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Blutzucker messen und Blutzuckermessgeräte

Was muss ich bei der Blutzuckermessung beachten? Welche Messgeräte gibt es? Was bedeutet kontinuierliche Glukosemessung (CGM) und Flash-Glukose-Messung (FGM)? Antworten auf diese Fragen finden Sie im folgenden Beitrag.

Die Blutzuckermessung

Warum ist die Blutzucker-Selbstmessung bei Diabetes so wichtig?

Weil sie Ihr Leben retten kann. Das hört sich vielleicht etwas pathetisch und übertrieben an, aber es entspricht den Tatsachen: Wer mit Diabetes regelmäßig seinen Blutzucker misst, senkt damit sein Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Erblindung um über 50%. Das haben Studien eindeutig nachgewiesen. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, seinen Diabetes zu "überleben", also nicht irgendwann daran zu sterben, um über 30%.

Blutzucker beeinflusst die Lebenserwartung

Bei näherer Betrachtung kann das auch nicht überraschen. Denn es ist ja nicht der Diabetes, der uns schadet. Es sind die zu hohen Blutzuckerwerte. Und die kann man auch mit Diabetes gut kontrollieren und eindämmen. Einzige Voraussetzung: Man muss die Behandlung (Ernährung, Tabletten, Insulin) absolut ernst nehmen und regelmäßig den Blutzucker messen, um zu erkennen, ob alles im Lot ist. Eigentlich gar nicht schwierig. Wenn da nicht der innere Schweinehund wäre, der auf all diese Umstände und Einschränkungen keine Lust hat. Aber man lebt tatsächlich länger, wenn man ihn (den Schweinehund) besiegt.

Blutzuckerwerte am besten mehr als zweimal täglich messen

Wer seinen Blutzucker häufiger als zweimal täglich kontrolliert, senkt damit sein Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ist das Ergebnis einer Studie der renommierten Johns Hopkins Universität. Die Wissenschaftler hatten Daten von rund 10.000 Menschen mit Diabetes vom Typ I oder Typ II analysiert.

Schutz für Herz und Gehirn

Entscheidend für den Schutz vor Herzerkrankungen und Schlaganfall ist demnach, die Blutzuckerwerte im Bereich von 4-7 mmol/l zu halten. Und das gelingt sehr viel besser, wenn man nicht nur einmal oder zweimal pro Tag seine Blutzuckerwerte misst. Denn die Werte können tagsüber relativ stark variieren. Und wenn die genannten Grenzen überschritten werden, steigt nachweislich das Risiko.

Blutzucker: Gründe für Schwankungen

Auch der Blutzucker hat seine Launen

Das kennt fast jeder mit Diabetes: Obwohl man alles genauso macht wie immer, spielt der Blutzucker an bestimmten Tagen verrückt. Neben den natürlichen "Launen" des Blutzuckers, die durchaus auch die eine oder andere Schwankung beinhalten, sind dafür allerdings manchmal auch versteckte Einflüsse verantwortlich.

Alkohol lässt Blutzucker sinken

Beispiel Alkohol: Nach Alkoholgenuss kann der Blutzucker auch im Nachhinein (also z.B. spät abends oder nachts) noch stark fallen. Deshalb sollten Sie nach einer feuchtfröhlichen Feier unbedingt vor dem Zubettgehen noch einmal den Blutzucker messen. Ist er grenzwertig weit unten, lieber noch ein bis zwei Broteinheiten zu sich nehmen.

Vorsicht bei Krankheit

Auch Krankheiten oder Infektionen können den Blutzucker durcheinander bringen. Wer krank ist, produziert nämlich mehr Stresshormone - und die hemmen Insulin. Deshalb gilt: Bei einem Infekt häufiger als sonst den Blutzucker messen.

Haben Hitze und Kälte Einfluss auf die Blutzuckermessung?

Ja. Sowohl Teststreifen als auch Blutzuckermessgeräte sind temperaturempfindlich. Unterhalb von 4 °C und oberhalb 30 °C kann es zu Messfehlern kommen.

Tipps für den Skiurlaub

Bei großer Kälte tragen Sie Ihr Blutzuckermessgerät oder Ihre Teststreifen am besten nahe am Körper, z.B. in einer Innentasche Ihrer Bekleidung. Wenn die Utensilien dann zur Messung kurz der Kälte ausgesetzt sind, ist das kein Problem, suchen Sie zur Sicherheit aber einen windgeschützten Ort aus.

Wie sieht es im Sommer aus?

Bei großer Hitze sollten Sie ihre Mess-Utensilien kühl aufbewahren, z.B. in einem kühlen Raum oder in einem nicht zu kaltem Kühlschrank. Ansonsten zumindest im Schatten. Lagen die Messgeräte im Kühlschrank, müssen Sie vor der Messung warten, bis sich Ihr Messgerät bzw. der Teststreifen wieder auf Zimmertemperatur erwärmt haben.


Werden Blutzuckermessgeräte und Teststreifen von den Krankenkassen erstattet?

In der Regel erstatten die Krankenkasssen einen Pauschalbetrag für die Anschaffung eines Blutzuckermessgerätes. Je nachdem, für welches Gerät Sie sich entscheiden, wird durch diese Kostenerstattung der Betrag komplett oder zumindest weitestgehend gedeckt.

Auch die Teststreifen zur Blutzuckermessung bekommen Sie in der Regel auf Rezept, zumindest bei mit Insulin behandeltem Diabetes. Wenn Sie das erste Mal Teststreifen benötigen, fragen Sie am besten vorher bei Ihrer Krankenkasse nach.

Blutzucker richtig messen

Wie man den Zuckerspiegel richtig bestimmt, beschäftigt jeden Diabetiker zu Beginn seiner Diagnose. Wir haben hier die Anleitung für Sie. Das Pieksen ist lästig, keine Frage, aber mit ein paar Tricks lässt sich die Prozedur etwas erleichtern.

Diabetes: Die Zuckermessung

Wie benutze ich das Blutzuckermessgerät korrekt?

Die Blutzucker-Selbstmessung ist kein Hexenwerk und wird Ihnen schon bald in Fleisch und Blut übergehen. Sie gehen dabei folgendermaßen vor:

Und so geht es:

  • Nehmen Sie einen Teststreifen aus der Dose und stecken ihn in das Blutzuckermessgerät.
  • Stechen Sie sich am Rand der Fingerbeere ausreichend tief, so dass Blut austritt (nicht quetschen!).
  • Halten Sie das Ende des Teststreifens an den Blutstropfen und lassen ihn ansaugen, bis sich das kleine Fenster rot verfärbt.
  • Lesen Sie Ihren Blutzuckerwert vom Display ab und notieren Sie ihn am besten gleich in Ihr Diabetes-Tagebuch.

Wenn Sie das Blutzuckermessgerät zum ersten Mal nutzen, lassen Sie sich auf jeden Fall vorher eine Einweisung geben.

Tut das Stechen in den Finger weh?

Einen kleinen Piekser merken Sie natürlich. Schlimm ist es aber nicht, und die meisten Betroffenen gewöhnen sich nach der ersten Überwindung sehr schnell daran.

Kleiner Tipp: Wechseln Sie die Finger und die jeweilige Stelle immer wieder. Schonen Sie möglichst Daumen und Zeigefinger, die brauchen Sie im Alltag nämlich am meisten.

Und: Wählen Sie eher den Rand der Fingerbeere, er ist weniger schmerzempfindlich als die Mitte.

Es gibt auch Stechsysteme, die den Pieks automatisch auslösen. Das kostet weniger Überwindung und ist für viele eine Erleichterung.

Wie bekomme ich das Blut auf den Teststreifen?

Im Grunde bedient sich der Teststreifen ganz von alleine – sofern er genug Blut findet. Stechen Sie daher lieber einmal beherzt zu, damit gleich ein praller Tropfen austritt. Sie können mit einem leichten Druck auch etwas nachhelfen, sollten den Finger aber nicht zu stark quetschen, da der Messwert dadurch verfälscht werden könnte.

Wichtig ist außerdem: Halten Sie den Finger nicht von oben auf den Teststreifen, sondern seitlich an die Spitze mit dem Sichtfenster. Von dort wird das Blut rasch angesaugt.

Muss ich mir vor der Selbstmessung die Hände waschen?

Ja, das sollten Sie. Allerdings ohne oder mit einer neutralen Seife, damit die Werte nicht verfälscht werden. Wenn Sie warmes Wasser verwenden und Ihre Hände beim Waschen noch ein bisschen massieren, wird die Durchblutung zusätzlich angeregt. Trocknen Sie Ihre Hände danach gründlich, damit das Ergebnis nicht „verwässert“.


Diabetes: Die kontinuierliche Blutzuckermessung (CGM)

Wie der Name schon sagt wird bei der CGM (Continuous Glucose Monitoring) der Glukosespiegel im Blut kontinuierlich erfasst. Für manche Diabetiker kann dieses System mehr Sicherheit und Komfort bieten.

Die kontinuierliche Blutzuckermessung (CGM): Vor- und Nachteile

Wie funktioniert das Ganze?

Ein Sensor wird ins Unterhautfettgewebe am Bauch oder Oberarm eingebracht, wo er stetig den Zuckergehalt im Gewebe misst. Er muss regelmäßig (spätestens alle 7 Tage) ausgetauscht werden. Der Sensor ist mit einem Sender verbunden, der auf der Hautoberfläche befestigt wird und die Werte aufnimmt. Schließlich gibt es noch einen Empfänger.

Smartphone als Empfänger – geht das?

Ja, das ist möglich. Zum Empfang kann entweder ein separates Gerät, ein Smartphone oder auch die Insulinpumpe genutzt werden. Bei solchen kombinierten Systemen kann die Insulinpumpe direkt auf die Signale des Senders reagieren und bei Bedarf mehr Insulin abgeben.

Lückenlose Kontrolle über den Blutzucker

Am Empfangsgerät können die Werte jederzeit abgelesen werden. Anders als mit bloßen Einzelwerten kann so das gesamte Tagesprofil und auch die Entwicklung in der Nacht verfolgt werden. So bekommen die Betroffenen einen deutlich besseren Überblick über den Verlauf ihrer Zuckerwerte.

Der Apparat schlägt Alarm

Ein weiterer Vorteil ist die integrierte Alarmfunktion. Das Gerät kann auch den aktuellen Trend des Gewebezuckers angeben und warnt den Benutzer, wenn die Werte zu stark ansteigen oder absinken, so dass er frühzeitig gegensteuern kann.

Für wen ist die CGM besonders geeignet?

Die kontinuierliche Glukosemessung ist daher vor allem für Menschen mit Diabetes geeignet, die die Symptome einer drohenden Unterzuckerung (Hypoglykämie) nicht bzw. zu spät erkennen.

Auch bei schwer einstellbaren Zuckererkrankungen kann CGM eine Hilfe sein. Wer trotz Pumpentherapie bereits bedrohliche Hypoglykämien hatte, könnte von Systemen profitieren, die mit der Insulinpumpe verbunden sind.

Kann jeder Diabetiker CGM nutzen?

Ja, grundsätzlich ist eine kontinuierliche Glukosemessung sowohl bei Typ-1-Diabetikern als auch bei Betroffenen mit Typ-2-Diabetes geeignet, die eine intensivierte Insulintherapie erhalten.

Muss man sich wirklich gar nicht mehr stechen?

Doch leider schon. Zwar ist manchmal im Zusammenhang mit CGM auch von einer nichtblutigen Glukosemessung die Rede. Das stimmt allerdings insofern nicht ganz, als direkte Blutzuckermessungen parallel dazu nach wie vor nötig sind, wenn auch nicht mehr so häufig.

Wie oft muss ich auf herkömmliche Weise Blutzucker messen?

Etwa zweimal täglich brauchen die CGM-Systeme den direkten Blutzuckerspiegel als Referenzwert, um sich neu zu kalibrieren.

Welche Nachteile hat die CGM?

Ein Schwachpunkt der Gewebszuckermessung besteht darin, dass die Glukose im Gewebe verzögert ankommt. Es kann also sein, dass das CGM-Gerät noch normale Werte anzeigt, der Blutzucker aber bereits in gefährliche Höhen oder Tiefen schnellt.

Blutzuckermessung nach wie vor wichtig

Im Zweifelsfall bzw. bei ersten Anzeichen einer Unterzuckerung sollten Betroffene daher nach wie vor konventionell messen.

CGM zur Optimierung der Zuckereinstellung

Insofern sind die Systeme nicht als Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung zu sehen, die Diabetikern den Alltag erleichtern, ihnen einen besseren Überblick über ihre Zuckerwerte und mehr Sicherheit bieten soll. Sie werden sich in den nächsten Jahren mehr und mehr etablieren und stetig weiterentwickeln.


Diabetes: Die Flash-Glukose-Messung

Die Blutzucker-Messsysteme werden von findigen Herstellern immer weiterentwickelt. Ein recht neues und elegantes Verfahren zur Zuckerbestimmung ist das Flash-Glukose-Monitoring (FGM). Dabei entfällt das ständige Pieksen in die Fingerkuppe.

Die Flash-Glukose-Messung (FGM): Vor- und Nachteile

Was ist der Unterschied zwischen CGM und FGM?

Das Flash-Glukose-Monitoring kommt im Gegensatz zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) ganz ohne die Glukosewerte im Blut aus. Regelmäßige konventionelle Blutzuckerkontrollen sind nicht nötig.

Wie funktioniert das?

Hier erfasst ein kleiner Sensor (Durchmesser ca. 3,5 cm), der am Oberarm angebracht wird, den Zuckergehalt im Gewebe. Dafür ist lediglich ein minimaler Einstich unter die Haut nötig, der in der Regel aber schmerzfrei ist.

Eine Setzhilfe am Sensor, der mit einem kleinen, etwa 5 mm langen Fühler versehen ist, erleichtert das Anbringen zudem.

Abscannen jederzeit möglich

Mit einem Scanner können die Betroffenen die Werte jederzeit abrufen. Sie müssen sich das ähnlich vorstellen wie an der Kasse, wo der Barcode der Produkte abgescannt wird. Nur, dass es bei Ihnen nicht um Ihren monetären Wert geht (der ist unermesslich), sondern um den Zucker.

Muss der Sensor ausgetauscht werden?

Der Sensor kann 14 Tage am Oberarm bleiben, dann muss er ausgewechselt werden. Zwei Wochen lang reicht es also, wenn Sie mit dem Scanner über die Sonde "wischen", um Ihre Werte zu kontrollieren. Das Ganze funktioniert auch mit einer speziellen App über Ihr Smartphone.

Lückenloses „Blutzuckergedächtnis“

Der Zuckergehalt wird stetig aufgezeichnet. So können Sie den aktuellen Wert überprüfen, aber auch den Verlauf der letzten Stunden sowie den weiteren Glukosetrend einsehen.

Wie genau ist die Messung?

Naturgemäß misst der Sensor nicht direkt den Blutzucker, sondern den Glukosegehalt in der Gewebeflüssigkeit zwischen den Zellen des Unterhautfettgewebes. Wenn Sie nüchtern sind, entsprechen sich die Werte in etwa. Sie können jedoch voneinander abweichen, wenn Sie etwas essen oder sich bewegen, sich der Blutzucker also rasch ändert.

Im Zweifelsfall Blutzucker direkt messen

Der Zucker im Gewebe hinkt dann hinterher, spiegelt also nicht unmittelbar den aktuellen Blutzucker wieder. Im Zweifelsfall bzw. bei entsprechenden Symptomen muss daher zusätzlich direkt der Glukosegehalt im Zucker gemessen werden.

Nachteil: Keine Alarm-Funktion

Im Gegensatz zum CGM haben die Flash-Glukose-Systeme außerdem keine Warnfunktion. Die Werte werden zwar durchgehend gemessen, aber nicht direkt an einen Empfänger oder die Insulinpumpe weitergeleitet. Um sie abzurufen, müssen Sie sich stets selbst "abscannen".

Für wen eignet sich die FGM?

Geeignet sind FGM-Systeme für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die eine intensivierte Insulintherapie bekommen, sowie für Kinder und Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 1. Für beide Zielgruppen gibt es inzwischen überzeugende Studienergebnisse.

FGM positiv für Gesundheit und Lebensqualität

Der HbA1c-Wert konnte ebenso gut überprüft und konstant gehalten werden wie mit Blutzuckermessgeräten, gefürchtete Hypoglykämien traten jedoch seltener auf. Außerdem waren die Betroffenen mit den FGM-Systemen zufriedener als diejenigen, die zum Vergleich konventionell ihren Blutzucker bestimmten.

Fazit:

Das FGM kann betroffenen Diabetikern den Alltag im Vergleich zur herkömmlichen Blutzuckermessung deutlich erleichtern. In Zukunft werden die Verfahren sicherlich noch ausgetüftelter und anwenderfreundlicher werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, und lassen Sie sich beraten, welches System für Sie geeignet sein könnte.


Zahlt die Krankenkasse CGM- und FGM-Geräte für Diabetiker?

Nicht immer. Während FGM (Flash Glucose Monitoring) inzwischen von fast allen Kassen übernommen wird, ist das beim CGM (Continuous Glucose Monitoring) nicht immer der Fall.

Eine Frage der Zeit

Allerdings stehen die Chancen recht gut, dass sich das in Zukunft ändern und die kontinuierliche Glukosemessung bald zum Standardmonitoring bei Diabetes werden wird. Die Technik hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und ist auch jetzt noch nicht am Ziel angelangt. Außerdem belegen Studien klare Vorteile für die Betroffenen.

Ein Schritt in die richtige Richtung

So hat denn auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen festlegt, im Jahr 2016 grundsätzlich grünes Licht für die Messgeräte gegeben. Demnach müssen die Kassen die Kosten dafür in bestimmten Fällen übernehmen, und zwar bei Diabetikern, deren Blutzucker trotz Insulinpumpe bzw. intensivierter Insulintherapie schwer einzustellen ist. Damit sind Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung grundsätzlich "verordnungsfähig".

(Noch) aufwendige Antragstellung

Allerdings ist dafür ein Antrag mit der entsprechenden medizinischen Indikation nötig. Manche Kassen fordern umfangreiche Belege und Dokumentationen. Die Vorgaben können auch von Bundesland zu Bundesland variieren. Private Versicherer sind in der Regel kulanter und übernehmen die Kosten anstandslos per Rezept.

Schulung unverzichtbar

Da der Umgang mit den Geräten und die richtige Interpretation nicht einfach sind, ist eine Anleitung und Schulung für die Betroffenen wichtig. Hier wurden zwar schon Programme entwickelt, sie werden aber von den Kassen ebenfalls noch nicht flächendeckend übernommen.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Noch kann es also teuer werden, wenn jemand von der kontinuierlichen Glukosemessung profitieren möchte. Wenn für Sie ein solches System allerdings grundsätzlich in Frage kommt und Ihr Arzt meint, dass Sie davon profitieren können, sollten Sie den bürokratischen Aufwand nicht scheuen und es bei Ihrer Kasse versuchen.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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