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Wie erkrankt man an Gelbfieber? Was sind typische Anzeichen der Krankheit? Und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem Beitrag.

Basiswissen

Was ist eigentlich Gelbfieber?

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird. Der Erreger ist vor allem in den tropischen Regionen von Afrika, Südasien und Südamerika heimisch.

Die Erkrankung beginnt etwa eine Woche nach dem Eindringen des Virus (also eine Woche nach dem Mückenstich), in der Regel mit plötzlich einsetzendem hohen Fieber. Kopfschmerzen und grippeähnliche Symptome gesellen sich hinzu. Gesicht und Augen werden oft auffällig rot. Der Puls ist ungewöhnlich langsam.

Oft zunächst wie eine Grippe

Bei leichten Verläufen verflüchtigen sich die Beschwerden dann langsam wieder und das Ganze fühlt sich an wie eine schwere Grippe, die abklingt. Bei schwerem Verlauf hingegen kehrt das Fieber nach einigen Tagen zurück. Dann kann es zusätzlich zu Bluterbrechen kommen und die Haut verfärbt sich gelblich. Die Gelbsucht-Symptome deuten an, dass die Leber geschädigt worden ist.

Bei Verdacht auf Gelbfieber wird in der Regel rein symptomatisch behandelt. Das heißt, mit Bettruhe, fiebersenkenden Maßnahmen, viel Flüssigkeit und bei Bedarf Kopfschmerztabletten. Klingt die Erkrankung nach drei Tagen nicht ab, muss man zwingend zum Arzt, um bleibende Nieren- oder Leberschäden zu verhindern.

Eine Gelbfieberimpfung benötigt zehn Tage, um ihre Wirkung zu entfalten. Dann hält der Schutz etwa zehn Jahre an.

Symptome

Welche Symptome und Beschwerden verursacht Gelbfieber?

Gelbfieber äußert sich in leichteren Fällen wie eine Grippe: mit plötzlich einsetzendem Fieber und Kopfschmerzen. Manchmal kommt auch Übelkeit hinzu. Charakteristisch ist eine auffällige Rötung von Gesicht und Augen sowie den Rändern der Zunge. Weiterhin typisch, aber nur für Geübte erkennbar, ist der langsame Puls.

Bei schweren Verläufen kommt es ein paar Tage, nachdem der Spuk schon vorüber schien, erneut zu einem Fieberanstieg. Dann können Bluterbrechen und infolge einer Leberschädigung eine Gelbfärbung der Haut hinzukommen.

Wichtig: Solange Sie sich nicht in einem Gelbfiebergebiet aufgehalten haben (fast ausschließlich Afrika und Südamerika), können derartige Symptome alles sein, nur kein Gelbfieber. Die Symptome beginnen etwa 3-6 Tage nach der Infektion, sprich nach dem Mückenstich.

Behandlung 

Wie wird Gelbfieber behandelt?

Eine spezifische Behandlung gegen das Gelbfieber gibt es nicht. Es ist hier also so wie bei den meisten viralen Infektionen: Man kann die Erkrankung nur symptomatisch behandeln.

Das bedeutet konkret: Um den Flüssigkeitsverlust durch das Fieber und Schwitzen auszugleichen, muss reichlich getrunken werden. Auch der Salzverlust muss ausgeglichen werden.

Gegen die Kopfschmerzen kann Acetylsalicylsäure (z.B. Aspririn®) eingenommen werden, gegen die Übelkeit hilft Metoclopramid (z.B. Paspertin®).

Wenn die Beschwerden länger als drei Tage anhalten, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, weil dann ein schwerer Verlauf des Gelbfiebers mit Schäden an Leber und Nieren droht.

Quellen:

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Autor unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Jörg Zorn, Arzt / medizinischer Fachautor

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