Die Anwendung von Glukokortikoiden wie Kortison zusammen mit bestimmten Schmerzmitteln, den sogenannten NSAR (Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Diclofenac (z. B. Voltaren®) oder Ibuprofen), kann problematisch sein. Denn die gleichzeitige Einnahme erhöht das Risiko von Blutungen und Geschwüren im Magen-Darm-Trakt.
Dies gilt allerdings nur, wenn die Medikamente eingenommen oder gespritzt werden. Wenn Sie Kortison oder die genannten Schmerzmittel nur örtlich anwenden, etwa als Inhalation, Nasenspray oder Creme, besteht keine Gefahr. Denn hier reichen die Wirkstoffspiegel nicht aus, um Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt zu verursachen.
Schmerzmittel: Alternativen, die den Magen nicht belasten
Sollten Sie dennoch auf die gleichzeitige Einnahme dieser Medikamente angewiesen sein, gibt es einige Schmerzmittel, die in Kombination mit Kortison das Risiko für diese unerwünschten Nebenwirkungen nicht erhöhen. Dazu gehören z. B. Paracetamol und bei stärkeren Schmerzen opioidhaltige Schmerzmittel (etwa Tramadol).
Diese Präparate sind zwar eher verträglich für Magen und Darm, aber auch nicht frei von Nebenwirkungen. So kann Paracetamol bei längerer Einnahme die Leber schädigen, und Opioide haben ein Suchtpotenzial.
Deshalb raten wir: Lassen Sie sich deshalb ausführlich von Ihrem Arzt beraten, bevor Sie während einer Kortisontherapie eigenständig zu Schmerzmitteln greifen. Er kann Sie individuell darüber informieren, welche Präparate für Sie am besten geeignet sind und was Sie während der Behandlung beachten müssen.
Quellen:
- Gerdemann A, Griese N. Interaktionen: Schmerzmittel und Cortison. 2007. Online auf https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de.




Ich bin aufgestanden und dann – auf dem Weg zur Toilette – umgefallen. Meine Frau kam mir zu Hilfe; ich atmete sehr schwer und war total benebelt. Zusätzlich traten Sehstörungen auf. Ich habe mich zurück ins Bett geschleppt, und kam langsam wieder zu mir. Die Blutdruckmessung ergab 85/55, Puls 68. Eine zweite Messung nach 10 Minuten lag bei 95/51, Puls 64.
Danach habe ich etwa drei Stunden durchgeschlafen. Am Morgen ging es mir besser. Nach dem Frühstück lag mein Blutdruck bei 104/73, Puls 78 – für mich fast normal.
Nach dieser Tortur der einzige Trost: Ich war schmerzfrei.
Ich bin beim Ausschleichen von Prednisolon inzwischen bei 5 mg angekommen. Ich habe nach Beginn meiner Schmerzen im Jahr 2024 mit Diclofenac begonnen und es gut vertragen. Im vergangenen September wurde mir dann vom Rheumatologen Prednisolon verordnet.
normalerweise wirkt eine solche Spritze vor allem lokal und nicht im ganzen Körper. Allerdings ist das nie so ganz sicher. Wie oben beschrieben könnte das dann problematisch für den Magen sein. Aber tendenziell entsteht in Ihrem Fall kein Problem, zumal bei nur gelegentlicher Einnahme von Ibu 600. Dennoch wäre Rücksprache mit der Praxis, die Kortison gespritzt hat, ratsam.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn