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Vielleicht fragen Sie sich das ja, während Sie gerade zum 100. Mal die Einwegwindel Ihres kleinen Schatzes wechseln (also etwa nach 2 Wochen). Wie Sie nach dieser Kurzreflexion bereits erahnen können, fällt da einiges an:

Der Müllberg, den ein zweieinhalbjähriges Wickelkind hinterlässt, wäre aufgestapelt etwa 5 Meter hoch und fast 1 Tonne schwer. Und er bleibt uns mit seinem 65%igen Holzfaser- und Plastikanteil rein substanziell mindestens 55 (und bis zu 500) Jahre erhalten. Dazu kommt noch die Verpackung der Einwegwindeln (die aber wenigstens in den letzten Jahren stetig geschrumpft ist). Dennoch reicht es im Schnitt zu angeblich 5% des deutschen Müllaufkommens, in manchen Städten zu sage und schreibe 10%.

Da erscheint dann auch die Mitteilung glaubhaft, dass manche vom kostspieligen Müll geplagte Kommunen Eltern, die mit Stoffwindeln wickeln, finanziell unterstützen sollen. Ob diese Fördermaßnahme allerdings auch die Ökobilanz entscheidend verbessern hilft, darf bezweifelt werden.

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Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

Dr. Hubertus Glaser
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
  • freiberuflich als Entwickler, Berater und Publizist

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