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Was ist die Fechterstellung beim Säugling? Und womit wird sie oft verwechselt?

Mit der sogenannten Fechterstellung wird ein Reflexphänomen beim Säugling beschrieben: Wenn sein Kopf zur Seite gedreht wird, streckt er Arm und Bein der entsprechenden Seite aus, während die Extremitäten der anderen Seite angezogen, also gebeugt werden.

Mit dieser fechterähnlichen Körperhaltung nimmt Ihr Baby bis zum 6. Lebensmonat die gleichen Ausgleichsbewegungen vorweg, die wir später benötigen, um in wackeligen Körperpositionen die Balance zu halten. Die Fechterstellung gehört zur normalen Entwicklung des Kindes. Etwa bis zur 7. Lebenswoche nach der Geburt geht ihr ein „Vorläuferreflex“ voraus, der als asymmetrisch tonischer Nackenreflex bezeichnet wird. Auslösender Stimulus ist die passive Drehung des Kopfes in Rückenlage.

Die unwillkürliche Einnahme der Fechterstellung (also ohne auslösenden Reflex) kann in seltenen Fällen Ausdruck einer Nervenschädigung sein.

Was ist der asymmetrisch tonische Nackenreflex?

Der asymmetrisch tonische Nackenreflex (ATNR) ist bereits vor der Geburt angelegt und verschwindet in der 6.-7. Lebenswoche spontan. Manchmal wird er – medizinisch etwas ungenau – mit der Fechterstellung des Säuglings gleichgesetzt. Zusätzlich zu diesem noch länger bestehenden Haltungsphänomen sind beim ATNR aber auch Faustschluss und Spitzfußhaltung an den gesichtsseitigen Extremitäten als abgrenzendes Merkmal zu beobachten.

Überschießende Reflexantworten und ein längeres Vorhandensein des ATNR deuten auf eine hirnorganísche Schädigung hin und behindern die normale motorische Entwicklung des Kindes. Mögliche resultierende Defizite sind

  • Störungen der Auge-Hand-Koordination
  • visuelle Wahrnehmungs- und Fixierungsstörungen
  • Koordinationsstörungen, insbesondere bei Überkreuzen der Körpermittellinie (Bewegungs-, Haltungs- und Schreibstörungen)

Aber das ist sehr selten.

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