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Schlupflider: Ursachen und Behandlung

Welche Möglichkeiten der Schönheitschirurgie gibt es an den Augen? Zu welchem Arzt geht man damit am besten? Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Fragen und Antworten dazu vor.

Basiswissen

Schlupflider: Was sollte ich über die Entfernung von Schlupflidern wissen?

Von Schlupflidern spricht man, wenn das Oberlid recht großflächig ist und direkt an den Wimpernkranz angrenzt, sodass die Lidfalte mehr oder weniger verdeckt bleibt. Schlupflider sind Veranlagungssache und können durchaus sehr attraktiv aussehen – bei einigen Models sind sie sogar ein explizites Markenzeichen.

Wenn allerdings der Alterungsprozess mit Verlust der Hautspannung einsetzt, lassen die dann oft (über)hängenden Augenlider Blick und Aussehen etwas müde, traurig und meist auch unverhältnismäßig gealtert erscheinen. Wohl aus diesen Gründen gehört eine Korrektur von sogenannten Schlupflidern mit rund 25.000 Eingriffen im Jahr in Deutschland zu den häufigsten Schönheits-OPs.

Zahlt die Kasse die Entfernung der Schlupflieder?

Den Alterungsprozess kann eine Oberlidstraffung natürlich nicht aufhalten: Wer den frischen und verjüngten Anblick dauerhaft erhalten möchte, muss den Eingriff eventuell nach einigen Jahren oder Jahrzehnten wiederholen.

Die Kosten der Blepharoplastik liegen bei etwa 2.000-3.000 Euro. Sie werden von den Kassen nur bezahlt, wenn ein ausgeprägter Befund vorliegt, der nicht nur optisch stört, sondern nachweislich auch das Gesichtsfeld verengt, sodass beispielsweise die Verkehrstauglichkeit eingeschränkt ist.

Operation

Wie funktioniert die Operation an den Schlupfliedern?

In der Regel handelt es sich um eine risikoarme Operation, die meist ambulant und oft nur mit Lokalanästhesie, also örtlicher Betäubung, durchgeführt werden kann. Der Chirurg zeichnet zuvor mit einem Stift beim sitzenden Patienten die späteren Hautschnitte am Oberlid auf. Bei der anschließenden OP werden diese Oberhautpartien entfernt – in sehr ausgeprägten Fällen ggf. zusätzlich auch Fett und oberflächliche Muskelpartien. Mit sehr kleinen Stichen werden die Wundränder abschließend vernäht, wobei die feinen Narben anatomisch günstig meist komplett in der Lidfalte verschwinden.

Nach etwa einer Stunde ist diese, im Medizinerdeutsch Blepharoplastik genannte, Prozedur abgeschlossen. Man kann nach kurzer Erholungsphase meist direkt nach Hause, wo man das Lid in den nächsten Tagen immer wieder mit entsprechenden Pads kühlen sollte. Am besten nimmt man 1-2 Wochen arbeitsfrei, um der Augenpartie genug Zeit für die Regeneration zu geben.

Komplikationen

Welche Probleme können nach der OP auftreten?

Neben den üblichen OP-Risiken wie Infektionen und Nachblutungen kann es in seltenen Fällen durch Verletzung der für die Motorik verantwortlichen Augen-Muskeln zu Doppelbildern kommen. Durch  Überkorrektur können Störungen der Tränensekretion oder des Lidschlusses resultieren. Auch wenn diese in der Regel durch einen zweiten Eingriff korrigierbar sind, sollte man sich auch bei diesem „Routine-Eingriff“ am besten nur in die Hände eines erfahrenen und renommierten Chirurgen begeben.

Quellen:

  • Augenlidstraffung. Herausgeber: Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen www.dgpraec.de.

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Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin und Wissenschafts-Redakteurin

Dr. med. Monika Steiner
Ärztin und Wissenschafts-Redakteurin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

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Dr. med. Jörg Zorn
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  • Universitätsklinik Marburg
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