Unter Schirmherrschaft der
Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V.
Navigator-Medizin.de
   X   

[Krankheiten von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Medikamente von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Diagnostik & Laborwerte von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Therapieverfahren von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Gesundheitsthemen von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Symptome von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   
Suche

Was ist eine intraepitheliale Neoplasie?

Bei der intraepithelialen Neoplasie, oft als IEN abgekürzt, handelt es sich um eine bösartige Veränderung der Schleimhaut. Zum Beispiel in der Gebärmutter, der Prostata oder eben auch im Darm. Die intraepitheliale Neoplasie gilt als Frühform von Krebs.

Was bedeutet das im Zusammenhang mit einem Morbus Crohn? Wird bei einer Untersuchung von Gewebeproben unter dem Mikroskop festgestellt, dass eine IEN bzw. eine Frühform von Darmkrebs besteht, sollte der betroffene Darmabschnitt entfernt werden.

Generell scheint Morbus Crohn das Risiko für Darmkrebs leicht zu erhöhen. Dies gilt insbesondere, wenn der Dickdarm befallen ist. Allerdings ist wichtig sich klarzumachen, dass es sich hier um ein relativ erhöhtes Risiko handelt. Soll heißen: Es ist etwas höher als sonst, aber absolut betrachtet immer noch sehr gering.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten)

Kommentare  
Leichte Epitheldysplasie
Danke für die Antwort. Kann denn aus der leichten Epitheldysplasie ein Karzinom entstehen? Das ist noch unsere größte Sorge.
an Maik
Ja, kann. Aber kaum innerhalb kurzer Zeit, deshalb wird alle paar Jahre nachkontrolliert. Aus den meisten Dysplasien entsteht nichts Schlimmes, aber es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen. Wenn jeder seinen Darm gründlich untersuchen lassen würde, hätte jeder Zweite ab 60 Jahren irgendwo Dysplasien.
Pathologisch anatomische Begutachtung
Guten Tag,
bei meiner Frau wurde ein Adenom Karzinom PT1sm1 L0 V0 R0 per piecemeal Technik im Rektum entfernt. Nach drei Monaten wurde eine Nachkontrolle durchgeführt. Der Befund ergab folgendes Ergebniss:
Incipientes tubuläres Adenom mit leichten Epitheldysplasien (LGIEN nach WHO) im Rektum. Kein Nachweis von höherwertigen Dysplasien, keine Anhaltspunkte für ein invasives Karzinom. Becherzellverlust.
Wir fragen uns, wie ein weiteres Vorgehen aussehen sollte? Der Befund macht uns Sorge. Besteht die Gafahr, dass aus diesem Befund ein Karzinom entstehen kann? Wir wären sehr dankbar für eine Antwort.
neues Karzinom?
Hallo Maik, der Befund ist erstmal nicht besorgniserregend, es gibt ja keinen Anhaltspunkt für ein bösartiges Wachstum. Regelmäßige Kontrollen sind sicher gut, aber Sie müssen sich jetzt keine großen Sorgen machen. Viele Grüße, Jörg Zorn
CED Polypen
Hallo,
hatte vor 1 1/ 2 ein Doppelkarzinom im Dickdarm, das entfernt wurde. Dabei wurde die CED festgestellt. Seitdem alle 6 Monate zur Darmspiegelung. Bei der vom Juli 2023, war der p53 Wert an 2 Stellen leicht auffällig. Jetzt, im Dezember, war keine wirkliche Entzündung mehr sichtbar – Calprotectin bei unter 50 (davor 365 langsam fallend durch Ernährung/Sport). Jedoch wurden nun 3 Polypen entfernt und untersucht. Teils kaum, teils CED-typische Entzündungswerte. In der Zweithistologie dann die Feststellung, der CED assoziiert "intraepitheliale neoplasie low" aber "fokal" hochgradig, einmal Neoplasie nicht sicher – 2 Adenom nicht feststellbnar und Hinweis, dass keine Mucosawand beschädigt oder so ähnlich. Schon 2022 wurde eine vollständige Darmentfernung empfohlen. Jetzt wieder Leitlinie, aber auch Option in 6 Monaten zur Kontrolle. Schwere Entscheidung. Was würden Sie anraten? Herzlichen Dank
Antwort
Hallo Martin,
das ist in der Tat eine komplexe Entscheidung, da wäre eine Antwort von uns unseriös. Das muss ein Arzt oder Ärztin vor Ort tun, der oder die Ihnen gegenübersitzt, alle Fakten kennt, alle Argumente durchspricht.
Tut mir leid, aber da etwas aus der Ferne zu raten, wäre wirklich falsch.
Alles Gute, Dr. Zorn vom Navigator-Team
Unklare Nebendiagnose
Hallo zusammen,
nach Entfernung meiner Gallenblase habe ich folgende Nebendiagnose auf dem Arztbrief stehen:
"Z. n. endoskopische Abtragung eines Kolonpolypen bei 18 cm ab ano (histologisch Tubulovillöses Adenom mit niedriggradiger intraepithelialer Neoplasie)". Können Sie mir bitte sagen, was dies bedeutet.
Vielen Dank – Michael
Unklare Nebendiagnose
Hallo Michael,
bei einem Darmadenom handelt es sich noch nicht um Darmkrebs, sondern um eine Vorstufe der Erkrankung.
Ein tubulovillöses Adenom ist ein spezieller Polypentyp. Die Aussage "niedriggradige intraepitheliale Neoplasie" bedeutet, dass ein geringes Entartungsrisiko besteht (d.h. die Gefahr für eine Krebsentstehung aus diesen Zellen ist gering).
Ob nach der Entfernung dieses Polypen eine spezielle Nachsorge (z.B. Darmspiegelung) empfohlen wird oder nicht, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Wir wünschen Ihnen alles Gute, Ihr Navigator-Team
Befund Darmspiegelung
Hallo,
ich habe heute den pathologischen Befund meiner Darmspiegelung bekommen. 1 sessiler hyperplastischer Polyp, wahrscheinlich kompl. entfernt. Soll in 5 Jahren wiederholt werden.
Jetzt mache ich mir dooferweise Gedanken, weil ich vor 7 Jahren meine erste Darmspiegelung hatte, und ich erst jetzt im Bericht gelesen habe, dass ich damals drei Adenome Low Grade intraepitheliale neoplasie mit mäßiger Epiteldysplasin hatte. Jetzt ist mir auch bewusst, warum ich dann 2 Jahre später, also vor 5 Jahren, wieder eine Darmspiegelung bekam. Da wurden 2 Polypen entfernt. Beine waren hyperplastisch. Ohne intraepitheliale neoplasie. Jetzt beschäftigt mich total der Befund von vor 7 Jahren. Bin ich da noch stark gefährdet? Oder bin ich durch den aktuellen Befund und die weiteren Maßnahmen auf der sicheren Seite? Vielen Dank.
Antwort
Hallo Frank,
Letzteres. Die aktuelle Darmspiegelung hat ja alle Darmabschnitte untersucht und hätte irgendwelche anderen größeren Polypen entdeckt. Regelmäßige Kontrollen sind bei Neigung zur Polypenbildung gut, aber schlaflose Nächte müssen Sie nicht haben.
Alles Gute, Dr. Zorn vom Navigator-Team
RE: Antwort
Vielen Dank für die schnelle Antwort Dr. Zorn.
Also brauchen mir die Adenome vor 7 Jahren keine Sorgen bereiten? Der aktuelle Befund ist maßgebend? Solange ich regelmäßig zur Darmspiegelung gehe, bin ich auf der sicheren Seite?
Antwort
Ja, genau. Lassen Sie sich das doch zur Sicherheit auch noch mal von der Kollegin oder dem Kollegen vor Ort bestätigen.
Befund
Hallo,
bei meiner Frau wurden bei der Darmspiegelung zwei Polypen gefunden, sind uns aber in der Bedeutung des Befundes nicht sicher. Können Sie uns bitte die Bedeutung des Befundes erklären? Der eine Polyp (ca. 35 mm), groß flächig wachsend mit erhabenen Anteilen, konnte bisher noch nicht entfernt werden. Der Befund dieses Polypen: Tubulovillöses Adenom mit Low grade Dysplasie (niedriggradige intraepitheliale Neoplasie).
Der Befund des zweiten Polypen:
Tubulovillöses Adenom, teils mit low grade, teils mit high grade Dysplasie. An einer Stelle mit gerade eben beginnendem Überschreiten der Muscularis mucosae als Ausdruck eines vollzogenen Übergangs in ein hier überwiegend hoch, kleinherdig mäßig differenzierten kolorektalen Adenokarzinoms. Keine Angioinvasion, Budding low (Bd.1) low risk Kazinom. Die beiliegenden Gewebestücke überwiegend mit regularer kolorektaler Schleimhaut, so dass von einer vollständigen Abtragung ausgegangen werden kann.
G1-2, pT1sm1, LO,VO, RO
ICD-O-M 8140/3
Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.
Antwort
Hallo Maik,
der erste Polyp war noch harmlos, trotzdem gut ihn zu entfernen.
Der zweite war offenbar bereits ein ganz kleiner bösartiger Tumor, allerdings noch im absoluten Anfangsstadium. Das heißt, mit der Abtragung können Sie von einer Heilung ausgehen.
Dennoch wäre es gut, den Darm in absehbarer Zeit noch mal anschauen zu lassen. Die Formulierung "überwiegend mit regulärer kolorektaler Schleimhaut" ist etwas unscharf.
Unser Rat: Mit einem Kollegen oder einer Kollegin vor Ort besprechen (am besten Facharzt oder Fachärztin), wann ein Kontrolltermin sinnvoll wäre.
Grund zur Panik besteht aber nicht, akut sollte erstmal alles beseitigt sein.
Alles Gute, Dr. Zorn vom Navigator-Team
Diagnose vom 15.11.21
Hallo,
ich hatte mich schon einmal, am 15.7.23, bei Ihnen gemeldet und auch eine sehr gute Antwort erhalten. Ich habe jedoch einen Teil der Diagnose vergessen mitzuteilen. Dies möchte ich noch nachholen, da ich mir sehr große Sorgen mache und einen Termin zur empfohlenen Darmspiegelung erst im Januar habe.
Pathologische Befunde:
Polyp 10 mm bei 60 cm mit Schlinge komplett abgetragen und geborgen. Rand mit Biopsiezange nachbearbeitet. Sigmadivertikulose.
Histologie:
Tubuläres Adenom mit einer intraepithelialen Neoplasie/Low Grade bei 60 cm.
Beurteilung:
Hier Abtragung eines Kolonadenoms. Histologisch nicht eindeutig zu sagen, ob die Abtragung komplett erfolgt ist. Daher Kontrolle in 2 Jahren.
Ich kann nicht ganz verstehen, wieso die Abtragung nicht komplett erfolgt ist. Es wurde doch sogar nachbearbeitet. Können Sie mir das eventuell erklären? Ich bin total überfordert und habe Angst. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen, Ulrike
Antwort
Hallo Ulrike,
Sie müssen keine Angst haben. Selbst wenn noch Polyp-Reste verblieben sein sollten (ganz sicher ist das ja nicht), ist die Krebsgefahr bei einer Low-Grade-Neoplasie sehr gering. Wenn die Ärzte Ihnen eine Kontrolle in zwei Jahren empfehlen, passiert das nicht leichtfertig, sondern weil sie wissen, dass in dieser Zeitspanne nichts Schlimmes passieren wird. Und um auf ganz lange Sicht sicher zu gehen, ist dann halt die Kontrolle gut.
Viele Grüße, Dr. Zorn vom Navigator-Team
AW Diagnose v. 15.11.21
Sehr geehrter Herr Dr. Zorn,
ich möchte mich ganz herzlich für Ihre so schnelle und vor allem ausführliche Erklärung bedanken. Ich kann das jetzt viel besser nachvollziehen. Und, was das Wichtigste für mich ist: Sie haben mir die Angst und die Unruhe genommen. So gehe ich viel entspannter zu der Untersuchung im Januar.
Alles Gute für Sie und liebe Grüße! Ulrike
Pathologischer Befund
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass sich der entfernte Polyp 9 cm vom Rectum befand.
Pathologischer Befund
Hallo,
bei meiner Frau wurden bei der Darmspiegelung zwei Polypen gefunden, sind uns aber in der Bedeutung des Befundes nicht sicher. Können Sie uns bitte die Bedeutung des Befundes erklären? Der eine Polyp (ca. 35 mm), groß flächig wachsend mit erhabenen Anteilen, konnte bisher noch nicht entfernt werden. Der Befund dieses Polypen: Tubulovillöses Adenom mit Low grade Dysplasie (niedriggradige intraepitheliale Neoplasie).
Der Befund des zweiten Polypen:
Tubulovillöses Adenom, teils mit low grade, teils mit high grade Dysplasie. An einer Stelle mit gerade eben beginnendem Überschreiten der Muscularis mucosae als Ausdruck eines vollzogenen Übergangs in ein hier überwiegend hoch, kleinherdig mäßig differenzierten kolorektalen Adenokarzinoms. Keine Angioinvasion, Budding low (Bd.1) low risk Kazinom. Die beiliegenden Gewebestücke überwiegend mit regularer kolorektaler Schleimhaut, so dass von einer vollständigen Abtragung ausgegangen werden kann.
G1-2, pT1sm1, LO,VO, RO
ICD-O-M 8140/3
Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.
Serratiertes tub. Adenom
Hallo,
mein Vater hat folgende Diagnose erhalten: serratiertes tubuläres Adenom mit high grade IEN und suspekter Invasion. Das steht auf dem Befund. Er war aber nach der Koloskopie noch etwas benommen und hat nur „Krebs“ verstanden, als die Ärztin bei ihm war.
Jetzt die Frage: Bei dieser Diagnose ist das doch eher eine Vorstufe oder? Es ist bereits eine Hemikolektomie geplant. Betroffen ist das Cæcum. Vielen Dank im Voraus!
Antwort
Hallo Madlen,
der Befund spricht von einem ursprünglich gutartigen Adenom, das aufgrund seiner Zellstruktur aber an der Schwelle zum Darmkrebs steht. Die suspekte Invasion wiederum könnte schon ein Hinweis auf Darmkrebs sein. Aus der Ferne ist das schwierig zu beurteilen, aber offenbar geht die Ärztin von Darmkrebs aus, sonst würde sie
keine Darm-OP mit halbseitiger Entnahme des Dickdarms empfehlen. In dem Fall wäre es aber Darmkrebs im Frühstadium, also mit guter Prognose. So oder so ist sicher ein längeres Gespräch mit der Ärztin sinnvoll, weil auch uns die OP recht ausgedehnt erscheint.
Alles Gute vom Navigator-Team
Kontrollbefund
Hallo,
nach dem Tod meiner Mutter durch Darmkrebs mit 69 Jahren, war das bereits meine 2. Darmspiegelung. Die erste war vor 5 Jahren. Jetzt wurde ein 0.5 cm grosser Polyp entfernt.
Beurteilung: Tubuläres Kolonschleimhautadenom mit fokaler mässiggradiger Epitheldysplasie * low-grad intraepitheliale Neoplasie nach WHO; ICD 10: D12.6), nicht sicher komplett abgetragen.
Der Arzt rät die nächste Untersuchung in 3 Jahren. Aber, sollte der Darmabschnitt bei nicht vollständig abgetragenen Polypen vollständig entfernt werden? Besonders bei der Vorgeschichte meiner Mutter. Jetzt ist ja schon in 5 Jahren ein Polyp gewachsen. Was soll ich tun?
Danke im Voraus für Ihre Aufklärung.
Polyp nachkontrollieren
Hallo Vie,
das ist ein Grenzfall. medizinisch betrachtet ist die Gefahr bei dem Befund sehr gering, dass da was Schlimmes entsteht in den drei Jahren. Aber es gibt ja auch noch die menschliche Komponente, also die Gedanken daran. Ich würde an Ihrer Stelle nach etwa 1,5 Jahren nachkontrollieren lassen. Sonst sind Sie möglicherweise zu lange beunruhigt und unglücklich wegen der Angst vor einem Tumor.
Alles Gute, J. Zorn vom Navigator-Team
Polyp nachkontrollieren
Vielen lieben Dank! Besonders für die schnelle Antwort. Vie
Neoplasie
Hallo,
bei mir wurde in der Koloskopie ein Polyp abgetragen. Biopsie 0,6 cm. Histologie: Low-grade intraepitheliale Neoplasie( LGIEN, geringgradige Dysplasien, Wien, Kategorie 1), Absetzung dysplasiefrei.
Meine Frage: Ist das bereits ein Karzinom? Oder die Vorstufe eines Karzinoms? Wie verhalte ich mich – und muss ich mir jetzt Sorgen machen? Danke!
kein Karzinom
Hallo Eddi,
das ist kein Karzinom und der Befund spricht dafür, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen. Eine Kontrolluntersuchung in ein paar Jahren wäre aber trotzdem sinnvoll.
Viele Grüße vom Navigator-Team
RE: Kein Karzinom
Danke, jetzt bin ich etwas beruhigt.
Flacher Darmpolyp (25 mm)
Hallo, meine Diagnose!
In mehreren Teilen übersandtes Adenom mit schwergradiger "intraepithelialer Neoplasie" (HGIEN). Der Poly konnte aber nicht ganz abgetragen werden. Außerdem habe ich noch eine H. pylori-Infektion. LG
Befund: Darmspiegelung
Hallo!
Ich möchte sehr gern wissen, was folgender Befund bedeutet. Aus meiner Sicht widerspricht er sich.
Intraepitheliale Neoplasie bedeutet doch eine Vorstufe von Krebs, während Low Grade doch gutartig heißt? Mein Arzt sagte mir, es wäre alles in Ordnung. Ich solle in 2 Jahren eine erneute Spiegelung durchführen lassen.
Histologie: Tubuläres Adenom mit einer intraepithelialen Neoplasie. Low Grade bei 60 cm.
Histologisch nicht eindeutig zu sagen, ob die Abtragung komplett erfolgt ist.
Ich wäre froh, wenn ich eine diesbezügliche Antwort bekäme!
Mit freundlichen Grüßen!
# Befund: Darmspiegelung
Hallo Ulrike,
dieser Befund kommt häufig bei Ademomen vor: Eine intraepitheliale Neoplasie ist, wie Sie schon sagen, eine Vorstufe von Krebs. Niedriggradig beschreibt den Grad, in dem die Zellen der Neoplasie entartet sind: Sie zeigen zwar schon ein anderes wachstumsmuster als normale Darmzellen (sind also nicht völlig gutartig), aber nur in geringem Maße. Das heißt, die niedriggradig entarteten Zellen wachsen sehr langsam und neigen kaum zur Ausbreitung.
Zu Ihrem histologischen Befund: Grundsätzlich sollte immer eine vollständige Entfernung des Adenoms erreicht werden. Der Befund sollte eine Aussage darüber treffen können, ob dies nun vollständig erreicht werden konnte oder nicht. Da Ihr Befund aber nichts hierzu aussagt, ist es für uns schwierig, eine Nachsorgeempfehlung auszusprechen. Es stellt sich die Frage, was geschieht, wenn das Adenom nicht vollständig entfernt werden konnte und ob deshalb eine Nachresektion empfehlenswert ist. Aus der Ferne können wir dazu natürlich keine konkreten Ratschläge geben. Es würde aber nicht schaden, das Thema nochmals bei Ihrem behandelnden Arzt anzusprechen oder auch die Zweitmeinung eines weiteren Gastroenterologen einzuholen. Wir wünschen Ihnen alles Gute, Ihr Navigator-Team
Major Papillenadenom
Hallo,
bei meinem Mann wurde bei einer Endoskopie der Verdacht eines fokal hochgradigen Major Papillenadenoms geäußert. Nun soll laut histologischem Befund nochmals eine weitere Biopsie entnommen werden. Ist diese Veränderung schon als ein Karzinom zu verstehen?
Adenom ist kein Karzinom
Hallo Stefanie,
ein Adenom ist per definitionem noch ein gutartiger Tumor. Also kein Karzinom. Hochgradig bedeutet, dass die Zellvermehrung und die Zahl unregelmäßiger Zellen in dem Adenom über dem Durchschnitt liegt und eine Veränderung in Richtung Karzinom nicht ausgeschlossen ist.
Normalerweise wird solch ein Adenom dann entfernt und in regelmäßigen Abständen wird zur Sicherheit noch mal endoskopiert.
Was jetzt aus Deinen Worten nicht ganz klar wird, ob sie das Adenom schon entfernt haben oder es drin gelassen haben, um noch mal von einer anderen Stelle aus eine Gewebeprobe zu entnehmen. "Verdacht auf" heißt bei Befunden eigentlich immer, wir sind uns noch nicht sicher.
Aber immerhin ist es der Verdacht auf ein Adenom und nicht auf ein Karzinom. Die zweite Endoskopie ist auf jeden Fall sinnvoll.
Alles Gute, J. Zorn vom Navigator-Team
RE: Adenom ist kein Karzinom
Der Befund ist: Papillenadenom mit höhergradigen zytologischen Atypien. Nach einer zweiten endoskopischen Untersuchung mit einem Seitenblickendoskop ist eine erneute Biopsie und eine Sonographie geplant. Im Gespräch ist eine chirurgische Resektion nach der Whipple Methode. Dies bereitet mir große Bauchschmerzen, weil es ein großer und komplizierter Eingriff ist.
RE: Adenom ist kein Karzinom
Hallo Stefanie,
warte lieber die zweite Biopsie und das histologische Ergebnis ab, bevor Du Dir große Gedanken über eine mögliche Whipple-Operation machst. Sollte die erneute Probeentnahme aber wirklich die Notwendigkeit der OP bestätigen, versuche trotz der Sorge vor der großen Operation auch an die Chancen zu denken. In einem sehr frühen Stadium kann der Eingriff eine rasche Tumorausbreitung verhindern. Und die Chirurgen, die eine Whipple-OP durchführen, zählen zu den sehr erfahren Operateuren. Dein Mann sollte also in guten Händen sein. Wir wünschen Euch beiden alles Gute und hoffen auf ein positives Ergebnis bei der erneuten Biopsie. Dein Navigator-Team.
Beurteilung Pathologie
Ich 64Jahre alt und habe nach einer Darmspiegelung eine pathologische Beurteilung bekommen: kurz gestieltes, tubulo-villöses Adenom der Sigmasschleimhaut mit niedriggradiger intraepithelialer Neoplasie. Ectomie im gesunden.
Wer kann mir helfen, was das bedeutet ?
ich soll nach drei Jahre eine weitere Darmspiegelung machen.
ich freue mich über jede Antwort.
Beurteilung
Hallo Clau,
Sie müssen sich bei dem Befund keine Sorgen machen. Ein gutartiger Tumor, der komplett entfernt wurde.
Alles Gute, Ihr Navigator-Team
Danke Navigator - Team
Hallo Navigator Team,
viele Dank für Ihr Antwort,
aber wenn ich noch fragen darf, warum muss ich nach 3 Jahren noch eine Darmspiegelung machen?
Und dieses Adenom, kurz gestieltes, tubulo-villöses Adenom der Sigmasschleimhaut mit niedriggradiger intraepithelialer Neoplasie, das ist eine
Vorstufe vom Adenomcarcinom?
Können Sie mir das noch sagen?
Und gibt es Medikamente zur Vorsorge gegen Polypen?
Vielen Dank im Voraus
Zu Ihren Fragen
Hallo Clau,
wenn sich einmal ein kleines Adenom gebildet hat, ist es sinnvoll, alle paar Jahre noch mal nachzuschauen, weil das auch ein zweites Mal passieren kann.
Das heißt aber nicht, dass Sie in Angst leben müssen. Diese Polypen wachsen sehr langsam und können zwar nach vielen Jahren zu Krebs werden, oft werden sie das aber auch nicht. Wenn der Arzt Gefahr vermutet hätte, hätte er eine Kontrolle in einem Jahr empfohlen.
Medikamente dagegen gibt es nicht wirklich. Mit regelmäßiger Vorsorge, sprich Darmspiegelung, schützen Sie sich am besten.
Viele Grüße, Ihr Navigator-Team

PS: Schauen Sie im Inhaltsverzeichnis auch noch mal unter Darmpolypen nach.
Kontrollbefund
Bei der Darmuntersuchung wurde bei meinem Freund ein tubuläres Adenom der Dickdarmschleimhaut mit fokaler high grade intraepithelial Neoplasie diagnostiziert. Aber immunhistochemisch kein Hinweis auf eine IEN. Was genau bedeutet das? Und wie dringlich ist eine Nachuntersuchung?
Kontrollbefund
Hallo Ute,
wie können leider keine verbindliche Aussage treffen, da uns nicht die gesamte Krankengeschichte und alle Befunde Ihres Freundes vorliegen. Aber es könnte sein, dass sich bei der Untersuchung des Adenoms unter dem Mikroskop der Verdacht auf eine high-grade intraepitheliale Neoplasie (high-grade IEN) ergab. In der anschließenden immunhistochemischen Analyse ließ sich dann doch keine IEN nachweisen. An sich ist das eine gute Nachricht. Bezüglich der notwendigen Nachuntersuchungen sollte sich Ihr Freund nach den Empfehlungen seines behandelnden Arztes richten. Wir wünschen Ihnen alles Gute, Ihre Navigator-Medizin-Redaktion
Intraepitheliale Neoplasie Speiseröhre
Hallo, mir liegt gerade der Befund der Magenspiegelung vor und ich habe solche Angst.
Intraepitheliale Neoplasie Low Grade am ösophagokardialen Übergang, dazu im Magen und Zwölffingerdarm überall leichte bis mittelschwere Entzündungen. Barrettmukosa.
Meine Oma ist an Speiseröhrenkrebs gestorben, ich selber hatte ein schwarzes Melanom. Muss ich mir große Gedanken machen? Habe seit Jahren Brennen im Mund und auf der Zunge, keiner konnte mir helfen... Vielen Dank für eine Antwort im Voraus
an Katrin
Hallo Katrin,
die Neoplasie ist eine Krebsvorstufe, also noch kein Krebs. Low Grade bedeutet, noch nicht weit fortgeschritten.
Die Barrettmukosa ist ebenfalls kein Krebs, gilt aber als Risikofaktor.
Wir können aus der Ferne natürlich keinen konkreten Rat oder Einschätzungen geben, aber Tatsache ist, dass bei dem Befund kein bösartiger Tumor vorliegt. Und das kann auch so bleiben, nur in einigen Fällen entwickelt sich daraus Krebs. Du wirst aber sicher regelmäßige Kontrolluntersuchungen machen müssen, um im Falle des Falles schon kleine Veränderungen zu sehen und reagieren zu können.
Sinnvoll ist in jedem Fall, Sodbrennen zu vermeiden, ggf. dauerhaft zur Vorsorge Magensäurehemmer einzunehmen (Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol, aber bitte mit Deinem Arzt abklären) und nicht zu rauchen.
LG, J. Zorn vom Navigator-Team
Diagnose
Hallo,
ich habe gerade die gleiche Diagnose bekommen und wollte erfragen, wie es sich bei dir in der Zeit entwickelt hat? LG - Katja
Kommentar schreiben

Kommentare: Archiv

Histologie zur Coloskopie
Dienstag, den 18. September 2018 um 21:51 Uhr, Charlotte
1. Sigma-Polypektomie (40cm ab ano): Kurativ exzidiertes, oligokryptales, tutuläres Sigmaadenom mit intraepithelialer low-grade Neoplasie (geringe Dysplasie) und adenomfreien Absetzungsrand, 2. Sigma-Polypenknospe (25cm ab ano): tubuläres Sigmaadenom mit intraepithelialer low-grade Nepasie (geringe Dysplasie) 3. Sigma-Polipektomiepräparat (20cm ano): Nicht sicher komplett erfasstes, tubuläres Sigmaadenom mit intraepithelialer low-grade Neoplasie (geringe Dysplasie). Auf Grund des morphologischen bildes kann nicht sicher entschieden werden, in wie weit das Adenom komplett erfasst wurde. Ich bin etwas vor den Kopf geschlagen. Ich hatte im Juni eine stationäre Darmspiegelung, der eine ambulante im Februar folgte. Weil ich diese Abführmittel einfach nicht vertrage. Mir geht es dann körperlich sehr schlecht. Da ich nichts mehr vom Krankenhaus hörte, dachte ich, es sei alles in Ordnung. Nun ja. ich bin jetzt bei meiner Hausärztin gewesen. Weil ich eine Überweisung brauchte. Und da sagte sie mir: Ah, da war doch noch was. Holt den Befund raus, und sagt mir: Sie hatten ja die Darmspiegelung. Da war wohl etwas nicht so ganz in Ordnung. Da müssen Sie nächstes Jahr noch einmal ins Krankenhaus. So jetzt konnte ich das einfach nicht fassen hab mir eine Kopie von dem Bericht geben lassen aber ich versteh den nicht wirklich. Ich hatte schon 3x Konisationen mit einem Pap 4 sowie eine Gebärmutterentfernung, weil das Risiko zu groß war, dass es wieder kommt. Ich bin familiär geschädigt. Viele meiner Verwandten haben Krebs. Und ich habe es auch nur so beiläufig erfahren, dass da was nicht in Ordnung war - aber keinerlei Erklärung, was denn nicht in Ordnung sei. Ich wäre sehr dankbar für eine Aufklärung.

Histologie Duodenalschleimhaut aus der Papillenregion
Freitag, den 08. Dezember 2017 um 20:51 Uhr, Sabine S.
Erneut niedriggradige intraepitheliale Neoplasien der Duodenalschleimhaut. Gut vereinbar mit einem tubulären Adenom mit niedriggradigen intraepithelialen Neoplasien: Nach klinischen Angaben von der Papille stammend. Kein infiltratives Wachstum. Über die Entfernung im Gesunden entscheidet das endoskopische Bild? Empfohlene Kontrolluntersuchung in 6 Monaten. Definitive chirurgische Versorgung wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewünscht. Kann mir jemand sagen, was das bedeuten soll? Und wie eine operative Entfernung aussehen könnte? Man hat mir bei der Schilderung einer solchen nämlich ziemlich Angst gemacht.

Coecum Polyp: tubuläres Adenom mit high grade IEN Kontrolle in 6 Monaten
Sonntag, den 30. Juli 2017 um 16:31 Uhr, Anne K.
Wie hoch liegt die Rezdivrate?

Low Grade Neoplasie
Donnerstag, den 22. Dezember 2016 um 08:07 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo Sabine, ein Adenom ist ein gutartiger Knoten. In diesem Adenom haben sich aber einige Zellen gebildet, die krebsverdächtig sind (also noch kein Krebs, aber die Zellen könnten irgendwann dazu werden). Deshalb rät der Arzt, das Adenom zu entfernen. Mit kurativer Exzision ist gemeint, dass damit eine komplette Beseitigung des Problems erreicht wird. Ob aus einer solchen Zellinsel ein richtiger Krebs wird, kann man im voraus nicht sagen, aber mit einer Entfernung des Adenoms sind Sie auf der sicheren Seite. Viele Grüße Dr. J. Zorn

Pathologischer Befund
Donnerstag, den 22. Dezember 2016 um 07:38 Uhr, Sabine
Was heißt: tubuläres Adenom mit intraepithelialer low-grade Neoplasie (geringe Dysplasie), fokal mit vermehrter Proliferation - kurative Exzision angeraten

Befund
Montag, den 21. März 2016 um 10:25 Uhr, hans seitz
was bedeutet: hochgradige prostatische intraepiheliale Neoplasie / HG-PIN ) + leichte glandduläre fibromuskuläre Hyperplasie

bitte nicht verzweifeln
Donnerstag, den 05. November 2015 um 19:16 Uhr, Navigator-Team
Hallo Renate, natürlich ist das aus der Ferne seriös nicht zu beurteilen, weshalb das folgende nicht das Urteil Ihrer Ärzte vor Ort ersetzen kann. Aber der Befund hört sich für uns nicht so schlimm an wie wahrscheinlich für Sie. Die Neoplasie ist eine Krebsvorstufe, kein Krebs. Keine akute Gefahr, nur etwas, das man im Auge behalten muss. Dass Ihr Arzt erst in sechs Monaten eine Kontrolluntersuchung für notwendig hält, zeigt ja, dass auch er es so einschätzt. Und die übrigen Befunde (Gastritis & Co.) sind allesamt gut behandelbar und kein Grund für übergroße Sorgen. Möglicherweise macht eine Ernährungsumstellung Sinn, wenn Ihre Schleimhäute im Magen so angegriffen sind. Alles Gute und viele Grüße Ihr Navigator-Team

Low grade intraepitheliale Neoplasie, Oligo crypt adenoma der Duodenalschleimhaut
Donnerstag, den 05. November 2015 um 18:47 Uhr, Renate T.
Ich bin geschockt, da ich nicht nur die o.a. Diagnose erhielt, sondern es wurde auch eine kleine Adenomknospe mit Mukusdepletion gefunden (wurde entfernt) sowie teilweise Becherzellreduktion, einzelne Mitosefiguren, leicht vergrößerte Kerne. Ich bin regelrecht am Ende und weiß nicht so recht, was ich von diesen Befunden halten soll, zumal ich für die meisten Befunde keine Übersetzung finden kann. Des Weiteren ist eine rezidivierte subakute Antrumgastritis vorhanden, eine regenerative Hyperplasie, der Dixon-Score spricht für eine Typ C-Gastritis, Refluxoesophagitis 0-1, eine flache ulzeröse Läsion. Leider hat mein Hausarzt mich wegen des Ergebnisses lediglich spätabends angerufen. In diesem Telefonat erwähnte er, dass eine Kontroll-Gastroskopie in 6 Monaten ratsam sei, da es sich um eine Krebsvorstufe handeln würde. Ein Telefonat finde ich bei diesem Ergebnis, das mich außerdem sehr verunsichert, nicht gerade angebracht.

intraepitheliale Neoplasie im magen
Sonntag, den 12. April 2015 um 14:32 Uhr, heike
ich finde keine Therapie im Internet, außer dass Chemo und Bestrahlungen nicht gehen. Was wird gemacht? Was erwartet mich? Schleimhaut, die befallen ist. Außer Kontrollen kann ich nichts finden. Die Angst sitzt tief. Bitte sagt mir jemand so ungefähr und ganz allgemein, was man tun kann.

Keine Panik
Freitag, den 10. April 2015 um 20:28 Uhr, Redaktionsteam
Hallo Heike, ja, das ist heilbar. Und Du musst ganz bestimmt nicht sterben. Zwar ist es aus der Ferne immer etwas unseriös, konkrete Prognosen abzugeben, aber es handelt sich in Deinem Fall offenbar um eine Frühform, die noch gut entfernbar ist. Dein Navigator-Team

intraepitheliale Neoplasie im Magen
Freitag, den 10. April 2015 um 17:56 Uhr, heike
ich bin vollkommen fertig. Diese Diagnose hab ich gestern bekommen. Ich hab Angst. Es ist die erste Stufe. In 4 Wochen wird noch mal eine Spiegelung mit Kontrastmittel gemacht. Ist das heilbar? Wie ist die Therapie? Gibt es die überhaupt?? Ich will nicht sterben. Bitte gebt mir Antworten
Navigations-Menü & weitere Artikel zum Thema Top
Herzerkrankungen & Heilpflanzen

Navigator-Medizin.de
Sanfte Pflanzenkraft bei Herzinfarkt, Arteriosklerose & koronarer Herzkrankheit

Macht bei koronarer Herzkrankheit und nach einem Herzinfarkt ein Versuch mit natürlichen Arzneistoffen Sinn?

Wir von Navigator-Medizin.de meinen ja. Aber nicht als Alternative, sondern ergänzend.

Mehr dazu lesen
Sie hier!