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Tinnitus: Ursachen

Was sind mögliche Ursachen und Auslöser von Ohrgeräuschen? Können Lärm und Stress zu Tinnitus führen? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im folgenden Beitrag.

Was sind die häufigsten Ursachen eines Tinnitus?

Das Auftreten von Ohrengeräuschen kann viele verschiedene Ursachen und Auslöser haben. Wie es dann genau zu dem lästigen Rauschen oder Piepsen im Ohr kommt und welche Mechanismen dahinter stecken, ist noch nicht geklärt.

Verletzungen oder Erkrankungen des Ohrs

Das Problem kann im Ohr selbst liegen. Man unterscheidet das äußere Ohr, das Mittel- und das Innenohr. Zum äußeren Ohr gehört die nach außen hin sichtbare Ohrmuschel und der äußere Gehörgang bis zum Trommelfell. Mit einer Ohrenlampe kann der Arzt ihn einsehen.

Das Mittelohr umfasst das Trommelfell und die dahintergelegenen Räume. Das Innenohr liegt noch weiter im Schädelinneren und beherbergt das Hör- und Gleichgewichtsorgan. Hier entstehen also die Geräusche und Töne, die wir hören. Im Bereich des gesamten Ohrs kann es nun zu Verletzungen oder Erkrankungen kommen, die einen Tinnitus hervorrufen können.

Mannigfaltige Störungen kommen hier als Auslöser in Frage:

  • Verschluss des Gehörgangs (z.B. durch Ohrenschmalz oder Fremdkörper im Ohr)
  • Mittelohrentzündungen oder Entzündungen des Gehörgangs
  • Trommelfellverletzungen (durch Riss oder Durchlöcherung)
  • knöcherne Vorsprünge (Exostosen) im äußeren Gehörgang
  • Knochenerkrankung an Mittel- und Innenohr (Otosklerose)
  • Erkältung (Nasennebenhöhlenentzündungen)
  • Schwerhörigkeit (Altersschwerhörigkeit)
  • Hörsturz
  • gutartige Tumore am Hörnerv (Akustikusneurinom)
  • Kopfverletzungen, die Mittel- und Innenohr betreffen
  • Menière-Krankheit
  • Caisson-Krankheit (Druckluftkrankheit/Taucherkrankheit)
  • Baro-Trauma (Druckverletzung)

Gehirnerkrankungen

Neben dem Ohr selbst kann die Ursache für Ohrengeräusche auch im Gehirn liegen. Wenn man sich einmal überlegt, wie nahe sämtliche Strukturen im Schädelinneren beieinanderliegen, kann man sich gut vorstellen, dass eine Schädigung in einem Bereich schnell auch Auswirkungen auf benachbarte Systeme hat. Außerdem sind viele Prozesse im Gehirn eng miteinander verknüpft.

Zu den Erkrankungen des Gehirns, die einen Tinnitus auslösen können, gehören:

Akustisches Trauma

Der wohl bekannteste Auslöser für einen Tinnitus ist eine starke Lärmeinwirkung. Dadurch werden die sensiblen Zellen im Innenohr geschädigt und gehen zugrunde. Bis zu einem gewissen Grad kann sich das Ohr dem erhöhten Schalldruck, dem es dabei ausgesetzt wird, noch anpassen. Bei einem zu starken Reiz erholen sich die Sinneszellen jedoch nicht mehr und bleiben dauerhaft geschädigt.

Ursachen für ein solches akustisches Trauma können sein:

  • überlaute Musik (z.B. bei einem Discobesuch)
  • Knall- oder Explosionstrauma Tinnitus und Psyche

Psychische Faktoren spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Tinnitus. Sie lösen ihn zwar nicht direkt aus, können ihn aber begünstigen und bei chronischen Ohrengeräuschen immer wieder zu einer Verschlechterung der Symptome führen. Die Ohrengeräusche sind ihrerseits psychisch oft sehr belastend und können Ängste oder Depressionen auslösen. Es entsteht ein Teufelskreis, bei dem sich körperliche und psychische Phänomene vermischen und gegenseitig aufschaukeln.

Folgende psychische Störungen können einen Tinnitus begünstigen:

Weitere mögliche Auslöser und Ursachen

Daneben gibt es noch weitere Ursachen bzw. begünstigende Faktoren, die für das Aufkommen von Ohrengeräuschen verantwortlich sein können. Zu ihnen zählen:

  • Gefäßverkalkung und Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose)
  • Herzrhythmusstörungen
  • erhöhter oder zu niedriger Blutdruck
  • Blutarmut
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes)
  • Halswirbelsäulenprobleme
  • Muskelverspannungen
  • Zahn- und Kieferbeschwerden
  • Medikamente (Schmerz- und Rheumamedikamente, Malariamittel, harntreibende Mittel, Chemotherapeutika, selten verschriebene Antibiotika)
  • Vergiftungen

Diese bunte Auflistung zeigt: Ein Tinnitus kann das Symptom ganz unterschiedlicher Erkrankungen oder Störungen sein. Es erfordert eine gründliche und sorgfältige Abklärung der Ursachen, um dem Betroffenen bestmöglich helfen zu können.

Warum wird ein Tinnitus manchmal leiser und lauter?

Dass ein Tinnitus nicht immer gleich laut wahrgenommen wird, hängt von verschiedenen Ursachen ab. Denn es gibt unterschiedliche Faktoren, die das Ohrensausen beeinflussen können. Stress, innere Anspannung, Aufregung oder seelischer Druck zum Beispiel können dazu beitragen, dass das Geräusch lauter und unangenehmer empfunden wird.

Auf die eigene Wahrnehmung kommt es an

Der sogenannte subjektive Tinnitus ist die häufigste Form von Ohrengeräuschen. Bei ihm gibt es keine objektive Schallquelle für das Piepsen oder Rauschen im Ohr. Der Betroffene nimmt also ein Geräusch wahr, für das es keine reale akustische Entsprechung gibt.

Das heißt jedoch nicht, dass er sich den lästigen Dauerton nur einbildet. Ein Tinnitus existiert tatsächlich. Da er jedoch eine subjektive Empfindung darstellt, kann er entsprechend beeinflusst und von außen modifiziert werden. Das hat Vor- und Nachteile.

Mit bestimmten Maßnahmen lässt sich der Tinnitus eindämmen und oft fast vergessen machen. Bei der Therapie eines chronischen Tinnitus macht man sich diese Einflussmöglichkeiten zunutze. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Situationen und Umstände, unter denen sich ein Ohrengeräusch drastisch verschlechtern und als noch unangenehmer empfunden werden kann.

Ein Spiegel der Seele

Heutzutage weiß man, dass ein chronischer Tinnitus eng mit der Psyche und dem seelischen Wohlbefinden zusammenhängt. Tinnitus ist gewissermaßen ein Paradebeispiel dafür, wie sehr seelische Belastungen und körperliche Gesundheit in Zusammenhang stehen.

Generell kann man sagen: Jede Form von psychischer Belastung (wie Dauerbelastungen im Beruf und im Alltag, Zukunfts- und Versagensängste, schwere Krankheiten, traumatische Erlebnisse usw.) kann einen Tinnitus auslösen und eben auch dazu führen, dass er vom Betroffenen lauter wahrgenommen wird als sonst. Daher gehören Entspannungsübungen und Methoden der Stressbewältigung zum Therapiekonzept eines chronischen Tinnitus. Auch eine psychotherapeutische Behandlung kann manchmal sehr hilfreich bei der Bewältigung der Probleme sein, die sich im Ohrensausen widerspiegeln.

Aber auch die Tages- und Jahreszeit wie auch wechselndes Wetter können sich in unterschiedlicher Weise auf den Tinnitus auswirken. So ist man etwa am Vormittag in der Regel weniger schmerzempfindlich als am Abend oder nachts. Darüber hinaus gibt es bestimmte Tage, an denen man auf das Ohrensausen einfach mehr achtet und es daher als lauter und störender empfindet.

Sport: gut oder schlecht?

Einige Betroffene berichten außerdem, dass das Piepsen, Summen oder Brummen im Ohr durch Sport und generell bei starker körperlicher Anstrengung lauter wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich jede Art von sportlicher Aktivität (vor allem Sportarten, die viel Kraftaufwand erfordern) unmittelbar auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt und immer auch eine gewisse Kreislaufbelastung darstellt. Zudem gilt bei körperlicher Ermüdung das Gleiche wie bei psychischer Erschöpfung: Große sportliche Anstrengung verlangt dem Körper sehr viel Energie ab und kostet Kraft.

Außerdem: Viele Betroffene haben sich an das Ohrensausen bereits gewöhnt, und das Gehirn unterdrückt das Geräusch unbewusst. Dies gelingt allerdings weniger gut, wenn sich der Körper gleichzeitig mit anderen Anstrengungen auseinandersetzen muss.

Bei Tinnitus am besten Ausdauersport

Trotzdem hat Sport insgesamt eine förderliche Wirkung auf Körper und Seele und wird daher bei Tinnitus grundsätzlich empfohlen. Sportliche Betätigung trägt zu einer Steigerung des Wohlbefindens bei, was sich wiederum positiv auf die Wahrnehmung des Tinnitus und sogar gegen depressive Verstimmungen auswirken kann. Außerdem wird der Tinnitus nach der sportlichen Belastung in der Regel wieder leiser. Langfristig wirkt Sport daher sehr heilsam.

Dabei sind einige Sportarten für Menschen, die unter einem Tinnitus leiden, besonders gut geeignet. Dazu zählen vor allem Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Jogging, Aquajogging, Skilanglauf, Fahrradfahren oder Schwimmen: Stetige Aktivität, dem jeweiligen körperlichen Fitnesszustand angepasst, hilft dabei, den Tinnitus möglichst ruhig zu stellen und selbst den Ton anzugeben.

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Sind plötzlich auftretende Ohrgeräusche Hinweis auf einen Hörsturz? 

Ja, das kann durchaus sein. Ohrgeräusche, die überraschend und ohne erkennbare Ursache entstehen, können auf einen Hörsturz hindeuten. Allerdings gibt es noch viele andere Gründe, die zu einem plötzlich auftretenden Tinnitus führen können.

Was noch dahinterstecken könnte

Zum Beispiel wäre es möglich, dass die Ohrgeräusche aufgrund einer Verletzung im Ohr (Schlag aufs Ohr, Trommelfellverletzung) oder generell durch Altersschwerhörigkeit verursacht werden. Zudem kann ein Tinnitus auch als ein Symptom einer anderen, ernsthaften Erkrankung (u. a. Hirnhautentzündung, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen) in Erscheinung treten.

Darüber hinaus können Ohrgeräusche auch eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten wie z. B. Antibiotika und Acetylsalicylsäure (ASS) sein oder durch eine Verstopfung im Gehörgang (Ohrenschmalzpfropf) ausgelöst werden.

Um festzustellen, ob hinter den Ohrgeräuschen tatsächlich ein Hörsturz steckt, muss der behandelnde Arzt bei der Diagnosefindung deshalb zunächst alle anderen Ursachen und Erkrankungen ausschließen, die häufiger im Zusammenhang mit einem Tinnitus stehen.

Diagnose nach dem Ausschlussprinzip

Für eine schnelle Diagnose ist es wichtig, dass Sie als Betroffener Ihre Beschwerden auch möglichst genau schildern. Vor dem Arztbesuch kann es daher hilfreich sein, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wie hört sich das Ohrgeräusch an?
  • Tritt das Geräusch auf einem Ohr auf oder beidseitig?
  • Kommen neben dem Ohrgeräusch noch weitere Beschwerden wie Schwindelanfälle, Übelkeit oder eine Hörverschlechterung hinzu?
  • Wann und wie genau sind die Hörprobleme entstanden?

Anhand des Erstgespräches kann Ihr Arzt dann einschätzen, ob es sich bei den vorliegenden Beschwerden tatsächlich um einen Hörsturz handelt oder aber um eine andere Erkrankung. Kann der Verdacht auf andere Grunderkrankungen ausgeschlossen werden, wird Ihr Arzt eine Reihe von Testuntersuchungen (z. B. Ohrspiegelung, Hörtest, Stimmgabeltest) vornehmen.

Bei einem vermuteten Hörsturz als Auslöser für den Tinnitus wird er außerdem den Blutdruck messen und überprüfen, ob Ihr Gleichgewichtsorgan einwandfrei funktioniert (Vestibularisprüfung).

Kann hinter Tinnitus auch eine schwere Erkrankung stecken?

Ja, das ist grundsätzlich möglich, wenn auch selten. Hinter einem Tinnitus können viele Krankheiten stecken, die durchaus gefährlich werden können, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Problem im Ohr selbst

Ohrengeräusche können zunächst einmal auf eine Erkrankung der Ohren selbst zurückgehen. Eine Störung im Innenohr, wie zum Beispiel die Menière-Krankheit, die häufig mit Drehschwindel und Hörverlust einhergeht, sowie ein Hörsturz kann sich durch Ohrensausen äußern.

Des Weiteren ist es möglich, dass eine akute Mittelohrentzündung oder eine Entzündung des Gehörgangs hinter einem Tinnitus steckt. Auch eine Funktionsstörung der Ohrtrompete, die zum Nasen-Rachen-Raum führt, kann in eine chronische Mittelohrentzündung übergehen und Ohrgeräusche verursachen.

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Weiterhin kann eine Erkrankung des Mittel- oder Innenohrs wie die Otosklerose, bei der es zum Umbau von knöchernen Strukturen im Ohr kommt, einen akuten Tinnitus auslösen.

Von Kopf bis Fuß alles denkbar

Daneben kann ein Tinnitus bei zahlreichen anderen Erkrankungen auftreten. Häufig steht er beispielsweise in Verbindung mit einer Autoimmunkrankheit (wie Lupus erythematodes, Colitis ulcerosa oder rheumatischen Erkrankungen). Zudem kann er auch Symptom einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus sein.

Außerdem ist es möglich, dass der Tinnitus durch eine ernsthafte Erkrankung im Gehirn ausgelöst wird, zum Beispiel aufgrund eines Hirntumors, einer Hirnhautentzündung oder auch durch eine chronische Erkrankung des Nervensystems (Multiple Sklerose).

Darüber hinaus können Herz-Kreislauf-Krankheiten (wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Gefäßverengungen) oder auch ein zu niedriger Blutdruck und Blutarmut (Anämie) sowie eine Nierenschwäche zu Ohrgeräuschen führen. Auch Störungen des Hormonhaushaltes (z.B. Erkrankungen der Schilddrüse) können einen Tinnitus auslösen. Weiterhin kommen Virusinfekte, Zahn-Kiefer-Probleme, Halswirbelsäulenerkrankungen, Medikamente, Stress, Drogen und Lärm als Ursache für das Ohrengeräusch infrage.

Sehr häufig tritt ein Tinnitus schließlich als Symptom einer Depression oder Angststörung auf.

Am häufigsten aber: Stress und zu viel Lärm

Sie sehen also, die Liste möglicher Erkrankungen, die sich hinter einem Ohrengeräusch verbergen können, ist lang. Das liegt daran, dass Tinnitus an sich keine eigene Krankheit ist, sondern eben ein Symptom einer bestimmten Störung. Ähnlich wie Bauchschmerzen, die eine harmlose Magen-Darm-Verstimmung, eine akute Blinddarmentzündung oder bei Frauen einfach die Regelbeschwerden ausdrücken können, ist auch das lästige "Klingen der Ohren" ein sehr unspezifisches Phänomen, dessen Ursachen gründlich abgeklärt werden müssen. Als häufigste Risikofaktoren für einen Tinnitus gelten nach wie vor psychischer Stress und extreme Lärmbelastung.

Wichtig: In den meisten Fällen ist ein Tinnitus harmlos. Nur selten steckt wirklich eine gefährliche Erkrankung dahinter. Generell aber empfiehlt es sich, bei Ohrengeräuschen, die länger als 24 Stunden anhalten, immer einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen, um die Ursache für das Ohrenrauschen weiter abzuklären bzw. um ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen sicher ausschließen zu können.

Kann zu viel Lärm zu Tinnitus führen?

Ja. Ohrengeräusche werden sehr oft durch Lärmschäden verursacht. Neben Stress gilt Lärm sogar als eine der Hauptursachen für Tinnitus. Dabei spielen sowohl die Lautstärke als auch die Dauer der Belastung eine Rolle.

Auf Lärmpegel und Dauer der Beschallung kommt es an

Ausschlaggebend für eine Gehörgefährdung sind mehrere Faktoren:

  • Die Höhe des Lärmpegels, der auf das Ohr einwirkt. Ab 80 Dezibel kann die Gesundheit bereits leiden.
  • Die gesamte Schallenergie, die auf das Ohr einwirkt. Lärmeinwirkung von 150 Dezibel verursacht in Sekunden irreparable Schäden.
  • Die Erholungszeit zwischen den Lärmphasen. In der Regel braucht es bis zu zehn Stunden, damit sich die Ohren von einer akuten Lärmbelastung erholen können.

Vom Lärm weggefegt

Trifft starker Lärm dauerhaft oder plötzlich als kurzer Knall auf das Ohr, kann die empfindliche Hörschnecke die äußeren Schallwellen nicht mehr richtig verarbeiten. Die feinen Haarzellen im Innenohr werden quasi "niedergemäht" und leiten die akustischen Reize fehlerhaft weiter. Es kommt zu einem akustischen Trauma im Ohr, und die Haarzellen können ihre Funktion nicht mehr richtig ausüben.

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Bei einer länger anhaltenden Lärmbelastung ist es auch möglich, dass es zu einer dauerhaften Schädigung des Innenohrs kommt und die feinen Sinneszellen nicht mehr angemessen auf einen Schallreiz reagieren können. Ein chronischer Tinnitus kann entstehen. Denn sind die Haarzellen erstmals beschädigt, können sie auch nicht mehr nachwachsen.

Je nach dem, durch was ein akustisches Trauma zustande gekommen ist (z.B. Silvesterknaller, lautes Musikhören mit Kopfhörern), kann man zwischen verschiedenen Verletzungen (Explosions-, Knall-, Lärmtrauma) unterscheiden. Außerdem werden Lärmtraumata in akute und chronische Formen eingeteilt.

Chronisches Lärmtrauma: Die Summe macht's

Ein chronischer Lärmschaden kann zum Beispiel entstehen, wenn jemand täglich mehrere Stunden einem hohen Lärmpegel ausgesetzt ist. Anfangs erholen sich die Ohren in den Ruhephasen wieder. Nach jahrelanger wiederkehrender Beschallung verschlechtert sich das Hörvermögen jedoch beidseitig.

Das ist häufig am Arbeitsplatz in lauter Umgebung der Fall, wie z.B. auf einem Flughafen. Daher gilt eine Schwerhörigkeit, die durch Lärm am Arbeitsplatz ausgelöst ist, als Berufskrankheit. Grundsätzlich ist vorgeschrieben, dass ein Grenzwert von 85 Dezibel am Arbeitsplatz nicht überschritten werden darf. Das entspricht etwa Maschinengeräuschen, bei denen man sich nicht mehr unterhalten kann. Wer am Arbeitsplatz häufig Lärm ausgesetzt sind, sollte den Ohren genug Zeit zur Regeneration geben und gegebenenfalls einen Gehörschutz (Ohrstöpsel) tragen.

Der Klassiker: häufige Club-Besuche

Auch nach einem Club-Besuch oder einem Rockkonzert kann es sein, dass die Ohren brummen, rauschen oder piepen. Meistens verschwinden die Symptome nach einigen Stunden Erholung wieder von selbst. Aber auch hier gilt: Setzt man sein empfindliches Hörorgan immer wieder solchen starken Reizen aus, nimmt es irgendwann irreparablen Schaden.

Generell lässt sich sagen: Je öfter und länger jemand von einem hohen Lärmpegel umgeben ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch ein bleibender Hörschaden entsteht.

Akutes Lärmtrauma: Ein kurzer Knall genügt

Daneben gibt es, wenn auch weitaus seltener, das akute Lärmtrauma, das bei großer Lärmeinwirkung mit Pegeln über 120 Dezibel auftritt. Lärmeinwirkung von 150 Dezibel verursacht in Sekunden irreparable Schäden. Auch Spielzeugpistolen, Knallfrösche, Sirenen oder Trillerpfeifen (die oft einen Wert von über 125 Dezibel erreichen) können einen akuten Lärmschaden im Ohr verursachen.

Sehr starke Schallimpulse von kurzer Dauer verursachen einen akuten Schäden am Trommelfell und der Gehörknöchelchenkette. Nach einem Knalltrauma, zum Beispiel durch einen explodierenden Feuerwerkskörper, der nahe am Ohr losgeht, kann der Druck im Ohr so hoch sein, dass sogar das Trommelfell platzt.

Zu viel Lärm schadet nicht nur den Ohren

Muten Sie Ihren empfindlichen Ohren also nicht zuviel zu! Manchmal ist Lärm nicht zu vermeiden. Viele Menschen sind in ihrem Alltag immer wieder Lärmkulissen ausgesetzt. Unser Hörorgan kann höhere Lautstärken bis zu einem gewissen Grad verkraften und sich auch wieder regenerieren. Sehr laute Umgebungen sollte man jedoch möglichst vermeiden. Wichtig sind außerdem konsequente Ruhezeiten. Sie kommen übrigens nicht nur Ihren Ohren, sondern auch der Psyche und dem gesamten Wohlbefinden zugute.

Entsteht Tinnitus durch zu viel Stress?

Stress kann zwar nicht direkt einen Tinnitus auslösen. Häufig aber tritt das Ohrengeräusch in Zusammenhang mit Stress auf. Zudem führt er oft dazu, dass Menschen den Tinnitus lauter und unangenehmer wahrnehmen.

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Vor allem Dauerstress, belastende Lebensereignisse und ständige Sorgen können dazu führen, dass auch das Hörsystem "unter Druck steht". Es warnt sozusagen den Körper davor, sich weiter zu überfordern. Ein Tinnitus kann daher auch als "Hilfeschrei der Seele" verstanden werden. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das eigene Wohlbefinden einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung von Ohrensausen hat.

Guter und schlechter Stress

Jeder kennt stressige Phasen. Sie lassen sich nicht immer vermeiden und können manchmal auch durchaus förderlich sein, um uns anzuregen, zu motivieren und neu herauszufordern. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom sogenannten Eustress, also vom "gutem Stress", im Gegensatz zum "schlechten", dem Disstress, der uns überfordert und krank macht.

Vor allem Dauerstress gehört zu diesen negativen Belastungen und kann einen Tinnitus begünstigen. Auch ein falscher Umgang mit Stresssituationen (fehlende oder falsche Stressbewältigungsstrategien) trägt dazu bei. Viele Betroffene, die unter einem chronischen Tinnitus leiden, können nicht gut mit Stress umgehen und sind mit den Anforderungen im Alltag leicht überfordert, wodurch sie ständig unter Anspannung, innerer Unruhe und Zeitdruck stehen. Häufig fällt es diesen Menschen zudem schwer, persönliche Kränkungen und seelische Verletzungen emotional zu verarbeiten.

Raus aus aus dem Teufelskreis: Stressbewältigung

Darüber hinaus stellt das quälende Brummen, Piepsen oder Rauschen im Ohr auch selbst einen wesentlichen Stressfaktor dar. Bei einem chronischen Tinnitus ist das Ohrengeräusch andauernd zu hören – selbst im Ruhezustand. Aus diesem Grund können sich viele Betroffene nicht mehr richtig entspannen. Tinnitus und Stress schaukeln sich gegenseitig immer mehr auf.

Daneben erschweren weitere Stressfaktoren im Alltag (familiäre oder berufliche Sorgen) vielen Menschen, innere Ruhe zu finden. Ein Teufelskreis, aus denen viele Betroffene von alleine nicht mehr herauskommen. Im schlimmsten Fall kann ein chronischer Tinnitus zu Depressionen, sozialer Isolation oder Angsterkrankungen führen oder umgekehrt als Folge einer solchen Erkrankung hervorgehen.

Ein wichtiges Ziel in der Tinnitus-Therapie ist es daher, den Betroffenen beizubringen, wie sie in Zukunft besser mit stressbedingten Situationen umgehen können. Entspannungsübungen und das Erlernen von Stressbewältigungsstrategien versprechen meist gute Erfolge.

Kann ein Tinnitus von der Halswirbelsäule kommen?

Ja. Gelenkprobleme oder Muskelverspannungen im Bereich der Halswirbelsäule können die Entstehung von Ohrgeräuschen begünstigen oder einen bereits bestehenden Tinnitus verstärken. Denn zwischen Gehör und Halswirbelsäule (HWS) besteht ein Zusammenhang.

Feine Nerven- und Gefäßverbindungen

Unser Gehör ist über Nervenverbindungen mit der oberen Muskulatur der Halswirbelsäule verbunden. Das bedeutet, Muskelverspannungen am Nacken oder Rücken, Verschleißerscheinungen sowie generell Funktionsstörungen im Bereich der Halswirbelsäule können sich auch auf unser Hörsystem auswirken und so zu Hörproblemen und Ohrgeräuschen führen.

Da die Nervenkerne der Hirnnerven außerdem über die Äste der Wirbelsäulenarterie mit Blut versorgt werden, können verschleißbedingte Schäden an den Gefäßen dazu führen, dass diese Hirnnervenkerne schlechter durchblutet werden. In der Folge hört der Betroffene plötzlich schlechter. Dies kann ebenfalls die Entstehung eines Tinnitus begünstigen oder einen bestehenden Tinnitus verstärken.

Natürlich ist die Wechselwirkung gegenseitig. So kann umgekehrt auch ein Tinnitus Funktionsstörungen (Anspannungen und Verspannungen) im HWS-Bereich auslösen. Oft fällt es hier schwer, Ursache und Wirkung klar voneinander zu trennen.

Typische Ohrgeräusche bei HWS-Beschwerden

Manchmal kann der Arzt an der Art des Ohrengeräusches und anhand weiterer Begleitsymptome verschiedene Ursachen voneinander abgrenzen. Ein Tinnitus, der von der Halswirbelsäule ausgeht, löst häufig folgende typische Ohrgeräusche aus:

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  • dumpfes Geräusch mit tiefen Tönen, meist einseitig hörbar
  • ein Rauschen aus mittelhohen oder hohen Tönen, das immer wieder unterbrochen wird

Darüber hinaus leiden Betroffene mit HWS-Problemen häufig unter weiteren Beschwerden wie Tieftonschwerhörigkeit eines Ohres, Hyperakusis (gesteigerte Hörempfindung) und Schwankschwindel.

Die möglichen Ursachen für einen Tinnitus sind ähnlich bunt und mannigfaltig wie die von Kopf- oder Bauchschmerzen. Gerade Störungen im Bereich der Halswirbelsäule äußern sich aber meist durch weitere der hier genannten Beschwerden. Das macht es leichter, dem Übel auf den Grund zu gehen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Kann Tinnitus auch einfach nur an zu viel Ohrenschmalz liegen?

Ja, das kann durchaus sein. Eine Ansammlung von zu viel Ohrenschmalz führt manchmal zu einem Ohrpiepen, Brummen, Knacksen oder Ohrzischen. Wenn sich das Ohrenschmalz nämlich verhärtet und sich im Gehörgang festsetzt, entsteht eine Art Pfropf im Ohr, der das gesamte Hörsystem irritiert.

Die Folge: Man hört plötzlich schlechter, es kommt zu Druckgefühl, Schmerzen, Juckreiz und gegebenenfalls zu einem Tinnitus. Ein Ohrpfropf kann sogar Schwindelanfälle auslösen. Für die Betroffenen kann das sehr störend und lästig werden.

Pfropf im Ohr: lästig, aber harmlos

Ohrenschmalz, im Fachjargon Zerumen genannt, entsteht aus dem Sekret von Talgdrüsen am äußeren Ohr, das für den Schutz der Haut wichtig ist. Bei manchen Menschen wird sehr viel von dieser schützenden Substanz gebildet. Wieder andere haben einen recht engen oder verwinkelten äußeren Gehörgang. In beiden Fällen bildet sich oft immer wieder ein harter Pfropf, der den Gehörgang nach und nach verschließt.

Ein solcher Zeruminalpfropfen im Ohr ist allerdings harmlos und lässt sich meist leicht wieder entfernen. Betroffene sind oft schon daran gewöhnt, sich regelmäßig vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Ohren säubern zu lassen.

Ohrenlampe bringt Licht ins Dunkel

Ohrengeräusche können allerdings zahlreiche weitere Ursachen haben. Andere Auslöser können zum Beispiel Ohrinfektionen, große Lärmbelastungen, chronischer Bluthochdruck, Allergien und in seltenen Fällen auch Tumore sein. Darüber hinaus können auch viele Medikamente (wie Antibiotika und Acetylsalicylsäure, enthalten in Aspirin) einen Tinnitus auslösen.

Ob wirklich zu viel Ohrenschmalz die Ursache für die Beschwerden ist, sollte daher am besten immer durch einen Facharzt abgeklärt werden. Es gehört zur Eingangsuntersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt, den Gehörgang mit einer Ohrenlampe einzusehen. Damit lässt sich das Ohrenschmalz schnell ausfindig machen.

Finger weg von Wattestäbchen!

Viele Menschen reinigen ihre Ohren mit Wattestäbchen. Ärzte raten davon aber ausdrücklich ab. Denn beim Herumwühlen im Gehörgang mit dem Wattestäbchen kann es sein, dass man das vorne sitzende Ohrenschmalz noch weiter in den Gehörgang hineinschiebt, wo es stecken bleibt und sich festsetzt. Das Schmalz trocknet ein und verhärtet sich, so dass erst durch die Manipulation ein Pfropf entsteht. Die verhärtete Masse kann dann nur mehr durch einen Arzt entfernt werden.

Außerdem ist der äußere Gehörgang sehr sensibel. Ständiges Traktieren der feinen Haut kann sie schädigen und Entzündungen hervorrufen. Und schließlich erfüllt das Ohrenschmalz wichtige Funktionen, indem es Fremdkörper wie Staub, Sand, Bakterien oder Insekten am Einnisten im Ohr hindert, die an der klebrigen Substanz haften bleiben.

Bei zu viel Ohrenschmalz zum HNO-Arzt

Um seine Ohren sauber zu halten, sollte man daher auf das Reinigen der Ohren mittels Wattestäbchen unbedingt verzichten. In der Regel reicht es aus, die äußere Ohrmuschel der Ohren zu reinigen. Und bei wem tatsächlich zu viel Ohrenschmalz produziert wird, der sollte regelmäßig den Gang zum Facharzt auf sich nehmen und seine Ohren einem Experten anvertrauen.

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Kann eine Mittelohrentzündung zu Tinnitus führen?

Ja, das ist möglich. Eine akute Mittelohrentzündung oder auch eine Entzündung des äußeren Ohres (Gehörgangsentzündung), bei der Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze in das Ohr eindringen, kann einen vorübergehenden Tinnitus auslösen. Ohrengeräusche können aber auch schon durch einen gewöhnlichen Schnupfen entstehen.

Verstopfte Ohrtrompete

Das hat folgenden Grund: Das Mittelohr ist über die Ohrtrompete (Tube oder auch Eustachische Röhre) mit dem Rachen verbunden. Eine Erkältung kann dazu führen, dass die Schleimhaut nun viel mehr Sekret produziert als im Normalfall, um die ungebetenen Krankheitserreger wieder auszuschwemmen. Die Nase verstopft, und der Verbindungsgang zwischen Nasenrachenraum und Mittelohr schwillt zu.

Gelingt es den Bakterien oder Viren, über die Ohrtrompete ins Mittelohr einzudringen, können sie sich hier vermehren und eine akute Mittelohrentzündung mit Eiterbildung auslösen. Dies kann wiederum bewirken, dass die Tubenschleimhaut stark anschwillt und das Mittelohr vollständig abgedichtet ist. Zudem kann das eitrige Sekret nicht mehr abfließen und sammelt sich immer mehr an.

Mittelohr unter Druck

Die Folge: Das Mittelohr wird nicht mehr ausreichend belüftet, wodurch sich der Druck in der Ohrtrompete erhöht. Dies kann unter anderem mit heftigen Ohrenschmerzen, Fieber und einer generellen Verschlechterung des Hörvermögens einhergehen. Auch ein vorübergehender Tinnitus kann sich einstellen, da die im Mittelohr gelegenen Gehörknöchelchen den Schall fehlerhaft an das Innenohr (und dort zum Hörorgan) weiterleiten.

Wenn der Druck im Mittelohr durch das gebildete Sekret immer größer wird, kann es sein, dass das Trommelfell, das zwischen dem Gehörgang und dem Mittelohr liegt, dem Druck nicht mehr standhält und einreißt.

Behandlung nicht hinauszögern

Eine akute Mittelohrentzündung ist zwar unangenehm und fast immer mit stechenden und zum Teil pulsierenden Ohrenschmerzen verbunden. In der Regel aber heilt sie – und damit auch die lästigen Ohrgeräusche – bei rechtzeitiger Behandlung innerhalb von zwei Wochen wieder vollständig ab.

Durch das kleine Loch im Trommelfell, das durch den hohen Druck entsteht, kann der Eiter wieder nach außen abfließen. Meist lassen dann auch die Ohrenschmerzen schlagartig nach, und die Entzündung bildet sich zurück. Kann das Sekret jedoch nicht entweichen oder wird eine Mittelohrentzündung nicht therapiert, kann sie sich immer weiter ausbreiten und sogar zu einer Hirnhautentzündung oder einer Innenohrentzündung führen.

Abschwellende Nasentropfen und ggf. Antibiotika

Eine beginnende Mittelohrentzündung, die sich aus einem Schnupfen oder einer Erkältung entwickelt hat, lässt sich meist gut mit abschwellend wirkenden Nasentropfen oder Nasensprays behandeln. Bei einer akuten Mittelohrentzündung werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt.

Ohrentropfen sind dagegen wenig wirksam, weil sie das Mittelohr in der Regel gar nicht erreichen. Außerdem kann der Arzt das Trommelfell dann nicht mehr so gut beurteilen. Von eigenen therapeutischen Manövern ist daher dringend abzuraten.

Quellen:

  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. S3-Leitlinie: Chronischer Tinnitus. Stand 28.02.2015. Online unter www.awmf.org (Zugriff am 16.05.2019).
  • Deutsche Tinnitus-Liga e.V. Gemeinnützige Selbsthilfeorganisation gegen Tinnitus, Hörsturz und Morbus Menière. Online unter www.tinnitus-liga.de (Zugriff am 16.05.2019).

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Kommentare: Archiv

Mittelohrentzündung
1 Donnerstag, den 21. März 2019 um 09:34 Uhr, Lorelay    
Ich hatte vor 2 Monaten plötzlich Hals und Ohrenschmerzen. Bin dann zum HNO gegangen, der machte einen Abstrich des Rachens. Ergebnis dauerte eine Woche. Während dieser Woche, konnte ich von Tag zu Tag schlechter hören, auf beiden Ohren. Nach der Woche, stand dann eine Streptokokkeninfektion fest. Mit Verdacht auf Hörsturz auf beiden Ohren. Kam sofort ins Krankenhaus. Dort habe ich dann Antibiotika und Kortison Infusionen bekommen. Mein Gehör allerdings, verbesserte sich nicht.

Ich bekam dann auch noch einen Tinnitus hinzu. Beidseitig. Die Ärzte im Krankenhaus, machten keine großen Untersuchungen. Es sollte ein CT gemacht werden, hielt man nicht für nötig. Da die Klinik sehr verschmutzt war, bin ich nach 5 Tagen nach Hause. Jetzt renne ich von HNO zu HNO. Da ich nun unter einer Schallschwerigkeit Hörminderung leide. Auch beidseitig. Kein HNO hat groß was gemacht, ausser ständige Hörteste. Mein Hausarzt hat mich dann zu CMRT überwiesen. Diagnose, Flüssigkeit im Mastoidberich. Bin dann wieder zum HNO gegangen. Hat niemand interessiert. Kein Therapie Vorschlag.... Nix.

Ich kann links zwar wieder besser hören aber rechts ist keine grosse Veränderung aufgetreten. Mir wurde vom HNO gesagt, dass ich nun damit leben muss und doch bitte ne Psychiatrie machen soll. Bin dann zu einem anderen HNO gegangen, der verordnete mir nun ein Hörgerät. Da ich auf der Straße alleine nicht mehr zurecht komme. Nehme alles laut und schallverzerrt wahr. Wie ein Geräuschsalat. Nun soll ich in eine andere Klinik zur Therapie gehen. Da die anderen Ärzte am Ende mit ihrem Latein sind. Mein Leben ist seid dem auf den Kopf gestellt. Ich kann ohne Begleitung im Moment nirgendwo alleine hin. Ich bin verzweifelt.

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