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Dukan-Diät: Ablauf, Vorteile & Nachteile

Autor: Fedor Singer

Wie funktioniert die Dukan-Diät? Welches Konzept steckt dahinter und was muss ich bei der Durchführung beachten? Im folgenden Beitrag beantworten wir Ihnen viele Fragen rund um diese Diät-Variante.

Prinzip der Diät

Woher kommt diese Diät?

Die französische Dukan-Diät macht vollmundige Versprechungen: Angeblich darf man viel essen und verliert trotzdem Gewicht. Erfunden hat sie der Ernährungswissenschaftler Pierre Dukan.

Dukan postuliert, dass man viel verzehren darf – sogar so viel, wie man will, vorrausgesetzt es sind die richtigen Lebensmittel. Auch einen Jo-Jo-Effekt glaubt er für sein Diät-Konzept ausschließen zu können (was ein Irrtum ist!). Models und berühmte Hollywood-Größen machten die Diät zusätzlich bekannt.

Wie funktioniert die Dukan-Diät?

Die Dukan-Diät ist in vier Phasen unterteilt. Sie gilt als streng und genau festgelegt. Dabei ist vor allem die Gesamtenergiezufuhr reduziert.

Dem Prinzip nach zählt sie zu den Low Fat Diäten, Sie essen fast nur Eiweiße und wenig Kohlenhydrate. Sie dürfen dabei jedoch so viel fettarme, eiweißhaltige Lebensmittel verzehren, wie Sie wollen.

Angeblich beugt der hohe Eiweißanteil Heißhunger vor und soll auch verhindern, dass die Gewichtsabnahme die Muskulatur beeinträchtigt, vor allem in der ersten Phase. Kohlenhydrate sollen nicht zu viel gegessen werden, weil sie die Insulinproduktion in die Höhe schießen lassen und auch den Fettabbau bremsen.

In welche Phasen ist die Dukan-Diät unterteilt?

Zur Dukan-Diät gehört ein strikter Diätplan, der die Auswahl an Lebensmittel stark einengt und exakt vorschreibt. Es wird auch ein kostenpflichtiges Coaching angeboten. Die Diät hat vier Phasen:

  • 1. Die Attack-Phase dauert 1 bis 10 Tage. Hier werden ausschließlich eiweißreiche, fettarme Nahrungsmittel verzehrt. Erlaubt sind: mageres Fleisch und Fisch, fettarme Milchprodukte und als einziges pflanzliches Nahrungsmittel Tofu. Es gibt eine Liste von ca. 70 Nahrungsmitteln, von denen man unbegrenzt essen darf.
  • Ein Esslöffel Haferkleie am Tag soll die Verdauung in Schwung halten. Dies hält Dukan für notwendig, weil Vollkorn, Gemüse und Obst fehlen und damit die Ballaststoffe. Dadurch sinkt das Volumen des Stuhls und der Darm wird träge.
  • Nicht verzehren dürfen Sie: Fett, Zucker, Gemüse, Obst und Alkohol. Vorgeschrieben ist ein Spaziergang von 20 Minuten am Tag.
  • 2. Die Aufbauphase sollte dauern, bis Sie Ihr Idealgewicht erreicht haben. Es wechseln sich Phasen mit Eiweiß und Gemüse ab. Jeder zwei Tag ist ein Proteintag, nur an den anderen Tagen ist Gemüse erlaubt. Dabei bekommen Sie vorgeschrieben, welches Gemüse sie essen dürfen – Gemüse mit vielen Kohlenhydraten ist nicht erlaubt. Haferkleie gibt es nun drei Esslöffel täglich. Spazieren gehen müssen Sie 30 Minuten.
  • 3. Die Stabilisierungsphase dauert 10 Tage für jedes abgenommene Kilo. Das Gewicht soll gehalten und gegen den Jo-Jo-Effekt gearbeitet werden. Sie essen die Lebensmittel der Phase 1 plus Gemüse, eine Portion Obst und zwei Scheiben Vollkornbrot am Tag. Sie erlauben sich zwei Mahlzeiten in der Woche, bei denen Sie essen, was Sie wollen. Ein Proteintag pro Woche bleibt bestehen.
  • 4. Die Erhaltungsphase soll ebenfalls das Gewicht erhalten. Dazu gehört ein Proteintag in der Woche. Sie sollten sich gesund ernähren und einen Proteintag wöchentlich einhalten.

Vorteile und Nachteile

Warum ist die Dukan-Diät nicht empfehlenswert?

Man kann mit dieser Diät zwar abnehmen, trotzdem ist sie nicht empfehlenswert! Die Britische Gesellschaft für Ernährung zählt sie zu den verheerendsten Diäten überhaupt! Übrigens: Pierre Dukan hat inzwischen seine Zulassung als Arzt verloren.

Die starke Zufuhr von Proteinen kann für die Nieren gefährlich werden. Man sollte normalerweise nur 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm und Tag essen – diesen Rahmen sprengt die Dukan-Diät um ein Vielfaches. Besonders schwangere Frauen sollten mit dieser Diät vorsichtig sein. Ebenso: stillende Mütter, oder Menschen mit Diabetes und Herzerkrankungen.

Gerade die erste Phase ist extrem einseitig. Durch den Mangel an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten auf dem Speiseplan, fehlen dem Körper wichtige Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem sind Spaziergänge als Bewegung oft nicht ausreichend. Gichtanfälle sind bei der Dukan-Diät ebenfalls nicht auszuschließen.

Zudem zeigen Studien, dass Diäten mit viel Eiweiß das Sterberisiko erhöhen – und langfristig auch das Gewicht stark steigen lassen.

Fazit: Die Dukan-Diät ist gesundheitsgefährdend.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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