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Karotisstenose (verengte Halsschlagader)

Was versteht man unter einer Karotisstenose? Muss die Gefäßerkrankung behandelt werden? Und kann eine Erweiterung der verengten Halsschlagader vor einem Schlaganfall bewahren? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Karotisstenose beantworten wir im folgenden Beitrag.

Einführung

Was ist eine Karotisstenose (Carotisstenose)?

Karotisstenose ist der medizinische Fachbegriff für eine Verengung der Halsschlagader (Karotis = Halsschlagader; Stenose = Verengung).

Meist liegt die Ursache in einer Arteriosklerose, zu deutsch einer Gefäßverkalkung. Dadurch kommt es über die Jahre bis Jahrzehnte zu Ablagerungen an der Gefäßwand, die das Blutgefäß immer mehr verengen. Am Herzen kann so etwas zu einem Herzinfarkt führen, in der Karotis zu einem Schlaganfall.

Wichtigste Vorsorgemaßnahmen sind gesunde Ernährung, viel Bewegung und Vermeidung von Übergewicht – und im Falle von Bluthochdruck oder Diabetes eine  fachgerechte Behandlung.

Schweregrad, Häufigkeit und Risikogruppen

Welche Arten von Karotisstenose gibt es?

Die Verengung kann verschiedene Abschnitte der Arterie betreffen: sie kann sich im Hauptstamm der Schlagader oder auch in deren kleineren Seitenästen befinden.

Darüber hinaus wird die Karotisstenose nach Verengungsgrad in Prozent eingeteilt. So wird Ihr Arzt Ihnen zum Beispiel sagen, dass eine 70%ige Verengung vorliegt. Das heißt, dass das Blut sich durch 30% der ursprünglichen Gefäßweite quetschen muss.

Es gibt hierbei aktuell vier verschiedene Schweregrade:

  • Verengungen unter 50% sind am wenigsten schwerwiegend und in den allermeisten Fällen noch symptomfrei.
  • Bei einer Verengung des Gefäßes zwischen 50 und 69% können Symptome wesentlich häufiger auftreten und die Arterie ist weiter verengt.
  • Wenn die Ablagerungen zwischen 70 und 89% des Gefäßes betreffen, ist die Erkrankung weiter fortgeschritten und die Verkalkung hochgradig.
  • Es gibt auch Stenosen (Verengungen) von über 90% bis hin zum kompletten Verschluss der Arterie. Diese höchstgradigen Stenosen verursachen in aller Regel Symptome und müssen dementsprechend behandelt werden.
Ist die Karotisstenose häufig oder selten?

Veränderungen der Gefäßwand mit Fettablagerungen sind relativ häufig und treten auch oft schon im jungen Alter auf. Höhergradige Verengungen, das heißt solche über 50% liegen bei etwas weniger als 5% der Bevölkerung vor.

Wer bekommt eine Karotisstenose?

Bereits im jungen Erwachsenenalter kann es zu Fettablagerungen in der Arterie kommen. Zu symptomatischen oder therapiebedürftigen Verengungen kommt es normalerweise im etwas fortgeschrittenen Alter.

Studien belegen, dass insbesondere Raucher sowie Menschen, die an Bluthochdruck leiden, besonders häufig betroffen sind. Auch erkranken mehr Männer als Frauen an einer Karotisstenose. Darüber hinaus sind hohe Blutfettwerte ein Risikofaktor für die Entwicklung einer höhergradigen Gefäßverengung.

Ursachen

Woher kommt eine Karotisstenose?

Eine Karotisstenose entsteht, wenn Fettablagerungen in der Halsschlagader wachsen und so das Blutgefäß verengen. Diese Fettablagerungen entstehen im Laufe des Lebens und werden begünstigt durch Rauchen, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck.

Je älter ein Mensch wird, desto höher ist das Risiko, eine höhergradige Verengung zu entwickeln.

Symptome

Was sind die Symptome der Karotisstenose?

Eine Karotisstenose verursacht manchmal gar keine Symptome, insbesondere dann nicht, wenn die Verengung bei weniger als 50% liegt.

Wenn eine Verengung Symptome verursacht, sind diese meist neurologisch. Normalerweise äußert sich die Karotisstenose erstmals durch Schlaganfallsymptome, da die Blutversorgung des Gehirns und der Augen beeinträchtigt wird. Diese Symptome können auch von alleine wieder vergehen. Dies gilt als Warnzeichen, dass ein Schlaganfall bevorstehen könnte.

Ein Schlaganfall kann verschiedene Beschwerden hervorrufen. So kann es zur Lähmung oder Taubheit einer Körperhälfte oder zum Beispiel einer Hand führen. Generell kann eine Lähmung oder Taubheit jedes Körperteil betreffen. Häufig kommt ein hängender Mundwinkel vor.

Darüber hinaus kann es zu Sprachstörungen kommen. Betroffene lallen dann zum Beispiel oder können gar nicht mehr sprechen.

Auch Sehstörungen wie eine kurzzeitige Blindheit können erste Anzeichen einer Karotisstenose sein.

Wenn Sie diese Symptome an sich beobachten, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung, um Folgeschäden zu vermeiden.

Diagnostik

Wie wird eine Karotisstenose diagnostiziert?

Wenn Ihr Arzt eine Karotisstenose bei Ihnen vermutet, wird er/sie eine Ultraschalluntersuchung der Arterie durchführen. Bei dieser wird in der Regel mithilfe von einem sogenannten Duplex die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes gemessen und auch eventuell vorhandene Verdickungen der Gefäßwand gemessen, um den Verengungsgrad des Blutgefäßes zu bestimmen.

Der Duplex ist Teil der Ultraschallbehandlung und tut nicht weh. Hierbei wird in verschiedenen Farben dargestellt, wie schnell oder langsam das Blut fließt. Dabei lassen sich dann auch vorhandene Hindernisse, wie eine Verengung feststellen, da das Blut hier anders fließt als im offenen Gefäß.

Unter Umständen wird Ihr Arzt auch eine Computertomographie veranlassen, um den Zustand Ihrer Arterien zu beurteilen.

Behandlung

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung der Karotisstenose richtet sich nach dem Verengungsgrad und ob Symptome vorliegen oder nicht.

  • Liegen bei Ihnen keine Symptome vor, ist eine Änderung des Lebensstils sinnvoll und hilfreich und kann sogar zum kompletten Rückgang der Verengung führen. Den Lebensstil zu ändern klingt zunächst schwerer als gedacht, ist aber durchaus machbar. Eine gesunde Ernährung ist hier wichtig und insbesondere der Verzicht auf Nikotin ist unabdingbar. Wer das Rauchen aufgibt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes, ganz unabhängig von einer eventuell bestehenden Karotisstenose.
  • Eine regelmäßige Kontrolle Ihres Blutdrucks und Ihrer Blutfettwerte ist ebenfalls wichtig. Wenn sich der Blutdruck und die Fettwerte im normalen Rahmen bewegen, reduzieren Sie damit Ihr Risiko für einen Schlaganfall immens. Häufig werden Medikamente notwendig sein, um dies zu erreichen. Dann ist es wichtig, dass Sie diese auch einnehmen, um das volle Wirkpotential auszuschöpfen.
  • Wenn Sie bereits einen Schlaganfall oder vorübergehende schlaganfallähnliche Symptome gehabt haben, kann es sein, dass eine Operation sinnvoll ist. Aktuell gibt es zwei Operationsverfahren.
  • Eine mögliche Operation ist die Entfernung der Gefäßverkalkung. Hierbei wird das Blutgefäß durch einen kleinen Schnitt eröffnet und die Ablagerungen dann ausgeschabt. Je nachdem über welche Länge sich die Verkalkung erstreckt, ist der Hautschnitt dann länger oder kürzer. Nachdem alle Ablagerungen entfernt sind, wird die Arterie wieder zugenäht.
  • Die andere Möglichkeit ist das Aufdehnen des Blutgefäßes mit einem Ballon und der Einsatz eines kleinen Röhrchens, auch Stent genannt. Hierbei wird ein Katheter, das ist eine Art Schlauch, in die Arterie eingeführt. Dann wird der Ballon aufgepumpt bis ein ausreichender Blutfluss an der verengten Stelle erreicht wurde. Das Ganze wird dann mit einem Röhrchen stabil gehalten.

Medikamente und Stent-Einlage

Was kann ich tun, wenn ich eine Karotisstenose habe?

Das A und O der erfolgreichen Behandlung einer Karotisstenose ohne Symptome ist ein gesunder Lebensstil. Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vor allem reduzierter Nikotinkonsum sind relevante Schritte in die richtige Richtung.

Sollten Sie unter Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten leiden, ist es wichtig, dass Sie Ihre Medikamente regelmäßig nehmen und zu allen Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Arzt gehen. Messen Sie Ihren Blutdruck zuhause und informieren Sie Ihren Arzt über Werte, die höher sind als für Sie üblich.

Welche Medikamente muss ich nehmen?

Das hängt davon ab, welche vorbestehenden Krankheiten bei Ihnen vorliegen. Unter Umständen kann ein Blutdrucksenker sinnvoll sein oder ein Mittel, das die Blutfette senkt. Darüber hinaus kann ein Blutverdünnungsmittel notwendig werden.

Diese Medikamente sind nötig, da sie die Verengung verlangsamen. Diese entsteht durch Fettablagerungen in der Arterie, welche durch erhöhten Blutdruck begünstigt werden. Daher ist es wichtig, den Ursprung dieses Übels zu behandeln.

Was bringt bei einer verengten Halsschlagader der Einbau eines Stents?

Bei einer verengten Halsschlagader geht es im Endeffekt immer darum, einen Schlaganfall zu verhindern. Denn ein kompletter Verschluss der verengten Arterie könnte genau das verursachen. Allerdings sind die Erfolgsraten der operativen Eingriffe entweder mäßig dokumentiert oder überschaubar – und das gilt auch für den Einbau eines Stents.

Wird eine verengte Halsschlagader (medizinisch: Karotis-Stenose) auf konventionelle Weise operiert, dann reduziert sich dadurch das Schlaganfall-Risiko um rund 5%. Das ist nicht gerade imposant. Wenn man dann noch das Risiko hinzurechnet, dass es durch den Eingriff zu Komplikationen kommt, ist der positive Effekt minimal. Nach Ansicht der meisten Experten sollte solch ein Eingriff deshalb – wenn überhaupt – nur in Krankenhäusern vorgenommen werden, die eine sehr niedrige Komplikationsrate (< 3%) bei dieser Operation nachweisen können. Sonst birgt der Eingriff mehr Gefahren als dass er Nutzen stiftet.

Stent-Einbau auch nicht ohne Komplikationen

Bei dem Einbau eines Stents, also einer Art Röhrchen, das das Gefäß fortan offen hält, sieht das nicht besser aus. Wobei für diesen Eingriff auch noch verhältnismäßig spärliche Daten vorliegen. Demnach aber ist auch bei der – Achtung, es folgt die medizinisch korrekte Bezeichnung – stent-gestützten Ballon-Angioplastie von einer Komplikationsrate von mindestens 3% auszugehen – eher höher. Und da eine derartige Komplikation auch ein Schlaganfall sein kann, ist eine Risikoreduktion von 5% dann fast nichts mehr wert.

Fazit: Vorsicht! Wenn überhaupt, dann die Maßnahme nur in einer ausgewiesen guten Klinik für diese Eingriffe machen lassen. Und holen Sie sich dazu unbedingt eine Zweitmeinung von einem anderen Spezialisten in Ihrer Region.

Operation bei Karotisstenose

Kann die Operation einer verengten Halsschlagader vor einem Schlaganfall schützen?

Hier muss man differenzieren. Liegt eine nachgewiesene über 60%ige Verengung der Arteria Carotis interna (auch kurz Karotis oder Halsschlagader genannt) vor und verursacht diese Verengung (Stenose) keine Symptome, führt ein operativer Eingriff nachweislich zu einer Risikoreduktion.

Allerdings ist dieser Effekt in Zahlen eher überschaubar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren nimmt das Schlaganfallrisiko nach der OP um rund 5% ab. Wenn man dann noch die möglichen Operationsrisiken einrechnet, ergibt sich ein grenzwertig geringer Vorteil durch die Gefäßoperation.

Männer profitieren mehr als Frauen

Etwas ausgeprägter war die Risikoreduktion in den Studien erstaunlicherweise bei Männern, außerdem bei Jüngeren (unter 65 Jahre) und bei zusätzlich erhöhten Cholesterinwerten.

Zwei Einschränkungen müssen zudem genannt werden. Die statistische Lebenserwartung muss laut den Experten-Richtlinien über fünf Jahre betragen, um den Eingriff zu rechtfertigen. Und der Operateur bzw. das Krankenhaus sollte bei diesen Eingriffen eine dokumentierte Komplikationsrate unterhalb von 3% haben. Denn bei höheren Komplikationsraten (ab 6%) kann sonst das Risiko für einen Schlaganfall durch den Eingriff sogar zunehmen. Fragen Sie also die jeweilige Klinik ruhig nach diesen Daten. Krankenhäuser, die sich hier bedeckt halten, sollten Sie im Zweifel eher meiden, zumindest was diesen Eingriff angeht.

Geplante Operation an der Halsschlagader: ASS-Tabletten weiter einnehmen?

Ja. Bei einem operativen Eingriff an der Halsschlagader zur Entfernung von Gefäßverengungen sollte die vorbeugende Blutverdünnung mit Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) fortgeführt werden.

Diese Empfehlung gilt nach den aktuellen Experten-Leitlinien sowohl für die Zeit vor und während der Operation als auch für die Zeit danach.

Bin ich nach der OP geheilt?

Je nach OP wird die Verkalkung entweder aus der Arterie entfernt oder aufgedehnt und mit einem Stent versehen. Das beseitigt zwar zunächst die Verengung, aber weil sich Verkalkungen weiter ablagern, sitzen Sie hier am Steuer Ihrer Gesundheit.

Die Verkalkung der Arterien ist, besonders im fortgeschrittenen Alter, ein ständiger Prozess. Diesem können Sie allerdings gut entgegenwirken, wenn Sie sich gesund ernähren, das Rauchen aufgeben und sich viel bewegen.

Darüber hinaus sind Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, dringend empfohlen. Ebenso ist es wichtig, Ihre üblichen Medikamente einzunehmen. Dies hält die Fettwerte und den Blutdruck im akzeptablen Rahmen und trägt daher zur Vorbeugung einer erneuten Verengung bei.

Nach einem Schlaganfall

Schlaganfall durch eine Karotisstenose: Was dann?

Ist ein Schlaganfall als Folge einer Verengung der Halsschlagader (Karotisstenose) entstanden, hat das Auswirkungen auf das therapeutische Vorgehen danach. Eine rein medikamentöse Behandlung zur Verhütung eines weiteren Schlaganfalls greift dann zu kurz. In der Regel muss auch die ursächliche Verengung der Karotis (medizinischer Fachbegriff für die Halsschlagader) durch einen operativen Eingriff beseitigt werden.

Ob das wirklich passiert und in welcher Form man den Eingriff plant, hängt vor allem vom Ausmaß der Gefäßverengung ab. Um so ausgeprägter die Verengung (Stenose), um so größer der Effekt. Als Faustregel gilt, dass bei einem Stenosegrad über 70% (weniger als 30% des ursprünglichen Gefäßvolumens) operiert werden sollte. Dadurch senkt man das Risiko gegenüber einer rein medikamentösen Therapie um über 10%. Bei geringgradigeren Verengungen ist der Nutzen geringer, mitunter fraglich.

Operation oder Gefäßweitung von innen

Empfehlenswert ist außerdem, dass der Eingriff möglichst schnell nach dem Schlaganfall erfolgt. Denn in den ersten Wochen nach dem Ereignis ist die Gefahr eines erneuten Gefäßverschlusses am höchsten. Allerdings hängt die Durchführbarkeit natürlich auch vom gesundheitlichen Zustand des Betroffenen ab.

Prinzipiell kommen zwei Verfahren zur Gefäßsanierung in Betracht. Bei der sogenannten Endarteriektomie wird die Halsschlagader von außen freigelegt und dann die Engstelle operativ beseitigt. Das ist das klassische Verfahren. Bei der sogenannten Angioplastie führt man im Schlüsselbeinbereich einen feinen Schlauch in die Arterie ein und schiebt ihn bis zur Engstelle vor. Dort wird dann die Halsschlagader von innen aufgeweitet und mit einem Stent (einer Art Drahtgitter-Gerüst) gestützt. Das Stent-Verfahren ist in erster Instanz etwas weniger belastend, hat aber eine etwas höhere Rückfallquote (Restenosierung).

Prognose

Kann man eine Karotisstenose heilen?

Ja, das kann möglich sein. Wenn eine Verengung früh erkannt wird und notwendige Schritte wie Ernährungsumstellung und Blutdrucknormalisierung sowie Nikotinkarenz eingeleitet werden, ist es möglich, dass eine Karotisstenose wieder zurückcgeht.

Wenn eine OP durchgeführt und die Verengung entfernt wird, gilt die Verengung ebenfalls als behoben. Sie können hier wesentlich zur langfristigen Heilung beitragen. Essenziell sind dabei ein gesunder Lebensstil und Erreichen des Nichtraucherstatus. Auch ist es wichtig, dass Ihr Blutdruck und Blutfettwerte im Normbereich sind. Hier können unter Umständen Medikamente hilfreich sein und die Fortschritte, die Sie durch gesunde Ernährung und viel Bewegung gemacht haben, weiter unterstützen.

Kann eine Karotisstenose tödlich sein?

Eine Karotisstenose kann zu ernsten Komplikationen führen. Dazu gehört allen voran ein Schlaganfall. Dieser kann in seltenen Fällen auch tödlich enden. Wenn Sie jedoch sorgsam auf Ihre Ernährung achten und die verordneten Medikamente einnehmen, reduzieren Sie Ihr Risiko merklich und stellen die Weichen für eine gute Gesundheit.

Kann eine Karotisstenose weiter fortschreiten?

Ja, eine anfangs kleine Verengung kann weiter in das Gefäß hineinwachsen und es weiter verengen.

Was sind die Folgen der Karotisstenose?

Als Folge von Karotisstenosen kann es zu einem Schlaganfall oder Sehstörungen kommen. Ein Schlaganfall kann unter Umständen langfristige Schäden wie Lähmung, Sprechstörungen oder Taubheit hervorrufen.

Schlaganfallsymptome können auch vorübergehend sein. Studien zeigen, dass vorübergehende Symptome als Vorboten für einen Schlaganfall gelten. Kontaktieren Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie eine zeitweise Lähmung oder andere vermeintlich wieder verschwundene Anzeichen bei sich feststellen.

Komplikationen und Risiken

Was sind Komplikationen und Risiken der Karotisstenose?

Die Hauptkomplikation der Karotisstenose ist ein Schlaganfall. Da es durch die Karotisstenose zur Durchblutungsstörung im Gehirn oder Auge kommt, können hier Symptome auftreten wie ein hängender Mundwinkel, Lähmungen oder Sprechstörungen. Kommt es zur Durchblutungsstörung am Auge, sind Sehstörungen die Folge. Das Ganze funktioniert ähnlich wie im Herzen ein Herzinfarkt. Kommt es zum Verschluss oder zur Einengung eines Gefäßes, sterben Zellen ab und es führt zu genannten Symptomen.

Über Komplikationen und Risiken eventuell notwendiger OPs klärt Sie Ihr behandelnder Arzt gesondert auf.

Wissenswertes

Entwickeln nur Raucher eine Karotisstenose?

Nein, eine Karotisstenose kann prinzipiell jeden treffen. Jedoch erhöht Nikotinkonsum das Risiko für eine höhergradige Verengung deutlich.

Warum führt hoher Blutdruck zu einer Karotisstenose?

Bei erhöhtem Blutdruck ist der Druck auf die Gefäßwand erhöht. Dies kann zu kleinen Entzündungen in der Arterie führen, was die Anlagerung von Fetten begünstigt. So kann über die Jahre eine Verengung entstehen, die dann behandelt werden muss.

Quellen:

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Autoren unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Dr. med. Jennifer Moore, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie / medizinische Fachautorin

Dr. med. Jennifer Moore
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie / medizinische Fachautorin

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • medizinische Fachautorin für den Pschyrembel
  • Vizepräsidentin einer Krankenversicherung im Bereich Gesundheitsmanagement

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Monika Steiner
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