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Blähungen beim Baby: Was tun?

Hat mein Baby Blähungen? Woran erkenne ich das, was kann ich dagegen tun? Im folgenden Beitrag beantworten wir Fragen zum Thema Blähungen bei Babys.

Ursachen

Sind Blähungen beim Säugling normal?  

Bis zu einem gewissen Grad schon, insbesondere weil die „Blähungen“ in diesem Alter meist mit Anführungsstrichen zu versehen sind. Soll heißen: Oft sind es eher objektiv kaum greifbare Unwohlgefühle im Magen-Darm-Bereich, die Ihrem Baby zu schaffen machen (aber fast nie ernsten Charakter haben).

In den ersten drei Lebensmonaten nimmt Ihr Säugling erhebliche Flüssigkeits- bzw. Nahrungsmengen auf, etwa das 5-fache seines Körpergewichts. Bei Frühgeborenen oder Kindern, die bei der Geburt untergewichtig waren, ist die Wachstumsleistung wegen des Aufholbedarfs noch umfangreicher. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Babys die ein oder andere Blähung entwickeln und sich lautstark mühen, diese samt Stuhl zum Darmausgang zu befördern.

Eine Überwärmung durch die starke Stoffwechseltätigkeit kann Ihrem Sprössling zusätzliches Ungemach bereiten, insbesondere, wenn Sie ihm zu viel angezogen haben. Zudem kann es sein, dass dem Säugling gelegentlich der Milchzucker zuviel wird, der sowohl in der Muttermilch als auch in den anderen gebräuchlichen Säuglingsnahrungsmitteln auf Kuhmilchbasis enthalten ist.

Symptome

Was sind typische Beschwerden bei Blähungen?  

Blähungen im Babyalter und Kleinkindalter äußern sich durch:

  • aufgeblähter Bauch
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • kein Erbrechen oder Durchfall

Blähungen treten häufiger im frühen Säuglingsalter auf. Inwieweit die unter der Bezeichnung Dreimonatskoliken bekannten und gefürchteten Schreiattacken durch Blähungen bedingt sind oder umgekehrt, ist ebenso umstritten wie die Frage, ob Blähungen überhaupt ein fester Bestandteil dieses belastenden Geschehens sind.

Einen Vorteil haben die Gasansammlungen gegenüber manch anderen Leidensursachen immerhin: Sie sind nicht ansteckend.

Behandlung

Was kann man gegen Blähungen beim Säugling tun?

Wenn Ihr Baby an Blähungen leidet, helfen Ihnen möglicherweise folgende Hinweise weiter:

Geben Sie Ihrem Säugling außer Milch keine weitere Flüssigkeit, auch nicht zu Breien. Also Tee oder Wasser erst ab dem 10. Monat zu trockenen Speisen wie Brot oder Keksen.

Weitere Tipps zur Ernährung:

  • Als stillende Mutter müssen Sie eventuell Ihre Ernährung umstellen. Ein zu hoher Verzehr von Zwiebeln, Hülsenfrüchten und auch Vollkornprodukten kann die Blähungen beim Baby mit verursachen.
  • Bei einer Allergie in der Familie müssen Sie möglicherweise auf größere Mengen Kuhmilch, Fisch oder Ei verzichten.
  • Bei Verdacht auf (Mutter-) Milchunverträglichkeit:
    • Testen Sie zunächst, ob die Beschwerden Ihres Säuglings verschwinden, wenn Sie ihm abends eine milchzuckerfreie normale oder hypoallergene HA-Pulvermilch geben (ohne Soja, das bei Kinder unter 6 Monaten häufig Allergien verursacht).
    • Egal, ob Muttermilch- oder Fertigmilchernährung: Da die Unverträglichkeit möglicherweise auf dem Milcheiweiß beruht, können Sie zumindest abends einen Versuch mit einer Flasche Pregomin (Hydrolysatmilch) unternehmen.
    • Pumpen Sie Ihre eigene Milch ggf. ab.

Massage und Gymnastik:

  • „Fliegerstellung“: Legen Sie Ihren Säugling auf den Bauch auf Ihren Unterarm, den Kopf in Richtung Ihres Ellbogens. So können Sie Ihr Baby entspannt und entspannend umhertragen.
  • Massieren Sie sanft den Bauch bzw. die Bauchhaut Ihres Kindes durch kreisende Fingerbewegungen im Uhrzeigersinn. Ergänzend oder alternativ hilft auch eine Fußzonenreflexmassage (die Reflexzone des Darms befindet sich im mittleren Teil des Fußgewölbes).

Weitere Maßnahmen:

  • Zu den geeigneten medikamentösen Mitteln gegen Blähungen zählen u.a. Kümmelzäpfchen und das synthetische Simeticon (z.B. Elugan-Tropfen: 3x 20 Tropfen täglich in etwas Milch oder Tee), das den von Gasbläschen geblähten Darm physikalisch entschäumt und damit für Entspannung sorgt.
  • Zu hastiges Trinken oder Schreien des Säuglings kann versehentlich dafür sorgen, dass zu viel Luft in die Verdauungsorgane gelangt. Hier ist Ihr beruhigender Einfluss gefragt, während sich Unsicherheit und Nervosität auf das Baby übertragen und ein Blähungsgefühl auslösen können.
  • Vor allem Erstgeborene werden mitunter von überfürsorglichen Eltern durch ständiges Trösten und Hermuntragen überstimuliert. Dann entpuppen sich gutgemeinte Maßnahmen als kontraproduktiv, was auch für ein zu warmes Einpacken des Kleinen gilt.

Wann zum Arzt?

Gehen Sie zum Kinderarzt, wenn heftige Bauchschmerzen auftreten, um durch eine eingehende Untersuchung (ggf. mit Ultraschall) organische Störungen wie Verstopfung oder Darmverschluss ausschließen zu lassen. Bei Bedarf kann Ihnen der Kinderarzt Tropfen oder Säfte gegen die Blähungen verordnen, die zumindest zur Schmerzlinderung bei Ihrem Kind beitragen sollten.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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