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Was sollte man über Schönheitsoperationen wissen? Welche sind die häufigsten Eingriffe? Mehr dazu lesen Sie in diesem Kapitel.

Einleitung

Schönheitsoperationen: Was muss ich wissen?

Wir möchten Sie bei Ihren Recherchen im Vorfeld gerne unterstützen. Deshalb haben wir auf diesem Portal wichtige Fragen und Antworten zur ästhetisch-plastischen Behandlung zusammengestellt, die laufend um weitere Beiträge ergänzt werden. Ob Brustvergrößerung oder Brustverkleinerung (auch beim Mann!), Bauchdeckenstraffung oder Botox-Behandlung: Zuerst geht es immer um die Frage, für wen die Verfahren überhaupt in Frage kommen und was vorher abzuklären ist. Für den Einstieg und schnellen Überblick dienen die ärztlich verfassten Antworten auf die Standardfrage „Was muss ich wissen?“. Dabei weisen wir natürlich auch auf mögliche Risiken hin. Denn abgesehen vom Narkose- und Operationsrisiko entspricht die postoperative Wirklichkeit leider nicht immer den auf Hochglanz polierten Darstellungen in Internet und Werbeflyer. Detaillierte Fragen wenden sich den diversen OP-Verfahren, Implantaten und Medikamenten zu. Bereits vor einem Eingriff – und sogar noch vor der Entscheidung für einen solchen – ist zudem die Frage von Interesse, was danach zu beachten ist.

Begriffe

Was versteht man unter Schönheits-OP, Plastischer Chirurgie und Co.?

Schönheitsoperationen haben Konjunktur. Wer allerdings glaubt, die ästhetische Chirurgie sei eine Neuerfindung der heutigen Zeit, irrt. Formverändernde Eingriffe zum Zwecke eines verbesserten Erscheinungsbildes sind schon seit Jahrtausenden bekannt. Gleiches gilt für die rekonstruktive Chirurgie, die sich um die Korrektur von körperlich bedingten Fehlfunktionen bemüht. Beide Arten fallen letztlich unter den Begriff der Plastischen Chirurgie. Als Plastik bezeichnet man in der Medizin ganz allgemein die operative Umformung von Gewebeteilen oder Organen, einschließlich ihrer Wiederherstellung.

Plastische Verfahren sind damit in allen operativen Fächern zuhause. Soweit es den äußeren, sichtbaren Körperbereich betrifft, spielen für den patientenorientierten Arzt dabei auch ästhetische Fragen seit jeher eine Rolle. Den Begriff des „Schönheitschirurgen“ gibt es in der medizinischen Aus- und Weiterbildung und damit als offizielle Bezeichnung gar nicht.

Wie wichtig sind die ärztliche Qualifikation und Erfahrung des Chirurgen?

Bei Ihrer Arztwahl sollten Sie auf die Qualifikation und Erfahrung des Arztes als „Plastischer Chirurg“ achten. Und auf die fachärztliche Kompetenz für den jeweiligen Körperbereich, etwa die Dermatologie, wenn es um Haut und Haar geht, oder die Gynäkologie bei Brustoperationen.

Der Zusatz „Ästhetisch“ weist auf eine Spezialisierung mit einem Leistungsangebot hin, das primär aus schönheitsmotivierten statt medizinischen Gründen zum Einsatz kommt. Dementsprechend handelt es sich in den allermeisten Fällen um Selbstzahlerleistungen, die keine Krankenkasse übernimmt. Je nach Eingriff können die Kosten im vierstelligen Bereich liegen, manchmal auch noch darüber. Sich vorher ausführlich über die Sinnhaftigkeit, das zu erwartende Endergebnis und die möglichen Risiken klar zu werden, empfiehlt sich daher dringend. Seriöse Schönheitsspezialisten bieten ihren potenziellen Patienten bzw. Kunden vorab ein ausführliches Informationsgespräch (inklusive Modellierung am Computer) dazu an. Und zwar ergebnisoffen und unabhängig davon, ob Sie sich bereits für einen Eingriff entschieden haben.

Häufigkeit

Wie oft werden Schönheits-OPs durchgeführt?

Sollten Sie sich für die ärztliche Unterstützung zur Körperoptimierung entschließen, sind Sie jedenfalls nicht allein. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 138.500 Schönheitsoperationen vorgenommen. Das entspricht etwa einem Drittel aller plastisch-chirurgischen Eingriffe. Hinzu kommen noch an die 132.000 Faltenunterspritzungen mit Botulinumtoxin, Hyaluronsäure und anderen Präparaten. Die Zahlen entstammen einer Mitgliederumfrage der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC).

Brustvergrößerung, Lidstraffung und Fettabsaugung dominieren die OP-Statistik

In diesem Fachverband sind über 95% der Plastischen Chirurgen in Deutschland organisiert. Brustvergrößerung, Lidstraffung und Fettabsaugung lagen bei den Operationen unangefochten an der Spitze. Die konkreten Patientenzahlen betrugen über 25.000 (Brust), über 24.000 (Lid) bzw. über 18.000 (Fett).

Lassen sich mehr Frauen oder Männer operieren?

Die Kundschaft der Schönheitsmediziner ist über das Behandlungsspektrum hinweg im Durschnitt zu 84% weiblich. Zum gleichen Ergebnis kommt eine (nicht repräsentative) anonyme Patientenumfrage aus dem Jahr 2014. Sie wurde von einem anderen Verband, der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), durchgeführt. Nur bei den Haartransplantationen liegen die Männer erwartungsgemäß vorne, und das mit 81% deutlich. Weitere männliche Problemzonen sind offenbar die Ohren (34% männlicher Patienten-Anteil) und das Kinn (32%). Faltenunterspritzungen sind nur zu 10% eine männliche Angelegenheit, Oberschenkel- und Oberarmstraffungen nur zu 6% bzw. 4%. Die Inanspruchnahme der schönheitschirurgischen Angebote ist übrigens kein Jugendtrend (mehr). Das Durchschnittsalter der Patientenkunden liegt mittlerweile bei knapp 41 Jahren. Während der Anteil der 18- bis 30-Jährigen leicht rückläufig ist, gibt es vor allem in der Altersgruppe von 31 bis 40 sowie bei den über 60-Jährigen Zuwächse.

Was ist der häufigste Grund für eine Schönheis-OP?

Befragt wurden die Patienten auch zu ihren Beweggründen: Knapp einem Viertel geht es darum, ein Idealbild zu erhalten oder herzustellen. Mehr als drei Viertel gaben die Hoffnung an, dass sich durch den Eingriff ihr Lebensgefühl verbessert. Das scheint im Regelfall auch zu gelingen. Psychologen der Ruhr-Universität Bochum begleiteten 544 Probanden vor einer Schönheitsoperation sowie drei, sechs und zwölf Monate danach.

Erhoffte Ziele werden in der Mehrzahl offenbar erreicht

Als Vergleich dienten zwei Kontrollgruppen mit nichtoperierten Personen, die sich entweder für einen solchen Eingriff schon mal erwärmt oder erst gar nicht dafür interessiert hatten. Im Durschnitt erfüllte die Kosmetikchirurgie die Ziele der Schönheitspatienten. Sie berichteten von mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und Selbstwert. Negative Auswirkungen auf die Psyche waren den Wissenschaftlern zufolge nicht zu verzeichnen.

Noch ein Extra-Tipp:
Wussten Sie, wie wichtig Mikronährstoffe für die Gesundheit sind?
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Quellen:

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Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin & Wissenschafts-Redakteurin

Dr. med. Monika Steiner
Ärztin & Wissenschafts-Redakteurin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

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Dr. med. Jörg Zorn
Arzt / Chefredakteur

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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