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Zink-Tabletten: Wirkung und Nebenwirkungen

Autorin:

Was bringt Zink bei einer Erkältung? Wie viel von dem Spurenelement sollte als Prophylaxe eingenommen werden? Und welche Nebenwirkungen sind möglich? Diese und weitere Fragen beantworten wir in folgendem Beitrag.

Wirkung

Hilft die Einnahme von Zink bei einem grippalen Infekt?

Zink verkürzt die Dauer einer Erkältung, so das Ergebnis mehrerer Studien aus den Jahren 2011 bis 2013. Anhand verschiedener Studiendesigns konnte gezeigt werden, dass Zink sowohl vorbeugende als auch therapeutische Effekte besitzt.

Im Akutfall wenig hilfreich

Der Einfluss auf die Krankheitsdauer bei einem akuten grippalen Infekt ist nach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen allerdings nicht sehr groß. Wird Zink innerhalb 24 Stunden nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome eingenommen, verkürzt sich die Dauer des Infektes im Durchschnitt um einen Tag.

Um diesen Effekt zu erreichen, sind im Akutfall Zinkdosen von 75 mg pro Tag oder mehr erforderlich. Zum Vergleich: Die Tagesdosis eines Erwachsenen beträgt 10 bis 15 mg Zink. Bei solch hohen Zinkdosen wurde häufiger über Nebenwirkungen wie Übelkeit und einen unangenehmen Geschmack im Mund berichtet.

Prophylaxe: den Erregern erst gar keine Chance geben

Bei vorbeugender Einnahme von Zink in niedrigerer Dosierung über mehrere Monate jedoch konnte ein signifikanter Effekt auf die Häufigkeit von Erkältungsepisoden beobachtet werden. Zum prophylaktischen Effekt von Zink wurden allerdings bislang nur wenige Studien durchgeführt. Die Datenlage ist daher noch zu dünn, um eine Empfehlung zu geben. Die Ergebnisse weiterer Studien an einer größeren Patientengruppe sind abzuwarten.

Wenn man unter wiederkehrenden grippalen Infekten leidet, kann der Versuch einer Zink-Supplementation in niedriger Dosierung sinnvoll sein. Besser wäre es, vorher den Zink-Status beim Arzt oder Therapeuten überprüfen zu lassen, da die Zinkversorgung in der Bevölkerung sehr unterschiedlich ist.

Vegetarier und Veganer neigen eher zum Zinkmangel, da die Bioverfügbarkeit aus Fleisch wesentlich höher ist als aus Pflanzen. Auch bei regelmäßigem Alkoholkonsum, bei Schwermetallbelastung aus Zigarettenrauch und bei Diabetikern wird öfter ein Zinkmangel beobachtet.

Vielfältige Wirkung

Für die positive Wirkung des Zinks bei einem grippalen Infekt lassen sich mehrere Erklärungen heranziehen:

Zink ist essentiell für das Wachstum und die Differenzierung der Schleimhäute. Es stimuliert darüber hinaus T-Lymphozyten – weiße Blutkörperchen, die in der Infektabwehr eine Schlüsselrolle einnehmen – über ein zinkabhängiges Peptid. Und schließlich wirkt Zink direkt gegen die Erkältungsviren, indem es ihre Vermehrung hemmt und ihr Anheften an die Nasenschleimhaut erschwert.

So nehmen Sie Zink richtig ein

Zink kann während eines akuten Infektes, also für die Dauer weniger Tage, in Dosen bis zu 150 mg täglich eingenommen werden. Möchte man mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit minimieren, kann man auch sprudelnde Zinktabletten verwenden und damit gurgeln.

Bei Einnahme zur Prophylaxe über einen längeren Zeitraum sollte man die zusätzliche Einnahme von 10 mg Zink pro Tag aber nicht überschreiten. Es kann sonst zu sekundären Defiziten an Eisen, Kupfer, Calcium und Mangan kommen. Auch sollte man nach 3 bis 4 Monaten pausieren.

Zink nimmt man am besten abends und in Form eines Komplexes mit der Aminosäure Histidin. Alternativ kann Zink auch, besonders zur Prophylaxe, als Schüßler-Salz Nr. 21 in einer Tagesdosis von 7 bis 15 Tabletten eingenommen werden.

Quellen:

  • Knoell DL, Liu MJ. Impact of zinc metabolism on innate immune function in the setting of sepsis. Int J Vitam Nutr Res. 2010 Oct;80(4-5):271-7. doi: 10.1024/0300-9831/a000034. PMID: 21462110; PMCID: PMC3279174.
  • Ausgewählte Fragen und Antworten zu Zink. Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. www.dge.de.

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