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Wie können Angehörige und Freunde einem Schizophreniekranken helfen?

Angehörige und Freunde können an der Krankheit selbst vielleicht wenig ändern, doch können sie den Betroffenen unterstützend zur Seite stehen. Sie können z.B. aufmerksam beobachten, ob sich die Krankheit möglicherweise verschlechtert und dafür sorgen, dass die Betroffenen schnell Hilfe erhalten.

Falsche Antwort: "Das bildest Du Dir nur ein"

Wichtig ist vor allem, den möglicherweise merkwürdigen Verhaltensweisen und Gedanken tolerant und mit Verständnis zu begegnen. Das mag schwierig sein, aber es macht wenig Sinn, zu versuchen, irgendetwas auszureden. Wenn Menschen mit einer Schizophrenie vor Dingen Angst haben, die gar nicht existieren, oder wenn sie Stimmen hören, dann sind Sätze wie "Aber da ist doch gar nichts, das bildest Du Dir nur ein", fehl am Platz. Denn die Betroffenen hören diese Stimmen ja tatsächlich, auch wenn sie für ihre Umgebung nicht existieren.

Das heißt natürlich nicht, dass Sie solche Gedanken noch durch Bestätigung verstärken sollten. Versuchen Sie vor allem, da zu sein und zuzuhören, die Gedanken und Sorgen also neutral aufzunehmen. Wenn es die Situation erfordert (bedrohliche Entwicklung, stark zugenommene Ängste, akute Krise), sollten Sie zum Arztbesuch raten oder, wenn das nicht gelingt, professionelle Hilfe ins Haus holen.

Die Angst, etwas falsch zu machen

Wenn Sie Betroffenen mit Aufrichtigkeit und Einfühlungsvermögen begegnen, können Sie eigentlich nichts falsch machen. Es ist wichtig zu verstehen, dass das Erleben für die Betroffenen ganz real ist, auch wenn es nicht in Ihrer Realität existiert. Oftmals werden Stimmen oder andere Halluzinationen von den Erkrankten als bedrohlich und gefährlich erlebt. Daher gilt es, das Geschilderte keinesfalls als Unsinn abzutun oder gar ins Lächerliche zu ziehen.

Fragen Sie nach

Eine Schizophrenie geht oftmals mit Halluzinationen oder sogenannten Wahnvorstellungen einher. Das können ganz unterschiedliche Wahrnehmungen sein. Von Stimmen über Dinge, die nicht da sind, bis hin zum Gefühl verfolgt zu werden oder auch anderen überlegen zu sein.

Haben Sie keine Angst, Fragen zum Erlebten zu stellen. Das kann Ihnen besonders in einem akuten Schub Aufschluss geben, ob eine ärztliche Einschätzung mehr oder weniger dringlich erfolgen sollte.

Wenn Betroffene Stimmen hören, scheuen Sie sich nicht zu fragen, was diese sagen. In manchen Fällen kann es sein, dass die Stimmen Befehle geben oder dem Erkrankten auftragen, sich selbst zu verletzen. Wenn das der Fall ist, heißt es erstmal Ruhe bewahren. Nur weil Stimmen so etwas auftragen, bedeutet das nicht, dass der Betroffene auch danach handelt. Fragen Sie nach, wie es dem Betroffenen damit geht und ob Sie sich Sorgen machen müssen, dass der Aufforderung Folge geleistet wird. In jedem Fall empfiehlt sich die sehr zeitnahe Vorstellung beim Arzt, gegebenenfalls auch über die Notaufnahme.

Die Darstellung aus Filmen, dass Betroffene Stimmen hören, die ihnen auftragen, Anderen was anzutun und danach dann gehandelt wird, ist übrigens meistens Fiktion. Befehlsartige Stimmen, die so etwas fordern, kommen zwar vor, sind aber eher selten. Und selbst wenn sie vorhanden sind, heißt das noch lange nicht, dass Erkrankte ihnen auch Folge leisten.

Auch bei Wahnwahrnehmungen dürfen Sie nachfragen, was genau Erkrankte erleben und ob dies beängstigend ist. Nicht immer ist es das, zum Beispiel wird der Größenwahn selten als quälend erlebt. Wenn aber Gefahr im Verzug ist, sollten Sie auf eine ärztliche Vorstellung drängen.

Ihre Anwesenheit an sich kann schon sehr beruhigend sein. Lassen Sie Ihre Liebsten wissen, dass Sie da sind, um sie zu unterstützen.

Wann sollten wir in die Notaufnahme gehen?

Nicht jeder schizophrene Schub muss notfallmäßig behandelt werden. Die meisten Erkrankten haben einen Psychiater oder Nervenarzt, bei dem sie sich regelmäßig vorstellen. Da die Krankheit in der Regel chronisch verläuft, sind regelmäßige Arztbesuche sehr wichtig. So können die Symptome jedes Mal beurteilt werden und gegebenenfalls Änderungen an der bestehenden Therapie gemacht werden.

Es gibt jedoch auch Situationen, in denen Eile geboten ist und eine ärztliche Untersuchung schnellstmöglich erfolgen sollte. Dies ist dann der Fall, wenn Gefahr im Verzug ist. Das klingt jetzt sehr nach Beamtendeutsch und das ist es auch. Im Endeffekt heißt es, dass wenn Sie sich ernsthaft Sorgen machen, dass sich Ihr Freund oder Angehöriger selbst etwas antut oder dies anderen droht, eine notfallmäßige Vorstellung beim Arzt erfolgen sollte. Das muss nicht zwingend ein Psychiater sein. Jede Notaufnahme oder der Bereitschaftsdienst kann hier helfen.

Was soll ich nach einer Behandlung tun?

In den meisten Fällen lässt sich eine Schizophrenie sehr gut behandeln und spricht auf Medikamente an. Betroffene fühlen sich dann besser und die Symptome verschwinden entweder komplett oder sind deutlich reduziert.

Mit der Besserung besteht jedoch häufig das Risiko, dass Erkrankte die Medikamente absetzen. Dies geschieht normalerweise, weil Betroffene eine deutliche Besserung verspüren und das Gefühl haben, keine Medizin mehr zu benötigen oder weil es zu Nebenwirkungen gekommen ist. Jedoch kommen in den allermeisten Fällen die Symptome sehr schnell zurück, sobald die Medikamente abrupt abgesetzt werden.

Sie können hier einen großen Unterschied machen, indem Sie Ihren Angehörigen oder Freund ermutigen, die verschriebenen Tabletten weiter einzunehmen. Symptome bleiben so auf längere Sicht unter Kontrolle und beeinträchtigende Krankheitsschübe werden minimiert.

Ich fühle mich ausgebrannt

Wenn ein Angehöriger oder anders Nahestehender an Schizophrenie erkrankt ist, kann das emotional sehr aufwühlend sein. Das ist völlig normal und es ist gut, es sich einzugestehen.

Wenn einer Ihrer Lieben betroffen ist, ist es wichtig, dass Sie auch auf sich achten. Holen Sie sich die Hilfe, die Sie brauchen. Das kann zum Beispiel ein Sozialdienst sein, der ins Haus kommt oder auch eine Selbsthilfegruppe. Auch Hilfe beim Haushalt oder der Kinderbetreuung kann Sie sehr entlasten.

In manchen Fällen ist es auch sehr hilfreich, sich selbst einen Therapeuten zu suchen, um einem Burnout vorzubeugen. Auch Ihre Gesundheit ist wichtig und Sie sollten sich nicht hintanstellen. Das macht Sie nicht zu einem schwachen oder schlechten Menschen, ganz im Gegenteil. Die meisten psychiatrischen Ambulanzen oder Krankenhäuser haben eine Liste mit nützlichen Ressourcen in Ihrer Umgebung.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentare  

# Schizophrene Nichte am AbgrundHeike 02.10.2022 14:08
Meine Nichte ist aktuell 18 Jahre alt. Sie hat bereits 2 Krankenhausaufenthalte in verschiedenen Jugendpsychiatrien hinter sich. Doch es hat sich nichts gebessert. Die Oma gab dem Mädel eine neunmonatige Chance zur Eingliederung in ihre Wohnung. Sarah ist nicht zur Berufsschule gegangen, hat Praktika geschwänzt. Sie lag den halben Tag nur im Bett. Bis zum späten Nachmittag. Hausarbeit und Einkaufen waren ihr ein Fremdwort. Oma kümmerte sich täglich um ihre Bedürfnisse. Wie bei einem Kleinkind. Die Situation verschlimmerte sich fatal, als meine Nichte im Pendelverkehr zur Ausbildung nach Leipzig fuhr. Bereits in der Nacht stand sie mit aggressiver Stimmung auf, benötigte 4 Stunden im Bad und nahm manchmal 3 Tage keine Lebensmittel zu sich. Der Sommer war heiß, doch Sarah verweigerte selbst die Trinkflasche für den Arbeitstag. Am Wochenende blieb sie nur noch in ihrem Zimmer im Bett. Oma durfte weder Besuch empfangen, noch den Fernseher anknipsen. Alles störte sie permanent, und ein Gespräch war seit Wochen nicht mehr drin. Sarah schrie bei allem sofort laut los, warf die Türen und demolierte absichtlich einige Möbel. Meine Mutter war mit ihrer Geduld und ihren Nerven am Ende. Ein psychisch krankes Mädel ist für eine 73-jährige Frau eine enorme Herausforderung. Ich hatte meine Nichte ebenfalls 5 Wochen beherbergt, weil von der Kindesmutter null Aktivität und Unterstützung kam. Seit 3 Wochen lebt Sarah nun in ihrer eigenen Wohnung. Doch damit ist die Situation eskaliert. Sie hat sich total isoliert, reagiert nicht auf Anrufe und öffnet keine Wohnungstür. Oma und ich haben es mehrmals vergeblich probiert. Ihre Ausbildung in Leipzig hat sie abgebrochen, ist seit 3 Wochen ernsthaft krank und lässt sich nicht helfen. Sie hat sogar eine Einweisung ins Krankenhaus zum dringenden Check-up von der Hausärztin erhalten. Doch Sarah lehnt jegliche Hilfe konsequent ab. Wir haben mit dem sozial-psychiatrischen Dienst mehrmals telefoniert, sogar das Jugendamt in Anhalt-Bitterfeld um Hilfe gebeten. Alles, für die Katz! Von den Behörden kommt keine greifbare Unterstützung. Man wollte ihr einen Brief schreiben, doch Sarah leert nie ihren Briefkasten. Das ist auch nicht die geeignete Form von Hilfe, die Sarah jetzt dringend bräuchte. Das Mädel verwahrlost in dieser Wohnung. Seit 2 Wochen duscht sie nicht mehr, lässt uns keine Lebensmittel bringen oder die Wohnung aufräumen. Da wird nicht gelüftet, der Kauf von Möbeln wird boykottiert. Die junge Erwachsene haust wie eine Obdachlose in ihrer einsamen Bettecke. Ansonsten gibt es dort nichts - außer Reisetaschen und Plastiktüten. Die Gardinenstange ist zu Boden gefallen, aber niemand darf sie wieder anbringen. Sarah verweigert jegliche Hilfe und hat keine Einsicht in ihre psychische Krankheit. Will weder ambulante psychiatrische Betreuung, noch Medikamente in Erwägung ziehen. Ihr Umgangston ist stark aggressiv, schrill und laut. Schade, sie war einmal eine intelligente Schülerin. Hat jedoch auch ihr Abitur abrupt abgebrochen. Sarah hat sich nun alle Chancen verbaut, will absolut keine Hilfe annehmen. Obwohl Gefahr in Verzug ist, und meine Nichte von der körperlichen Statur her nur noch einem Phantom aus der Geisterbahn ähnelt ( total abgemagert, kreidebleich im Gesicht und ganz schlechte Blutwerte), passiert nichts da draußen in der Gesellschaft. Im Gegenteil, man akzeptiert bereits, dass sie sich aufgegeben hat. Eine/einer weniger in der Statistik! Oma ist seelisch am Ende. Ihre Zuckerwerte sind stark angestiegen und das Herz macht Probleme. Ich leide an einer chronischen Leukämie, und die Leukos steigen durch diese mentale Belastung ins Unendliche. Vor Kummer schlafen wir beide kaum noch in der Nacht! Der ganze Tag dreht sich nur um Sarah. Sie liegt uns, wie ein Felsen, schwer auf dem Gemüt. Ständig diese Beklemmnis, diese seelische Anspannung im Körper. Das ist wie ein Albtraum, der nicht enden will. Und das Mädel zeigt keinerlei Einsicht. Wir kommen kaum noch an sie heran. Sie wird an ihrer akuten Psychose noch zu Grunde gehen.
Antworten
# Schizophreniebirta 13.11.2022 22:00
Psychischer Grund und äußere Ursache einer Schizophrenie bzw. akut schizophrenen Psychose ist schwer in Kurzform zusammenzufassen. Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, jede Form symbiotischer Verhaltensweisen zu vermeiden. Vermeiden Sie Äußerungen wie bspw.: "Die Oma macht sich Sorgen, sie ist schon herzkrank, ich bin auch nicht gesund, wir leiden".
Das Gefühl der symbiotischen Verhaftung (Kontrolle durch "beobachtende" Dritte) - eine mangelnde Abgelöstheit von wichtigen Mitmenschen, das Gefühl, dass andere Menschen sich der eigenen Person "bemächtigen", ist eines der grundlegenden Probleme der Schizophrenie. Bewahren Sie - trotz Ihrer Sorgen und unter diesen schweren Bedingungen - Ihre eigene Autonomie. Zeigen Sie Ihrer Nichte "Wir sind für dich da, aber du bist nicht dafür verantwortlich wie es uns geht. Dafür sind wir selbst verantwortlich". Reden Sie nicht "assoziativ" (bildhaft), sondern klar und deutlich. Zeigen Sie, was Ihnen wichtig ist und was Sie nicht gutheißen, (Dreck, Vermüllung). Sagen Sie genau das, was Sie sagen möchten stets so, dass es aufrichtig und mit ehrlicher menschlicher Emotion gesagt wird. Seien Sie bei all dem konsequent, aber nicht hart oder lieblos. Reden Sie mit ihrer Nichte in "Ich" Botschaften: "Ich" wünsche mir, dass es dir gut geht. Wenn "ich" etwas für dich tun kann, so lass' es mich wissen etc. Es sind ein paar wenige Tipps, aber ich hoffe, dass sie beiden Seiten helfen.
Antworten
# RE: Schizophrene Nichte am AbgrundGabriele 01.11.2022 13:01
Uns geht es genauso. Mein Sohn lebt dadurch in einer Obdachlosenunterkunft. Es ist sehr furchtbar aber ihr müsst versuchen, euch zu schützen. Erst wenn der Leidensdruck zu groß ist, lassen sie sich vielleicht helfen! Ihr habt auch noch euer Leben und müsst zu Kräften kommen!
Antworten
# HilfeAnke 14.10.2022 20:07
Mein Sohn hat paranoide Schizophrenie. Ich habe beim Gericht einen gesetzlichen Betreuer beantragt. Er ist 18, war suizidgefährdet, wurde 3 Monate in einer Klinik behandelt und ist jetzt wieder zu Hause. Vor der Erkrankung hatten wir ein gutes Verhältnis und jetzt wieder. Er ist mir dankbar, dass ich diesen Weg gegangen bin, obwohl es hart war. Aber es gab keine Alternative.
Antworten
# RE: Hilfesonja 24.10.2022 08:17
Es freut mich, dass es bei euch so gut geklappt hat. Mein Sohn ist durch seinen Drogenkonsum sehr aggressiv geworden. Wir haben das lange ausgehalten. Bis er uns alle Haustüren eingeschlagen hat und uns bedrohte, uns etwas anzutun. Danach zog er zu seinen Großeltern. Da ist er aber auch gescheitert. Er bekommt Nachts Ängste und komische Gedanken. Vor ein paar Tagen war er wieder hier mit der Androhung: Ich bringe alle um. Schlug alle Haustüren ein (Glas).
Polizei kam, nichts passierte. Ich dachte, es wäre jetzt nach dem 3. Mal die Chance ihn einzuweisen. Er nimmt keine Hilfe an. Wir haben alles, aber auch wirklich alles versucht. Auch andere Familienangehörige. Nichts zu machen. Er erkennt nicht, dass er dringend Hilfe braucht.
Nach all den Vorfällen muss auch ich mich jetzt leider vor ihm schützen. Zumal es noch eine jüngere Schwester gibt. Es fällt mir sehr schwer so machtlos zu sein und Angst vor dem eigenen Kind haben zu müssen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Habe sämtliche Kliniken abtelefoniert und versucht, mir Hilfe zu holen.
Antworten
# Anke: HilfeHeike 15.10.2022 11:02
Super, dass dein Sohn so vorbildlich mitarbeitet und freiwillig zur Behandlung in eine Klinik geht. Meine Nichte Sarah zeigt überhaupt keine Einsicht. Ihre Aggressivität wird mit jedem Tag schlimmer. Sie lebt total verwahrlost in ihrer Wohnung, und lässt uns seit einer Woche nicht mehr zu sich. Das Mädel ist schwer krank, soll im Herzzentrum Leipzig behandelt werden - aber sie lehnt jegliche Hilfe ab und nimmt keine Nahrungsmittel mehr auf. Alle sind nervlich am Ende, und Hilfe gibt es von außen nirgends. Deshalb kannst du stolz auf deinen Sohn sein. Er hat noch rechtzeitig die Füße vom Abgrund genommen. Alles Gute für Euch.
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# Paranoide SchizophrenieDennis 01.09.2022 00:40
Bei meiner Freundin wurde paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Sie war schon mehrfach in diversen Kliniken, die sie mittlerweile - aufgrund ihres angeblich derben Verhaltens - bereits nach ein, zwei Tagen wieder entlassen. Was kann ich tun, bzw. an wen kann ich mich wenden, dass ihr evtl. geholfen wird, und sie nicht nur ruhig gestellt und abgeblockt wird?
Ich meine, ich helfe ihr gern aber da sie ohne Wohnsitz ist und somit keinerlei Leistungen bezieht, und die Kliniken in der Umgebung sie nicht aufnehmen, ist es auch finanziell nicht einfach. Zumal sie in ihren Phasen auch mal etwas kaputt macht. Dabei geht es mir nicht darum mich zu bereichern. Aber mit Essen, Trinken und Tabak und den zu ersetzenden kaputten Sachen, bleibt mir kein Geld, über das sie sich auch mal etwas zum Anziehen kaufen könnte etc. Was kann ich tun?
Antworten
# RE: Wie können Angehörige und Freunde einem Schizophreniekranken helfen?Ramona 24.04.2022 08:50
Eines hab ich noch vergessen hinzuzufügen, man wird vom Staat im Stich gelassen. Jeder, egal ob Polizei usw möchte mit der Sache nichts zu tun haben, weil es ja dieses tolle Gesetz gibt. Alles wird auf Angehörige abgewälzt mit tollen Tipps zum Umgang mit diesen kranken Menschen. Diese Tipps sind gut für solche, die sich behandeln lassen, aber sinnlos für alle anderen.
Jetzt wird Cannabis noch legalisiert, nur damit der Staat Steuereinnahmen hat. So ist das leider in Deutschland! In anderen Ländern wie der Schweiz läuft das anders! Traurig!
Antworten
# Schizophreniesabine 11.12.2021 17:40
Meine Tochter (20) ist schwer an Borderline-Schizophrenie erkrankt, lässt sich aber nicht behandeln. Am 23.9. ist sie zu einem Mann gezogen, den sie über das Internet kennengelernt hat, und somit nur kurz kennt. Nun ist sie geflüchtet. Seitdem bin ich wie blockiert. Wir sind ratlos. Sie hat eine Morddrohung gegen uns und mich ausgesprochen. Die Polizei glaubt ihr usw. Anwalt eingeschaltet.
Antworten
# Mein Schwager ist krankhaft eifersüchtig und wir vermuten eine psychische ErkrankungJule 25.10.2021 17:34
Mein Schwager ist stark abhängig von Diazepam/Valium. Er ist seit 16 Jahren mit meiner Schwester zusammen, und sie haben Kinder. Meine Schwester ist die treueste und liebevollste, leider auch blauäugigiste Frau auf Erden. Sie liebt ihn abgöttisch. Er ist ihr Traummann. Leider hat er eine krankhafte unbegründete Eifersucht entwickelt. Er halluziniert, überwacht ihren Telefonverlauf, ihre iCloud und lässt sie von Freunden beschatten etc. Es ist mittlerweile so schlimm, dass ich ihm böse Dinge zutraue, weil er in einem Wahn ist. Er reist fremde Autotüren auf, wenn Paare sich küssen, verfolgt Männer und bedroht diese, weil er ein Verhältnis vermutet - obwohl sie bei ihr nur etwas abgeholt haben, was sie über Kleinanzeiger gekauft hatten. Er weckt meine Schwester in der Nacht und behauptet, sie wolle heimlich aufstehen um ihr „Fickverhältnis“ anzurufen und macht ihr eine Szene aus dem Nichts. Und das mitten in der Nacht. Er kontrolliert die Unterwäsche und rastet völlig aus, wenn ein Spitzenslip in der Wäsche liegt - obwohl der seiner Tochter gehört. Ich könnte noch mehr aufzählen.
Eifersüchtig war er schon immer, aber in den letzten 3 Jahren hat sich dieses kranke Verhalten massiv manifestiert, und ich habe mittlerweile Angst um meine Schwester und die Kinder. Er hat auch schon damit gedroht, sich das Leben zu nehmen. Ab und zu zieht er aus, kommt dann aber wieder.
Meine Schwester ist so gutmütig und hält immer zu ihm. Sie vergisst sich und die Kinder dabei. Sie selber hat ihr Lachen verloren sowie ihre unbeschwerte Art. Sie ist ihm absolut hörig. Was kann man machen? Ich vermute, dass die Tabletten eine Psychose bei ihm verursacht haben.
Antworten
# Schizophrenie erkennen lassenVeronika 19.10.2021 18:17
Hallo,
ich wende mich über dieses Forum an Sie, da ich lediglich den (unprofessionellen) Verdacht habe, dass mein Freund eine Form von Schizophrenie haben könnte und daher erfahren möchte, wie man in dem Fall am besten vorgeht.
Ausgangssituation: Mein Freund hatte eine Angststörung, die ihn davon abhielt seine Wohnung, irgendwann sogar sein Zimmer, zu verlassen. Außerdem rauchte er viel. Als wir uns online kennenlernten, gab er beides "auf" und fing an, frei spazieren zu gehen, hörte eigenständig auf zu rauchen und irgendwann lernten wir uns persönlich kennen. Er ergriff einen Job und beschäftigte sich damit, was ihm arbeitstechnisch noch mehr Spaß machen könnte. Wir zogen nach relativ kurzer Zeit zusammen, da es finanziell sowie aufgrund von eh anstehenden Umzügen in versch. Bundesländern Sinn zu machen schien.
Symptomatiken: Bereits während des Online-Chats fiel mir manchmal auf, dass er dazu neigte, mich psycho zu analysieren. So kam er zu irgendwelchen Schlüssen, sah selbst "klar", konnte meine vermeintlichen Probleme erkennen und nur ich sei noch unfähig diese zu erkennen, müsse mich ihnen aber stellen, um zu heilen. Dabei ging er sehr offensiv vor, war felsenfest von seinen Annahmen überzeugt. Es dauerte immer sehr lange, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Es kostete sehr viel Kraft. Als Beispiel sei darauf verwiesen, dass er dachte, ich sei an Borderline erkrankt. Zur Info: Mir geht es gut, ich machte vor vielen Jahren freiwillig eine Psychotherapie aufgrund von Verlustangst, die ich erfolgreich abschloss. Seitdem fühle ich keinen psychischen Notstand mehr in mir.
Nachdem wir uns kennenlernten, das Problem noch einmal in starken Ausmaß hatten und dann zusammenzogen, trat das Problem länger nicht auf.
In Streitsituationen neigt er aber zu "Switch"-Verhalten. D. h. wenn er bspw. gerade Probleme von sich thematisiert, ich auf diese Bezug nehme, gibt es plötzlich einen Switch und es geht um mich, und welche Probleme ich angeblich habe. Diese Probleme existieren für mich jedoch gar nicht. Nun ist genau dies am Wochenende wieder passiert. In sehr starken Ausmaß, so dass ich irgendwann nicht weiter wusste und mein Heil in der Flucht zu meiner Freundin suchte, die mich wieder aufbaute und bestärkte. Letztlich mündete alles in dem Vorschlag, dass er für ein paar Tage in eine Pension zieht. Andere Bezugspersonen, zu denen er mal flüchten könnte, hat er nicht. Nicht in diesem Bundesland. Wir vermissten einander dabei sehr. Heute besuchte er mich kurz und schon eskalierte es: Er hatte wieder eine fixe, sehr starke Überzeugung, mit der er mich, trotz Hinweisen ich hätte keine Kraft dazu, nahezu "bombardierte". Er war überzeugt, dass das gesagt werden müsse (!), da er für unser Glück und unsere Beziehung kämpfe. Dabei machte er mich einfach nur fertig. Nachdem er wieder gegangen war und ich mit einer Freundin telefonierte, kam er wieder. Er sah sein unpassendes Verhalten ein, hörte mir aufmerksam zu und entschuldigte sich. Er habe, ebenso wie ich, Angst, dass das immer wieder passieren könne. Ermutigt durch diese letzte Situation bin ich auf der Suche nach Hilfe - für ihn und mich.
Er ist ein sehr liebevoller Mensch, aber auch sehr misstrauisch. Manchmal etwas paranoid (das sieht er aber meist ein), sehr schnell zu kränken, sehr liebe- und aufmerksamkeitsbedürftig. Ich stecke derzeit im Referendariat, und habe viel weniger Zeit als sonst für unsere Pärchensachen. Wofür er aber Verständnis hat. Ich gehöre allerdings auch zu den Personen, die offen ihre Meinung sagen. So musste er sicher in den letzten Monaten auch viel Kritik einstecken. Auch, wenn ich ihn nach bestem Wissen bei dem Job, Bewerbungen etc. pp. unterstütze. Auch konnte ich ihn überzeugen, wieder Kontakt zu seiner Familie aufzunehmen. Der lag seit Jahren brach und es gab in diesem Jahr eine rührende Zusammenführung.
Meine Fragen:
Könnte es sich um Schizophrenie handeln? Er ist generell therapiebereit, hat auch schon viele in der Vergangenheit gemacht, aber nicht abgeschlossen (und nicht mit der Diagnose von Schizophrenie). Ich möchte ihm mit dem Gedanken, dass es Schizophrenie sein könnte, nicht vor den Kopf stoßen. Generell wäre es aber sicher hilfreich, wenn ein Arzt auch meine Sicht der Dinge hören würde, oder? **Seufz** Was tun?
Ich danke Ihnen vielmals für das ausdauernde Lesen und mögliche Vorschläge. Veronika
Antworten
# Freundbirta 13.11.2022 22:23
Ich denke auch, dass bei Ihrem Freund eine narzisstische Persönlichkeitsstörung vorliegt. Wahrscheinlich auch eine mildere Form einer Borderline-Störung. Beide Störungen können nebeneinander koexistieren und potenzieren sich gegenseitig. Das Denken und Handeln solcher Menschen mutet gelegentlich "schizophren" an. Gegen eine schizophrene Psychose spricht, dass sich Ihr Freund nicht ganz von Ihnen und der Außenwelt abkapselt. Er ist immerhin fähig, aus ihrer Kritik die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Er möchte sich ändern, aber es gelingt ihm dabei nicht, aus seiner "psychischen Struktur" auszusteigen. Ihm fehlen sozusagen alternative Mentalisierungs- und Verhaltensstrategien. Eine Psychotherapie in einer sozialtherapeutischen Einrichtung wäre bestimmt hilfreich.
Antworten
# RE: Schizophrenie erkennen lassenDoc 30.03.2022 05:35
Veronika, das klingt mehr nach narzisstischer Persönlichkeitsstörung, als nach Schizophrenie.
Antworten
# Giuseppe, mein SohnArgentino 16.09.2021 19:36
Er ist krank. Schizophrenie, hat Halluzinationen und hört Stimmen. Ich habe Angst, da er keine Medikamente mehr nehmen will. Er hat eine Betreuerin und einen Sozialpfleger. Aber beide machen nichts. Bitte um Antwort. Danke.
Antworten
# BetreuungsamtMelanie 28.08.2021 19:12
Der Eintrag vom 15.06.21 von Tobias wundert mich. Meine Schwester war wegen ihres erkarankten Sohnes auch beim Betreuungsamt. Aussage war, so lange keine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt kann man da nichts machen.
Dabei muss man sich mal überlegen, wie schwierig die Situation auch für den Betroffenen ist. Bei meinem Neffen ist es aktuell so, dass er den ganzen Tag von Stimmen bedrängt wird. Das ist auch für ihn körperlich sehr anstrengend
Antworten
# PsychoseNezaket 17.08.2021 23:53
Meine Schwester nimmt keine Medikamente mehr. Sie hat paranoide Schizophrenie und Depressionen. Wie kann ich ihr helfen? Ich muss schnell handeln, denn ich habe Angst, dass sie nie wieder normal wird. Bitte um Hilfe.
Antworten
# FamilienangehörigeMaria 08.08.2021 20:12
Hallo,
weiß absolut nicht mehr weiter. Meine Schwester bringt mich in den Wahnsinn, sie ist total schizophren, sie sieht es nicht ein und will sich nicht behandeln lassen. Die ganze Familie hat durch sie schon psychische Probleme. Kann mir jemand einen Rat geben?
Antworten
# RE: FamilienangehörigeVittoria 19.08.2021 22:25
Hey, ich bin in der gleichen Situation. Mit meinem Bruder. Wenn es gar nicht mehr geht, ruf' den sozial-psychiatrischen Dienst an. Mehr weiß ich auch nicht, weil ich schon alles versucht habe, was durch Reden geht. Meine Therapeutin meint, dass so etwas nicht zu ändern ist, weil es nicht in unserer Macht steht.
Du fühlst dich vielleicht in der Sache allein. Bist du aber nicht, da es vielen Angehörigen so geht.
Antworten
# FamilienangehörigeKörsten 17.04.2022 01:30
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es tut gut zu wissen, dass es noch andere Angehörige gibt. Mein Bruder ist seit fast 20 Jahren erkrankt. Keine Einsicht. Jetzt ist er obdachlos seit fast drei Jahren, und schläft bei uns im Pferdestall. Seine akuten Phasen werden immer schlimmer. Er redet nur noch von Waffen, Atombomben - die bei uns auf dem Hof versteckt sein sollen -, hat einen Hass auf die ganze Welt, und mich hat er zum persönlichen Feind Nr. 1 erklärt. Er stalked mich, er klaut alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Anfangs habe ich ihn bei mir schlafen lassen, der Dank war: Auto geklaut, Vespa geklaut, Konto leergeräumt etc., etc. Was seine Geschichte nicht besser macht, ist sein Drogenkonsum. Amphetamine und Cannabis. Er wird ständig von der Polizei aufgegriffen - wegen Diebstahl, Einbruch oder auch, weil er mich und meine Eltern so krass terrorisiert. Er hat keinen Funken Respekt mehr vor mir oder unserer Mutter. Er bildet sich ein, er hätte ein Millionenvermögen, das wir ihm abspenstig gemacht hätten. Er stalked mich. Ich traue mich oft abends kaum, vom Wohnzimmer ins Bett zu gehen. Aus Angst, dass er merkt, dass ich mich bewege. Er klingelt Sturm. Manchmal die halbe Nacht. Er sitzt Stunden vor meiner Tür, und ist böse laut mit irgendwem am Reden. Oft bin ich gemeint. Dass ich an allem schuld sei, dass ich an seiner Stelle sitzen würde, dass ich unsere Oma gefangen hielte (sie ist seit sieben Jahren tot. Und nicht zuletzt aus lauter Kummer wegen meines Bruders. Er hat auch ihr die Konten leergeräumt, aber sie hat meinen Bruder inflagranti an ihrer Geldbörse erwischt). Er hat mir des Öfteren die Polizei auf den Hals gehetzt, Dinge fingiert, der Polizei einen Tipp gegeben - aber ich konnte zum Glück bisher alles aufklären. Aber, was mache ich, wenn er mir mal Drogen unterjubelt oder eine Waffe!? Die Behörden machen nichts. Er hat ständig irgendwelche Gerichtsverhandlungen, bei denen er aber jedesmal wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen wird. Er wurde mal zu zwei Jahren Unterbringung in einer geschlossenen Klinik verurteilt und direkt vom Gericht abgeholt. Er war noch keine 10 Minuten in dieser Klinik, da war er schon über alle Berge. Er ist in den ersten 4 Monaten von dort bestimmt 40-50 getürmt. Die Polizei ist total genervt von meinem Bruder, weil sie ihn immer und immer wieder verhaften und in die Klinik bringen müssen. Mit dem Ergebnis, dass sie ihn nach ein paar Stunden wieder suchen müssen. Die sagen auch, dass mein Bruder dringend behandelt werden müsse. Jeder Mensch, der von einem deutschen Gericht zu einer Strafe verdonnert wird, muss sie auch verbüßen. Mein Bruder ist so unglaublich oft getürmt, dass ich mit den schlimmsten Maßnahmen gerechnet habe. Aber was ist passiert? Das Gericht hat das Urteil aufgehoben. Sie haben ihn freigelassen in die Obdachlosigkeit. Anfangs war mein Bruder noch einigermaßen umgänglich, aber wie es dann in den meisten Fällen kommt, hat er seine Medikamente abgesetzt, und wir haben jetzt die Hölle auf Erden. Er hängt immer auf unserem Hof rum und zerstört alles, was nicht im Haus verschlossen werden kann: Gartenmöbel, Gartenlampen, frisch gepflanzte Blumen und auch Dachrinnen reißt er ab. Wenn ich arbeiten bin, kann ich die Rollläden an den Fenstern nicht mehr hoch machen, weil er sonst mit Sicherheit die Fenster einschlagen würde, um an Geld zu kommen oder sonst etwas klauen würde, was sich zu Geld machen ließe. Wir wissen nicht mehr ein noch aus, und fühlen uns vor allem wirkungsvoll von den Behörden im Stich gelassen. Es kann doch wirklich nicht sein, dass mein Bruder seine ganze Familie zerstört. Wir können alle schon lange nicht mehr, obwohl ich ihm immer geholfen habe. Ich habe die ersten zehn, zwölf Jahre nichts unversucht gelassen, um ihm die besten Therapiemöglichkeiten zu besorgen. Ich habe mein bisheriges Leben fast komplett aufgegeben, bekomme keinen Besuch mehr, weil ich Angst habe, dass er anfängt, diese Leute anschließend zu stalken. Die einzige Möglichkeit, die ich noch sehe, ist, von hier weg zu ziehen. Bevor er mir noch etwas antut, oder ich eingehe wie eine Primel vor Einsamkeit sowie der Sorgen, die ich mir wegen ihm mache. Oder er mich so zur Weißglut bringt, dass mein Herz nicht mehr mitmacht (habe eine Herzinsuffizienz seit 14 Jahren).
Antworten
# HilflosRamona 24.04.2022 08:07
Hallo lieber Betroffener!
Es ist schlimm zuzusehen, wie ein naher Angehöriger so zugrunde geht. Du sagst, er schläft im Pferdestall und es muss unerträglich sein zu wissen, man liegt in einem warmen Bett und der Kranke haust wie ein Tier und benimmt sich auch so.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Mein Sohn lebte auch ähnlich, nahm sich vor zwei Jahren das Leben. Seine Krankheit wurde durch Drogen ausgelöst, davor war er arbeiten und hatte viel Geld verdient. Keine Einsicht in seine Lage und die Krankheit blieb auch ohne Drogen bestehen. Man kann nichts tun, leider! Nicht mit Druck, nicht mit Liebe, wenn derjenige nicht will.
Man kann eigentlich nur raten wegzuziehen, ob man das dann aushält, keine Ahnung. Wenn man gesund ist, einen kranken Angehörigen hängen zu lassen, ist immer eine Gewissensfrage und selbst glücklich ohne daran zu denken geht auch nicht. Wenn derjenige dann tot ist, findet man auch keine Ruhe, weil man sich schuldig fühlt. Ich weiß, wovon ich spreche.
Vor seinem Tod war es kaum auszuhalten, ich hatte Wut ohne Ende und immer freundlich und verständnisvoll sein, wie ja immer geraten wird, das soll mal einer vormachen. Als die Nachricht kam, dass er tot sei, im ersten Moment war ich erleichtert, endlich ist der Zirkus vorbei, dann zerfressen Dich Schuldgefühle, ob man auch alles versucht hat oder selbst zu ungeduldig war. Das ist aber alles Quatsch! Man stirbt ein Stück mit und kann kaum Glück zulassen. Es ist ein langer Prozess, das zu verarbeiten.
Aber was Du durchmachst, ist nicht besser und immer in Alarmbereitschaft, was kommt als Nächstes, macht das eigene Leben genau so kaputt. Du musst einen Schlussstrich ziehen, sonst gehst du kaputt und wirst selber krank. Auch ein Kranker muss Verantwortung übernehmen für sein Tun und sein Handeln. So ist das nun mal!
Ich wünsche Dir viel Kraft! Eins steht fest, gut wird diese Sache nicht ausgehen!
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Kommentare: Archiv

Keine Krankheitseinsicht
2021-06-15 14:29:49, Tobias
Hallo, ich habe hier jetzt mehrmals gelesen, dass Leute nicht mehr weiterwissen, was ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen kann. Zum Glück hatte mich ein Polizist sehr schnell an das Betreuungsamt weitergeleitet. Dort wurde, nachdem ich meinen Fall geschildert habe veranlasst, dass die Einweisung in eine Klinik geprüft wird. Es kam sofort am nächsten Tag eine Ärztin und am übernächsten Tag dann die Einweisung in die Klinik. Es war keine leichte Entscheidung, aber im Nachhinein notwendig. Ich kann nur jedem, der überfordert ist, empfehlen sich ans Betreuungsamt zu wenden.

Austausch
2021-04-10 12:09:43, Michaela
Liebe Betroffene Mütter, auch ich würde mich sehr gerne mit jemandem austauschen. michaelacares@gmail.com

Wie können Angehörige und Freunde einem Schizophreniekranken helfen?
2021-04-09 20:03:51, M. Rohner
Als Angehöriger (ich, als Bruder meiner Schwester) oder als Freund hat man die einmalige Möglichkeit, die Beziehung zur betroffenen Person möglichst natürlich zu leben und grundsätzlich die Krankheit als Erscheinung hinzunehmen, die ab und zu das Feld etwas einnimmt. Das hilft, der Krankheit nicht so viel Raum zu lassen. Ich fand es schwierig, dass dies nicht allen aus unserer Familie gelang. Es spielten halt auch Sympathien und Antipathien mit. Doch die Schwierigkeiten in der Familie haben sich entspannt. Lebenserfahrung wurde gesammelt. Bei aller Mühe mit dem Betroffenen lohnt es sich, sich offen und ehrlich mit dieser Angst zu konfrontieren. Denn jedem ist eine achtsame Art zu wünschen.

"Ach, da ist doch nichts." "Ach, das bildest du dir ein."
2021-03-26 17:06:46, Sonja Theißen
Solche Äußerungen kenne ich aus meinem nächsten Umfeld leider zu gut. Im Gegensatz zu mir hat kaum jemand verstanden, was Schizophrenie überhaupt ist. Wie soll man sich Hilfe ins Haus holen, wenn es sie in Wesel für mich nicht gibt? Ich gehe auf dem Zahnfleisch. Und meine Familie auch, weil uns keiner auffängt. Ich habe schwer mit Eifersuchtswahn, generellem Misstrauen und ähnlichem zu kämpfen.

Selbsthilfeforum
2021-02-28 19:09:40, elen
Ich fände ein Forum so wichtig, nachdem ich hier Kommentare gelesen habe und auch selbst Fälle im Bekanntenkreis kenne. Ich beschäftige mich mehr und mehr mit der Schizophrenie und wünsche mir sehr, dass Betroffene transparent machen können, was in ihnen vorgeht, um evtl. daran ansetzen zu können, und dass Angehörige den Austausch finden, um sich nicht so ausgeliefert zu fühlen.

an Ursula
2021-01-18 21:16:02, Svetlana
Hallo Ursula, ich bin die Tochter meiner schwer schizophreniekranken Mama. Ich schrei' "JA" für ein Selbshilfeforum! Auf der Suche im Internet nach "wie die Betroffenen und die Angehörigen das Ganze durchstehen", bin ich auf "navigator-medizin" gestoßen. Haben wir wirklich in Deutschland nicht mal ein Selbshilfeforum? Was hilft es uns hier zu posten, wenn man nicht mal eine Antwort bekommt? Ich kann mir vorstellen bei 'facebook' solche Foren zu finden. Melde mich, alsbald ich fündig geworden bin. Liebe Grüße Svetlana

an Ursula
2021-01-13 16:21:21, Redaktionsteam
Liebe Ursula, Ihre Anregung ist gut, aber technisch ist das nicht auf die Schnelle einzurichten. Wir behalten das aber auf jeden Fall im Auge, vor allem, wenn es auch noch anderen Lesern gut gefallen würde. Viele Grüße Jörg Zorn vom Navigator-Team

Anregung: Einrichtung eines Forums für Angehörige
2021-01-07 11:33:26, Ursula P.
Sehr geehrte Damen und Herren, als Mutter eines schizophreniekranken Sohnes lese ich hier häufiger die Kommentare anderer Angehöriger und sehe, dass es ihnen zum Teil sehr! schlecht geht und einen großen Hilfebedarf haben; so geht es mir auch oft. Schizophrenie, oft noch gepaart mit Sucht, ist eine Krankheit, bei der nicht nur wir Angehörige, auch die Medizin, die Psychiatrie im stationären und ambulanten Bereich an ihre Grenzen stoßen. Das Ende vom Lied, sind, aus Überforderung krank gewordene Angehörige und auf der Straße dahinvegetierende psychisch Kranke. E i n e Hilfe könnte vielleicht ein Selbsthilfeforum für Angehörige sein. Ich finde es schwierig, hier in so einen öffentlichen ungeschützten Raum hinein zu schreiben. Man sieht ja auch, es kommt kaum zu einem Austausch. Die Menschen schreiben hier von ihren großen Sorgen und bekommen nur selten Antwort. Wäre es da nicht eine Idee, dieser Website ein solches Selbsthilfeforum anzuschließen? Hilfe zur Selbsthilfe wäre dann in einem "geschützten" Raum möglich. Und ganz sicher könnte das vielen Angehörigen eine große Hilfe sein. Es gibt entsprechende Foren in Österreich und in der Schweiz, aber für Deutschland habe ich noch nichts Entsprechendes gefunden. MfG und in der Hoffnung auf positive Resonanz! Ursula P.

Mein Sohn hat Schizophrenie
2020-11-10 15:42:25, Paula
Hallo, ich habe hier schon ein paar mal geschrieben. Ich habe meinen Sohn gestern gesehen. Er sieht ganz schlimm aus. Immer mehr verkommt er. Dadurch, dass er jetzt obdachlos ist. Er hat mir Schläge angedroht, mich beleidigt. Ich hatte frische Sachen mit zum Essen. Nichts nimmt er an. Er lässt sich nicht helfen. Langsam werde ich psychisch wieder kränker. Jeder Gedanke dreht sich um ihn. Wer kann mit mir mal Gedanken austauschen? Was soll ich machen? Ich wäre so dankbar für etwas Hilfe, Gespräche und/oder Informationen. Danke - gabi-hullin@web.de

Schizophrenie
2020-10-26 14:56:25, Eine Mutter
Ich frage mich auch immer wieder, wo die Grenze ist zwischen Autonomie und Selbstgefärhdung bzw. Fremdgefährdung. In der Psychiatrie wird da einigen Menschen nicht adäquat geholfen. Es wird einfach nur mit den Medikamenten experimentiert. Manche werden nicht ernst genommen, wenn sie sie nicht nehmen wollen, weil die Nebenwirkungen so krass sind. Und die Psychiatrie behandelt die Menschen pseudo "auf Augenhöhe". Sie versuchen nicht, die Menschen richtig zu verstehen. Stattdessen gibt es den Zwang...

Schizophrenie
2020-10-25 09:34:16, Eine Mutter
Meine Tochter (18) hat Schizophrenie. Sie nimmt seit Anfang des Jahres Medikamente, und wurde im August stationär aufgenommen. Die neuen Medikamente schlugen an, aber nun entwickelt sich alles wieder nach hinten. Sie will nur noch schlafen und keine Gedanken mehr haben. Ich bin so hilflos und weiß nicht, was ich machen soll. Habe das Gefühl, die Medikamente wirken nicht mehr richtig. Die Tagesklinik bringt momentan auch nichts.

Zum letzten Beitrag
2020-10-24 11:40:25, Paula
Das ist unserer Regierung, unseren Behörden egal! Alles kostet Geld. Auch, solche kranken Menschen zu behandeln. Die Gesetze lassen es nicht zu, und kein Richter mõchte sich in die Nesseln setzen. Man ist allein, verzweifelt. Man kann sich nur zusammentun und gemeinsam dafür kämpfen, dass etwas an der Gesetzeslage geändert wird. Denn ein Mensch, der nicht einmal weiß, was er tut und in einer Blase lebt, wie soll der sich helfen. Ich finde so etwas menschenunwürdig. Und das in einem Staat, in dem angeblich so viel Wert darauf gelegt wird.

Posting
2020-10-23 23:33:54, Anonymer_Mensch
Was ich mich ehrlich gesagt wundere: Was denkt der Staat bzw. denken die Behörden eigentlich bezüglich der Tatsache, dass diese Menschen nicht in der Lage sind, sich an die aktuelle Pandemiesituation anzupassen? Also abgesehen davon, dass sie ein hartes Leben haben und ihr Umfeld (Familie, Freunde und insbesondere Nachbarn) beeinträchtigen, sind sie nicht in der Lage, die Gefahrenlage der aktuellen Situation richtig einzuschätzen. Wieso wird das nicht immerhin als Gefahrenpotenzial erkannt?

Mein Sohn hat Schizophrenie
2020-10-22 18:18:06, Paula
Ich bin total am Ende. Mein Sohn ist so krank. Er hört den ganzen Tag Stimmen. Er erkennt mich nicht mehr. Ich bin kein Mensch sagt er, sondern hätte eine Fratze auf. Er will nicht in dieser Welt leben. Ich soll ihm - als Computer - etwas geben, damit er einschlafen kann. Die Stimmen sagen ihm: 'Bring dich um'. Keiner hilft. Alle sehen zu, und kein Arzt hilft. Alle reden sie von Selbstbestimmung. Aber wie soll er sich helfen, wenn er es nicht einsieht und das, was er hört und sieht, als normal empfindet. Ich habe solche Angst um ihn. Wer kann mir noch helfen?

Tochter
2020-06-14 11:44:57, eine Mutter
Zu Katarzyna: Das Akzeptieren ist sehr schwer. Ich versuche es auch immer wieder. Ich habe Probleme, mir mein Recht auf mein eigenes und zufriedenes Leben zu geben trotz der Erkrankung meiner Tochter. Es ist eine harte Entscheidung. Die Frage ist doch, sie oder ich. Es ist auch die Akzeptanz, nicht mehr helfen zu können und die Verantwortung abzugeben....

Tochter
2020-06-14 11:29:01, Eine Mutter
Ich stehe hilflos daneben und sehe meine Tochter in den Abgrund schlittern. Mit Fremdbestimmung erreicht man in meinen Augen nur eine Verlängerung des Leidens. Ich denke, die Psychiatrie müsste mehr Gewicht auf das soziale Umfeld und die Bedürfnisse des Einzelnen eingehen statt so polarisiert auf Medikamente zu sein.

Schizophrenie
2020-06-05 18:28:57, Mutter
Der Beitrag ist gut geschrieben, aber leider nicht realistisch. Wenn sich ein Schizophreniekranker nicht helfen lassen will, wie, bitte schön, soll man Hilfe holen? Das habe ich als Mutter einmal gemacht, den Notarzt gerufen. Als der dann kam, hatte es sich mein Sohn anders űberlegt. Er spielte dem eintreffenden Notarzt einen vōllig gesunden jungen Mann vor. Da mein Sohn nicht einmal einsichtig genug war, um eine Krankenversicherung zu haben (mein Sohn war 35), haben wir zum Schluss fűr Rettungsdienst- und Notarzteinsatz eine Rechnung von 1300,00 € bekommen. Dann ging das Ganze weiter. Keine Einsicht! Und am Ende hat er sich das Leben genommen. Nun bleiben wir zurűck mit der großen Frage, warum unsere Kinder sterben und es in Deutschland keine echte Hilfe gibt, weil das Recht auf Selbstbestimmungen besteht? Diese Kranken können doch in akuten Situationen gar nicht klar denken.

Stimmen und mehr
2020-06-04 15:30:08, Marco Ulm
Höre seit 3 Jahren Stimmen. Und es wird immer schlimmer. Mittlerweile fordern mich meine Stimmen zu Straftaten auf: “Klau das Fahrrad/Auto. Tritt die Tür ein.“ Danach nochmal heftiger: “Bring dich um“, „Spring vor den Zug“! Ich wollte mich nicht umbringen. Aber da bekam ich ein Grinsen im Gesicht und war doch dazu geneigt, wie auch immer, obwohl ich es nie tun wollte. Habe mit Ärzten gesprochen und Medikamente genommen. Dann wurde alles noch schlimmer. Habe seitdem merkwürdige Träume, und mein Körper macht nicht mehr, was mein Kopf will. Habe im Liegen angefangen zu tanzen, und konnte es nicht steuern. Habe auf dem Fahrrad den Lenker verrissen und meiner Freundin einen Schlag ins Gesicht gegeben. Was ich auch nicht steuern konnte. Seitdem ich keine Medikamente mehr nehme, ist das nicht mehr passiert. Eine Stimme nennt sich immer Hakki (Hakan Babayigit), und von Marcel Münch ist auch öfters die Rede. Hatte auch, als ich am Daumen eine offene Aterie hatte, zeitgleich 2 Wochen lang Herzrasen bekommen. Ich weiß nicht, ob das damit zusammenhängt. Ich wünsche Dir gute Besserung und hoffe, dass es sich bei mir hoffentlich auch wieder legen wird. Versuche am besten viel über Deine Probleme nachzudenken. An Orten, wo viele Menschen um Dich herum sind. Friss es nicht alleine in Dich hinein. Habe schon Rat bei Ärtzen gesucht und Medikamente genommen. Aber da wurde alles noch schlimmer, mein Körper machte nicht mehr das, was mein Kopf wollte. Ich tanzte im Liegen, und konnte es nicht aufhören lassen. Es wurde dann so schlimm, dasss ich meiner Freundin ins Gesicht schlug, auf dem Fahrrad den Lenker einfach nach links lenkte und einen Unfall gebaut habe. Mit meinem Kopf habe ich es nicht steuern können. Mit dem Absetzten der Medikamente wurde es wieder normal. Mein Körper machte wieder, was ich wollte. Nachts sagen die Stimmen immer das Gleiche. Zum Beispiel: "Hakki ist gut" und "Marco lügt immer" oder "Nimm LSD". Die Stimmen erwähnen die Namen Hakan Babayigit und Marcel Münch. Als ich Hilfe in der Uni-Klinik suchte, verhielten sich die Patienten merkwürdig. Meine Stimmen sagten: "Heute Nacht bringt dich ein Patient um." Eine Frau schlug ihren Kopf 2 Minuten lang gegen eine Wand, und eine andere fiel unmittelbar in meiner Nähe in Ohnmacht. Zwei andere Patienten riefen abwechselnd: "Nimm LSD". Habe vor längerer Zeit selber einen Ohnmachtsanfall gehabt. Jetzt häufen sich immer mehr kleinere Ohnmachtsanfälle. Mir wird schwindelig und in Sekunden klappen meine Augen weg. Ich sacke ein wenig zusammen, aber bevor ich auf die Erde falle, bin ich wieder klar. Das ist jetzt fast jeden Tag so. Seit Monaten habe ich ein Kribbeln auf dem Kopf, mir fallen vermehrt die Haare aus und die Stimmen sagen 20-30 x am Tag: "Du hast bald keine Haare mehr". Wenn ich zuhause bin, sagen die Stimmen: "Schmeiß mich aus der Wohnung", "Ich habe deinen Schwanz gesehen" oder "Wir machen dich fertig". Kann mir keine Arbeit mehr suchen, weil ich nicht mehr richtig schlafen kann. Und, wenn ich schlafe, wache ich kaputter wieder auf, als zuvor. Meine Hände und das Gesicht sind relativ taub. Manchmal habe ich nach dem Schlafen eine Zerrung. Vor einem Monat hatte ich eine offene Aterie am Daumen und zeitgleich 2 Wochen lang Herzrasen/stechen. Kurz darauf unnatürliche Hitze an der Wunde, so dass sich dicke Blasen bildeten, und meine Haut sich komplett ablöste. Eine Entzündung war laut Hausarzt, Krankenhaus und Blutuntersuchung nicht vorhanden. Brauche dringend Hilfe. Es wird immer schlimmer. Habe mit Ärzten gesprochen, die mir aber auch nicht helfen können. Eine Freundin hat derartige Probleme seit 5 Jahren, und war 10 x in der Psychiatrie. Ein Freund hat das Problem auch. Seit fast 3 Jahren. Er war 5 x in der Psychiatrie, und hat auch Medikamente genommen. Die haben aber nicht geholfen. Seit kurzer Zeit spielt auch meine Technik verrückt. Smartphones schalten sich aus, und gehen nicht mehr an. Alte Telefone lassen zeitweise keine Anrufe raus. Habe 3 Handys und 3 SIM-Karten. Immer das gleiche Problem. Nicht einmal 110 kann ich anrufen. Auch vom Telefon meines Vaters brechen Anrufe häufiger ab, wenn ich telefoniere. War heute bei der Polizei. Da hat das Handy auf einmal wieder funktioniert. Die konnten mir auch nicht helfen. mfg Marco

Sohn: Schizophrenie
2020-06-01 20:12:10, Katarzyna
Guten Abend, ich würde gerne wissen, wie eine Mutter es schaffen kann, die Schizophreniekrankheit des einzigen Sohnes zu akzeptieren. Leider hält er mich für seinen Feind und eine schlechte Mutter. Er befindet sich in forensischer Psychiatrie, macht aber keine Fortschritte. Ich leide sehr darunter.

Freund leidet, glaube ich, an Schizophrenie!
2020-02-07 22:00:10, emmi
Hallo, schönen guten Abend. Und zwar leidet mein Freund an Verfolgungswahn und Halluzinationen. Andauernd sagt er ich würde fremdgehen, und dass er mich jeden Abend bei seinem Nachbarn hören würde. Dabei bin ich zuhause. Aber er glaubt es mir nicht. Mittlerweile geht es soweit, dass er sich beobachtet fühlt. Durchs Fenster. Obwohl er im Dachgeschoss wohnt. Er lässt keinen mehr an sich heran. Auch will er nicht zum Arzt, weil er jetzt denkt, dass ich ihn nur schlecht mache. Mein Gefühl sagt ich kann ihn nicht alleine lassen und möchte ihn helfen nur wie? hat jemand vielleicht ein Ratschlag ? Ich bin am Ende und weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Und, wenn ich mit jemandem darüber rede denkt er, ich rede ihn nur schlecht, um von mir abzulenken. Er hat mir sogar gesagt, dass, wenn ich meinen Neuen anrufe und mit ihm Schluss mache, sei alles wieder gut. Nur kann ich ja nicht so tun, als hätte ich wirklich einen anderen - obwohl ich doch treu bin. Bitte helft mir, und gebt mir ein paar Ratschläge. Ich habe Angst, dass er sich was antut. Einen schönen Abend!

Freund leidet an Schizophrenie
2020-01-07 15:59:29, Julia
Ich habe die Liebe meines Lebens an diese Krankheit verloren. Ich bin die einzige Person die das überhaupt weiß, weil er es 24/7 versteckt. Ich bin extrem verzweifelt, da er sich trotz langer Gespräche nicht helfen lassen will, nun mit mir Schluss gemacht hat und mir sagt, er hätte mich nicht verdient. Bitte, wenn irgendwem etwas einfällt, was ich machen könnte: Schreibt es drunter.

Paranoide Schizophrenie
2020-01-06 18:15:24, Mina
Mein Bruder fühlte sich verfolgt und überwacht. Immer mehr zog er sich zurück. Er erzählte oft nicht nachvollziehbare Sachen. Nach einem Suizidversuch verweigerte er die Reha. Er gab keine Auskünfte über Therapie bzw Medikamente. Nach meinem letzten Besuch dachte ich an Zwangseinweisung (einfach sagen er hat mich angegriffen) bzw. - hoffentlich tut er niemanden etwas. Man sieht wie ein Mensch sich komplett verändert und vor einem zugrunde geht. Man kann nur wenig tun. Mein Bruder hat sich vor drei Wochen selbst getötet. Ich bin unglaublich traurig

Schizophrenie
2019-10-30 11:01:51, Heidi
Ich habe Angst um meinen Sohn. Er hat Schizophrenie. Er hat 6 Tage nichts gegessen und nimmt keine Hilfe an. Ich bin verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll.

Meine kranke Tochter
2019-10-23 20:12:58, Mona 47
Ich lese hier so viele erschütternde Beiträge und weiß, dass ich mit meinem tiefen Schmerz, meine Tochter an die Krankheit verloren zu haben, nicht allein bin. Bis vor 18 Jahren hatte ich eine kluge, schöne, liebenswerte Tochter. Seitdem haben viele paranoide Episoden ihr Leben zerstört. Sie lebt von Rente und Grundsicherung. Seit 3 Jahren lässt sie sich absolut nicht mehr helfen, ist hoch verschuldet, leugnet ihre Krankheit, hat sich der Antipsychiatrie und nun auch der Scientologie verschrieben. Ihr Wahnerleben (Schamanenstimmen, Verfolgung und Tyrannisierung durch Geheimdienste) ist für sie real. Wenn ich ihr sage, dass sich das nur in ihrer inneren Welt abspielt und sie sich Hilfe holen möchte von ihrem Arzt und mit Medikamenten, wird sie verbal aggressiv, will mich verklagen und bricht die Beziehung zu mir ab. Bis sie wieder Geld braucht. Auf diese Weise hat sie all ihre Freundschaften verlorenen, ist allein und einsam - was sie aber auch leugnet. Finanziell tief verschuldet, hat sie ihre amtliche Betreuung (von uns veranlasst, um ein Privatinsolvenzverfahren einzuleiten) mit richterlichem Beschluss aufheben lassen. Eine Zusammenarbeit mit Ärzten, sozialpsychiatrischem Dienst? Gleich null! Ich bin total verzweifelt, mitunter tief depressiv, weiß nicht mehr weiter, weil keine Lösung in Sicht. Ich denke, meine Tochter müsste anfangen, sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen. Aber, solange sie sich nicht mit starken Medikamenten aus dem Zustand herausholen lässt (siehe Zwangstherapie nach Prof. Heinze im Beitrag von Bernd, 22. März 2018), zerstört die Krankheit weiter die Persönlichkeit meiner Tochter. Ich bekam etwas Hoffnung durch das Buch "Mein Leben in zwei Welten" von Roman Preist, Paranus Verlag 2012. Der Autor hat es geschafft, durch Auseinandersetzung mit seiner Krankheit ein zufriedenes, würdevolles Leben zu führen. Für heute will ich schließen.

Auf Klassenfahrt durchgedreht
2019-07-05 13:04:08, Lilly 321
Ein Junge aus meiner Klasse hat sich auf Klassefahrt sehr seltsam verhalten. Er hat keine Mimik mehr gezeigt und auch nicht mehr reagiert, wenn man ihn angesprochen hat. Er hat sich immer wieder an den Kopf gefasst, ist sehr schnell aggressive geworden und hat zwei Jungs fast geschlagen. Dann war er wieder ganz normal. Aber plötzlich hat er mich verfolgt, war ganz auf mich fokussiert und hat wieder nicht reagiert, wenn man ihn angesprochen hat. Also, ich würde nur gerne wissen, ob das möglicherweise Symptome sein können? Danke schon mal im Voraus.

Schwester abgehauen
2019-06-30 08:33:49, Josy
Hallo, hat jemand einen Rat, was man machen kann, wenn die schizophrene Schwester ins Ausland abgehauen ist? Wir haben gerade die Info bekommen, wo sie sich befindet. Was kann man jetzt machen? Wir sind total überfordert. Der Dienst hilft uns null. Wir sollen sie machen lassen, heißt es immer.

kranker Sohn
2019-05-29 19:05:12, Fr Müller
Auch mein Sohn ist erkrankt. Er hat einen Betreuer, der sich auch bemüht. Der Verlauf bei meinem Sohn gestaltet sich im Wechsel: Krankenhausaufenthalt, Entlassung, nach Hause, Verwahrlosung, Selbstgefährdung und wieder von vorn. Er ist volljährig. Es gibt das Gesetz für psychisch Kranke. Die Erkrankten können ihre Situation gar nicht real einschätzen, haben aber lt. Gesetz die volle Entscheidungsfreiheit. Hier hätte man evtl. einmal differenzieren sollen, ohne die Persönlichkeitsrechte des erkrankten Menschen zu verletzen. So hat man als Angehöriger eine schwere Last zu tragen. Stets ist man in der Verteidigungsphase bei den gesunden Angehörigen. Leider. Man hofft auch immer, es möge nur nichts Schlimmes passieren. Mein Sohn hätte die Möglichkeit gehabt, in ein betreutes Wohnen zu gehen. Das hat er abgelehnt. Er ist wieder nach Hause gegangen. Aus seiner Wohnung hat er das ganze Mobiliar entsorgt. Da kann man sich eigentlich gar nicht wohlfühlen. Aber er muss dort hausen. In Berlin vermisse ich auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige Schizophreniekranker. Irgendwie ist man fast ständig am Limit.

Angst
2019-03-05 15:16:12, Rapunzel
Bei meinem Freund wurde vor 3 Wochen eine paranoide Psychose diagnostiziert. Ich vermute, dass er schon sehr viel länger krank war, ich aber sein übertriebenes Misstrauen und sein starkes Rückzugsbedürfnis fälschlicherweise als Wesenszug gewertet habe. Die letzten Tage vor der Einweisung in die Psychiatrie habe ich als entsetzlich beängstigend und kräftezehrend erlebt. Mein Freund hatte sich in einem Netz aus Angst verfangen. Er steigerte sich in (für mich) absurde Ideen und Befürchtungen hinein, die ihn nicht mehr schlafen und tagsüber als rastlosen, erschöpften und verzweifelten Schatten seiner selbst in der Wohnung umherirren ließen. Hinzu kam seine Angst vor möglichen Repressalien durch seinen Arbeitgeber infolge seiner Arbeitsunfähigkeit. Alle meine Anstrengungen, seine Befürchtungen und wahnhaften Thesen zu entkräften, bewirkten bei ihm - wenn überhaupt - nur einen sehr kurzfristig beruhigenden Effekt. Ich traute mich zuletzt nicht mehr, ihn allein zu lassen. Er wich mir auch kaum noch von der Seite. Sein Puls lag permanent bei 120-140. Er nahm innerhalb weniger Tagen 7 Kilo ab, und als er in der dritten Nacht in Folge mehr in der Küche saß, als dass er schlief, ließ er sich von mir zum Neurologen bringen. Der Neurologe drückte uns eine Einweisung für eine notfallmäßige stationäre Aufnahme in der Psychiatrie in die Hand, und dort verbrachte mein Freund die letzten 2 Wochen. Für mich stellte diese räumliche Trennung erst einmal eine spürbare Entlastung dar. Zum einen wusste ich ihn in professioneller Behandlung, und zum anderen war ich selbst mit meinen Kräfte am Ende. Seine Angst machte mir zuletzt selbst solche Angst, dass ich kaum noch handlungsfähig war. In der Klinik wurde er medikamentös eingestellt, und inzwischen hat er sich soweit stabilisiert, dass er wieder etwas entspannter im Hier und Jetzt sein kann. Dennoch sickern zeitweise seine wahnhaften Ideen wieder durch. Auch wirkt er trotz Antidepressivum nach wie vor eher bedrückt und antriebsarm (was aber zum Teil bestimmt auch am Tavor liegt, das jetzt nach und nach ausgeschlichen wird). Seit gestern befindet er sich in teilstationärer Behandlung, d.h., dass er morgens in die Klinik geht und abends wieder heimkommt. Ich habe Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige aufgenommen weil ich spüre, wie einsam und hilflos ich mich derzeit mit ihm fühle. Dass es ihm aufgrund seiner Erkrankung derzeit nicht möglich ist, auf mich als seine Partnerin so wie früher einzugehen, ist mir bewusst. Dennoch fehlt mir diese Nähe. Aber zugleich stützt er sich mehr denn je auf mich...

Schizophrenie-Erkrankung meines Sohnes
2019-02-26 20:34:56, Steffi. Wachter
Hallo! Ich weiß nicht mehr weiter! Seit 20 Jahren leidet mein Sohn an paranoider Schizophrenie! Mittlerweile chronischer Verlauf! Mehrere Einweisungen! Zuletzt 8 Monate Maßregelvollzug! Wurde ohne Therapie und Auflagen als nicht schuldig entlassen! Hat einen gesetzlichen Betreuer! Aber es wird immer schlimmer! Weitere Straftaten sind schon erfolgt! Diebstahl, Zechprellerei usw! Behhandlung und Tabletten verweigert er! Bin immer da für ihn! Mittlerweile bedroht er mich auch! Keiner tut etwas! Mir wird nur immer gesagt, wenn er für sich und andere keine Bedrohung darstellt, könne man nichts tun! Er lebt aber in einer völlig anderen Welt! Wieso kann man nicht helfen! Bin selbst ein Wrack, und trage keine guten Gedanken in mir! Ich habe mein Kind an diese Krankheit verloren! Das ist wie sterben! Kann mir jemand helfen! Danke.

Professionelle Hilfe
2019-02-21 19:10:58, Kevin L.
Das ist ja schön und gut. Bei meiner Lebensgefährtin geht es mittlerweile soweit, dass sie agressiv wird, alles und jedem gegenüber. Ihre Wohnung komplett zerlegt, ihr Sohn hat Angst vor ihr. Und in jedem, der für sie da sein will sieht sie die Bedrohung, dass dieser Stück für Stück ihr Leben zerstört. Der sozialpsychiatrische Dienst tut ebenfalls nichts. Und, wenn man Rat bei denen sucht, wird man genervt angegiftet. Der Satz, der bei mir das Fass zum Überlaufen brachte: "...und wenn Sie sich in der Weser versenkt, können wir dagegen auch nichts tun". So sieht professionelle Hilfe in Bremerhaven aus. Ich glaube kein bisschen mehr, dass dem Staat oder irgendeiner sonstigen Institution etwas daran liegt, diesen Menschen zu helfen. Ich bin einfach nur sauer, dass man nichts tun kann

Meine Tochter denkt, sie sei etwas ganz Besonderes
2019-01-26 13:48:41, Angelika
Meine Tochter (43) behauptet, sie könne über ihre drei Geistheiler mit Toten kommunizieren. Sie bezeichnet sich als Medium, und bietet gegen Geld ihre Dienste an. An Weihnachten war nun ständig der kürzlich verstorbene Nachbar meiner Eltern bei unserer Feier bzw. unterhielt sich mit ihr. Das war kein Spaß mehr. Ihre 13jährige Tochter vertritt den Standpunkt, dass man mit Toten nicht reden kann. Meine Tochter meinte, es wäre wissenschaftlich erforscht und sie schreibt sogar ein Buch darüber. Es gibt auch mehrere Videos von ihr im Netz. Ich konnte nicht ertragen, dass meine Enkelin so verblödet wird und hielt zu ihr. Meine Tochter hat seitdem den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich will auch, dass sie sich mal untersuchen lässt. Ihre vierjährige Tochter versteht noch nichts vom Tod, dennoch ist es unschön, wenn die Mutter sich mit Toten unterhält. Ihr Lebensgefährte unternimmt nichts. Er müsste doch als Erster merken, dass mit ihr ganz und gar was nicht stimmt. Er hält voll zu ihr. Sicherlich sieht er das Geld, das sie als Medium verdient. Ich vermute, meine Tochter ist an Schizophrenie erkrankt. 2009 wurde sie von einer Freundin in die Nervenklinik gebracht. Sie hatte Angst, dass ein Exfreund durch die Wände kommt und sie umbringt. In der Zeit hatte sie sich gerade von ihrem Partner getrennt, und war mit Kind, großer Wohnung und Studium allein. Sie hatte sich bereits am nächsten Tag wieder entlassen und sagte, sie hatte einen Burnout. Was kann ich tun, damit sie sich einem Arzt vorstellt? Mit ihrem Partner kann ich nicht reden.

Meine Mutter ist an paranoider Schizophrenie erkrankt
2019-01-19 01:19:47, Davide
Kaum jemand kann sich vorstellen, was ich für ein Martyrium mitmache. Seit ca. 7 Jahren ist meine Mutter an paranoider Schizophrenie erkrankt. Vor 6 Jahren saß ich selbst schon wegen einer schweren depressiven Episode in der Psychiatrie, weil ich mich psychisch nicht mehr schützen konnte. Es ist der Hölle gleichzusetzen. Ich bin leider wohl zu empathisch und leide sehr darunter, dass es meiner Mutter nicht gut geht. Seit einem Jahr wird es so schlimm mit ihr, dass gerichtliche Verfügungen gegen sie laufen, und ich selber wieder kurz vor der Depression stehe. Ich fühle mich vom Gesetz und allen Möglichkeiten im Stich gelassen, und kann das nicht mehr verstehen. Alles, was ich von Selbsthilfe-Gruppen weiß und wie man damit umgehen soll, funktioniert nicht immer. Ich bin ihr Kind - auch, wenn ich erwachsen und oft befangen bin. Ich kann bald nicht mehr. Was muss denn passieren, dass sie zwangseingewiesen wird? Ich befürchte wirklich Schlimmes. Ich habe mich an den sozialpsychiatrischen Dienst gewandt, an die Polizei - aber letztendlich passiert nichts. Ich habe Angst um sie. Dass möglicherweise draußen was Schlimmes passiert. Denn sie ist ständig Nachts unterwegs und kommt in komische Situationen. Aber ich bin auch oft wütend auf sie. Solche Menschen können einen zur Weißglut treiben, da haben viele keine Vorstellung von. Jetzt will sie die Wohnung wechseln, weil sie sich in ihren Halluzinationen sämtliche Sachen einbildet. Wann hört das auf? Und wann komme ich zur Ruhe? Ich habe sehr, sehr viel mitgemacht im Leben und bin oft für mich alleine. Weil ich das brauche, und auch selber unheilbar krank bin.

Angehörige eines psychisch Kranken
2019-01-15 15:58:57, G.H.
Ich weiß nicht mehr weiter. Habe Angst vor meinem eigenen Sohn. Er bedroht und beschimpft mich. Bin selbst krank (Herzschwäche). Halte es nicht mehr aus...

paranoide Schizophrenie
2019-01-12 13:25:11, R. Urland
Mein Enkel, 21, leidet seit ca.6 Jahren an Schizophrenie. Ich habe alle Stationen - in guten wie in schlechten Zeiten - durch, halte zu ihm und bin für ihn da. Momentan ist jegliches Essen nicht gut, Eingekauftes wird probiert, dann Müll. Riecht es nicht gut, weg damit! Kein Besteck - Quecksilber drin! Plastik? Medikamente hat er in der Psychiatrie mal genommen, lehnt sie aber seit September 17 ab. Er durchlebt Phasen, die "Hoch/Tief" sind. Er lebt allein, hat aber einen Betreuer. (Schulden!) Ich wünschte, unsere Gesetzgebung wäre anders.

Kranker Sohn
2018-12-25 21:33:28, Eine von vielen Müttern
Heute habe ich alle Berichte durchgelesen. Ich bin selbst betroffen. Mein Sohn leidet seit vielen Jahren unter Schizophrenie und konsumiert Kanabis. Ich bin auch hilfslos. Er beschimpft mich, droht mir, verlangt viel Geld. Er braucht Hilfe, ich brauche Hilfe. Seit Jahren schreiben hier im Forum viele Menschen über ihre Hilfslosigkeit. Was bringt das, wenn man nur liest, dass so viele betroffen sind? Lieber "Navigator-Medizin", bitte bringen Sie das Thema ins Fernsehen (TV), in die Politik, in psychiatrische Zentren. Ich weine! Ich bitte um Gesetzesänderung.

Am Anfang
2018-12-14 05:27:22, mathilde
Ich bin aufgewachsen mit einer sechs Jahre älteren Schwester, die seit ihrem etwa 20. Lebensjahr diese Diagnose hat. Meine Mutter hat es immer wieder geschafft, sie aus allen Kliniken herauszuholen und unmengen an Geld in Privatkliniken zu stecken. Alle Therapien brach meine Schwester ab. Mittlerweile habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr. Sie hasst mich. Wohl immer schon. Vielleicht empfand sie mich als Konkurrenz. Aus einer hübchen jungen Frau ist etwas ganz anderes geworden. Es spielen so viele Dinge in diese Krankheitsgeschichte hinein. Meine Tochter ist 22 und wohnt ausserhalb. Sie rief mich an - vor einer Woche - und erzählte, dass ihr Freund (Student) nun von Raketen und Hubschraubern erzähle und aggressiv geworden sei. Inzwischen ist er zwangseingewiesen und hatte - wegen Selbstgefährdung - kurzzeitig auch ein "behütetes" Zimmer. Seine Mutter (53), momentan nicht berufstätig, hat ihn einmal besucht, meiner Tochter, die Vollzeit als Krankenschwester arbeitet, aufgetragen, gut auf ihn aufzupassen - um dann wieder abzureisen. Der junge Mann ist ein wunderbarer Mensch. Klug, liebevoll, fern jeglicher Aggression. Er ist wunderschön und sportlich. Was man sich für einen jungen Menschen eben nur wünschen kann. Die beiden planten langfristig eine Familie und Kinder. Ich sehe nun alles zerbrechen - inklusive meiner Tochter - und habe große Sorge. Es wird eine anstrengende Zeit. In den nächsten Wochen wird sich so viel entscheiden müssen. Vor allem meine Tochter muss sich entscheiden, wie ihr Leben weitergeht - "Schizophrenie frisst die Angehörigen auf ". Ich habe das Gefühl, dass der Kerl noch alle Chancen hat, wenn er die Medikamente zuverlässig nimmt. Aber alle kennen die Situation. Meine Tochter besucht ihn täglich, um ihm die Medikamente hineinzuorgeln - und schafft es auch. die Frage ist nur, wie lange sie das durchhält.

Schizophrenie
2018-12-06 20:28:17, Katharina
Hallo, ich habe vor kurzem einen Beitrag im Fernsehen gesehen, in dem die Eltern ihren schizophreniekranken Sohn nicht im Stich lassen konnten, sondern ihn weiterhin mit Geld versorgt haben. Daraufhin ist dieser durch Länder gereist, da er ja Stimmen im Kopf hat und sich einbildet verfolgt zu werden. Bis er dann in Spanien war, dort entdeckt wurde dass er krank ist und in eine Klinik eingewiesen wurde. Natürlich hört sich das erstmal schlimm an. Aber er war ein halbes Jahr dort und wurde geheilt. Ja, ich habe es auch nicht glauben können. Aber er selbst hat erzählt, dass es das Beste war, was ihm passieren konnte. Ich bin selbst betroffen, denn mein Bruder ist auch an Schizophrenie erkrankt, und ich habe das Schlimmste erlebt, was man keinem wünscht. Ich bin jetzt schon 18, und er 26. Vor 9 Jahren ist sie, die Krankheit, ausgebrochen und hat ihren schlimmsten Punkt erreicht. Und, wenn es so weiter geht, wird er zerfallen. Als ich jünger war habe ich nur Hass gegen ihn verspürt, weil er mich sehr oft geschlagen hat, ich auch oft an ihm nicht mehr weiter machen konnte und er mich verrückt gemacht hat. Jetzt habe ich immer noch diese Narben in mir. Doch möchte ich auch, dass er wieder spüren kann wie es sich anfühlt wirklich zu leben. Und jetzt geht es nur noch um die Gesetze. Bitte, ich hoffe, das kommt an die Öffentlichkeit und sich möglichst etwas ändert. Diese Leute müssen geheilt werden. Sie brauchen die Hilfe, die sie benötigen. Wir sind seit 9 Jahren hilflos und zerbrechen auch irgendwann mal, wenn sich nichts ändert. Ihr lasst die Menschen nur leiden, indem ihr die Gesetze nicht ändert. Selbst wenn sie festgehalten werden: sie brauchen das, da sie sonst nie die Medikamente nehmen würden, die sie zur Heilung brauchen. Ihr wartet bis jemand ermordet wird oder sonst etwas geschieht. Und dann ist es schon zu spät. Ändert euch! Nur so kann geholfen werden.

Facharbeit
2018-11-12 16:45:25, Ronja Drawe
Guten Abend, mein Name ist Ronja, besuche die zwölfte Stufe eines Gymnasiums und bin 17 Jahre alt. Mich interessiert das Thema Schizophrenie sehr, und ich fühle mit den Patienten, als auch mit den Angehörigen sehr mit. Da wir gerade Facharbeiten in der Schule schreiben, und ich über Schizophrenie und die Belastung der Angehörigen schreibe, wollte ich deswegen einfach mal fragen, ob sich ein Elternteil eines schizophrenen Kindes freiwillig bereit finden würde, mit mir ein kleines (ca. eine halbe Stunde ) Interview zu führen. Ich habe vollstes Verständnis für Sie, wenn Sie dies nicht machen wollen, aber da dies zu meiner Auswertung der Facharbeit dazu gehört, würde es mich sehr freuen, wenn es jemanden geben würde. Dieses Interview würde dann auch telefonisch stattfinden. Vielen Dank schon mal im Vorhinein! Falls sich jemand bereit erklären würde, schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail: @ronja47drawe@gmail.de

Schizophrenie
2018-11-04 10:05:21, Gitte
Das liest sich alles sehr gut. Jedoch sieht der Alltag ganz anders aus! Mein Bruder leidet seit vielen Jahren an besagter Krankheit. Im letzten Jahr haben sich die Schübe verdoppelt, da er nicht in der Lage ist, seine Medikamente zu nehmen. Er schafft es einfach nicht bis zum Arzt. Er sieht es auch selbst nicht ein. Als betroffener Angehöriger wird mir nicht geholfen. Wegen des Datenschutzes bekomme ich keine Auskunft, obwohl mein Bruder in Zeiten der psychotischen Schübe nicht in der Lage ist, seinen Alltag zu leben. Er geht dann nicht mehr einkaufen und hört einfach auf zu essen. Ich arbeite in einem anderen Bundesland und kann nicht immer nach ihm schauen. Der psychiatrische Dienst ist auch hilflos, denn er öffnet die Tür nicht und lehnt jede Hilfe ab. In der Beratungsstelle wurde mir gesagt, dann warten sie einfach die nächste Zwangseinweisung ab. Mir fehlen da die Worte. Was ist los in unserem Land? Ich fühle mich allein gelassen und hilflos.

Verzweiflung und Ratlosigkeit
2018-06-22 22:06:52, Annette
Christine und Bernd, ich bin erschüttert über Eure Berichte. Beim Lesen konnte ich viele Parallelen zur Erkrankung meines Sohnes ziehen, und mir standen die Tränen in den Augen. Mein Sohn (30 Jahre) ist vor 9 Jahren an einer Psychose erkrankt. Bei ihm liegt ein schizophrenes Krankheitsbild mit derzeit hebephrenen Symptomen vor. Ich würde so gern mit Euch sprechen wollen!? Im Moment verstehe ich die Welt nicht mehr. Die Gesetze in Deutschland sind wirklich das Letzte! Wenn es da keine Veränderungen gibt müssen wir zusehen, wie unsere kranken Kinder kaputt gehen. Jeder Arzt entscheidet nur noch nach den Gesetzmäßigkeiten

Hilfe
2018-06-18 16:00:39, Christine
"Professionelle Hilfe ins Haus holen"!? Damit sind sicherlich der sozialpsychiatrische Dienst der Caritas oder ähnliche soziale Einrichtungen gemeint. Die gibt es in fast jeder Stadt, und das Fachpersonal macht auch Hausbesuche - wenn der Betroffene es denn will. Ansonsten, wenn Ihre Bekannte einen Suizid androht, scheuen Sie sich nicht den Notdienst zu rufen! Bevor etwas Schlimmeres passiert! Viel Glück.

Hilfe
2018-06-07 16:34:55, Dirk
Kann mir jemand sagen, was genau mit: "Professionelle Hilfe ins Haus holen" gemeint ist? Eine sehr, sehr gute und alte Freundin von uns braucht diese Hilfe dringend! Bei ihrer Familie & den restlichen Freunden stößt Sie nur auf absolutes Missverständnis, so dass Sie sogar schon uns gegenüber Suizid-Gedanken äußerte. Hinzu kommt der extrem schlechte Eindruck ihrer aktuellen Verfassung! * Notfall! Wir machen uns Sorgen und bitten dringend um Hilfe. Danke.

Olanzapin
2018-05-02 06:18:11, Christine
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Neuroleptika. Manche Menschen haben Gewichtszunahme, andere nicht. Man muss es ausprobieren, wie man sie verträgt. Es heisst, Olanzapin soll dick machen, allerdings hat mein Sohn nicht zugenommen.

Wer kennt Risperidon und Olazapin?
2018-04-12 10:25:43, Bernd
Wer kennt Risperidon und Olanzapin? Machen sie dick? Und wenn ja, wie stark? Gibt es Neuroleptika, bei denen man nicht so extrem zunimmt?

Für Bernd
2018-04-06 14:38:42, Christine
Das sind ja gute Nachrichten! Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass Sie beide wieder zueinander finden und Ihr Sohn zukünftige Hilfen in Anspruch nimmt. Alles Gute!

Sandro wurde gefunden
2018-03-28 14:02:23, Bernd
Heute früh wurde mein Sohn Sandro verwahrlost in einen Park in Regensburg gefunden - von Polizisten, denen man sehr dankbar sein muss. Denn sie konnten ihn überreden, sich freiwillig in eine Psychiatrie fahren zu lassen. Ich hoffe, dass nun alles gut wird.

Für Christine
2018-03-22 09:16:12, Bernd
Hallo Christine, bei meinem Sohn beschloss das Gericht damals (2012) noch die Zwangsbehandlung für kurze Zeit. Und vielleicht erhielt er gleich am Anfang so einige Spritzen. Als ich 4 Tage später in der Klinik war, wollte mich mein Sohn leider nicht sehen und ließ mich aus dem Krankenzimmer verweisen. Es wurde mir aber berichtet, dass er anstandslos die Tabletten nahm. Ich vermute, man wird auch zu dieser Methode zurückkehren. Von Professor Dr. Andreas Heinz von der Charité Berlin und künftigem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich jetzt gelesen, dass er sagte: „Ich bin für Zwangstherapie. Ich finde, Menschen haben ein Recht darauf, dass wir sie aus ihrer Psychose holen.“ Danach könnten sie frei entscheiden, ob sie eine Therapie wollen. „In der Psychose haben sie diese Entscheidungsfreiheit nicht.“ Leider habe ich nur einen Link zu dieser mörderischen Geschichte gefunden: https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article173639048/Eine-Krankheit-eine-Familie-und-ein-Mord.html

Antwort für Bernd
2018-03-21 21:40:18, Christine
Hallo Bernd, das hört sich alles soo schrecklich an, und ich kann nur mein Mitgefühl einer betroffenen Mutter an Sie senden. Ich weiß nicht wo Sie wohnen, aber bei mir gibt es (ich muss allerdings auch 45 Min. fahren) z.B. eine Gruppe, die sich APK (Angehörige psychisch Kranker) nennt. Wir treffen uns einmal im Monat. Ich war heute wieder dort. Es hilft, wenn man mit Betroffenen reden kann. Bei uns sind immer ein Arzt sowie auch erfahrene Betroffene da. Und die haben oft einen Rat. Soviel ich weiß, gibt es diese Gruppe in jeder Stadt. Man kann es im Internet herausfinden, wenn man APK und seinen Wohnort eingibt. Versuchen Sie es doch mal. Vielleicht weiß dort jemand Rat. Ich weiß, was Sie durchmachen. Mein Sohn war auch schon zweimal verschollen. Einmal in Spanien, und letztes Jahr ist er in Kroatien in der Psychiatrie wieder aufgetaucht. Danach hat er sich bei uns gemeldet und wohnte dann 2 Wochen bei uns. Leider hat der Wahn überhand genommen, und wir riefen die Polizei. Seitdem ist er in der Klinik. Aber aufgrund unserer Gesetze kann er in der Klinik nicht gegen seinen Willen behandelt werden. Er wird entlassen werden - und die ganze "Kacke" geht von vorne los.

Für Christine
2018-03-21 16:59:37, Bernd
Hallo Christine, von einem Diplom Sozialpädagogen,der als Betreuer vorgesehen war, und an den ich sämtliche Unterlagen meines Sohnes Sandro G. geschickt hatte, erhielt ich keine Antwort mehr. Er war sozusagen nur noch als eine nie antwortende Mailbox präsent. Der Betreuer hat das Recht, Auskunft an Angehörige zu verweigern. Zum anderen braucht er einen weggelaufenen Betreuten auch nicht als vermisst zu melden. Darüber wurde ich von der Justiz in Mainz belehrt (u.a. wegen des Datenschutzes). Ein Berufsbetreuer, der nichts tat außer zu kassieren (Höchstbetrag)- sogar als mein Sohn geflüchtet war - wurde inkassomäßig abgebucht. Die Betreuung wurde aufgehoben, als das hohe Arbeitslosengeld 1 meines Sohnes zu Ende war. Das war nach über einem Jahr, nachdem er in seinem Wahn blitzartig und nur mit dem, was er auf dem Leib trug, aus Mainz geflüchtet war. (Der Betreuer war weder für Lohn und Konto noch für Vermögen zuständig). Er wäre allerdings für die Wohnung zuständig gewesen. Was er nicht tat. Hier hätte ich bei der Kripo Anzeige erstatten müssen, was ich aber wegen Erfolgslosigkeit nicht gemacht habe. Aus dem von der Wohnungsgesellschaft gekündigten Apartement, weil mein Sohn nichts mehr überwiesen hatte, wurden deren Inhalt (u.a. wichtige Dokumente) gestohlen. Weil eine Symptom der Krankheit ist, dass er den Kontakt zu Angehörigen abbrach, hatte ich weder eine Vollmacht von ihm noch von diesem Betreuer. Somit wurde mir der Zutritt zur Wohnung verweigert. Ich war also umsonst nach Mainz gefahren, um noch vor der (kriminellen) Räumung etwas zu retten (u.a. Laptop, TV, Opel-Werksunterlagen, Facharbeiterbrief, Bargeld). Ich gehe davon aus, dass die heutige Justiz meinen Sohn nicht noch einmal, wie 2012, rettet und ihm keine zweite Chance geben wird. Sie lässt solche Obdachlosen an ihren Psychosen (Erkrankung) krepieren, was bei diesen Kranken schnell gehen kann. Das heißt, es ist durchaus möglich, dass sie aus Scham dazu neigen, Suizid zu begehen. Was Ihren Sohn betrifft: Er wird nicht ohne Tabletten aus der Psychose kommen. Nur so ist er zu retten. Die Krankheit ist chronisch und er wird vielleicht für immer Tabletten nehmen müssen. Das Problem ist nur solche Medikamente zu finden, die nicht dick machen. Nachdem mein Sohn in Ansbach entlassen wurde, bekam er von der Uni-Psychiatrie Mainz nur Dickmacher. Lehrärzte (Assistenzärzte), bei denen man eher das Gefühl hatte, dass sie wenig Ahnung hatten, stattdessen aber wohl mehr in den Händen der Pharmavertreter waren. Mein Sohn wurde aber dadurch wieder normal. Er arbeitete wieder, besuchte zu Ostern seine Mutter und nahm mit mir Kontakt auf - bis er glaubte, auf die Tabletten verzichten zu können. Danach hörte er erneut Stimmen. Ungarn, Ägypten, Nürnberg - alles verloren! Er brach wieder jeden Kontakt ab, ging nach Süditalien, dann zurück nach Nürnberg, um nun seinen in Italien unterbrochenen Suizid zu beenden.

Antwort für Bernd
2018-03-19 12:03:03, Christine
Hallo Bernd, ich musste spontan weinen, als ich Ihren Bericht laß. Mein Sohn ist auch an Schizophrenie erkrankt (Bericht auf dieser Seite vor Ihnen) und hat ähnliche Krankheitszüge. Er will auch immer reisen. Bisher haben wir immer alles bezahlt, aber auf Dauer stürzt es alle Beteiligten in den Ruin. Warum hat Ihr Sohn denn keine Betreuerin? Die könnte bei einer Vermisstenanzeige behilflich sein. Nimmt ihr Sohn denn nie Kontakt zu Ihnen auf? Für mich habe ich mir schon überlegt, dass ich mit unserem Fall an die Öffentlichkeit gehe. Anders wird sich die Gesetzgebung nicht ändern. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, und dass sich Ihr Sohn bald meldet und zur Einsicht kommt.

Wie kann ich eine Vermisstenanzeige aufgeben und jemandem zwangsweise helfen lassen?
2018-03-18 14:27:33, Bernd
Als mein Sohn an paranoider Schizophrenie erkrankte, sorgte 2012 noch ein engagierter Richter dafür, dass er in eine Klinik kommt, um so einer Zwangseinweisung als von der Polizei vermuteter Obdachloser zu entgehen. Danach schien er geheilt und arbeitete wieder als Facharbeiter bei Opel. Nach 2 Jahren glaubte er auf die verordneten Tabletten verzichten zu können: Es kam der Rückfall! Er verlor alles: Arbeit und Wohnung. In Nürnberg auf der Straße lebend und psychisch belastet, verlor er sein hohes Arbeitslosengelt 1 und verschenkte auch noch sein Smartphone. Trotzdem verweigerte die hier 2015 zuständige Richterin eine zwangsweise Einweisung in eine Klinik zur erneuten Untersuchung mit möglicher anschließender Therapie - so, wie es zuvor schon einmal stattgefunden hatte. Als man schließlich einen Streetworker auf ihn angesetzt hatte, hat man ihn vermutlich verscheucht. Er verschwand. Im Januar 2017 kam er in Süditalien zwangsweise in eine Psychiatrie. Dorthin war er gereist. Er konnte kein Italienisch, ernährte sich aus Müllkübeln und irrte dort auf diese Weise über ein Jahr umher. Er sprach mit niemandem. Bis zufällig eine Nonne seine Krankheit und den Suizid auf Raten erkannte und ihn zwangsweise einliefern ließ. Nachdem man ihn in der Psychiatrie etwas mit Tabletten therapiert hatte, konnte man ihn – sozusagen als „hilflose“ Person – in einen Flieger setzen. Vom Ankunftsterminal weg sollte er dann – auf Anregung der Botschaft in Rom sowie aufgrund eines übersetzten italienischen ärztlichen Attests – noch einmal zwangseingeliefert werden, was aber das zuständige Berliner Gericht ablehnte. Eine – nur für einige Monate bestellte – Betreuerin (Anwältin) bestimmte den Sozialdienst des Frankfurter Flughafens (den es nur hier gäbe) und stellte meinen Sohn vor die Wahl: Klinik oder Obdachlosenunterkunft in Frankfurt. Er wählte das Obdachlosenheim, wohin er von einer Stewardess gebracht werden sollte. Also erhielt er einen S-Bahnfahrschein zu einer Obdachlosenunterkunft im Bahnhofsviertel. Aber, alles in allem war’s das dann auch für ihn. Nach 4 Wochen war er weg. Im Dezember habe ich von einem Polizisten erfahren, dass er in Nürnberg in Bahnhofsnähe herumirre. Wieder beim Gericht. In Nürnberg. Das regte an, dass man ihn aus seiner Psychose herausholt. War jedoch vergeblich. Ich vermute: Obwohl unserer heutigen Justiz bekannt ist, dass bei Obdachlosen, bei denen ein möglicher Suizid zum natürlichen Krankheitsverlauf gehören kann, sie nun aber durchaus den Tod zulässt, anstatt wie früher für eine notwendige Reha zu sorgen. Statt zu versuchen, diese Obdachlosen – auch unfreiwillig – aus ihrer Psychose zu holen, lässt man sie dagegen grausam verrecken. Denn die Lebenserwartung solcher Kranken ist in der Obdachlosigkeit sehr kurz. Besonders im kalten Deutschland. Wie kann ich erreichen, dass man ihn unfreiwillig aus der Psychose holt? Es wäre vielleicht seine Rettung! Möglicherweise hat er nun anonym Suizid begangen, denn er ist verschwunden. Leider nimmt die Polizei keine Vermisstenanzeige auf. Vielleicht kann mir jemand sagen, wie man diese Anzeige für einen Obdachlosen stellen kann, damit mein Sohn nicht irgendwo als anonymer Toter begraben wird?

Psychose meines Sohnes
2018-03-14 17:54:23, Christine
Unser Sohn (27) leidet schon seit einigen Jahren an paranoider Schizophrenie. Er ist aktuell schon zum 4. Mal in der Klinik. Wir hatten einen vernünftigen Richter und auch begutachtenden Arzt. Auf Grund seines sehr aggressiven Verhaltens, wurde er für 1 Jahr in eine beschützende Einrichtung eingewiesen. Wir hatten eine Einrichtung gefunden, die ihn ohne Medikamenteneinnahme aufgenommen hätte (unser Sohn ist ein strikter Medikamentenverweigerer). Leider war er nur 1 Tag dort, danach wurde er wieder in die Klinik zurück geschickt. Er bekam dort einen derart aggressiven Anfall, dass sich alle Insassen und Betreuer vor ihm gefürchtet haben. Seither ist er in der Klinik. Und bisher wurde nirgends ein weiterer Platz ohne Medikamente gefunden. Die Einweisung läuft Anfang Juli d.J. aus. Aktuell hatte er in der Klinik einen Rückfall. Es geht ihm schlecht. Dank unserer Gesetzeslage sind aber allen die Hände zwecks einer Behandlung gebunden. Wir können alle nur zusehen. Aller Voraussicht nach wird er entlassen werden müssen, und wir als Eltern können nur zusehen, wie er allmählich zu Grunde geht!! Vor dem Gesetz ist er erwachsen und hat das Recht selbst zu entscheiden, wie er leben will. Nur dass er überhaupt nicht in der Lage ist, seine Entscheidungen zu verantworten!!

Hilfe
2018-03-05 13:22:55, Sandra Breiter
Ich hatte professionelle Hilfe im Haus. Aufgrund des PsychKG (Psychisch-Kranken-Gesetz) wurde mein Sohn mitgenommen. Gegen seinen Willen! Nach 3 Tagen war er aus der Psychiatrie wieder raus, weil ein anderer Richter das PsychKG in Frage stellte. Nun irrt mein Sohn völlig verwirrt und Drogen konsumierend durch die Gegend. Außer leeren Versprechungen habe ich als Mutter noch keinerlei Hilfestellung bekommen. Ich bin so ratlos und hilflos. Ich liebe meinen Sohn über alles, kann ihm aber nicht helfen! Aus Verzweiflung habe ich den Kontakt zu ihm abgebrochen. Um nicht daran zugrunde zu gehen, gehe ich nun den Weg des Verdrängens - jedoch, es kommt immer wieder hoch!!

Schizophren
2018-02-14 18:16:11, Tina
Meine Tochter ist 34 Jahre alt, und war wegen der Droge "Pep" (Speed) in einer Klinik. Dort hat man ihr Tabletten gegeben, die sie aber nicht nimmt. Sie hört Stimmen, hat Verfolgungswahn, schreit, weint und wird hochgradig agressiv, wenn sie einen Schub hat. Wer kann mir bzw. ihr helfen? In eine Klinik will sie nicht. Was kann ich machen?

Akuter Schub
2018-01-30 21:42:16, tanja
Meine Schwester leidet unter Psychose und hat einen akuten Schub. Der Psychiatrische Dienst macht nichts; wimmelt mich sogar am Telefon ab. Ich müsse mich damit abfinden und mich schützen. Solange sie keine Gefahr für sich oder andere sei, könne man nichts tun. Soll das alles sein? Meine Schwester will das Land verlassen. Sie ist uns inzwischen schon zweimal abgehauen und kam erst nach Tagen wieder. Wir wissen nicht, wie wir sie zum Arzt bekommen sollen??? Wer weiß einen Rat?

immer wieder eine schwierige Situation
2017-11-24 19:52:33, Ella
Mein Sohn leidet an paranoider Schizophrenie. Er ist 34 Jahre alt. Nun hat er den 3. Schub erlebt. Vom sozialpsychiatrischen Dienst bin ich etwas enttäuscht. Dort wird voll darauf abgestellt, dass psychisch Kranke ihr Recht auf Behinderung ausleben können. Diese kranken Menschen verwahrlosen dann oder werden obdachlos. Es gebe das entsprechende Gesetz. Den Angehörigen hilft das ja nun überhaupt nicht weiter, manchmal komme ich mir als Mutter dann sehr hilflos vor.

Sorge um mein Kind
2017-11-20 14:50:43, Andrea
Hallo, meine Tochter ist drogenabhängig und hat jetzt eine sehr starke Psychose. Sie sitzt zur Zeit in der JVA, aber da bekommt sie keine Medikamente dafür. Was kann ich tun, wie kann ich ihr helfen. Sie müsste dringend und schnell in eine geschlossene Psychiatrie, aber keiner kann mir helfen.

Große Sorge um unseren Freund
2017-08-30 09:37:42, Corinna
Ein guter Freund unserer Gruppe leidet seit 2 Jahren an einer starken negativen Schizophrenie. Tabletten nimmt er schon lange keine mehr. Er hat sein Studium abgebrochen und auch seine Übergangs-Jobs schmeißt er einen nach dem anderen hin. Er meint, dass er der Auserwählte ist und jeder (ja die ganze Welt) es wüsste, aber keiner es ihm gönnt und es deshalb nicht zur Sprache kommt. Er hört Stimmen von Menschen und diese provozieren ihn oder machen sich über ihn lustig. Er möchte, dass das Ganze publik gemacht wird und versteht nicht, warum dies nicht schon lange passiert ist. Er kann mit Leuten kommunizieren, die gar nicht in Reichweite sind.

Schizophren
Dienstag, den 18. April 2017 um 20:11 Uhr, Herr
Meine 12 jährige Tochter ist schizophren. Seit drei Monaten ist sie in einer Klinik und soll danach gleich in eine Wohngemeinschaft. Wir kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und die Wohngemeinschaft ist in Hessen. Mein Kind und ich wollen das nicht und ich denke, dass man auf unsere Meinung keine Rücksicht nimmt.

Angst vor Partner
Donnerstag, den 16. März 2017 um 11:27 Uhr, Ich
Erst dachte ich, mein Partner steigert sich in etwas rein, als er vor einen halben Jahr plötzlich Kameras in unserer Wohnung suchte. Wir sind in übrigen seit 10 Jahren zusammen und vorher war alles normal. Er behauptet, die Nachbarn täuschen mir vor, ein Kind zu haben und poltern selbst rum, um ihn zu quälen, dabei hört man, dass es das hoppsende kleine Mädchen ist. Er sagt, das wäre eigentlich das Kind der Zwillingsschwester, nur ich raff das halt nicht. Die machen das extra, um ihn verrückt zu machen. Er droht stetig hochzugehen und denen Gewalt anzutun. Er brüllte mich gestern stundenlang an; dass ich nicht wüsste, wie es ist, wenn jemand alle Gedanken liest und beantwortet und hätte ich mich auch mit Telepathie befasst, würde ich das endlich mal kapieren... gestern wurde er so aggressiv, wollte unsere Nachbarn "umbringen", ich konnte ihn mit aller Gewalt gerade so abhalten, worauf er direkt neben mir mit der Faust gegen die Wand schlug. Scheinbar ist seine Hand nun verstaucht. Ich habe Angst und ich weiß nicht, was ich tun soll, sage ich, er soll gehen, dreht er durch, will die Nachbarin zusammenschlagen oder er redet auf mich ein und wird aggressiv. Ich habe Sorge, dass wenn ich z.B. die Polizei rufe, die ihn nicht mitnehmen und gott weiß was er dann unseren Kindern, der Nachbarsmutter oder mir dann antut. Ich kann ihn nicht mehr halten. Alles was er an Fehlverhalten aufzeigt, rechtfertigt er mit den Nachbarn. Nur "ich raff halt nicht, wie schuldig die sind!" ... als er heute früh wach wurde, ging dieses gebetsartige Geschimpfe/Gefluche auf diese Menschen direkt weiter. Er will mir beweisen, dass da ein "Manni" wohnt und an sich gar kein Kind und er geht erst, wenn er die besiegt hat! Zudem hasst er mich nun noch mehr, weil ich ihm nicht glaube, doch es ist egal, was ich mittlerweile sage, er rastet aus und guckt mich abgrundtief verachtend an von der Seite. An wen kann ich mich wenden, um ihn sicher und schonend für uns alle aus der Wohnung zu entfernen????

Wir Angehörigen wissen nicht mehr weiter
Mittwoch, den 08. Februar 2017 um 22:29 Uhr, Susanne
Unsere Mutter ist 77 Jahre alt und seit etwa 40 Jahren an paranoider Schizophrenie erkrankt. Lange Zeit war sie medikamentös ganz gut eingestellt, so dass sie (und wir) ein relativ normales Leben führen konnten. Durch einen Krankenhaus-Aufenthalt, bei dem sie ihre Schizophrenie-Medikamente wohl verheimlicht hat, ging das ganze Drama los. Sie ist in eine eigene Wohnung gezogen, hat unseren Vater verlassen und ihr Zustand wurde immer schlimmer. Sie kam gegen ihren Willen in stationäre Behandlung. Danach war sie wieder einige Zeit stabil und alles war so weit gut. Aber seit etwa 8 Jahren lässt sie sich nicht mehr behandeln. Wir haben alles versucht...jetzt ist es so schlimm, dass sie ihr ganzes Geld für neue Schlösser ausgibt. Jeder, aber auch wirklich jeder will ihr was Böses. Uns Kinder (mittlerweile auch schon 50 und mehr) bemuttert sie bis zur Unerträglichkeit. Macht sich unglaubliche Sorgen um uns und ihre Enkel. Aus diesem Grund hat sie schon so viel gemacht, dass wir mit den Nerven am Ende sind. Sie ist 200 km mit dem Taxi gefahren aus einem Grund heraus, den nur sie versteht. Sie ist nachts um 2.00 Uhr auf einem Bahnhof aufgefunden worden, mit Sack und Pack auf einer Straße aufgegriffen worden, hat die Feuerwehr gerufen, war auf der Bank und wollte einen Kredit von 10.000 Euro, steht täglich bei einem ihrer Söhne vor dem Haus mit Taschen voller Lebensmittel. ..ich kann diese Liste beliebig verlängern. Mittlerweile vertraut sie niemandem mehr, uns Kindern wenigstens ein bisschen. Das ist doch kein Leben mehr für sie. Jeder will ihr was Böses, ihrer Meinung nach, und ihre extreme Bemutterung ist für uns Kinder kaum noch auszuhalten. Und wir wissen nicht mehr weiter. Sie hält sich für gesund, dabei wird es immer schlimmer. Zwischenzeitlich war sie 2 mal in stationärer Behandlung (gegen ihren Willen), aber dort lässt sie sich auch nicht helfen . Wir sind am Ende und fühlen uns hilflos. Immer diese Angst, dass das Telefon geht und wieder etwas vorgefallen ist. Sie muß unbedingt behandelt werden, aber sie ist nicht aggressiv oder selbstmordgefährdet. Also gibt es keine Möglichkeit ihr zu helfen. Wir müssen zuschauen, wie ihre Krankheit sie zugrunde richtet. Und niemand kann ihr helfen. Es ist schrecklich.

Meiner Mutter kann keiner mehr helfen
Sonntag, den 22. Januar 2017 um 11:42 Uhr, Das vierte Kind
Ich liebe meine Mutter. Vor 9 Jahren fing es an. Bei ihrem Bruder war es genauso. Mit 70 Jahren begann ihr unbeschwertes Nachkriegsleben sich zu verändern. Ihre böse direkte Nachbarin hat es ausgelöst. Medikamente über die Jahre führten dazu, dass sie so apathisch wurde, dass sie am Leben nicht mehr teilhaben konnte. Dabei stellte sich heraus, dass ihre eine verbliebene Niere zusätzlich Krebs hat und mit der altersbedingten Medikamentenzusammensetzung mit den Mitteln des Neurologen nicht mehr möglich sind. Sie nimmt seit 4 Jahren nur noch ihre täglichen Chemotherapie-Tabletten. Was anderes ist nicht möglich. Sie glaubt, die Nachbarin beobachtet sie durch die Wände und eine Gruppe von Menschen zieht Tag und Nacht über sie her, was nur sie hört. Ansonsten schalten sie die Geräte ab, wenn das Telefon klingelt oder einer von uns kommt. Sie schicken Lichter durch ihr Haus und gehen, sobald sie nicht da ist, bei ihr spazieren. Sie wollen sie wohl wegschaffen, aussetzen, enteignen, Papiere fälschen...und was schlimm anzuhören ist, sie mit schärfen vergasen, berieseln und somit vergiften. Zudem musste sie in der Zeit den Verlust ihres Mannes und ihres ältesten Sohnes beklagen. Jeweils mit einem Jahr schwerer Krankheit vor dem Tod. Wir begegnen ihr mit viel Liebe. Hören uns jeden Tag die gleichen absurden Dinge an und versuchen sie mit schönen positiven Dingen auf andere Gedanken zu bringen. Wir drei verbleibenden Kinder sprechen uns ab. Da sie manchmal haarsträubende Dinge erzählt, die auf Dauer dazu führen würden, dass wir uns nach und nach hassen würden. Wenn man sich bewusst macht, dass ein geliebter Mensch tagtäglich an panischer Angst leidet, weil der Kopf einem unmögliche Dinge erzählt, dann weiß man, dass jedes Telefonat, jede Minute, die man es lindert, ein guter glücklicher Moment ist. Auch wenn sie es runterspielt. Ab und zu sollte man sich wenn möglich etwas Abstand suchen. Man kann nicht immer der geduldige verständnisvolle Angehörige oder Freund sein. Mir hilft, dass ich mir bewusst dafür Zeit einplane, um mit ihr zu telefonieren oder vorbei zu fahren und es dann aber auch darauf beruhen lasse. Wir fördern soziale Kontakte. Schützen sie vor Unverständnis in ihrer Umgebung, in dem wir über ihren, ihr nicht bewussten Zustand, heimlich informieren. Vielleicht hilft es dem einem oder anderen. Leicht ist es nie. Aber wer hat schon behauptet, das Leben wäre leicht.

Cousin / Schizophrenie ?
Dienstag, den 06. Dezember 2016 um 14:22 Uhr, Ivo
Liebes Forum, ich schreibe Euch, da wir uns sehr um meinen Cousin sorgen. Er ist derzeit nicht in Behandlung und war auch noch nie in Behandlung, hat aber selbst schon geäußert, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Anbei eine kurze Zusammenfassung: - Alter 31 Jahre - Cannabiskonsum seit der Jugend / Eltern getrennt seit dem Vorschulalter - Schulabbruch 12. Klasse - Keine Ausbildung, mehrere Jahre nichts gemacht, dann 1 Jahr halbtags gearbeitet, seit 1,5 Jahren arbeitslos, macht jetzt nichts mehr (fast) keine Freunde, seine Freundin hat ihn vor 1 Jahr verlassen, hat große Probleme mit Lärm (Nachbarin ist immer viel zu laut, er entwickelt sofort einen Hass) (von Halluzinationen usw. wissen wir nichts, Wahnideen sind bislang auch nicht aufgefallen), manchmal depressive Episoden, oft unruhig mit Übergang zu aggressivem Auftreten. Ich weiß, dass Ferndiagnosen schwierig zu stellen sind. Ich würde mich trotzdem über Eure Meinung freuen. Wir sagen seiner Mutter seit 10 Jahren, dass sie Ihn dringend konfrontieren muss, damit sich was ändert. Er zieht ihr das Geld aus der Tasche, lässt sich alles bezahlen und denkt nicht dran zu arbeiten bzw. schafft es einfach nicht zu arbeiten. Wir wissen es nicht. Wie kann man diesen Teufelskreis durchbrechen? Wir wissen auch nicht, wie wir uns verhalten sollen. Bislang war es immer so dass seine Ausraster, sein Verhalten weggelächelt wurden. Die Situation hat sich jedoch erheblich verschlimmert, weshalb ich bei Euch Hilfe suche. Vielen herzlichen Dank! Euer Ivo

Hilfe kommt selten schnell
Dienstag, den 11. Oktober 2016 um 19:44 Uhr, Stina
Resignation tut sich auf, wenn schnelle Hilfe in Akutsituationen gebraucht wird....

Schizophrener Partner
Freitag, den 30. September 2016 um 05:09 Uhr, Rosamunde
Hier wird oft gefragt - was tun, wenn sich Schub ankündigt. Ich wusste nicht, dass mein Partner schizophren ist und bereits eine Psychose hinter sich hatte. Er nahm nie Medikamente, so konnte ich auch Verhaltensanomalien nicht richtig einordnen und wurde von seiner paranoiden Psychose quasi überrollt. Nach einer schlaflosen Nacht habe ich mir Rat im Internet geholt, die Familie befragt, den damals behandelnden Arzt ausfindig gemacht und Termin vereinbart. Nebenbei auch ev. Hausbesuch besprochen, wenn sich Partner weigern sollte mit mir zum Arzt zu gehen, da er nach seiner Ansicht völlig gesund war. Nachdem er alle 5 Min. seine Meinung änderte gelang es mir doch ihn zum Arzt zu bringen und ihn einer Therapie mit Zyprexa zuzuführen. Er sprach gut an und nach etwa 2 Wochen war das Gröbste überstanden. Es stellte sich auch heraus, dass er einen Großteil seiner Ersparnisse in seiner Psychose an gemeinnützige Vereine gespendet hatte. Mit ärztlichen Gutachten und entsprechenden Briefen gelang es mir ihm das Geld zurückzuholen. Mein Partner hatte seinen ersten Schub erst mit etwa 54 Jahren und sein Arzt sieht Stress und seine fast Taubheit als Auslöser. Wie dem auch sei, ich werde ihm helfen und auf Verhaltensveränderungen achten. Er geht in regelmäßigen Intervallen zur Kontrolle und ich habe Email-Kontakt zum Arzt und so passen wir auch zwischendurch die Therapie an. Ein Leben mit einem kranken Partner ist nicht einfach, aber man kann sich Hilfe in Selbsthilfegruppen holen. Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Partner weiß, er kann sich 100% auf mich verlassen und ich würde nie etwas gegen seine Interessen tun.

brauche dringend Rat
Sonntag, den 04. September 2016 um 20:07 Uhr, sophie
Hallo, mein Freund leidet nun schon (laut Selbstaussage) seit 6 Jahren an Schizophrenie und ich weiß nicht richtig, wie ich damit umgehen soll. Ich habe ein paar Anfälle selbst miterlebt, wo er "wie ausgewechselt" war und wirres Zeug geredet hat. Es ist auch schon vorgekommen, dass er mich dabei geschlagen hat. Wir beide leiden sehr darunter und ich habe ihm dringend angeraten, mit mir zu einem Arzt zu gehen. Heute kam er weinend an und sagte, seine "inneren Stimmen" würden ihm sagen, er solle mich töten. Ich möchte ihm so gerne helfen. Doch ich habe seit dieser Information ein bisschen Angst.

reizend
Dienstag, den 14. Juni 2016 um 20:37 Uhr, ruhe
Sie sollten ihn in Ruhe lassen und ihn nicht noch zusätzlich nerven, da es die Krankheit verschlimmert.

an Ines: irgendwie einen Arzt-Kontakt ermöglichen
Samstag, den 23. April 2016 um 10:59 Uhr, Navigator-Team
Hallo Ines, ja, das hört sich ein bisschen danach an, als könnte es sich um einen schizophrenen Schub handeln. Aber sicher ist das aus der Ferne natürlich nicht zu sagen. Unser Rat: Wie oben beschrieben, einen Arzt aufsuchen, und wenn er das nicht will, vielleicht einen ins Haus holen. Erzwingen kann man das alles nicht, deshalb ist das leider schwierig, aber Sie sollten es noch einmal versuchen. Viele Grüße Ihr Navigator-Team

Brauche Rat
Freitag, den 22. April 2016 um 22:55 Uhr, Ines
Hallo, ich glaube, mein Sohn (24 J.) ist auch ähnlich erkrankt. Er steigert sich seit einiger Zeit immer wieder in eine Sache hinein, die mit Verfolgungswahn (Autos vorm Haus spionieren uns aus) zu tun haben muß. Das ist jetzt das 2.Mal seit Anfang März. Dazwischen lief alles gut und er suchte unsere Nähe, jetzt nicht mehr, er kapselt sich völlig ab. Es macht mir Angst, da er auch schon immer depressive Schübe hatte, was kann ich tun? Er lehnt jede Hilfe ab! LG

mein Sohn ist betroffen
Montag, den 25. Januar 2016 um 09:37 Uhr, Andrea Pfitzmann
Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen, unsere sozialen Kontakte gehen alle in die Brüche

Wie helfen ?
Dienstag, den 18. August 2015 um 16:46 Uhr, Elise
Meine Schwester ist ebenfalls erkrankt und braucht dringend ärztliche Hilfe, doch wir wissen nicht, wie wir sie überzeugen sollen, zu einem Arzt zu gehen. Sie hält so stark an ihren Geschichten fest und denkt, wir seien alle gegen sie. Wie bekommt man erkrankte dazu, sich helfen zu lassen ?!

an Schizophrenie leidende Mitbewohnerin
Freitag, den 26. Juni 2015 um 13:23 Uhr, Andi
Hallo, ich habe seit einiger Zeit sehr damit zu kämpfen, dass eine an Schizophrenie erkrankte Mitbewohnerin mit Aussagen wie: "Du hast sie doch nicht mehr alle" oder wenn über sie geredet wird mit Sätzen wie: "Bei der redest Du an die Wand" konfrontiert wird! Ich selbst bin Rollstuhlfahrer und hatte ähnliche Erfahrungen erfahren müssen. Daher habe ich für diese Situationen mehr Verständnis als manch anderer. Manchmal sind aber auch mir die Hände gebunden. Wie kann ich ihr in dieser Situation effektiv helfen? Rückruf erwünscht: 08639 98 56 72

Mein Freund
Montag, den 22. Juni 2015 um 22:02 Uhr, Hava
Ist es gefährlich für mich? Er denkt, mich hat jemand zu ihm geschickt, er gibt mir immer schuld, er beobachtet mich, während ich schlafe, all dies macht mir Angst. Ich habe Angst, das er mich umbringt, er hat mir schon damit gedroht, das er das macht, wenn ich ihm verlasse. Er ist jetzt in der Klinik, er rief mich an und sagte mir, die haben es mir gesagt, er hört Stimmen, fühlt sich beobachtet, hat Wahnvorstellungen. Ich versuche ihm mit zuhören und reden zu beruhigen, aber das hilft meist nicht, er redet vieles durcheinander. Oder wenn Kinder lachen, denkt er, dass sie ihm auslachen. Ich weiß nicht mehr weiter, ich liebe ihn so sehr, aber er lässt sich von niemanden helfen, denkt, alle wollen ihm was antun. Ich mache das seit 3 Jahren mit. Er glaubt niemanden, alle sind seine Feinde. Ich habe Angst, dass er Amok läuft. Bei ihm geht es jetzt um die Existenz, er darf nicht nach hause, muss dort bleiben. Das macht ihn fertig, ich habe auch Angst, dass er sein Leben nimmt. Ich bin so verzweifelt, weiß nicht mehr, was ich tun soll. Es ist fast mit Demenz zu vergleichen. Es gibt Menschen, die Dinge sehen, hören, ja ich glaube daran. Ich toleriere und akzeptiere diese Krankheit. Ich kann nicht schlafen vor Freude, weil ich meinen Schatz sehen werde und immer zu ihm halten werde, ich werde immer da sein, in guten wie in schlechten Tagen, weil ich ganz genau weiß, dass er nichts dafür kann. Bitte unterstützt eure Frauen, Männer, Kinder, Nachbarn, schaut nicht weg, haltet diesen Menschen ein Ohr frei, nehmt deren Ängste ernst, stempelt sie nicht als verrückt ab. Ich habe durch diese Erkrankung viele gute liebenswürdige Freunde verloren, alle durch Selbstmord. Sie wurden durch Freunde, Familien, Umfeld als besessen abgestempelt. Keiner wollte sich mit dieser Krankheit befassen, und das finde ich traurig. Bitte, egal wer es liest, schenkt diesen Menschen Vertrauen, nehmt sie ernst, hört nicht weg. Sie sind nicht gefährlich, nur hilflos, haben Angst, weil sie selbst nicht wissen, was sie dagegen tun sollen. Begleitet sie!

hilflos
Montag, den 18. Mai 2015 um 08:54 Uhr, kleen
Meine Schwester leidet seit über zehn Jahren an Schizophrenie, immer ein auf und ab, zur Zeit verweigert sie die Medikamenten-Einnahmen. Sie kann sich nicht ausdrücken, mitteilen und leidet unter extremem Verfolgungswahn. Ich mache mir solche Sorgen, heute Morgen war ich bei ihrem behandelnden Arzt, doch er wollte nicht mit mir sprechen. Ich wollte ihn nur um Hilfe bitten, ihn fragen, was ich machen kann und soll. Sie schreibt mir verwirrende Nachrichten z.B. "zum abschlachten bereit". Ich mache mir solche Sorgen und weiß nicht, wer helfen kann, sie weigert sich.

Hilfe wird nicht gewünscht
Freitag, den 15. Mai 2015 um 10:18 Uhr, Caritinchen
Meine Schwester ist nun viele Jahre krank und verweigert Artztbesuche. Der soziale Dienst hilft nicht, da meine Schwester dort nicht erscheint und niemanden in die Wohnung lässt. Sie braucht dringend einen Vormund, aber das Vormundschaftsgericht braucht einen Krankenbericht. Was sie schreiben, ist Theorie, in der Praxis hilft niemand. Ich wohne 500 km entfernt. Nun wird meine Schwester am Montag zwangsgeräumt.

Ex-Freund in Thailand mit vermutlicher paranoiden Schizophrenie
Samstag, den 21. Februar 2015 um 15:30 Uhr, kira
Hallo, das ist ja alles furchtbar zu lesen....viel Kraft für euch alle... Ich habe ein ebensolches Problem, auch wenn es anders ist. Mein Ex-Freund ist wohl an einer Paranoiden Schizophrenie erkrankt. Ich kannte ihn 5 Jahre, war ein Jahr mit ihm zusammen und es kam alles sehr schleichend. Wahnvorstellungen, alle würden Ihn hassen und fertig machen, ihn töten zu wollen, bis zu sehr aggressiven Verhalten.. Ich wollte immer mit ihm zum Arzt, er wollte aber nicht und letztlich habe ich mich von ihm getrennt. Er hat seine Arbeit gekündigt, sein geliebtes Auto verkauft und ist einfach nach Thailand abgehauen, ohne die Sprache zu sprechen, geschweige denn Englisch.. Er läuft völlig irre und wahnhaft durch ein fremdes Land, hat hier alles verloren und ich habe solche Angst, dass er nicht mehr lebend zurück kommt... Die Polizei konnte nichts tun, ein Amtsarzt, der miteinbezogen wurde, ließ ihn einfach gehen.. Er wurde in Hamburg und in Frankfurt vor dem Verlassen des Landes von einem Amtsarzt verhört und man hat ihn einfach laufen lassen. Er wollte nie zum Arzt und ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht wirklich, dass es so um ihn steht.

Heidi & Karla
Dienstag, den 10. Februar 2015 um 17:50 Uhr, Kelly
Entschuldigt, habe die Namen vertauscht. Zu meiner/unserer Situation finden die Gerichtsverhandlungen am 20., 24. Februar und 03. März 2015 am Geraer Landgericht statt. Auch werde ich/wir nicht eher Ruhe geben bis diese Erkrankten nicht wie Aussätzige (nur auf moderne Art&Weise!) behandelt werden, bis Gerechtigkeit, Logik u. Fairneß stattfindet.

Hilfe für Schizophreniekranke und deren Angehörige
Dienstag, den 10. Februar 2015 um 17:42 Uhr, Kelly
Hallo Heidi, ich nehme an, dass Du bei einem Sozialpsychiatrischen Dienst o.ä. arbeitest, denn genau diese Reaktionen habe ich im Hauf von meinem Umfeld/Behörden/Polizei erhalten. Liebe Karla, genauso ist es mir auch als Mutter ergangen von 2012 bis 2014, trotz Arztbericht, der an die Polizei geschickt wurde, trotz mehrerer Bettel-eMails an den Soz.Psych.Dienst, etc. Ich bekam die gleiche Antwort: ich solle warten bis erst etwas passiert, das heißt er solle sich oder andere gefährden. Diese Gefährdung lag aber schon seit mindestens Okt.2012 vor, etc. Es hat niemanden interessiert, bis er mich am 23.08.2014 niederstach in Gera-Untermhaus (siehe Bericht im Internet, etc.)

Karla
Montag, den 09. Februar 2015 um 02:25 Uhr, Heidi
Wenn sich keiner zuständig fühlt, hilft leider nur abwarten oder bei der Vermutung, dass der Betroffene sich nicht um sich selbst kümmern kann in Form der Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen etwa (Wohnungsmiete, Versicherungen usw.) sich an die zuständige Betreuungsbehörde (zuständig ist vermutlich die am Wohnort des Betroffenen) zu wenden. Normalerweise wird eine Betreuung nur für einen Menschen beantragt, der dem zustimmt. Ist der Betroffene jedoch dagegen, kann sich jedoch nicht um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, kann geprüft werden, ob nicht auch gegen dessen (natürlichen) Willen eine Betreuung beantragt werden kann. Hier würde möglicherweise über ein psychiatrisches Gutachten der Gesundheitszustand des Betroffenen festgestellt werden, sofern dies erforderlich ist. Sofern Sie Genaueres erfahren wollen, rufen Sie bitte bei der zuständigen Betreuungsbehörde an. Für die Richtigkeit der Infos wird keine Haftung übernommen. Alles Gute und mein tiefstes Mitgefühl.

Hilfe bei Schizophrenie
Dienstag, den 06. Januar 2015 um 13:18 Uhr, Harm
Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass Zuhören und ruhige Gespräche besser helfen als Ärzte oder Aufenthalt in der Psychiatrie. Es ist unheimlich schwer und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch aber immer noch besser als ein Arzt, der einfach noch mehr Tabletten gibt zur Beruhigung.

Wie kann man Schizophreniekranken helfen?
Samstag, den 03. Januar 2015 um 10:33 Uhr, Karla
"... und dafür sorgen, dass die Betroffenen schnell Hilfe erhalten". Fragt sich nur wie?!? Ich habe ein Familienmitglied, der eine paranoide Schizophrenie aufweist. Zur Zeit sind Rückfälle vermehrt zu beobachten. Jedoch fühlt sich niemand aus dem Gesundheitssektor für ihn zuständig. Immer wieder hören wir den Satz "solange keine Fremd- oder Eigengefährdung besteht, können wir nichts machen". Wen kann ich ansprechen, wenn sich der SPD, Krisennotdienst nicht zuständig fühlen und sie ihm nur ein Infopapier in den Briefkasten werfen? Wer ist zuständig und wer hilft?!!?

Autoren unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Dr. med. Julia Hofmann
Ärztin und medizinische Fachautorin

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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