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Bluthochdruck: Symptome

Das Tückische am Bluthochdruck ist, dass er jahrelang bestehen kann, ohne dass man etwas davon bemerkt. Das Unangenehme daran: Der Körper merkt sehr wohl etwas davon. Die Blutgefäße werden geschädigt, und obwohl man überhaupt keine Beschwerden hat, nimmt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall kontinuierlich zu.
Alle Fragen rund um die Symptome beantworten Ärzte in diesem Beitrag. 

Wie bemerkt man selbst einen erhöhten Blutdruck?

Viele Menschen mit erhöhtem Blutdruck bemerken diesen überhaupt nicht oder fühlen sich damit sogar sehr wohl. Sie nehmen sich selbst als wach und leistungsfähig wahr. Ein hoher Blutdruck kann aber auch von Symptomen begleitet sein:

Vorsicht bei folgenden Alarmsignalen:

Auf jeden Fall und ohne Zeitverzögerung sollten Sie einen Blutdruck-Check verabreden, wenn wiederholt folgende Beschwerden auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Herzklopfen
  • Schweißausbrüche
  • Nasenbluten
  • Atemnot
  • sich ständig schlapp fühlen
  • Prickeln in Händen oder Füßen

Besonders in den frühen Morgenstunden, in denen der Blutdruck am höchsten ist, können solche Symptome auftreten.

Lassen Sie Ihre Werte messen

Aber wie gesagt, diese Symptome sind die Ausnahme. Umso wichtiger: Regelmäßig den Blutdruck messen lassen. Mindestens einmal im Jahr. Ihren Blutdruck können Sie beim Arzt – meist werden hier bereits Routinekontrollen beim Besuch durchgeführt – oder in einer Apotheke messen lassen.

Ständig Kopfschmerzen: Habe ich Bluthochdruck?

Bei einem Bluthochdruck kommt es tatsächlich häufig zu Kopfschmerzen. Die können sehr unterschiedlicher Natur sein.

Über 200 Arten an Kopfschmerz

Kopfschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen und Auslöser haben. Die häufigste Form ist der sogenannte Spannungskopfschmerz. Hier liegen oft Verspannungen in Rücken, Schulter und Nackenbereich vor, die Schmerznervenfasern aktivieren. An zweiter Stelle der Liste folgt dann die Migräne. 

Neben diesen beiden häufigen Formen kann hinter unklaren Kopfschmerzen aber auch ein Blutdruckproblem stecken. Wenngleich das Tückische an dieser Erkrankung ist, dass sie meist eben keine Beschwerden verursacht, kann ein dauerhaft erhöhter Druck oder ein krisenhafter Anstieg tatsächlich zu Kopfschmerzen führen. 

Wann es bedrohlich wird

Oft machen sich die Schmerzen dabei nach körperlicher Anstrengung bemerkbar. Bei akuten Blutdruckanstiegen tritt zudem häufig ein Schwindelgefühl begleitend hinzu, gegebenenfalls sogar Luftnot oder ein Engegefühl im Brustkorb. Dann ist dringend eine Behandlung durch einen Arzt notwendig.

Wenn Sie unter unklaren Kopfschmerzen leiden, besonders nach körperlicher Anstrengung, sollten Sie Ihre Werte kontrollieren lassen. Auch eine Langzeitmessung kann eventuell weiterhelfen.

Können Sehstörungen auf einen Bluthochdruck hindeuten?

Ja, Sehstörungen können akut im Rahmen eines sehr hohen Blutdrucks oder als Späterscheinung des Bluthochdrucks auftreten.

Ein dauerhaft hoher Blutdruck schädigt die Netzhautgefäße und die in ihr enthaltenen Nerven, die zum Sehen unabdingbar sind. Auch das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln in Augenvenen ist erhöht.

Häufiger kommt bei Bluthochdruck auch ein sogenannter grüner Star (Glaukom) vor. Dieser ist gekennzeichnet durch einen hohen Augeninnendruck, der ebenfalls Netzhaut und Sehnerv schädigt und auch zu akuten Sehverschlechterungen führen kann.

Aber auch ein Schlaganfall infolge eines Bluthochdrucks kann sich mit Sehstörungen bemerkbar machen.

Wie viele Menschen haben Bluthochdruck, ohne davon zu wissen?

Sehr viele Menschen wissen nicht, dass sie einen erhöhten Blutdruck haben, denn der Bluthochdruck verursacht lange Zeit keinerlei Beschwerden. Die Häufigkeit unerkannter Fälle ist bei Männern dabei noch höher als bei Frauen.

Konkret: Studien zufolge gibt es unter den Frauen etwa 35% unentdeckte Bluthochdruckerkrankungen. Bei Männern sind es 45%. Eine Ursache könnte sein, dass Männer, was ihre Gesundheitsvorsorge angeht, noch nachlässiger sind als Frauen.

Wie erkennt man einen zu hohen Blutdruck bei Kindern?

Das ist für Eltern kaum möglich, weil ein Bluthochdruck beim Kind praktisch keine Beschwerden verursacht (beim Erwachsenen übrigens auch nicht). Und genau das macht ein frühzeitiges Erkennen des auf lange Sicht schädlichen Bluthochdrucks so schwierig.

Nicht nur Eltern, die selbst einen zu hohen Blutdruck haben, sollten den Blutdruck ihrer Kinder sicherheitshalber messen lassen. Denn neben einer familiären Veranlagung zählen auch mangelnde Bewegung, Übergewicht und ungesunde Ernährung zu den Risikofaktoren für die Blutdruckerhöhung. Die gute Nachricht lautet in diesen Fällen: Durch eine Umstellung bzw. gesunde Anpassung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten kann eine medikamentöse Therapie häufig vermieden werden. Und dann gilt für die schleichende Gefahr: je früher erkannt, desto leichter gebannt.

Wie wird der Blutdruck bei Kindern gemessen? Geht das auch mit einem üblichen Messgerät fürs Handgelenk?

Der Blutdruck von Kindern wird normalerweise am Oberarm mit einer Manschette und einem Stethoskop gemessen, wie man es von den Erwachsenen kennt. Die erforderlichen, an die kindlichen Maße (Länge und Umfang) des Oberarms angepassten Manschetten gibt es bereits für Kleinkinder. Wichtig für eine korrekte Blutdruckmessung ist, dass das Kind dabei ruhig bleibt und den Arm nicht bewegt.

Bei Neugeborenen und Säuglingen in Krankenhäusern und Arztpraxen werden überwiegend dafür konzipierte elektronische Messgeräte eingesetzt. Die für den Alltagsgebrauch bei Erwachsenen entwickelten Blutdruckmessgeräte sind dagegen vor allem für kleinere Kinder ungeeignet, da die Manschetten meistens zu groß und die Messwerte daher unzuverlässig sind. Das gilt insbesondere für die Blutdruckmessung am Handgelenk.

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Was ist eine hypertensive Krise 

Eindeutige Symptome verursacht eine sogenannte hypertensive Krise (Hypertonie = Bluthochdruck). Sie ist durch einen abrupt starken Anstieg des Blutdrucks auf Werte über 230/130 mmHg gekennzeichnet. Bei einer hypertensivem Krise kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen kommen. Möglich sind auch gerötete Gesichtshaut, Sehstörungen, Atemnot und Angina pectoris (Gefühl der Herzenge). Diese Bluthochdruckkrise ist ein Notfall, der der raschen Behandlung bedarf, um Organschäden zu verhindern.

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Kommentare: Archiv

hoher Blutdruck
Mittwoch, den 15. Mai 2019 um 06:13 Uhr, ingrid annor
Ich merke nicht, dass mein Blutdruck zu hoch ist, habe aber oft Kopfschmerzen, Nasenbluten und Schwindel.

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