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Volumetrics-Diät: Ablauf, Vorteile & Nachteile

Was gilt es bei der Volumetrics-Diät zu beachten? Welches Prinzip steckt hinter dem Begriff? In diesem Beitrag beantworten wir viele Fragen rund um diese Diät-Variante.

Prinzip der Diät

Was ist das Konzept der Volumetrics-Diät?

Im Kern geht es bei der Volumetrics-Diät darum, vorrangig Nahrungsmittel mit viel Volumen, aber wenig Inhalt zu essen. Oder solche mit geringer Energiedichte, um es mal etwas akademischer auszudrücken. Wenn also bestimmte kalorienreiche Nahrungsmittel statt in die Pfanne in eine Suppe geworfen werden, ist das klassisch "volumetrisch". Durch das Wasser in der Suppe wird man schneller satt.

Je mehr Wasser drumherum, desto besser

Die Volumetrics-Diät erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Popularität. "Erfinderin" ist die US-amerikanische Ernährungswissenschaftlerin Barabara Rolls. Neben der Tatsache, dass mit solchen "Wunder-Diäten" immer auch Geld verdient wird (z.B. über die Bücher), enthält diese Diät aber durchaus auch einige völlig profit-freie und absolut vernünftige Ansätze.

Denn tatsächlich konnte Rolls nachweisen, dass z.B. eine Suppe mit exakt den gleichen Zutaten schneller sättigt, als wenn man eben diese Zutaten als Pfannengericht oder Auflauf zubereitet hätte. Wasser allein macht zwar nicht satt, in Kombination mit kalorienreichen Nahrungsmitteln scheint es aber sehr wohl einen zusätzlichen Sättigungseffekt zu haben. Sprich: Wer viel Wasser und Tee trinkt, hat weniger Hunger. Von den Suppen hatten wir schon gesprochen (wohlgemerkt: klare, wasserhaltige Suppen, nicht etwa cremige Rahmsuppen).

Aber selbst ein paar Stücke Gurke oder Tomate auf einer Pizza haben der Volumetrics-Lehre zufolge einen Effekt: Denn sie erhöhen das Gesamtvolumen, ohne die Kalorienzahl zu verändern. Man wird schneller satt und isst weniger von der Pizza. So zumindest die Theorie. Dass man meistens aber trotzdem die ganze Pizza auf dem Teller verzehrt und damit das Prinzip der Diät über den Haufen wirft, lassen wir hier mal außen vor.

Unterm Strich gar nicht so neu, aber empfehlenswert

Etwas skurril ist die Tatsache, dass die Volumetrics-Diät zwar ein neuartiges Abnehm-Prinzip postuliert, dass sie aber in vielen ihrer konkreten Empfehlungen letztlich genau dort landet, wo man auch gemäß althergebrachter Abnehmtipps gelandet wäre. Ein Beispiel: Das Volumen seiner Ernährung kann man neben Wasser vor allem auch mit ballaststoffreicher Kost erhöhen (macht satt, rauscht aber durch den Darm durch). Also Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Außerdem empfiehlt die Volumetrics-Lehre nach Möglichkeit den Verzicht auf tierische Fette und die Verwendung pflanzlicher Öle. Das spätestens ist auch das, was man ohne die Volumen-Theorie auf dem Zettel hatte.

Allerdings kann man das auch als positives Zeichen werten. Tatsache ist, dass sowohl deutsche Adipositas- als auch Diabetes-Fachverbände das Volumetrics-Prinzip als Grundprinzip beim Abnehmen empfehlen.

Bewertung der Lebensmittel

Welche Kartoffel-Variante ist in der Volumetrics-Diät die ungünstigste?

Pommes frites. Deren Energiedichte beträgt 2,9 kcal (Kilo-Kalorien) pro Gramm. Das ist viel und bedeutet gemäß der Volumetrics-Diät, dass man bis zum Sattwerden Massen an Kalorien verschlungen hat.

Zum Vergleich die Werte einiger anderer Kartoffel-Varianten:

normale Kartoffeln 0,7 kcal/g
Kartoffelsalat mit Öl und Essig 1,0 kcal/g
Bratkartoffeln 1,3 kcal/g

Kroketten

1,9 kcal/g

Energiebündel Pommes frites

Für den Verzehr von Kartoffeln bedeutet das: Wenn man normal gekochte Kartoffeln isst, ist man bereits nach einer geringeren Kalorienmenge satt als wenn man Pommes frites auf dem Teller hat. Wobei man im Kartoffel-Fall sagen muss, dass man auch ohne diese Theorie als ersten Übeltäter Pommes frites auf dem Zettel gehabt hätte.

Welches Fleisch sollte man gemäß der Volumetrics-Diät am besten essen?

Hähnchenbrust und Putenschnitzel. Aber auch mageres Rindfleisch und sogar Schweineschnitzel (solange es nicht paniert ist) sind okay. Die Energiedichte dieser Fleischsorten beträgt zwischen 1 und 1,5 kcal (Kilo-Kalorien) pro Gramm. Das ist relativ wenig und bedeutet gemäß der Volumetrics-Diät, dass man bei der gleichen Nahrungsmenge bis zum Sattwerden weniger Kalorien zu sich genommen hat.

Zum Vergleich die Werte der beliebtesten Fleischsorten:

mageres Rind- oder Kalbfleisch 1,0 kcal/g
Hähnchenbrust, Putenschnitzel 1,0 kcal/g
Schweineschnitzel oder Schweinekotelett 1,1-1,5 kcal/g
Frikadelle (Bulette, Fleischpflanzerl) 2,1 kcal/g
Entenbraten 2,3 kcal/g
gemischtes Hack 2,6 kcal/g
paniertes Schweineschnitzel 3,2 kcal/g

Gänsebraten

3,4 kcal/g

Wiener Schnitzel: Die Panierung macht den Unterschied

Für den Fleischkonsum bedeutet das: Wenn man eine Hähnchenbrust verzehrt, ist man bereits nach einer geringeren Kalorienmenge satt als wenn man stattdessen ein paniertes Schweineschnitzel oder ein Wiener Schnitzel isst.

Welche Wurst ist nach den Volumetrics-Regeln die beste?

Gekochter und geräucherter Schinken, ohne Fettrand. Und kalter Braten. Im Prinzip also genau die Wurst- und Aufschnitt-Sorten, die auch bei jeder anderen Diät-Empfehlung durchgewunken werden. Die haben nämlich nicht nur den geringsten Fettgehalt, sondern auch die geringste Energiedichte.

Zum Vergleich die Werte der beliebtesten Wurst- und Aufschnittsorten:

gekochter Schinken 1,3 kcal/g
Bratenaufschnitt 1,4 kcal/g
geräucherter Schinken 1,5 kcal/g
Bierschinken 1,7 kcal/g
Wiener Würstchen 2,8 kcal/g
Leberwurst 3,0 kcal/g
Salami 3,7 kcal/g
Landjäger 4,6 kcal/g

 

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