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Schmerztherapie mit Opioiden (Fentanyl, Tramadol & Co)

Was hilft bei Nebenwirkungen von Opiaten? Warum lohnt sich manchmal ein Präparat-Wechsel? Und warum unterscheidet sich die schmerzlindernde Wirkung von Person zu Person? Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie im folgenden Beitrag.

Wirksamkeit

Kann die Wirksamkeit von Opioiden (Morphin, Tramadol, Fentanyl etc.) von Person zu Person unterschiedlich sein?

Ja. Opioide (Morphin, Tramadol, Fentanyl etc.) wirken über ganz bestimmte Zellrezeptoren, deren exakte Bauart von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Entsprechend unterschiedlich ist auch das individuelle Ansprechen auf die Schmerzmittel. Das gilt sowohl für die Schmerzlinderung als auch für die Nebenwirkungen.

Deshalb muss bei einer Schmerzbehandlung mit Opioiden bei jeder Person die optimale Dosis immer erst herausgefunden werden. Bei mangelnder Wirksamkeit lohnt sich außerdem immer der Versuch eines Wechsels auf ein anderes Opioid.

Lässt die Wirkung von Opioiden (Morphin etc.) nach, wenn man sie längere Zeit einnimmt?

Ja, das kann passieren. Bei einigen Menschen (nicht bei allen) kann sich nach einer gewissen Zeit der Einnahme von Opioiden (Morphin, Fentanyl, Tamadol etc.) eine Toleranz (schlechteres Ansprechen) gegenüber der Schmerzmittelwirkung entwickeln.

Die Zellrezeptoren, die die Opioide verarbeiten, "ermüden" dann mit der Zeit und können die schmerzlindernde Wirkung irgendwann nur noch abgeschwächt übermitteln.

Vorhersagen lässt sich so etwas nicht. Bei dem Einen tritt dieses Phänomen auf, bei dem Anderen nicht. Auch kann es mal bei dem einen, mal bei dem anderen Wirkstoff auftreten. Deshalb gilt die Empfehlung: Wenn die Opioide in ihrer Wirkung nachlassen, lohnt sich immer der Versuch mit einem anderen Präparat mit anderem Wirkstoff.

Können Wärmepflaster statt Schmerzmitteln bei Rückenschmerzen helfen? Wie wird die Hitze erzeugt und welche unerwünschten Nebenwirkungen können auftreten? Antworten auf diese Fragen lesen Sie im folgenden Beitrag.

Welches Opiat?

Warum lohnt sich mitunter der Wechsel von einem Opioid (Morphin, Fentanyl, Tramadol etc.) zu einem anderen?

Bei einigen Menschen kann sich nach längerer Behandlungszeit mit einem Opioid (Morphin, Tramadol, Fentanyl etc.) eine Art Resistenz gegen den Wirkstoff entwickeln. Die Zellrezeptoren, die die schmerzlindernden Effekte der Opioide übermitteln, "ermüden" und können die Wirkung nicht mehr so gut umsetzen.

Erstaunlicherweise gilt das dann aber meist nur für den gerade eingesetzten Wirkstoff und nicht für verwandte, andere Opioide. Deshalb raten Schmerztherapeuten in solchen Fällen zur "Opioid-Rotation". Das heißt: Wenn die zur Zeit eingesetzten Präparate in ihrer Wirkung nachlassen, wird auf ein anderes Opioid gewechselt.

Nebenwirkungen

Ist man nach der Einnahme von Opioiden (Morphin etc.) immer benommen?

Nein. Das ist eine alte Mär. Vorausgesetzt, die Opioide werden vernünftig und dem Schmerz angemessen dosiert, bleibt der Betreffende in der Regel normal ansprechbar.

Nur ganz selten, am ehesten in Fällen zu hoher Dosierung, kann es zu Schwindel oder Benommenheit kommen.

Negative Effekte der Opioide: Übelkeit, Verstopfung, Schlafstörung und Co.

Führen Opioide (Morphin, Oxycodon etc.) zu Übelkeit?

Zu Beginn der Behandlung mit Opioiden kommt es relativ häufig zu Übelkeit. Diese vergeht aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase.

Damit es gar nicht erst dazu kommt oder um sie zu mildern, können begleitende Wirkstoffe gegen Übelkeit verordnet werden, z.B. Metoclopramid (MCP), Cisaprid, Haloperidol, Dimenhydrinat, Cycline oder Levomepromazin. Sinnvoll ist die Einnahme eine viertel bis halbe Stunde vor der Gabe der Opioide.

Mit welchen Begleitmedikamenten wirkt man der Verstopfung unter Behandlung mit Opioiden entgegen?

Verstopfung ist eine häufige Nebenwirkung unter der Behandlung mit Opioiden, die auch oft über die gesamte Behandlungsdauer ein Problem bleibt.

Vorbeugend wird deshalb meist die Einnahme von Abführmitteln empfohlen. In Frage kommen der Wirkstoff Macrogol 3350 (kombiniert mit Salzen) oder auch Laktulose. Diese Mittel wirken vor allem über einen höheren Wasserverbleib im Darm.

Alternativ können auch Gleitmittel (Paraffin) oder Quellmittel (Weizenkleie) eingenommen werden. Bei diesen Mitteln muss sehr viel getrunken werden, damit die Darmpassage weiter gut funktioniert.

Helfen diese klassischen Abführmittel nicht ausreichend, kann der Arzt auch stärkere Mittel verordnen. In manchen Fällen kann dann auch die Einführung eines Klistiers notwendig sein.

Welche Abführmittel helfen gegen die Verstopfung durch Opioide?

Opioide werden unter anderem verwendet, um starke Schmerzen zu lindern. Die Medikamente setzen im zentralen Nervensystem an und verhindern, dass Schmerzen entstehen oder weitergeleitet werden.

Allerdings haben die opioidhaltigen Mittel u.a. über das „Darmnervensystem“ (in der Fachsprache heißt es „enterisches Nervensystem“) auch Einfluss auf den Verdauungstrakt. Deshalb kommt es oft zu einer „opioidinduzierten Verstopfung“. Für viele Patienten ist das sehr belastend, nicht selten brechen sie deshalb sogar die Behandlung mit opioidhaltigen Medikamenten ab.

Erster Schritt: Quellstoffe

Um einer Verstopfung entgegenzusteuern, sollten Sie es zunächst mit Quellstoffe wie Flohsamenschalen versuchen – allerdings nur, wenn Sie dazu genügend Flüssigkeit aufnehmen können. Zu beachten ist auch: Es kann sein, dass Sie Quellmittel schlecht vertragen, weil die opioidhaltigen Mittel die Transportfunktion des Darms herabsetzen.

Zweiter Schritt: „herkömmliche“ Abführmittel

Eine Alternative sind „klassische“ Abführmittel, v.a. Macrogol, aber auch Laxoberal® (Wirkstoff: Natriumpicosulfat) oder Dulcolax® (Wirkstoff: Bisacodyl).

Dritter Schritt: Prucaloprid (Resolor®)

Helfen diese Mittel nicht, können Sie es mit dem Wirkstoff Prucaloprid (Handelsname Resolor®) probieren. Prucaloprid bindet an bestimmte Rezeptoren in der Darmwand (5-HT4-Rezeptoren). Das sind spezielle Bindestellen für den Nervenbotenstoff Serotonin. Dadurch werden die Darmbewegungen angeregt.

Opioid-Rezeptor-Antagonisten als Reservemittel

Tritt dann keine Besserung auf, besteht die Möglichkeit, sogenannte periphere Opioid-Rezeptor-Antagonisten (in der Fachsprache „peripherally-acting μ-opioid receptor antagonists“ = PAMORA) einzusetzen. Dazu gehören beispielsweise Relistor® (Methylnaltrexon) und Moventig® (Naloxegol). Sie wirken den Opioiden eigentlich entgegen – im Idealfall aber nur im Magen-Darm-Trakt und nicht im zentralen Nervensystem. Dadurch wird die Verstopfung reduziert, der schmerzlindernde Effekt der Opioide bleibt aber bestehen. Allerdings gibt es bisher nur Studien, die diese Mittel mit Scheinmedikamenten vergleichen. Es fehlen Daten darüber, ob die Medikamente anderen Abführmitteln überlegen sind.

Als weiteres Medikament ist Targin® zu nennen. Es enthält zwei Wirkstoffe. Der eine, Oxycodon, ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Der andere, Naloxon, ist ein Opioid-Antagonist, der wiederum gezielt im Darm wirken und so die Verstopfung mindern soll.

Kann es unter der Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) zu Atemnot kommen?

Eine Beeinträchtigung der Atmung gehört zu den gefährlichsten Nebenwirkungen der Opioid-Behandlung. Bei ordnungsgemäßer Dosierung und guter Überwachung gerade zu Beginn der Behandlung kommt es dazu aber so gut wie nie.

Ein Alarmsignal für die Betroffenen ist, wenn sie auffällig schläfrig werden: Damit kündigt sich eine schwere Schmerzmittel-bedingte Atemnot oft an.

Starke Schmerzmittel: Sind Schlafstörungen möglich?

Ja, insbesondere bei den sogenannten Opioiden, die heute oft bei starken Schmerzen eingesetzt werden. Das sind Abkömmlinge von Morphium, manchmal werden sie auch Opiate genannt. Während die Gefahr einer Abhängigkeit heute nicht mehr so dramatisch gesehen wird, weist nun ein Experte auf mögliche Schlafstörungen durch Opioide hin.

Bei fast jedem dritten Schmerzpatienten führen die Opiate auf lange Sicht zu Atemproblemen im Schlaf, erläutert Prof. Ulrich Koehler von der Universität Marburg. Die sogenannte Atemdepression (geringerer Atemantrieb im Gehirn) ist zwar eine schon seit langem bekannte Nebenwirkung dieser Präparate. Dass sich dies aber so stark im Schlaf auswirkt, ist eher neu. Auf der anderen Seite aber auch nachvollziehbar, denn der Körper wird durch die nächtliche Atemdepression ja praktisch laufend in Alarmstimmung versetzt.

Teufelskreis aus schlechtem Schlaf und vermehrten Schmerzen

Das Problem daran: Wer schlecht schläft, hat eher Schmerzen. Schon lange weiß man, dass Schlafstörungen das Schmerzempfinden beeinflussen - nämlich die Empfindlichkeit heraufsetzen. Deshalb plädiert Köhler dafür, bei jeder neu beginnenden Schmerztherapie mit Opioiden spätestens nach sechs Wochen die Schlafqualität zu überprüfen.

Dieses Plädoyer hat allerdings einen Haken: Was ist, wenn sich tatsächlich Atmungsprobleme nachweisen lassen. Man kann die Schmerztherapie ja nicht einfach abbrechen. Und täte man das, würde der vermehrte Schmerz wiederum den Schlaf rauben.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie Opiate einnehmen und tagsüber starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit spüren, ist das auf jeden Fall ein Grund, dies ärztlich abklären zu lassen. Die Entscheidung für einen eventuellen Medikamentenwechsel sollten Sie dann aber gemeinsam mit Ihrem Arzt gründlich abwägen.

Wissenswertes

Darf ich trotz Opioid-Einnahme arbeiten?

Das hängt ganz von Ihrem Beruf und der Wirkung der Schmerzmittel ab. Bei Morphin, Fentanyl und anderen starken Opioiden kann die Verkehrstüchtigkeit deutlich beeinträchtigt sein. Demzufolge können Tätigkeiten, die das Steuern von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen beinhalten, zum Teil unzulässig sein. Betreffen kann dies z. B. Piloten, Kran- und Lokomotivführer oder LKW- und Busfahrer. Besonders in der Anfangsphase, wenn Sie das Medikament erstmals einnehmen oder nach einer Dosiserhöhung kann die Aufmerksamkeit eingeschränkt sein bzw. Nebenwirkungen wie Schwindel und Übelkeit auftreten; hierdurch ist Ihre Teilnahme am Straßenverkehr oder das Führen von schweren Maschinen für Sie selbst und andere unter Umständen gefährlich.

Allerdings gibt es kein generelles oder dauerhaftes Berufsverbot aufgrund der Einnahme von Opioiden. Auch ist bei einer gut eingestellten Opioid-Therapie die Konzentration und Reaktionsfähigkeit normalerweise nicht eingeschränkt und die Arbeit gut möglich.

Fazit

Somit ist es immer eine Einzelfallentscheidung, ob Sie Ihrem Beruf unter der Behandlung mit Opioiden nachgehen können, v. a. zu Beginn der Therapie und bei Dosisumstellung.

Wichtig ist es, wie Sie sich unter der Therapie fühlen. Sprechen Sie Ihren Arzt auf das Thema an und lassen Sie sich ausführlich beraten. Dieser kann Ihnen auch einen Opioid-Ausweis über die rechtmäßige Einnahme des Arzneimittels ausstellen. Durch dieses Dokument wird bei einer Verkehrskontrolle die rechtmäßige Anwendung des Opioids nachgewiesen und vermieden, dass der Verdacht eines Betäubungsmittelmissbrauches aufkommt.

Welchen schmerzlindernden Wirkstoff enthält der Schlafmohn?

Der Schlafmohn enthält einen milchigen Saft, aus dem Opium bzw. Morphium gewonnen werden. Er ist also sowohl Quelle einer bedeutenden Droge als auch eines wichtigen medizinischen Wirkstoffs.

Morphium bzw. die Gruppe der Opiate spielen in der Behandlung schwerer, chronischer Schmerzen (z.B. Tumorschmerzen) trotz des Abhängigkeitspotentials eine herausragende Rolle.

Opioidentzug: Dauer und Symptomlinderung

Wie lange dauert ein Opioidentzug?

Die körperlichen Beschwerden, die ein Opioid-Entzug mit sich bringt, können bis zu sechs Monate lang anhalten. Ganz genau lässt sich die Dauer nicht voraussagen, da neben der Zeitspanne der Therapie auch die Dosis und Art des Opiats eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus leiden viele Betroffene aber auch an einer psychischen Abhängigkeit. Diese kann noch länger anhalten und über Jahre bestehen bleiben.

Opioid-Sucht: Stimmt es, dass Cannabis die Entzugssymptome deutlich mildern kann?

Jein. Es mehren sich zwar die Hinweise, dass Cannabis unterstützend beim Entzug eingesetzt werden kann, allerdings gibt es auch Studien, die dem Rauschmittel keinen positiven Effekt beim Bekämpfen der Opiatsucht zuschreiben. Damit Sie sich selber eine Meinung bilden können, stellen wir Ihnen einige Ergebnisse der letzten Jahre zur Wirkung von Cannabis bei Opioidsucht vor:

  • Ein Bericht des amerikanischen nationalen Gesundheitsinstitutes geht davon aus, dass Cannabis Opioidentzugssymptome lindern und zudem das Risiko für einen Rückfall reduzieren kann.
  • Eine andere Forschungsarbeit zeigte, dass Marihuana die Übelkeit, die unter dem Opioidentzug auftritt, wirksam bekämpft.
  • Darüber hinaus untersuchte eine kanadische Studie, wie sich Cannabis auf die Wahrscheinlichkeit auswirkt, dass Teilnehmer eines Opioid-Entzugsprogramms die Behandlung fortführen und nicht abbrechen. Die Auswertung ergab, dass der tägliche Marihuanakonsum einer der wichtigsten Faktoren war, weshalb die Teilnehmer ihr Entzugsbemühen weiterverfolgten.

Doch, wie gesagt, die Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet sind leider nicht eindeutig:

  • So kamen zwar amerikanische Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Cannabis mit einer verminderten Opiat-Einnahme verbunden ist, andererseits konnte eine deutsche Studie zeigen, dass Cannabiskonsumenten mehr Opioide benötigen, als Personen, die kein Marihuana rauchten. Nichtsdestotrotz gaben 50 % der deutschen Studienteilnehmer an, dass Cannabis den Suchtdruck nach anderen Substanzen wie Alkohol, Benzodiazepinen oder Opioiden reduziert.
  • Eine weitere Arbeit kam ebenso zu der Erkenntnis, dass Cannabisrauchen während einer Methadon-Dosisreduktion die Entzugssymptome nicht verringert.

Fazit

Ob nun Cannabis beim Opioidentzug hilft oder nicht, bleibt weiterhin die große Frage. Da sich aber vieles auf dem Gebiet der Suchtbehandlung tut, werden sich bestimmt weitere Forscher mit dem Thema beschäftigen und hoffentlich in der Zukunft wegweisende Ergebnisse liefern.

Ist ein Entzug mit Methadon einfach?

Leicht ist der Weg aus der Opioid-Abhängigkeit sicher nicht, auch wenn eine Ersatztherapie mit Methadon erfolgt. Dennoch ist es mit Hilfe des synthetischen Opioids durchaus machbar die Sucht zu bekämpfen. Im weiteren Verlauf wird die sogenannte Substitutionstherapie schrittweise reduziert und schließlich ganz beendet.

Der Wermutstropfen ist, dass auch Methadon abhängig machen kann. Deshalb sollten Sie sich für eine Entzugsbehandlung an spezialisierte Kliniken oder Suchtzentren wenden, damit Sie optimal informiert und betreut werden und die Behandlung möglichst schon beim ersten Versuch erfolgreich verläuft. Wie wünschen alles Gute!

Quellen:

  • DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2010; 135 (22): S. 1125-1128
  • Opioidtherapie – Schmerztherapie ohne Verstopfung. 2021. Herausgeber: Deutsche Schmerzliga e.V. www.schmerzliga.de.
  • Freye, E. (2004). Sucht- und Abhängigkeitspotenzial der Opioide. In: Opioide in der Medizin. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-09096-1_11
  • O’Malley GF, O’Malley R. Opioidvergiftung und -entzug. 2018. www.msdmanuals.com.
  • Wiese B, Wilson-Poe AR. Emerging Evidence for Cannabis' Role in Opioid Use Disorder. Cannabis Cannabinoid Res. 2018;3(1):179-189. Published 2018 Sep 1. doi:10.1089/can.2018.0022.
  • Socías ME, Wood E, Lake S, Nolan S, Fairbairn N, Hayashi K, Shulha HP, Liu S, Kerr T, Milloy MJ. High-intensity cannabis use is associated with retention in opioid agonist treatment: a longitudinal analysis. Addiction. 2018 Dec;113(12):2250-2258. doi: 10.1111/add.14398. Epub 2018 Sep 20. PMID: 30238568; PMCID: PMC6226334.
  • Epstein, D.H. and Preston, K.L. (2015), No evidence for reduction of opioid-withdrawal symptoms by cannabis smoking during a methadone dose taper. Am J Addict, 24: 323-328. https://doi.org/10.1111/ajad.12183.
  • Boehnke KF, Litinas E, Clauw DJ. Medical Cannabis Use Is Associated With Decreased Opiate Medication Use in a Retrospective Cross-Sectional Survey of Patients With Chronic Pain. J Pain. 2016 Jun;17(6):739-44. doi: 10.1016/j.jpain.2016.03.002. Epub 2016 Mar 19. PMID: 27001005.
  • Griffith C, La France B (2018) The Benefits and Effects of Using Marijuana as a Pain Agent to Treat Opioid Addiction. J Hosp Med Manage Vol.4 No.3:7.
  • Jung, B. Suchtmedizin: Mit Cannabis gegen Opiat-Verlangen? 2018. www.deutsche-apotheker-zeitung.de.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentare  

# OxycodonBirol 05.10.2022 15:12
Hallo,
ich nehme wegen Morbus Crohn (entzündliches CRPS-Rheuma) Oxycodon und rate niemandem, das Zeug zu nehmen!
Nachdem ich erfahren habe, was das für ein Zeug ist, war es schon viel zu spät. Ich bin süchtig und bei 400 mg Oxycodon pro Tag. Mit Akut-Kapseln. Ich bin am Ende meiner Kräfte, so dass ich heute Hilfe brauche, um davon wegzukommen. Der Entzug ist die Hölle. Man zittert selbst im Sommer bei 30 Grad, und sogar die Depressionen sind auf Endschlag.
Ich werde auf jeden Fall eine professionelle Hilfe suchen. Euch rate ich von jeglicher Art Opiaten ab. Denn wenn ihr einmal da reinrutscht, ist es schwer wieder raus zu kommen. Es sei denn, ihr habt eine Krankheit, die nicht mehr viel Zeit lässt. Dann wäre es sogar egal, wenn ihr pro Tag 1 Gramm nehmen würdet, da man eh nichts mehr zu verlieren hätte!
Antworten
# BilolEisensonne 29.11.2022 21:22
Also 400 mg - das ist schon eine Nummer. Ich war bei 100 mg und da wurde schon mit den Augen gerollt.
Jetzt bin ich dabei, das Zeug über mehrere Wochen auszuschleichen. Gegen die Depressionen nehme ich aktuell Venlafaxin. Mir hilft es, und es geht mir relativ gut.
Antworten
# OxycodonBirol 05.10.2022 15:25
Entschuldigt, dass ich offen darüber geschrieben habe. Und auch meine Rechtschreibung!
Alles fing im November 2018 - nach einem Arbeitsunfall - an, als ich über 8 Wochen in der Reha war, wo man mir dieses Zeug ohne Aufklärung verschrieben hat. Und da meine Schmerzen und Depressionen komplett verschwunden waren, dachte ich, dass es ein Wundermittel ist. Aber, als ich dann versuchte davon wegzukommen, habe ich gemerkt, dass ich in etwas reingerutscht bin und nicht wieder rauskomme. Heute verstehe ich die Ärztin nicht. Wenn ihr wüsstet, was ich zur Zeit durchlebe, würdet ihr dieser Ärztin gewiss auch nichts Gutes wünschen, da sie für die BG arbeitet, und wir nur Nummern für sie sind :'(
Antworten
# OxycodonGeorg 21.06.2022 21:15
Hallo, miteinander!
Bin 57 Jahre alt, und habe Arthrose. Lange Tilidin genommen. Die Arthrose in der linken Hüfte verschlechterte sich. Schmerzen waren nicht mehr auszuhalten. Beim Aufstehen vom Stuhl, dauerte es teilweise 10 Minuten, bevor ich den ersten Schritt machen konnte. Dann vom Hausarzt Oxycodon verschrieben bekommen. Der Hammer! Die Schmerzen waren komplett weg. Ich nehme alle acht Stunden 20 mg. Freitagnachmittag gingen mir aus Unachtsamkeit die Tabletten aus. Keine Möglichkeit, etwas zu bekommen. Was dann kam, damit habe ich nicht gerechnet. Erscheinungen! Wie beim kalten Entzug. Das Wochenende war für mich die Hölle. Montags zum Doc und erstmal eine 80-iger bekommen. Dann hat sich alles wieder beruhigt. Jetzt habe ich endlich einen Termin für ein neues Hüftgelenk. Und wenn alles passt, brauche ich hoffentlich keine Schmerzmittel mehr. Doch vor dem Absetzen habe ich jetzt schon eine Heidenangst. Ehrlich. Da ich denke, nach nur dreimonatiger Einnahme von Oxycodon echt abhängig zu sein. Viel Glück euch Allen!
Antworten
# Tramadol 300 mg pro TagAlaattin Altan 16.01.2022 16:35
Hallo,
ich bin 46 Jahre, Bandscheiben-Patient und bekomme Tramadol-retard verschrieben. Am Anfang des Entzugs war ich auf 400 mg retard. Im Moment auf 300 mg.
Jede Woche gehe ich 50 mg runter. Ist das zu viel? Ich habe fürchterliche Nackenverspannung und Schmerzen an den Beinen bzw. Muskeln. Kann es am Entzug liegen? LG Alaattin
Antworten
# EntzugOliko 02.02.2022 00:33
Hi Alaatin,
ich bin kein Arzt, aber für mich liest es sich so, dass die Schmerzen durch die Bandscheiben ausgelöst werden. Ich nehme an, deine Probleme sind zu wenig Schmerzmittel und keine Entzugserscheinungen. Aber das müsste dein Hausarzt erkennen bzw. dir beratend zur Seite stehen.
VG Oliko
Antworten
# EntzugFinele 02.03.2022 05:35
Die ursprünglichen Schmerzverursacher sind die Bandscheiben; eventuell auch sekundär die Nackenverspannungen, da man bei Schmerzen gerne mal anspannt.
Eine allgemeingültige Formel für das Ausschleichen gibt es nicht; es ist individuell. Die Muskelschmerzen, die du beschreibst, deuten aber darauf hin. Nun kannst du natürlich wieder mehr Tramadol nehmen und die Schmerzen werden verschwinden, nur weißt du dann die Ursache nicht. Ich würde an deiner Stelle nach einer wohl überlegten Reduzierung einige Tage durchhalten (auch wenn das nicht einfach ist), um zu schauen, ob der Körper noch Zeit benötigt mit der Umstellung klar zu kommen.
Antworten
# Opiate kombinierenBigi 06.01.2022 16:25
Da ich wegen chronischer Rückenschmerzen schon länger Targin nehme, es aber nicht mehr wirkt, soll ich jetzt zusätzlich Buprenorphin 5mg nehmen. Hat jemand Erfahrung damit?
Antworten
# RE: Opiate kombinierenBetty 23.07.2022 22:46
Buprenorphin ist nichts anderes als reines Heroin. Nimm es nicht!
Antworten
# Opioide kombinierenOliko 02.02.2022 00:16
Hi Bigi,
bin zwar kein Arzt, nehme aber schon seit Jahren Oxycodon bis 90 mg. Soweit ich weiß, soll man keine verschiedenen "Opis" kombinieren. Ich habe Oxy 30 mg Retard und für das Schmerzspritzen im Rheumaschub 20 mg-Akut. Vielleicht wäre ein Wechsel auf reines Oxycodon sinnvoll, da man die Dosis erhöhen kann. VG Oliko
Antworten
# OxicodonMensch 26.05.2022 12:23
Die Dosierung ist schon gewaltig. Doch ich kenne das Problem mit der Gewöhnung. Ich würde an deiner Stelle mit einem Schmerzdoc über eine Rotation innerhalb der Opiate mit eventuellem Kombipräparat sprechen. Doch, man darf kombinieren. Nur sollte es möglichst nicht Stufe 3, Stufe 3, Opi-Kombi sein. Meist Stufe 1 und 3 bei mir anfangs. Doch dein Arzt kann das sicherlich besser beurteilen, da er im besten Fall deine genaue Verträglichkeit und deine Krankheitshistorie kennt. Bei mir wurde immer mal rotiert, wenn die Dosis des Medis mehrfach angeglichen werden musste. Ach ja, du hast Oxycodon HCL. Ich würde meinen, das ist reines Oxy. Und ob mit Naloxon oder nicht, ändert nicht die Reinheit des Medikaments. Das ist für weitere Mechanismen zuständig, ohne ist es identisch in der Wirkung. Keinen Einfluß auf die Zusammensetzung. Hoffe, es war dir eine Hilfe. LG und Kraft!
Antworten
# OxycodonJens TR 26.05.2022 20:25
Ich nehme auch seit über 10 Jahren Oxycodon. Früher, bis etwa vor 2 Jahren, bis zu 120 mg p/Tg. Jetzt bin ich bei 30 mg, und will ganz weg. Nur, die Schmerzen werden leider nicht weniger. Und durch den jahrelangen Gebrauch von Oxycodon hat sich bei mir eine schlimme Schlafapnoe entwickelt. Mit bis zu 80 obstruktiven sowie 10 zentralen Atemaussetzern in der Stunde. Vom Hirn aus. Schlimmer konnte es nicht kommen. Zurzeit schlafe ich, wenn überhaupt, höchstens 2 Stunden am Stück.
Also: Sucht Alternativen.
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Kommentare: Archiv

Morphin Capros
2020-09-30 14:12:11, Sonner
Wirkung hat von heute auf morgen nachgelassen. Habe das Präparat gewechselt: Hydromorphon! Es geht mir wieder gut. Schnell wieder eingestellt.
 
Fentanyl
2020-03-07 23:26:29, Nerde
Meine Frage: Wenn ich jetzt 100er Fentanyl klebe, die bei mir aber nicht halten - welche Dosis bräuchte ich im Vergleich zu Hydromorphon? Eine Antwort wäre super! Danke! Mfg
 
Atemstillstand nach Morphin Gabe
2019-09-27 02:35:04, Dieter
Meine Mutter ließ ich auf Anraten ihres Hausarztes am 09.08.2019 ins Krankenhaus bringen. Nach meiner Schilderung, dass meine Mutter in der Nacht immer sehr unruhig ist, nach mir gerufen hat und die Bettdecke zur Seite schob, so als wäre ihr zu warm. 9 Tage zuvor war sie wegen Nasenbluten schon zwei Tage in einer HNO Klinik. Im Krankenhaus wurde nun eine schwere Lungenentzündung diagnostiziert. Das Röntgenbild sowie ein erhöhter Leukozytenwert stützen dies auch. Meine Mutter bekam bereits den Donnerstagabend vor ihrer Einlieferung schlecht Luft. Da ich aber nicht verstehen konnte was sie mir sagen wollte, nämlich "ich ersticke" oder ähnlich, ahnte ich schon Tage vorher nicht, dass sie sich eine Lungenentzündung eingefangen hat. Wahrscheinlich auch wegen ihrer blutenden Nase. Am Freitag ist meine Mutter nach den Untersuchungen sehr erschöpft gewesen. Abends sagte man mir, dass sie um 18 Uhr kreideblass im Bett gelegen hätte und man ihr ein Diuretikum gespritzt hätte, damit die Flüssigkeitsansammlung auf ihrer Lunge schneller ausgeschieden würde. Ob man meiner Mutter da bereits Morphin gegeben hatte, weiß ich nicht. Man sagte nur, dass man ihr intravenös ein Antibiotikum verabreichen würde, und die nächsten Stunden zeigen müssten, ob es anschlägt. Am Samstag ging es meiner Mutter meiner Auffassung nach schlechter und reagierte auch nicht mehr auf das, was ich ihr sagte, so wie noch am Freitag. Da konnte ich meiner Mutter noch etwas zum Essen geben und sie aß es auch auf. Wenngleich sehr geschwächt. Am Samstag ging das nicht mehr, und meine Mutter kam mir vor, als wäre sie weggedämmert. Ihre Atmung war nach meiner Beobachtung zwar flach aber nicht laut von Geräuschen begleitet, wie z.B. Rasselatmung. Als meine Mutter sich umzudrehen versuchte hatte sie wohl Schmerzen, da sie immer Aua sagte und sich nicht umdrehen konnte. Die Nachtschwester meinte, als ich zuerst noch nach Hause ging um etwas zu essen, dass sie meiner Mutter etwas gegen die Schmerzen geben würde. Als ich ca. 23:30h zurückkehrte lag meine Mutter auf den Rücken. Die Schwester sagte mir, sie hätte meiner Mutter etwas gegeben, damit sie leichter atmen könne. Ich wusste damit nichts anzufangen. Was hätte das sein können, wovon man leichter atmen kann? Aber ich fragte auch nicht nach, da ich wegen meiner Mutter eh sehr beunruhigt gewesen bin. Ich setzte mich zu ihr ans Bett. Meine Mutter atmete schwer, flach und ich konnte laute Geräusche vernehmen. Kein Rasseln, eher ein dumpfes Pfeifgeräusch. Als die Nachtschwester - etwa gegen 01:00h - kurz rein kam, ist die Atmung meiner Mutter etwas leiser geworden. Aber das änderte sich dann wieder. Und um 02:00h hörte meine Mutter dann plötzlich auf zu atmen. Ich lauschte einen Augenblick, und meine Mutter atmete erneut 2 Mal ein und aus - und dann stoppte ihre Atmung ganz. Ich rüttelte meine Mutter leicht, bekam aber keine Reaktion mehr von ihr. Ich bin sofort zur Nachtschwester hin, die dann kam um den Puls meiner Mutter zu ertasten. Sie sagte nur, dass auch kein Puls mehr da und meine Mutter tot sei. Im Nachhinein habe ich von dem Stationsarzt nebenläufig erfahren, dass man meiner Mutter auch Morphin gegeben hat. Keine Ahnung ab wann, wie oft und in welcher Dosis? Ich hatte gleich den Verdacht, nachdem die Nachtschwester sagte: "...etwas gegeben, damit sie leichter atmen kann...", dass das womöglich zu der Atemdepression bei meiner Mutter geführt haben kann. Ich habe zudem gelesen, dass man KEIN Morphin geben darf, wenn die Atmung ohnehin schon flach ist! Und das ist sie bei meiner Mutter gewesen. Wieso dann Morphin geben, wenn das Risiko eines Atemstillstands erhöht ist? Und dann, ohne meine Mutter unter Aufsicht zu stellen und nur mich allein im Zimmer mit ihr belassen. Mir kam es so vor, als hätte man den Tod meiner Mutter billigend in Kauf genommen. Der Arzt kam auch erst eine gute halbe Stunde später, um nur noch den Tod meiner Mutter festzustellen. Ich finde eine solche Vorgehensweise ziemlich merkwürdig. Meine Mutter hatte zwar auch eine schwergradige Aortenklappenstenose und leichte bis mittelgradige Insuffizienz, aber ist die Vorgehensweise dann so, wie ich es hier in etwa beschrieben habe? Meine Mutter ist am Donnerstagabend, als sie noch mit mir in der Wohnung war, voll ansprechbar und in keinem Dämmerzustand gewesen. Ebenso die ganze Nacht hindurch nicht, wo sie nur erneut unruhig gewesen ist und wohl Atemnot gehabt haben muss. Auch am Morgen, als man sie abgeholte, ist sie noch voll ansprechbar gewesen. Bei der Eingangsuntersuchung stand, dass meine Mutter sowohl örtlich, als auch zur Person orientiert sei. Das änderte sich dann aber kurz nachdem man sie untersucht hat, und sie auf der Station lag. Dann stand da plötzlich etwas zu orientiert, aber nicht zur Zeit. Und dass meine Mutter dann plötzlich, nachdem ich bis Nachmittags noch bei ihr gewesen bin kurz darauf einen Anfall bekommt und kreideblass mit Atemnot im Bett gelegen haben muss, spricht für mich nach einer Art Schock, auch ausgelöst durch Morphin? Ich habe den Hausarzt gebeten, Labor und Behandlungsunterlagen anzufordern.
 
Morphin
2018-12-02 22:40:15, Cina Rudi
Ich nehme seit 17 Jahren Morphin. Der Zugang kommt über eine Pumpe. Zurzeit habe ich 120 mg Morphin über 28 Tage. Die ersten Jahre waren sehr schlimm. Ich bin total abhängig davon. Fiel schon einige Male ins Koma wegen Entzug. Ich bin sehr zerschlagen, müde und lustlos. Ich leide sehr darunter.
 
Mutter nach Morphiumgabe verstorben
2018-01-26 18:59:16, Bloch
Meine Mutter war nach einer schweren Lungenentzündung und mehrmaligem Koma auf dem Wege der Besserung. Nach einer Harnwegsinfektion - der Katheter war seit 3 Wochen gelegt - hatte sie Fieber, Schmerzen und Atemnot. Von der Nachtschwester bekam sie 5 mg Mophium s.c. Eine 3/4 Std. später war sie tot. Für uns völlig unvorhersehbar. Die Obduktion ergab als Todesursache eine Sepsis. Kann die Morphiumgabe dazu geführt haben? Warum hat man keinen Sauerstoff gegeben oder einen Arzt gerufen?
 
Targin 40/20
2017-08-15 00:48:38, Kerstin Weber
Hallo, ich habe Jahre lang Morphin Retard genommen und dann bekam ich von einem Schmerz-Therapeuten das Targin verschrieben und mein Körper reagierte mit übelsten Entzugserscheinungen darauf... jetzt gerade bin ich voll auf kaltem Entzug und ich traue mich nicht einen Arzt zu rufen, weil ich Angst davor habe, ins Krankenhaus zu müssen. In der Uni , Orthopädie, ist meine Akte mit die dickste von allen, die da rumhängen, mit anderen Worten, ich halte es im KH nicht mehr aus. Ich habe versucht, mich mit dem Akut Morphin runter zu dosieren, aber läuft wohl nicht so gut, obwohl es am Anfang noch so aussah, als würde ich es schaffen. Ich möchte kein Darm-lahm-Legends-Medikament mehr nehmen, weil der Stress, nicht aufs Klo zu können, ist auch nicht so einfach weg zu stecken. Wie lange muss ich mich jetzt nicht rumquälen wegen dem Entzug? Ich habe den nicht freiwillig begonnen.
 
Exitus letalis nach Morphingabe
2017-04-16 21:24:25, Christiane Blazy, Ärztin
Mein zwar hochbetagter Vater - 95 Jahre-, der trotz Kardiomyopathie, Herzrhythmusstörungen und HSM noch sehr fit war, litt seit Anfang Januar unter einer Dyspnoe und Verminderung der Belastungsfähigkeit. Dazu kam ein Hb- Abfall auf 11,6 % bei liegendem suprapubischem DK und Marcumarisierung. Zwecks Diagnostik, veranlasste ich die Verlegung ins Krankenhaus mit dem Vermerk - schriftlich und mündlich - KEIN Morphin! Er hatte 1 Jahr zuvor auf eine Morphingabe völlig apathisch bis hin zur Somnolenz reagiert!! Trotzdem wurde ihm am 16.02. Morphin wegen Unruhe s.c. verabreicht und wenige Stunden später wurde ich angerufen, weil er im Sterben lag. Nach dem Morphium hatte man ihm auch noch wegen der Atempausen 1/2 Ampullen Atosil i.v. verabreicht- alles ohne mich darüber zu informieren, geschweige denn, ihn zu fragen!
 
Hydromorphon
2017-02-22 13:54:58, Ines Strauß
Hallo, ich muss auf Grund meiner Erkrankungen schon über 12 Jahre Hydromorphon 24 mg a 2mal täglich nehmen. Ich habe seit Jahren diese Nebenwirkungen, Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Ödeme in den Beinen, aber immer nur morgens. Meiner Ärztin habe ich das schon mehrfach gesagt, aber leider interessiert es sie nicht. Seit 2013 habe ich durch diese Medikamente auch noch eine Chronische Pankreatitis bekommen. Zudem muss ich noch bis zum 4. mal täglich Novaminsulfon (Tropfen) nehmen, da die Tabletten alleine schon nicht mehr helfen. Was kann ich noch tun, um überhaupt davon weg zukommen? Ohne geht gar nichts mehr. Wegen der Übelkeit bekam ich jetzt noch MCP Tabletten. Habe aber gelesen, dass man die damit gar nicht nehmen soll. Kann mir jemand einen Rat geben? Vielen Dank im voraus.
 
Definitiv ja
2016-05-23 07:21:07, Sonja
Allerdings hat es 1 Jahr gedauert. Ich habe 1 Jahr lang täglich ehr gespürt. Das gleiche jetzt bei Targin. Ich nehme 8x am Tag 10/20mg Targin zu mir und merke davon leider nichts mehr.
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