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Wie schützt man sich am besten vor Mückenstichen? Welche Mittel sind empfehlenswert? Und wo sollte man lieber unter einem Moskitonetz schlafen? Im folgenden Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen dazu.

Generelle Tipps

Wie schützt man sich am besten vor Mückenstichen?

Auch wenn Sie nicht in einem Malaria- oder Gelbfiebergebiet Urlaub machen, lohnt sich ein guter Mückenschutz. Zumindest dann, wenn welche in der Nähe sind. Und sei es nur, um sich die lästigen Stiche zu ersparen.

Wie Sie sich am besten vor Mückenstichen schützen, werden Sie wahrscheinlich selbst wissen, aber vielleicht enthält die folgende Liste trotzdem ein paar ergänzende Tipps.

Einige Tipps im Überblick:

  • vor allem abends und nachts unter freiem Himmel lange Hosen und lange Ärmel tragen
  • wenn Sie das nicht wollen (aber auch sonst), Einsprühen mit Mückenabwehrenden Sprays oder Salben
  • bitte daran denken: diese Mittel wirken in der Regel nicht länger als ein paar Stunden
  • bitte daran denken: Mücken lieben auch die Fußgelenke
  • soweit möglich: Moskitonetze über dem Bett benutzen
  • soweit möglich: Klimaanlage nachts an (Mücken meiden kühlere Räume)
  • in Räumen ggf. noch weitere Insektenabwehrmittel anwenden (Steckdosen-Geräte, Verdampfer, Duft- und Räucherkerzen, etc.)

Mückenschutzmittel

Wie lange wirkt ein Anti-Mücken-Spray? 

Hautsprays, sogenannte Repellents, mit dem Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) halten Ihnen etwa 3 bis 4 Stunden lang Insekten und Spinnen vom Leib. Danach sollten Sie das Spray erneut auftragen.

Mittlerweile gibt es aber auch schon Produkte auf dem Markt, die zumindest Mücken bis zu acht Stunden auf Distanz halten (Zecken nur halb so lang). Dazu gehört unter anderem Autan® Protection Plus. Aber es gibt auch andere Mittel mit längerer Wirksamkeit.

Auch Sprays mit den Wirkstoffen Icaridin und Picaridin wirken im übrigen gut gegen die Plagegeister.

Mittel gegen Stechmücken: Welche ungiftigen Alternativen zu Autan gibt es?

Die bekanntesten Mückenmittel zum Einsprühen oder Einreiben (z.B. Autan®, Anti Brumm®) sind zwar bei normaler Anwendung weitgehend unbedenklich. Aber schlucken sollte man sie nicht. Und bei einem kleinen Kind kann man ja nicht immer ausschließen, dass es das Mittel von der Haut ableckt oder kräftig an der Haut reibt und dann die Hand in den Mund steckt.

Zu den unbedenklicheren Alternativen zählen u.a. eine ähnlich stark wirksame, aber stinkende Bio-Lotion mit Aloe und Jojoba sowie Konservierungsstoffen (Zanzarin®). Auch Lavendelöl ist eine Möglichkeit, und natürlich auch ein Moskitonetz.

In einer Apotheke können Sie sich zudem eine eigene Mückentinktur anfertigen lassen, z.B. nach folgendem Rezept:

  • ol. Citronelli: 10,0
  • ol. Eucalypti: 2,5
  • ol. Caryophylli: 4,5
  • ol. Rosmarini: 1,5
  • ol. Ricini: 5,0
  • Alcohol isoprop. 90%: ad 100,0

Können ätherische Öle die Mücken fernhalten?

Einige ätherische Öle mögen Mücken tatsächlich gar nicht. Dazu gehören unter anderem: Zitronengras, Bergamotte, Sandelholz, Kampfer, Lavendel, Eukalyptus, Minze und Zimt.

Katzenminze soll besonders gut Mücken abschrecken, wie Forscher herausgefunden haben. Das ist die Minzenart, bei deren Geruch laut alten Kräuterbüchern die Katzen verrückt spielen.

Tragen Sie diese Öle aber nicht pur auf die Haut auf, denn das würde die Haut reizen. Mischen Sie sie im Verhältnis 1:4 mit Körperlotion. Und lesen Sie auch noch einmal genau die Anwendungshinweise auf der Packung (soweit es eine solche Packung gibt).

Moskitoschutz in den Tropen

Was sollte man einpacken, wenn man in ein Moskito-reiches Land reist?

Beim Schutz vor Mückenstichen denken die meisten primär an entsprechende Haut-Sprays oder Mittel zum Einreiben. Aber wenn Sie in ein Gebiet mit hoher Moskitodichte reisen, benötigen Sie mehr, um sich die Plagegeister halbwegs sicher vom Leib zu halten.

Das gehört außerdem in den Koffer:

  • Moskitonetze: halten nachtaktive Mücken fern (mit möglichst kleinen Löchern).
  • Helle Kleidung, langärmelige Hemden oder Shirts, lange Hosen (abends die empfohlene Garderobe).
  • Anti-Mücken-Spray für die Kleidung (z.B. mit dem Wirkstoff Permethrin): Damit auch abends die Kleidung einsprühen.
  • Kein Parfum: Dürfen Sie natürlich mitnehmen, aber verzichten Sie abends und draußen darauf, es zu benutzen. Denn auch Mücken lieben Parfums (und sind dabei weniger wählerisch als wir).
Welche Moskitonetze schützen am besten vor Mücken?

Am ruhigsten schlafen Sie unter einem Moskitonetz mit einer Lochgröße zwischen 2,2 und 1,5 Millimeter. Durch diese kleinen Löcher können selbst die kleinsten Stechmücken nicht mehr schlüpfen.

Zwar sind diese Netze meist auch etwas teurer. Aber dafür haben Sie Ihre Ruhe. Und trotz der kleinen Löcher kommt noch genug Luft durch.

Wenn Sie das Netz zusätzlich mit einem Insektizid einsprühen, dann sind Sie am besten vor Mücken geschützt. Achten Sie außerdem darauf, dass weder an der Aufhängung noch am Bettrand ein Schlupfloch bleibt.

Krankheiten durch Mücken

Welche Krankheiten können Moskitos übertragen?

Vor allem in den Tropen können Stechmücken einige Erreger von Infektionskrankheiten übertragen, mit denen nicht zu spaßen ist. Am bekanntesten ist die Malaria, für die sogenannte Plasmodien verantwortlich sind.

Entgegen der weitverbreiten Annahme, dass die Moskitos selbst die Malaria verursachen, sind sie also nur der Wirt für den Erreger. Plasmodien sind kleine Einzeller, die sich sowohl in Säugetieren als auch eben in Insekten vermehren können.

Außerdem können Mücken auch Viren beherbergen und sind hier Überträger von folgenden viralen Infektionskrankheiten: Gelbfieber, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber, Chikungunya-Fieber, Rift-Valley-Fieber und die Japanische Enzephalitis.

Aber auch Wurmlarven können beim Mückenstich übertragen werden – es entstehen Wurmerkrankungen, sogenannte Filiariosen.

Quellen:

  • Braveny I, Machmeyer G. Infektionskrankheiten Diagnostik, Klinik, Therapie. 2002. Medco Verlag.

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Autoren unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
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  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

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Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

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Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

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  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
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