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Wie äußert sich ein Hashimoto-Schub?

Viele Hashimoto-Patienten berichten, dass ihre Beschwerden im Verlauf der Erkrankung schubweise auftreten. Was etwas verniedlichend auch "Hashi-Schub" genannt wird, kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein.

Ganz individuelle Verläufe

Ein Schub bedeutet, die Symptome, die für die Hashimoto-Thyeroiditis typisch sind, kommen an manchen Tagen stärker zum Vorschein und klingen anschließend wieder ab. Er kann von einem Tag bis hin zu mehreren Tagen andauern.

Da jeder Betroffene etwas anderes unter einem „Schub“ verstehen kann, muss mit dem Begriff vorsichtig umgegangen werden. Generell kann man sagen, dass sich ein Hashimoto-Schub durch das zeitgleiche Aufeinandertreffen „typischer“ Symptome äußert.

Folgende Symptome können bei einem Hashimoto-Schub in unterschiedlichen Kombinationen auftreten:

  • Druck- oder Kloßgefühl im Hals, ziehende Schmerzen sowie gerötete und überwärmte Haut im Bereich der Schilddrüse
  • Grippegefühl und ein „heißer Kopf“ (ohne Fieber und ohne klassische Grippesymptome wie Husten und Schnupfen)
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Erschöpfungszustand
  • Wiederauftreten von Unterfunktionssymptomen (da noch vorhandenes, funktionsfähiges Schilddrüsengewebe zerstört wird) wie Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, etc.
  • Schwellungen um die Augen
  • trockene Haut mit zum Teil gelblichen Verfärbungen
  • Haarausfall
  • heisere Stimme
  • Vergrößerung der Schilddrüse (Kropfbildung)

Was das Fass zum Überlaufen bringen kann

Häufig berichten junge Frauen in der ersten Zyklushälfte (bis zum Eisprung) über sogenannte Krankheitsschübe. „Schuld“ daran kann der schwankende Östrogenspiegel sein. Generell lässt sich sagen, dass Hormonschwankungen, lang anhaltender Stress, der übermäßige Genuss jodreicher Lebensmittel und das Rauchen den Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen können. Sie sind nicht die Ursache der Erkrankung, können aber das fragile hormonelle Gleichgewicht durcheinanderbringen und Beschwerden auslösen.

Außerdem: Ob man tatsächlich einen Schub hat, können meist nur Betroffene beurteilen, die einen stabilen Gesundheitszustand haben, das heißt Patienten, die medikamentös gut eingestellt sind und größtenteils – also trotz der Erkrankung – beschwerdefrei sind.

Noch ein Extra-Tipp:
Können natürliche Wirkstoffe bei Schilddrüsenerkrankungen hilfreich sein?
Unsere Empfehlungen dazu finden Sie hier.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentare  

# RE: Wie äußert sich ein Hashimoto-Schub?Sylvia Amann-Imboty 26.03.2021 15:33
Hallo ihr,
Ich habe auch die gleiche Symptome... nur bei mir wurde Fibromyalgie diagnostiziert...
Antworten
# RE: Wie äußert sich ein Hashimoto-Schub?Christina 19.03.2021 07:59
Schön zu lesen, dass es anscheinend nicht nur mir so geht. Laut meiner Schilddrüsenärztin bin ich gut mit L-Thyroxin eingestellt und meine Schilddrüse sehe gut aus. Nur seltsamerweise habe ich immer mal wieder oben genannte Symptome, mal mehr mal weniger, mal nur eins und mal fast alle. Aber das kann ja eigentlich nicht sein, weil meine Werte ja "in Ordnung" sind.
Das ist leider sehr frustrierend, da anscheinend die Ärzte das einfach nicht wahrhaben wollen, dass man auch mit angeblich guten Werten Beschwerden hat und die Lebensqualität erheblich darunter leidet.
Antworten
# Druck im HalsJay 06.11.2020 10:48
Ich habe viele dieser Symptome seit mehr als 12 Jahren und habe mehrmals meine Schilddrüse checken lassen und immer sagte man mir, dass dort alles in Ordnung sei und es nur stressbedingt ist.
Das Ganze belastet mein Leben schon so lange und kein Arzt kann mir helfen. Ich habe mich jetzt seit längerem mit Hashimoto beschäftigt und gehe stark davon aus, dass ich daran leide. Wissen tue ich es aber nicht. Es kommt bei mir vor, dass ich mehrere Monate bis Jahre kaum Symptome habe oder nur leichte, wie Haarausfall, Müdigkeit etc. Aber manchmal so wie jetzt gerade habe ich immer wieder mehrere Tage hintereinander einfach alles auf einmal, und am schlimmsten ist dieser Druck im Hals, ich habe ständig das Gefühl als müsste ich aufstoßen, aber es bleibt dann im Hals stecken. Wenn ich trinke oder esse, wird es immer schlimmer, es fühlt sich an, als würde sich in meinem Hals alles verengen, und es gibt kein Platz, um Trinken, Nahrung oder Luft aufzunehmen. Und dann bekomme ich natürlich auch Panik und das macht das ganze schlimmer.
Habe über mehrere Jahre Cannabis geraucht und hatte nie Beschwerden. Dann auf einmal waren diese ganzen Symptome da und ich dachte, es kommt vom Rauchen, habe aufgehört und das über mehrere Jahre, Symptome blieben trotzdem. Wie gesagt, nicht jeden Tag und manchmal auch nicht. Hatte z.B. fünf Jahre nicht geraucht. Symptome kamen und gingen dann, und ungefähr 1- 2 Jahre hatte ich nichts. Habe wieder angefangen zu rauchen und dann nach zwei Jahren fingen die Symptome wieder an, schlimmer zu werden (Druck im Hals, Herzrasen, Lustlosigkeit). Dann habe ich wieder aufgehört zu rauchen und die Symptome blieben.
Wenn ich Ärzten davon erzähle, sagen Sie mir immer, das meine Schilddrüse in Ordnung ist.
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# Nati 25.12.2019 09:14
Hallo, es ist beruhigend zu lesen, dass es auch andere mit solchen Symptomen gibt....
Ich habe immer zu Beginn meines Eisprungs Muskelverspannungen, Schwindel, verspanntes Zwerchfell, vertrage kaum noch Lebensmittel, abends ist meine Nase immer zu, als hätte ich Schnupfen, meine Augen sind empfindlich .. Dies dauert ein paar Tage, bis die Periode anfängt, dann geht es wieder los, schlimm...
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# Anonymos 12.12.2019 18:47
Wunderbarer Bericht. Nach manchen Berichten hat man das Gefühl was Lebensqualität angeht tot geweiht zu sein....
Antworten
# Achti 78 11.11.2019 17:26
Es sind exakt die Symptome, die ich auch habe. Fühle mich verstanden und es tut gut zu wissen, dass ich mit meinen Beschwerden nicht alleine bin. Danke Edel 1969. Achti 78
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# Edel1969 04.10.2019 13:07
Also ich glaube, dass ich alle paar Wochen einen 2- bis 3-tägigen Schub habe. Das läuft immer gleich ab. Erst nachts Blähungen und Grummeln im Bauch, dann am Morgen weicher Stuhl bis Durchfall, dann friere und zittere ich, die Augen jucken und brennen, die Hals- und Nackenmuskeln schmerzen wie verrückt, habe einen Film auf den Augen und sehe schlecht, der Kopf wird dumpf und alles ist im Nebel, kann keinen klaren Gedanken fassen, bekomme dumpfe oder auch mal stechende Kopfschmerzen, Heißhunger, bin kaputt und die Wadenmuskeln krampfen, der Hals brennt, muss husten und mich räuspern. Nach spätestens 3 Tagen ist der Spuk vorbei und ich bin fast symptomfrei. Ich kann mir das nur mit Schüben der Schilddrüse erklären. Laut Ultraschall ist wohl zu erkennen, dass sie sehr aktiv ist und gewesen sein muss.....
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# Kessy 71 08.11.2019 18:50
Das kommt mir sehr bekannt vor mit diesen Symptomen von den Schüben??
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