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Teufelskralle: Wirkung und Nebenwirkungen

Wie genau wirkt die Teufelskralle? Bei welchen Erkrankungen kommt der Wirkstoff zum Einsatz und welche Nebenwirkungen können dabei auftreten? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im folgenden Beitrag für Sie.

Wirkung

Hilft die Teufelskralle wirklich gegen Rückenschmerzen?

Ja. Zumindest in vielen Fällen. Die südafrikanische Teufelskralle, wie sie mit vollem Namen heißt, gehört zu den wenigen Heilpflanzen, bei der die Wirkung gegen Rückenschmerzen sogar aus streng wissenschaftlicher Sicht eindeutig nachgewiesen ist.

Allerdings muss man einschränkend sagen, dass das nur für degenerative Rückenschmerzen gilt. Also für solche, die auf Verschleißerscheinungen zurückgehen. Das ist aber zugleich auch die häufigste Form von Rückenschmerzen. Außerdem handelt es sich "nur" um eine unterstützende Behandlung. An den Ursachen (Haltungsfehler, Verspannungen) muss trotzdem gearbeitet werden. Bei akuten Beschwerden wie zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall ist die Teufelskralle eher nicht oder nur geringfügig wirksam.

Lindert Schmerz und Entzündungsreiz – aber nicht sofort

Die Teufelskralle stammt ursprünglich aus Südafrika und Namibia, daher ihr exotischer Name. Die Inhaltsstoffe haben unter anderem einen entzündungshemmenden und einen schmerzlindernden Effekt. Neben der Behandlung von Rückenschmerzen wird die Heilpflanze auch bei rheumatischen Beschwerden und anderen degenerativen Schmerzen des Bewegungsapparates (z.B. Arthrose) eingesetzt.

Wichtig zu wissen: Bis die Teufelskralle wirkt, vergeht in der Regel etwas Zeit. Das hängt mit der Art der Inhaltsstoffe und ihrer Wirkweise zusammen. Man muss also etwas Geduld haben und darf keine Linderung akuter Beschwerden erwarten.

Die afrikanische Teufelskralle wird von verschiedenen Herstellern als Tee und in Tablettenform angeboten.

Warum hilft die Teufelskralle auch gegen Verdauungsprobleme?

Das hängt mit den Bitterstoffen in der Teufelskralle zusammen. Die afrikanische Heilpflanze, die sonst vor allem zur Linderung von Rückenschmerzen oder rheumatischen Beschwerden eingesetzt wird, wirkt wegen dieser Bitterstoffe auch verdauungsanregend.

Somit ist ein Tee (oder auch Tabletten) aus Teufelskrallen-Extrakt eine sinnvolle Option bei Verstopfung oder insgesamt träger Verdauung. Außerdem wirkt die Heilpflanze auch appetitanregend. Beide Effekte sind wissenschaftlich nachgewiesen.

Die Wirkung gegen Schmerzen des Bewegungsapparates hat hingegen nichts mit den Bitterstoffen zu tun. Sie beruht auf anderen Inhaltsstoffen, die entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte haben.

Hilft Teufelskralle wirklich gegen Verstopfung?

Ja. Das ist mittlerweile sogar nach streng wissenschaftlichen Maßstäben nachgewiesen. Die verdauungsanregende Wirkung beruht auf den Bitterstoffen in der Teufelskralle. Wegen dieser Bitterstoffe wirkt die afrikanische Heilpflanze auch appetitanregend. Eine Art Magenbitter, ohne Alkohol.

Wenn Sie es mal ausprobieren wollen, suchen Sie einfach eine Apotheke auf. Es gibt zahlreiche Teufelskrallen-Präparate von verschiedensten Herstellern. Man kann die Pflanze als Tee oder auch in Tablettenform bekommen.

Nebenwirkungen

Wann sollte man auf Arzneimittel mit Teufelskralle lieber verzichten?

Die Afrikanische Teufelskralle, genauer gesagt ihre Wurzel, gehört zu den bewährten Heilpflanzen gegen Rückenschmerzen. Ihre schmerzlindernde Wirkung ist nachgewiesen. Allerdings können auch pflanzliche Arzneimittel in Einzelfällen gefährlich werden.

Im Falle der Teufelskralle gilt das vor allem, wenn man neben den Rückenschmerzen auch unter einem Magengeschwür oder Darmgeschwür leidet. Einzelne Inhaltsstoffe der Pflanze (Gerbstoffe) können nämlich die Beschwerden verschlimmern, weil sie die geschädigte Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt angreifen. Wenn Sie solch ein Problem haben, sollten Sie also lieber auf das pflanzliche Mittel verzichten oder zumindest vorher mit Ihrem Arzt sprechen. Auch bei Gallensteinen sollte die Heilpflanze nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Nicht während der Schwangerschaft

Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf Teufelskrallen-Präparate lieber verzichten. Nicht weil hier schon etwas passiert wäre, sondern einfach deshalb, weil dazu noch zu wenige Langzeiterfahrungen vorliegen. Das gilt auch für die Anwendung bei Kindern.

Und im Fall einer Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe gilt natürlich auch ein Einnahme-Verbot.

Wissenswertes

Welche Arzneistoffe stecken in der Teufelskralle?

Die wesentlichen medizinischen Inhaltsstoffe der Teufelskralle stecken in deren Wurzel. Genauer gesagt in den Wurzelausläufern. Allerdings ist noch gar nicht so ganz klar, welche dieser zahllosen darin enthaltenen Substanzen tatsächlich für die Wirkung verantwortlich ist.

Afrikanisches Gewächs

Zum Hintergrund: Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze aus Südafrika und Namibia. Daher auch der Name Afrikanische Teufelskralle oder Südafrikanische Teufelkralle. Einige ihrer medizinische Wirkungen sind wissenschaftlich nachgewiesen wurden. Vor allem bei Rückenschmerzen und bei anderen chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates (auch Rheuma) entfalten Teufelskrallen-Extrakte eine lindernde Wirkung. Nachgewiesen ist ein entzündungshemmender und schmerzsenkender Effekt. Im Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung steht dabei die Substanz Harpagosid. Aber wie gesagt, noch ist nicht klar, ob nicht auch die anderen Inhaltsstoffe mitwirken.

Bitterstoffe gegen Verstopfung und Appetitmangel

Bei einer anderen Wirkung der afrikanischen Teufelskralle ist das klarer. Die Heilpflanze regt nämlich auch den Appetit an und fördert die Verdauung. Dieser Effekt beruht auf dem Gehalt an Bitterstoffen. Auch die stecken in der Wurzel.

Ob möglicherweise auch die überirdischen Teile der Pflanze, v.a. die Blätter medizinische Wirkungen haben, ist noch ungeklärt. Da aber auch in der Naturmedizin meist nur von den Wurzeln die Rede ist, steckt die gesundheitliche Kraft wohl tatsächlich unter der Erde.

Weitere Anwendungsgebiete der Afrikanischen Teufelskralle in der Volksmedizin sind:

  • Hexenschuss
  • Nervenschmerzen (Neuralgien)
  • Sehnenentzündungen
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzlinderung während der Geburt
  • Wundbehandlung

Quellen:

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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