn Menschen mit Bluthochdruck müssen ihren Lebensstil oft umstellen, um ihren Blutdruck zu senken. Dazu gehört zum Beispiel eine veränderte Ernährung oder körperliche Bewegung und Sport.

Wenn hier alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen und sich an einer gesunden ausgewogenen Ernährung, Bewegung und sportlichen Aktivitäten beteiligen, ist das die beste Unterstützung. Denn allein ist es sehr schwer, von jahrelangen Gewohnheiten abzulassen. Gemeinsam sind Ziele wesentlich einfacher zu verfolgen und die Familienmitglieder können sich gegenseitig motivieren.

Darf ich die Anti-Baby-Pille einnehmen, wenn ich bereits einen Bluthochdruck habe?

Wenn Sie einen Bluthochdruck haben, empfiehlt sich die Einnahme der Anti-Baby-Pille eher nicht. Der Grund ist simpel: Die "Pille" steigert den Blutdruck.

Diese Blutdrucksteigerung fällt bei Gesunden gering aus, so dass die meisten Frauen trotz der Anti-Baby-Pille noch immer einen normalen Blutdruck aufweisen. Wenn aber bereits erhöhte Blutdruckwerte vorliegen, sollte ein weiterer Blutdruckanstieg nach Möglichkeit verhindert werden. Das kommt aber auf den Einzelfall an. Also bitte am besten mit Ihrem Hausarzt oder Frauenarzt darüber sprechen.

Was ist ein Blutdruckpass?

Im Blutdruckpass stehen alle eingenommenen Medikamente und deren Dosierung. Er sollte stets, z.B. im Geldbeutel, mitgeführt werden. Der Grund: In einer Notfallsituation kann es für die behandelnden Ärzte wichtig sein, alle Medikamente und deren Dosierung zu kennen.

Autoren: 

Quellen:

  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft
  • Engler MB, Engler MM: Docosahexaenoic acid-induced vasorelaxation in hypertensive rats: mechanisms of action. 2000.
  • Hoshi T, Wissuwa B, Tian Y, Tajima N, Xu R, Bauer M, Heinemann SH, Hou S: Omega-3 fatty acids lower blood pressure by directly activating large-conductance Ca²⁺-dependent K⁺ channels. 2013.
  • Miller PE, Van Elswyk M, Alexander DD: Long-chain omega-3 fatty acids eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid and blood pressure: a meta-analysis of randomized controlled trials. 2014.
  • Xun P, Hou N, Daviglus M, Liu K, Morris JS, Shikany JM, Sidney S, Jacobs DR, He K: Fish oil, selenium and mercury in relation to incidence of hypertension: a 20-year follow-up study. 2011.

Kommentare: Archiv

Bluthochdruck: Medikamenten-Unverträglichkeit
Freitag, den 08. März 2019 um 09:00 Uhr, Loipolder
Habe 2006 einen Herzinfarkt gehabt. Seit letztem Jahr leide ich unter Bluthochdruck. Habe bis jetzt 3 Medikamente ausprobiert und nicht vertragen. Hausarzt und Kardiologe sind der Meinung, dass ich mir das nur einbilde und sind genervt. Habe keine Lust mehr zum Arzt zu gehen. Kardiologe ist der Meinung, dass mein Blutdruck normal sei - bei 160! Ich habe ständig das Brummen im Kopf und Kopfschmerzen bis hin zu Schwindelanfällen, werde aber vom Kardiologen und Hausarzt nur belächelt.
 
Bluthochdruck
Mittwoch, den 11. April 2018 um 16:06 Uhr, Sonja
Der Beitrag, in dem Zonulin erwähnt wird, ist ja sehr interessant. Ich werde es mal verfolgen. 
Nun zu mir: 
Seit einem Monat habe ich plötzlich starke Kopfschmerzen im Stirnbereich. Morgens ist es am schlimmsten. Jeden Morgen denke ich darüber nach, ins Krankenhaus zu gehen. Ich war in Panik. Ich leide zwar an Migräne, habe HWS-Probleme und auch manchmal Spannungskopfschmerzen. Doch das hier war/ist anders. In völlig entspanntem Zustand maß ich meinen Blutdruck: 180 (systolisch). Ich maß ihn einige Tage lang. 
Heute Morgen, bei extremen Kopfschmerzen, war er im Liegen bei 120/80. Das ist für die Liegeposition zwar "hoch", aber eben nicht zu hoch. Im Sitzen lag der systolische Wert bei 138, nach längerem Stehen sogar bei 110. Trotz dieser verwirrenden Blutdrucksituation, habe ich heute den ersten Betablocker meines Lebens eingenommen. Und die Schmerzen sind geringer. Deutlich, wenn ich mich kopfüber bücke. 
Und noch was zur Kälte: Die Kopfschmerzen wurden unerträglich stark, als ich - auf dem Weg zum Arzt - mit dem Fahrrad durch die kalte Morgenluft (7-10 Grad) radelte. Das Gefühl auf der Stirn war extrem übel. Tja, und nun lese ich die Infos zu Bluthochdruck/Kälte und es "fällt mir wie Schuppen von den Augen". Ich bin sehr gespannt, ob es mir morgen früh besser geht. 
Ich versuche auch, informatives beizusteuern: Auch HWS-Probleme (Arthrose, Bandscheibenvorfälle, Fehlstellungen) können zu Hochdruck führen. Ich habe noch einen Termin für eine Ultraschall-Untersuchung der HWS-Arterien. 
Eine wunderbare Webseite. Oftmals, wenn ich recherchiere, lande ich hier. Wirklich gut gemacht. Ärzte haben nicht die Zeit, Patienten all diese Details zu erklären...
 
Anfrage von Herrn Robert Schmidt
Dienstag, den 19. Dezember 2017 um 02:41 Uhr, Damerau Marlis
Ihren Artikel könnte ich geschrieben haben. Wäre beinahe gestorben an der Dosis Blutdruckmittel, die ich nehmen sollte. Wurde 3x mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren. Zum Glück habe ich einen wunderbaren Arzt, Allgemeinmediziner, der laufend Weiterbildung macht. Vom Spezialisten wurde ich nicht ernst genommen. 
Mein Hausarzt dagegen, ließ unter vielen anderen Laborabklärungen auch das Zonulin im Blut testen. Es war sehr erhöht, was auf eine durchlässige Darmschleimhaut (Dünndarm) schliessen ließ. Daraufhin musste ich eine Diät einhalten; ca. 1 Jahr lang. 
Das heißt: Kein Zucker, kein Weizen und keine Milchprodukte. Bereits kurz nach Beginn, hat sich mein Blutdruck normalisiert, ich hatte nie mehr Blutdruckattacken von 220/120 und brauche keine Medikamente mehr. 
Die Diät ist nicht schlimm. Man kann so viel essen: Reis, Kartoffeln, Mais, Gemüse, Früchte, Schaf- und Ziegenmilchprodukte. Bedingt durch die Diät, fließt kein Gift ungefiltert durch die Darmwand. Wie die erneuten Laboruntersuchungen ergaben, hat sich der Darm erholt.
 
Blutdruck und Kälte
Dienstag, den 25. Juli 2017 um 08:46 Uhr, Herbert Schmidt
Bin 83, fühle mich gesund und mache täglich meine Runde auf dem Fahrrad (außer die letzten 2 Tage), hatte vor einem Jahr Infarkt + 3-Bypass + (Nov) Defibrillator. Soll Betablocker, Votum (Blutdruck-Senker), Entwässerer und ASS 100 schlucken. Betablocker (2,5mg) (und die anderen Pillen) vor 4 Wochen eingestellt, da ich immer schwächer wurde, da der Puls stur auf ca. 72 blieb, selbst wenn ich vor Anstrengung auf dem Rad am Berg absteigen musste - und Schwitzen, wahnsinnig, und immer schwächer. 
Seit dem Absetzen ist der Puls wieder normal, Füße wurden sogar warm (!), Kräfte kommen langsam wieder zurück, Blutdruck-Senker habe ich ebenfalls eingestellt, da Nebenwirkung dicke Fußknöchel waren. Entwässerung eingestellt, da Fußknöchel jetzt schlank sind und der Blutdruck meistens um die 135/75 liegt. Aber: manchmal (wie heute) schießt der Blutdruck auf 200/110 hoch. Kein Grund zu erkennen. Nitro wirkt sofort, aber nicht lange, und ist mir unheimlich. 
Ich finde keine Ursachen für diese „Ausreißer“, aber in den letzten 4 Wochen hatte ich ca. 3 Mal solche Ausreißer, dann am nächsten Tag war wieder alles ok. Ich haue den Blutdruck dann nach einiger Zeit mit Nitro runter und setze mich ruhig in eine Ecke. 
Mir macht das Sorge, denn mit keinem Arzt kann man darüber sachlich reden; es kommen immer nur vorgestanzte Aussagen. Bin Ingenieur und will das WARUM wissen, nicht nur mit dem Hammer auf die Symptome einschlagen. Morgen früh habe ich ein Belastungs-EKG, aber ich weiß nicht, ob ich zugeben werde, dass ich die Medikamente nicht mehr nehme, denn die Nebenwirkungen waren zu massiv. Siehe Puls etc. 
Ärzte scheinen einen Hörschaden zu haben, hören nie zu und werden rabiat, wenn z.B. man gelegentlich unverständliches Fachchinesisch erklärt haben will. Ich fühle mich alleine gelassen. Nebenbei: ich nehme seit Mitte März wieder g-Strophantin (gab es längere Zeit nicht mehr zu kaufen, Ernteausfall), Interessant ist morgen für mich dabei! 
Meine Herzkapazität: Juli16 = 30%, Nov 16 = 25%, Ende April 17 = 45%. Über g-Strophantin darf ich bei den Ärzten auch lieber nicht reden! 
Herbert Schmidt
 
Erhöhter Blutdruck durch Kälteeinbruch
Mittwoch, den 09. November 2016 um 15:15 Uhr, Ganriela Catania
Ich leide unter Bluthochdruck und nehme Betablocker. Solange es mild war, brauchte ich nur die normale Dosis. Jetzt ist es ziemlich kalt, und mein Blutdruck fällt kaum auch nicht mit den Tabletten. Ich fühle mich elend und verkrampft.
 
Sport machen
Mittwoch, den 12. August 2015 um 14:43 Uhr, Di Horn
Ich nehme derzeit Blutdrucksenker. Ein konkreter Auslöser konnte nicht gefunden werden. Abnehmen tue ich von alleine, da ich keinen Hunger mehr verspüre. Sport kann ich nicht treiben, da die Medikamente mich total ausbremsen. Ich bin nicht mehr belastbar und kann nicht mal mit dem Hund raus. Wie soll man da nur wieder hoch kommen?
 
Nebenwirkung von Blutdrucksenkern
Dienstag, den 17. März 2015 um 19:38 Uhr, fueting
Übergewicht abbauen und mehr bewegen wird aber durch die Nebenwirkung von bestimmten Blutdrucksenkern unmöglich gemacht.
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