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Skotom ist der Fachbegriff für einen Gesichtsfeldausfall. Man sieht also einen bestimmten Bereich nicht mehr. Dabei ist die Sensibilität der zuständigen Netzhautregion beeinträchtigt. Bei einem relativen Skotom kann man nur noch schwach im betreffenden Bereich des Gesichtsfelds sehen, bei einem absoluten Skotom gar nicht mehr.

Je nach Ursache treten Skotome nur vorübergehend auf oder bleiben dauerhaft bestehen. Sie können zentral oder an den Rändern des Sehbereichs lokalisiert sein, aber auch ein Viertel oder die Hälfte des Gesichtsfelds umfassen. Im schlimmsten Fall kommt es zur vollständigen Erblindung.

Notfall beim ersten Auftreten

Die Sehstörung kann schlagartig auftreten, etwa bei Migräne, Schlaganfall oder akuter Netzhautablösung. Sie kann sich aber auch schleichend entwickeln. Da Skotome bei einer Reihe von Erkrankungen als charakteristische Anzeichen in Erscheinung treten, sind sie von besonderer diagnostischer Bedeutung, vor allem für den Augenarzt und den Neurologen. Beim ersten Auftreten stellen Skotome grundsätzlich einen augenärztlichen Notfall dar.

Kompensation durch Gehirn

Ein physiologisches, also ganz normales Skotom ist der Blinde Fleck, der durch die Konstruktion unserer Augen bedingt ist. Wir bemerken den Blinden Fleck aber im Alltag nicht, da ihn unser Gehirn quasi mit den übrigen Seheindrücken verrechnet.

Diese Rechenleistung der bildverarbeitenden Hirnregionen ist praktisch für ein ungestörtes Sehen, hat aber auch einen Nachteil. Skotome, die sich langsam entwickeln, wie etwa beim Grünen Star (Glaukom), werden deshalb von uns selbst meist erst sehr spät bemerkt. Nämlich dann, wenn der Sehschaden bereits so weit fortgeschritten ist, dass er nicht mehr kompensiert werden kann.

Früherkennung beim Augenarzt oder Optiker

Deshalb ist die Früherkennung eines Skotoms durch den Augenarzt, ggf. auch beim Augenoptiker, so wichtig. Die Überprüfung des Gesichtsfeldes und die genaue Feststellung von Skotomen erfolgt in der perimetrischen Untersuchung mithilfe eines speziellen Geräts, des Perimeters. Dabei sind wiederholte Messungen mit verschiedenen Lichtstärken für aussagekräftige Ergebnisse erforderlich. Regelmäßige Kontrollen des Gesichtsfeldes sind vor allem bei schleichend fortschreitenden Erkrankungen angeraten, wie z.B. Glaukom oder Hirntumoren.

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Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

Dr. Hubertus Glaser
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
  • freiberuflich als Entwickler, Berater und Publizist

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Dr. med. Monika Steiner, Ärztin

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Dr. med. Monika Steiner
Ärztin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
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  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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