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Welche Vorteile und Nachteile hat die Low-Fat-Diät?

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Die Low-Fat-Diät setzt, wie ihr Name schon sagt, vor allem auf eine geringere Fettmenge in der Nahrung. Eine zu hohe Fettzufuhr gilt als einer der Hauptgründe für die wachsende Zahl an übergewichtigen Menschen. So gesehen ist eine reduzierte Fettzufuhr grundsätzlich der richtige Ansatz. Trotzdem gibt es bei dieser Diät-Variante positive und negative Aspekte zu beachten.

Die Vorteile der Low-Fat-Diät

Das Low-Fat-Prinzip lässt sich recht einfach im Alltag umsetzen. Bestimmte Lebensmittel, die dafür bekannt sind, dass sie satt machen, sind erlaubt: Nudeln, Kartoffeln, Brot. Denn sie enthalten wenig bis kein Fett. Genießen Sie also Nudeln mit Tomatensoße, Salate, mageres Geflügel (z.B. Hähnchenbrust), Reisgerichte mit wenig Fett oder Sushi. Man achtet einfach auf die Fettarmut der Lebensmittel.

Weitere Vorteile:

  • Obwohl Studien herausgefunden haben, dass Low-Carb-Diäten oft besser funktionieren, haben Menschen, die auf Low-Fat-Diät sind, oft eine bessere Stimmung.
  • Auch kann diese Diät die Blutfettwerte senken, was für viele übergewichtige Menschen wichtig ist, vor allem in Bezug auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Chronische Entzündungen können durch die Low-Fat-Diät angeblich gemildert werden.
  • Auch das sogenannte Metabolische Syndrom wird durch die Low-Fat-Diät günstig beeinflusst, der Insulinspiegel kann sinken. Die positive Wirkung der Low-Fat-Diät bei Diabetes Typ 2 ist wissenschaftlich erwiesen.

Die Nachteile der Low-Fat-Diät

Problematisch bei der Low-Fat-Diät ist das Missverständnis, man dürfe alles in unbegrenzter Menge essen – außer Fett. Dies stimmt so nicht, denn auch bei dieser Diät muss insgesamt auf eine negative Energiebilanz geachtet werden. Das bedeutet, dass man weniger Energie zuführt als man verbraucht. Auch hier gilt also: Sich viel zu bewegen und Sport zu treiben ist unerlässlich, ebenso eine Kontrolle der Gesamtenergiezufuhr (also auch der Proteine und der Kohlenhydrate).

Weniger Fett führt zu weniger Gewicht und Krankheit? Ein Gegenbeispiel:

Wer weniger Fett zu sich nimmt, ist nicht zwangsläufig schlanker oder gesünder. Studien besagen, dass der Konsum von Fett in den Vereinigten Staaten im Lauf der beiden letzten Jahrzehnte um über 20% nachgelassen hat. In der gleichen Zeit hat die Zahl von übergewichtigen und adipösen Menschen zugenommen. Auch gibt es dort inzwischen mehr Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Daher wird aus gesundheitlicher Sicht nicht unbedingt empfohlen, Fett zu meiden, sondern eher ungesunde Fette durch gesündere zu ersetzen. Man verzehrt dann z.B. Rapsöl, Olivenöl und Leinöl und nicht Butter, Schmalz oder Margarine.

Wie ist die Versorgung mit Nährstoffen bei der Low-Fat-Diät?

Wer bei der Low-Fat-Diät viel Obst und Gemüse ist, führt sich Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zu. Wenn aber das Fett pauschal zum Feind erklärt wird, besteht die Gefahr, dass eine Unterversorgung an fettlöslichen Vitaminen auftritt. Außerdem fehlen bei extrem fettarmer Ernährung möglicherweise die essenziellen Fettsäuren. Hierbei sind vor allem die Omega-3-Fettsäuren erwähnenswert, die wichtig für unseren Organismus sind und die wir uns mit der Nahrung zuführen müssen. Sie wirken sich positiv auf das Herz aus, die Augen und auf das Blut. Sportler haben einen höheren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Sie sind vor allem in Fisch vorhanden.

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