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Hämorrhoiden-Therapie: Selbstbehandlung, Verödung, Operation

Wie werden Hämorrhoiden behandelt? Was kann ich selbst dagegen tun? Wann ist eine Operation notwendig? Diese und weitere Fragen zu den Behandlungsoptionen bei Hämorrhoiden beantworten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Behandlung im Überblick

Wie sieht die Behandlung von Hämorrhoiden aus?

Wie Hämorrhoiden behandelt werden, hängt vom Stadium ab. Bei leichten Formen eines Hämorrhoidalleidens können bereits kleine Veränderungen im Alltag Wunder bewirken. Sind die Gefäßknoten stärker ausgeprägt, versprechen einfache therapeutische Maßnahmen, bei denen die Gefäße verödet werden, gute Aussicht auf Erfolg. Bei ausgeprägten Formen muss meist der Chirurg ran. Im Folgenden erklären wir Ihnen die einzelnen Behandlungsmöglichkeiten etwas genauer:

Vergrößerte Hämorrhoidalknoten sind heutzutage eine Volkskrankheit, auch wenn darüber nicht gerne gesprochen wird. Gerade weil das Thema für viele relevant ist und durch das peinlich berührte Schweigen, das oft darüber gelegt wird, nur noch dringlicher wird, ist die Frage nach den Erfolgsaussichten einer Behandlung ganz entscheidend. Denn niemand möchte sich dauerhaft mit den unangenehmen Beschwerden, die die ungeliebte Erkrankung mit sich bringt, herumschlagen.

Selbstbehandlung

Wie kann ich Hämorrhoiden selbst behandeln?

In frühen Stadien, wenn die Hämorrhoiden noch nicht so ausgeprägt sind, können schon einige einfache Mittel helfen, um das Problem zu beheben. Oft sind eine unausgewogene Ernährung, zu wenig Bewegung oder falsche Gewohnheiten beim Stuhlgang die Ursache. Diese Dinge zu verbessern ist generell nicht verkehrt, trotzdem ist es wichtig, dass Sie Ihre Hämorrhoiden einmal von einem Arzt untersuchen lassen, um nichts zu übersehen, auch wenn Sie noch nicht so stark ausgeprägt sind.

Ernährungsumstellung, Sport & Co.: Hämorrhoiden selbst bekämpfen

Wie soll ich mich ernähren, wenn ich Hämorrhoiden habe?

Das Grundproblem bei Hämorrhoiden ist oft ein erschwerter Stuhlgang durch zu harten Stuhl und ständige Verstopfung. Und da sich der Stuhlgang über das, was wir essen, direkt beeinflussen lässt, können Sie selbst einiges dafür tun, um Ihren Stuhl zu regulieren.

Dauerhafte Umstellung ist das Stichwort

Eine Ernährungsumstellung ist die Basis der Behandlung. Wenn die Hämorrhoiden verschwunden sind, ist sie außerdem zur weiteren Vorbeugung wichtig (auch nach anderen Behandlungsformen). Denn ansonsten ist schon vorprogrammiert, dass die lästigen Knoten irgendwann wiederkommen werden.

Was steht auf dem Speiseplan?

Bei Hämorrhoiden sind in erster Linie ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu empfehlen. Sie fördern die Verdauung und produzieren einen weichen Stuhl. Faserreich sind Obst (soweit möglich mit Schale), Gemüse und vor allem Getreideprodukte. Im Einzelnen besonders vorteilhaft sind Vollkornprodukte, Müsli, Haferflocken, Weizenkleie und Sesam.

Was darf nicht in den Einkaufskorb?

Meiden sollten Sie Nahrungsmittel, die wenig Ballaststoffe enthalten und eine Verstopfung tendenziell fördern. Auch stark blähende Lebensmittel sind ungünstig. Folgende Produkte stehen auf der "schwarzen Liste":

  • Weißbrot
  • Teigwaren
  • Kartoffeln
  • Reis
  • zu viel Fett
  • zu viel Fleisch
  • Zwiebeln
  • Kohl
  • Schokolade

Also nie wieder Kuchen oder Schokolade?

Nein, das bedeutet nicht, dass Sie all diese Lebensmittel nicht mehr essen dürfen. Gerade Kartoffeln und Reis kann man ja in vielen Haushalten nur schwerlich komplett vom Speiseplan streichen, nur von der Menge her reduzieren oder durch entsprechende Alternativen zu ersetzen.

Welche Sportarten sind bei Hämorrhoiden zu empfehlen?

Generell ist Bewegung bei Hämorrhoiden gut und wichtig. Gerade wer beruflich die meiste Zeit sitzt, sollte im Alltag unbedingt für Ausgleich sorgen und sich regelmäßig bewegen. Besonders günstig sind dabei Sport- und Bewegungsarten, die den Beckenboden nicht allzu stark belasten:

  • Radfahren
  • Wandern
  • Schwimmen
  • Gymnastik

Welchen Sport sollte ich lieber vermeiden?

Sportarten, die den Beckenboden relativ stark belasten sind bei Hämorrhoiden nicht zu empfehlen, da sie die Beschwerden verstärken können. Dazu zählen:

  • Joggen
  • Aerobic
  • Krafttraining
  • Tennis

Was kann ich beim Stuhlgang gegen die Hämorrhoiden tun?

Wichtig ist, dass Sie beim Stuhlgang nicht zu stark pressen. Durch den Druck auf die Umgebung können sich die Hämorrhoiden verschlimmern. Nehmen Sie sich genügend Zeit!

Starkes Reiben vermeiden

Nach dem Stuhlgang sollten Sie den Afterbereich mit Wasser oder einer milden Flüssigseife gut reinigen. Tupfen Sie die Flüssigkeitsreste danach am besten ab. Verzichten Sie auf heftiges Reiben, weil es den Bereich nur noch weiter reizt.

Abführmittel sind kontraproduktiv!

Ganz wichtig: Abführmittel nehmen dem Darm die Arbeit ab und machen ihn träge. Auf Dauer verschlimmert das die Beschwerden bei Hämorrhoiden.

Gibt es auch Zäpfchen gegen Hämorrhoiden?

Ja. Ob Sie Salben oder Zäpfchen nehmen, ist letztlich auch ein bisschen Geschmackssache, die darin enthaltenen Wirkstoffe sind oft die gleichen. Zäpfchen eignen sich gut für die Nacht, und die Einführung in den After empfinden Einige als einfacher als das Auftragen von Salben.

Tipps zur Einnahme

Auch für Zäpfchen gilt: Befeuchten Sie sie vor dem Einführen mit ein bisschen Salbe, damit sie gleitfähiger werden. Außerdem werden Hämorrhoiden-Zäpfchen nicht so tief in den After geschoben wie z.B. Fieberzäpfchen. Sie müssen das Zäpfchenende noch mit dem Finger tasten können.

Für Sie vielleicht auch noch interessant:

Bei Hämorrhoiden kommen z.B. Posterisan® forte Zäpfchen zum Einsatz. Sie enthalten Hydrocortisonacetat, einen Kortison-Wirkstoff, der den Entzündungsreiz im Afterbereich unterdrückt. Sie lindern den Juckreiz, das Brennen und auch die Schmerzen. Als Dauertherapie sind sie allerdings nicht geeignet.


Verödung und Gummiband-Ligatur

Welches Prinzip steckt hinter diesen beiden Verfahren?

Beide Verfahren, Verödung (Sklerosierung) oder Gummiband-Ligatur, sind eine Möglichkeit zur Behandlung von Hämorrhoiden, wenn sich die Beschwerden unter der Selbstbehandlung nicht bessern oder im Stadium schon weiter fortgeschritten sind. Hintergrund beider Varianten ist die Abschnürung der Blutzufuhr zu den Hämorrhoidal-Gefäßen, damit diese an Größe verlieren. Genaueres zu den beiden Verfahren, vom genauen Ablauf bis zu den Risiken, finden Sie im folgenden Schnellkurs:

Blutzufuhr stoppen: Zwei unterschiedliche Verfahren

Was meinen Ärzte mit "Sklerosierung nach Blond oder Blanchard"?

Sklerosierung ist der etwas elegantere Ausdruck für eine Verödung von Hämorrhoiden. Die Herren Blond und Blanchard sind dabei die Vorreiter bzw. Erfinder dieser Methode, was ihnen diesen Eintrag in die medizinische Nomenklatur eingebracht hat.

Guter Effekt, aber oft nicht von langer Dauer

Hauptnachteil der Verödung: Sie bringt kurzfristig zwar meist Linderung, aber der Effekt hält oft nicht lange an. Nach ein paar Jahren kehren die Hämorrhoidenknoten häufig zurück.

Ist die Verödung der Hämorrhoiden gefährlich?

Nein, in aller Regel verläuft der Eingriff völlig problemlos und schmerzfrei. Nur in seltenen Fällen kann es zu ernsteren Gewebeschäden (Nekrosen) in den Bereichen kommen, in die die Verödungs-Substanz eingespritzt wurde.

Was ist eine dopplergesteuerte Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur?

Hinter dieser Bezeichnung steckt ein relativ modernes Verfahren zur Entfernung von Hämorrhoiden. Bei der dopplergesteuerten Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur (HAL) werden die Versorgungsarterien der Hämorrhoiden abgebunden. Häufig wird das Verfahren auch "Transanale Hämorrhoidalarterien Dearterialisation" oder kurz THD genannt.

Kein Aufschneiden nötig?

Nein, bei dieser Methode wird im Gegensatz zu vielen anderen Operationsformen kein Hämorrhoiden-Gewebe entfernt. Stattdessen kommt es durch das Abschnüren des Blutzuflusses zu einer Verödung der Hämorrhoidalknoten.

Kurze Nebeninfo: Wie kam es zu dieser Behandlunsmethode?

Das Verfahren wurde 1995 erstmals von dem japanischen Chirurgen K. Morinaga vorgestellt. "Dopplergesteuert" bedeutet, dass die versorgenden Arterien mit einem speziellen Ultraschallgerät (Doppler-Proktoskop) aufgespürt werden.

Was ist eine Gummiband-Ligatur?

Bei der Gummiband-Ligatur von Hämorrhoiden wird der Hämorrhoiden-Knoten quasi abgeklemmt. Das Gummiband wird dabei über den Knoten gestülpt und schnürt ihn ab. Dadurch wird der Blutzufluss und -abfluss unterbunden, und der Hämorrhoidal-Knoten stirbt ab. Nach ein paar Tagen löst er sich und fällt ab.

Ist eine Gummiband-Ligatur gefährlich?

Nein, die Behandlung ist harmlos und meistens sogar fast schmerzlos. Allerdings führt die Abschnürung der Knoten meist nur kurzfristig zu guten Erfolgen. Langfristig kommen die Hämorrhoiden oft wieder zurück. Die Heilungschancen sind aber auch von Ihrer Disziplin abhängig (Ernährung, Bewegung, etc.).

Können bei dem Eingriff Probleme auftreten?

In der Regel nein, außer wenn Sie einen Blutverdünner wie Marcumar® einnehmen oder eine Latex-Allergie haben. Auch bei einer HIV-Infektion oder chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (Morbus Crohn,Colitis ulcerosa ) wird von der Gummiband-Ligatur in der Regel abgeraten. Informieren Sie den behandelnden Arzt unbedingt über solche Begleitumstände.


Operation

Welche Operationsverfahren gibt es bei Hämorrhoiden?

Eine ganze Reihe. Während man früher die vergrößerten Gefäßpolster radikal herausgeschnitten hat, geht man immer mehr dazu über, möglichst schonend zu operieren, um Schmerzen und Komplikationen zu vermeiden.

Einige Chirurgen waren dabei besonders findig und haben ausgetüftelte Operationstechniken entwickelt, um den Hämorrhoiden den Garaus zu machen und die Betroffenen gleichzeitig möglichst wenig zu drangsalieren. Als Dank wurden sie in Form der nach ihnen benannten Verfahren verewigt. So kommt es, dass viele Operationen ausgefallene Eigennamen besitzen.

Segmentär und zirkulär

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen segmentären und zirkulären Verfahren, je nachdem, welche Gewebeanteile betroffen sind. Es gibt Hämorrhoiden, bei denen sich ein Teil der Schleimhaut an einer bestimmten Stelle (segmentär; man teilt den Anus dabei wie eine Uhr in verschiedene Zeiten ein) aus dem Analkanal heraus wölbt. Andere Knoten ragen ringförmig (zirkulär) nach außen.

Im Folgenden wollen wir Ihnen die wichtigsten heute gängigen Operationen vorstellen.

OP nach Milligan-Morgan, Parks oder Ferguson: Genaueres zu den Verfahren

Welche Operationen gehören zu den segmentären Verfahren?

  • die offene Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan
  • die submuköse Hämorrhoidektomie nach Parks
  • die geschlossene Hämorrhoidektomie nach Ferguson

Und welche zu den zirkulären Verfahren?

Das wichtigste zirkuläre Verfahren ist die Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo.

Kurze Begriffserläuterung

"Hämorrhoidektomie" heißt im übrigen einfach "Herausschneiden", also operative Entfernung der Hämorrhoidalknoten. "Pexie" bedeutet so viel wie "Anheften". Bei der Operation nach Longo beispielsweise wird die Schleimhaut im Analkanal vernäht und dadurch stabilisiert.

Wie funktioniert die OP nach Milligan-Morgan?

Bei der klassischen und ältesten Methode nach Milligan-Morgan werden die vergrößerten Knoten einzeln aufgesucht, leicht angezogen und abgelöst. Zurück bleiben offene Wundflächen, die von allein ausheilen sollen. An Schleimhäuten geht das recht schnell.

Was erwartet mich nach der Operation?

Die Zeit nach der Operation ist etwas unangenehm. Vor allem der Toilettengang bereitet noch länger Probleme. Aber keine Sorge, die Beschwerden bessern sich mit der Zeit, wenn die Wunde verheilt.

Was versteckt sich hinter der OP nach Ferguson?

Das Verfahren nach Ferguson ist eine leichte Abwandlung der Milligan-Morgan-Methode. Im Gegensatz zur offenen Wundheilung werden die Schnitte hierbei vernäht.

Und wie unterscheidet sich die Variante nach Parks von den anderen?

Dieses Verfahren stammt von dem britischen Arzt Parks. Dabei wird die Schleimhaut im Analkanal aufgeschnitten und die Hämorrhoidalpolster darunter vorsichtig herausgeschält. Auch hier werden die Wunden mit einer Naht verschlossen.

Wie funktioniert das zirkuläre Verfahren (Stapler-Hämorrhoidopexie)?

Die Hämorrhoidopexie nach Longo verfolgt eine andere Strategie. Hierbei wird zunächst ein starres Rohr (Proktoskop) in den Analkanal bis über die Hämorrhoidalknoten geschoben, das als Führungsschiene dient. Darüber werden Pinzette, Nadel und Faden eingeführt, um die Schleimhaut oberhalb der Gefäßpolster rundherum zu vernähen.

Und nach der Naht?

Als nächste wird das Proktoskop wieder entfernt und der Stapler eingeführt. Das ist ein Gerät mit Schneide- und Heftfunktion zugleich. Es hat einen beweglichen Kopf, der über die Naht geführt wird. Die darunterliegende erschlaffte Haut wird in den Hohlraum des Staplers gezogen. Wird das Gerät ausgelöst, …

… zieht sich der Kopf nach unten, schneidet das überschüssige Gewebe ab und setzt gleichzeitig eine Klammernaht. Bei dem Verfahren wird also nur ein kleiner Schleimhautring ausgestanzt, um das Gewebe zu straffen. So abenteuerlich das auch klingen mag, ist diese Variante doch am schonendsten, da die Analhaut unversehrt und die Kontinenz voll erhalten bleibt.

Woher weiß ich nun, welche Operation ich brauche?

Welches Verfahren für Sie geeignet ist, hängt vom individuellen Befund ab. Grundsätzlich ist eine Operation ab dem Stadium III angebracht. Im Stadium IV führt kein Weg daran vorbei.

Nicht nur das Stadium ist entscheidend

Vor allem bei segmentär hervortretenden Gefäßknoten bieten sich die Operationen nach Milligan-Morgan oder Ferguson an. Die Park'sche Methode ist bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden eine gute Alternative. Der Eingriff mit dem Stapler kommt insbesondere bei zirkulären Hämorrhoidalknoten im Stadium III in Betracht.

Können nach einer Hämorrhoiden-Operation Probleme mit dem Stuhlgang auftreten?

In Ausnahmefällen kann es in den ersten Wochen nach der Operation zu Problemen mit der Stuhlkontrolle kommen. Allerdings ist das eher selten, und wenn, dann meist nur vorübergehend.

Weitere Komplikationen

Problematischer, weil nicht immer vorübergehend, ist eine sogenannte Anal-Stenose. Darunter versteht man einen verengten Anal-Kanal, der durch verwachsenes Narbengewebe entstehen kann. Aber zum Glück kommt es dazu nur sehr selten.

Hat man nach einer Entfernung der Hämorrhoiden auf Dauer Ruhe?

Nein, leider längst nicht immer. Auch wenn die Hämorrhoiden operativ entfernt wurden und man zunächst keine Beschwerden mehr hat, ist nie ganz auszuschließen, dass sie zurückkommen, manchmal auch nach mehreren Jahren. Wichtig ist, dass Sie auch nach der Entfernung die empfohlenen Vorbeugemaßnahmen einhalten. Diese sind:

  • viel bewegen
  • viele Ballaststoffe in der Ernährung
  • viel trinken
  • Übergewicht abbauen
  • Verstopfung behandeln
  • nicht zu stark pressen beim Stuhlgang

Weitere Behandlungsmethoden

Wie funktioniert die Infrarot-Behandlung von Hämorrhoiden?

Die Infrarot-Behandlung von Hämorrhoiden beruht im Prinzip auf einer Verbrennung und Verödung des Gewebes. Mit dem Infrarot-Licht werden die Hämorrhoiden-Areale stark erhitzt und verschorfen anschließend.

Keine Schmerzen bei der Behandlung

Auch wenn es nicht so klingt: Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei. Allerdings ist die Rückfallquote relativ hoch. Die Infrarot-Behandlung der Hämorrhoiden ist zwar kurzfristig meist sehr effektiv. Auf lange Sicht kehren die Hämorrhoiden aber oft zurück.

Die häufigste Komplikation des Infrarot-Verfahrens ist ein überschießender Gewebeuntergang (Nekrosen). Dazu kann es vor allem bei unpräzise durchgeführten Anwendungen kommen. Das passiert aber äußerst selten.

Kann man Hämorrhoiden auch vereisen?

Ja, das Verfahren nennen Mediziner Kryohämorrhoidektomie (Mediziner lieben es, einfache Dinge kompliziert auszudrücken.). Dabei werden die Hämorrhoidenknoten mit Lachgas oder flüssigem Stickstoff auf minus 90 °C abgekühlt und sterben daraufhin ab.

Nach 3 Minuten vereist, nach 2 Wochen weg

Schon nach drei Minuten einer derart drastischen Abkühlung ist es um die Hämorrhoidenknoten geschehen. Nach etwa zwei Wochen fallen sie dann ab.

Das Verfahren gilt heute als veraltet, weil die Risiken der örtlichen Vereisung relativ groß sind und mittlerweile zahlreiche verträglichere Alternativen (Medikamente, Verödung, Gummibandligatur u.a.) zur Verfügung stehen.

Kann man Hämorrhoiden wirklich mit Bakterien behandeln?

Ja. Es gibt Hämorrhoiden-Präparate mit sogenannten E.coli-Bakterien (Escherichia-coli-Bakterien). Diese Darmbakterien wirken antientzündlich und immunstärkend im Bereich der Darmschleimhäute. Außerdem fördern sie die Wundheilung.

Prognose

Sind Hämorrhoiden heilbar?

Damit sind wir wieder bei den Begrifflichkeiten, Hämorrhoiden selbst müssen gar nicht geheilt werden, weil sie an sich nichts Krankhaftes sind, sondern im Gegenteil eine wichtige Funktion bei der Kontinenz innehaben.

Schnell behandelt, aber auch schnell wieder da

Vielleicht kann man es so ausdrücken: Krankhaft vergrößerte Hämorrhoiden können geheilt werden, aber auch immer wieder neu auftreten. Ob sie zu einer Art chronischen Erkrankung werden, hängt überwiegend von Ihnen selbst ab. Sie geben mit Ihrer Ernährung und Lebensweise vor, wie Ihr Darm arbeitet und was er aus dem, was Sie ihm anbieten, macht. Wenn Sie sich nach der Behandlung an die Empfehlungen (ballaststoffreiche Ernährung, viel Bewegung und kein Pressen beim Stuhlgang) dauerhaft halten, stehen die Chancen gut, dass die Hämorrhoiden nicht wieder auftreten.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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