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Der CDR-Wert ist ein Kriterium, um das Ausmaß eines Glaukoms zu beurteilen. Der Wert kann bei einer Untersuchung des Augenhintergrunds ermittelt werden. Dabei geht es um die sogenannte Papille. Das ist die Stelle am hinteren Auge, durch die der Sehnerv aus dem Auge tritt.

Leider wird es jetzt noch komplizierter. Die Papille hat eine Art Vertiefung (Cup). CDR steht für Cup-Disc-Ratio. Damit wird das Verhältnis der Vertiefung in der Papille zur Gesamtfläche der Papille beschrieben.

Beim Glaukom ist CDR-Wert höher

Der normale CDR-Wert ist von der Größe der Papille abhängig. Ein CDR-Wert von 0,3 gilt als gesund, bis 0,5 kann er noch normal sein.

Beim Glaukom vergrößert sich durch die Schädigung des Sehnervens die Vertiefung, so dass der CDR-Wert größer wird. Ein funktioneller Schaden, der sich als Gesichtsfeldausfall bemerkbar macht, wird für den Betroffenen frühestens spürbar, wenn 40-50% der Sehnervenfasern bereits zerstört sind. Der schlechtestmögliche Wert 1,0 bedeutet, dass der Sehnervenkopf komplett ausgehöhlt ist. Mit Blindheit ist der Wert allerdings nicht automatisch gleichzusetzen.

Der CDR-Wert ist nur ein grobes und subjektives Maß, es gibt wesentlich genauere Untersuchungsmethoden. Dafür ist die Augenhintergrundspiegelung schnell durchführbar für den Arzt, wenig belastend für den Patienten und kostengünstig.

Cup = Vertiefung (Exkavation) in der Papille, Disc = Gesamtfläche der Papille, Ratio = Verhältnis

Haben Sie eine eigene Erfahrung dazu gemacht oder haben Sie eine andere Meinung? Oder haben Sie eine Frage? Dann schreiben Sie gern einen Kommentar. Bitte Regeln beachten.

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Kommentare  
CDR Wert 0,6
Hallo zusammen,
ich bin 66 Jahre alt und bei mir wurde der o.g. Wert gemessen. Deutet dies auf ein bestehendes Glaukom hin, oder sollte der Wert einfach beobachtet werden?
Vielen Dank für Eure Antwort.
MfG, C.Werner
Kein Beweis für ein Glaukom
Hallo Christoph,
ein CDR-Wert von 0,6 bedeutet zunächst nur, dass die Aushöhlung des Sehnervenkopfes relativ groß ist. Das allein beweist noch kein Glaukom, auch wenn der Wert größer als normal ist.
Wichtig ist vor allem, ob zusätzlich andere Auffälligkeiten bestehen, vor allem ein erhöhter Augeninnendruck, Veränderungen der Nervenfaserschicht im OCT, Gesichtsfeldausfälle oder eine Zunahme des CDR im Verlauf. Auch ein Unterschied zwischen beiden Augen kann relevant sein.
Mit 66 Jahren sollte ein CDR von 0,6 deshalb ernst genommen und regelmäßig kontrolliert werden, aber er bedeutet nicht automatisch, dass bereits ein behandlungsbedürftiges Glaukom vorliegt.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
RE: Was bedeutet der CDR-Wert beim Glaukom?
Mein Grüner Star wird bereits als hochgradig bezeichnet. Ich muss 4x täglich tropfen. Seit ich tropfe, leide ich an einem sehr unangenehmen Tinnitus. Was kann ich tun?
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Autor unseres Artikels
 
Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

Dr. Hubertus Glaser
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
  • freiberuflich als Entwickler, Berater und Publizist

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