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Computertomographie (CT): Ablauf, Nebenwirkungen, Risiken

Was passiert bei einer Computertomographie? Warum muss der Schmuck abgelegt werden? Und wie hoch ist die Gefahr durch die Röntgenstrahlen wirklich? Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in folgendem Beitrag.

Basiswissen

Was ist eine CT (Computertomographie)?

Eine Computertomographie ist eine Untersuchungsmethode, bei der mittels Röntgenstrahlen Bilder des Körpers erzeugt werden. Dabei dreht sich die Röntgenröhre um den Körper und erzeugt dadurch Aufnahmen aus verschiedenen Richtungen. Diese Aufnahmen werden durch einen Computer ausgewertet. Anders als bei einer einfachen Röntgenuntersuchung entspricht das entstehende Bild jeweils einer Schicht aus dem Körper. Werden diese Bilder nun zusammengelegt, entsteht ein 3-dimensionaler Datensatz, in dem durch die einzelnen Schichten geblättert werden kann. Dadurch ist es möglich, sich zum Beispiel die Leber herauszusuchen und diese ohne Überlagerung von anderen Strukturen anzuschauen.

Wann wird eine CT-Untersuchung durchführt?

Die CT ist für die meisten klinischen Probleme der Lunge und für viele Fragestellungen zum Bauchraum die geeignetste Untersuchungsmethode.

Abklärung von Schmerzen, Infektionen und Krebs

Hierbei hilft sie bei der Suche nach Ursachen für eine Entzündung oder Schmerzen als auch bei der Suche nach Krebsgeschwüren. Häufig wird eine CT-Untersuchung durchgeführt, um die Krebsausdehnung zu erfassen und um mögliche Streuherde (Metastasen) auszuschließen bzw. im Verlauf zu kontrollieren.

CT nach Unfällen und Schlaganfall

In besonderem Maße eignet sich die CT, wenn es schnell gehen muss, z.B. bei lebensbedrohlichen Verletzungen nach einem Autounfall oder bei einem akuten (gerade erst aufgetretenen) Schlaganfall.

Weitere häufige Einsatzmöglichkeiten der CT sind die Suche und Beurteilung von Gefäßaussackungen (Aneurysmata) oder Engstellen / Verschlüssen von Blutgefäßen (Stenose). Auch bei Knochenbrüchen oder Gelenkfehlstellungen kann die CT weiterhelfen, wenn ein Röntgenbild nicht ausreicht.

Untersuchung

Wie ist der Ablauf einer CT-Untersuchung?

Wenn bei Ihnen eine CT-Untersuchung notwendig ist, werden Sie zu einem Radiologen/einer Radiologin (Röntgenarzt/-ärztin) überwiesen oder, wenn Sie im Krankenhaus sind, in der radiologischen Abteilung (Röntgenabteilung) angemeldet. Hier wird geklärt, ob Sie für die Untersuchung Kontrastmittel brauchen. Wenn dies der Fall ist, wird bei Ihnen Blut abgenommen und ein Nierenwert (Kreatinin) sowie ein Schilddrüsenwert (TSH) bestimmt.

Ausführliche Aufklärung vor Kontrastmittelgabe

Wenn Sie Kontrastmittel erhalten sollen, bekommen Sie vor der Untersuchung einen Aufklärungsbogen, in dem Sie über die Untersuchung und das Kontrastmittel informiert werden und in dem Sie Fragen beantworten sollen. U.a. werden Sie hier nach Ihren Medikamenten und Vorerkrankungen gefragt. Außerdem ist es von Interesse, ob Sie an Allergien leiden und in der Vergangenheit bereits eine CT-Untersuchung bekommen haben. Dieser Aufklärungsbogen wird anschließend mit Ihnen besprochen und Sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen. Sind alle Fragen geklärt, wird Ihnen ein Zugang in den Arm gelegt, über den Sie das Kontrastmittel bekommen können.

Schmuck stört bei der CT

Zur Untersuchung werden Sie in eine Umkleidekabine gebeten. Hier ziehen Sie die im Untersuchungsgebiet liegende Kleidung oder Schmuck aus, wenn diese Metallteile besitzen. Dies ist erforderlich, da Metall Artefakte verursachen kann. Metallartefakte sind meist Streifen im Bild, die die Beurteilung der betroffenen Region erschweren oder unmöglich machen. Dadurch können krankhafte Veränderungen übersehen werden.

Melden Sie sich bei Unwohlsein oder Schmerzen!

Im Untersuchungsraum legen Sie sich auf eine Liege. Wenn Kontrastmittel gegeben werden soll, wird dieses jetzt an den Zugang angeschlossen. Vorher wird ggf. der Zugang noch mit Kochsalzlösung gespült. Hierbei ist es wichtig, dass Sie dem Personal mitteilen, wenn beim Einfließen der Flüssigkeit Schmerzen oder Brennen auftritt, da dann die Lage des Zuganges überprüft werden muss. Bei der Untersuchung verlässt das Personal den Untersuchungsraum. Es steht mit Ihnen aber ständig in Verbindung und kann sowohl mit Ihnen sprechen als auch hören, wenn Sie etwas sagen.

Dauer: nur wenige Minuten

Für die Untersuchung werden Sie auf der Liege mehrmals durch einen großen Ring gefahren. Wenn bei Ihnen die Lunge oder der Bauch untersucht werden soll, werden Sie gebeten, für einige Sekunden die Luft anzuhalten. Dies ist notwendig, da es sonst bei der Bildaufnahme zu Bewegungen kommt und das Bild „verwackelt“.

Die CT-Untersuchung geht schnell, so dass Sie in der Regel nach wenigen Minuten fertig sind.

Bei speziellen Untersuchungen kann sich der Ablauf ändern. So werden z.B. bei einer Herz-CT zusätzliche Medikamente verwendet und vor der Untersuchung wird ein EKG angelegt.

In einer Praxis ist es häufig so organisiert, dass Sie nach der Untersuchung die Ergebnisse mitgeteilt bekommen. In einer Klinik wird in der Regel Ihr Stationsarzt / Ihre Stationsärztin mit Ihnen die Befunde besprechen.

Bei welchen CT-Untersuchungen wird Kontrastmittel verwendet?

Es gibt verschiedene Arten von Kontrastmittel. Am häufigsten wird Kontrastmittel verwendet, welches über einen Zugang direkt in eine Vene am Arm gespritzt wird. Diese Art des Kontrastmittels ist insbesondere bei der Untersuchung von Blutgefäßen notwendig. Hierbei wird das fließende Blut sichtbar und kann so von Ablagerungen und Blutgerinnseln unterschieden werden. Auch bei der Darstellung von Organen wie z. B. der Leber ist Kontrastmittel sehr hilfreich, da krankhafte Veränderungen so besser von gesundem Gewebe abgegrenzt werden können. Ohne Kontrastmittel ist daher das Risiko z. B. Streuherde (Metastasen) zu übersehen, deutlich höher.

Aufgrund der besseren Abgrenzbarkeit von krankhaften Strukturen und auch der sichereren Einordnung, um welche Veränderung es sich handelt, wird venös gespritztes Kontrastmittel bei den meisten Fragestellungen verwendet.

CT ohne Kontrastmittel

CT-Untersuchungen, die normalerweise ohne Kontrastmittel auskommen, sind beispielsweise Kopfuntersuchungen mit der Frage nach einer Blutung, die Frage, ob eine COVID-19-Lungenentzündung vorliegt, die Suche nach einem Harnleiterstein und Beurteilungen von Knochen und Gelenken.

Kontrastmittel: Untersuchung des Magen-Darm-Traktes

Neben dem gespritzten Kontrastmittel gibt es noch die Möglichkeit Kontrastmittel zu trinken oder als Einlauf über den Enddarm zu geben. Dieses Kontrastmittel wird dann verwendet, wenn der Darm beurteilt werden soll oder wenn Strukturen, die direkt benachbart zum Darm liegen, von diesem abgegrenzt werden sollen. Meistens wird dabei ca. 1 Liter Kontrastmittel über 1-2 Stunden getrunken. Es ist wichtig, dass das Kontrastmittel nicht auf einmal, sondern über die vorgegebene Zeit verteilt getrunken wird.

Ein Einlauf ist normalerweise nur dann erforderlich, wenn der Enddarm bzw. Dickdarm untersucht werden soll.

Risiken

Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer CT-Untersuchung?

Da bei einer CT-Untersuchung viele Bilder aufgenommen werden, ist die Strahlenbelastung normalerweise deutlich höher als bei einer einfachen Röntgenaufnahme. So liegt z.B. die Strahlenbelastung bei einer Röntgenaufnahme der Lunge (in 2 Ebenen) bei etwa 0,1 mSv (Millisievert = Einheit für die Höhe der Strahlenbelastung). Dagegen muss man bei einer CT-Untersuchung der Lunge im Durchschnitt mit ca. 6,6 mSv rechnen. Damit wäre die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung 66 x höher als bei einer einfachen Röntgenuntersuchung.

Strahlenreduktion durch „low-dose“ CT

Bei speziellen Fragestellungen z.B., wenn man einen Harnleiterstein sucht oder geklärt werden soll, ob man eine Lungenentzündung durch COVID-19 hat, kann eine „low-dose“ CT-Untersuchung durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass die Strahlenbelastung deutlich gesenkt werden kann. Die ist allerdings nicht bei allen Fragestellungen möglich, da durch die geringere Dosis auch die Bildqualität vermindert wird und nur krankhafte Veränderungen mit einem deutlichen Kontrast zu ihrer Umgebung gut erkannt werden können.

Beispiele für die Strahlenbelastung von häufigen CT-Untersuchungen:

  • CT-Kopf: 1,7 mSv
  • CT-Brustkorb/Lunge: 6,6 mSv
  • CT-Bauch: 11,4 mSv

Weitere Risiken

Kann ich durch eine CT-Untersuchung Krebs bekommen?

Dieses Risiko besteht, es ist allerdings in den meisten Fällen gering. Um sein eigenes Risiko bei einer CT-Untersuchung abzuschätzen, kann man davon ausgehen, dass bei einer Strahlenbelastung von 10 mSv 1 von 1.000 Personen Krebs bekommt, das wären 0,1 %. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei CT-Untersuchungen mit einer Dosis von 10 mSv bei 99,9 % aller Untersuchungen keine Krebserkrankung zu erwarten ist.

Lebensalter: je jünger, je höher das Risiko

Berücksichtigt werden muss allerdings, dass junge Erwachsene und insbesondere Kinder nach einer Strahlenbelastung ein höheres Risiko haben als ältere Personen. Zum einen weil ihr Gewebe strahlenempfindlicher ist und zum anderen da Krebs erst verzögert (nach Jahren bis Jahrzehnte) auftritt. Auch führen wiederholte CT-Untersuchungen – z.B. im Rahmen einer Krebsnachsorge – zu einer insgesamt höheren Strahlenbelastung und damit zu einem erhöhten Risiko. Daher ist es wichtig, hier insbesondere bei jungen Patienten kritisch zu hinterfragen, ob eine CT-Untersuchung notwendig ist oder ob alternative Untersuchungsmethoden wie z.B. MRT (Magnetresonanztomographie) oder Ultraschall eingesetzt werden können.

Wenn eine CT-Untersuchung nicht zu vermeiden ist, wird versucht, die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten. Hierbei werden insbesondere strahlenempfindliche Körperregionen, wie die Schilddrüse, die Augenlinse, die weibliche Brust oder die Hoden, nach Möglichkeit abgedeckt und damit vor der Strahlung geschützt. Durch spezielle, computergestützte Berechnungen und individuelle Anpassung der Dosis ist bei modernen CT-Geräten eine weitere Reduktion der Strahlenbelastung möglich.

Grauer Star und Co.: Welche Risiken hat eine CT-Untersuchung?

Durch die Strahlenbelastung können auch gutartige Erkrankungen ausgelöst werden. Ein Beispiel dafür ist der graue Star der Augenlinse. Aus diesem Grund werden die Augen bei einer CT-Untersuchung mit einer Brille oder einem Tuch aus Blei abgedeckt und damit vor der Strahlung geschützt.

Zufallsbefunde: Fündig ohne zu suchen

Außerdem können bei einer CT-Untersuchung Veränderungen entdeckt werden, die man gar nicht gesucht hat. Diese sind in den meisten Fällen gutartig und bedürfen keiner weiteren Beachtung. Ein Beispiel dafür sind häufig vorkommende einfache Leber- oder Nierenzysten. In manchen Fällen ist es aber nicht eindeutig, ob das Gefundene gut- oder bösartig ist, so dass weitere Untersuchungen erforderlich werden. Zum Beispiel kommt es häufiger vor, dass ein kleiner Herd in der Lunge gefunden wird. Hier können dann Kontrolluntersuchungen und eventuell sogar eine Gewebeprobe notwendig werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat das CT-Kontrastmittel?

Das Kontrastmittel, welches im CT verwendet wird, ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Häufig kommt es vor, dass beim Einlaufen des Kontrastmittels über die Vene ein Wärmegefühl im Körper, Harndrang und/oder ein metallischer Geschmack im Mund auftritt. Dieses geht aber sehr schnell wieder vorbei. Selten kommt es zu Übelkeit und Erbrechen.

Allergie in Ausnahmefällen

Eine allergische Reaktionen/Überempfindlichkeit auf CT-Kontrastmittel ist relativ selten (weniger als 3 % der untersuchten Personen). Hierbei tritt in den meisten Fällen ein Hautausschlag, Juckreiz oder Erkältungssymptome auf. Selten kommt es zu behandlungsbedürftigen Verläufe z.B. mit Gesichtsschwellung oder einem Kloßgefühl im Hals (0,04 %). Lebensbedrohliche allergische Reaktionen mit Luftnot und schweren Kreislaufproblemen sind sehr selten (0,01%). Neben den sofort auftretenden Reaktionen auf Kontrastmittel gibt es auch Reaktionen, die erst 1 Stunde oder später nach der Kontrastmittelgabe auftreten. Hierbei handelt es sich meist um Hautveränderungen wie z.B. Ausschlag, Rötung und Schwellung oder um Kopfschmerzen.

Ein erhöhtes Risiko für eine allergische Reaktion auf CT-Kontrastmittel haben vor allem Personen, die bereits einmal auf CT-Kontrastmittel reagiert haben oder bei denen in der Familie Fälle mit einer Reaktion auf Kontrastmittel aufgetreten sind. Ebenfalls erhöht ist das Risiko bei Menschen mit Asthma oder bekannten Allergien, wobei hier besonders Medikamentenallergien zu berücksichtigen sind.

Vorsicht bei Nierenschäden!

Das über die Vene gespritzte Kontrastmittel wird größtenteils über die Nieren wieder ausgeschieden. Wenn eine Nierenschädigung vorliegt, kann das Kontrastmittel diese verstärken und im schlimmsten Fall zu einem Versagen der Nieren beitragen. Um dieses Risiko abzuschätzen, wird vor einer Untersuchung Blut abgenommen und die Nierenwerte kontrolliert. Sollte eine verminderte Nierenfunktion vorliegen, wird der behandelnde Arzt mit dem Radiologen besprechen, wie hoch das Risiko für die Nieren ist und welche alternativen Untersuchungsmöglichkeiten es gibt. Häufig wird versucht, die Niere durch Gabe von Flüssigkeit über die Vene bei der Ausscheidung des Kontrastmittels zu unterstützen.

Bei gesunden Nieren ist bei einer Kontrastmittelgabe eine Schädigung der Nieren nicht zu erwarten. Bei Kontrastmittel, welches getrunken oder über den Enddarm gegeben wird, ist eine Nierenschädigung ebenfalls sehr unwahrscheinlich.

Schilddrüsenüberfunktion und Kontrastmittel vertragen sich nicht

In allen CT-Kontrastmitteln ist Jod enthalten. Dieses wird von der Schilddrüse aufgenommen. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse kann sich diese weiter verstärken und im schlimmsten Fall in eine thyreotoxische Krise übergehen. Bei einer thyreotoxischen Krise werden zu viele Schilddrüsenhormone freigesetzt und führen u.a. zu Fieber, Herzrasen, Durchfall und Erbrechen sowie Unruhe bis hin zu Bewusstlosigkeit. Um diese Gefahr abzuwenden, wird meistens vor einer Kontrastmittelgabe die Schilddrüsenfunktion im Blut bestimmt.

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse mit erhöhten Schilddrüsenhormonen darf kein Kontrastmittel gegeben werden. Sollte die Überfunktion noch nicht zu einer erhöhten Anzahl an Schilddrüsenhormonen im Blut geführt haben, kann eine medikamentöse Blockierung der Schilddrüse vor der Untersuchung durchgeführt werden. Danach ist eine Kontrastmittelgabe, wenn zwingend erforderlich, möglich. Wichtig hierbei ist allerdings, dass das Medikament zur Blockierung der Schilddrüse noch bis zu 14 Tage weiter eingenommen werden muss, da sich ansonsten auch verspätet eine Überfunktion der Schilddrüse verschlechtern kann.

Armschwellung als Folge der Infusion

Wie bei allen Flüssigkeiten, die über die Vene gespritzt werden, kann es auch bei Kontrastmittel vorkommen, dass der Zugang nicht richtig liegt und das Kontrastmittel statt in die Vene in das Gewebe des Armes läuft. Dabei kommt es zu einer Schwellung, die von Schmerzen begleitet sein kann. Wichtig ist hierbei, dass der Arm hochgelagert und gekühlt wird. Normalerweise baut der Körper das fehlgeleitete Kontrastmittel selbst ab. Um dieses Risiko fehlgeleiteten Kontrastmittels zu minimieren, wird vor der Kontrastmittelgabe eine Kochsalzlösung gespritzt, um den Zugang zu überprüfen. Hierbei ist es wichtig, dem Assistenzpersonal mitzuteilen, wenn beim Einlaufen der Flüssigkeit Schmerzen oder Brennen am Arm auftritt. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass der Zugang nicht korrekt liegt und erneuert werden muss.

Quellen:

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