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Geburtsvorbereitungskurs: Ablauf und Vorteile

Ist der Geburtsvorbereitungskurs wirklich notwendig? Was passiert dort und wie lange dauert das? Alle Fragen dazu beantworten wir im folgenden Beitrag.

Warum sinnvoll?

Warum sollte ich zu einem Geburtsvorbereitungskurs gehen? 

Unzählige Jahrtausende lang wurden (und werden immer noch) Menschen geboren, ohne dass deren Mutter einen Geburtsvorbereitungskurs besucht hätte. Schließlich ist das Gebären – abgesehen vom Sterben – der natürlichste Vorgang der Welt. Warum sollten Sie sich also überhaupt auf die Geburt Ihres Nachwuchses vorbereiten?

Weil Sie als gut informierte und vorbereitete Mutter das Geburtsgeschehen besser verstehen und bewusster erleben, intensiver genießen und angst- sowie meist auch schmerzfreier überstehen können.

Zu den Möglichkeiten, die sich hier auftun, zählen das Lesen fundierter Informationen und der Austausch mit einschlägig erfahrenen Angehörigen (wie den eigenen Eltern) und Freunden, aber auch die Beratung und Betreuung durch eine (Beleg-) Hebamme oder eben ein Geburtsvorbereitungskurs.

Es lohnt sich gleich mehrfach

In einem Geburtsvorbereitungskurs können Sie über die Informationsvermittlung und das gemeinsame Üben hinaus der Hebamme wichtige Fragen stellen, sich mit anderen werdenden Müttern austauschen und dabei mit- und voneinander lernen. Auch für den Partner, sei es der Vater oder ein anderer Geburtsbegleiter wie die beste Freundin oder eine nahestehende Verwandte, kann der Besuch der Kursstunden lohnend sein und das Gefühl des Einbezogenseins vertiefen.

Auch wenn Sie bereits eine Schwangerschaft hinter sich haben, ist eine (erneute) Kursteilnahme durchaus sinnvoll. Zum einen gibt es zwischen verschiedenen Kursen durchaus Unterschiede hinsichtlich Stil, Qualität und inhaltlichen Schwerpunkten. Zum anderen können Sie so Ihr Wissen auffrischen und den eigenen Erfahrungsschatz an die Erstgebärenden weiterreichen – und ihnen damit einiges an Ängsten nehmen.

Im entscheidenden Moment hilft die Hebamme

Nur eines sollten Sie nicht tun: die Geburt als Selbstzweck betrachten (es kommt auf das Ergebnis an – Ihr Kind!) und damit Leistungsansprüche und Versagensängste verknüpfen. Denn wenn es soweit ist, haben viele Gebärende das vorher Gehörte wieder vergessen – dann nützen Ihnen fürsorgliche und kompetente Geburtshelfer mehr als jeder Vorbereitungskurs. Oder wie es eine erfahrene Hebamme einmal ausgedrückt hat: „Singen oder schreien – egal! Hauptsache laut“.

Planung und Ablauf

Was bietet ein Geburtsvorbereitungskurs? 

Ein normaler Geburtsvorbereitungskurs beinhaltet üblicherweise ein breites Spektrum an Basiswissen rund um Schwangerschaft, Geburt und Umgang mit dem Säugling sowie praktische Übungen, die die Hebamme mit den Kursteilnehmern durchführt:

  • Ablauf einer Schwangerschaft
  • Schwangerschaftsgymnastik
  • Körpererfahrung
  • Ablauf der Geburt mit ihren einzelnen Phasen
  • unterschiedliche Gebärpositionen und Gebärmöglichkeiten (z.B. Hocker- oder Wassergeburt)
  • Möglichkeiten der Schmerzlinderung (z.B. PDA)
  • Vorbereitung auf mögliche Sonderfälle (z.B. Kaiserschnitt)
  • Kreißsaal-Besichtigung
  • Erlernen spezieller Atemtechniken
  • Entspannungsübungen
  • praktische Anleitung zur Partnermassage für die Geburt
  • Wochenbett
  • Stillen
  • Umgang mit und Pflege des Babys
  • Erfahrungsaustausch mit anderen werdenden Eltern

Je nach Engagement und persönlicher Ausrichtung der Hebamme unterscheiden sich die verschiedenen Kursangebote hinsichtlich Stil, Qualität und inhaltlichen Schwerpunkten. Hier sind persönliche Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis eine wichtige Informationsquelle, um die richtige Wahl zu treffen.

Welche Arten von Geburtsvorbereitungskursen gibt es? 

Je nach Zusammensetzung der Teilnehmer eines Geburtsvorbereitungskurses gibt es folgende Varianten:

  • Frauenkurse (nur für Schwangere; häufig mit 1 Partnerstunde)
  • Gemischte Kurse (einzelne Schwangere und Paare)
  • Paarkurse
  • Kurse für Väter (noch sehr selten)

Ihr „Partner“ für die Geburtsvorbereitung muss übrigens nicht unbedingt der Vater sein. Es bietet sich alternativ auch die beste Freundin, Schwester oder Mutter als verständnisvolle und ggf. erfahrungsreiche Geburtsbegleiterin an.

Ist zur Geburtsvorbereitung ein reiner Frauenkurs oder ein Partnerkurs besser? 

Geburtsvorbereitungskurse werden sowohl nur für Schwangere als auch für Paare (Partnerkurs) angeboten. Was für Sie besser ist, hängt von Ihnen ab – und von Ihrem Partner.

Möchte Ihr Partner mit in den Kreißsaal, empfiehlt sich eine gemeinsame Teilnahme an der Geburtsvorbereitung, denn gut informierte und vorbereitete Männer (oder andere Begleitpersonen) können gerade bei langwierigen Geburtsprozessen oder in Sondersituationen (z.B. Saugglocke) eine echte Stütze sein. Natürlich nur, wenn der Vorbereitungskurs die entsprechende Qualität hat und statt „Traumtänzereien“ handfestes Praxiswissen vermittelt.

Finanzielle Anmerkung: Die Partnergebühren werden nur von manchen Krankenkassen übernommen. Nachfragen lohnt sich also.

Wie finde ich einen Geburtsvorbereitungskurs? 

Allgemeine bzw. Termininformationen zu Geburtsvorbereitungskursen erhalten Sie bei freien Hebammen, in Hebammenpraxen, in Kliniken, am Schwarzen Brett beim Frauenarzt, in Familien- und Mütterzentren sowie in Geburtshäusern.

Oder übers Internet (Google, babyclub.de, eltern.de u.a.). In entsprechenden Foren finden Sie dann häufig auch persönliche Einschätzungen und Hinweise zu Kursqualität und inhaltlicher Gestaltung. Die sollten Sie sich auch aus Ihrem persönlichen Umfeld einholen, um aus dem vorhandenen Angebot möglichst zielsicher auswählen zu können.

Bis wann muss man sich zum Geburtsvorbereitungskurs anmelden?

Da die Geburtsvorbereitungskurse sehr beliebt und deshalb oft schnell ausgebucht sind, sollten Sie sich frühzeitig bei einem Kurs Ihrer Wahl anmelden. Es ist empfehlenswert, sich spätestens bis zur 20. Schwangerschaftswoche darum zu kümmern.

Die meisten Kurse haben etwa 8-10 Einzeltermine, und Sie sollten die Termine so berechnen, dass das Kursende nicht gerade mit dem errechneten Geburtstermin zusammenfällt, sondern noch etwa vier Wochen Luft bleiben. Dann haben Sie noch ausreichend Zeit, alles „sacken“ zu lassen und verpassen auch dann nichts, wenn Ihr Nachwuchs früher als erwartet kommt.

Vorbereitung ohne Kurs

Wie kann ich mich in der Schwangerschaft auf das Stillen vorbereiten?  

  • Setzen Sie sich schon in der Schwangerschaft mit den Themen Geburt und Stillen auseinander und informieren Sie sich über stillfreundliche Geburtskliniken, Stillgruppen und Stillberatungsmöglichkeiten.
  • Nutzen Sie den persönlichen Erfahrungsaustausch mit stillerfahrenen Müttern sowie verfügbare Informationsangebote (z.B. Geburtsvorbereitungskurs, Schwangerenvorsorge, Internet, Broschüren etc.).
  • Wählen Sie bereits in der Schwangerschaft Ihren Geburtsort aus und erkundigen Sie sich dort nach den Stillrichtlinien bzw. Gepflogenheiten. Auch wenn Ihre Geburtsklinik nicht als „Stillfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert ist, sollte sie ein stillfreundliches Klima uns entsprechende Services (z.B. Rooming in, Stillzimmer) anbieten.
  • Nehmen Sie an einem Geburtsvorbereitungs- und Säuglingspflegekurs teil.
  • Suchen Sie sich rechtzeitig eine Nachsorgehebamme für die Zeit nach der Klinikentlassung. Ihre Krankenversicherung übernimmt hierfür in aller Regel die Kosten.
  • Legen Sie sich Telefonnummern von potenziellen Helfern zurecht und ziehen Sie bei speziellen Fragestellungen oder Problemen eine Still- bzw. Laktationsberaterin hinzu.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kinderarzt Ihren Stillwunsch umfassend unterstützt.
  • Bitten Sie bei Bedarf Ihren Familien- und Freundeskreis um Unterstützung und lassen Sie sich helfen.
  • Bedenken Sie, dass jede Stillbeziehung anders ist – das gilt von Frau zu Frau und von Kind zu Kind.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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