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Zur Behandlung der axialen Spondyloarthritis existiert eine Vielzahl von Arzneimitteln, welche die Schmerzen reduzieren und Entzündung in den Gelenken mindern können. Ergänzt werden diese medikamentösen Behandlungsmaßnahmen durch lokale Verfahren wie die Kühlung und Ruhigstellung der schmerzenden Gelenke.
Welche Präparate wann zum Einsatz kommen und was passiert, wenn sie nicht ausreichend wirken, haben wir hier für Sie kurz und übersichtlich zusammengefasst:

Erster Therapieversuch mit Naproxen, Ibuprofen, Diclofenac und Co.

Die Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der axialen Spondyloarthritis sind Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, inklusive Coxibe wie Celecoxib). Zu den NSAR gehören beispielsweise Naproxen, Ibuprofen oder Diclofenac.

Zweiter Schritt: abhängig von Therapieeffekt und Ort des Schmerzes

Zwei bis vier Wochen nach Beginn der NSAR-Einnahme sollte eine Überprüfung des Behandlungserfolges stattfinden: War die bisherige Therapie erfolgreich, kann sie fortgesetzt werden; ist keine Besserung der Beschwerden eingetreten, ist eine Umstellung der Medikation erforderlich. Welche Arzneimittel dann zum Einsatz kommen, hängt vor allem von der Art der Beschwerden ab:

  • Sind die Schmerzen vorwiegend wirbelsäulenfern lokalisiert (wie etwa Sehnenscheidenentzündungen und Entzündungen der Gelenke an Armen oder Beinen), ist die Einnahme von Sulfasalazin oder auch eine örtliche Therapie mit Kortison, das in die betroffenen Bereiche gespritzt wird, möglich.
  • Ist dagegen das Achsenskelett betroffen (also vor allem Wirbelsäule und Becken), werden so genannte TNF-alpha-Hemmer (z. B. Etanercept), Interleukin-17-Hemmer (etwa Secukinumab und Bimekizumab) und Januskinasehemmer (z. B. Tofacitinib und Upadacitinib) empfohlen. Liegt darüber hinaus eine Entzündung des Auges (Uveitis) oder eine chronisch entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vor, werden in erster Linie TNF-alpha-Hemmer verordnet. Im Falle einer Schuppenflechte (Psoriasis) als Begleiterkrankung sind dagegen eher Interleukin-17-Hemmer die Mittel der Wahl.

Drei Monate später: Erfolgskontrolle und ggf. Anpassung der Therapie

12 Wochen nach der Ausweitung der Therapie auf das entsprechende Medikament sollte erneut kontrolliert werden, ob durch diese Maßnahme eine Besserung erzielt wurde. Dies sollte mit einem speziellen Index, dem ASDAS (Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score) erfolgen. Der hier ermittelte Wert setzt sich aus der Höhe der Entzündungswerte im Blut des Erkrankten und seinen Angaben zur Ausprägung der Symptome zusammen.

Zeigt der ASDAS, dass die Therapie erfolgreich war und die Beschwerden langfristig zurückgegangen sind, kann die medikamentöse Behandlung unter Umständen reduziert werden.

Anders sieht es natürlich aus, wenn die Schmerzen trotz erfolgter Arzneimitteltherapie weiterhin bestehen bleiben. Dann sollte die Dosis der Präparate erhöht, auf einen anderen Wirkstoff umgestellt oder andere, nicht medikamentöse Verfahren eingeleitet werden.

Quellen:

  • Patientenleitlinie zur S3-Leitlinie Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen. Herausgeber: Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew, Deutsche Rheuma-Liga (2019). www.awmf.org.
  • Baraliakos X, Kiltz U, Braun J. Periphere Spondyloarthritis. (2015). DGIM Innere Medizin. www.springermedizin.de
  • Deutscher Rheumatologiekongress 2023. Session: axSpA next level: Was bringt die duale Inhibition?

Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Michaela Hilburger, Fachärztin für Urologie / Medikamentöse Tumortherapie

Dr. med. Michaela Hilburger
Fachärztin für Urologie / Medikamentöse Tumortherapie

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Klinikum Landshut gemeinnützige GmbH, Abteilung Urologie, Landshut

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Michaela Hilburger, Fachärztin für Urologie / Medikamentöse Tumortherapie

Autorin
Dr. med. Michaela Hilburger
Fachärztin für Urologie / Medikamentöse Tumortherapie

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