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Wenn eine Schmerzbehandlung mit Opioiden (Morphium & Co) abgesetzt oder die Dosis reduziert werden soll, muss das kontrolliert und unter ärztlicher Aufsicht passieren. Kontrolliert bedeutet vor allem, dass die Dosisreduktion langsam und schrittweise vollzogen wird, so dass der Körper sich langsam daran gewöhnt. Auf diese Weise gelingt es häufig, Entzugserscheinungen im erträglichen Rahmen zu halten.

Lesen Sie auch: Opioidsucht – Ist ein Entzug mit Methadon einfach?

Soweit die offizielle Lehrmeinung. Man muss allerdings auch festhalten, dass trotz ärztlicher Kontrolle bei der Dosisreduktion viele Betroffene über erhebliche Entzugssymptome berichten. Das zeigt, dass das Absetzen offenbar selbst bei optimalem Vorgehen und besten Absichten nicht immer so einfach ist wie propagiert. Was freilich nichts daran ändert, dass der Entzug meist sinnvoll ist.

Keine psychische Abhängigkeit, aber eine körperliche

Verzichtet man auf die ärztliche Kontrolle und einen festgelegten Reduktionsplan, nennt man das "kalten Entzug".

Was man dazu wissen muss: Eine Schmerzbehandlung mit Opioiden führt nur höchst selten zu einer psychischen Abhängigkeit. Deshalb ist die Symptomatik beim Absetzen auch nicht direkt vergleichbar mit der bei einem Drogenentzug. Allerdings kommt es bei lang andauernder Behandlung mit Morphin-ähnlichen Schmerzmitteln sehr wohl zu einer körperlichen Gewöhnung, die man auch als körperliche Abhängigkeit bezeichnen kann. Die ist wie erläutert am besten beherrschbar, wenn man die Dosis bedachtsam und schrittweise reduziert.

Häufige körperliche Entzugssymptome

Bei zu raschem oder gar abruptem Absetzen kann es unter anderem zu folgenden Symptomen kommen:

Mit Unterstützung von Medikamenten

Neben der schrittweisen Dosisreduktion wird der Opiat-Entzug häufig durch die Einnahme weiterer Medikamente unterstützt. Am bekanntesten ist hier sicher das Methadon, übrigens selbst ein Opioid. Aber auch Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine (Valium & Co.) werden häufig eingesetzt. Treten Bauchkrämpfe oder ähnliche Magen-Darm-Symptome auf, gibt es auch dagegen Medikamente (wie z.B. Loperamid), die lindernd wirken.

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Kommentare  
Pola-Entzug ohne Ende
Hallo nochmals,
ist ja vlt. schon zu spät, um heute noch Antworten zu bekommen. Oder mein Post war ätzend. Habe halt noch nie irgendwo etwas getextet. Außerdem bin ich, wie gesagt, noch immer beim Absolvieren. Seit etwa 3 Jahren. Also gefühlt ... ohne Ende.
Aber, was meinen die erfahrenen Langzeituser? Lieber die restlichen 2 ml Pola jetzt auch noch runter, oder in Substitution bleiben? Vielleicht bis der Sensenmann anklopft?
Danke für eventuelle Rückmeldung und liebe Grüße – Schlumpf
Pola
Kann leider nichts dazu sagen, weil wir selber noch im Prozeß sind. Ich kann nur allen wünschen, das in einer Klinik zu machen, wo man Hilfe in Form von Medis oder Überwachung der Vitalzeichen bekommt. Hast du Menschen, die dich unterstützen könnten?
#helfer
Danke für die Antwort.
Hatte meine ganze Situation schon mal kurz woanders gepostet. Hier nochmal die Daten:
Bin seit etwa 33 Jahren auf Opiaten. Erst Heroin und Benzos sowie seit 17 Jahren im Programm mit Pola. In den letzten 3 Jahren am Absolvieren von 12 ml auf jetzt 2 ml und letztes Jahr die Benzos entzogen. Leider habe ich Panik vor Ärzten und KH. Die einzige Therapie habe ich 1999 wegen schlimmster Entzugssymptome abgebrochen. Deswegen ist meine einzige Option, das Ganze allein zu Hause zu machen. Leider wohnen meine Mutter und Tochter nicht ganz so nah, aber ich will sie ja auch nicht so gern mit meinen Problemen belangen. Meine Mutter ist schon zu alt und meine Tochter arbeitet sehr, sehr viel. Das ist meine derzeitige Situation.
In den letzten Tagen geht es mir etwas besser, als während der letzten Monate. Vielleicht schaffe ich die letzten 2 ml Pola doch noch bis zum Ende des Jahres. Das ist und war mein selbstgesetztes Ziel. Leider kommt mir meine bipolare (rapid cycling) Störung oft in die Quere. Dennoch will und muss ich weg von Pola, denn die Nebenwirkungen sind nicht nur schwer zu händeln, sondern es wird auch immer schlimmer.
Danke für deine Antwort, die mir Mut gemacht hat. Kannst mir ja nochmal schreiben, wenn du Zeit und Lust hast. Danke und liebe Grüße – Schlumpf
Trixi 1202
Hallo Schlumpf,
welche Nebenwirkungen werden denn immer schlimmer? LG
Trixi 1202
Hallo Schlumpf,
ich bin schon 11 Monate auf Null, und habe immer noch Entzugserscheinungen. Ich habe Morphin abgesetzt, und habe jetzt vermutlich das PAWS-Syndrom. LG
Schlumpf
Hi Trixi,
also, was mir sehr zu schaffen macht, ist mein Magen. Auch das Schlafen ist übel. Mehr als 2-3 Stunden am Stück sind selten. Und ich bin immer so kraftlos, dass ich es oft nicht einmal schaffe, mir Essen zu machen. Und das, obwohl ich ja noch nicht mal auf Null bin. Was ist denn dein Hauptproblem? Du bist also fast schon ein Jahr weg vom Morphin, und hast immer noch Entzugserscheinungen? Gibt man da die Hoffnung nicht auf? Bin sehr beeindruckt, dass du es soweit geschafft hast. Echt voller Respekt! Liebe Grüße – Schlumpf
Schlumpf
Ach, und was ist dieses PAWS-Syndrom?
Trixi 1202
Hallo Schlumpf,
das ist das postakute Entzugssyndrom. Das Opiat hat die ganze Hirnchemie durcheinander gebracht, sodass das Gehirn immer so weitermacht, obwohl du eigentlich keinen Entzug mehr hast. Das kann Jahre dauern. Je länger man Opiate eingenommen hat, desto wahrscheinlicher wird es, sich PAWS einzufangen. Solltest dich im Internet informieren. Falls dein Entzug einfach nicht mehr aufhören will, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um PAWS. LG
Schlumpf
Oje, wenn man denkt, es geht kaum schlimmer, dann kommt noch sowas aus der Tiefe der Psyche hervorgekrochen! Trotzdem, danke für die Info. Werde in einigen Monaten sehen, ob bei mir auch noch etwas hinzukommt. Du schaffst es dennoch, clean zu bleiben?! LG – Schlumpf
Schlumpf
Habe hier jetzt mal viel mehr Kommentare durchgelesen und gesehen, dass du hier auch schon länger schreibst. Mit diesen Infos kann ich dein Leiden jetzt besser nachvollziehen. Da hat es dich ja wirklich ganz schön ätzend getroffen. Nochzumal mit deinen anderen Krankheiten. Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft, und dass dein Dauerentzug endlich mal aufhört!! LG – Schlumpf
Trixi 1202
Hallo Schlumpf,
vielen lieben Dank. Halte weiterhin durch. Du bist jetzt schon soweit gekommen. LG – Trixi
Schlumpf
Hallo nochmals.
Ich danke dir. Werde es auf jeden Fall weiterversuchen. Habe meine Taktik etwas geändert. In den letzten Tagen geht es schon besser, und ich konnte mal wieder länger und tiefer schlafen. So lässt es sich besser durchhalten. Bis demnächst. Gute Nacht.
Auch Pola
Aber was bringt ein Aufenthalt in der Klinik (was ich schon ein paar Mal hatte), wenn die KK nur so kurz bezahlt, dass man genau am schlimmsten Punkt des Entzugs vor die Tür gesetzt wird?! Also, ich bin jedesmal rückfällig geworden, weil ich noch wesentlich mehr Zeit gebraucht hätte. Deswegen mache ich seit einiger Zeit alles allein und zu Hause – was bleibt mir sonst an Möglichkeiten? Sogar auf meiner derzeitigen, recht niedrigen Dosis, bräuchte ich wohl mindestens 5-6 Monate in einer Klinik. Wer bezahlt das also? Das wäre dann wohl ich, Entweder mit dem Rückfall und/oder vielleicht noch mit dem Leben.
So, ernsthafte Frage jetzt:
Was kann man da tun? Kein sinnloses Geplänkel, sondern bitte, bitte ganz konkrete hilfreiche Vorschläge. MfG – ein etwas verzweifelter Langzeitkonsument
Polaentzug
Echte Hilfe bekommt man hier. Und sehr unterstützend. Danke!
Und weiter ...
... ich bekomme bisher nichts zur Symptomlinderung. Habe abends Tramal genommen. Aber das führt ja auch zur Abhängigkeit.
L-Polamidon + Clonazepam
Clona + Polamidon habe ich seit 15 Jahren verschrieben bekommen und genommen. Wegen eines med. Notfalls wurde alles abgesetzt. Könnt ihr mir sagen, was die normalen Symptome sind? Ich habe Atembeschwerden/Luftnot, Schmerzen am Abend (besonders in einer Körperhälfte) sowie ein absolutes Kältegefühl. Wie lange kann das dauern und sind das die Symptome? Oder kommen die von was anderem? Es sind jetzt 2,5 Wochen her.
#constantin
Also, das ist total unterlassene Hilfeleistung und kann bei deiner angesagten Dosis sehr schlimm enden!! Geh' bitte baldmöglichst zu einem Arzt und erkläre deine Situation. Im Notfall den RTW rufen. Sorry für's Angst machen, aber ich nehme selber seit 17 Jahren Polamidon und kenne die Entzugserscheinungen. Pass bitte auf dich auf.
#constantin
Hi Constantin,
wie geht es dir denn mittlerweile so? Ist der Entzug noch machbar, oder musstest du doch ins KH? Oder woanders wieder in die Substi? Das würde mich interessieren, zumal ich eine sehr ähnliche Story habe. Die gleichen beiden Substanzen und 17 Jahre im Programm. Bis vor 4 Wochen. Da bin ich freiwillig nicht mehr zur Substi gegangen. Wenn du dich danach fühlst, dann schreib' mal zurück. Alles Gute für Dich. LG – Schlumpf
Polamidon + Clonazepam
Lebst Du noch? Musst ja keinen "Roman" schreiben, aber gib mal ein kurzes Zeichen. Sonst sorry fürs nerven ... Alles Gute*
Fentanyl Pflaster 25 Mikrogramm
Ich habe in gut 2 Stunden ... 72 Stunden Pflaster-Freiheit. Ich habe es jetzt 3 Monate genommen. Mein Kopf ist okay, kein Druck – aber der Körper.
Tag 1: langsam einsetzende Schmerzen in den Waden,
Tag 2: Schwitzen sowie Gänsehaut,
Tag 3: Ich hoffe, es hört bald auf. Ich könnte heulen ...
Fentanylpflaster
Habe dieses Teufelszeug:
20 stk. 150 mcg
20 stk. 100 mcg
20 stk. 50 mcg
die Woche bekommen und alles verraucht. Zwei (2) Jahre lang. Das Zeug macht abhängiger, als alles andere auf der Welt.
#schlumpf
Jetzt hat es ein Ende. Durch einen krassen Rückfall! Weitere Posts zu mailen, macht so keinen Sinn mehr. Aber: Hals-und Beinbruch Euch allen, die ihr soviel stärker seid ...
Trixi 1202
Hallo Schlumpf,
du bist doch schon so weit gekommen. 3 Jahre Runtersetzen – umsonst. LG – Trixi
Polaentzug
Übrigens – ich habe mich, ungefähr zehn Tage nach dem Rückfall, wieder gefangen. Jetzt geht der Entzug weiter. Ich habe meine Dosis weiter reduziert. Jetzt "nur" noch 1,5 ml Pola – und weiter geht's. Wünsche allen ganz viel Durchhaltevermögen. Grüße
Pola-Entzug
Nur noch 1 ml. Nächste Woche geht's weiter. Lebst du noch, Trixi? Was machen die Entzugserscheinungen? Jetzt müsste es doch schon viel besser sein, oder?
RÜCKFALL
Hallo an alle,
habe in den letzten 4 Tagen 3 gr. H. geraucht. Ohne Levomethadon1,6 ml tgl.
Jetzt habe ich wieder meine 1,6 ml genommen, aber zu wenig. Weiß jem., wieviel ich noch dazu brauche, um fit zu sein? Danke und alles Gute an alle. LG – Wien
Compensan
Welche Menge Compensan sollte man täglich einnehmen, wenn man von Heroin (Tagesmenge 2 g) entziehen möchte? Wie schnell kann man dann Compensan absetzen, damit man davon nicht komplett abhängig wird?
Umstellung
Wenn du am Tag 2 Gramm Heroin brauchst, muss das schlechtes H. sein. Von gutem braucht man niemals 2 Gramm am Tag. Probiere mit 150-200 mg Substitol oder Compensan. Du kannst deinen Arzt auch nach Lyrica bzw. Pregabalin fragen. Das hilft beim Opi-Entzug, killt 80% der Symptome und sollte etwa drei Wochen eingesetzt werden. Dann einfach absetzen, da man sonst drauf picken bleiben kann, wie bei Benzos oder Opioiden bzw. Opiaten.
#Compensan
Also, ich würde es zuerst mit 300 mg versuchen sowie erstmal ein, zwei Stunden abwarten. Mehr nehmen, kann man ja immer noch. Aber, wenn du mit den 300 auskommst, dann behalt es so etwa 5 Tage bei. Am 6. Tag jeweils 50 mg pro Tag runter. Und dann gar nichts mehr, weil das H jetzt ja auf jeden Fall nicht mehr im Kreislauf ist, d.h. du bist clean. Und ab jetzt absolut nichts mehr weiter nehmen, sonst bist du von was anderem drauf. Und, wenn ich vor vielen Jahren schon gewusst hätte, wie schrecklich süchtig all die Substitutionsmittel machen, da ist H ein Witz dagegen. Hätte ich NIEMALS ein Substitut länger als ca. zwei Wochen angerührt. Das sage ich dir als echte Hilfe von jemandem, der bald 35 Jahre drauf ist. Viel Glück und nie ins Programm, wenn's irgendwie auch anders klappen kann. Immer erst anders versuchen ...
Tramadolentzug
Hallo,
nach drei Bandscheiben-Operationen, alle L5/S1(+Bandscheibenprothese) 2006 und 2007, nehme ich seit 16 Jahren tägl. 300-400 mg Tramadol ret.
Obwohl mir das Medi relativ gut geholfen hat die Dauerschmerzen einzudämmen und meine Arbeitsfähigkeit einigermaßen zu erhalten, habe ich mich vor einem Jahr entschieden, das Tramadol abzusetzen und durch nicht Opiate zu ersetzen. Mein damaliger Arzt wollte mich eigentlich intensiv dabei unterstützen, verschrieb mir dann niedrigere Dosierungen und parallel noch Arcoxia und Pregabalin und meinte dann, ich müsse halt einfach(!) mal ein bisschen rumprobieren. Nach einem knappen Jahr bin ich dann bei 200 mg täglich angekommen. Im Nov 2023 bekam ich, aufgrund einer langjährig unerkannten Depression, das Antidepressiva Venlafaxin 75 mg ret von einem Psychiater verschrieben. Er wusste auch, dass ich Tramadol nahm, hatte aber keine Bedenken bezüglich Wechselwirkungen, obwohl diese bekannt sind. Nach 10 Tagen Einnahme musste ich das Venlafaxin abrupt absetzen, da die Wechselwirkungen so heftig waren, dass ich dachte, mein letztes Stündlein hätte geschlagen. Das ging weit über die beschriebenen Nebenwirkungen bei der Ersteinnahme hinaus. Das war dann für mich auch der Anlass, mit dem Tramadol endgültig Schluss zu machen. Innerhalb von 2 Monaten von 200 mg auf 50 mg. Immer mit Tablettenzerteilung und ohne Arzt. Absetzerscheinungen nehmen mit der Dosisreduzierung aber irgendwie zu. Extreme Schlafprobleme, Rückenschmerzen, extremes Unruhegefühl in den Beinen nachts (trotz 3x tägl. Pregabalin) sowie stark zunehmende depressive Verstimmungen. Wahrscheinlich, weil Tramal auch eine leicht antidepressive Wirkung hat. Ich bin mir trotzdem sicher und willens, das Thema Tramadol zu beenden und hoffe, dass die Absetzsymptome vollständig verschwinden. Ob ich dann nochmal einen Versuch mit einem Antidepressiva starte, weiß ich noch nicht, da ich ja eigentlich meine Abhängigkeit los werden möchte und keine neue beginnen will. Mediziner betonen zwar, dass Antidepressiva nicht abhängig machen, die User solcher Mittel berichten aber fast alle gegenteiliges.
Danke fürs Lesen und Allen alles Gute und viel, viel Erfolg beim Absetzen.
Du schaffst das
Du schaffst das :).
Detlef
Seit ca. mindestens zehn Jahren nehme ich täglich 2-mal 200 mg Capros. Natürlich bin ich jetzt abhängig davon!! Mein Hausarzt hat ab heute das Capros auf Null gestellt und dafür 16 mg Hydromorphon 2 mal täglich angesetzt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich auf starke Entzugserscheinungen einstellen kann. Oder irre ich mich? Hat jemand Erfahrung damit gemacht?
Kalter Entzug
Hallo,
ich habe Arthrose. Finger und Zehen. Ich bekomme seit 17 Jahren Tapentadol, das ist ein Opiat. Seit 15 Jahren 800 mg täglich. Meine Ärztin hat mir mein Rezept immer ausgestellt, es gab nie Probleme mit der Finanzierung, und die Kasse hat das immer übernommen. Am Donnerstagabend wollte mein Mann das Rezept abholen, wie so oft. Dann sagte meine Ärztin, dass ich weniger Tabletten nehmen solle, denn ich bekäme erst Mitte März ein neues Rezept. Ich habe gesagt, dass ich nicht gewusst hätte, weniger zu nehmen. Es hatte auch kein Gespräch darüber stattgefunden.
Ich verstehe es nicht. Immerhin habe ich Frau Dr. darüber Bescheid gegeben, dass ich keine Tabletten mehr habe. Ich sollte immer erst dann ein Rezept bekommen, wenn ich nur noch Medikamente für einen Tag habe. Das habe ich auch gemacht. Und nun geht es mir sehr schlecht. Magenkrämpfe, Erbrechen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlaflosigkeit. Ich bin 63 Jahre, und habe sehr große Angst vor dem kalten Entzug. Kann mir jemand sagen, was ich jetzt machen soll? Grüße Gabriela
Tapentadol
Liebe Gabriela,
ich kann dich sehr gut verstehen. 800 mg täglich ist sehr hoch. Ich nehme derzeit 200 mg Tapentadol. Ich kenne deine Problematik. Das Problem liegt bei deiner Krankenkasse. Die wollen vieles nicht mehr bezahlen. Ich bin in einer ähnlichen Situation, und versuche zu reduzieren. Es ist sehr schwer. Bei mir äußert sich der Entzug mit Kraftlosigkeit. Ist die erste Woche echt anstrengend. Es wird dann aber besser. Versuch' doch erstmal abends 50 mg weniger, nach 14 Tagen dann früh 50 mg weniger usw. Vielleicht brauchst du auch länger als 14 Tage. Das musst du beobachten. Und vor allem, lenke dich ab. Mit positiven Dingen. Das ist sehr wichtig. Vielleicht mit moderatem Sport, wenn es geht. Und was noch wichtig ist, meide Zucker in Form von Süßigkeiten. Der Entzug müsste sich gering halten. Also wirklich ganz, ganz langsam.
Ich habe vor Jahren schon einmal ausgeschlichen, da hatte ich keinen Entzug. Du wirst bestimmt länger brauchen, weil du viel mehr nimmst. Ich wünsche dir viel Erfolg und alles Liebe. Du bekommst das hin. Glaube an dich.
Hallo zusammen
Ich bin jetzt 57 Jahre alt. 1981 mit Heroin angefangen, seit 1984 permanent auf Opiaten und seit 2002 im Morphinprogramm im AKH in Wien. 600 mg Morphin tägl.
Ihr könnt, nach mehreren Jahren mit täglichem Opiatkonsum, nicht einfach aufhören. Auch nicht mit Methadon, Substitol oder sonst irgendwas. Denn das sind auch alles Opiate. Ihr könnt auch mit Rum keinen Wodkaentzug machen, weil das auch beides Alkohol ist. Wenn ihr 2, 3 Jahre auf Opiaten ward und davon weg wollt, dann beißt die Zähne zusammen und haltet den Entzug durch – auch, wenn er länger dauert. Nach ein paar Monaten werdet ihr es sicher restlos überstanden haben. Aber, wenn ihr länger drauf gewesen seid, also wirklich mehrere Jahre (von 10 aufwärts), dann vergesst einen Entzug, denn ihr werdet es nicht schaffen. Auch nicht mit langsamem Runterdosieren vor dem kompletten Absetzen. Ihr werdet nur eurer Gesundheit und eurer Psyche schaden.
Entzug nach Jahren
Das, was der Verfasser über mich schreibt, stimmt in einem Punkt nicht: Ein Entzug, auch nach langjähriger Einnahme, funktioniert. Ich habe fast 3 Jahre für den Entzug von 35 ml // 350 mg Methadon gebraucht. Immer schrittweise etwas weniger und dann abgesetzt.
Entzug nach Jahren
Entscheidend ist die Dauer des Entzuges nach dem Absetzen auf Null. Vorher zählt nicht.
#wieder Entzug
Wenn dies wahr wäre, würden auch viel mehr Leute den Entzug hinkriegen. Aber durch diese zum Großteil wahnsinnigen Mengen und langen Jahre des Einnehmens dieser Substanzen, beginnt der sogenannte Entzug, d.h.die tatsächliche Entgiftung des Körpers, schon mit der allerersten Dosisreduktion am ersten Tag des Runterkommens. Und deswegen geht vielen zwischendurch dann oft die Puste aus, weil die Zeit, bevor man auf Null ist, ohnehin schon so anstrengend und kraftzehrend ist, dass mehr davon unmöglich erscheint. Und da sind auch einige Leute, die das alles absolut alleine auf die Reihe kriegen müssen. Das ist so schwer, da durchzukommen. Fast nicht machbar, sonst wären die Rückfallquoten nicht so abartig hoch. Der Entzug beginnt an dem Tag, an dem dem Körper ein Teil der gewohnten Substanz vorenthalten wird. Ganz genau zu diesem Zeitpunkt. Ende.
Trixi 1202
Hallo,
genauso schaut es aus.
Deshalb sollte man sich mit dem Absetzen auch nicht zu lange Zeit nehmen, damit man körperlich nicht am Ende ist, wenn es auf Null geht. Je länger es dauert, desto weniger Schmerzen verträgt man mit der Zeit. LG – Trixi
Entzug nach Jahrzehnten Dauerkonsum
Hallo zusammen,
ich bin 1964 geboren und wie Bernhard habe ich 1981 mit Herion begonnen. War bis zu meiner Schwangerschaft in Jahr 1995 Dauerkonsument, habe dann wegen des Babys im Krankenhaus mit Polamidon entzogen, sodass das Bady ohne Entzugserscheinungen auf die Welt kam. Doch nach dem Abstillen wurde ich rückfällig, ließ mich wieder auf die Substi-Behandlung ein und bin bis zum heutigen Tag durchgehend im Programm geblieben. Ich glaube, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich möchte. Aber ich persönlich glaube, nach über 4 Jahrzehnten Opiatdauergebrauch und bedingt durch einen Unfall – der zu einer Oberschenkelhalsfraktur geführt hat – sowie durch falsche Behandlung, habe ich bis heute Muskel- und Nervenverletzungen mit Lähmungserscheinungen zurückbehalten. Was aus meiner Sicht die Chancen auf einen Entzug der Opiate in meinem Fall sehr unrealistisch macht. Ich würde mich dieser Belastung auch nicht mehr gewachsen fühlen, und werde wohl bis zu meinem Ende weiterhin Opiate brauchen. Aber ich ziehe vor jedem den Hut, der sich das in ähnlicher Situation trotzdem zutraut. Aber ich finde es ebenso legitim zu sagen, dass man das nicht kann.
Opioidentzug Sirdalud
Hallo zusammen,
wer hat schon Erfahrungen mit Sirdalud gemacht? Kann es wirklich sein, dass dieses Medikament die schlimmsten Entzugserscheinungen etwas abschwächt?
Wie lange dauert der Morphinentzug nach Absetzen auf Null?
Hallo,
ich habe nach 6,5 Monaten bei jeder Bewegung immer noch Muskel- bzw. Nervenschmerzen. Meine linke Nasenseite ist geschwollen, meine Nase läuft andauernd. Meine linke Gesichtshälfte, neben der Nase, ist geschwollen und noch unzählige weitere Symtome wie Fußbrennen, Restless Legs usw. Das nimmt kein Ende hier. Nachmittags geht dann das furchtbare Brennen los.
Alternative
Hi, Trixi,
bin kein Arzt, aber warum hast du Morphin bekommen. Meine Mutter hat gegen ihr Fußbrennen Pregabalin verschrieben bekommen. Allerdings gegen Restless Legs hilft es ihr nicht. Ich selber nehme Oxycodon und bekomme Restless Legs, wenn ich das Oxy absetze.
RE: Alternative
Hallo Oliko,
wenn deine Mutter unter Restless leidet, soll sie mal L-Tyrosin nehmen. Das ist ein Nahrungsmittel und eine Vorstufe von Dopamin. Ich hatte eine Rückenoperation und demzufolge Rückenschmrzen. Habe 1,5 Jahre das Morphin eingenommen. LG
RE: Alternative
Hallo Oliko,
ich meinte: Nahrungsergänzungsmittel. LG
RE: Alternative
Und die nimmt man 2 Stunden vor dem Schlafengehen. Nach einer Woche jeden 2. Tag versuchen. LG
Opiatentzug
Hallo, Trixi!
Ich bin seit Mitte der 80er Jahre permanent auf Opiaten. Seit 2002 im Morphinprogramm. Ich habe, nach mehreren Entzügen (den letzten vor 10 Jahren), festgestellt, dass nach ca. 20 Jahren Opiatkonsum kein Entzug mehr möglich ist. Das letzte Mal war ich fast 3 Monate "trocken" – und es war die absolute Hölle. Obwohl ich sehr, sehr langsam runterdosiert habe. Als ich auf 1 mg/Tag war, habe ich dieses Milligramm mit Wasser verdünnt, damit es 2 Tagesdosen waren. Nach einem Monat dieses halbe Milligramm wieder mit Wasser verdünnt usw.
Als ich dann auf Null gehen wollte, bin ich für ein halbes Jahr nach Afrika geflogen, weil ich dort niemanden kenne, von dem ich ein Opiat hätte bekommen können. Es war die absolute Hölle. Ich bin mir sicher, dass nach mehreren Jahren Opiatkonsum ein Entzug nicht mehr möglich ist. Nach 2 Monaten keine Linderung vom Entzug. Nach meinem 2-monatigen Aufenthalt in Afrika, bin ich vom Flughafen in Wien direkt zur Baumgartnerhöhe gefahren, um mich wieder ins Morphinprogramm zu begeben.
Opiatentzug, Bernhard Nissl
Hallo Bernhard,
ich habe 8 Jahre Höchstdosierung Tramadol genommen. Dann Entzug innerhalb von 2 bis 3 Tagen, und alles war vorbei. Dann Rücken-OP und 4
Jahre Tilidin genommen. Dann Tilidin nicht mehr vertragen und für 1,5 Jahre auf Morphium umgestiegen. Seit 7 Monaten auf Null. Hoffentlich hast du nicht recht, und ich werde den Entzug vom Morphium nie wieder los.
Opiatentzug
Hallo Bernhard,
Nachtrag:
Ich habe täglich 80 mg Morphin genommen. LG – Trixi
Abdosieren
Hallo,
ich bin gerade dabei Morphin abzudosieren, nehme es ca. 2 Jahre mit einigen kurzen Unterbrechungen. Bin jetzt in 10 mg Schritten von 300 runter, bisher hat es ganz gut funktioniert mit Benzos und Pregabalin als Unterstützung. Bin trotzdem arbeiten gegangen usw.
Seit heute bin ich auf null und merke jetzt schon starke Schmerzen in den Beinen.
Dein Kommentar hat mich etwas schockiert, dass du in 1 mg Schritten abdosiert hast und es trotzdem schlimm war.
Hat das ein Arzt so verordnet? Ich habe nämlich keinen Arzt, der mir dabei hilft. Und nun habe ich die Befürchtung, dass das vielleicht etwas heftig ist von 10 auf 0 zu gehen. Wäre sehr dankbar für Tipps.
Opiatentzug Tilidin
Wieso fühlt man sich bei einem Tilidin-Entzug den ganzen Tag so schlapp? Kann mir das mal bitte jemand beantworten? Man kann den ganzen Tag nur sitzen. Alles ist so anstrengend. Warum ist das so? Kann mir jemand einen Tip geben? Dankeschön
Selbe Frage
:/
Schlapp
Hi, Ines!
Mir ist es mal passiert, dass ich für ein Wochenende kein Oxycodon hatte. Das war schon heftig. Habe Sonntags nur im Bett gelegen, so schlapp war ich. Am Montag endlich Arzt und Rezept – und schlagartig war ich wieder fit. Ist schon eine zweischneidige Sache, mit Opioiden. Am besten, du dosierst das Ganze in 5 mg-Schritten ab. Die körperliche Abhängigkeit ist ja da.
Tilidinentzug
Ich habe innerhalb von drei Wochen eine Turboentgiftung in Rickling gemacht. Von 500 mg am Tag auf Null. Es war die Hölle. Auch nach 3 Wochen nach der Entlassung, sind noch Nebenwirkungen. Nehmt bloß die Finger weg von Tilidin und Opiaten. Das ist Teufelszeug. Ich fühlte mich während des Entzuges, als wenn der Tod an meine Tür klopft. Bei Nachfragen, könnt ihr mich gerne anschreiben.
Tilidin
Ich kenne das mit der Schlappheit. Tilidin ist ein Schmerzmittel. Es wirkt oft auch kräftesteigernd. Beim Ausschleichen fehlt das dem Körper. Da musst du durch. Es wird besser. Ernähre dich gut, damit dein Körper alle notwendigen Nährstoffe bekommt.
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Bitte, kann mir jemand sagen wie es sein kann, dass ich – obwohl ich 5 Tage keinen Stoff genommen habe – bei der Urinkontrolle immer noch positiv auf Opiate getestet werde? Woran kann es liegen? Normalerweise sollte das Ergebnis doch nach 3-4 Tagen negativ sein!?
Urintest
Wenn du auf Opiate eingestellt bist, dann dauert es nach der letzten Dosis mindestens 2 bis 3 Wochen, bis bei einer Urinkontrolle nichts mehr nachzuweisen ist. Aus Haaren und Zähnen usw. bekommst du Opiate gar nicht raus. Selbst in 5000-jahrealten Mumien aus Ägypten, wurde in den Haaren Opium nachgewiesen.
Entzug
Hi, Leute,
erstmal möchte ich euch allen viel Kraft wünschen, um den Entzug zu schaffen.
Es ist und wird sehr, sehr schwer. Aber, wenn man es dann endlich nach langer Zeit geschafft hat, ist man so megaglücklich. Synthetische Drogen (laut Gesetzt Medikamente) sind sehr, sehr gefährlich für den Körper, den Geist, die Seele – einfach alles. Es frisst einen von innen auf, ohne dass man es bemerkt, und wenn, dann ist es meistens zu spät.
Warum auch immer man es einnehmen muss, am Anfang hilft es – denkt (glaubt) man. Aber es verschlimmert vieles schleichend. Ich habe einige Freunde verloren, weil sie es nicht geschafft haben, mit dem Entzug am Ball zu bleiben.
Was mir geholfen hat, waren folgende Dinge:
1. Ernährung
2. Gute Freunde / Familie
3. Zeit für mich genommen
4. Positives Denken
5. Ablenkungen
6. Sport
7. Beten
Hat ein Morphinentzug mal ein Ende?
Hallo,
hört der Entzug auch irgendwann mal auf, oder kann es vorkommen, dass er nie endet? Habe ihn jetzt schon 6,5 Monate.
Entzug
Der Entzug ist oft im Kopf. Ich war 20 Jahre abhängig von Tramal und Benzodiazepinen. Bin seit 9 Jahren clean und hatte nie wieder ein Bedürfnis, das Zeug zu nehmen. Und ja, der Entzug war schlimm, aber auszuhalten.
Entzug
Wie hast du den Entzug geschafft? Ich bekomme momentan 25 mg Quetiapin Retard.
RE: Entzug
Kiffen ...
Mustermann
Ich schaffte es in Eigenregie. 18 Monate unterdosiert. Es gehört ein enormer Willen dazu. Aber glaube mir, ich wurde reich beschenkt. Die Entzugserscheinungen wurden immer weniger, bis sie nach 2 Jahren ganz weg waren. Ich nahm auch kein anderes Medikament für den Entzug, da man wieder abhängig wird. Nie wieder rühre ich ein Medikament der Pharmaindustrie an.
Mustermann
Hallo Karl,
wie lange hat der Entzug nach dem Absetzen auf Null gedauert? LG – Trixi
Entzug
Ich kann nicht glauben, dass der körperliche Entzug 2 Jahre gedauert hat. Du meinst wahrscheinlich die psychische Abhängigkeit; körperlich sollte es nach spätestens 3 Wochen überwunden sein. Ich war etwas länger als ein Jahr auf Oxy, und nach 7 Tagen kaltem Entzug war alles gut. Ich wachte auf und fühlte mich, als wäre nie etwas geschehen. Die Nacht davor dachte ich noch, ich müsste sterben. Also, länger als 3 Wochen dürfte es nicht dauern. Es kommt natürlich auch darauf an, wie lange man abhängig ist und wie hoch dosiert. Trotzdem finde ich 2 Jahre etwas krass.
Kodi
Dann nimm das Oxy, oder etwas in ähnlicher Stärke, mal länger als zehn Jahre. So, dass die ganzen Giftstoffe in jeder Faser deiner Körperzellen feststecken. Dann kannst du nochmal erklären, wie es dir 3 Wochen nach dem Absetzen der Substanz so geht. Vielleicht würdest du dann viele Leute hier deutlich besser verstehen. Also dann ... Trotzdem – alles Gute.
Trixi 1202
Ich bin auch schon 11 Monate auf Entzug. Und immer noch starke Entzugserscheinungen: Muskel- und Nervenschmerzen ohne Ende. LG
Targin 20/10 2x
Ich habe nach sechs Jahren Einnahme selbst abgesetzt. Zuerst 2x 10/5 für eine Woche, dann 2x 5/2,5 für eine Woche und zuletzt für vier Abende 1x 5/2,5.
Trotzdem Schlafstörungen, Zittern, Magenprobleme, Gähnen, Übelkeit und allgemeine Schwäche. Kein Bedarfsdruck! Hoffe, nach jetzt 5 Wochen, geht es mir bald besser ...
Suboxone Entzug
Hallo zusammen,
ich war insgesamt 17 Jahre im Suboxone Programm und habe bis vor 1 Jahr 8 mg Sublingual bekommen. Vor einem Jahr runterdosiert auf 4 mg täglich und vor 2 Wochen auf 2 mg täglich. Vor einer Woche dann auf 1 mg täglich – und dann ging es los mit Schweißausbrüchen, totaler Unruhe und Wortfindungsstörungen. Nach 3 Tagen ging es besser und ich habe die Dosis nochmals halbiert. Auf 0,5 mg.
Seitdem habe ich nachts Restless Legs, kann überhaupt nicht schlafen, möchte aber auch keine Benzo‘s oder sonstiges nehmen, sondern einfach nur weg von dem Suboxone .
Hat jemand Erfahrung, wie ich diese Unruhe in den Beinen loswerde? Und wie ich mich weiterhin runterdosieren soll? Oder von 0,5 mg direkt auf 0?
Hat da jemand Erfahrung, und kann eventuell berichten? Bin für jeden hilfreichen Tipp dankbar!
Restless Legs
Liebe Pippa,
ich habe von 400 Mikrogramm Fentanyl von Ende September bis heute auf 20 mg Morphin Retard reduziert. Zum Vergleich – in Morphin wäre die ursprüngliche Dosis so um 950 mg/Tag. Ich verstehe Deine Bedenken mit den Medikamenten. Du hast eine sehr lange Zeit damit verbracht. Ich selbst hatte unzählige Operationen und weite Teile des Rückens sind heute verschraubt. Für mich ist die Kombination aus Restless Legs und der völligen Kraftlosigkeit am Schlimmsten. Sobald die Dosis nach unten korrigiert wird, fehlt mir 99% Kraft und dann kommt Restless Legs. Man weiß, man hat nicht einmal Kraft, um auf die Toilette zu gehen oder man denkt, das im Bett liegen ist heute schon zu anstrengend!
Du musst, um das zu verhindern, entweder langsamer und öfter in kleineren Dosen abdosieren, oder die Ausschüttung von Noradrenalin verhindern. In Deutschland ist dazu im Off-Label-Use nur Clonidin (altes Blutdruckmittel) verfügbar. Das ist mit Benzosdiazepinen nicht vergleichbar…Viel Glück!
Subutex Entzug
Hi Chris,
du hast den Nagel total perfekt auf den Kopf getroffen. Super beschrieben.
Genau wie ich mich die ganze letzte Zeit fühle – total, aber wirklich total, schlapp und kraftlos. Auch, wenn der Wille da ist etwas zu machen oder zu tun, fehlt mir jegliche Kraft dazu. Schön zu lesen, dass es nicht nur mir so geht – obwohl ich es ohnehin niemandem wünsche.
Ich haben von Buprenaddict, also Subutex, von jahrelangen (über 12 Jahre) 16 mg, ab Juli auf 12 mg, dann auf 10,8,6 mg ziemlich schnell runterdosiert. Bis dahin war auch alles ganz okay, aber seit ich bei 3 mg bin, bin ich absolut kraftlos. Habe langsam echt Angst was passiert, wenn ich runtergeh auf 2 und 1 mg oder 0,5.
Respekt an alle und Euch, die es packen oder gepackt haben sowie an die, die versuchen, von dem Zeug wegzukommen. Hoffe, ich pack' es irgendwann auch.
Subu
Glaub' mir – dann besser sofort auf 0, statt 3-6 Monate leiden. Wenn du jetzt auf 0 gehst, wird es dir 1 Woche einfach katastrophal gehen. Dann geht es bergauf, und nach 3 Wochen kommt langsam wieder Kraft. Ansonsten, wenn du dich psychisch jetzt fertig machst, wirst du den Affen nie schaffen, weil du keine Kraft hast. Ich habe von 8 Meter von heut auf morgen aufgehört. Nach 17 Tagen fing es an, mir besser zu gehen. Am besten sofort 0, sofort leiden, aber dann ein Ergebnis haben. Wenn du leidest, und dann immer noch drauf bist, ist das schlecht.
Antwort
Leute,
wenn du so lange den gleichen Stoff genommen hast, egal, ob Subutex, Metha oder Morphium, müsst ihr umdosieren und dann ein halbes Jahr etwas anderes nehmen. Aber nicht länger, sonst gewöhnt sich der Körper dran. Dann wieder wechseln und mit Subo schnell runterdosieren, dann klappt es.
Helge
Hi,
ich habe im Februar 24 nach über 10 Jahren stationär von Subutex entgiftet.
Täglicher Konsum: 6-8 mg nasal. Dauer des Entzuges: 3,5 Wochen. Davon 2 Wochen durch die Hölle gegangen. Konnte am 2. Nulltag nicht mal mehr laufen. Jetzt, 6 Wochen danach, überwiegend schlapp und antriebslos. Bauchschmerzen.
Bin zufällig auf Thai- Kratom gestoßen. Hilft immerhin, stundenweise etwas zu entspannen. War in den 80-zigern ein paar Jahre auf HIV und ein paar Jahre auf Metha. Kenne mich also mit Entzügen aus.
Den Subutexentzug habe ich – die Heftigkeit und Dauer betreffend – dennoch schwer unterschätzt. Wollte aber nicht auf Opiate in Rente gehen.
Wünsche allen mächtig viel Durchhaltevermögen. Es ist zu schaffen, und ich will das schaffen. Egal, wie lange der " Affe" nervt.
#kodi
Das Gleiche, was euch mit dem Suboxone passiert, ist bei mir mit Polamidon der Fall. Obwohl ich von 12 ml auf 2 ml innerhalb der letzten ca. 3 Jahre runtergegangen bin, habe ich seit einigen Monaten mit solcher Mattigkeit zu tun, dass fast nichts mehr geht!! War 15 Jahre in Substitution, aber so wie jetzt, gehts auf keinen Fall weiter. Aber die letzten 3 Jahre sollen nicht umsonst gewesen sein. Deshalb bin ich an dem Punkt "of no return, but also of no future". Was soll man tun? Bin am Ende meiner Kräfte ...
Kratom
Versuche es mit Kratom. Es nimmt die schlimmsten Entzugserscheinungen, wie Restless Legs und Schlaflosigkeit. Fang morgens mit 6 g an und abends 6 g. Dann reduziere die Dosis innerhalb von 7 bis 14 Tagen auf Null runter.
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Der Entzug wird auch dann immer schlimmer, wenn die Wirkung der Tabletten am höchsten war.
Wie verläuft/verlief euer Entzug?
Hallo,
ich habe da mal ein paar Fragen:
1. Wie lange lief euer Entzug nach dem Absetzen auf Null?
2. Wie verlief der Entzug, war er immer gleich oder kam er in Wellen?
3. Welche Beschwerden waren am schlimmsten?
4. Endete der Entzug abrupt, oder war er ausschleichend?
Mein Entzug ist 6,5 Monate her und es ist immer noch wie an Tag 5. Es gibt kein Symptom, das ich ich nicht habe. Ich habe sie alle, bis hin zu Schwellungen im Gesicht. Vor allem aber quälende Schmerzen im Rücken. Ab 13 Uhr fängt der Entzug ganz langsam an schlimmer zu werden, bis meine Nervenbahnen anfangen zu glühen. Man darf mich dann nicht mehr berühren, weil meine Haut extrem empfindlich ist. Seitdem ich auf Null runter bin, verläuft der Entzug komplett anders. Es ist für mich hilfreich zu lesen, wie es bei euch war, oder ist.
RE: Wie verläuft/verlief euer Entzug?
Das Dumme ist, dass ich nicht weiß, was ist Enzug und was ist meine Polyneuropathie? Das treibt mich in den Wahnsinn, diese Ungewissheit.
Kein Entzug
Hallo!
Nach über 5 Monaten Abstinenz, kann das rein physiologisch nicht mehr der Morphin-Entzug sein. Der ist beendet. Es wird sich hierbei um Ihre Krankheit handeln.
Besten Gruß
Aaron-John Heitsch
Kein Entzug. Vielen Dank für die Antwort. Aber, was soll es sonst sein? Die Schmerzen kommen immer um die gleiche Uhrzeit. LG
Morphin-Entzug seit 6 Monaten und kein Ende in Sicht
Hallo,
ich habe jetzt seit 6 Monaten und 2 Wochen Entzugserscheinungen. Alles ist immer noch genauso, wie an Tag 5. Der Entzug fängt immer um die gleiche Uhrzeit an, aggressiv zu werden. Es fängt langsam an und wird dann immer brutaler. Ich rieche nichts, ich schmecke nichts, die Nase läuft unentwegt und ist geschwollen (die linke Gesichtshälfte ist geschwollen), habe Nervenschmerzen ohne Ende im Rücken, in den Armen, im Gesicht und vor allem an den Seiten (Hüftbereich). Ich kann nicht unterscheiden, ob es meine Krankheit ist, oder der Entzug? Was auffällt ist, dass ich die Uhr danach stellen kann, wenn es anfängt schlimmer zu werden. Und immer diese Bauchschmerzen und Durchfälle am Vormittag. Ich kann nur eine Mahlzeit am Tag essen, weil die Schmerzen während des Essens immer unerträglicher werden.
End of Dose Teil 1 von 3
Liebe Trixi,
ich habe meine Entgiftung geplant. Selbst und in Eigenverantwortung. Meine Ärzte schreiben aus zwei Gründen auf, wonach ich bitte.
1. Sie wollen mich nicht demotivieren.
2. Sie bekommen zu allem meine Erklärung und Recherche. Und die ist immer zutreffend, genau zutreffend. Ich bin sonst nie genau. Hier, beim Entgiften und diesem schweren Problem schon!!
Was Du schreibst hört sich für mich so an, als wären Deine Medikamente schlicht zu kurz wirksam. Viele Ärzte haben keine Ahnung, dass die verschriebenen Medikamente, die für 12 Stunden-Intervalle verschrieben werden, nur viel kürzer in ausreichender Dosierung im Körper bleiben. Fast alle retardierten Morphin Tabletten werden von 2 Lohnherstellern produziert. Dann werden sie in all die unterschiedlichen Marken und Verpackungen „gekleidet“. Sie haben alle daher eine HWD Halbwertszeit von 5,5 oder 5,8 Stunden. Ich erkläre es Dir in Teil 2 und 3.
End of Dose Teil 2 von 3
D.h., nach etwa 30 min.-1 Stunde erreicht das Morphin aus der Tablette die halbe maximale Konzentration im Blut. Es geht dann immerhin von 2,5 auf Maximum. Aber schon nach 5,5/5,8 fällt die Kurve unter den halben Max.-Wert. Nach 7 bist Du weit weit unten und nach 8 musst Du Dein Morphin schon suchen gehen. Ab 10h wird es dumm und nach 11 schlimm u.s.w. Und dennoch verschreiben Ärzte es of wie im Beipackzettel in 12 Stunden Intervallen. Vielleicht möglich, wenn man es nicht benötigt und man vor allem nicht auch noch reduziert. Sonst Katastrophe!!
Vergleiche und google folgendes: Artikel in Deutsche Apotheker Zeitung von 2008. Dr. Güttler von Uni Klinik Köln. „Retardierte Opioide auf dem Prüfstand“.
..weiter in Teil 3…
End of Dose Teil 3 und END
Es gibt nur zwei, die wirklich länger halten und die Galenik (Mischung und Art der Formulierung auch der Umhüllung) besser gemacht ist. Du findest sie in der Tabelle des Artikels auf Seite 3. Ich darf sicher keine Werbung hier machen. Ihre HWD Aust 8,3h von K.M. und 13h von G.S.K.
Die andere Lösung wäre, es alle 8 Stunden einzunehmen. Machen Schmerztherapeuten grundsätzlich, weil sie das wissen. Oder eben alle 6 Stunden. Wenn Du reduzierst und die Richtung – NACH UNTEN – stimmt, sollte Dein Arzt dem zustimmen können.
Viel Glück liebe Trixi1202. Lass Dir nicht zuviel Zeit. Entzug kostet Kraft, und je länger er geht, desto mehr bleibt auf der Strecke. Am Start kann man Schmerzen noch tolerieren, nach Monaten nicht mehr. Vielleicht wäre eine Pause, Planung, der „richtige Zeitpunkt " (eigentlich gibt es den nicht :-) und Neustart richtig. Viel Glück. Chris
RE: End of Dose Teil 3 und END
Hallo Chris,
erstmal vielen Dank.
Ich bin 6,5 Monate auf Null und alles ist immer noch genauso wie an Tag 5. Der Entzug kommt immer in Wellen. So, wie die Tabletten gewirkt haben. LG – Trixi
Das tut mir sehr leid
Liebe Trixi,
es ist nicht mein erster Entzug. Ich hatte 20 (kein Scherz) Bandscheibenvorfälle seit Anfang 20 und bis heute fast so viele OPs. Natürlich wurden nicht alle davon operiert, nur die, die wirklich Lähmungen hervorriefen. Früher habe ich immer kalt entzogen, weil keine Zeit für Abdosieren war. Neben Studium und Kommunalpolitik bin ich schnell aufgestiegen und mit 32 war ich bereits für eine sehr, sehr alte und bekannte deutsche Marke als Designer für alle Boutiquen, Messen, Veranstaltungen und Museen verantwortlich. Ich habe alles gestaltet, ins Reine zeichnen lassen, planen lassen und dann bauen lassen, quer durch Europa und Asien. Heute bin ich 45. Ich möchte für meine Tochter und meine Frau da sein, nicht nur DA! Ich kann seit Jahren wieder Musik hören. Ich möchte Gitarre lernen. Die Moral der Geschichte: Nimm Dein Leben in die Hand und suche einen emphatischen Arzt.
RE: Das tut mir sehr leid
Hallo Chris,
Hört denn der Entzug abrupt auf, oder schleicht er aus? Wie lange wird es evtl. noch dauern? LG – Trixi
#End of Dose – alle 3 Teile
Freundliche Grüße und Danke für diese wirklich so klaren, wertvollen und konstruktiven Worte. Ich kann mich dem nur anschließen, und wünsche allen den Ausstieg aus der Tretmühle falscher Versprechungen mit so extremen Nebenwirkungen und trotzdem weiterhin schlimmen Schmerzen. Dann kann ich sie auch absetzen, wobei man jedoch von den meisten Ärzten alleingelassen wird. Sie erzählen von Wundern und anderen Dingen, die aber im Alltag nicht den Tatsachen entsprechen. Und wer kümmert sich im heutigen Gesundheitssystem um die Nebenwirkungen und Folgen dieser Medikamente? Nicht der Arzt. Und selten will sich jemand daran die Hände verbrennen, wenn es ganz schlimm kommt. Daher habe ich das MST ret. nach Jahren der Schmerzen und Verschlimmerung der Nebenwirkungen ausgeschlichen. Die mentale Einstellung war mir dabei eine sehr große Hilfe. Wenn’s eh nicht hilft, dann jede Woche 10 mg abwärts mit viel trinken und gesunder Ernährung. Deine Worte sind wohltuend nach meinem Erfolg und ich danke dir.
Quirly 2020
Hallo Quirly,
welche Art Schmerzen hattest du von den Medikamenten? LG – Trixi
Protokoll in Smarphone „Notizen“
Noch was, Trixi.
Lese zu Deinem Problem bei Wikipedia zum Thema Opioid-Krise USA. Schaue die Serie „Dopesick“ oder lese das Buch dazu. Ich weiß,
1. die Schmerzen und
2. die Medikamente
lassen das kaum zu.
Vieles zu diesem Thema der Opioide, ist auch in den Köpfen unserer Ärzte bis heute geprägt von verbrecherischer Propaganda derjenigen, die ihre Mittel als kaum Suchterzeugend und superlang wirksam angepriesen haben. Seit Anfang der 90er. Eine ganze Generation Ärzte hat die Versprechen wie Muttermilch zu Beginn des Arztlebens erh.! Ich habe keine Ärzte getroffen, die absichtlich nicht umdenken wollen. Aber eine Folge ist, das Probleme immer mit Complianceverstößen assoziiert werden. Kurz: Bei Problemen bist DU schuld und es ist etwas mit DIR nicht in Ordnung. Und das ist, noch kürzer ausgeführt, BULLSHIT!
Schreibe Deine Einnahmen so gut du kannst mit Uhrzeit und Datum in z.B. Deine Notizen-App im Smartphone. Du wirst sehen, das ändert die Art, wie Du von Deinem Arzt bewertet wirst!
Compensan Entzug
Ich bin Jetzt 18 Jahre im Substitutionsprogramm. Habe mich vor Kurzem entschlossen, damit aufzuhören. Zuerst habe ich das Spritzen durch Schlucken ersetzt. Vor 6 Tagen habe ich angefangen zu reduzieren. Montag noch meine normale Dosis: 900 mg. Di. 800, Mi. 700, Do. 600. Seitdem bin ich auf 600. Heute oder morgen werde ich wieder 100 mg weglassen. Es ist echt seltsam, aber ich merke noch nichts vom Entzug. Nehme zwar Benzos dazu, aber auch schon Ewigkeiten. Da bin ich auch von 200 mg Anxiolit auf 150 mg runtergegangen. Kann mir vielleicht jemand sagen, was der Grund sein könnte, dass ich noch nichts spüre? Bin zwar frisch verliebt, aber deswegen kann das ja auch nicht sein, oder?
Polamidon-Entgiftung
Habe mich jetzt von 1 mg Polamidon auf 0 gesetzt. Bin jetzt fast 2 Wochen auf null und habe seit 3 Tagen Durchfall. Kommt das vom Entzug ?
Durchfall
Würde ich mal annehmen, kenne es extrem vom Lyrica-Entzug. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, alles was einen Entzug auslöst, haut bei mir durch. Auch bei Oxycodon.
Entzug kalt: Substitol
Ich möchte, zuhause und ohne Arzt, von 200 mg Substitol kalt entziehen. Ist das schwer, und kann ich das schaffen? Ohne große Probleme und Schmerzen. Bin für jede Antwort dankbar. LG – Daniela
Habs gerade durch.
Mach' kleine Schritte: 25 mg. Habe die Kapseln zu Hause und mach' die auf. Bissl Granulat, stetig weniger – in 14 Tagen bist Du durch, oder Du ersetzt es mit einem indon. Kräuterpulver ;-)
Funktioniert bei mir 1a – nach 27 Jahren Druffi! Und es war ein Spaziergang. Kann es gar nicht fassen! Viel Glück!
Oxy oder Lyrica
Hallo!
Ich bin eigentlich Schmerzpatientin und nehme seit Jahren Oxycodon. Immer die gleiche Dosis gegen Polyarthritis. Es hilft ganz gut. Nur, mein neuer Rheumatologe würde die Therapie, wenn ich möchte, auf Pregabalin also Lyrica umstellen. Ich finde aber, das sind mehr Nebenwirkungen als beim Oxycodon. Und Pregabalin wird doch eher bei Nervenschmerzen eingesetzt? Wäre schön, wenn mir da jemand Info geben kann.
LG – Meike
Lyrica
Hey, tatsächlich ist Lyrica (Pregabalin) ziemlich hilfreich bei Opiatentzug sowie beim langsamen Opiatabsetzen. Es hat, bei einer guten Dosierung, eine wirklich gute Wirkung. Ich kann es nur jedem empfehlen, der Opiate absetzen will!
Tilidin ausschleichen
Hallo Ferdi,
ich nehme zurzeit 2 Tilidin 50 mg pro Tag und 2 Pregabalin 75 mg. Meinst Du, ich kann mein Tilidin ausschleichen, indem ich weniger davon nehme und so langsam absetze, bis ich auf 0 bin? Grüße
Tilidin
Die Dosis ist so niedrig, dass ich in deinem Falle die 2 Tabletten einfach komplett absetzen würde. Die ersten 3 Tage sind sehr, sehr unangenehm, aber ab dem 4., spätestens nach 1 Woche, sind die körperlichen Entzugserscheinungen abgeklungen. Ich weiß das, weil ich von Tilidin abhängig war. Aber in wesentlich höherer Dosierung. Davor war ich zudem lange Zeit von Morphium abhängig (1200 mg am Tag). Der Entzug vom Morphium war wesentlich schlimmer (Erbrechen, Durchfall, Fieber, massive Angstzustände, hypertensive Entgleisung usw. und sofort). Dagegen war der Tilidinentzug ein Witz.
Tilidin
50 mg Tilidin sind schon die kleine Tablettendosis. Die darf auch nicht geteilt werden. Es gibt auch Tropfen. Damit kann man runterdosieren. Leider sind diese kein "retard". Frage lieber deinen Arzt.
Tilidin
Juhu ...,
bin momentan auf Tili. Nehme morgens 150 abends manchmal bis 300. Kann ich einfach alles sofort absetzen und stattdessen mit 50 mg Lyrica anfangen?
Gabapentin oder Pregabalin
Hi Meike,
ich bin auch Schmerzpatientin mit Suchttendenzen und kann Dir, nach erfolgtem Entzug von 980 mg Morphin/Tag für 12 Jahre, das Pregabalin wärmstens empfehlen. Sowohl gegen den Entzug vom Oxy.
Magst Du mir sagen, wieviel Du für wie lange erhalten hast? Oxy ist ja doch etwas potenter als Morphin. Ich habe Fibromyalgie und das Morphin aber aus einem anderen Grund eingenommen – hat aber auch zuverlässig gegen die Fibro-Schmerzen geholfen. Anyway...
Es ist wirklich wichtig, dass Du den Entzug vom Oxy und das Einschleichen von Gabapentin/Pregabalin in einer guten Klinik machst! Je nach aktueller Dosierung vom Oxy, kannst Du ja bis zum Eintritt langsam etwas runterdosieren, denn die haben i.d.R. lange Wartelisten – außer, Du hast sehr viel Geld, dann nicht.
geht noch weiter ...
In der Klinik kannst Du es langsam auschleichen und für den Schluss auch auf Methadon oder Buprenorphin umstellen, um die letzten Meter zu machen. Du wirst vermutlich auch noch weitere Lyrikas und/oder Neuroleptikas im Off-Label-Use erhalten, damit Du möglichst wenig Schmerzen etc. hast. Du schreibt, Du nimmst seit Jahren Oxy, einfach wird das nicht, aber in einer guten Klinik absolut gut machbar. Bei mir waren es nach 12 Jahren im High-Dose Bereich 2 Monate stationär und 2-3 Monate ambulant dazu. Schau, dass das Angebot an Therapien gut ist und Du auch psychologisch begleitet wirst – Du wirst es brauchen.
Fazit: Plane gut, nimm Dir genug Zeit und schau' mehrere Kliniken an!
... und der letzte Part
Ach ja,
Pregabalin/Gabapentin hilft mir sehr gegen die Fybro-Schmerzen. Ein Versuch ist es alleweil wert – und ich würde jede andere Therapie ausprobieren, bevor Du Jahrzehnte auf Opi hängst. Kennst Du die progressive Muskelentspannungstechnik nach Jacobsen? Hilft mir auch sehr – besonders während der Entzugsphase. Ich bin aktuell in der fünften Entzugswoche und seit zwei Wochen opiatfrei. Glaub' mir, auch, wenn ich noch nicht durch bin, es lohnt sich. Das Leben ist so viel schöner ohne tägliche Opiate!
Ich drück' Dich lieb, AL
Nebenwirkungen
Wenn Du auswählen darfst, dann nimm besser Gabapentin statt Pregabalin. Pregablin ist ewas älter und Gabapentin hat weniger oft Nebenwirkungen. Auch, wenn einen die Packungsbeilage ängstigen kann. Leg' sie einfach weg und schaue, wie Du es verträgst. Gabapentin kann auch besser gegen die Entzugserscheinungen helfen, da es noch mehr Rezeptoren oder so abdeckt. Hat man mir mal irgendwie erklärt, als ich nach dem Unterschied fragte. Aber frag' am besten Deinen Arzt. Der kann Dich beraten. Ich habe NULL Nebenwirkungen von 1200 mg Gabapentin am Tag und empfinde es als sehr hilfreich.
Oxycodon/Pregabalin
Huhu,
ich nehme derzeit beides. Pregabalin 150 mg, Oxy 10 mg. Ich selbst habe beschlossen, das Oxy ausschließen zu lassen und in Absprache mit meiner Schmerztherapeutin Pregabalin zu erhöhen. Vorher hatte ich Gabapentin 3x täglich. Höchstdosis ohne Wirkung bei Nervenschmerzen. Pregabalin hilft insoweit, dass die Schmerzen blitzartig weg sind. Oxy hilft nur, etwas besser zu schlafen. Ich selbst habe Polyneuropathie, seit dem Bandscheibenvorfall HWS. Meine rechte Körperhälfte steht innerlich unter Feuer.
Ich drücke dir die Daumen.
Lieben Dank
Hi, Anouk Laura,
vielen Dank für deine ausführlichen Infos. Sorry, dass ich erst so spät antworte. Ich kann eine Umstellung auf Pregabalin auch in der Rheumaklinik machen. Mein Hausarzt hat das auch empfohlen. Ich nehme zur Zeit 20-20-20 Oxycodon, bin aber schon von 90 mg runter. LG – Meike
Dr. J. Esser
Lyrica wird von den Ärzten sehr gut beworben. Bei einigen Patienten mit eindeutiger Polyneuropathie habe ich Erfolge gesehen. Aber es gibt Verordnungen bei vielen anderen Erkrankungen, bei denen es nach meiner Erfahrung keinen Sinn macht. Auch viele Therapieabbrüche wg. Nebenwirkungen.
Oxycodon-Entzug
Seit dem Entzug friere ich durchgehend. Sogar bei 30 Grad in der Sonne. Hinzu kommen Schlafstörungen und schlechte Laune. Es ist jetzt 4 Monate her. Weiß jemand Abhilfe? LG – Kalle
Entzug von Opioiden
Nach 4 Monaten solltest du keine körperlichen Syndrome mehr zeigen, es sei denn, du hast hin und wieder was geschmissen. Ich nahm jahrelang Tramal. Bis zu 40ü mg täglich. Wegen Polyneuropathie und Kreuzschmerzen. Habe den ganzen Scheißentzug alleine zuhause durchgestanden. Es war die reinste Hölle. Da wurden Möbel gerückt, Schranktüren abgerissen, sich selbst die Fresse poliert. Das ging so ungefähr 10 Tage, dann wurde es langsam, ganz langsam besser. Ich urinierte wieder ins Klo und nicht in die Badewanne, putzte meine Zähne und wechselte die Unterhose. Das 1. Mal nach 14 Tagen. Durch anschließenden Urlaub, konnte ich auch eine gewisse Rehazeit nutzen. Heute, nach ca. 6 Monaten bin ich clean und weg. Denke nur noch selten dran. Auch eine neue Partnerschaft half in dieser schweren Zeit.
Tramal Entzug
Kannst du mir sagen, in welchen Schritten und Abständen du reduziert hast? Oder bist du direkt auf 0 gegangen?
Oxycodon
Guten Tag!
Vielleicht kann mir jemand Infos geben, ob Morphin wirklich ein kleineres Abhängigkeitspotential gegenüber Oxycodon hat? Beides als Retard. VG, Hans Georg
Morphium Entzug
Guten Tag,
ich habe 20 Jahre täglich morgens 130mg und abends 130mg Morphium Retardtabletten genommen, wegen starker Rückenschmerzen. Da es nun, nach so langer Zeit, überhaupt nicht mehr wirkt, habe ich mich zu einem Ausschleichen von 10mg alle 6 Tage entschlossen. Zur Zeit nehme ich morgens 70mg und abends 70mg Morphium Retardtabletten, und habe schon fast die Hälfte geschafft. Aber die Magenkrämpfe und die Übelkeit werden immer schlimmer. Ich bin jetzt an dem Punkt angelangt, dass ich nicht mehr kann. Morgens ist es am Schlimmsten. Die Magenkrämpfe sind unerträglich geworden. Mein Arzt hat gesagt, ich könnte Vomex gegen die Übelkeit kaufen, was aber überhaupt nicht hilft.
Meine Frage: Wer hat die gleichen Erfahrungen mit Magenkrämpfen und Übelkeit und hat einen Tipp, was zur Linderung beiträgt. Ich möchte ja mit dem Entzug nicht aufhören, aber so kann ich gerade nicht mehr. Kann jemand helfen?
Ausschleichen v MST ret.
Liebe Evelyn!
Ich bin kein Profi u. arbeite selbst an der Absetzung von MST ret. 60-0-50! Das war der Beginn. Da du von 130mg geschrieben hast und 70mg zweimal tägl., weiß ich jetzt nicht, wieviel du schon reduzieren konntest. Treten die Symptome schon bei den ersten 10mg bei Dir auf? Und durchweg Durchfall? Ich habe für mich selbst bisher die 10-20% Regel praktiziert. Momentan bin ich bei 40-0-40 u. das Dronabinol vorher wg. fehlender Wirkung. Aber bei mir mit vielen Nebenwirkungen. Was das Reduzieren betrifft, hat die leichte Unruhe u. der sehr leichte Durchfall nach 2-3 Tagen aufgehört. Ich habe meine Ernährung schon vorher auf viel Gemüse, Obst, Vollkorn und Vitamin B u. D umgestellt. Kein Zucker u. Alkohol, sowie andere Gifte eh nicht. Wo stehst du gerade? Kannst du dich auch mit Bewegung o. anderen Dingen ablenken, die dich erfreuen würden? Glaube an dich, deinen Körper und auch an die Zeit. Fällt mir auch schwer, ist aber wichtig. Wg. des Durchfalls Zartbitter-Schoki lutschen. Melde dich gerne.
MST-Entzug
Vielen Dank für deine netten Worte.
Ich habe 20 Jahre täglich 260 mg MST Retard Tabl. (130-0-130) genommen. Zur Zeit bin ich bei 70-0-70. Ich nehme wöchentlich 10 mg weniger. Damit wäre ich nächsten Sonntag dann schon bei 70-0-60 – und so soll es in 10 mg Schritten weitergehen.
Durchfall hält sich zurzeit in Grenzen, aber die starken Bauchkrämpfe und die Übelkeit sind unerträglich. Seit Sonntag sind nun noch starke Unruhe und ein hoher Puls dazugekommen. Ich nehme jetzt zweimal täglich 40 mg Pantoprazol gegen die Magenschmerzen und Magenkrämpfe. Gestern musste ich, aufgrund einer starken Unruhe, 6 Tropfen Diazepam nehmen, damit ich ein bisschen runterkomme. Ich trinke viel Tee, und Nachmittags bin ich bei meinen Enkelkindern. Das lenkt mich ab. Aber morgens kann ich mir gar nichts vornehmen, da sind die Krämpfe und die Unruhe zu hoch, kaum zu ertragen.
Das Ganze habe ich schon fast von Anfang an (also die Krämpfe), und es hört nicht auf. Aber aufgeben will ich auch nicht!
MST Entzug
Liebe Grüße nach gut 1 Monat!
Wie geht es dir jetzt, und was macht dein Bauch? Ich reduziere weiterhin 10-20% pro Woche von der aktuellen Menge. Weiterhin versuche ich, keine anderen Medikamente mit reinzubringen und rein bei Naturprodukten zu bleiben. Hast Du schon einmal Heilerde v. Lufus probiert? Oder eben andere Tees sowie Nahrungsmittel, die den Magen/Darm beruhigen? Dass die Schmerzen natürlich zugenommen haben, war mir jedoch fast schon vorher bewusst. Dieses Medikament hat ja auch nicht geholfen. Die Haltung zum eigenen Ziel ist wirklich echt wichtig, auch wenn es sich platt liest. Mein Kreislauf hat nach 4 Wochen einen Abstieg mit massiven Schwindel gemacht. Nehme VitB 12 Tropfen. Top!! Nervenstärke u. Allgemeinbefinden positiv. Bei 70 mg kannst Du 7-14 mg reduzieren. Und das ca. jede Woche oder auch mal länger. Wie es deinem Körper u. deiner Seele geht. Du bist stark und hast schon echt viel geschafft. Ich glaube an dich, u. dass du ohne andere Medis auskommst. Gib Dir Zeit u. Fürsorge, wie ich. LG
Opiat-Entzug
Hallo,
ich habe 300 mg Fentanyl entzogen. Habe alle Entzugserscheinungen überstanden. Jetzt kämpfe ich seit 2 Monaten mit den unerträglichen Bauchkrämpfen. Auch mir kann kein Medikament oder Arzt helfen. Kann vor lauter Krämpfen oft schwer gehen und sehe aus, als ob ich im 9. Monat schwanger bin. Ich weiß aber, auch das wird nachlassen. Du hast noch eine harte Zeit vor dir, aber man kann es schaffen, da alle Entzugserscheinungen mal weg gehen. Ich bin 2 Monate nur im Bett gelegen.
Magenkrämpfe/Entzug
MCP hilft bei diesen Beschwerden super!
Entzug
Hallo,
ich bewundere jeden, der so einen Schritt wie Du wagt, und es sich antut. Ich war 17 Jahre im Methadon-Programm, und habe es dann abgesetzt.
Zuerst kamen die körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen und Schmerzen. Das dauerte ungefähr 9 Monate und danach folgten psychische Beschwerden. So, als wäre ein Dauergewitter in meinem Kopf, wobei sich alle Synapsen neu verbunden haben. Das war schlimmer, als die Zeit des körperlichen Entzugs mit all den unvorstellbaren Schmerzen. Ich dachte, ich würde wahnsinnig. Erst 3 Monate später hat es sich endlich beruhigt. Insgesamt hat der Ausstieg knapp 14 Monate gedauert und ich weiß selbst nicht mehr, wie ich es hinbekommen habe.
Darum wünsche ich Dir alles Liebe und viel Kraft!
Gruß – Mike
Entzug
Hallo Mike,
ich kann dir empfehlen, mal ein NA-Meeting zu besuchen. Es hilft so gut, gegen das Gewitter im Kopf mit anderen Betroffenen zu reden. Ich bin seit 28 Jahren clean. Leider muss ich seit drei Jahren Morphium nehmen, da meine Wirbelsäule kaputt ist. Aber ich halte mich an die Dosierungen und habe keinen Beigebrauch. Aber, die Versuchung ist natürlich da. Aber auch da helfen mir die Meetings. Ohne NA hätte ich das niemals geschafft.
RE: Entzug
Hallo Mike,
Zählt zu den 9 Monaten " nach absetzen auf Null " ? Oder zählst du die erste Tablette die du weggelassen hast mit?
LG
Opiad Entzug
Hallo,
gehören die Bauchkrämpfe dann nicht auch zum Entzug? Weil, du schreibst ja, dass du die Entzugserscheinungen überstanden hast. LG
Öl
Auch, wenn es sich schlapp anhört – aber Kümmelöl hilft gegen Magenkrämpfe, Koliken etc. Das chinesische bzw. japanische Heilöl hat mir gegen Muskelkrämpfe geholfen, als nichts anderes mehr geholfen hat!! Viel Glück und Erfolg beim restlichen Entzugskampf.
Morphium-Entzug
Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit Morphium. Mein Arzt hat mir dann Lorazepam dura 1mg verschrieben, was ein Segen war. Ich konnte plötzlich, ohne schweißgebadet ständig wach zu werden, nachts schlafen. Das Medikament wirkt auch muskelentspannend.
Lorazepam 1 mg
Hallo Marc,
wie lange hast Du Lorazepam eingenommen? Ich habe es auch gegen Entzugserscheinungen von Tilidin verschrieben bekommen, es hilft gegen Schlaflosigkeit, und es beruhigt. Jetzt habe ich Angst, dass ich nun von Lorazepam abhängig werde. Alles Gute, Gruß GUK
RE: Lorazepam 1 mg
Du hast noch eine sehr hohe Dosierung Benzos. Je weniger es wird, desto schlimmer und schmerzhafter wird es. Es gibt keinen Schlaf – und es kann bis zu 6 Monaten dauern, bis der Körper wieder normal läuft. Bei deiner Dosierung ist es ein Wunder, dass du überhaupt noch am Leben bist.
RE: Morphium Entzug
Nimm Lyrika!
Runterdosierung
Hallo,
10 mg alle 6 Tage ist schon sportlich. Ich habe Oxycodon von 90 mg auf 5 mg runterdosiert. Also jede Woche 7 Tage um 5 mg runter. Von Ersatz wie Lyrica und Benzos würde ich abraten bzw. muss der Arzt sowas entscheiden. LG und viel Erfolg.
Magenkrämpfe
Also, ich bin schwerkranke Schmerzpatientin mit vielen Baustellen u. höre längst nicht mehr auf Ärzte, denn die hatten mich damals 18 verschiedene Medikamente schlucken lassen. Ich habe soviele andere Probleme hinzubekommen. Ich hatte es vor Jahren mit einem zuerst reduzierten, dann kalten Entzug versucht, habe es allerdings nach der 4. OP (habe schon 6 plus PLIF und müsste weiter operiert werden, geht aber nicht mehr, da zu riskant und ich draufgehen könnte, also eher, als was ich jetzt noch Zeit habe) nur 6 Monate ausgehalten, da die Schmerzen unerträglich waren und es auch nicht besser wurde. Lyrica verstärkt bei mir das Morphium. Was gut, aber auch schlecht ist. Wenn man mal reduzieren will, merkt man bei 50 mg schon sehr stark den Entzug. Denn Lyrica verursacht genau solche Entzugsymptome, wie auch das Morphium.
Übelkeit/Entzug
Ich nehme Atosil-Tropfen. LG
Hydal Entzug
Können starke Probleme mit der Luft auch vom Entzug sein?
RE: Hydal-Entzug
Hallo,
ich habe seit Mitte Mai morgens und abends 10 mg Oxycodon eingenommen und habe vor 4 Wochen morgens und dann, zwei Wochen später abends, die Tablette abgesetzt. Seitdem die abendliche weg ist, ging es mir einen Tag super, dann einen Tag schrecklich und dann wieder super. Seit 10 Tagen habe ich nun die typischen Entzugserscheinungen. Seit zwei Tagen habe ich starke Probleme mit der Luft. Im Liegen kann ich besser atmen, aber wenn ich mich bewege ist es schlimm und bin nur kurzatmig. Ist es bei Ihnen besser geworden mit der Luft? Oder, wenn sich jemand auskennt, der auch diese Probleme hatte – es ist wirklich unerträglich. Ich wünsche allen, dass sie von diesen ganzen Sachen wegkommen.
Ketalgin
War länger wegen einer krebsartigen Erkrankung auf Oxi. und bin auf Ketalgin (unter ärztlicher Aufsicht) umgestiegen. Nun gehe ich in 1 Woche in den Urlaub und muss das Ketalgin (20 mg) loswerden. War bei 2,5mg angelangt und habe noch 1 Woche auf den Tag. Habe seit heute ganz abgesetzt, und es geht mir nicht gut. Werde es aber durchziehen, da ich weiß, dass es nur 3 Tage dauert, bis die Symptome weg sind.
Meine Frage wäre:
Ist es ok Xanax zu nehmen? Bringt mir das was? Ich denke, bei angepassten 2,5 auf 0 sollte das meinem Herzen oder etwas anderem keine Probleme machen, wenn ich Xanax nehme, oder? Weiß das hier jemand?
Ja, hilft gut. Nur, auch dann bald wieder ausschleichen
Hi,
ja, Alprazolam hat mir beim Oxy-Entzug schon sehr geholfen. Jedoch ist auch hierbei zu beachten, das Alpra langsam auszuschleichen. Sonst kommen die Angstattacken usw. gleich doppelt, wenn du beides gleich lässt. Alprazolam jedenfalls höchstens 3 Wochen. Am Anfang können 2 mg gute Linderung schaffen. Danach weiter reduzieren, sodass du am letzten Tag nur noch 0,25 mg nimmst. Vor dem Schlafen. Danach müsste es dir dann gut gehen, auch ohne. Bei Depris oder Ängsten sollte man versuchen eine Gesprächstherapie zu bekommen, da man dort viel transformieren kann. Ich habe keine bekommen und darauf einen Buddhisten aufgesucht, der mir nun alle Wochen Tipps gibt usw. Sehr empfehlenswert. MfG Max
Tramadol - 250 Tropfen
Nehme morgens 15 Hübe, abends 15 bis 18 Hübe und mittags verteilt den Rest. Ein Hub gleich 5 Tropfen.
Kann mir jemand freiverkäufliche Hilfsmittel nennen? Emesan? THC (nicht frei, I know)?
Tranal-Entzug
Am einfachsten ist es, die Tropfen ausschleichen zu lassen. Am besten mit einem Arzt
Entzugserscheinungen
Bin seit 4 Wochen auf Morphinentzug und habe immer noch Durchfälle. Ist das normal? Wie lange hattet ihr Durchfälle?
Hydromorphon absetzen
Hallo,
nehme seit ca. 2 Jahren Hydromorphon 2 mg. Sollte nach 2-3 Monaten abgesetzt werden. Anordnung von einem Schmerztherapeuten. Vielen Dank. Hausarzt hat das ignoriert. Möchte es nicht mehr nehmen. Zuviel Nebenwirkungen. Was kann ich tun, um davon loszukommen?
Dein Thema
Kann ich hier ohne Anmeldung antworten?
an Baba
ja, kannst Du.
Dave
Heroin!
Ich rauche seit 2 Jahren Hero auf der Folie, habe dann 5 Monate 13 mg Bupensan genommen, war 1 Jahr clean, dann ist ein Freund zu mir gekommen und hat es wieder mitgebracht. Ich war so stark und habe ihn rauchen lassen, ohne selbst mit zu rauchen. Das ist 5 Tage so gegangen. Dann hatte ich einen schlechten Tag. Er ist wiedergekommen, ich habe mit geraucht und bin seitdem wieder drauf. Jetzt 1 Jahr wieder geraucht. Dann mit 200 mg Compensan ins Programm gegangen. Ich steh' auf, nehme es – und es geht mir gut. Jetzt nehme ich es, schlucke ein paar Wochen, unterbreche es dann, nehme es erneut 1 Woche, unterbreche wieder für 1 Woche, zieh' dann das kleine Stück 1-2 Tage weg und bin wieder clean. Man muss es auch wollen und stark im Kopf bleiben und sich immer selbst gut zureden. Zum Glück habe ich einen Hund, der mir Kraft gibt in meinem Leben. LG-Dave (23 Jahre)
Pola-Entzug
Hallo,
wollte einfach mal dazwischenschreiben. Bin seit über 30 Jahren auf Opiate etc. Seit 17 Jahren im POL-Programm und seit drei Jahren von 12 ml auf jetzt 2 ml runter. In dieser Zeit auch noch von Benzos komplett runter, die ich seit Jahrzehnten fast täglich genommen habe. Nach den ganzen Kommentaren hier, habe ich fast das Gefühl, es gar nicht mehr auf Null zu schaffen. Bin jetzt schon immer total kraftlos, und Magen/Darm drehen auch ab.
Sollte ich doch besser auf 2 ml Pola und in Substi. bleiben? Was meint ihr anderen Langzeitkonsumenten dazu?
Schlumpf
Leider bin ich datumstechnisch hier in die falsche Sparte gekommen. Der Post ist vom 26. April 2024. *Sorry*!! Alles Gute für Euch alle.
#Hä?
Kannst du das bitte etwas verständlich formulieren? Du nimmst nur jede zweite Woche dein Compensan? Und was ist mit der Woche, in der du es nicht nimmst? Habe das Prinzip irgendwie nicht verstanden. Und jetzt bist du irgendwie auf Null? Bitte Erklärung. Brauche sinnvolle Konzepte, weil ich auch davon weg kommen möchte. Danke im Voraus.
RE: Hydromorphon absetzen
Lass' es langsam ausschleichen. Kapseln verodnen lassen und immer ein paar Kugeln weniger. Ich habe früher 64 mg zerstoßen und das täglich genommen. Teilweise war ich auf 120 mg Hydro, das sind 840 mg Morphium. Habe es geschafft selber auszuschleichen, aber nur mit Pregabalin, Cannabis, Tavor und Rotwein. Rotwein hilft saugut
was auch hilft, ist ...
... Jägermeister ;-)
Ich war auf 980 mg Morphin (retard) a day für 12 Jahre, habs dann letztes Jahr angefangen auszuschleichen und ging dann in die Klinik für den Entzug, wo ich immer noch bin. Aber ich habe einen tollen Arzt und darf unter Aufsicht sogar THC/CBD und wenig Alkohol dazukombinieren. Bin auf Gabapentin (Pregabalin), Quetiapin (Sequase/Seroquel etc) und Truxal. Gabapentin gegen Schmerzen und Suchtdruck und der Rest gegen innere Unruhe und Schlafstörungen. Magen-/Darm gehört halt dazu und da hilft nur Tee trinken, Stuhlgang und Elektrolyte zuführen. Ich ernähre mich 2x täglich von einem Shake und abends koche ich ausgewogen und mit viel Gemüse. Bäder helfen mir auch gegen die Schmerzen im ganzen Körper. Und auch hier Gabapentin und 2x1 g Dafalgan oder gegen die Krämpe 500 mg Novalgin. Ich nehme noch Blutdrucksenker.
Und ja, Cannabis und Rotwein oder bei mir der Jägermeister 2cl nützen tatsächlich gut – Benzos lehne ich persönlich wegen Suchtverlagerungsgefahr ab.
Targin 5/2,5
Ich nehme als Schmerztherapie nach zwei Hirnschlägen und einer Trigeminusneuralgie in der Früh und am Abend je 0,5 Targin 5/2,5. Leider gibt es starke Nebenwirkungen in Form von Verwirrtheit. Teilweise erkenne ich meine eigenen Leute nicht mehr oder verwechsle sie mit anderen Personen. Gibt es ein Ersatzmedikament, das diese Nebenwirkungen schmälert? Ohne Medikamente ist es nicht zum Aushalten.
Targin Gerda
Targin ist eigentlich Oxycodon. Auch bei der geringen Dosierung können Nebenwirkungen auftreten, die aber nach einer gewissen Zeit verschwinden. Ich nehme Oxycodon/Hydroclorid seit Jahren. Deine Nebenwirkungen müssen nicht unbedingt von Targin kommen, sondern eher durch deine Diagnose. Sprich mit dem Arzt darüber.
300 mg Fentanyl-Entzug
Ich habe 5 Jahre 300 mg Fentanyl-Pflaster geklebt. 2 mal 150 mg Pflaster. Fentanyl ist 50 mal stärker als Heroin.
War in der Entzugsklinik und bei 50 mg fingen alle Entzugssymptome an. Aktuell bin ich seit drei Wochen auf 0. Ich bin durch die Hölle gegangen. Zurzeit habe ich mit der depressiven Phase zu tun. Es lässt alles nach, dauert aber sehr lange. Der Wille muss sehr stark sein, um so ein starkes Medikament zu entziehen. Meine Schmerzen sind viel weniger geworden, was ich nie gedacht hätte. Ich finde, Opiate verstärken das Schmerzgedächtnis. Hätte mir das nur mal ein Arzt gesagt. LG
Fentanyl-Entzug
Hallo,
bin gerade auf Fentanylpflaster-Entzug. Bis jetzt habe ich leichte Unruhe und bin sehr müde – kann aber nicht schlafen. Was kann ich tun, damit es ein bisserl aufhört?
Fentanyl
Seit 3 Wochen nehme ich Fentanylpflaster (die zweitnirdrigste), möchte sie aber absetzen. In welchem Zeitraum wäre das denkbar?
Fentanyl-Entzug
Wieviel mg Fentanyl hattest du?
Muss dir durch meine Erfahrungen sagen, dass man nichts dagegen tun kann. Man muss durch jede einzelne Entzugserscheinunge alleine durch. Hatte 300 mg Fentanyl und bin durch die Hölle gegangen. Seit 3 Monaten auf 0. Jetzt kämpfe ich noch mit den starken Bauchkrämpfen. Auch da kann mir niemand helfen. Alles Gute
Heidi #300 mg Fentanyl-Entzug
Liebe Heidi,
ersteinmal Respekt, dass du das ausgehalten hast! Ich habe vor zwei Monaten in einer Schmerzklinik einen Fentanyl-Entzug gemacht. Dort sagte man mir, dass die meisten Patienten abbrechen, weil sie es nicht aushalten. Man geht durch die Hölle. Ich brauche Opiate, um meine nicht mehr therapierbaren Restless Legs ruhig zu stellen. Nach meinem Entzug bekam ich Buprenorphin-Pflaster. Die Wirkung war sehr gut. Die Beine und Arme waren ruhig. Leider habe ich das Pflaster nicht vertragen. Jetzt habe ich seit einer Woche Hydromorphon retard Kapseln. Die wirken, Gott sei Dank! Was mich sehr traurig macht, ist, dass auch sie süchtig machen. Und, dass mich diese Krankheit zwingt, süchtig zu sein. Denn, alle Opiate machen süchtig, wenn man sie über einen längeren Zeitraum nimmt. Meine Freiheit habe ich dadurch verloren.
RE: Heidi #300 mg Fentanyl-Entzug
So sieht es aus. Traurig aber die Realität. Die Krankheit hat uns die Freiheit genommen, diese Medikamente sind einfach nur die Hölle, aber trotzdem nehmen wir sie, weil die Schmerzen sonst nicht zu ertragen sind.
Habe bisher reduziert
Nahm vorher 100 mg Pregabalin, 100 mg Tilidin u. 7,5 mg Mirtazapin. Außerdem nehme ich noch zusätzlich 3x Novaminsulfon je 500 mg, ASS 100 u. L-Thyroxin 50 mg.
Tramadol-Entzug
Wollte mich auch mal zu Wort melden. Seit 2008 nehme ich das Tramadol in Tropfenform. Anfangs medizinisch notwendig. Dann erkannt, dass es mir über so manche Situation hinweghilft. Bis vor ca. 5 Wochen, kam ich mit der 100 ml Flasche etwa 4-5 Tage aus. Dann hat es Klick gemacht im Kopf. Neuen Hausarzt gesucht. Meine Sucht bekanntgemacht. Suchtberatung wird einmal in der Woche besucht, und die Gespräche sind sehr hilfreich. Die ersten drei Tage, an einem verlängerten Wochenende, habe ich mich mit allem eingedeckt, was ich brauche und nichts von dem Zeug genommen. Es war für mich ein Gang durch die Hölle. Mittlerweile nehme ich nur noch morgens 50 Tropfen und schleiche die Dosis jede Woche um 5 Tropfen weniger aus. Es funktioniert. Verlangen ist noch da, aber gar kein Vergleich. Führe Tagebuch, was mir hilft, meine körperliche Verfassung zu notieren und aufzuschreiben, in welcher Situation ich am liebsten zur „Flasche“ greifen würde. LG
Gürtelrose
Am 4. 8. 2022 Gürtelrose. Ring unter der Brust und am Rücken. Tapentadol 100 mg bekommen. Dazu Pregabalin. Jetzt (1.6.23) versuche ich auszuschleichen. Immer in 50 mg alle 14 Tage: Horror, Schwitzen, Zittern, Schwäche, Nasenschleim, Ohrgeräusche und immer müde. Jetzt die letzte 50 mg. Ängste in der Zeit, wenn man die Tablette nicht nimmt. Helfe mit 2,5 mg Valium. Bin gespannt, wie es weitergeht. Bei 50...50 ging es.
Palexia
Liebe Gabriela,
ich nehme seit 3 Jahren – wegen starker Schmerzen im BWS – Palexia retardiert. Anfangs 100 mg morgens und abends. Aktuell bin ich bei 25 mg retardiert. Ich habe keine Ahnung, wie ich die letzten Schritte auf Null gehen soll, da es in retardierter Form keine geringeren mg gibt. Wie läuft deine Entwöhnung? LG
Palexia
Hallo Andrea,
lass' dir von deinem Schmerzdoc Palexia-Tropfen 4 mg verschreiben. Das war für mich die Lösung. So konnte ich ganz langsam von den letzten 25 mg runterdosieren. LG
Palexia
Hallo KK, hallo Andrea,
aufgrund eines Bandscheibenvorfalls mit extremen Nervenschmerzen, nehme ich seit fast einem halben Jahr abends 50 mg Palexia Retard und nachts 50 mg Pregabalin (im Moment schleiche ich das Pregabalin aus und bin bei 25 mg).
Nun möchte ich auch das Palexia ausschleichen.
Habe schon 25 mg vom HA verschrieben bekommen. Habt ihr eventuell ein paar Tipps über das Ausschleichen von Palexia?
Danke schon mal im Voraus. LG
Palexia ausschleichen
Ich nahm ein halbes Jahr 2x täglich 150 mg Palexia retard wegen Schmerzen im gesamten Rücken. Als mir klar wurde, dass die Nebenwirkungen des Medikamentes den Nutzen weit überstiegen, habe ich begonnen es auszuschleichen. Dabei haben mir viele in diesem Forum geschilderte Tips geholfen. Ich habe mich für folgende Methode entschieden: Im Verlauf von 10 Tagen habe ich die 15 mm lange Tablette täglich um 5% reduziert, indem ich jeweils 0,75 mm mit feinem Sandpapier abgeschmirgelt habe. Nach 10 Tagen war ich bei 50%, entsprechend 75 mg angekommen. Diese Dosis habe ich 14 Tage beibehalten. Dann wieder 10 Tage der gleiche Ablauf, obwohl eine so kleine Resttablette sehr schwierig zu bearbeiten ist. Die Restlänge der Tablette habe ich mit einer Schublehre gemessen. Bin Handwerker gewesen... Aber bei dem beschriebenen Vorgang habe ich keinerlei Entzugserscheinungen verspürt und bin wieder ich selber. Nur die Schmerzen sind wieder zurück.
Liebe Grüße. Auch an alle Kämpfer hier im Forum.
Opiat-Entzug
Natürlich nimmt jeder Betroffene jede Hilfe dankbar an, wenn man entgiften will. Aber ich kann jedem anderen Suchtkranken nur davon abraten, Valium Benzodiazepine als Hilfe zu nutzen. Denn auch der Entzug ist langwierig, und sicher kein guter Helfer. Ein jeder Entzug ist schwer und ich weiß, wovon ich rede. Niemals Benzodiazepine – vom Regen in die Traufe! Bleibt stark! LG – Yve
RE: Opiat-Entzug
Gut gesagt!
RE: Tramadol-Entzug
Über welchen Zeitraum hast du das Tramadol eingenommen? Und mit was hast du dich an dem Wochenende eingedeckt, um von dem Zeug loszukommen?
Frage
Womit eingedeckt?
Tilidin
Für mich ein Segen! Ich werde demnächst 90 Jahre alt und bin gesund, hatte nur einen Achillessehnen-Anriss, der falsch behandelt wurde und beim Sport schmerzt. Eine Tablette am Tag verhindert diese Schmerzen, und bringt mir ein sehr angenehmes und positives Lebensgefühl. Ich spüre auch keinerlei Nebenwirkungen. Ich kann das Leben sehr viel mehr genießen. Warum lässt man den alten Leuten nicht ein wenig Opiat? Vor allem, wenn sie keine Probleme mit Abhängigkeiten haben? Natürlich soll es von jüngeren Leuten nicht als Droge benutzt werden, wenn man nicht den Willen hat, sich zu kontrollieren und abhängig von Alkohol, Tabak und Co. ist. Dann ist sicher etwas Vorsicht geboten. Aber für die älteren Leute, die noch gerne leben und das mit etwas Tilidin erreichen können, ist es einfach toll. Also, Nebenwirkung: Nur angenehm, dass muss auch einmal irgendwo erwähnt werden!
Tilidin
Nur, dass vielleicht eine Tablette irgendwann nicht mehr reicht. Notgedrungen nehme ich zur Zeit Tilidin ein und wünsche mir, lieber heute als morgen darauf verzichten zu können. Sie können davon ausgehen, dass ich weiß wovon ich spreche. Ich habe mehr als 20 Jahre mit einem Medikamentenabhängigen eine Ehe geführt. Ach ja, ich bin 71 Jahre alt.
RE: Tilidin
Und selbst, wenn man mit 90 abhängig wird finde ich, spielt es doch gar keine Rolle. Hauptsache man kann sein Leben genießen solange der Körper es hergibt. Meinem Großonkel wurde mit 88 sein Fentanylpflaster gestrichen. Das Ende vom Lied war, dass er völlig depressiv im Sessel saß und die Wand anstarrte. Er kam gar nicht mehr klar, hatte nur noch schlechte Gedanken und gipfelte im Suizid. Warum in dem Alter nicht einfach weiter Pflaster kleben, wenn es den Menschen damit gut geht...
RE: Tilidin
Wie du schon sagst: Es ist nicht nur ein Teufelszeug. Und in deinem Alter musst du dir wegen eines Entzugs auch keine Gedanken machen. Mit 90 kann man das ruhig noch genießen. Bin 40, und mir hat es auch geholfen. Vor allem bei meiner Panikstörung. Aber wegen meiner Kinder und meiner gelegentlich aggressiven Verstimmung, wollte ich es absetzten und nur bei Bedarf nehmen. Genieße deine Zeit!
Tramadolentzug in Eigenregie: 2. Versuch
Hallo,
ich versuche, die Tramadol-Sucht allein loszuwerden – als Stier-Geborene bin ich ausgesprochen hartnäckig und stur. Der 1. Versuch mit Reduktion um 1/4 Tablette (von 100 mg Wirkstoff) scheiterte. Ich hatte die ganze Palette an harten Symptomen, bis zur Atemnot.
Nun, seit 4 Wochen, der 2. Versuch mit Hilfe von Apothekerwaage und Schleifpapier, mit dem ich vorsichtig täglich mehr von der Tablette wegschleife. Die Waage habe ich zur Kontrolle der Menge. Zusätzlich nehme ich pflanzliche Mittel. Zum Stärken der Nerven. Das beruhigt und lässt mich gut schlafen. Aktuell komme ich mit einer 3/4 Tablette aus. Brauche zwar noch lange, bin aber zuversichtlich. Wollte nur aufzeigen, dass es mehrere Methoden gibt, wenn man danach sucht. Ich hoffe, ich halte durch – im Herbst werde ja ich Großmutter! Ich wünsche uns allen alles Gute.
Abschleifen von Retardtabletten
Hallo Petra Anna,
ich vermute, dass du retardierte Tabletten bekommst, d.h., der Wirkstoff wird langsam freigesetzt. Durch Abschleifen würde die Retardierung verletzt werden, so dass der gesamte Wirkstoff (oder auch nur der abgeschliffene Teil) auf einmal freigesetzt werden kann. Letzten Endes ist es aber so: Wer heilt, hat recht. VG
Oxycodon Entzug
Hallo zusammen,
wollte mal meine Erfahrungen teilen. Aufgrund eines Unfalls, zerstörter Knie und sehr starker Schmerzen, habe ich ca. 3 Jahre Oxycodon genommen. Anfangs habe ich 2 x 10 mg genommen, und alles war cool. Mein Körper hat sich so schnell dran gewöhnt, dass ich teilweise 300 mg genommen habe. Vollkommen bescheuert! Nach 2 Schicksalsschlägen in der Familie, habe ich mir Ende Januar gesagt, ich will runter davon. Habe die Dosis schnell reduziert. Zum Schluss waren es noch ca. 50 mg am Tag. Dann von 50 mg auf 0 mg. 4 Tage lang war es die Hölle, bin aber jetzt fast 14 Tage raus. Habe absolut kein Verlangen. Ab und zu noch vermehrte Gänsehaut. Na ja. Und was soll ich sagen? Ich bin extrem empfindlich beim Sex. Halte es keine 2 Min aus. Komischerweise hatte ich mit Oxycodon absolut keine Libido-Probleme, nur, da konnte ich z.B. richtig schlecht bis gar nicht kommen. Und jetzt ist es genau umgekehrt. Kennt das einer von euch?
Antwort
Halte durch. Es lohnt sich. Desto länger du es schaffst weg zu bleiben, desto leichter wird es. Ich reduziere gerade Methadon, und davor habe ich erfolgreich Benzodiazepine entzogen. Es war die Hölle, aber jetzt bin ich auf einem guten Weg drogenfrei zu werden. Es ist schwierig, aber je mehr Zeit vergeht, desto leichter wird es. Respekt, dass Sie das geschafft haben. Es gibt auch mir Mut, weiter zu machen ...
RE: Antwort
Bei mir ist es jetzt ca. Woche drei (3). Welche Symptome habe ich?
- Leichte Verdauungsprobleme, also ich habe gefühlt alle 2 Stunden extremen Hunger. Das ist nicht normal. Und, wenn ich nichts esse, bin ich total schlapp,
- Kein Durchfall mehr, das ging ca. 1 Woche,
- habe eine leichte Lethargie, aber ich war schon immer eher sehr gemütlich,
- wie oben schon geschrieben (ich sag', wie es ist), mein Penis ist total sensibel. Habe kein Problem mit der Libido oder Durchblutung, aber nach 30 Sek. bin ich fertig: Dann nehmen wir es mit Humor – weil, bei Oxy ging das manchmal wirklich stundenlang und es ist nichts passiert,
- ein großes Problem sind die Schlafstörungen, mit denen ich richtig zu kämpfen habe. Mal schlafe ich 2h und bin hellwach, mal 5h und hellwach. Heute zum ersten Mal 10h.
Ich bin nicht depressiv, habe kein Verlangen. War schon beim Sport, was auch gut geholfen hat.
RE: Antwort
Was ich dazu noch schreiben will:
Mein Wille ist tatsächlich nicht unbedingt der größte. Aber, wenn ich es schaffe, von 300 mg auf 0 mg runter zu gehen, dann schafft ihr das auch. Meine körperlichen Leiden sind vllt. auch nicht so riesig, wie bei anderen. Aber – 3 Wochen K-schein, dann Kühlschrank vorher voll machen. Medikamente gegen Bauchschmerzen, Durchfall und so besorgen. Sagt eurer Familie Bescheid. Schleicht es aus und macht es. Ihr packt das!!
Oxy-Entzug
Danke, dass du mir gerade so viel Mut machst. Habe gerade mit dem Ausschleichen begonnen. Ich sag' nur: Heftig! Aber ich will endlich von dem Zeug weg. Hochachtung, wie du es gemeistert hast.
RE: Oxy-Entzug
Mal ein Update von mir. Ist jetzt die 4. Woche. Habe echt richtig Probleme mit dem Schlafen. Werde einfach nicht müde. Trotz Arbeit und Sport. Fühle mich zwischendurch mal matt, aber dann geht es wieder. Merke, dass ich Stimmungschwankungen habe und würde sagen, immer so Momente von Depression. Aber das dauert meist nicht lange an. Ich würde sagen, körperlich bin ich mit dem Entzug durch. Jetzt gerade ist die Birne dran.
RE: Antwort
Glückwunsch, dass du es raus geschafft hast. Ich tue mich da sehr schwer, bin aber auch seit 8 Jahren (seit ich 15 bin) drauf und habe mich da stark dran gewöhnt. Habe Benzos und Oxys genommen. Immerhin habe ich es von den Benzos weggeschafft und versuche jeden Tag, möglichst wenig Oxy zu nehmen. Mein Wille, auch damit aufzuhören ist zwar extrem stark, aber ich hatte schon chronische Depressionen, bevor ich mit den Drogen anfing. Ich bekomme leider starke Suizidgedanken – und habe es sogar schon 2-mal versucht. Und, ich schlafe gar nicht mehr. Einmal habe ich es 2 Wochen durchgezogen und dann abgebrochen, weil ich immer noch nicht schlafen konnte. War schon in 'zig Entzugskliniken. Mittlerweile habe ich es "aufgegeben". Es macht mich nur noch unglücklicher. Mit dem möglichst niedrig dosieren, fahre ich am besten. Vielleicht schaffe ich es ja tatsächlich irgendwann mal. Gerade bin ich bei ca. 100 mg am Tag. Ist ganz gut, denn ich war schon mal bei 20 Xanax und 250 mg Oxy.
LG
@Jonas
Nachvollziehbar. Bin selber seit fast 20 Jahren auf Opiaten, etc., pp.
Mein Tipp an dich:
Wenn du das Geld dafür hast (ca. 11.000 €), dann versuche es doch mal mit der Entzugsklinik "Dr. Vorobjev" in Belgrad/Serbien! Und, zu der normalen Entzugsbehandlung unbedingt die "Ibogain-Behandlung" dazubuchen!
Das war mein leichtester Entzug ever, ich hab's von 400 mg Morphium (Substitol) innerhalb von 14 Tagen geschafft, komplett zu entziehen. Wie gesagt, nach 14 Tagen war ich körperlich wieder komplett fit!
Das habe ich noch nie zuvor in so kurzer Zeit und ohne große körperliche Symptome geschafft. Die Klinik ist teuer, keine Frage, aber ihr Geld auf jeden Fall wert! Die holen dich da schnell runter. Erst 3 Tage Subutex (zum Schlafen bekommst du echt, was du brauchst. Auch tagsüber etwas extra, wenn du 'ne Krise bekommst), und wenn du auf 0 bist, schicken sie dich 1 Woche lang jeden 2. Tag für 8h ins künstliche Koma, spritzen dir dabei Naloxon, dann Ibogain.
Entzugsklinik
Na ja, wenn ich auf 0 bin, wieso dann noch Entzugsklinik?
RE: Oxycodon Entzug
Ja,
das mit dem ‚schnell kommen‘ nach einem Opiatentzug ist ganz bekannt und normal. Das legt sich aber bald wieder. Gib deinem Körper Zeit, dann klappt alles wieder normal. Und, dass man auf Opiaten schwer ,kommt‘, ist auch vollkommen normal. Viele Grüße
Sexuelles Empfinden
Ja, das ist ganz normal. Du solltest es auch ein wenig bei anderen Empfindungen spüren, wie Trauer und dergleichen. Das resultiert aus dem gedämpften Empfinden während der Einnahme. Es dauert ein wenig bis sich das wieder normalisiert.
Oxycodon-Entzug
Hi,
ich habe 2 kaputte Knie, Übergewicht – und hatte Riesenprobleme mit Oxy. Ich war pro Tag bei über 480 mg Oxy, konnte aber sehr gut laufen und habe viel abgenommen. Jetzt musste ich einen Entzug machen, bin seit 6 Tagen ohne, habe keinerlei Antrieb mehr und nehme wieder zu. Weiß jemand, ob das vorbei geht? Ich vegetiere geradezu so vor mich hin.
Esther
Hallo Esther,
Mit Lexotanil kommst Du in die nächste Abhängigkeit.
Mir haben wöchentliche Infusionen mit Clonidin ( dazu täglich eine Tablette) und 10 mg Ketanest geholfen. Mir gehts nach einigen Wochen besser als die Jahre vorher. Nebenbei sind auch die Depressionen weg. Viel Glück
Hydromorphonabhängig
Hallo und guten Tag,
ich nehme seit Jahren Hydromorphon in irren Mengen und möchte davon weg. Chronische Schmerzen sind übrigens die Ursache für die Einnahme und ein sehr unfähiger Schmerztherapeut zeichnet für die Menge verantwortlich. Ich habe auf viele Art und Weise versucht, davon los zu kommen. Aber leider erfolglos. Medizinische Hilfe gleich null. Unfähige Ärzte sind in solchen Fällen wohl die Regel. Ist Methadon hierzu eine Alternative? Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen, Matthias Sitzler
Hydromorphon
Hallo Matthias
Ich habe 10 Jahre 3 mal täglich 32 mg Hydromorphon geschluckt, anders waren die Schmerzen einer chronischen Pankreatitis nicht zu beherrschen.
Die Pankreas hat sich nun selbst zerstört und die Schmerzen sind nur noch minimal.
Deshalb hatte ich meinen Arzt gebeten, die Dosis langsam zu reduzieren, damit ich von dem Zeug wegkomme.
Er meinte zwar, keine Chance ohne Klinikaufenthalt, aber ich bin als Asperger Autist extrem stur und wollte es versuchen.
Also von 32 auf 24 mg, dann auf 16 mg und auf 8 mg.
Danach habe ich es ganz abgesetzt.
Die Entzugserscheinungen in der ersten Woche sind die Hölle aber meine Sturheit war stärker.
Heute, 4 Wochen nach Absetzen bin ich clean und habe keine körperlichen Entzugserscheinungen mehr.
Die psychische Abhängigkeit bleibt noch ein paar Wochen länger, aber die ist gut beherrschbar.
mit den besten Grüßen
Tino
Sehr schön ...
... deine Erfahrung. Und, dass das Absetzen geklappt hat. Ich freue mich immens für dich. Jetzt nie wieder so etwas anfassen. Einmal in die Hölle und zurück. LG :*
Absetzen
Ich nehme täglich Capros akut, 30 mg. Chronisch rezidivierende Pankreatitis (mit zwei Tumoren, die im "Kopf" waren). Der "Kopf" wurde 2015 entfernt. 2013 platzte mir eine Zyste im Bauchraum, die sich gebildet hatte. Ich hab‘s seit Dez 2011 und nehme seit 2012 Morphin. Ich bin jetzt fast 29 Jahre alt und durch den Mist mit der Bauchspeicheldrüse berufsunfähig und seit 2013 krankgeschrieben.
Eine Frage: Du hast es in so wenigen Wochen trotz so vieler Jahre Einnahme geschafft, das abzusetzen? Ich wüsste gar nicht, in welchem Zeitraum ich runter dosieren sollte. (Jetzt nur noch 30 mg am Tag. Vorher war mal Fentanyl-Pflaster dabei, Rückenmarkskatheter, Dipidolor durch die Vene und ich konnte stehen wie ne 1).
Ich bin froh, dass ich hier jemanden „sehe“, der es geschafft hat. Das gibt Mut. Ich will es auch.
Wie lange auf null?
Hallo!
Das hört sich ja schon mal gut an! Wie lange hast Du für den letzten Schritt gebraucht? Ich habe auch bis auf 0 reduziert, nur von 360-400mg am Tag!
Die letzte Stufe war jetzt von 20mg auf Null, aber ich habe das Gefühl, dass es schlimmer ist als alle vorherigen Abstufungen!
Wie lange auf null?
Hallo Thorsten,
hast du es inzwischen geschafft, die letzten 20 mg zu reduzieren? Mein Partner ist jetzt bei 10 mg. Er hatte 1,5 Jahre 80 mg Morphin eingenommen und hat am 07.02. angefangen abzusetzen. Die letzten 10 mg machen ihm sehr zu schaffen.
Hydromorphon
Hallo Tino,
wieviel Tage lagen zwischen einer Reduzierung zur nächsten? Was hattest du für Entzugserscheinungen?
Mit freundlichen Grüssen – Dorothee
Methadon
Hallo,
solange du nicht das Methadon spritzt, ist das kein Problem. Ich bin seit 30 Jahren im Programm. Habe leider immer wieder mit dem Spritzen angefangen, und komme leider nicht davon weg.
Aber, wenn du einen Arzt findest, der dich ganz langsam runterdosiert und du das Zeug nicht spritzt, ist das im Grunde keine Problem. Es gibt auch Methadon in Tablettenform. Viel Erfolg.
Methadonentzug
Ich bekomme seit 30 Jahren Methadon. Ich würde gerne die Reißleine ziehen, habe aber nicht die Traute. Rückfälle gab es immer mal wieder, aber kein kontinuierlicher Beikonsum. Zur Zeit bekomme ich 7 ml täglich. Ein Leben ohne Abhängigkeit wäre das Highlight. Ich persönlich denke, dass der Absprung mit viel Schmerzen verbunden ist.
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Mir ist aufgefallen, dass hier niemand den Entzug geschafft hat, sondern nur von anderen Dingen abhängig wurde aus dem Psychopharmaka Bereich. Sogar gleich von mehreren Sachen oder es wurde einfach das Opiat ausgetauscht und als Substitution benannt obwohl man gleich mit dem alten weitermachen könnte :D
Morphin Entzug geschafft
Hallo,
wegen Bandscheibenschäden war ich 20 Jahre auf Targin, Palladon eingestellt. Aufgrund der Gewöhnung habe ich, in Absprache mit Schmerztherapeuten, langsam und in kleinen Schritten reduziert. Seit dem 15.12.22 bin ich frei von allen Opiaten. Der Entzug zu Hause war echt die Hölle, aber mein eiserner Wille, und zum Glück „nur“ die körperliche Abhängigkeit, haben es mich durchstehen lassen. Zusätzliche Medikamente habe ich abgelehnt, um nicht in eine neue Abhängigkeit zu kommen. Gehe aber noch zur Ohrakupunktur. Körperlich muss ich noch Geduld haben, leider haben sich auch Magen- Darmprobleme eingestellt. Aber ich habe kein psychisches Verlangen nach Opiaten. Die NIE wieder!! Jetzt geht Sport wieder los und dann mal sehen, was wir gegen die Schmerzen weiter unternehmen. Also, ein eiserner eigener Wille gehört unbedingt zum Durchhalten dazu. Es wird hart, aber es ist zu schaffen!! Alles Gute!
Suchtverlagerung
Da muss ich dir recht geben. Bin kein Experte, aber mit Benzos und Co. kommt man sicher vom Regen in die Traufe. Auch das vielgepriesene Cannabis oder Kratom macht die Sache nicht besser. Obwohl bei einer sehr starken und langen Opioidabhängigkeit THC in der ersten Phase den Entzug sicher humaner macht.
Dr. Vorobjev/Belgrad
Servus,
bin seit fast 20 Jahren auf Opiaten aller Art. Mein mit Abstand bester Entzug war in Belgrad in der Klinik Dr. Vorobjev. Davor habe ich allein daheim, im Knast, in der Psychiatrie und in anderen Entzugsstationen entgiftet. Auf Belgrad bin ich über das Internet gestoßen und dachte, das seien Schwurbler. Schon allein wegen des Internetauftritts. Weit gefehlt, meine Oma hat mir die 11.000 € für 2 Wochen inkl. Ibogain-Behandlung) bezahlt. Die wollten, dass ich länger bleibe, aber nach diesen 2 Wochen war ich schon wieder komplett fit! War davor auf 400 mg Substitol, also Morphium.
Ich hatte 3 oder 4 Tage nur leichte innere Unruhe, sonst nichts! Echt zu empfehlen. Wenn du auf 0 bist gibt es eine Prozedur, in der du jeden 2. Tag für 8h ins Koma kommst und dir Naloxon IV. gegeben wird. Danach unbedingt die Ibogain-Behandlung machen! Zum Schlafen und gegen eine Krise gibt es auf Bedarf jederzeit Medis. Ist zwar teuer, aber echt fast schon ein Wunder, dass es einen so einfachen Entzug gibt!
# Dr. Vorobjev/Belgrad
Schon das 2. Mal, dass ich das hier in kurzer Zeit lese. Hört sich für mich nach Werbung an, sorry.
Dr. Vorobjev/Belgrad
Das Gleiche dachte ich auch. Einfach nur Werbung machen. Selbst die Geschichten sind unmöglich. War im Knast und die Oma hat mir über 10.000 Euro geliehen. Genau.
Oje!
Guten Tag,
also das ist eure Lösung? Ja, herzlichen Glückwunsch OMG. Das Zauberwort ist: Ausschleichen und eine gute, erfahrene Ärztin. Und null, absolut null bei Konsum. Nicht andere Opi... nehmen, oder sonst was. Dann ist Pola echt super, um clean zu werden und zu bleiben. Und man merkt kaum etwas. Alles Kopfsache! Habe genug Erfahrung. Allen viel Erfolg und auf ein gutes Leben. Bei mir hat's geklappt.
Turboentzug
Tatsächlich gibt es Entzug auch unter Vollnarkose. Danach soll man nach etwa 8 Stunden clean sein und nur eine Nachsorge mit einem Medikament benötigen. Der Haken: Die Krankenkassen übernehmen nicht die Kosten von etwa 8-12.000 Euro. Das können sich also nur Reiche leisten.
Wer wegen einer schweren Erkrankung Morphium nehmen musste und es wegen der Genesung wieder absetzen möchte, muss schauen, wie er/sie es hinbekommen und weiter Qualen leiden. Dabei wäre es für die Kassen am Ende nachvollziehbar billiger, wenn sie die Kosten einmalig übernehmen würden. Schade!
Entzug
Hallo an alle,
ich war auf H und habe kalt entzogen, wurde rückfällig & anschließend auf Pola und dann auf Substitol umgestellt. Was alles schlimmer machte. Ich bekam einen Entzug verordnet, aber mit jeder Reduzierung hatte ich die Entzugserscheinungen.
Dann hörte ich von einer Privatklinik in der Schweiz. Ich war selbst dort – 20 Pola und dazu 2 mal 200 mg Substitol am Tag. Ich habe fast nichts gemerkt. Elektroimpulse werden genau am Opiatstrang freigegeben. Ich habe es selbst nicht geglaubt. Ich dachte, reine Abzocke usw. Meine Ex-Freundin wusste, wann ich Urlaub habe und hat, während ich arbeiten war, dort angerufen und den Termin ausgemacht. Ich wusste bis dahin von nichts. Ich hätte es lediglich für gute Werbung gehalten. Aber nun war ich dort, und kann es nur jedem empfehlen. Es klingt echt unmöglich, von Montag bis Fr. sauber zu sein. Aber ich kann echt nur sagen: Ich war mit ihr dort (Begleitung darf mit)! Sie hat nie etwas genommen. Das Gerät kann man sich um die Schulter hängen und frei bewegen.
Kosten
Habe auch schon sehr viel darüber gelesen. Wie lange hat der Entzug gedauert? Und, wie viel hat es gekostet?
Klinik Schweiz
Hallo,
wie heißt die Klinik? Und, bist du immer noch clean? Man hat bei dir in einer Woche die Dosis von 400 mg Substi auf 0 reduziert? Mit Elektroimpulsen? Versteh' ich das richtig?
LG – Martin
Pola und 400 mg Substitol
Ist Substitol nicht Buprenorphin. Und, wenn ja, dann müsstest du nicht nur 50 Tabletten am Tag nehmen, und das ganz umsonst, weil mehr als 32 mg packen die Rezeptoren nicht. Also schmerztechnisch gesehen. Aber, falls ich richtig liege mit meiner Vermutung – wie schaffst du es, die beiden Mittel zu kombinieren ohne damit Megaentzügig zu werden? Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen. LG
RE: Pola und 400 mg Substitol
Substitol ist Morphium. Subutex ist Buprenorphin. Das sind zwei ganz unterschiedliche Substanzen.
Nachfrage
Wie viel kostet so ein Aufenthalt bei den Schweizern?
Klinik in der Schweiz
Hallo Dominik,
hast Du einen Namen für die Klinik in der Schweiz? Ich ziehe einen Besuch, nach 15 Jahren Subutexkonsum auch in Betracht, habe aber niemanden, der mich beraten kann, da ich voll im Job stehe, Familie und das ganze Programm. Viele Grüße – Ulf
RE: Klinik in der Schweiz
Ja, das mit der Klinik in der Schweiz, das stimmt. War selber leider schon 3-mal dort. Soweit ist es eine gute Sache, nur leider etwas zu kurz, die 5 Tage ...
Carenoxal 40 mg/Tag
Hallo, ihr Lieben,
ich soll ab Montag von dem Zeug einen kalten Entzug machen, nehme es aber erst seit 1 1/2 Monaten. Habe große Angst vor den Schmerzen beim Entzug. Kann mir bitte jemand mit einem Rat zur Seite stehen? Wie schlimm wird das werden? Danke!
Oxycodon
Ich reduziere grade Oxycodon. Bin seit vier Jahren wegen schlimmer LWS dabei. Von 20 mg morgends und abends auf 10 mg, und dann raus. Gegen die Schmerzen nehme ich Novalgin. Klappt ganz gut.
RE: Oxycodon
In welchen Abständen?
Entzugserscheinungen trotz Substi.
Hallo,
kann mir bitte jemand sagen, warum das so ist?! Immer, wenn ich zur OP im Krankenhaus bin werde ich immer nach ca. 10 Std. affig – trotz meiner 20 Pola. Das volle Programm! Nachts hin und her schmeißen, kalt - heiß, andauerndes Gähnen und vor allem höllische Rückenschmerzen! Es ist nur, wenn ich operiert werde, was ziemlich oft ist. Aber, was soll ich den Ärzten sagen? Die denken doch sowieso nur, dass ich was abgreifen will! Also halte ich meinen Mund und quäle mich jede Nacht. Hat bitte jemand einen Rat? Vielen Dank.
RE: Entzugserscheinungen trotz Substi.
Also, mein Tipp ist – rede mit den Ärzten. Leider sieht man durch deine Antwort, wie marode dieses System ist und ein Patient sich nicht traut, sein Leid offen zu sagen. Also, grundsätzlich ist das komisch. Ich gehe davon aus, dass die Ärtze im KH davon wissen, dass du im Programm bist, oder? Denn, wenn nicht, wäre das fatal. Ich würde auf Wechselwirkungen tippen zwischen Medikamenten und dem Pola. Rede offen darüber, und schildere genau die Situation von Anfang an. Gern bei deinem Substi-Arzt. Ggf. kann der dir etwas fürs KH schreiben! Du musst nicht leiden! Wichtig ist, dass du redest und auch ganz klar sagst, dass es kein Einzelfall ist. Und schildere ihm deine ganzen Bedenken! Wenn dir nicht geglaubt wird, Arzt wechseln, oder einen zweiten hinzuziehen! Alles Gute für dich.
PS.: Ich höre gerade auf damit und dosiere runter! LG, Lisa
# Entzugserscheinungen trotz Substi
Frage den Anästhesist WAS Du alles zur Anästhesie beim OP bekommst! Ich habe grad einen interessanten PDF-Artikel über Kontraindikationen von einem bestimmten Mittel gelesen (ich komm grad nicht mehr richtig auf den Namen, Burpren...irgwas ) ich könnte gleich d. Link hier posten
# Entzugserscheinungen trotz Substi.— Line
Da steht unter "Narkose" bei Opiaten : CAVE! Partialantagonisten können Entzugssymptomatik auslösen"z.B. Burprenorphin!
Narkosemittel b.Substi
Link Posten ging leider nicht! Seite:w..springermedizin, embedpedia, anästhologie/anästhesie bei Patienten mit Suchterkrankungen - unter Kategorie Opiate (bei Narkose)
Antagonisten
Es kann sein, dass die dir dort ein Opiat geben in dem Naloxon drin ist. Dann wirst du deshalb sofort Turboaffig. Zum Beispiel ist in Subutex/Suboxone Naltrexon drin, im Valoron ebenfalls. Die checken es evtl. nicht, wenn sie dich mit diesen Mitteln auf die OP vorbereiten?!
Entzug nach OP
Möglich, dass man dich nach der OP mit Opiat-(Teil-)Antagonisten "weckt" – Naloxon z.B. wäscht evtl. noch vorhandene Opiate von den Schmerzrezeptoren, bleibt dort, hat aber keine schmerzlindernde Wirkung. Unbedingt mit Ärzten & Pflegern reden.
Tramadol-Sucht seit 8 Jahren
Hat jemand einen Rat? Möchte endlich weg von diesem Zeug. Es hat mein Leben voll im Griff. Ein Leben ohne Tramadol kann ich mir nicht vorstellen. Seit Jahren nehme ich 600-800 mg täglich. Warum? Gegen Depressionen. Es hilft einfach. Es funktioniert alles bei mir. Job, Freunde, Familie – alles passt. Nur, ich will einfach nicht mehr abhängig sein und Filme schieben, wenn es weg ist. Es hilft einfach Wunder gegen Depressionen. Allemal viel schlimmer ist das normale Psychopharmakazeug. Trotzdem will ich einfach nicht mehr. Ich rauche dadurch auch extrem viele Zigaretten, was mir Sorgen und abends immer Probleme beim Einschlafen macht, weil es so wach und fit/klar macht. Runterreduzieren klappt nicht. Auf Entzug kann ich aus bestimmten Gründen nicht. Hat jemand Ideen?
RE: Tramadol-Sucht seit 8 Jahren
Ich würde dir eine Substitution empfehlen. Hat bei mir geholfen.
RE: Tramadol-Sucht seit 8 Jahren
Aber dann bin ich ja auf was anderem, und muss dann davon wieder entziehen.
Tramadolsucht
Mach' das auf keinen Fall mit der Substitution, mein Freund :).
Ich bin seit 11 Jahren auf opioidhaltigen Schmerzmitteln. Alles fing an, wie bei dir. Tilidin, Tramadol, dann Oxycodon Morphin, Fentanyl, am Ende Methadon, Polamidon, Buvidal und zu guter Letzt Temgesic. Seit 2 Tagen bin ich auf 0,00 und ich sage dir, ich bin so froh davon weg zu sein. Wenn du dich substituieren lässt, wird es sehr schwer davon wegzukommen.
Wenn du nicht in eine Therapieeinrichtung willst, was ich dir aber wirklich nur empfehlen kann, kaufe dir ein paar Benzodiazepine oder Clonidin und turn zuhause ab. Aber Achtung ⚠, das kann auch voll nach hinten los gehen. Gerade mit den Benzos sehr vorsichtig sein ⚠.
RE: Tramadolsucht
Bräuchte irgendwas, um Anfangsdepressionen und Schlafstörungen zu überbrücken. Will nur in keine neue Abhängigkeit. Will am liebsten von 100 auf 0. Reduzieren klappt einfach nicht.
Und: Mega, dass du es geschafft hast. Ist das Leben dann wirklich besser?
Tobioid
Was wäre denn der beste Absetzplan? Ich bin beim Oxycodon schon lange weit über die Höchstdosis einer Pille von 80 mg. Ich möchte gar nicht sagen, wie viel am Tag davon weg gehen. Würde mir keiner glauben. Aber ich will das nicht mehr und bräuchte einen guten Plan, wie ich davon weg komme. In der Entgiftung war ich schon, das tu' ich mir nicht noch mal an. Kann jemand Tipps dazu geben, wie ich es am besten zu Hause schaffe?
Oxy
Ich hab 60 mg in drei Monaten geschafft, wobei davon 40 mg im ersten Monat runter gingen. Das letzte Drittel hat zwei Monate gedauert. Ich bin irgendwann auf Tramadol-Tropfen gegangen, weil ich sie leichter dosieren konnte. Ich habe 9 Jahre wegen einer Schmerzkrankheit erst Tramadol und später - als es nicht mehr ausreichte - Oxy genommen.
Tobioid
Hallo,
ich habe, zusammen mit meiner Krankenhaus-Anästhesistin einen Plan gemacht:
Alle 10 Tage gehe ich für ca. 4 Stunden in die Klinik. Bekomme dann unter Überwachung eine Infusion mit Clonidin und zusätzlich (i.v.) 10 mg Ketanest. Zusätzlich täglich je eine Tablette Clonidin und Pregabalin. Ich bin relativ problemlos von 160 mg Oxygesic und 30 mag akut runter auf jetzt 60 mg. In zwei Wochen weiter runter auf 40 mg. Bin zwar etwas müde, aber es geht mir gut damit. Und auch keine Depression mehr! Fast ein Wunder für mich. Und ich muss nicht für Wochen in die Klinik.
RE: Tramadol-Sucht seit 8 Jahren
Ich war jetzt über 20 Jahre auf 800 mg Morphine, zwischenzeitlich sogar auf 2400 mg täglich. Muss sagen, habe in 3 Monaten auf 300 mg reduziert, bin auf Levomethadon umgestiegen und bin nun nach 2 Monaten bei 6 mg angekommen. Vor 2 Wochen habe ich kalten Entzug versucht, aber mit 200 mg Anxiolytika war es einfach zuviel. Nach 8 Tagen war es jedoch nicht umsonst. Benzos sind weg. Morgen starte ich einen neuen kalten Entzug. Aus Erfahrung weiß ich, Kratom-Tee hilft gut. Wenn man es (z.B. Gabapentin oder Pregabalin) für die ersten 3-4 Tage vom Arzt bekommt, macht es alles erträglich. Kratom macht nur Sinn, wenn man mind. auf 150 mg runter ist, und 6 mg Levomethadon sind etwa 60 mg Morphine.
Das wichtigste ist und bleibt, dass ihr es wollt. Dann funktioniert der Entzug. Nehmt euch die Zeit, wenn ihr sie braucht. Ich kann nur bestätigen, dass mit der richtigen Frau oder Unterstützung der Familie alles klappt. Setzt euch ein Ziel, und ihr schafft das auch. Ihr seid nicht allein.
Entzug
Kalt funktioniert! Hatte 1000 Entzüge nach 23J.
Pola hab ich auch schon entzogen und bei 0 musste ich von 6-18 Uhr arbeiten.
Hab vor kurzem vom Hero 1-2g täglich,160mg Oxy,Benzos 900mg Tavor monatlich,Alkohol,Lyrica 300-600mg,Ketam 4g monatlich kalt entzogen und es klappt. Ja ist anfangs wie nen Horrorfilm die ersten 6-7 Tage und man fällt öfter mal ins Koma,wird so schwach-bewusstlos und pennt dafür etwas aber es ist möglich!!!
Nach 9-10 Tagen fängt dann das Kopfgefi**e an was extreme ist.
Man muss sich etwas quälen das ist normal so und wird auch besser!
Pola-Entzug
Hallo,
auch ich habe Pola genommen. Fast 13 Jahre plus Fentanyl-Pflaster. Seit einem halben Jahr bin ich weg von Pola und ich will sagen: Pola-Entzug ist richtig schlimm. Jetzt mache ich Fentanyl-Entzug, und habe letzten Monat 9 Tage geschafft. Mehr nicht. Am 9. Tag war mir so schlecht. Lass' die Finger weg von Pola, diesem Teufelszeug. So schnell wie möglich.
Entzug von Tramadol
Hi Mystic,
lass dir Tramadol-Tropfen verschreiben und dosier dich runter. Besorg dir Loperamid und großzügig nehmen, evtl. Benzos wie Tavor mittelang wirksam! Nur die ersten 4-5Tage nehmen! Nicht wochenlang, sonst Suchtverlagerung. Gilt auch für Pregabalin 150. Am besten 600 mg, aber bitte nur höchstens 1 Woche, sonst kannst du einen echt höllischen Entzug erleben, der dich zermürbt. Probier es aus!
Musste, nach Jahrzenten mit Benzos, Pregabalin, Oxy, Hero, Ketamin, kalt entziehen. Alles in Höchstdosis und ohne Hilfsmittel. Wenn ich das packe, dann packst du das erst Recht! Ob ich, nach 23 Jahren als Junkie sauber bleibe, ist unsicher, da eben der Kopf und die Psyche auch viel vom Entzug abbekommen – weil der halt so ecklig ist.
Das schaffst du schon. Vom Tramadol! Runterdosieren wegen des Serotonins, rausgehen, Zähne zusammenbeißen und durch!
RE: Entzug von Tramadol
Habe schon mal auf 150 mg täglich runterdosiert, und will es jetzt ganz lassen. Falls unterm Tag harte Depressionen kommen, habe ich mir eine Packung Lorazepam und für abends, damit ich schlafen kann, Mirtazapin geholt. Mache das eine Woche, dann müsste ich clean sein – aber halt chronisch depressiv, weil ich nur durch Opiate Glück empfinden kann. Werde halt für den Rest des Lebens traurig und depressiv durchs Leben müssen, weil die Opiate das Hirn komplett zerstört haben.
Keine Hirnzerstörung
Opiate und Opioide zerstören keine Gehirnzellen. Ihre Depressionen haben mit Sicherheit andere Ursachen. Sie müssen auch nicht "traurig und depressiv" durch das Leben schreiten - suchen Sie sich ärztliche Hilfe. Das wird schon.
@Mystic
Auch ich kenne die Entzugsproblematik, habe es aber nun endlich geschafft von Opiaten loszukommen. Und zwar mit den beiden Medikamenten Doxepin (3 x 50 mg täglich und Pipamperon 2-3 x 40 mg täglich). Ich habe mich über die gesamten Karnevalstage nicht gut gefühlt, aber auch nicht schlimm. Habe dabei sehr viel getrunken und alles gegessen, worauf ich Lust hatte. Dazu heiße Badewanne und Sauna. Ich drücke dir beide Daumen. Gemeinsam schaffen wir das. Denn du bist hier nicht alleine, auch, wenn man sich im Entzug häufig so fühlt. Stay strong and embrace the temporary pain and suffering. Anschließend erwartet dich ein unglaubliches Gefühl von Stolz.
RE: @Mystic
Dafür bist du jetzt auf Doxepin und Pipamperon. Irgendwie schafft es hier keiner, nicht mit einer Opiatabhängigkeit zu leben. Jeder hat es geschafft, auf Psychopharmaka zu landen und danach süchtig zu sein. Glaubt echt auch nur 1er von 100.000, es danach komplett ohne andere Substanzen zu schaffen?
Antwort
Ich muss Ihnen leider recht geben. Ich glaube nicht wirklich, dass es eine komplette Unabhängigkeit von Medikamenten gibt. Egal von welchen. Ich hoffe allerdings auf die eine Therapie, die vielleicht alles verändert und mir die Sucht, wie auch die Schmerzen nimmt. Gruß und alles Gute. Matthias Sitzler
Tramadol
Ich bin seit 3 Wochen auf Entzug von 200 mg Oxygesic. Ich gehe alle 10 Tage für 4 Stunden in die Klinik und bekomme Infusionen mit Clonidin und zusätzlich iv 10mg Ketanest. Begleitend Pregabalin. Bin jetzt ohne Probleme runter auf 60mg täglich ( innerhalb von 6 Wochen. Mir gehts dabei relativ gut und meine mittelschweren Depressionen sind weg.
Vielleicht wäre das für Dich ein Ansatz
Pregabalin = Lyrica
Hallo,
ist ja noch recht aktuell. Deshalb ein guter Rat. Ohne natürlich zu wissen, inwieweit Du Dich diesbezüglich als Insider bezeichnen würdest?
Jedenfalls: Sei mit Lyrica bloß vorsichtig! Sonst hast Du das Problem am Ende nur verlagert. Ich wünsche grundsätzlich allen, die irgendeine Abhängigkeit beenden möchten, viel Kraft, Glück und Geduld. Gruß
RE: Tramadol-Sucht seit 8 Jahren
Oh Gott, 800 mg ist der Wahnsinn. Das schaffst du ohne Entzugsklinik nicht. Ich habe bei 200 mg den kalten Entzug gerade so geschafft. Aber nur mit Diazepam – Krampfanfälle, starker Schüttelfrost usw. Oh je, mein Beileid.
Tramal
Das wird wahrscheinlich bei jedem Menschen anders sein. Ich nahm 200 mg Tramadol Retard täglich, und kein Ersatzmedikament. Langsam herunterdosiert. Abends dann irgendetwas zu Dir nehmen, was müde macht – z.B. ein Bier trinken oder eine Einschlafhilfe wie eine Baldrin/Hopfen-Pille aus dem Drogeriemarkt. Nur Vorsicht, vom Hopfen bekam ich ein aufgedunsenes Gesicht.
Tramal
Ich frage mich die ganze Zeit, welcher Arzt solche Mengen an Tramal oder Tilidin verschreibt? Wo beschafft ihr euch solche Mengen an mg? Würde mich mal interessieren.
Tramadol-Sucht
Ich habe 18 Monate Tramal-Tropfen eingenommen. Ca. 400 mg/Tag. Es ist mir super gegangen. Ich habe die Dosis ziemlich schnell bis zu 50 mg reduziert. Seit 10 Tage bin ich auf null. Die Schmerzen danach sind unerträglich (Muskel/Knochen/Bauch) – Schwitzen, Schwächegefühle, Vernichtungsgefühle, Tachykardie, etc. Wie lange dauern die Entzugserscheinungen? Hilft Naltrexon dagegen?
Metadon weglassen
Ich bin normalerweise auf 11 Meter, habe aber jetzt schon 48 Std. nichts genommen. Was denkt ihr, kann ich nach 60 Std. versuchen 50 ml Tilidin zu nehmen? Oder bekomme ich dann immer noch Turbo?
Hilft Alpraz, wenn ich kein Pola mehr habe?
Seit ein paar Jahren bin ich im Pola-Programm, habe nun aber seit Donnerstag kein Pola mehr. Wie viel Alpraz hilft beim Entzug?
Alpraz
Leider gar nicht! Du musst weiter runter dosieren :(
Fentanyl
Hi,
ich versuche gerade von Fentanyl wegzukommen. Nehme täglich 600 mg Effentora & alle zwei Tage klebe ich 25 ųg als Pflaster.
Hat jmd. Tipps für mich? Möchte es erprobt ausschleichen lassen.
Runter
Ich bin von Hydromorphon 64 runter. Also 3 Monate 45 mg, danach 30 und so weiter. Dann ist das human. Oder du machst es radikal und gehst von 64 auf 16. Das ist aber 1 Woche Hardcore. Ich hab's gemacht. Hart, aber wirksam!
Verdammtes Zeugs
I feel you. Habe fast 72 Stunden das Pflaster ab, hänge zu Hause und bekam vor gut 24 Stunden Diazepam verschrieben. Ich hoffe, es wird erträglicher. Ich will einfach nicht mehr ...
Hydal
Ich nehme seit 1 Jahr Hydal und, nach einer Rückenversteifungs-Operation am 19.11.22, Hydal 6 mg retard 2x täglich, 3x tägl. Novalgin und 2x täglich 900 mg Gabapentin. Wie soll ich Hydal ausschleichen? Oder, wegen der Schmerzen nach der OP, doch noch warten?
Entzug
Gabapentin macht den Entzug erträglich.
Hydal-Entzug
Hallo,
ich bin selber am Rücken versteift (Nov.22), und habe immer noch Schmerzen. Daher komme ich im Traum nicht drauf, das Hydromorphon abzusetzen! Vielleicht mache ich einen Umstellversuch auf Tilidin, beobachte aber genau meine Schmerzbelastung, ob ich das riskieren kann. Ich nehme die Medis wegen der Schmerzen und bin froh, wenn sie helfen. Und sobald die Schmerzen abnehmen, reduziere ich die Medis.
Oxycodon
Wenn ich die Beiträge lesen fällt schon auf wieviele Leute Probleme mit Oxycodon bekommen. Warum verliert dann
Oxycodon nicht wie damals Eukodal die Zulassung? Oder bekommt man von Morphin auch solche Probleme?
Abhängigkeit
Bei jedem hochwirksamen Opioid besteht Abhängigkeitsgefahr. Egal, ob es sich um Oxycodon, Morphin, Hydromorphin etc. handelt.
Targin
Vielleicht kann mir jemand eine Info geben? Wegen Arthrose bekomme ich seit Jahren Oxycodon 20 mg Retard. Das Medikament ist für mich ein Segen. Ohne, wäre ich schon in Rente. Nachteil ist die Verstopfung, die schon ab und an recht unangenehm ist. Mein Arzt hat mir dann Targin verschrieben. Die schmerzlindernde Wirkung finde ich schwächer, als das ohne den Zusatz. Ich musste zwischenzeitlich Diclofenac nehmen. Bekomme wieder das normale Oxycodon, da die Verstopfung mit Targin nicht wesentlich besser geworden ist. Hat jemand diese Erfahrung auch gemacht?
RE: Targin
Du kannst mit verschiedenen Lebensmitteln der Verstopfung entgegenwirken. Oder notfalls Laxoberal. Das hilft sehr gut.
Naloxon
Dein Arzt soll dir Oxycodon/redard mit Naloxon verschreiben. Das verhindert Verstopfung.
Mit Naloxon
Targin ist Oxy mit Naloxon.
RE: Targin
Movicol 2-3 am Tag trinken. Gibt es in der Apotheke.
Oxycodon
Gegen die Verstopfung, hilft bei mir Bioflorin (Bioflor) und Magnosolv Granulat. Wobei ich momentan doch sehr damit kämpfe, nach 8 Jahren endlich von dem Zeug runterzukommen. Es ist nicht so angenehm, am Besten gar nicht anfangen. Oder, sobald die Schmerztherapie nützt, umsteigen auf andere Analgetika. MfG
Oxy
Seit 2019 nehme ich, nach einer OP, Oxy – habe aber immer Durchfall. Ich wäre froh, wenn ich mal eine Verstopfung hätte. Ich habe mehr Entzugserscheinungen, als Wirkung. Habe schon einiges absolviert, aber die letzte Etappe kommt mir am schwersten vor. Vielleicht hätte ich das Pregabalin erst danach absetzen sollen?
Obstipation
Verstopfung gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen bei Opioiden. Lassen Sie sich vom Arzt auf dem BtM-Rezept Movicol verschreiben, das übernimmt dann die Kasse.
Vll weiß ja jemand was
Hey Leute,
also, ich war 2 Jahre durchgehend tili- und zum Ende oxyabhängig (24/7 bis vor 2 Jahren). Dann habe ich eine Entgiftung gemacht und nur noch täglich abends nach der Arbeit 2 Tilis genommen. Wollte ich aber nicht mehr und habe also nochmal eine Entgiftung, dieses Mal zu Hause, gemacht. Jetzt nehme ich alle paar Tage, meistens einmal die Woche, entweder Tilis 400 mg also 2x 200 mg, oder eine Oxy, meistens 40-60 mg. Ein, zwei Tage danach unruhiger Schlaf, aber auch das wird immer weniger, je nachdem, wie oft ich die halt nehme. Es stört mich nicht, bin eh kein Langschläfer. Nun aber das nervige: Ich komme nicht klar. Wenn’s kalt ist, ist mir immer kalt und ich schwitze trotzdem. Wenn’s warm ist, ist mir heiß und ich schwitze wie ein Wasserfall. Aber nur an den Händen und Achseln. Kann das alles noch davon kommen? Meine richtigen Entzüge waren komplett anders, weswegen ich langsam nur noch verwirrt bin. Kann mir jemand sagen, ob dieses Kalt- bzw. Heißschwitzen (eher wie ein Schweißfilm) von den Tilis und Oxys kommt? LG
Antwort
Hi,
ich bin selbst Schmerzpatient, und habe auch öfters schon Opioide abgesetzt. Ob das Schwitzen von Oxycodon oder Tilidin ist, ist an für sich egal. Dein Hauptproblem ist eine psychische und körperliche Abhängigkeit. Du solltest diese besser nochmal in einer Klinik behandeln lassen. Dein Absetzschema ist ein Witz, sorry, und Dosierung zu hoch. So zielst du einzig und allein auf den Kick ab und wirst nie davon loskommen. Viel Glück!
Ausschleichen
Ich habe schon mehrere Entzüge von Tilidin hinter mir. Immer war ich eingebunden in die Arbeit. Habe nicht einen Tag ausfallen lassen.
Meine Tipps:
Langsam ausschleichen lassen. Am besten die Dosis über Wochen langsam runter setzen, bis man bei höchstens 25 mg ist. Damit man leistungsstark ist, am besten vor und bei der Arbeit nehmen. Auf gar keinen Fall Nachts! Der Abend muss zum Entgiften genutzt werden! Es wird hart. Das kann einem keiner nehmen. Wenn man Urlaub hat, dann absetzen. 2 Wochen dauert es, dann ist man schleichend der Alte. Der 3. und 4. Tag werden am härtesten. Dann ist man anscheinend komplett entgiftet und der Körper hat nichts, um dem entgegenzuwirken. Danach geht es Tag für Tag besser. Am Ende merkt man gar nicht, dass man im Originalzustand ist, aaaaber - manchmal merkt man selbst nach einem Monat, dass da was ist. Das Gefühl ist gar nicht so schlimm, aber man erinnert sich.
Kommt auf's Opiad an
Mit Tilidin hatte ich auch kaum Absetz-bzw. Entzugserscheinungen. Und ich nahm eine Tagesdosis von 600 mg (also 2x300 mg). Mit dem Absetzen von Hydromorphon allerdings, habe ich schon 3 Wochen lang zu tun. Die ersten Tage recht heftig, nach knapp 2 Wochen immer noch extreme Schlafstörungen und ab und zu zittern. Tilidin ist im Gegensatz zu Hydromorphon, was die analgetische Potenz angeht, auch ein großer Unterschied:
Tilidin hat eine Potenz von 0,1-0,2, Morphium, steht bei 1 und Hydromorphon bei 7,5. Das ist ein riesiger Unterschied in der Stärke, weshalb z.B. Hydromorphon auch unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Also bitte nicht alle Opioide miteinander vergleichen/gleichstellen, bzw. dass das Absetzen gleich ist. Mal abgesehen davon, dass jede Person anders darauf reagiert.
Genah
Ein Opioid ist ein Opioid. Dabei spielt es keine Rolle, ob Fentanyl, Morphin, Tilidin oder Tramadol. Alle gehen auf die Rezeptoren, die dann ausgebildet werden, um es auszugleichen. Dementsprechend spielt allein die Dosis eine Rolle. Logischerweise werden die Entzugssymptome bei 100 mg Tramadol die gleichen sein, wie bei 50 mg Tilidin.
RE: Kommt auf's Opiad an
Und Mandy, wenn du dir meinen Beitrag anguckst, dann wirst du sehen, dass ich nur von Tilidin geschrieben habe! Natürlich kannst du meinen Rat befolgen. Wenn du andere Opioide nimmst, dann musst du selbstverständlich die Potenz umrechnen. Wenn du auf Fentanyl bist, wird dein Weg logischerweise ein wesentlich längerer sein.
Frage
Wie kommst du auf 25 mg runter?
Ich meine die Einnahmedosis.
Reduzieren
Hi,
ich bin von 200 mg/Tag auf 10 mg heute. Morgen der Nullversuch. Bin jede Woche 10 mg runter. Meine Frau hat sie mir zugeteilt. Alleine hätte ich das nicht geschafft.
Tilidin
Ich nehme seit 10 Jahren 2-mal täglich Tilidin 100 retard Tabletten. Mittlerweile habe ich nach 4 Stunden leichte Entzugssymptome, da die Wirkung nachlässt. Ich möchte Tilidin absetzen bzw. auschleichen. Welche Erfahrung habt ihr mit Tilidin retatd? LG
Knochenschmerzen
Vielleicht kann man mir weiterhelfen? Bin 35 Jahre, und vor Kurzem wurde bei mir die Bechterewsche Krankheit diagnostiziert. Der Arzt hatte mir - gegen die heftigen Schmerzen am Brustbein - Tilidin verschrieben. Er meinte, die Knochenschmerzen sind bei der Erkrankung vergleichbar mit Knochenkrebs. Ich stelle mir Knochenkrebs aber schlimmer vor. Oder hat der Arzt recht? Bin unsicher, da Tilidin abhängig macht. Würde mich über eine Info sehr freuen.
Bechterew
Hallo Mario,
bei mir wurde vor ca. 6 Jahren Morbus Bechterew diagnostiziert, und ich wurde seitdem mit mehreren Varianten behandelt. U.a. auch Tilidin. Tilidin macht nicht grundsätzlich abhängig. Schau mal bitte auf Deine Medikamentenpackung und gucke, ob dort retard/retadiert steht und hinter der mg-Anzahl ein / mit einer weiteren mg-Angabe. Wenn das so ist, dann machen sie nicht abhängig. Das Tilidin, was abhängig macht, ist nicht retadiert und oft in Tropfenform erhältlich. Trotzdem gewöhnt sich der Körper auch bei retadiertem Tilidin an die Menge und es kann passieren, dass Du irgendwann die Dosis erhöhen musst. Ansonsten ist Dein Arzt Rheumatologe, innere Medizin? Die haben auch noch mehr Möglichkeiten, die Krankheit zu behandeln bzw. das Fortschreiten zu verlangsamen.
Vielen Dank
Vielen Dank für deine Info. Bin beim Rheumatologen und bekomme jetzt Humira als Basistherapie. Der Rheumatologe ist optimistisch, dass ich wahrscheinlich sogar ohne weitere Schmerzmittel auskommen kann.
Retard
Also, das stimmt nicht. Ich nehme seit Anfang an Oxy Retard, und habe mehr Entzugserscheinungen, als Wirkung. Bin gerade beim gefühlten 100. Mal am Absetzen. Das macht sehr wohl voll abhängig. Mit üblen Entzugserscheinungen.
Retard
Eben. Auch Retard macht abhängig. Habe jahrelang Opiate mit Retardierung genommen und war abhängig.
RE: Knochenschmerzen
Ich kann dir nur sagen: Finger weg von Tilidin. Die machen süchtig! Ich nehme Tramal und versuche seit Jahren, davon wegzukommen. Sehr schwer!
RE: Knochenschmerzen
Lass die Finger von Opiaten. Habe auch Bechterew und komme seit vielen Jahren einfach nicht mehr weg von den Tabletten... Suche dir einen guten Rheumatologen und lass dir andere Medis verschreiben. Ich kann nur jedem empfehlen niemals mit Opiaten anzufangen. Hätte ich damals gewusst wie schlimm die Sucht werden kann, hätte ich die Tabletten nie genommen.
Subutex
Bin seit dem 8.12.2022 in Entgiftung. Habe 20 Jahre Subutex genommen. Bin mit 8 mg rein, jetzt, nach drei Wochen, bei 0,8 mg. Morgen 0,4. Dann nix mehr. Bekomme Clonidin auf Bedarf und zur Nacht 200 mg Atosil. Na ja, fühle mich wie ausgekotzt. Mal schauen, was demmächst der 1. oder 2. Nulltag mir so abverlangt?
Hi
Hi,
mache grad das Gleiche durch. Schreib' mir bitte eine Mail: chasiti11@gmx.at.
Würde dich gerne was fragen :)
...
Hi,
hoffe, dir geht's gut und hattest ein gutes neues Jahr!? Aber mit geht's schlecht.
RE: ...
Hi,
hast es jetzt geschafft, oder? Grüße
Targin
Ich habe gegen Coxarthrose bds. und Gonarthrose Oxycodon verschrieben bekommen, aber der Wirkstoff hat in den USA zu großen Suchtproblemen geführt. Jetzt habe ich gelesen, dass Targin eine Kombination von Oxycodon mit Naloxon ist. Ich kannte das von den Tilidin Tabletten, die ich mal vom Hausarzt bekommen habe. Groß geholfen hat mir das Zeug nicht. Nebenwirkungen hatte ich auch nicht. Warum setzt man Targin nicht standardmässig ein? Dann wäre das Suchtpotential doch verringert. Oder macht Targin genauso abhängig wie reines Oxycodon?
Naloxon
Naloxon in der Dosierung hat keinerlei Wirkung auf das Suchtpotenzial, sondern sorgt nur für geringere Nebenwirkung von Obstipation.
Subutex
Ich habe nur von der Straße gekauft, also Subutex. Und jetzt sitz' ich in der Sch...e. Der Kollege ist jetzt weg. Mir geht seit 3-4 Tagen sowas von schlecht. Habe nicht mal was gegessen, und in Duisburg weiß ich einfach nicht, wie ich weiter komme. Bin seit 1 Jahr hier, und kenne mich mit Ärzten und Suchtärzten noch nicht so aus. Ich brauche dringend Hilfe. Seit 20 Jahren bin ich "spice tilli" unterwegs - und jetzt Subutex. Ich komme nicht klar. Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll. Ich bräuchte dringend Hilfe. Ich komme nicht aus dem Bett. Habe keine Kraft in die Apotheke zu gehen, um einfach zu sagen, dass ich das Mittel im Moment unbedingt brauche. Keine Ahnung! Nur noch schlechte Gedanken. Kann mir bitte jemand sagen, wie ich vorangehen soll? Sogar das Schreiben war schwierig für mich. Ich wohne in Duisburg und würde mich freuen, wenn sich jemand meldet oder mir einen Rat geben kann. Ich kann es einfach nicht so lassen. Geht gerade nicht mit Familie und Stress. Im Moment geht alles den Bach runter. Mfg
Hotline anrufen
Hallo Serdar,
über die Feiertage wird es schwer sein, einen Suchttherapeuten zu finden. Vielleicht findest du in der ersten Not Hilfe unter dieser TEL Nr. Sucht- und Drogenhotline: 01805 313031
Es geht auch wieder, irgendwann, bergauf! Alles Gute.
Subutex
Hallo Serdar,
hast du inzwischen Hilfe bekommen? Was ist das für ein Medikament ( Dubutex)? LG - illy
Drogenberatung
Hallo Serdar,
geh' als erstes zur Drogenberatung oder ruf heute am besten kurz an, um dir Adressen von Substionsärzten geben zu lassen. Das wäre der 1. Schritt, damit du erstmal schnellstens deinen Tex bekommst. Gibt's - 2. - bei dir keine Drogenszene, wo du ein paar Tex kaufen könntest? Und 3.: Bei mir in der Stadt gibt's einen Kräuterversandhandel. Große Halle! Da kannst du ganz legal Kratom kaufen. Am besten das Stärkste, was sie da haben. Damit kannst du echt den Subutex-Entzug überbrücken. Wirklich, das hab' ich schon paar Mal gemacht. Es hilft. Dann wünsche ich dir gutes Gelingen und glaube an das Gute. Es wird dir helfen. Gruß Robert
Opioide
Hallo zusammen,
stimmt es eigentlich, dass viele Schmerztherapeuten mittlerweile nicht mehr so rasch Opioide verschreiben? Bei mir hatte der Schmerzdoc gleich Oxycodon verschrieben. Ich wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, dass es so etwas gibt. Morphium klar, vom Namen her. Ich habe Morbus Bechterew und Coxarthrosen beidseitig.
Oliko
Hallo Oliko,
ich denke, dass es auch an der Einstellung/ Erfahrung des Schmerztherapeuten bezüglich der Opiate liegt. Wenn bis dato kein anderes Mittel gegen die Schmerzen geholfen hat, ist es sicher den Versuch wert. Es wird die Zeit zeigen, ob und wie es wirkt und die Nebenwirkungen erträglich sind. Zu bedenken ist nur, dass es körperlich abhängig macht und ein abruptes Absetzen nicht zu empfehlen ist. Dir alles, alles Gute, vor allem ein schmerzfreies Leben.
20 Jahre Oxycodon und Hydromorphon abgesetzen
Hallo,
Bandscheibenvorfall mit Op austherapiert. Nach 20 Jahren will ich ohne all das Zeugs „leben“. Vier Jahre Hölle mit Pflaster, 7/24 Nervenschmerzen und Nebenwirkungen. Dann endlich Palladon (180 mg täglich. Dann kamen Targin, Oxygesic und Palladon 2,6 akut. Seit 3 Jahren habe ich runterreduziert. Seit 1 Woche alles weg, fast alles. Täglich noch 1-2 Palladon 2,6 - aber eigentlich nur gegen den Entzug mit diesem unerträglichen inneren Kribbeln am ganzen Körper, den Nervenschmerzen in den Beinen, Schlaflosigkeit, etc. Wer hat einen Rat gegen dieses innere Ganzkörperkribbeln? Ich will jetzt unbedingt noch von dem Palladon weg! Seit 7 Wochen schleiche ich aus. Alles zu ertragen. Bis auf dieses Kribbeln...
Tizanidin
Hallo!
Ich habs nur mal gelesen, dass man Tizanidin gegen die Entzugserscheinungen nehmen kann. Viel Erfolg u.Grüße O.
Geschafft
Update zum 10.12.22: Bin seit 6 Tagen FREI von allen Opiaten. Geblieben bis jetzt: Schlaflosigkeit, Kribbeln am ganzen Körper, Nervenschmerzen, Schüttelfrost, Schwäche… Habe jetzt mit Ohrakupunktur angefangen. Klar, dauert auch seine Zeit eh es wirkt, aber besser als irgendein neues „ Zeug“. Ich nehme keine Medikamente gegen den Entzug. Es ist echt hart und manchmal schwer zu ertragen, aber aufgeben? NIEMALS!
Carola
Das finde ich sau stark von dir! Alles Gute weiterhin. LG
Ganzkörperkribbeln
Das Kribbeln, Schlafstörungen und Beinschmerzen - oder "Strom" geht durch - das sind unter anderem Nierensymptome. Die müssen auf Fehlfunktionen geprüft werden.
Ganzkörperkribbeln
Hallo Tirb,
bei mir sind es ebenfalls dieses furchtbare Ganzkörperkribbeln, Schlafstörungen, Beinschmerzen, Durchfall, Nervenschmerzen in den Beinen nach Absetzen von Hydromorphon 2,6 mg (6-8 Stück/Tag) und Tilidin 150/12 mg. Es ist furchtbar. Mein Arzt hat das Hydromorphon und Tilidin sofort abgesetzt, weil das HM 2,6 mg zur Zeit nicht lieferbar ist. Er hat mir als Ersatz HM 4 mg ret. verordnet. Es ist die Hölle. Hinzu kommt noch, dass ich so depressiv/traurig/weinerlich geworden bin. Einfach nur noch furchtbar. Ich sehe im Moment gar keinen Sinn mehr, zu leben.
Oxycodon Entzug
Ich musste mir am Wochenende kläglich und schmerzhaft eingestehen, dass ich ordentlich opiat-, um genau zu sein oxycodonabhängig bin.
Ich nehme seit ca. 1 Jahr etwa 60 bis 100 mg pro Tag. Am letzten Freitag ist mir aufgefallen, dass mein Vorrat zu Ende geht und ich morgens die letzte Pille mit 20 mg genommen habe. Bereits am Abend bin ich völlig am A.... gewesen. Ich hatte krasse Unruhe, craving vom Feinsten, mega schlechte Stimmung und am nächsten Tag sind dann noch eine laufende Nase und etwas Durchfall hinzugekommen.
Ich habe mich dazu entschieden, erstmal auf Kratom umzusteigen und das Oxy komplett weg zu lassen, da ich es nur zum Berauschen genutzt habe, aber damit keine Schmerzen stille. Meine Hoffnung ist, dass das Absetzen vom Kratom am Ende leichter fällt, als der Entzug vom Oxy. Was denkt ihr darüber?
Karton: Welchen?
Micky, welchen Karton nimmst du?
Also: Bezugsquelle (online) und Produktname würden mir sehr helfen. Habe denselben Schritt vor.
Entzug Oxy
Nach einem Motorradunfall nehme ich seit 3 Jahren Oxygesic. Angefangen mit 5 mg pro Tag, war ich am Ende bei 2x 50 mg Retard. Wenn es mir psychisch schlecht ging, dann noch 40 mg Akut. Den Entzug habe ich mit 90 mg begonnen, nach einer Woche dann 80. Zwei Wochen mit 80, dann auf 70, eine Woche später auf 60, zwei Wochen mit 60, dann 50 ...usw. Dies begleitend mit Venlafaxin 150 mg, einem Psychopharmaka. Es geht mir gut. Allerdings hoffe ich, dass ich die eine Sucht nicht mit der nächsten abgelöst habe.
Oxycodon absetzen
Wenn man 5 oder 10 Jahre Oxys genommen hat, sollte man sich zum Absetzen auch länger Zeit nehmen, damit der Entzug erträglicher ist. Ich nehme seit 10 Jahren 3x30 mg Oxycodon und ich merke, dass ich nun immer mehr benötige. Darum habe ich mich entschlossen, abzusetzen. Und zwar immer 0.5 mg weniger je Woche. Ich hoffe, dass das klappt, nein, ich weiß, dass es klappen wird. Ich werde einen SCS Schmerzschrittmacher erhalten. Der wird jedoch nur die Rückenschmerzen lindern und nicht meine Ganzkörperschmerzen. Dafür könnte ich zusätzlich Cannabis bekommen. Das ist jedenfalls besser, als das Morphium und hat weniger Nebenwirkungen.
Cannabis
Hallo Perrie!
Ich nehme auch seit einigen Jahren 3 mal 30 mg Oxy und bei Bedarf 20 mg Akut. Ich bekomme neuerdings Cannabis und merke eine gute Schmerzlinderung, so dass ich die 90 mg Oxy reduzieren möchte. Ich soll die 30 mg im 14-Tage-Abstand durch 20 mg ersetzen. Bin schon gespannt, ob es machbar ist, ohne dass die Schmerzen zunehmen?
Pola Entzug
Ich habe im Februar noch selber gefragt wie lang ein Pola Entzug sein könnte und muss sagen: Obwohl ich den "Sch..ß" 20 Jahre genommen habe, ist es nach 25 Jahren "drauf sein" der harmloseste. Die Knie ziehen, aber sonst ist alles aushaltbar. 6 Std. durchschlafen ist drin. Habe in einem halben Jahr von 5 ml immer in 0,5 Schritten abdosiert, bin aber zuvor aus der Großstadt ins Dorf gezogen. Dort wäre ich schon am 1. Tag auf Null gewesen, da bin ich mir sicher. Im Kopf muss es stimmen. Das macht 90 % aus. Also, entscheidet gut, wann ihr es durchzieht. Viel Glück!
RE:
Hallo Jess,
ich mache gerade den gleichen Mist durch. War 1 1/2 Jahre auf 90 mg. Habe dann ohne Hilfe innerhalb eines Monats auf 0 reduziert, also seit 2 Wochen clean. Die Schmerzen sind da, aber es lässt sich aushalten. Ich frage mich nur, wie lange das noch so weiter geht? Wenn du magst, berichte, wie es dir geht. VG
Pola-Entzug
Ich bin seit fast 20 Jahren opiatabhängig. Vor zwei Jahren habe ich schon einmal den Entzug von Pola probiert, mich langsam runterdosiert, und dann von 0,5 ml auf Null. Aber nach vier Wochen auf Null, sah ich aus wie ein Zombie, da ich einfach nicht mehr schlafen konnte. Ich bin dann wieder ins Programm und jetzt erneut auf 0,5 ml. Ab nächster Woche probiere ich abermals den Entzug auf Null. Und, ehrlich gesagt, ich habe Schiss. Aber diesmal bekomme ich Benzos mit. Iich hoffe, das erleichtert ersteinmal die ersten zwei, drei Wochen.
Dein Polamidon-Entzug
Ja, danke! Hat mir wieder Mut gemacht auf meinem Weg!
Absetzen Oxycodon, starke Übelkeit
Seit 5 Wochen nehme ich Oxycodon. Beginn mit 70 mg täglich. Zur Zeit bei 30 mg. Das Absetzen führt zu unerträglicher Übelkeit, den ganzen Tag über. MCP hilft nicht, etwas anderes verschreibt mein Arzt mir aber nicht, Vomex führt zu heftigem Herzrasen.
Meine Frage: Nach welchem Schema soll ich die letzten 3 Tabletten reduzieren?
Welches Medikament hilft gegen diese furchtbare Übelkeit?
Danke Euch sehr für eure Hilfe!
Kreuztoleranz
Der sanfteste Entzug geht mit anderen Opiaten, die man nach ein paar Tagen wechseln sollte. Das klingt jetzt sicher seltsam, aber es funktioniert. Unverständlicherweise gibt es nirgendwo eine solche Entzugsbehandlung.
Mein Rat: Besorg dir Methadon. Nimm es max. eine Woche lang. Bis dahin sollte dein Körper vom Oxy entzogen sein, aber noch keine Abhängigkeit vom Methadon aufgebaut haben. Du wirst nicht den geringsten Entzug registrieren.
Seit 10 Tagen Methaddict genommen
Seit 10 Tagen Methaddict genommen. Möchte jetzt einfach auf null reduzieren. Langsam. Oder soll ich das einfach weglassen und mal sehen, ob ich was merke? Sollte ich was merken, soll ich dann was nehmen? Ich arbeite im Schichtdienst, also 1 Woche in der Früh-, dann, die Woche drauf, in der Spätschicht. Deswegen möchte ich nicht krank werden. Bitte, wenn du kannst, hilf mir bei der Sache. Wichtig, weil ich ab und an Schore nehme, habe ich Pola(midon) und Methaddict genommen.
Gegen Übelkeit
Ich nehme seit fast 4 Jahren morgens und abends 8 mg Hydromorphone und nachts 4 mg. Ich selbst will auch davon weg, aber gegen die Übelkeit empfehle ich dir Vomacur 40 oder 50 mg. Die bekommt man ohne Rezept in der Apotheke und die machen müde. Bei mir zumindest zu 100%. Die Kosten sind unter 10 Euro und es gibt sie nur in einer 10er und 20er Packung. Versuche es mal.
Tilidin
Hallo,
vielleicht finde ich hier Hilfe!
Mein Mann hat, aufgrund starker Schmerzen, über mindestens 5 Jahre Tilidin 5x 100 mg/8 mg genommen sowie hin und wieder zusätzlich Oxycodon. Jetzt haben wir es seit ca. 4 Wochen geschafft, dass er nur noch morgens und abends je eine Tilidin 50/4 mg nimmt. In seltenen Fällen, wenn die Krämpfe zu schlimm sind, auch Nachts zusätzlich eine 50/4 mg. Er möchte es ganz absetzen, aber die Restless Legs und das starke Schwitzen ist bei ihm sehr ausgeprägt. Die Hausärztin meint, er könne mit 2x1 Tilidin 50/4 mg ruhig noch 2 Jahre weiter machen. Aber das möchten wir nicht. Vielleicht hat hier jemand einen Tipp für mich, wie wir weiter machen können? Damit er endlich ganz davon los kommt. Er hat schon so viel geschafft. Aber die letzten 2x50/4 mg abzusetzten, scheint wohl der schwierigste Schritt zu sein. Wir haben auch schon mal probiert, die Tabletten etwas später einzunehmen. Aber es treten relativ schnell starke Krämpfe in den Armen und Beinen auf.
Tilidin
Fragt am besten mal nach Tilidin Tropfen. Die wirken aber etwas anders, als die Tabletten. Hier kann dann Tropfenweise abdosiert werden. 1 Tropfen entspricht etwa 2,5 mg Tilidin. Wenn dein Mann ganz auf null ist, kann Pregabalin helfen.
Um Gottes Willen....
Tilidin in Tropfenform macht schnell abhängig, da es nicht retadiert ist. Das macht alles nur noch schlimmer!+
#Tilidin
Wenn dein Mann es einfach komplett weglässt, sollten sich nach 3-5 Tagen alle Symptome legen. Frag' deinen Hausarzt, ob er ihm für diese Tage
Levodopa-Benserazid 100 mg gegen Restless Legs aufschreibt. Etwas Diazepam 5-10 mg 2 bis 3 mal täglich und Zopiclon 7,5 mg 1x für die Nacht. Dann hören alle körperlichen Entzugserscheinungen auf. Er kann auch Tilidin einfach weglassen, hat dafür aber 3 Tage so etwas wie eine leichte Erkältung. Aber dann ist es weg.
Tilidin
Hallo Marcel, deine Mitteilung hier ist für mich hilfreich. Danke.. endlich eine klare und logische Aussage. 2 Jahre nehme ich Tilidin und schaffe den sogenannten Kaltentzug nicht. Mehrere Versuche gescheitert.
???
Ihr immer mit euren 'zig verschiedenen Medikamenten für den Entzug. Ich habe schon oft gehört und auch selbst eher die Erfahrung gemacht, dass es ganz wenige Medikamente gibt, die wirklich beim Entzug helfen. Die meisten nicht! Darunter so gut wie alle, die du beschrieben hast!
Tilidin
Es kommt nicht darauf an, was ihr wollt, sondern was Er will.
Restless legs - Syndrom
Ich habe seit 3 Jahren das Restless legs-Syndrom und nehme vor dem Schlafen 2 Tbl. Levodopa. Komme sehr gut damit klar. LG
Warum absetzen?
Ihr Mann nimmt das Medikament gegen Schmerzen. Es abzusetzen ist kontraproduktiv.
Hydromorphon
Moin in die Runde,
ich nehme seit ca. einem Jahr 16 mg Hydromorphon täglich und bin jetzt dabei, es abzusetzen. Von 16 auf 12 und jetzt auf 8 mg nach nunmehr 2 Wochen. Unruhe, Schweißausbrüche, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeit, dann - ganz merkwürdig - so, als müsste ich andauernd pinkeln, oder es in der Harnröhre "juckt". Ich kann mir vorstellen, dass das mehrere ebenfalls haben, aber darüber nicht sprechen mögen. Dass es vom Entzug her kommt weiß ich dadurch, dass ich mal einen kalten Entzug versucht hatte, und die Nebenwirkungen einfach zu heftig waren, um sie auszuhalten. Am Freitag habe ich Pipamperon verschrieben bekommen, aber leider nicht vertragen. Nachdem ich im Bad ohnmächtig geworden bin, sofort abgesetzt. Also weiter mit dem Entzug rumärgern.
Entzug
Pipamperon passt im Opiat, -Opioid- Entzug gar nicht. Sehr zu empfehlen ist eher so etwas wie Lyrica. Einfach mal googeln. War in Entzugskliniken sehr populär und hilfreich .
Grüße Dirk
RE: Hydromorphon
Hi,
ich glaube dein Gefühl, andauernd pinkeln zu müssen, hängt mit dem Restless-Legs-Syndrom zusammen. Bewegung hat mir da immer geholfen. Ansonsten heißt es: Abwarten! Viel Glück weiterhn :)
Tilidin absetzen
Lass' dir doch etwas Lyrica/Pregabalin verschreiben. Das hilft. Und bei 5-10 Tagen Anwendung, ist keine Gewöhnung mit der Folge von Absetzsymptomen möglich. Das wirkt Wunder! Dazu etwas Novalgin, zum Schlafen z.B. Atosil, und der Entzug ist kaum noch unangenehm. Mit Cannabis dazu, ist's sogar eine positive Erfahrung. 2x 10 mg Diazepam für 5 Tage dazu, dann kannst du es kalt absetzen, ohne im Geringsten leiden zu müssen.
Warum wird das von den Ärzten nicht gemacht?! Voller Vorurteile und völliger Unkenntnis über Zusammenhänge, Ursachen und Muster bei Sucht, verschreiben die meistens gar nichts mehr. Die Leute sollen leiden. Was ist der Grund? Totale Unwissenheit, illusorische Vorstellungen der Angst - eingetrichtert von Geschichtenerzählern, die sich, um der Angst willen, wichtig tun können.
Ich rede aus Erfahrung, war jahrelang mit 50 mg Polamidon substituiert, nahm bis zu 20 Stück allerlei Benzos, dazu alles andere.
Zolpidem
Seit 6 Jahren ärztlich Zolpidem verordnet. In den letzten 2 Jahren werden diese auch unter dem Tag eingenommen, da bei mir keine Antidepressiva greifen. Die Tabletten beruhigen für eine kurze Zeit. Mein ganzes Leben liegt wegen dieser Tabletten, ohne die mein Tag nicht mehr funktioniert, am Boden: Abhängigkeit, übelste Entzugserscheinungen bei Reduzierung. Habe die ganze Liste AD schon mehrfach durch. Wäre ein Zolpidem-Entzug (sorry, dass ich das Thema im Opioidbereich poste) unter Zuhilfenahme von Lyrica denkbar? Ich frage, weil ich ärztlicherseits kaum Unterstützung bekomme. Diazepam, wegen Angstzuständen, habe ich bereits. Lyrica hat mir der Arzt aktuell gegen Krämpfe bei einem Absetzversuch verschrieben. Habe, wegen der vielen potentiellen Nebenwirkungen, etwas Angst vor Lyrica .
RE: Hydromorphon
Gehe am besten in eine Schmerzklinik. So habe ich es auch gemacht. Ich habe mit Hydromorphon sehr starke Entzugserscheinungen gehabt. Jetzt habe ich Temgesic verordnet bekommen.
Oxycodon
Hallo zusammen!
Ich nehme Oxycodon seit knapp vier Jahren gegen Morbus Bechterew. Letzten Monat hatte ich an einem Wochenende nicht genug Oxycodon, und mein Hausarzt dummerweise am besagten Freitag wegen eines Coronafalls geschlossen. Ich habe dann Samstagmorgen die letzte Tablette genommen, hätte aber nie gedacht, wie hart das ist. In der Nacht hatte Restless-Legs bekommen, und tagsüber war ich irgendwie schlapp u. neben der Spur. Leider kam noch hinzu, dass ich mich trotz Höchsdosis von Diclofenac und Metamizol kaum noch richtig bewegen konnte, da die Schmerzen zu stark wurden. Ich nehme 60 mg Oxy Retard, also eher eine moderate Dosis. Hätte wirklich nie gedacht, wie stark man körperlich davon abhängig werden kann. Auf der anderen Seite bin ich mit Oxycodon arbeitsfähig, und kann sogar etwas Sport treiben. Bewegung ist grade bei Rheuma sehr wichtig. Meine Frage an Euch wäre: Wie lange halten diese Entzugserscheinungen an?
RE: Oxycodon
2 Wochen ca., dann ist das Schlimmste vorbei!
Wie lange dauert ein Entzug
Hallo,
die Länge und Intensität hängen von Dauer, Dosis, Art des Opioids ab. Auch die eigene Konstitution und psych. Verfassung spielen eine Rolle.
Grundsätzlich macht jeder längere Konsum beim Absetzen Entzugssymptome. Gerade jahrelanger Gebrauch ist grundsätzlich nur in langsamen Schritten absetzbar und selbst dann, grad' zum Ende hin oder zu schnell, hat man einige unangenehme Tage vor sich.
Allerdings gibt's auch eine Menge Hilfsmittel, die etwas helfen. Grüße Dirk
RE: Oxycodon
Hi, da Oxy reiner ist als Straßenheroin, dauert der Entzug statt 14 Tagen mindestens 4 Wochen
Mfg
Entzug Oxi
Hi,
ich konnte ich es in 3 Wochen absetzen. Nur das komplette Ausgleichen kann 4 bis 12 Wochen dauern. Nur wichtig zu wissen: Nie wieder Oxi. Es ist wie beim Alk-Entzug - einmal weg immer weg bleiben. Der Gewöhnungseffekt ist megahoch. VG
Entzug mit Loperamid
Bin neu hier. Deshalb kenne ich noch nicht alle.
Aber, als ich die Zeile las, einen Entzug mit Loperamid zu machen, musste ich doch grinsen. Loperamid ist ein sehr schwach potentes Neuroleptika, bei dem man durch Zufall herausfand, dass dieser Wirkstoff die Darmperistaltik, das heißt, die Darmbewegung besser hemmt und den neuroleptischen Nutzen hat, Durchfälle zu stoppen. Ich kann mir vorstellen, dass damit die - den Entzug begleitenden - Durchfälle gestoppt werden.
Ansonsten sehe ich da keinerlei Effekt. Das Zeug ist frei verkäuflich( Lopedium, Imodium).
Entzug
Loperamid hilft beim Opiat-Entzug gegen Durchfall. Das war’s aber auch. Was gut hilft, ist Pregabalin, Gabapentin und Clonidin.
Loperamid ist ein Opioid
Alex,
Loperamid ist kein Neuroleptika. Es ist ein Opioid, das nicht durch die Blut-Hirn-Schranke kommt, bzw. durch den Efflux-Mechanismus wieder herausgeschleust wird und nur gegen den Durchfall hilft.
Ich habe mir aber öfter während des Entzugs eingebildet, dass ganz viele Lope (10-15) nehmen, und das den eigentlichen Entzug irgendwie ein bisschen lindert.
Antwort/Mario: Kalter Entzug durch Placebo
Ich hoffe, es ist okay, wenn ich Du sage? Ich kenne das. Aber Du hast das Medikament nicht ohne Grund bekommen. Dennoch bist Du nicht das Eigentum dieser Entzugsklinik! Das geht schon auf Körperverletzung hin. Als Erstes musst Du da raus!
Deine Krankenkasse kann Dir Therapeuten
nennen. Die - ein Psychiater oder ein Schmerztherapeut - können Dir dann Wege aufzeigen, die Du vielleicht auch bereit bist zu gehen. Ich habe auch schon alles durch: Fenta, Tilidin, Tramal. Ich weiß, es wird nur gehen, wenn Du wirklich bereit bist! Kein Mensch kann sich diese Höllenqualen vorstellen, der es nicht selbst erlebt hat ...
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Hallo, ihr Lieben!
Ich nehme seit fünf Jahren Oxycodon! Habe mit 1x tgl. 20 mg angefangen. Vor einem halben Jahr 80 mg - und davon fünf Stück am Tag! Ich leide unter einer Sehnerventzündung, einhergehend mit sehr starken Kopfschmerzen! Ich bin dann von allein wieder auf 20 mg. Mit sechs Stück am Tag. Ich will unbedingt runter von dem Zeug! Jetzt will mein Hausarzt, nach fünf Jahren, dass ich alles liegen und stehen lasse und sofort in eine Suchtklinik soll! Was mit den Kids ist, dass mein Mann auswärts arbeitet, ist ihm völlig egal. Er gibt mir kein neues Rezept mehr! Bin völlig fertig, da ich nur noch bis morgen Tabletten habe! Hoffe so sehr, dass mir mein Neurologe wenigstens ein neues Rezept ausstellt! Und ja, ich kenne die heftigen Entzugserscheinung echt sehr! Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich? Liebe Grüße Kerstin!
Kalter Entzug
Hallo,
ich möchte anonym bleiben. Der kalte Entzug ist sehr hart. Ich habe ihn mir selbst auferlegt. Nach 7-jähriger Einnahme von 1000 mg Tilidin und 200 mg Oxycodon täglich. Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, versuche es aber. Ich bin jetzt in der 20. Woche ohne Medikamente. Vier Tage habe ich diese noch bei mir gehabt und danach im Klo runtergespült. Ab da gab es kein Zurück mehr. Ich musste sämtliche Entzugserscheinungen durchleben, was etwa 4 Wochen anhielt. Jeder Mensch ist anders, aber mit genug Mut und wenn du dir eine sehr wichtige Sache in deinem Leben suchst, wirst du das auch schaffen. Ein sehr hilfreiches Mittel, egal wie groß die Schmerzen sind, ist Sport. Ich weiß, von was ich schreibe. Jetzt, nach all den Qualen, geht es mir besser als je zuvor. Viel, viel Erfolg wünsche ich dir.
Absetzen
Oje, dauern die Entzugserscheinungen tatsächlich einen kompletten Monat? Wenn ich mir vorstelle, jede Nacht Restless-Legs zu bekommen - und das vier Wochen?! Das ist hart!
Dauer
Bei mir 3 Monate. Entzugserscheinungen nach 4 x 40 Oxy. Ein (1) Jahr genommen. Kalter Entzug. Habe mit 3 x 10 angefangen und stetig aufdosiert.
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Sofort neuen Arzt suchen. Kein Arzt kann entscheiden, wann Sie in eine Suchtklinik sollten, oder einfach die Opioid-Therapie bzw. die Behandlung beenden.
Oxy
Hi, Kerstin!
Etwas verstehen kann ich deinen Hausarzt schon, 5 mal 80 mg tgl. ist heftig. Aber deswegen gleich das Mittel zu streichen ist Schei.. , zumal du erstmal einen Platz in der Klinik haben musst. Arztwechsel ist auch problematisch. Viele Arztpraxen nehmen keine neuen Patienten auf. Darf ich fragen, ob dein Neurologe helfen konnte?
Entzug
Morphium-Entzug bitte nur in einer Klinik machen. Sogenannte Schmerzkliniken sind dafür geeignet. Zum Beispiel haben Mainz und Frankfurt so etwas.VG
Palexia absetzen
Wegen starker Rückenschmerzen nehme ich seit einem Jahr täglich Palexia 50/100 mg. Vorher eineinhalb Jahre Tilidin in Höchstdosis. Nun meinte meine Ärztin man könnte versuchen Palexia abzusetzen, da ich starke Schlafstörungen habe. Sie meinte, oft stelle sich dabei heraus, dass man auch ohne Opiat auskommt. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen? Ich hab große Angst, ohne Opiat wieder so heftige Schmerzen zu bekommen.
Palexia absetzen
Ich kenne diese Angst.
Ich habe mir immer eine Stoppuhr im Handy gestellt und die Einnahmezeiten täglich um ca. 30 min verlängert (ohne merklichen Unterschied). Manchmal war die Einnahne dann mitten in der Nacht. Wenn es begann zu schmerzen, bin ich bei den Zeitintervallen geblieben. Eines Tages war ich mutig und habe 5 Std. später die Tablette genommen. Da merkte ich, dass mich eher meine Angst vor Schmerzen zur Tablette trieb und ich konnte wieder am nächsten Tag 5 Std. später etwas nehmen und so ging es täglich weiter, sodass ich nun bei allen zwei bis drei Tagen bin, um keinen Entzug zu haben.
Die Ärztin hat also recht. Immer weiter in kleinen Schritten testen, überwachen, notieren hilft auch. Ich habe auch die Tagesdosis anhand der Stunden immer ausgerechnet und meiner Familie mitgeteilt. Es macht stolz, wenn man sagen kann: nur noch 35 mg, 20 mg, 15 mg oder wie jetzt 3 mg pro Tag. Das sind echt Erfolge und die wurden auch so gefeiert.
Tramadol
Hallo,
hat jemand Erfahrung mit Tramadol? Ich nehme es nun schon über drei Jahre. Anfangs nur niedrig dosiert, dann wurde es aber immer mehr. Mittlerweile sind es an schlechten Tagen bis zu 700 mg. Ich möchte endlich von dem Mistzeug wegkommen, habe aber Angst vor den Entzugserscheinungen. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich es am besten angehe? Möchte es alleine schaffen, will nicht dass es jemand mitbekommt!
RE: Tramadol
Ich nehme seit 2,5 Jahren 600 mg Tramadol. Du solltest es langsam reduzieren. Am sinnvollsten ist es, wenn du die Tropfen reduzierst, weil, die kannst du besser dosieren. Sinnvoll wäre es alle sieben Tage, also sechs Tage 600-500-400-300-200-100. Mit Entzugssymptomen musst du natürlich rechnen. Da die bei einem abrupten Absetzen natürlich wesentlich stärker sind, kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch- und starken Muskelkrämpfen, Schlafstörungen, laufender Nase, Schweißausbrüchen, Herzrasen, depressiven Verstimmungen, Verwirrtheitszuständen, Unruhe beim Liegen, Unruhe-, Erregungs- und psychiatrischen Angstzuständen, suizidalen Gedanken, Albträumen, Schlafstörungen. Zu empfehlen ist, das Ganze mit weiteren Medikamenten anzugehen - was das alles etwas erleichtert. Bei Durchfall kannst du Imodium nehmen; bei Schmerzen freiverkäufliches Paracetamol oder Ibuprofen. Sinnvoll ist auch etwas gegen Übelkeit. Freiverkäufliches Vomex A gibt es auch als Zäpfchen. MCP ist verschreibungspflichtig.
Antwort
Hi,
also erstmal bist du "nur" auf Tramadol. Das ist schon mal gut. Ich weiß, dennoch kann alles schwer sein. Aber im Ernst - im Vergleich zu den Leuten, die in Substitution sind, ist Tramadol eher Kindergarten. Die meisten wären wohl froh "nur" diese Abhängigkeit zu haben .
Vielleicht hilft es dir beim Aufhören, wenn ich dir sage, dass Tramadol (vor allem in höheren Dosierungen) unendlich schlecht für Magen und Körper ist. Du siehst "sch...e" aus im Gesicht, und irgendwann ist dein Magen von dem Zeug kaputt. Also rate ich dir, das Zeug einfach abzusetzen. Jede Woche 50 mg weniger, und nach ein paar Wochen oder Monaten bist du entweder auf Null oder auf einer Tagesdosis von ca. 50 bis 100 mg - wo ein Entzug, vor allem mit Cannabis oder sonstigen kleinen Helfern, wunderbar, na ja, zumindest relativ gut funktionieren müsste. LG
Kalter Entzug von Oxycodon
Servus,
ich habe seit 7 Monaten Oxycodon retard 20 mg, genommen. Alle 8 Stunden 1 Tablette. Anfangs total begeistert von der Wirkung. Arthrose im Hüftgelenk und Schmerzen wie der Teufel. Mit einem Mal weg. Toll. 3 Monate weiter, wurden die Nebenwirkungen zur Plage. Ein schmerzfreier Stuhlgang war nicht mehr möglich. Auch starkes Schwitzen, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit kamen hinzu. Dann habe ich des Nachts nicht mehr durchschlafen können. Meine Arbeit schaffte ich auch nicht mehr richtig. Vor drei Wochen ging es richtig rund. Alles auf einmal. Die Schmerzen waren wieder da, und stärker als je zuvor. Mein Arzt ging in Urlaub. Hier auf dem Land schwierig eine Vertretung zu finden. Pillen waren alle. Was jetzt? Ich konnte und wollte nicht mehr. Habe einfach ohne Ausschleichen abgesetzt. 10 Tage Hölle. Kein Schlaf, Durchfall, Schwindel, Zittern, die Muskeln haben selbstständig gearbeitet, Weinkrämpfe usw. Seit 4 Tagen habe ich komischerweise nur noch aushaltbare Schmerzen. Meine Stimmung ist bestens, meine Konzentration 1A.
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Ich habe seit über 10 Jahren Oxycodon 80 mg, 1 Tbl. täglich eingenommen. Seit genau 2 Wochen habe ich das Oxycodon komplett abgesetzt, da die Nebenwirkungen für mich unerträglich wurden. Am meisten macht mir diese Schlappheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit zu schaffen. Gibt es irgend was, was ich dagegen tun, und wie lange hält dieser Zustand noch an?
Nebenwirkungen
Bei zehn Jahren 80 mg, ist viel! Das kann dauern! Würde lieber einen Arzt fragen. Es kann Krampfanfälle geben.
Tilidin absetzen
Habe seit 4 Wochen 200-400mg täglich genommen ohne Pause. Ich will das Zeug nicht mehr nehmen. Was erwartet mich wenn ich es von heute auf morgen absetze?
Antworten
Ich habe keine Erfahrung mit Tilidin, aber im Vergleich zum Morphium ist es ein schwaches Opiat. In 4 Wochen dürfte es keine körperlichen Entzugserscheinungen geben, glaube ich ...
RE: Tilidin absetzen
2 Wochen runterdosieren. Damit habe ich Erfahrung. Bin bis auf 25 mg runter. Das ist eine kaum wirksame Dosis. Evtl. erstmal halbieren und dann langsam runter. Der Tilidinentzug ist einer der kürzesten.Tramal geht länger.
8 Wochen
Hi,
im Gegensatz dazu, wenn Du nicht aufhörst, passiert Dir jetzt wahrscheinlich nichts. Das wird jetzt schon wie eine richtig heftige Grippe. Aber jeder Tag mehr, macht es schleichend langsamer. Dann, ganz plötzlich: wuumm! Wie vom Auto überfahren. Lass Dir das nach 25 Jahren Erfahrung erzählen. Wenn nicht, wirst Du irgendwann an meine paar Zeilen denken.
(versprochen) #Alles Gute von mir.
Bitte ausschleichen
Besser ist, du lässt das Medikament langsam ausschleichen, denn von heute auf morgen nichts mehr nehmen, ist sicher schwierig. Viel Glück!
Fentanyl-Pflaster 25
Hallo,
ich nehme seit 3 Wochen wegen starker Schmerzen (Bandscheibenvorfall L5/S1) alle 3 Tage ein Fentanylpflaster mit 25 mg.
Verzeiht mir jetzt bitte meine Frage, aber das Thema ist total neu für mich - ab wann ist oder wird man davon süchtig? Muss ich mir jetzt schon Sorgen machen? Die Schmerzen sind noch zur Hälfte da, aber ich will kein stärkeres Pflaster nehmen. Die Nebenwirkungen sind jetzt schon heftig. Gibt es Alternativen (verträglicher und weniger NW) zum Plaster? Ich habe wirklich große Sorgen, dass das eine Einbahnstrasse für mich wird. Den Bandscheibenvorfall kann ich derzeit nicht operieren lassen (wegen Blutverdünnungs-medikamenten nach Setzung von 2 Stents im Herzen). Tramal hat bei mir leider nicht geholfen. Habe wegen der Schmerzen schon starke Depressionen, kann sehr schlecht schlafen und mir ist immer schlecht. Habe dadurch schon 10 kg in den letzten Wochen abgenommen (kein Appetit) und werde immer dünner. Danke für eure Ratschläge.
LG-Mike
Aufpassen☝️
Erste Entzugssymptome hast du schon nach einer Woche. Hör' auf, so lange es noch geht. Bei Pflastern dauert es vielleicht etwas länger bis Erscheinungen auftreten. Versuch' es mal mit eiskalten Duschen gegen die Schmerzen. Das beste Mittel gegen Schmerzen sind Schmerzen. Eisbad oder zum Ende kalt abduschen.
Oxycodon
Bekomme seit über 10 Jahren Oxy. Zwar nur in geringer Dosis 20 mg, doch auch dann treten nach den Jahren Nebenwirkungen auf. Habe mich vor 7 Tagen entschlossen, es einfach abzusetzen. Seit 5 Nächten nicht geschlafen, unruhige Beine, Schwitzen, Antriebslosigkeit, Diabetes, der entgleist... Also das volle Programm! Hätte ich meinen Mann nicht an meiner Seite der mich darin voll unterstüzt, hätte ich wahrscheinlich wieder zur Tablette gegriffen. Ich finde es von den Ärzten unverantwortlich mir zu sagen, dass das Rezeptieren über einen so langen Zeitraum nicht süchtig macht. Im Beipackzettel sollte auch aufgeführt werden, dass es bei Absetzen - ohne ärztliche Unterstützung - zu einem kalten Entzug kommen wird!! Ich hoffe, doch diese Zeit zu überstehen und NIE wieder dieses Sauzeug nehmen zu müssen. Auch ich hoffe auf ein Ende der Entzugserscheinungen.
Tilidin absetzen
Hallo Lizzy,
zunächst mal ist es so, dass das hinzugefügte Naloxon (bei Tilidin 200, weist das /16 darauf hin) die euphorisierende Wirkung des Opiats fast vollständig negiert. Da Naloxon das Antidot (Gegengift) für Opiate aller Art ist, wurde dieses Tilidin/x zurecht nicht in das BtMG aufgenommen. Ebenso ist es wichtig zu wissen, dass Tilidin mit N. ab 600 mg/48 pro Tag so gut wie gar nicht mehr wirken kann, und man dadurch Entz.-Symptome bekommt. Weil das Naloxon über dieser ‚Schwelle‘ volle Wirkung zeigt (wie das biochemisch funktioniert, weiß ich nicht. Ist aber so!).
Ich selbst bekam damals Tilidin 600 mg/48N pro Tag. Der Entzug lief so :
1.Woche 400 mg/32/d mit häufig leichter Übelkeit und Einschl.-Schwierigk.,
2.Woche 200mg/16 nur Schlafsschw.,
3.Woche 100/8,
4.Woche 50/4,
5.Woche 0.
Alles in allem, war es recht unproblematisch.
Oxycodon
Hallo Lissy,
ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass Du Retardtabletten mit Naloxon bekommst. Meine Antwort bezieht sich nur auf Opiate mit Naloxon !
RE: Oxycodon
Wenn du Take Home bekommst, hast du doch für jeden Tag eine festgelegte Dosis, die du nehmen musst. Daher kannst du ziemlich schnell feststellen, ob dein Bestand passt. Und wenn es dir schlecht geht, dann würde ich die Hälfte deiner Dosis nehmen und nächsten Tag wie gewohnt fortfahren!
Polamidon
Was mache ich, wenn ich glaube, mein Pola vergessen zu haben, und es mir echt besch...en geht. Bekomme "Take Home", und bin allein. Mfg
Tilidin
Dass das Naloxon ab einer Menge von 50 mg Entzugssymptome auslöst, ist absoluter Mist, und beruht auf keinen wissenschaftlichen Aussagen. Die Bioverfügbarkeit von oralem Naloxon ist so gering, dass eine Wirkung per oral erst ab Dosen von 200-500 mg Naloxon erreicht werden kann. Was also Unmengen an Tilidin entsprechen würde.
Auch das mit der Euphorie stimmt nicht. Wenn man noch nicht regelmäßig Tilidin nimmt, hat es sehr wohl eine euphorisierende Wirkung. Sonst würde es ja auch nicht so stark missbraucht werden.
RE: Tilidin
Naloxon wird auch sehr schnell abgebaut. Glaube unter 2h, so dass man ganz schnell nachlegen kann.
Oxy
Ich bin mitten im kalten Entzug. Nach 4 Jahren 40 mg Oxy tägl.
Seit 3 Tagen kein Schlaf, alle 4 Std Novalgin 500. Mir geht's besch***. Nie wieder! Nie wieder!
Tilidinentzug
Hallo,
ich nehm seit 1 Jahr - im Rahmen der Schmerztherapie - täglich 400 mg Tilidin100/80 retard. So, jetzt setze ich ab. Aus verschiedenen Gründen. Bin grad am Anfang. Relativ radikal. Ich habe Zeit, und kenne beschi...ne Zustände gut genug. Ist es komplett unrealistisch, abends 1 mal 100 mg zu nehmen?
Tilidinentzug
Hallo, Christin,
bitte mach' das nicht! Vor 3 Jahren bin ich da durch, und es hat 8 Wochen gedauert, bis ich wieder richtig schlafen konnte . Abgesehen von den Krampfanfällen, Halluzinationen, und Suizidgedanken, die man bekommen könnte, kann so ein Versuch übel ausgehen. Also richtig übel! Bitte sprich mit einem Arzt darüber. Es gibt Medikamente, die die Opiat-Entzugsymptome lindern! Also, Medikation bis Montag weiternehmen. Und dann ab zum Hausarzt. Keine Experimente. LG Thomas
RE: Tilidinentzug
Hallo Christin,
zunächst einmal finde ich es toll, dass du versuchen möchtest, von diesem Schmerzmittel loszukommen. Das zeigt Mut und Motivation. Der von dir eingeschlagene Weg ist tatsächlich radikal. Und er wird möglicherweise scheitern. Wenn es aber dein Wunsch ist, so vorzugehen: Tu' es bitte! Ich wünsche dir Erfolg dabei! Falls du damit scheiterst, ist das aber kein Scheitern. Sondern die Information, dass es so nicht klappt. Und dann bist du ja auch einen Schritt weiter. Halte uns auf dem Laufenden! Wir helfen dir :-*
Oxycodon
Hallo zusammen,
wegen Morbus Bechterew nehme ich schon seit einigen Jahren Oxycodon 90 mg. An guten Tagen auch 60 mg, ohne das Entzugserscheinungen auftreten. Meine Frage wäre: Ich hatte vom Hausdoc mal Targin bekommen. Kann es sein, dass Targin etwas schwächer ist, als reines Oxy? Ich musste zusätzlich wieder zu Ibuprofen 800 mg greifen. Normal brauche ich keine NSAR mehr. IBU ist das einzige Medikament, das ich vertrage. Vielen Dank im Voraus, Oliko.
Oxy
Hallo,
das Targin ist, soweit ich weiß, ein Retard Präparat. Und es ist auch, glaube ich, mit Naloxon. Das würde die andere Wirkung erklären.
Targin
Hi Sabine! Lieben Dank für Deine Info! Wäre sicher mal einen Versuch wert, zumal ich mit Magenschutz auch wieder Diclofenac einnehmen könnte.
Oliko
Bei Ibuprofen ist es wichtig, dass du auf deinen Magen achtest. Ich habe mir damit eine Gastritis und einen Reflux gezüchtet. Habe das damals, als meine Schmerzen begonnen haben, lange ohne Arzt eingenommen, weil es frei käuflich ist. Leider hat sich der Reflux chronifiziert, obwohl ich seit Jahren kein Ibu mehr nehme - weil es zu spät entdeckt und behandelt wurde.
Tramadol
Hallo,
seit 2 Jahren nehme ich Tramadol 200 mg in Tablettenform. Habe es damals aus Lust und Neugier genommen, als ich Zahnschmerzen hatte. Bis ich dann irgendwann wusste, was ich da eigentlich nehme.
Jetzt, nach 2 Jahren, habe ich damit aufgehört. Bin jetzt seit 48 Stunden fast clean, habe aber eine Unruhe in mir. Jetzt sitze ich in meinem Bett, und kann nicht schlafen. Habe mir Baldrian-Tropfen geholt, die aber auch nicht viel gebracht haben.
Jetzt meine Frage: Da es ein kalter Entzug ist, wie lange wird so was dauern? Ich meine, ich habe nur eine Tablette genommen, und mich nie gesteigert. Ich hoffe auf schnelle Antworten, und wünsche so etwas keinem auf der Welt. Euch allen das Beste und viel Erfolg!
RE: Tramadol
Hallo, Leute,
jetzt bin ich fast über 60 Stunden clean. Letzte Nacht war die Hölle, aber ich hab's überstanden. Noch nie soviel geschwitzt. Ehrlich, unglaublich! Ich rate niemandem, der keine gute Psyche hat, es selber zu machen. Man kann in echt schlimme Depressionen und Selbstzweifel fallen.
Es ist jetzt halb 4h. Bin körperlich sehr erschöpft. Aber meine Unruhe und dieses Unwohlgefühl ist weg. Ich bin auf dem Weg der Besserung. Bitte passt auf, was ihr nehmt. Ich wünsche das echt keinem. Es sollte verboten werden! Wünsche allen viel Kraft, und halte euch auf dem Laufenden. Bin froher Dinge, dass es diesmal das letzte Mal war. Habe aber auch keine Möglichkeit rückfällig zu werden. Alles im Klo runter gespült. Schönes Wochenende.
RE: Tramadol
Guten Abend, Leute,
ich bin jetzt fast 90 Stunden clean. Konnte gestern wieder nur 4 Stunden schlafen, war wieder die ganze Nacht wach, habe mich heute morgen aber schon besser gefühlt. Bin mit Freunden raus gegangen. Sonne genießen und ein bisschen trainiert, womit ich mich gut ablenken kann. Jetzt bin ich daheim. Habe - nach drei Tagen - wieder eine warme Mahlzeit gegessen, und habe plötzlich Magenkrämpfe. Liege jetzt wieder im Bett, habe aber keine Unruhe, und meine Beine fühlen sich auch entspannt an. Mal schauen, wie es heute Nacht wird. Mit jeder Stunde bin ich ein Schritt weiter. Habe es hoffentlich bald geschafft.
Schönen Start in die Woche euch allen.
RE: Tramadol
Hey Erdem.

Du machst das super! Genial! Du kämpfst dich da tapfer durch eine sehr harte Nuss! Wie geht es dir aktuell?

Anda.
Umstellung
Nach zwei Jahren Oxycodon (90 mg pro Tag) wegen schwerer Schmerzen, u.a. einer massiven Degeneration aller Wirbelsäulengelenke und einer dadurch entstandenen Schädigung des Rückenmarks, habe ich starke Ödeme in den Beinen entwickelt. Daher hat mich meine Schmerztherapeutin auf Tapentadol/Palexia in der absoluten Tageshöchstdosis 2x200 mg und zusätzlich bei Bedarf bis zu 4x 50 mg täglich Palexia akut) umgestellt. Und zwar von jetzt auf gleich.
Ich hätte es nicht gedacht, aber ich habe tatsächlich Entzugserscheinungen, eher leichte wahrscheinlich. Ich bin mit so einem Zeug nicht so versiert. Mir war total kalt, meine Hände und Füsse waren richtig weiß (und das bei 36 Grad draußen). Unruhig, zappelig, Durchfälle, Gallenkoliken - das war schon ordentlich. Jetzt nehme ich die seit einer Woche, und mir geht es gut. Keine Verstopfung mehr, 5 kg weniger (Wassereinlagerungen?) und erheblich weniger Schmerzen. Ich kann kurze Strecken fast wieder normal gehen, was mich sehr freut.
Von Oxy auf Buprenorphin
Hi, bin neu hier.
Vor 6 Monaten machte ich eine multimodale Schmerztherapie. Dort auf Oxycodon eingestellt. Das half mir, wieder am Leben teilzuhaben. Bereits nach kurzer Zeit benötigte ich dann aber mehr. So wie kürzlich schon wieder. Schmerztherapeut beschloss, vom Oxy (Tablette) auf Buprenorphin (Pflaster) zu wechseln. Schmerzen wurden tatsächlich besser, jedoch kamen nach einem Tag Übelkeit, Kreislauf, Schweißausbrüche, Schwindel, trockener Mund dazu (verschwand wieder).
Nach 4 Tagen mit Pflaster & ohne Oxy: Appetitlosigkeit, Oberbauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen.
Am 7. Tag Pflaster morgens runter, abends wieder Oxy.
Seit 6 Tagen hält das Ganze trotzdem an. Kann keine Nahrung bei mir behalten. Habe ich das Buprenorphin Pflaster nicht vertragen, oder hat mir das Oxy gefehlt?
Warum beruhigt sich das nicht, obwohl ich wieder alles wie vorher mache? Hatte schon grippeähnliche Entzugserscheinungen, wenn ich mal eine Tablette vergessen hatte. Aber die Bauchschmerzen und das Erbrechen sind mir neu. Ideen, Erfahrungen oder Erklärungen?
Danke!
Nicht zusammen nehmen
Buprenorphin wird auch in der Suchtmedizin verwendet. Und zwar soll man am besten 48 Std. vorher kein Opiat eingenommen haben und erst dann Buprenorphin einnehmen. Selbst nach dieser Wartezeit, kommt es zu einem Turboentzug. Dieser verschwindet erst, wenn das vorherige Opiat abgebaut ist, und man genug Buprenorphin im Körper hat. Wieviel mg? Das ist bei jedem verschieden. Dir geht es erst gut, wenn du richtig eingestellt bist. Google mal... In jedem Suchtforum kann man darüber lesen. Ein Arzt sollte so etwas seinen Patienten sagen.
Hydromorphon-Entzug
Nach einer Rückenversteifung nehme ich nun 6 Jahre Opioide. Nach einigen Versuchen davon wegzukommen, da die Nebenwirkungen zu massiv waren und ich keine Lebensqualität mehr habe, bin ich nun fast 5 Wochen ohne Medikamente. Neben den zum Teil heftigen Schmerzen macht mur die massive Erschöpfung und der "Nebel im Kopf" immer noch sehr zu schaffen. Wer kennt das auch? Weiß jemand, ob und wann ich wieder zu Kräften komme???
RE: Hydromorphon-Entzug
Was bedeutet bei dir Nebel im Kopf? Das kenne ich auch. Aber ich spüre es wie ein Durcheinander von nicht klar denken können, und mich im Kopf gestresst fühlen.
Tilidin absetzen
Hallo,
nehme zur Zeit morgens und abends eine 50 mg Tilidin-Tablette. Meine Ärztin gab mir jetzt Tropfen. Weiß aber nicht genau, wie ich jetzt reduziere. Kann mir jemand einen Tipp geben.
Danke
Absetzung von Tilidin
Eine sehr gute Variante von Opioiden loszulassen, ist, das mit Kratom zu tun. Kratom wird aus den Blättern des Kratombaumes hergestellt. Es ist legal und in diversen Onlineshop zu erwerben. Da Kratom ebenfalls die Opioidrezeptoren anspricht und Schmerzen lindert, wird dies oft für eine Entwöhnung und Absetzung von Opioiden genutzt. Kratom ist in Pulver, Blättern als auch in Kapsel-Form erwerbbar. Es gibt 3 Arten Kratom: Weißes, Grünes und Rotes. Ebenfalls hilft Kratom bei Schlafstörungen, die bei einem Opioid-Entzug sehr häufig vorkommen. Da dies ein Naturprodukt ist, gibt es keine Folgeschäden, und eine Sucht entsteht nur in den seltensten Fällen.
PS: Nach mehr als 4 Jahren 100/8mg Tilidin- Einnahme, habe ich es selbstständig mit Hilfe von Kratom abgesetzt. Daher kann ich es nur wärmstens empfehlen.
Ich hoffe ich konnte helfen!
Dosierung Kratom
Hallo,

Welche Dosis hast Du genommen und wie? Kratom ist ja ein Pulver soviel ich weiss.

Vielen Dank.
RE: Absetzung von Tilidin
Das ist, meiner Meinung nach, lediglich ein Schlagabtausch und definitiv nicht ungefährlich. Gerade weil Kratom oftmals mit Schwermetallen belastet sein kann, Verunreinigungen in Form von Pestiziden oder gar Salmonellen darin vorkommen können. Es ist meines Erachtens keine empfehlenswerte Alternative. Ganz egal, ob es scheinbar pflanzlichen Ursprungs ist. Es gab zudem auch bereits erste Todesfälle im Zusammenhang mit der Einnahme von Kratom. Außerdem läuft man schlimmstenfalls Gefahr, in eine (neue) Abhängigkeit zu rutschen!
Kratom
Davon würde ich auch eher Abstand nehmen. Meine Mutter wollte sich, und das ist schon Jahre her, mal so einen chinesischen Heiltee kaufen. Ihr damaliger Hausarzt aber riet dringend davon ab, da in Asien die Pestizide, die in der EU verboten sind, zum Einsatz kommen.
Hydromorphon-Entzug
Hey zusammen,
vor 5 Tagen von Hydromorphon auf Tilidin gewechselt, Ich klebe an der Decke. Was kann ich tun? Bin sehr verzweifelt, auch weil ich so krampfe. Bin Schmerpatientin nach missglückter OP.
Hydromorphon Entzug
Hallo Suzie,
mir hat Diazepam (in einer Klinik verabreicht) und für abends Pipamperon geholfen. Allerdings habe ich komplett aufgehört. Zusätzlich nehme ich für die Schmerzen noch THC... Viel Erfolg
Hydromorphon Entzug
Hallo zusammen,
ja, mit Benzodiazepinen wie Diazepam bitte aufpassen, dass ihr nicht in den nächsten Entzug reinrutscht. Denn der ist mindestens genauso übel, wie von Opiaten. Aber gerade bei Krämpfen ist Rivotril (auch ein Benzo) sehr gut. Ja, Tilidin ist halt nicht so gut für dich. Besser dann Hydros oder halt Oxycodon. Am allerbesten ist es tatsächlich, wenn THC gegen deine Schmerzen helfen. Das ist definitiv die beste Variante, hilft aber nicht gegen krasse Schmerzen. Erst recht nicht gegen Entzug. Das ist ein laaaanger weg. Mit viel Kraft und Ausdauer.
#Esther
Hallo, ihr Lieben,
ich habe die 20-020-0 Targin im Krankenhaus ausschleichen lassen müssen. Nach meiner LWS-Versteifung (Spondylodese) war ich auf 2x 20 mg Oxycodon (Targin) und 37,5 µg/h Fentanyl.
Als ich selber versucht habe das Oxygodon abzusetzen und auch auszuschleichen, habe ich gemerkt, dass ich dazu zu "blöd" bin. Übertrieben gesagt.
Es ist besser im Entzug - auch wenn es dort im KH langsam alle zwei Tage um 5 mg reduziert wurde - versorgt und durch kleine Therapie-Einheiten abgelenkt zu sein. Denn zu Hause würde ich das mit vor sich hin Siechen vergleichen. Also, hinzu kamen, neben den von Euch ja schon beschriebenen Symptomen wie Schwindel etc., noch furchtbare Depressionen, die ich eh schon ab und an habe. Auch, wenn ich meine Angstzustäne noch zusätzlich mit 300-0300.0 Lyrica (Pregabalin) behandeln lasse.
Aber, wenn man einen lieben Menschen hat, oder eine funktionierende Familie und sowie einen stimmigen Freundeskreis, dann kann man das gerne mit dem Arzt besprechen.
jww
Ich recherchiere die ganze Zeit, wie man einen Opioidentzug am besten gestaltet. Mein bester Freund ist drauf, und ich versuche alles Wissen aufzugreifen, was mir vor die Füße kommt - was die meisten Ärzte scheinbar nicht wollen.
Same
Ich bin in genau der gleichen Situation. Ebenfalls mit meinem besten Freund. Und er hat jetzt nichts mehr, und zittert schon. Die Ärztin hat uns geraten, im Park Heroin zu kaufen und Wochen zu warten, bis man einen Termin in der Entzugsklinik bekommt. Zum Verzweifeln!
Ernsthaft???
Ein Arzt der zu Straftaten anstiftet????
Warum ist er auf Entzug, was war sein Suchtmittel?
Entzug
Auf kalten Entzug darf dich, meines Wissens nach, kein Mediziner setzen. Und das wird nach vorheriger Medikation seitens der Ärzte niemand tun. Wenn, dann würde ich mir sofort eine Rechtsberatung holen. Im schlimmsten Fall besteht bei kaltem Entzug unter gewissen Umständen Lebensgefahr. Das wird in Deutschland schon jahrelang nicht empfohlen, und wird im Normalfall nicht durch Mediziner angeordnet. Irgendetwas ist eigenartig an dem Beschriebenen.
Richtig, aber realitätsfremd
Ich bin schon "benzoentzügig" nach Hause geschickt worden, obwohl mir vor dem Arzt die Suppe aus allen Poren lief und bekannt ist, dass man bis zum epileptischen Anfall alles bekommen kann, was die Entzugspalette so hergibt. Die meisten - vor allem jungen - Ärzte scheißen drauf, wie man sich fühlt. Und der geilste Tipp ist, in den Park zu gehen und sich was zu kaufen, bis man einen Platz in der Klinik bekommt. Haben die Ärzte schon mal dran gedacht, dass man pleite sein könnte und einfach keine Lust hat, einer Oma einen mit 'nem Puschen überzuziehen? Süchtig sein bedeutet nicht, automatisch kriminell zu sein.
RE: Entzug
Tatsache ist, dass viele Ärzte trotzdem nichts verschreiben! Ist leider so!
Opiat-Entzug
Moin, also ich kann meine Erfahrungen schildern. Meistens gibt es einen Grund, warum ein Mensch zu psychoaktiven Stoffen tendiert. Das ist so vielfältig, wie es Drogen/Medis gibt. Oder auch Süchte, die nicht ausschließlich an einen Stoff gebunden sind, sondern auch Handlungen bzw. Wahrnehmungen, die dem jeweiligen Menschen ein bestimmtes Areal im Gehirn so angenehm positiv befeuern, dass ein extrem behagliches Glücksgefühl eintritt. Stress, Ärger, Angst, Schmerzen (physische wie psychische) werden objektiv nicht mehr wahrgenommen. Das Gefühl, endlich die Sonne zu sehen sowie bedingungslose Liebe führen zu unglaublicher Zufriedenheit.
Entzug
Nur mit ganz viel Einfühlungsvermögen und Verständnis Kraft des eigenen Willens. Also den Entzug, mit allem was dazu gehört, auf sich zu nehmen. Das schafft man schwer allein. Aufarbeitung der Gründe oder erstmal das Erkennen evtl. unterdrückter oder sogar ganz ernsthaft vergessenner Misshandlungen, die die Seele kaputt gemacht haben, sind wichtig. Zu Anfang wären auf jeden Fall eine Perspektive, Ablenkung und ärztliche Unterstützung hilfreich. Eine große Hilfe ist jedenfalls, sich wieder der Natur und der Umwelt zu nähern, sie wahrzunehmen, sich mit ihr auseinandersetzten und sich wieder mit ihr verbinden. Versuchen, wieder das kindliche in einem erwachen zu lassen. Ich kann sagen, es funktioniert!
RE: Entzug
Natur und Umwelt . Klar . Oh mann...
RE: Entzug
Derjenige, der wirklich starke Schmerzen hat und diese Schmerzen direkt nach dem Absetzen der Schmerzmittel wieder verstärkt ertragen bzw. hinnehmen muss, der wird - beim besten Willen - sein Leben nicht allein mit Hilfe von Wald und Wiese richtig genießen können. Gerade weil diese wiederaufkommenden, gegenwärtigen Schmerzen eben genau diese Entspannung in der Natur verhindern werden. Außerdem ist man im Grunde doch gerade wegen dieser unerträglichen Schmerzen zuerst zum Arzt gegangen, oder nicht? Ein Leben, geprägt von Schmerzen, in meinem Falle chronischen Schmerzen, das kann man - spreche mal aus persönlicher Erfahrung - meiner Meinung nach überhaupt nicht mehr vollends genießen, geschweige denn, in irgendeinen Genuss kommen ...
Buprenorphin absetzen
Hallo, ich bin seit 25 Jahren Schmerzpatientin und auf Buprenorphin morgens 1,2mg, abends 0,2 mg sublingual eingestellt. Dazu Cannabis. Nun würde ich gerne Buprenorphin absetzen. Wie gehe ich das am besten an? Mein Arzt meinte, jeden Tag eine Stunde später die Medis nehmen, aber ich kriege dann so Schmerzen und Entzug. Habt ihr Tipps?
RE: Buprenorphin absetzen
Hi Gabi42,
Pro Woche 0,4mg oder 0,2mg Reduktion ist auszuhalten.
Dann im Tageswechsel 0,4/0,0/0,2/0,0/0,2/0,0/0,0/0,1mg usw. auf 0 reduzieren, die Tage ohne Einnahme zunehmend überwiegen lassen. Evtl. auf Temgesic, 0,2mg umsteigen, ist besser dosierbar.
Zu schnelles Vorgehen führt eher zu heftigen Reaktionen und schweren Entzugserscheinungen.
Die Entzugssymptomatik bleibt mindestens 10-12 Wochen spürbar und bessert sich eher langsam und wellenmäßig, wird aber von Woche zu Woche weniger. Heftige und unangenehme Symptome während der ersten 3-4 Wochen sind die üblichen beim Opioidentzug: extreme Unruhe, Muskelschmerzen, Krämpfe, Tremor, Schlaflosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Schwitzen, gestörtes Wärme/Kälte-Empfinden, Erschöpfungs- und Panikzustände.
Hole dir besser eine Krankmeldung für die 3-4 ersten Wochen.
Clonidin, 150mkgr. bei Bedarf 1-2 haben mir ganz gut geholfen, den Noradrenalin-Beschuss im Entzug zu bremsen.
Viel Glück und Erfolg, Steven
RE: Buprenorphin absetzen
Liebe Gabi42,
ich bin selbst auf Subutex eingestellt und weiß wie schwierig es ist zu reduzieren. Ich habe mich von 2 mg auf 0,2 mg reduziert und den letzten Schritt mache ich in 5 Wochen. Habe mir von 2mg auf 0,2 mg 4 Monate Zeit gelassen. Ich habe immer um 0,2 mg reduziert und zwar immer dann, wenn mein Körper sich an die neue Dosis gewöhnt hatte und ich dann auch mal wieder ein paar gute Tage hatte.
Ich würde an deiner Stelle anfangen die Dosis morgens um 0,2 zu reduzieren und wenn du keinen Zeitdruck hast, dann lass dir einfach Zeit ... und wenn es dann wieder ein paar Wochen dauert, bis du um weitere 0,2 mg reduzierst.
Langsam ist am einfachsten. Von dem Schema, den einen Rat zu reduzieren, den nächsten aber wieder nicht, kann ich persönlich nur abraten. Habe ich auch probiert und mich damit nur schlecht gefühlt.
Ich wünsche dir viel Erfolg
Entzug Heroin
Hallo, alle zusammen,
seit mehr oder weniger 10 Jahren bin ich opiat, opioid und, ach, politox. Immer abwechselnd etwas von irgendwas Hartem. Zur Zeit sieht es so aus: 1 Jahr lang wieder von Heroin abhängig. Ich kann und will nicht mehr!! Bin berufstätig und lebe alleine. Heute sollte es mein erster Tag sein, um wieder clean zu werden. Aber Kotzerei und Magenkrämpfe haben mich wieder dazu greifen lassen.
Was kann ich tun, um es mir wenigstens ein wenig leichter zu machen? Ich will nicht mehr. Ich merke, die Sucht ist das Einzige, was mich an mir stört, und was mein Selbstbewusstsein hemmt. Ich verliere den Respekt vor mir. Bitte, was kann ich tun? Wie kann ich mir selbst helfen??
Heroin
Hi,
du könntest dich schrittweise runterdosieren. Das hat mir am besten geholfen, den Entzug zu schaffen. Du hast zwar noch Symptome, aber nicht mehr so stark. Und, du kannst deinen Körper langsam herabsetzen. Also nur so viel, dass es den Entzug leichter macht - aber nicht mehr dröhnt.
RE: Entzug Heroin
Kratom! Mal probiert?
Substitution
Hallo,
ich würde mich einmal substituieren lassen. Aber wirklich nur mit einer Dosis, damit Du keine Enzugsymptome hast. Und da musst Du ehrlich zu Dir selbst sein. Wenn Du nur Heroin nimmst, dann werden 120 mg - 200 mg retardiertes Morphin reichen. Dann alle zwei Wochen um 10-30 mg reduzieren. Ab 50- dann in 10 mg Schritten. Bitte das auch von einem Arzt überwachen lassen. Es geht, man muss halt wirklich wollen und wissen, dass es nachher clean viel schöner ist, das Leben. Wenn Du nicht schlafen kannst, dann THC. Benzodiazepin würde ich nicht raten - wieder Suchtgefahr! Für die Muskelkrämpfe gibt es das Medikament Sirdalud. Lass' Dir Zeit beim Reduzieren, und bleibe immer auf dem Weg nach Null. Nie die Dosis, wenn es geht, wieder erhöhen. Das haut einen nur ordentlich zurück. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Und ja, ja, ja, man kann es schaffen, ohne sehr zu leiden. Ein wenig muss man schon büßen.
Kapanol
Hey, eine Frage:
Wie lange denkst du, wird man Entzugserscheinungen bekommen? Habe mich umgestellt - von Heroin auf Kapanol 100 mg. Das erste Mal im Leben. Mache das privat, da ich berufstätig bin, und nehme das seit einer Woche. Denkst du, die Entzugserscheinungen werden nach einer Woche Einnahme auftreten? Und, kann ich mit Morfine 30/60 mg Tabletten runterdosieren, aber nicht retard so wie Kapanol? Denke, ich werde mehr brauchen, als nur 6 Std. Wenn es überhaupt Wirkungen hat.
Danke im Voraus.
Schlafen
Sobald du Opiate runterdosierst, sind 5 Stunden Schlaf in der Nacht das Maximum.
Bei mir jedenfalls... habe mich aktuell in 6 Tagen von 1000mg Compensan (retardiertes Morphin) auf 225mg runterdosiert und das Schlafen ist problematisch. Ich bin berufstätig und will wegen Führerschein kein Weed rauchen. Obwohl ich noch ca. 7g verschriebenes gorilla glue im Schrank habe, lasse ich die Finger davon.
Habe schon viel hinter mir, was Entgiftungen und Therapien und kalte Entzüge angeht und ich sage euch eins, kiffen macht den Entzug nur schlimmer!!
Zum ruhiger werden und schlafen nehme ich Pipamperon, ein leichtes Neuroleptikum. Kann ich nur empfehlen!!
Compensan/Morphin
Ich habe mal eine Frage:
Ich bekomme - wegen RLS - 40 mg Oxycodon mit 20 mg Naloxon verschrieben. Mit dieser Dosis habe ich ganz gut funktioniert, und war auch nicht mehr depressiv. Dann habe ich mal ein paar mehr genommen. Aber, weil mein Arzt drohte, mir nie wieder Oxycodon zu verschreiben, habe ich mir - um die Tage zu überbrücken - Compensan Morphin 200 mg besorgt. Mein Problem ist, dass, seitdem ich die genommen habe, das Oxycodon nicht mehr wirkt. Was muss ich tun, damit das Oxycodon wieder wirkt. Denn 20 Morphin Tabletten kosten mich 50 Euro, und irgendwie wird die Dosis langsam erschreckend hoch. Zuerst war es eine täglich, jetzt sind es 4. Ich habe mir letzte Woche 50 Diazepam gekauft, um damit zu entziehen. Die 50 habe ich in 4 Tagen weggeknabbert, und die Oxys wirken immer noch nicht. Kann mir jemand helfen?
Entzug Opioide
Hallo Kübro,
bin auch Polytoxikoman und die letzten Jahre verstärkt Tablettenabhängig. Das letzte war Oxycodon (Morbus crohn). Habe schon x-kalte Entzüge hinter mir. Aber der schlimmste war der nach dem Missbrauch und zu hoch dosiertem Kortison zusammen mit Oxycodon. Das war einmal die Hölle u. zurück. Mir hilft nur Sport beim kalten Entzug. Der gibt mir die Endorphine die ich brauche, um die Entzugserscheinungen zu lindern. Leider bin ich auch da immer zu extrem. Finde einfach nicht den gesunden Mittelweg.
Missbrauch-Entzug-Askese-Rückfall. Es ist wie in einem Hamsterrad. Und das mit dem Selbstbewußtsein kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir geht es genau so. Man verliert wirklich den Respekt vor sich selbst, und hält sich für den schwächsten Menschen der auf Erden wandelt. Wünsche Dir ganz viel Kraft bei Deinen Anstrengungen vom Herorin wegzukonnen. Das schaffst du schon!! Kopf hoch!
Polamidon-Entzug
Hallo, ihr Lieben!
Ich bin seit 17 Jahren im Pola-Programm, und eigentlich weiß ich gar nicht, ob ich hier richtig bin. Aber vielleicht hat jemand Erfahrungswerte? Denn mit drei Kids kann ich nicht mal eben in die Entgiftung. Bisher hatte ich immer Take Home, also für eine Woche. Da ich mich selbst von 10 auf 5 ml abdosiert habe, wurde mir dies jetzt entzogen. Meine Ärztin fand das nicht so witzig. Nun ist es so, dass ich einen lieben Partner habe, zu dem ich ab Juli ziehen möchte. Der wohnt aber 50 km weit weg und auf dem Dorf. Darum möchte ich jetzt ganz runter. Mein Plan ist, bis zum Sommer von den letzten 5 ml runter, vlt. alle zwei Wochen 0,5 ml. Wer kann mir sagen, ob das weich genug funktionieren könnte? Habe nämlich 2 Hunde und 3 Kids zu versorgen. Ganz liebe Grüße und, ach, dass ich um einen Entzug nicht ganz herumkomme, ist mir klar.
Aw
Ich bin in der gleichen Situation. Der einzige Unterschied ist, dass es bei mir fast 3 Jahre sind, die ich auf 5 ml Pola bin. So, wie ich das sehe, ist der Plan - alle 2 Wochen 0,5 ml runter - gut. Im Prinzip könnte es auch jede Woche 0,5 runter gehen! Eklig wird es nur, wenn du nur noch auf 1-2 ml bist. Damit fängt es langsam an. Ich würde dir empfehlen, jetzt schon dreimal am Tag Magnesium zu dir zu nehmen, dass, wenn du auf null MIM-Pola kommst, du einen hohen Spiegel hast! Dann ist das Ziehen in den Beinen nicht so übel. Kann ich echt nur empfehlen. Und für die Nulltage brauchst etwas zum Schlafen. Da würde ich zu Cannabis bzw. Benzos Tavor oder "Diaz" tendieren. Aber die auch nicht allzu lange nehmen, denn sonst hast auch davon noch Entzug! Und tagsüber so gut es geht: Ablenken. Auch, wenn es schwer fällt geh' raus und mach' irgendwas. Der Frühling steht vor der Tür, daher ist es optimal. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen! Ich werde es auch demnächst angehen. Alles Gute und liebe Grüße.
Entzug
Hallo!
Bin seit 23 Jahren dabei! Und jetzt auf 1ml! Entgifte seit 1,15 Jahren 0,5! Bekomme Home! Dosiere immer, wenn du runter gehst! Mit Spritze 0,25 runter! Dann genug Trinken 1,5 bis 2,5 l Dann sind die Beine nicht so schwer! Und die spastischen Nervenlähmungen hälst du damit auch aus!
Wenn’s nicht geht: Tramal! Aber nur, wenn nichts mehr geht! Macht auch abhängig!
Polamidon Entzug
Guten Tag,
am besten, Sie dosieren alle 14 Tage in 0.5-ml-Schritten runter bis 2ml und dann alle 3 Wochen in 0.2-ml-Schritten runter bis zum Schluss.
vg
Pola Entzug
Gehe alle 2 Tage 1 ml runter, bis Du auf 3 Meter bist, dann alle 2 Tage 0,5 ml.
Meine Erfahrung beim Meta/Pola-Entzug auf die beschriebene Art (ich war 7 Jahre auf 15 Meter Metha und das 8. Jahr dann Pola in der selben Dosis):
-> Es ist weniger schlimm als erwartet..
ABER!!!! Der Entzug dauert mindestens 6 Monate, sobald Du auf Null bist, bis du "normal" bist. Solange musst du mit Durchfall, Frösteln, Kaltschweiß und Schlafstörungen rechnen.. Das Problem bei Meta und Pola ist, dass es dein Körper überall einlagert, vor allem in den Knochen.. Es ist nun mal ein veraltetes, dreckiges Mittel zur Substitution und wird nur deshalb von den Ärzten so viel verschrieben, weil der Arzt viel mehr Stress mit den Krankenkassen hat, wenn er dir z.B. retardiertes Morphin verschreibt.
Kosten bei 10ml Pola/Monat für die Kasse: ca. 150 Euro. Bei Compensan/Substitol: 1200 Euro...
Aber ich verspreche dir, nach 6 Monaten geht's langsam aufwärts!
Pola Entzug Nachtrag
Noch ein Tipp:
Verzichte auf Speed, Meth oder Coke, wenn du kein Pola mehr nimmst. Denn dann wird deine Gier nach Opiaten zum Runterkommen unermesslich sein!!
Lass dir für den Anfang ein Neuroleptikum verschreiben, um ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Das macht nicht süchtig.
Pipamperon ist was leichtes, aber bei einem pola affe empfehle ich dir Atosil. Dann kannst du deinen Beinen mal Ruhe gönnen, krampfst nicht, kannst schlafen und bist morgens nicht total am Arsch, so dass du auch arbeiten gehen kannst!
Es ist ein weiter Weg, aber ich wünsche dir das Beste!
Noch ein letzter Rat, ohne dir zu nahe treten zu wollen: warte mit dem Umzug zu deinem Schatz, bis du das hinter dir hast! Auf Entzug ist man nicht beziehungsfähig. Ich habe meine große Liebe verloren, mit der ich drei Jahre eine wunderschöne Beziehung hatte und 2,5 Jahre hat sie bei mir gewohnt, aber 6 Monate lang nur geben ist schier unmöglich trotz Liebe.
Good luck!
Pola
Hey, bin umgezogen. Ging situativ nicht anders. Nehme heute meinen letzten 1 ml, ab morgen dann 0,5. Was soll ich sagen, die Knochen melden sich. Nachts schmeiß ich mich von einer zur anderen Seite, und ja, es wird schon anstrengend. Was hat man auch erwartet? Ich hoffe, dass der harte Hammer nicht all zu schlimm und all zu hart wird. Aber in der Großstadt würde ich es gar nicht schaffen. Ich berichte später mal wieder. Habe ein paar Lyrica hier und gucke mal, ob der Dorfarzt was von deinen empfohlenen Mitteln rausrückt.
RE: Polamidon-Entzug
Ich habe nur 1 Jahr und 6 Monate Pola genommen, und wurde innerhalb einer Woche von 12 ml auf null gesetzt. Ich habe wirklich gedacht, ich muss sterben. Nach vier Monaten hatte ich immer noch Symptome! Unglaublich, dieses Zeug. Wieso Ärzte einem ein so starkes und giftiges Medikament überhaupt verabreichen dürfen? Unglaublich! Dann lieber Subutex!
Tilidin-Entzug
Hi Leute,
ich nehme seit 9 Monaten Tilidin (tgl. 250 mg) sowie begleitend 2 x wöchentlich Tramadol- Injektionen wegen einer Facettengelenksentzündung der LWS. Mache gerade einen kalten Entzug. Was mir dabei hilft? Die ersten 2 Nächte, um überhaupt schlafen zu können, etwas Valium. Am Tag gegen die Entzugssymptome Novalgin/ Ibubrofen. Was auch gut hilft, ist Canabis. Ich muss aber am besten 4 - 6 tage woanders sein, das Tili nicht in Reichweite und ich brauch viel Ablenkung - spazieren, lesen, ect. Meistens ist der Peak nach 3 Tagen überwunden. Was bleibt, ist die Sehnsucht nach der Tili-Wärme. So verfahre ich seit ca. 20 Jahren. Den kompletten Absprung habe ich nie geschafft. Aber 6 Monate Pause sind für mich zumindest okey. Ich kann arbeiten, Sport treiben - wenn es dann wieder richtig weh tut? Na ja, was soll's? Das sind keine Empfehlungen! Nur meine Erfahrungen! Wünsche euch das Beste ...


n
Tilidin
Hallo in die Runde…
ich bekam vor ca. 2 Jahren Tilidin-retard vom Hausarzt verschrieben. Wegen Schmerzsyndrom, Fibromyalgie und noch einigen mehr. Parallel leide ich an Depressionen. Leider war die Wirkung nicht wie erhofft, und mehrere Besuche beim Schmerztherapeuten führten nur zu einer Erhöhung der Dosis. Letzte Woche war ich wieder beim Hausarzt wegen unerträglicher Schulterschmerzen. Diesmal bekam ich das erste Mal Oxycodon 5 mg verordnet. Donnerstagabend begonnen. Zeitgleich sollte ich Tilidin weglassen. Gesagt, getan… Am Wochenende habe ich für mich beschlossen, dass ich den ganzen Sch…. nicht mehr will. Also habe ich mich für einen kalten Entzug entschieden. Ich habe sicher Entzugssymptome, ich fühle mich krank… Aber, ich bin fest entschlossen, es durchzuziehen. Morgen habe ich wieder einen Termin bei meinem Doc und ich hoffe, dass er meinen Entschluss unterstützt.
Habt ihr noch irgendwelche Tipps, die es mir erleichtern?
Liebe Grüße
Entzug-Buprenorphin
Bei ca. 0,5 mg/24h Buprenorphin (Subutex, subl.) angekommen, aber in einer Sackgasse gelandet. Weiteres reduzieren resultiert in typischem Opioidentzug. Die 0,5 mg weiter zu reduzieren, zeitlich in die Länge zu ziehen, Grapefruitsaft usw., funktioniert nicht. Am Ende muss man wohl den Entzug durchstehen. Andere Agonisten führen nach meiner Erfahrung nur dazu, den Entzug auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.
Gegen hochpotente Opioide ist leider "kein Kraut gewachsen". Meine Erfahrung. Diazepamhaltiges z.B. hat die Gefahr einer weiteren Substanzabhängigkeit. Doxepin nehme ich abends eine. Was leicht dämpft, aber nicht wirklich gegen den Entzug wirkt.
Die klassischen Gegenmaßnahmen/Hausmittel eines kalten Entzugs: Viel Bewegung und runter vom Sofa, die Hanteln aus`m Keller holen, heiße Bäder nehmen, viel trinken (Magnesium! Starker Kaffee hilft bei mir auch) und vor allem: Durchhalten - und den richtigen Zeitpunkt finden, das Ganze anzugehen.
RE: Entzug-Buprenorphin
Hey Steven,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man denkt, dass es gar nicht mehr weiter geht und ein weiteres Reduzieren nicht mehr vorstellbar ist, man an einem Extrem-Punkt angelangt ist. Wenn man es schafft, da noch ein klein wenig durchzuhalten, dann "platzt der Knoten" und es geht, was wenige Tage zuvor noch undenkbar gewesen wäre. Wünsche dir ganz viel Kraft und von Herzen gutes Gelingen.
RE: Entzug-Buprenorphin
Hey Finele,
danke für deine Mitsinnigkeit! :-)
Kämpfe mich so durch. Mittlerweile der 3. Anlauf in den letzten 6-8 Wochen. Es ist doch eine sehr langwierige Angelegenheit. Besserung nur marginal zu spüren. Habe Buprenorphin viele Jahre genommen, sehr viele Jahre.
Anbei ein kleines Tagebuch (ca.Tag 1-12) meiner Entzuganläufe. Für Interessierte, und was einem so bevorsteht. Viele Grüße.
1) Schweregefühl, einige Stunden tiefer Schlaf (Alpträume), 24-36h,
2) Unruhe, Gänsehaut, Nase läuft, Augen tränen, Niesanfälle, Tinitus, Kopfschmerzen, 48-60h,
3) Muskelschmerzen, erhöhter Puls und Temperatur, extreme Unruhe, mehrfacher Stuhlgang, später Durchfall, kein Schlaf, 60-72h, 4) Tremor, Muskelkrämpfe in Armen und Beinen, Schlaflosigkeit, Mydriasis, Kältegefühl, 72-96h, 5/4) anhaltend, "Panik"-Momente, extremes Ankämpfen gegen den Abbruch des Entzugs, 96h >
6) Craving, psychisches Pawlowsches-Konditionierung- Paradoxon.
Mundipharma MST, 30 mg Morphinsulfat
Hallo zusammen,
ich weiß, dass meine Frage schwer zu beantworten ist, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Aber ich wollte fragen, ob man Morphinsulfat 30 mg mit flüssigem Methadon "gleichsetzen" kann? Also z.B. wieviel ml Methadon sind etwa ...?...mg Morphinsulfat?
Danke.
Zu
Hallo,
Sie können grob rechnen, dass Sie halb soviel Methadon brauchen. Lg
2 Teile Morph, 1 Teil Metha
Bitteschön.
Entzug
Ich nehme Opis aus Spaß, oder um seelischen Schmerz zu lindern. Ist ja auch egal. Zumindest nicht aus körperlich analgetischen Gründen. Und ich kann jedem, der abkicken will, Kratom als Partialagonist + Grapefruitsaft aufrund der CYP3A4 Hemmung empfehlen, und dann ein langsames Ausschleichen (Kratom Affe kann auch recht unangenehm sein, aber lange nicht so schlimm, wie bei reinen Agonsiten) ans Herz legen. Wenn man dann auf 0 ist, die ersten 3-4 Tage irgend ein Gabapentinoid bzw Phenibut nehmen. Oder, wer es wissen möchte, Ibogain hochdosiert. Aber Vorsicht, das kann auch nach hinten losgehen. Ich habe mit der ersten Variante immer mal wieder aufgehört, ohne überhaupt was zu merken. Außer ein bisschen triefende Nase. Dafür, dass ich jetzt ein gutes halbes Jahr auf Hydro war und die letzten 2 Wochen auf Etazene (70x Potenz von Morphium), geht es verhältnismäßig problemlos.
RE: Entzug
Servus Hallo,
ich denke mal, du hast dich in der Seite vertan. Hier nimmt außer dir, niemand etwas aus Spaß. Da gibt's bestimmt andere Plattformen, wo du Gehör findest. Bitte lass deine Kommentare aus Respekt vor dem Leiden der anderen hier.
RE: Entzug – und Danke für deinen Text
Liebe Finele!
Dankeschön für deine deutlichen Worte zu dem Thema sowie für deine verständliche und deutliche Meinung. Vielleicht fehlt dieser Person ja gerade wg. der Medikamente das Feingefühl für die Menschen hier und ihre Ängste/Sorgen/Nöte. Es hilft jedoch, Menschen mit Mitgefühl, aber ohne Mitleid, zu finden, wie eben hier. Wer weiß, ob diese Person es sich eventuell auch nicht eingestehen will, dass sie ein Problem haben könnte? Dir und den anderen Mitmenschen hier weiterhin viel Kraft u. hoffentlich gute Ärzte für ihre Ziele.
Umrechnung
Hallo, ihr Lieben,
ich habe eine Frage, die anscheinend sehr schwer zu beantworten ist, da ich aus Fachkreisen (Ärzte und Apotheker) unterschiedliche Antworten bekomme. Nun hoffe ich, dass ihr mir da weiterhelfen könnt. Ich bin inzwischen bei 5 mg/5 mg/5 mg Oxycodon-retard angelangt und habe jetzt auf Tilidin umgestellt. Die mir prophezeiten Umstellungsprobleme blieben aus. Die Umrechnung von 5 mg Oxy auf Tilidin wurde mir das eine Mal mit 50 mg Tilidin, das andere Mal mit 100 mg Tilidin beantwortet. Was sind denn eure Erfahrungen?
Umrechnung
Hi,
super, was du schon geschafft hast. Oxy hat eine analgetische Potenz von 2, Tilidin von 0,1 bis 0,2. Damit wäre Oxycodon 10 bis 20 mal so stark. Also wären 5 mg Oxy zwischen 50 bis 100 mg Tilidin. Es gibt keine pauschale sowie keine absolut richtige Antwort. Versuche es doch mit weniger. Und, wenn du merkst es reicht nicht, geh' auf das Doppelte und setze von da an ab.
RE: Umrechnung
Hallo Bambina,
bzgl. der Umrechnung super erklärt!
Zur Umrechnung müsste, und das ist rechnerisch nicht möglich, die individuelle Abhängigkeit noch mit berücksichtigt werden. Bei mir war die Umstellung von Oxy auf Tillidin anfangs kein Problem. Wie hier schon öfters auch von anderen schon bemerkt wurde, setzt das Rebellieren des Körpers zeitversetzt ein; so ca. nach einer Woche. Der Körper will vom Oxy nicht loslassen. Hat bei mir so drei Wochen gedauert. Ich habs so hinbekommen, dass ich anfänglich alle 4 Stunden 100mg Tillidin genommen habe, also mit einer Tagesdosis von 600 mg gestartet bin (zuvor Reduzierung von Oxy auf 5-5-5). Dann jede Woche den Abstand zwischen den Tabletten um 1 Stunde erhöht habe. Bei 8 Stunden, ist man dann bei 300mg täglich. Da bin ich gerade und werde jetzt mittags von 100mg auf 50mg reduzieren usw. Vielleicht hilft dir das auch weiter. Wünsche es dir.
Antwort2
Hallo nochmal,
habe gerade schon geantwortet, was ich aus dem Kopf aus der analgetischen Potenztabelle kenne. In den Opioid-Umrechnungstabellen, die ich jetzt noch zusätzlich recherchiert habe, wird immer von einer 0,1 Tilidin: Oxy-Berechnung ausgegangen. Es wären also 50 mg im Vergleich zu 5 mg Oxy, nicht 100 mg.
LG
Oxycodon auf Tilidin umstellen
Hallo an alle,
ich werde am kommenden Samstag anfangen das Oxycodon 20mg/10mg auf Tilidin 100mg/8mg umzustellen. Ich bin 62 Jahre alt und nehme das Oxycodon wegen sehr starker Rückenschmerzen und Rheuma seit 2 Jahren ein.
Das Medikament hilft sehr gut, aber die Nebenwirkungen sind zu schlimm, habe das bis jetzt immer ausgehalten, aber jetzt kann ich das nicht mehr. Ich nehme 80mg Oxycodon in 24 Stunden ein und am kommenden Samstag soll ich eine Oxycodon 20mg mit einer Tablette Tilidin 100/8mg zusammen einnehmen, danach kein Oxycodon mehr, dann nur noch alle 4 Stunden eine Tilidin.
Ich habe großen Respekt vor dem, was kommt. Ach ja, das ist so mit meiner Schmerztherapeutin abgesprochen. Kann mir jemand sagen, was so in etwa auf mich zukommt?
LG an alle
Info
Ich nehme auch 80 mg Oxy und möchte entziehen. Was hat dir geholfen?
Morphin iv 60 mg + Fentanyl etc.
Hallo zusammen,
ich finde es schön, wie ihr zusammenhaltet. Meine Geschichte ist, dass ich bis vor 2 Jahren nie mit Opioiden oder Drogen zu tun hatte. Dann, durch einen Autounfall, habe ich von 2 Ärzten 4 Monate Morphin intravenös & Fentanyl-Pflaster verschrieben bekommen. Dann haben sie mich von heute auf morgen hängen lassen. Nichts mehr verschrieben, weil sie meinten ich wäre süchtig, was alles ein Ausmaß angenommen habe. Ich hatte eine Freundin die Heroin konsumiert, und habe sie gefragt, was ich nun tun soll? Na, ja - ich habe mich falsch entschieden. Irgendwann, 7 Monate später, habe ich mich im Internet über Entzug etc. informiert, und bin dabei auf einen Drogenberater gestoßen. Jetzt setze ich selbst die Tabletten ab. Von 100 mg auf 80 mg. Weiter schaffe ich es nicht. Wie seid ihr immer weiter runter gekommen? Alleine? Wie habt ihr das mit den Schmerzen gemacht, wenn ihr gleichzeitig noch funktionieren müsst & euch nicht verkriechen könnt? - Danke vorab für eure Zeit.
RE: Morphin iv 60 mg + Fentanyl etc.
Hallo S28,
allein - davon wird ja aus gutem Grund abgeraten. Es sei denn, man ist medizinisch geschult. Wir tauschen hier auch "nur" Erfahrungen aus. Viel geholfen hat mir, dass man das Gefühl hat, nicht allein mit seinen Problemen zu sein. Es menschelt halt. Letztendlich die Schmerzen aushalten, die das Ausschleichen so mit sich bringen, muss jeder dann schon allein. Nur ist es doch beruhigend, wenn man zumindest fachlich weiß, wie schnell man reduzieren darf. Und das weiß dann nur der Arzt. Ich persönlich habe das Reduzieren immer am Freitag begonnen, weil dann das Wochenende kam. Das war dann nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie anstrengend - aber es ging voran. Viel Kraft und Energie für dich.
Ausschleichen
Ich bin auch beim Absetzen bzw. Ausschleichen und bin jetzt auch an einer Dosis angelangt, an der es einfach nicht weiter herunter geht. Es steht seit 10 Tagen.
Eines weiß ich: Nicht unter Druck setzen. Nimm dir die Zeit, die Du brauchst. Es kommt der Tag, an dem Du dann ganz langsam weiter herunter kommst. Gut Ding braucht Weile. Bleib stark.
Wir schaffen das!!
RE: Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?
Hallo, ihr Lieben,
ich bin selbst betroffen und kämpfe jeden Tag, so wie ihr. Diese Seite spendet mir Trost, Zuversicht und auch das Gefühl, dass man nicht allein ist. Wenn ich bedenke, wie leichtfertig mir meine damalige Ärztin Oxycodon verschrieben hat, ohne die Auswirkungen im ganzen Maße zu bedenken. Ich verstehe einfach nicht, wie man so verantwortungslos sein kann. Mit dem Entzug steh' ich Gott sei Dank nach einem Arztwechsel nicht alleine da. Ich würde gerne auf unser Problem aufmerksam machen. Ist da jemand mit dabei?
Entzugserscheinung
Hallo,
ich denke, Entzugserscheinungen lassen sich nicht so leicht (alleine) verringern. In einer Klinik (Entgiftung ) werden die Schmerzen - zusammen mit anderen Medikamenten - etwas abklingen. Warst du denn schon mal bei einem Drogenberater?
Es ist schön, dass du mit Menschen sprichst, die ähnliches erlebt haben. Menschen, die dich verstehen und nicht verurteilen. Du hast dich selbst noch nicht aufgegeben. Und das ist das Wichtigste!
#Finele-"Ist da jemand dabei?"
Hallo, ihr Lieben,
ich bin neu hier, aber ein "alter Hase" in Sachen BTM-Schmerztherapie. Seit 2006 - als mir mitten in der Nacht von drei Bandscheiben in der HWS eine rausgehüpft ist - lässt mich das Thema Schmerzen, Therapie und vor allem BTM nicht mehr so richtig gehen.
Ja, es stimmt! Es gibt erstens Ärzte, die einem zu Beginn dieser (eurer/meiner) eigentlich traurigen und leidvollen Erfahrungen gerne eine Somatisierungsstörung andichten (die man nie wieder aus den Akten bekommt) und einen mit diesen "billigen" NSAR, wie Ibuprofen etc. vollstopfen. Bis man die ersten Magen-Darm-Probleme bekommt. Bis, im unglücklichen Fall, hin zu Darmblutungen.
Oxycodon
Hi, Finele,
ich bin total bei dir. Ich habe, wegen Bandscheibenvorfall, 10 mg täglich verschrieben bekommen und 6 Tage lang genommen! Die Schmerzen wurden nicht weniger, und ich habe die Tabletten abgesetzt! Am nächsten Tag hatte ich sofort Schweißausbrüche, Übelkeit, war depressiv und wusste mit mir nichts anzufangen! Bin ins KH gefahren, und habe dort andere Tabletten (Diclofenac) bekommen. Die Schmerzen sind fast weg, dafür aber jetzt mega Entzugserscheinungen. Ich frage mich, warum mein Arzt mir sowas verschreibt und nicht richtig drauf hinweist, was danach alles so passieren kann?!
Ärzte Verschreibung u. d. Konsequenz
Liebe Finele!
Ich wünsche sehr, dass es dir nach der langen Zeit besser geht! Habe gerade deinen Post gelesen, und kann Dir durchweg in dem zustimmen, was mir alles verschrieben wurde oder geplant war. Die Gefahren schon vorher überblickt habe ich – Gott sei Dank – oft genug. Aber leider nicht immer. Jetzt, mit MST ret. 40-0-40, bin ich schon von vor 2 Wochen 30mg los. Trotzdem ist der Arzt taub auf bd. Ohren und hat mir auch noch Dronabinol verschrieben. Katastrophe! Aber, auch alleine abgesetzt. Die Ret.-Tabletten ohne Rille sollte ich einfach durchbrechen. Obwohl jede Fachperson davor warnt. Weder Physiotherapie, noch ähnliche Ideen einer medikamentenfreien Reduzierung. Macht sich lustig über die fehlende Wirkung und – dass er es wüsste. Warum verschreibt er es denn dann? Hoffentlich hast du dein Ziel erreicht, suchst aber trotzdem noch nach Menschen, die dieses Thema einmal laut in die Welt tragen. Medien/Presse/Ärztekammer-Fachbereich!?! Vielleicht lese ich ja von Dir. Für alle Lesenden die besten Wünsche!
Tramadol-Entzug
Guten Tag Herr Dr.,
ich bekomme von Schmerztherapeuten Tramadol retard. Nehme sie seit 2 Jahren.
Bin mittlerweile am Tag von 800 mg seit 1 woche auf 250 mg. Geht es zu schnell oder langsam? Vor 4 Wochen habe ich angefangen.
Was hilft gegen Verspannungen, Stress, Kopfschmerzen und reduzierte Sehschärfe. Bitte um Ihre Meinung. LG Ali
RE: Tramadol-Entzug
Leider können wir keine individuelle Empfehlung abgeben. Das ist erstens rechtlich nicht erlaubt und zweitens kennen wir nicht Ihre gesamte Krankengeschichte und individuelle Situation. Nur der behandelnde Arzt kann das einschätzen. Wir empfehlen daher, mit Ihrem Arzt das Gespräch zu suchen und über Ihre Sorgen zu sprechen, so kann eine auf Sie zurechtgeschneiderte Lösung gefunden werden. Beste Grüße, Ihr Navigator-Team
Teufelszeug Oxycodon
Hallo,
aufgrund meiner Bandscheibe und dadurch aufgetretenen Nervenschmerzen im Fuß, bekam ich vor ca. 3 Jahren 2x Tgl. 5/10 Targin verschrieben. Mittlerweile bin ich schon bei 2x Tgl. 80/40 mg. Also ballere ich mir schon jeden Tag 160 mg Oxycodon rein.
Jetzt will ich runter von dem Zeug, und habe seit ein paar Tagen schon auf die Hälfte reduziert. Noch weniger bekomme ich aber irgendwie nicht wirklich hin. (Entzugserscheinungen wie Schwitzen, Brennen im Fuß und am Schlimmsten: Ein Angstgefühl, oder was immer das ist?). Am Montag will ich zum Arzt und mir ein Medikament zur Unterstützung holen. Was könnt Ihr da empfehlen? LG Andreas
RE: Teufelszeug Oxycodon
Buprenorphin ist ein künstliches Opiat, das zum Opioidentzug verwendet wird. Auch bekannt als Sublingual. Ich denke, das kommt bei einer Oxycodonabhängigkeit in Frage.
Danke
Das hört sich gut an. Ich kläre das mal mit meinem Doc ab. :)
Das hatte ich schon mal als Pflaster, um das Zeug abzusetzen. Hatte nicht so gut funktioniert. Da ich jetzt aber schon auf 80 mg reduziert habe, kann das aber klappen.
LG
Andreas
Entzug
Auch bekannt als Sublingual? Was laberst du? Das heißt: Subutex Buprenorphin ist Subutex. Sublingual heißt: Unter der Zunge auflösen.
Antwort
Buprenorphin wird halbsynthetisch hergestellt.
Sublingual ist die Konsumform: Auflösen unter der Zunge. Es ist auch ein Opioid. Es sollte also genauso ausgeschlichen werden. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, muss ein Arzt entscheiden. Die HWZ ist z.B. viel länger, was ein Vorteil sein kann, aber nicht sein muss. Der Entzug dauert länger. Sicher ist, dass du nicht ohne weiteres mal schnell von einem Vollagonisten wie Oxy auf Buprenorphin umstellen kannst, ohne einen Turboentzug zu riskieren.
Teil 2
Buprenorphin dockt stärker an die Rezeptoren an als Oxy, entfaltet seine Wirkung aber nicht auf allen. D.h., ein Teil der durch Oxy besetzten Rezeptoren werden verdrängt, ohne dass das Buprenorphin dort seine eigene Wirkung entfalten kann. Durch die partiell antagonistische Wirkung und stärkere Bindung an die Rezeptoren, kann das unangenehm werden. Und zwar, sobald es eingenommen wird. Wenn, dann müsste gewartet werden bis der Entzug schon deutlich spürbar ist, bevor die Umstellung erfolgt. Also, frag' einen Arzt und reduziere die Dosis weiter langsam. Das braucht Zeit. Bin gerade selbst von 480 mg Oxycodon bei der Hälfte angelangt.
Oxycodon
Buprenorphin würde ich sehr gerne probieren. Man nimmt es ja nur für die Zeit des Oxycodon Entzugs ein? Mein Arzt hat gesagt: "Ich spränge von einem Teufel auf den anderen"und ich solle in die Klinik. Das war's. Keinerlei Hilfe, aber 15 Monate Oxycodon verschrieben bekommen, obwohl ich des öfteren gesagt habe, dass ich ein Problem mit den Tabletten habe. Daraufhin meinte er, dann nehmen wir eben ein Pflaster. Ich fühle mich sehr alleine gelassen. Jetzt wo es ernst wird, will er mich in eine Klinik abschieben. Nur keine Verantwortung übernehmen. Man fühlt sich nicht mehr als Mensch. Sorry, ich will nicht nerven. Über Ratschläge und Tipps bin ich doch sehr dankbar. LG
Oxycodon
Hallo Andreas,
auch ich bin beim Ausschleichen. Von 160 mg auf 80 mg. Das ging innerhalb von ein paar Tagen. Jetzt bin ich seit über 2 Wochen auf 80 mg und schaffe es nicht weiter runter. Es sind Tage dabei, da fühle ich mich ein kleinwenig besser, dann wieder hundeelend. Die Angst und Depressionen sind am Schlimmsten. Hast Du von Deinem Arzt ein Mittel zur Unterstützung bekommen? Wenn ja, darf ich es wissen? Mein Arzt hat mir fast 2 Jahre lang das Oxy verschrieben, obwohl ich öfter erwähnt habe, dass ich mit diesen Tabletten ein Problem habe. Dann hat er mir ein Plaster gegeben, das ich innerhalb 4 Std wegen starken Brennens im Brustkorb entfernen musste. Also ging ich wieder zum Arzt und er meinte, ich solle in die Klinik: Auch keine Hilfe von meinen Arzt. Ich mache das Ausschleichen jetzt allein, werde aber noch einmal hingehen, um nach einem passenden Medikament zur Abmilderung des Entzugs zu fragen. Für Ratschläge und Tipps wäre ich sehr dankbar. LG Dorina
Oxycodon
Ich nehme seit drei Wochen Oxycodon. Vorher 7 Jahre Morphin. Immer wieder Entzugserscheinungen. Obwohl ich sie nehme. Wie kann das sein? Gewöhnt sich mein Körper daran, so dass ich mehr brauche? Zur Zeit nehme ich 3 x 30 mg Oxycodon täglich. Wer kann mir helfen? Würde gerne einen Entzug machen, damit ich davon weg komme. LG Karin
Leider ja, Gewöhnung ist vorhanden
Hallo Karin,
leider ist es häufig so, dass sich der Körper bei Medikamenten - insbesondere Opiaten/Opioiden - an die Dosis gewöhnen kann und somit nach einiger Zeit entweder die Schmerzlinderung schwächer wird, oder man auch Craving (Verlangen nach "Mehr") bekommt, weil man nicht mehr den Anfangseffekt hat. Ich würde dir sehr zur Rücksprache mit dem Arzt raten, da es nicht selten zu einer schmerzindizierten Abhängigkeit führt, und ein Entzug mehr oder minder unangenehm ist. Vielleicht gibt es für dich eine Kombi-Therapie mit einem weiteren Medikament, das nicht in die Klasse der Opioide/Opiate fällt.
Habe das Geschriebene selbst und auch bei meinem Ex-Schwiegervater life miterlebt. Es ist nicht schön. Er bekam aufgrund der entstandenen Sucht (Med.: Hydal) schlussendlich eine Schmerzpumpe. Dosiere dich bitte nur nicht selbst nach oben. Es kann zu einem Teufelskreis werden.
Viel Glück und alles Gute! Zoé
PS
Mein Schwiegervater hatte aufgrund von Diabetes ein Bein verloren und bekam deshalb Hydal. Ich leider deshalb, weil ich anfangs Opiate gegen Schmerzen bekam, die mir auch gegen die Depressionen halfen. Ich habe deshalb 6 Jahre 2 mg Buprenorphin einnehmen müssen, und das Absetzen hatte lange Nachwirkungen (wobei der akute Entzug nach 3-5 Tagen überstanden war). Nachwirkungen waren: 3 Monate keine Periode, Akne, Haarausfall (zum Glück nur mäßig), wochenlang Magen-Darm Probleme, und viele weitere Symptome. Entzugssymptome waren nach 5 Tagen allerdings komplett verschwunden. Wobei die Symptome bei Buprenorphin deutlich weniger ausgeprägt sind, als bei Morphin/Opioiden.
Oxycodon
Hallo Karin,
ich war selbst 15 Jahre heroinabhängig und später von Oxycodon. Ich bin Profi mit Opioiden. Bei dir hilft nur: Langsam in kleinen Schritten reduzieren! 3 x 30 mg ist sehr heftig. Probiere jeden Tag 10% weniger zu nehmen. Ein Entzugsgefühl wird auch noch bei 5 mg pro Tag da sein. Aber erträglich. Es wird immer schwächer. Am Ende ganz absetzen und das Zeug nicht mehr anfassen. Nach dem Absetzen hilft eine Woche Urlaub, um sich abzulenken. Danach ist alles vorbei. Viel Glück.
Oxycodon
Hi, Karin,
ich nehme seit einigen Jahren Oxycodon wegen Morbus Bechterew. Eine Rheumaform, die die Wirbelsäule angreift. Ich bin zufrieden mit dem Opioid. Hatte vorher Tilidin, das aber leider nichts gebracht hatte. Nehme auch 90 mg auf drei Mal verteilt. Ist Morphin eigentlich besser verträglich? Habe leider ab und an Juckreiz und glaube nicht, dass das von alleine weggehen wird.
Oxycodon
Hallo Karin,
Lies mal, was Louise zu "Oxycodon absetzen" (als Antwort auf meine Frage vom 2.12) dazu geschrieben hat. Ich selbst bin jetzt bei morgens 15mg, abends 10 mg angelangt. Habe inzwischen auf diesem Gebiet eine kompetente Hausärztin, der ich auch menschlich vertrauen kann. Dass jemand an deiner Seite ist, der dich unterstützt, finde ich persönlich sehr wichtig.Ich gehe noch den Weg über ein ambulantes Schmerzzentrum, da ich das Ziel "Oxycodon-frei" von mehren Seiten aus angehen möchte.Wünsche dir viel Energie und Erfolg. LG.
Targin Entzug
Hallo,
ich habe nach einer offenen Herz-Thorax-OP vor 5 Jahren Opiate verschieben bekommen, da die Schmerzen unerträglich waren. Zuerst Tramadol 465 mg, was dann mit der Zeit reduziert wurde. Als ich den Entzug machen wollte, kam ein Arzt und verschrieb mir Targin. Habe den Entzug erst jetzt vor 4 Monaten begonnen. Mit der Schmerzklinik zuhause in 15 Tagen. Mit Palexia Film- und Retardtabletten. Kann immer noch nicht schlafen. Außer 1-2 Stunden in Abständen in der Nacht. Am Tag geht es ja mal für 4 Stunden am Stück. Wenn ich im Bett liege zittern meine Beine. Eine extreme Unruhe macht sich breit. Wenn ich aufstehe, klopfen meine Gelenke und schmerzen trotz 500 mg Novalgin. Ich frage mich, wie lange das noch so weiter geht. Zum Glück bin ich versichert. Denn mich auf die Arbeit zu konzentrieren, geht nicht mehr. Kann nichts abspeichern. Nicht einmal Namen. Vergesse alles sofort. Ich bin 52 Jahre. Was kann man tun?
Da stimmt was nicht!
Hallo,
nach dem, was sie beschrieben haben, stimmt etwas nicht. Normalerweise müsste es Ihnen schon viel besser gehen. Ich würde ihnen raten, zu einem neuen Arzt zu gehen, um Ihre Lage zu schildern. Ich habe 15 Jahre 300 mg Morphium am Tag eingenommen und habe es geschafft, ohne Arzt und irgendwelche anderen Mittel in 5 Wochen auf nur noch 20 mg am Tag. Aber das ist nicht zu empfehlen. Das ist der Horror. Aber ich wollte es so! Nun hoffe ich, bis Weihnachten kein Morphium mehr zu brauchen. Nun möchte ich Ihnen sagen, wenn ich das schaffe, dann können Sie das auch. Aber gehen sie nochmal zum Arzt. Nicht, dass es etwas anderes ist! MfG
Schmerzen
Guten Tag!
Ich muss leider sagen, dass Sie sich was zugemutet haben! Den Entzug auf diese Art und Weise zu vollziehen, ist extrem überstrapazierend. Es gibt sehr viele Medikamente, die ähnliche Entzugssymptome haben. Ich stelle Ihnen einen Plan auf, aber besprechen Sie dies bitte mit Ihrem behandelnden Arzt:
Amitriptylin 10 mg. 0-0-1
Novaminsulfon 1000 mg. 1-1-1
Clonidin 75. 1–0-1
Weitereinnahme von Palexia wie beschrieben. Dies müssen Sie unbedingt mit dem Arzt besprechen. Nur er kennt sich mit Ihrer Erkrankung und Vorbefunde aus. Gute Besserung!
Codein Entzug
Nehme seit fast 2 Jahren Codeine. Bin durch Toleranzentwicklung bei 400 mg morgens und abends. Ich will endlich mit dem Schei...zeug aufhören! Da ich reduzieren wollte, habe ich fast nur noch die Hälfte der Dosis eingenommen. Und jetzt ist meine Nase nur noch verstopft, ich bekomme kaum Luft, und schon nach kurzer Zeit verlangt mein Körper wieder Codein seit ich auf 200 mg gegangen bin. Ich will endlich weg von dem Zeug! Kann jemand helfen und Tipps geben, wie ich zu Hause entgiften kann? Bitte schreiben an: lisairr123@gmx.de
Capros
Ich nehme schon über 20 Jahre Morphin-Tabletten. Zuletzt morgens und abends je 130 mg. Zu Hause habe ich selbst - unter Aufsicht des Arztes - bis auf 90 mg reduziert. Dann kam ich ins Krankenhaus. Dort wurde ich gleich auf 60 mg, sowohl morgens als auch abends, gesetzt. Nach 10 Tagen entlassen. Jetzt habe ich, außer Schweißausbrüchen, auch mit meinem Kreislauf und mit hohem Puls (über 120) zu tun. Jede kleine Hausarbeit ist sehr anstrengend. Möchte mich am liebsten verkriechen. Mit freundlichem Gruß, Traute Meyer
Von Tramadol zu Johanniskraut
Hallo,
ich nehme aktuell 15 Tropfen Tramadol morgens und abends. Ich möchte auf Johanniskraut umsteigen. Muss ich nach dem Absetzen vom Tramadol eine gewisse Zeit abwarten, bis ich das Johanniskraut nehmen darf?
Ich würde mich freuen, wenn mich jemand aufklären könnte.
Von Tramadol auf Johannneskraut
Echt? Dein ernst? Ja, also das wäre cool. Von jetzt auf gleich von Opiaten auf Johanniskraut umsteigen und in einer Woche von Benzos auf Lavendel. Geht bestimmt auch. Schön wäre es...
Oxycodon
Bin jetzt bei 10 mg Oxy morgens und abends, und reduziere immer gleichmäßig - d.h. 1x pro Woche um 5 mg (dann auf 5/5). Damit sich der Körper nicht alle 12 Stunden umstellen muss. Hat jemand Erfahrung, ob das " Ausschleichen" bei niedriger Dosis noch schwieriger wird, weil es der Restgehalt im Körper ist, oder wird es einfacher? Bin sehr dankbar für Rückmeldungen.
Absetzen niedrigste Dosis
Ist am schlimmsten. Bin bei 42 Stunden nach letzter Dosis. So schlimm war's nie. Hoffe, ab übermorgen wird es besser.
Oxycodon absetzen
Hallo,
ich nahm für ca. 4 Monate 10 mg 2-3x täglich ein. Mir wurde vom Arzt folgendes empfohlen, was mir auch half: Erste Woche:
die Tagesdosis reduzieren, alle 2 Tage auf 5 mg und abends bei 10 belassen. Zweite Woche:
nur noch 5 mg morgens und abends 10. Dritte Woche:
morgens 5 mg und abends 5 mg alle 2 Tage. 4 Woche:
Morgens die Dosis alle 2 Tage auslassen. Wenn es gut geht, dann nur noch abends einnehmen. In der 5 Woche begann ich es abends alle paar Tage auszulassen, bis ich ganz weg kam. Mein Körper machte das schon öfter durch. Aber jedes Mal wird es schwieriger für den Körper. Beginne immer morgens die Dosis zu ändern oder wegzulassen, damit du abends schlafen kannst. Das ist ganz ganz wichtig, damit der Schlaf nicht zu stark beeinträchtigt wird. Und dann ist es am Besten, mit der Morgendosis zu beginnen:)
Glg und alles Gute!
Entzug
Ich habe es selbst von 450 mg Methadon IV auf 40 mg geschafft. Danach wechselte ich auf das Morphinsulfat: Kapanol 400 mg. Selbst reduziert in 100 mg Schritten bis 200 mg. Danach mal weniger (160 mg), mal mehr (200 mg) usw. Jetzt stehe ich bei 100 mg Morphin oral. Seit 2 Tagen nehme ich noch 10 mg Valium. Nur kenne ich die Umrechnung nicht. Mirtazapin 15 mg hilft beim Schlafen. Was ich jedoch höchstens 2-4x die Woche nehme.
Morphin-Entzug