Zu den stark wirksamen Opioiden gehören Morphin, Fentanyl, Buprenorphin, Oxycodon und Hydromorphon. Zu Beginn der Behandlung kann es zu Schwindel, Übelkeit und Erbrechen kommen. Das lässt sich in der Regel durch nur langsame Dosissteigerung sowie die Gabe von Begleitmedikamenten gut in den Griff bekommen.
Ein Dauerproblem bei der Behandlung mit stark wirksamen Opioiden ist Verstopfung. Diese Nebenwirkung tritt sehr häufig und meist über die gesamte Behandlungszeit auf. In der Regel müssen daher begleitende Medikamente eingenommen werden, die der Verstopfung entgegenwirken.
Seltene, aber gefährliche Nebenwirkungen
Seltener kann es unter der Behandlung mit Opioiden auch zu Störungen der Blasenentleerung kommen. Das ist zwar meist nur ein kurzzeitiges Problem, muss aber dringend behandelt werden, um Infektionen oder Nierenschädigungen vorzubeugen. Wenn Sie spüren, dass Sie die Blase nicht mehr ausreichend leeren können, sprechen Sie darüber in jedem Fall sofort mit Ihrem Arzt.
Das gilt auch für alle weiteren Beschwerden, die nach dem Beginn der Behandlung auftreten und möglicherweise auf die Schmerzmedikamente zurückzuführen sind. Zu nennen ist hier insbesondere Atemnot, die zwar eine seltene, dafür aber gefährliche Komplikation ist.




Die Reduktion auf 125 mg war leider sehr schwierig. Immer wieder kam es zu hypertensiven Krisen, und jeder Tag war einfach nur belastend. Nach 20 Tagen bin ich auf 100 mg heruntergegangen. Clonidin hat, rechtzeitig eingenommen, vieles abgefedert, dennoch musste ich ständig meinen Blutdruck kontrollieren.
Gestern habe ich die 100 mg leider vergessen einzunehmen. Daraufhin bekam ich sämtliche Entzugssymptome. Heute Morgen habe ich die Dosis nachgeholt. Das ärgert mich maßlos, aber ändern kann ich es nicht mehr. Nun hoffe ich, dass mein Körper deshalb nicht noch stärker oder extremer reagiert.
ich vermute mal, Sie meinen, ob Sie das tun sollten?
Grundsätzlich sollte Buprenorphin nicht gleichzeitig in Pflasterform und als sublinguale Tablette eingenommen werden, es sei denn, der Arzt hat das ausdrücklich so verordnet. Beide enthalten denselben Wirkstoff, und die Kombination kann leicht zu einer zu hohen Wirkstoffkonzentration führen – mit Risiken wie starker Müdigkeit, Atemdämpfung, Kreislaufproblemen oder Übelkeit.
In bestimmten Fällen (z.B. bei Durchbruchschmerzen) kann der Arzt vorübergehend eine kleine Zusatzdosis sublingual verordnen, aber das muss eng überwacht werden. Bitte nimm die Kombination also nur nach Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt ein.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn