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Stimmt es, dass Rauchen vor Colitis ulcerosa schützt?

Ja. Es klingt ein bisschen absurd, aber die Datenlage dazu ist eindeutig. Sowohl Nichtraucher als auch Ex-Raucher erkranken häufiger an einer Colitis ulcerosa als aktive Raucher.

Zusammenhang mysteriös

Bislang ist völlig unklar, woran das liegt. Die Wissenschaft tappt hier noch im Dunkeln. Versuche, eine Colitis ulcerosa mit Nikotinpflastern zu behandeln, blieben erfolglos. Ein klares Argument gegen das Nikotin als Ursache. Was die Situation noch nebulöser macht, ist die Tatsache, dass die andere chronisch-entzündliche Darmerkrankung, der Morbus Crohn, bei Rauchern nachweislich häufiger auftritt. Und das, obwohl sich die beiden Erkrankungen ansonsten so stark ähneln.

Rauchen ist keine Therapie

In einem immerhin sind sich alle Experten einig: Zu rauchen, um eine Colitis ulcerosa zu verhindern, ist Quatsch. Und auch, eine Colitis ulcerosa selbst zu behandeln, in dem man eine nach der anderen qualmt, ist Unsinn. Denn zum einen ist ein bremsender Effekt des Rauchens, wenn die Erkrankung bereits besteht, nicht nachgewiesen. Zum anderen sind die damit neu heraufbeschworenen Risiken für Herzinfarkt, Lungenkrebs und viele andere Erkrankungen, die man nicht haben will, Grund genug, darauf zu verzichten.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentare  

# Rauchen hilftGitti2503 25.04.2022 13:16
Es hört sich zwar komisch an, aber auch mir hat das Rauchen geholfen, mein Leben wieder zu genießen. Ich hatte damals 2006 mit dem Rauchen aufgehört, war stolz auf mich, es geschafft zu haben. Dann irgendwann fing es an, dass ich Blut im Stuhl hatte und es wurde immer schlimmer, ich hatte heftige blutige Durchfälle, war sicher bis zu 20 Mal am Tag auf Toilette.
Ich hatte einen tollen Arzt gefunden. Nach der Darmspiegelung kam dann die Diagnose "Colitis ulcerosa".
Medikamente führten zu einer kleinen Linderung, aber Ruhe hatte ich nie. Für mich war das kein Leben, habe mich kaum vor die Tür getraut, es musste ja immer eine Toilette in der Nähe sein, dazu kamen noch heftige rheumatische Schmerzen in den Beinen, konnte manchmal kaum laufen.
5 Jahre habe ich diesen Mist durchgemacht. Ich hatte so schlechte Eisenwerte, dass mein Arzt die Darmspiegelung nicht durchführte, da er Angst hatte, ich würde die Narkose nicht überstehen. Dann nach 5 Jahren fing ich aus Blödsinn wieder an zu rauchen und nach der zweiten Zigarette merkte ich schon, dass mein Darm sich irgendwie beruhigte und nach einer Woche hatte ich keine Durchfälle mehr. Alles war gut, erst dann habe ich den Zusammenhang gesehen, dass alles mit dem Rauchen aufhören zu tun hatte. Und ich bin wirklich froh, dass ich wieder angefangen habe zu rauchen, denn seitdem kann ich mein Leben wieder genießen.
So doof es sich auch anhört, hätte ich das vorher gewusst, ich hätte niemals aufgehört mit rauchen, es war oft die Hölle.
Antworten
# Rauchen hilft. Es klingt verrückt, aber es ist so.Martin 09.03.2022 21:29
Ich hatte 5 Jahre Ruhe von meiner Colitis. Zuvor hatte ich eine Menge Medikamente und Infusionen bekommen. Doch nichts half wirklich. Dann habe ich wieder angefangen zu rauchen, weil mein Arzt mir durch die "Blume" sagte, dass es hilft. Und er hatte "leider" Recht. Wenige Tage nach dem Beginn des Rauchens, waren alle Symptome verschwunden. Und das über 5 Jahre. Ich dachte mir, vielleicht bin ich geheilt und die Krankheit ist weg, und hörte mit dem Rauchen wieder auf. Auch aus gesundheitlichen Gründen. Nach 4-5 Monaten hatte ich plötzlich wieder einen Schub, fiel aus allen Wolken und fing wieder mit dem Rauchen an. Es dauerte nur 2 Tage, und alle Symptome waren wieder verschwunden! Es ist wie verhext! Ich möchte so gerne NICHT mehr rauchen, aber es ist das Einzige, was bei mir gegen die entsetzliche Krankheit hilft. Ich verstehe nicht, warum die Medizin nicht endlich einmal hier ansetzt und forscht. Stattdessen wird man mit Immunsuppressiva vollgepumpt, die nicht wirklich helfen und zu Zeiten von Corona fragwürdig sind.
Antworten
# Rauchen und Colitis UlcerosaCristina 27.04.2022 07:05
Hallo Martin,
leider ist es bei mir genau so, und keiner glaubt mir.
Mehrere Mal aufgehört zu rauchen und dann wieder einen schlimmeren Verlauf der Krankheit gehabt.
Ich will nicht rauchen ich kann sehr gut ohne Probleme aufhören nur so ist es kein Leben.
Wenn ich mich entscheiden muss zwischen Krankheit oder ein paar Zigaretten, dann rauche ich lieber.
Gute Besserung an alle
Antworten
# Leider wahr!Jennifer 04.05.2022 13:04
Genauso auch bei mir! Keiner glaubt mir, dass rauchen hilft.
Antworten
# Wieviele Zigaretten?Heiner 02.09.2021 08:09
Hallo zusammen,
ich habe 16 Jahre lang geraucht, dann abrupt aufgehört und fast auf den Tag sechs Monate später kamen meine ersten Symptome mit der anschließenden Diagnose Colitis ulcerosa. Das ist jetzt sechs Jahre her. Mit Entyvio und voller Dosis Mesalazin komme ich im Moment ganz gut zurecht.
Mein Gastroenterologe befragte mich bei unserem ersten Gespräch explizit in diese Richtung. Ihn hat es nicht gewundert, dass dies nach dem Rauchen kam. Mein erster Gedanke war, sofort wieder mit dem Rauchen zu beginnen.
Aber mein Arzt meinte, dass die Nebenwirkungen des Rauchens deutlich schädlicher für den Körper wären als die Therapie gegen Colitis ulcerosa. Außerdem war ich zu der Zeit sehr stolz, nach so langer Zeit das Rauchen endlich aufgegeben zu haben.
Mittlerweile frage ich mich, ob Immunsuppressiva Cortison und andere Medikamente nicht sogar schädlicher für den Körper sein können, als Zigaretten. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass 2-3 Zigaretten am Tag die Symptome komplett zum Erliegen bringen. Natürlich bin ich mir nicht sicher, ob ich so stark bin und, wenn ich wieder rauche, mich auf so eine geringe Zahl von Zigaretten beschränken kann. Zum einen aus gesundheitlichen Gründen (ja, ich weiß auch, 2-3 Zigaretten am Tag sind sehr schädlich) aber auch ganz praktisch aus finanziellen Gründen. Kann mir irgend jemand dahingehend sagen, mit wieviel Zigaretten man das Ganze eventuell in den Griff bekommt? Mein Problem sind momentan nicht die klassischen Symptome, wie Krämpfe oder eine hohe Anzahl von Stuhlgang pro Tag, sondern eher die Begleiterscheinungen: Konzentrationsstörungen und Gedächtnisverlust. Diese Dinge beeinträchtigen meinen Alltag momentan massiv. Ich bin im Beruf und auch privat nicht mehr so leistungsfähig. Ich weiß, dass dies für einige CED-Patienten sogar Luxusprobleme sein können. Aber mich belastet es schon sehr. Würde mich über Antworten freuen!
Antworten
# Fluch und SegenMike 27.02.2021 12:16
Wenn ich diese Kommentare bezüglich Rauchen und Colitis so lese, beschreiben alle genau das, was ich jedesmal beim Rauchstopp so durchmache. 4 mal aufgehört und jedesmal « musste » ich wegen eines Schubes wieder starten.
Die Lebensqualität mit einer Colitis ist einfach so eingeschränkt, dass ich nun wieder mit dem Rauchen starten werde.
Bei mir hat die Dampf-Variante / IQOS nicht wirklich gewirkt. Aber mal schauen, was die Zukunft noch bringt...
Antworten
# RauchenNico 20.01.2021 09:00
Hallo,
endlich einmal ein guter Beitrag. Wie hier schon erwähnt, wundert mich auch sehr stark, dass bei Google alle Überschriften suggerieren, dass Rauchen nichts damit zu tun hat. Man könnte schon fast glauben, dass die Pharmaindustrie dahinter steckt. Sie ist halt der Gewinner in diesem Spiel.
Bei mir ist es exakt genauso, wie hier beschrieben. 2002 das erste Mal aufgehört zu rauchen. Es dauerte dann ca. 3 Wochen, bis es losging. Jeden Tag Blutverlust und Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung. Diagnose Proktitis ulcerosa. Angefangen mit Zäpfchen. Nach 2 Wochen eher Verschlechterung. Total deprimiert. Wieder angefangen mit dem Rauchen. Am 2 Tag dann, als wenn nichts gewesen wäre, keine Schmerzen mehr. Perfekter Stuhlgang und, noch wichtiger, ich konnte wieder alles essen. Habe das meinem Gastro erzählt. Der sagte mir, ich bilde mir das alles nur ein. So etwas gäbe es nicht. Aha! Medis abgesetzt. Alles gut.
2010 nächster Versuch. Ich, fast 80kg und sehr gut durchtrainiert vom Bodybuilding, habe gedacht, höre auf mit dem Rauchen, dann hast du vielleicht mehr Luft beim Laufen. Hat ca. 4 Wochen gedauert. Musste mit Sport aufhören. Gewichtsabnahme auf 65kg. Wieder angefangen mit dem Rauchen. Diesmal hat die Erholung länger gedauert, aber ich konnte die Medis auch wieder schnell absetzen. 10 Jahre Ruhe.
Nun zu heute. Januar 2020 aufgehört. Im Februar ging der Schub, der bis heute anhält, dann los. Nehme morgens einen Berg von Medis zu mir, incl. Cortison. Bin kaum Arbeitsfähig und kann kaum etwas essen, weil ich nichts mehr vertrage. Jetzt überlege ich, ob ich noch einen Versuch starte, wieder mit dem Rauchen zu beginnen. Diese Medikamentenberge können einfach nicht gesünder sein, als ein paar Zigaretten am Tag. Ich denke, ich werde es versuchen. Mit der Krankheit habe ich mich schon angefreundet. Ist nun mal so. Aber, wenn ich es schaffe, noch einmal 10 Jahre beschwerdefrei zu leben ohne diese extremen Nebenwirkungen von den Medis, wäre es ein Erfolg für mich.
Antworten
# Colitis RauchenRosa.V. 08.11.2020 07:45
Bei mir fing es auch nach dem Rauchstopp 1999 an. Blut und Schleim im Stuhl, Schmerzen ect.
Dann wurde es (vielleicht auch durch Essensumstellung, Brottrunk, keine Milchprodukte, wenig Fett...) besser und als ich wieder anfing zu rauchen (blöd), hatte ich kaum und wenn ja kurze Minischübe, Medikamente musste ich keine nehmen. Jetzt rauche ich seit ca. 2 Monaten nicht und wumms, habe ich seitdem einen Schub.
Ich glaube gelesen zu haben, dass wenn man aufhört zu rauchen, sich zwei Bakterienstämme im Darm verändern. Ich bin überzeugt, dass es damit zu tun hat... keine Ahnung, warum das manche dann trifft und andere nicht...vielleicht kommt es darauf an, wie das Mikrobiom sonst so "drauf" ist
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# Seed 13.08.2020 09:50
Vor 8 Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Als ich im Urlaub war, habe ich bemerkt, dass ich oftmals am Tag zum WC musste. Anfangs habe ich nicht viel darüber nachgedacht. Dann aber habe ich eine leichte Blutung bemerkt, habe den Urlaub unterbrochen und einen Gastroenterologen aufgesucht. Der hat festgestellt, dass ich an Pancolitis ulcerosa leide.
Die Medikamente haben nicht viel geholfen. Es war keine Linderung zu spüren. Die letzten 8 Jahre waren eine andauernde Schubphase. Mindestens 15 bis 20 mal am Tag musste ich zur Toilette. Das Soziale und das Arbeitsleben waren weg. Immer öfter habe ich meinen Arzt wegen des Rauchens gefragt. Der aber sagte immer ganz stur nein.
Im letzten Jahr war ich auf Cortison-Stoßtherapie, die eine kleine Linderung ergeben hat. Aber, als die Stoßtherapie beendet war, wollte mir der Arzt ein starkes Medikament geben. Da habe ich mich entschlossen, wieder mit dem Rauchen anzufangen. Ich dachte, ein Versuch sei es wert. Und, siehe da, schon nach der ersten Zigarette: Von 15+, jetzt nur noch 2 mal zum Klo! Am nächsten Tag nur noch 1 mal. Kein Schub mehr. Kein Gewichtsverlust. Kein Blut. Nichts. Seit September keine Symptome mehr. Das Problem ist zwar noch da, aber keine Symptome.
Jetzt rauche ich Vapor-e-Zigaretten. Das heißt, primär rauche ich die e-Zigarette, zwischendurch aber ein bis zwei herkömmliche Zigaretten. Also, meiner Erfahrung nach: Rauchen hilft! Auf alle Fälle! Das zu erwähnen, wenn man mich fragt, warum ich wieder mit dem Rauchen angefangen habe, ist immer witzig. Denn meine Antwort darauf ist: Für meine Gesundheit! Es ist schade, dass nicht in diese Richtung geforscht wird :(
Antworten
# Tom 15.07.2020 11:00
Bei mir kam die CU auch nach einem Rauchstop in 2006. Die CU war dabei - laut Facharzt - meist als gering aktiv zu bezeichnen. Dennoch eine enorme Belastung während der Schubphasen (ca. 2 pro Jahr, jeweils etwa 5 bis 6 Wochen lang).
Dann fing ich unbewusst wieder an zu rauchen. Danach keinerlei CU Probleme mehr. Nach einem erneuten Rauchstop in 2011 ging es ca. 2 oder 3 Monate später wieder mit einem Schub los. Das hat mich 2013 wieder zur Zigarette gebracht. Danach war sofort wieder Ruhe. Selbst der Arzt hat eingesehen, dass Rauchen anscheinend in meinem Fall sehr gut wirkt, dennoch davon abgeraten.
Von 2012 bis 2019 keinerlei Probleme mit CU. Dann wurde allerdings eine koronare Herzkrankheit bei mir festgestellt (Belastungs EKG/ Herz CT). Mit Engstellen, die durch Stents behandelt werden mussten. In dem Zusammenhang habe ich mich dazu entschlossen, wieder mit dem Rauchen aufzuhören. Der Kardiologe hat es dringend wegen der verengten Arterien empfohlen.
Seit Herbst 2019 begleitet mich das ungute Gefühl, dass wieder ein Schub auftreten wird. Bis heute (Juli 2020) ist allerdings innerhalb der rauchfreien 8 Monate (allerdings dampfe ich unregelmäßig als Ersatz hin und wieder etwas nikotinhaltiges Liquid) nichts in der Richtung passiert. Eventuell haben Blutverdünner und Cholesterinsenker in Kombination ja auch eine positive Wirkung im Bezug auf die CU - oder das Dampfen hilft.
Aus meiner Sicht kann moderates Rauchen von Zigaretten als sehr gut wirksam gegen CU betrachtet werden. Ich für meinen Teil hatte keinerlei Krankheitsanzeichen während der aktiven Raucherei. In meinem Fall kann ich aber bestätigen, dass durch Rauchen natürlich andere ernste Erkrankungen entstehen.
Antworten
# Werner Kull 01.07.2020 18:29
Colitis und Rauchen
Auch wenn es die Ärzte nicht gerne hören, ist es aber Tatsache, dass Rauchen vor Colitis schützt. Ich habe das erste Mal 2002 aufgehört zu rauchen, einen Monat später fing das Drama an. Da wusste ich aber überhaupt nicht, was los war. Also zur Darmspiegelung, Diagnose Colitis ulcerosa. Dann folgten die üblichen Medikamente wie Salofalk und ähnliches. Genutzt hat es überhaupt nichts.
Ich habe dann nach langer Suche im Internet einen Artikel über einen aufgehörten Raucher gefunden. An das Rauchen hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht. Also habe ich wieder angefangen zu rauchen und siehe da, ich hatte Ruhe. Natürlich ist die Colitis noch da, aber sie macht nichts mehr. Dann habe ich vor 2 Monaten mal wieder aufgehört zu rauchen und siehe da, nach ein paar Tagen fing das ganze Drama wieder von vorne an. Die Toilette ist wieder mein bester Freund geworden.
Im Moment sperre ich mich noch ein wenig, wieder das Rauchen anzufangen, aber ich denke es wird wieder darauf hinaus laufen. Es ist klar, dass Ärzte das nicht unbedingt wollen und deswegen sagen, dass kein Zusammenhang besteht. Aber ich denke, ich als Betroffener mit der Erfahrung die ich gemacht habe, kann es in diesem Fall besser beurteilen.
Antworten
# Patrick 15.06.2020 07:27
Aus eigener Erfahrung:
Nach einem langen Leidensweg von den ersten Beschwerden bis zur Diagnose und anschließender hochdosierter, ärztlich verordneter Medikation, die zwar Linderung aber keine dauerhafte und stabile Besserung brachte, bin ich zufällig darauf gekommen, dass der ganze Mist begann, als ich damals rigoros vor Jahren mit dem Rauchen aufhörte. Das Aufhören war eine große Errungenschaft und so ging ich, nach etlichen Versuchen mit anderen Mitteln, schweren Herzens auch zu diesem Selbstversuch über. Binnen zwei Tagen war ich beschwerdefrei und bin es seitdem und vor allem stabil! Als wäre nie was gewesen! Was es ist, weiß ich nicht und ich finde es schade, dass in der Richtung nicht geforscht wird. Es ist aber definitiv nicht das Nikotin. Würde man die eine Substanz extrahieren, sie wäre besser als jedes Medikament, das ich genommen habe.
Ich finde es auch komisch, dass direkt in den Überschriften diverser Artikel und bei Google wie eine Warnung ganz oben steht, dass Rauchen nicht hilft. Das stimmt so nicht. Man sollte mal diejenigen fragen, die dadurch wieder einen planbaren und schmerzfreien Alltag haben. Ich lebe sonst gesund, viel Sport, gute Ernährung, wenig Zucker und Fett, kein Gramm Übergewicht.
Für mich persönlich habe ich entschieden, dass wenige Zigaretten, die mir Leiden und einen diffusen Medikamentencocktail ersparen, vereinbar sind. Aber ich "forsche" auch selbst weiter, da das Rauchen eine bewusste übergangsweise Notlösung ist, bis ich dem ganzen auf die Spur gekommen bin oder es irgendwann vielleicht eine Heilung gibt. Rauchen ist natürlich nicht gut. Aber in meinem Fall ganz klar das kleinere Übel. Stehe für Studien übrigens gern zur Verfügung :)
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Kommentare: Archiv

Colitis nach Rauchstopp
Dienstag, den 02. Juli 2019 um 10:55 Uhr, Andreas
Ich habe 2016, nach gut 25 Jahren, mit dem Zigarettenrauchen aufgehört. Das mit Hilfe von E-Zigaretten mit Nikotinzusatz. Kurz danach ist dann bei mir eine bereits vorher schwach vorhandene, aber nicht diagnostizierte Colitis definitiv ausgebrochen (heute weiß ich, woher die Magenschmerzen und Durchfälle kamen). Seither hat sich die Situation ständig verschlechtert. Momentan bin ich bei der Kombination von Mesalazin/Azathioprin angelangt. Ich fühle mich zwar ohne das Rauchen viel gesünder, was die Atemwege betrifft, aber Nikotin führe ich immer noch zu. Das scheint aber die Colitis nicht zu beeinflussen. Demnach müsste ein anderer Stoff vom Zigarettenrauch allenfalls eine "positive" Wirkung haben. Wünsche allen Betroffenen eine schubfreie Zeit.

Es lässt sich definitiv nicht von der Hand weisen...
Donnerstag, den 14. März 2019 um 12:56 Uhr, Jan Bergner
...aber: Rauchen kann Colitis ulcerosa stilllegen. Ich habe selbst seit 2001 CU und habe mich 7 Jahre lang auf das Schlimmste damit rumgeplagt. Sieben (7) schwere Schübe im Jahr waren keine Seltenheit. Genommen habe ich alles, vom Prednisolon, über Mesalazin bis hin zum AZA (Azathioprin). Geholfen hat nichts so wirklich. Eher zufällig, mitten in einer privaten Krise, begann ich Ende 2008 moderat zu rauchen (2-4 Zigaretten am Tag). Ich hatte noch einen leichten Schub in 2008, und dann war es vorbei. Remission, seit 11 Jahren, Beschwerden gegen 0. Bereits in den 1970er Jahren erkannte man die Wirkung des Nikotins gegen CU bei männlichen Patienten (und nur bei denen). Ärzte empfahlen damals noch moderat zu rauchen (heute nicht mehr vorstellbar, aber war so). Nur am Rande mit Augenzwinkern: Selbst Dr. House schreibt in einer Folge einem CU- Patienten ein Rezept: 2 Zigaretten am Tag. Der hat nicht schlecht geschaut. Da aber das Rauchen derzeit zum größten Feind überhaupt auserkoren wurde, ist das heute natürlich nicht mehr vermittelbar. Aber ich sage es an dieser Stelle: Wer durch die CU- Hölle gegangen ist, so wie ich, nimmt das leicht erhöhte Risiko durch Zigarettenrauch liebend gern in Kauf...

nicht so ein Quatsch
Montag, den 11. Februar 2019 um 07:11 Uhr, Andresen
Naja. Das Rauchen als Quatsch abzutun halte ich schon für ein wenig arrogant. Ich schlage mich seit knapp 20 Jahren mit einer CU rum. Ich kann die Symptome innerhalb von 2 Wochen ausschalten, wenn ich mit dem Rauchen anfange. In den letzten Jahren hat mir dies immer wieder angenehme Pausen verschafft, in denen ich essen und trinken konnte was ich wollte und mir keine Gedanken darüber machen musste, wo ich die nächste Toilette finde. Natürlich bin ich mir über die Risiken bewusst, nur überwiegt mein Wunsch nach einem gewissen Maß an Lebensqualität.

Colitis ulcerosa
Sonntag, den 21. Oktober 2018 um 10:32 Uhr, Ulrich Christine
Habe vor ca. 15 Jahren mit dem Rauchen begonnen. Gleichzeitig gingen die Beschwerden bei Colitis ulcerosa vollständig zurück, d. h., seit 15 Jahren war ich in Remission (keine Blutungen, normaler Stuhl etc.). Vor 3 Monaten hörte ich mit dem Rauchen auf - und gleichzeitig kam die längst vergessene Colitis ulcerosa wieder zurück! Dieser Zusammenhang sollte unbedingt erforscht werden. Ich möchte nicht rauchen, überlege aber, wegen der enormen Einbuße der Lebensqualität aufgrund der Colitis ulcerosa, ob ich nicht lieber wieder rauchen soll? Ganz ernsthaft.

Pancolitis
Freitag, den 30. März 2018 um 12:36 Uhr, Hildegard
Ich rauche hin und wieder, bin mit 31 Jahren erkrankt und heute 75 Jahre. Hatte viele Krankenhausaufenthalte und 49 Koloskopien, fand aber für meine Erkrankung kein Verständnis in meinem Umfeld. Da man mich nicht mehr operieren will, bekomme ich Azza. Ich trinke keinen Tropfen Alkohol. Aber, ein paar Zigaretten - die gönne ich mir. Zum Genuss!

Gerbstoffe die Ursache
Dienstag, den 31. Juli 2012 um 17:52 Uhr, Stephanie D.
Hallo, ich habe zum Thema "Stimmt es, dass Rauchen vor Colitis ulcerosa schützt?" hier folgendes zu sagen: Ich denke, dass es etwas mit den Gerbstoffen im Zigarettenrauch zu tun hat, was das Krankheitsbild und die Beschwerden der Colitis ulcerosa positiv beeinflusst. Viele Grüße, Stephanie D.
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