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Das hängt zwar auch stark von der Art der Operation ab. Direkt nach der Brustkrebs-Operation ist eine Schonung aber in jedem Fall sinnvoll, um Nachblutungen und Schmerzen zu vermeiden.

Grundsätzlich darf der Arm der gleichen Seite direkt nach dem Eingriff nicht belastet werden, auch nicht bei brusterhaltender Operation. Führen Sie Ihre Armbewegungen kontrolliert aus und vermeiden Sie hektische, spontane Bewegungen. Diese Schonphase beträgt etwa 6-8 Wochen. Es geht darum, einen Lymphstau und Nachblutungen zu vermeiden.

Selbst kleinere Haushaltsarbeiten können zu Blutergüssen führen

Viele Frauen neigen dazu, sobald Sie nach dem Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause sind, kleine Arbeiten zu verrichten. Davon kann ich strengstens abraten. Mit jeder Bewegung wird der Brustmuskel belastet. Selbst wenn Sie nur zwei Teller aus dem Schrank nehmen, sind die Arme gestreckt, was den Brustmuskel belastet. Hinzu kommt noch das Gewicht von den Tellern. Von Ihrer Kraft her gesehen, ist das kein Problem, aber im Operationsgebiet arbeitet es gewaltig. Das führt zu schmerzhaften Blutergüssen im Brustgewebe. Bis die sich unter Schmerzen wieder abbauen, vergehen einige Wochen.

Vergessen Sie nicht, dass eine massive Wunde seine Zeit zum Abheilen braucht. Gönnen Sie sich Ruhe und Schonung, umso schneller sind Sie wieder einsatzfähig. Auch wenn Sie sich gut fühlen und genug Kraft zu haben scheinen, ist es nicht gut, den Arm zu belasten.

Das sollten Sie in der Schonphase absolut meiden:

  • keine Fenster putzen
  • keine Gegenstände heben oder tragen
  • keine Wäsche aufhängen
  • keine Kinder tragen
  • keine Umhängetasche auf der operierten Seite

Bei Entfernung der Lymphknoten ist besondere Vorsicht geboten, um ein Lymphödem vorzubeugen:

  • keine heißen Bäder
  • keine große Kälte
  • keine direkte Sonnenbestrahlung
  • keine Spritzen am betroffenen Arm
  • keine Blutabnahme am betroffenen Arm
  • keine heiße Trockenhaube und Föhn
  • kein Blutdruckmessen am betroffenen Arm
  • besondere Vorsicht vor Verletzungen bei Hausarbeiten

Nicht belasten, trotzdem trainieren

Obwohl Sie sich schonen sollen, dürfen und müssen Sie Ihren Arm mit leichter Gymnastik bewegen. Jetzt fragen Sie sich, einerseits den Arm schonen und dann Gymnastik? Das passt doch nicht zusammen. Doch das tut es!

Gymnastik und Bewegungen müssen der Operation angepasst sein. Das erlernen Sie bei Physiotherapeuten, die genau einschätzen können, was für Sie am sinnvollsten ist. In der Praxis wird für Sie ein Übungsplan erstellt, damit Sie zu Hause täglich die Übungen selbst ausführen können.

Mein Rat: Seien Sie nicht zu ehrgeizig und üben Sie in Maßen. Mit kleinen Schritten kommen Sie schneller zum Ziel. Mit zu viel Ehrgeiz erreichen Sie das Gegenteil.

Haben Sie eine Frage? Dann stellen Sie sie gern und wir versuchen zu antworten. Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten)

Kommentare  
Hämatom
Hallo,
mein Name ist Uta Lemke. Ich wurde im Mai 2019 brusterhaltend operiert. Ich hatte 2 hormonell bedingte Tumore in der rechten Brust. Nach der OP hatte ich starke Nachblutungen und wurde 2 mal punktiert. Dennoch blieb ein großes Hämatom nach, woraus sich eine Ölzyste bildete. Die wurde im Februar dieses Jahres entfernt. Auch danach hatte ich Nachblutungen. Dieser Defekt soll jetzt noch einmal operiert werden. Punktieren geht leider nicht mehr. Was kann ich tun, damit sich nicht wieder ein so großes Hämatom bildet? Leider bekomme ich von meinem Krankenhaus keine Tipps. Ich wäre sehr, sehr dankbar, von Ihnen hilfreiche Anregungen zu bekommen, wie ich mich nach der OP verhalten soll. Ruhe? Tragen? Hausarbeit? Wannenbad? Ich bin Erzieherin und arbeite mit Kindern im Alter von 1-6 Jahren, werde 55 Jahre alt und leide an Bluthochdruck. Der Wächterlymphknoten war frei.
Mit freundlichen Grüßen – Uta Lemke
Hämatom
Guten Tag,
wenn ich keinen Rat bekomme, wird es bei mir zum gleichen Problem werden, wie bei Frau Lemke. Seit der OP vor 2 Wochen, habe ich ein großes Hämatom … Was ist zu tun?
Maßnahmen gegen Hämatom
Hallo Frau Berg,

es gibt verschiedene Maßnahmen, die ergriffen werden können, um Hämatome zu behandeln und den Heilungsprozess zu unterstützen.

Kühlung: Anwendung von kalten Kompressen oder Eispackungen (eingewickelt in ein Tuch) auf die betroffene Stelle für 15-20 Minuten mehrmals täglich in den ersten 48 Stunden nach der Operation kann helfen, Schwellungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.

Schonung und Hochlagerung: Ruhigstellung und Hochlagerung der betroffenen Seite können helfen, die Schwellung zu reduzieren. Achten Sie darauf, den Arm auf der operierten Seite nicht übermäßig zu belasten.

Schmerzmedikation: Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, Schmerzen zu lindern. Achten Sie darauf, diese nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einzunehmen, insbesondere wenn Sie andere Medikamente einnehmen oder Vorerkrankungen haben.

Sanfte Bewegung: Leichte, sanfte Bewegungen und physiotherapeutische Übungen, die von Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten empfohlen werden, können helfen, die Beweglichkeit zu erhalten und die Heilung zu fördern.

Medizinische Überwachung: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind wichtig, um den Heilungsprozess zu überwachen und sicherzustellen, dass keine Komplikationen auftreten. Ihr Arzt kann bei Bedarf auch weitere Maßnahmen ergreifen, wie z.B. die Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen durch Punktion.

Vermeidung von Blutverdünnern: Wenn möglich, vermeiden Sie blutverdünnende Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Aspirin), es sei denn, sie wurden von Ihrem Arzt ausdrücklich verordnet.

Kompressionskleidung: Das Tragen von speziellen Kompressions-BHs oder Bandagen kann helfen, die Schwellung zu reduzieren und die Heilung zu unterstützen.

Arnika-Salbe oder Gel: Arnika ist ein homöopathisches Mittel, das oft zur Behandlung von Blutergüssen verwendet wird. Konsultieren Sie jedoch Ihren Arzt, bevor Sie dieses oder andere Mittel anwenden.

Am wichtigsten: Dies hier sind nur allgemeine Tipps. Bitte stimmen Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin ab.

Viele Grüße vom Navigator-Team
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Autor unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Jörg Zorn, Arzt / medizinischer Fachautor

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