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Die Wissenschaft beschäftigt sich schon seit langem mit den Beta-Glucanen. Sie gelten als bioaktive Ballaststoffe mit positiven gesundheitlichen Wirkungen. Zu den bekanntesten Effekten zählen die Stimulation des Immunsystems, die Senkung des Cholesterin-Spiegels und die günstige Beeinflussung von Blutdruck und Blutzucker.

Viele der unzähligen Studien sind durchaus ernst zu nehmen und die Beta-Glucane aus der Gerste haben es auf hochoffizieller europäischer Ebene bis in die Liste der gesundheitsfördernden Stoffe geschafft. In vielen Bereichen, vom Stoffwechsel über den Kreislauf und das Immunsystem bis hin zur Krebsbekämpfung gelten die Beta-Glucane als wirksame Naturstoffe und Hoffnungsträger auch bei der Unterstützung von Behandlungsmaßnahmen.

Viele positive Indizien, aber noch wenig Beweise

Die im Anschluss folgende Liste mit wissenschaftlich belegten Effekten ist deshalb lang. Die beeindruckenden Erfolgsmeldungen, die gerne zu Werbezwecken verwendet werden, sind allerdings etwas zu relativieren. Eine Vielzahl der wissenschaftlichen Daten beruht auf Labor-Experimenten, deren Bedingungen nicht ohne weiteres eins zu eins auf unsere Lebensrealität zu übertragen sind. Und auch die Ergebnisse aus Studien mit menschlichen Probanden sind oft erst der Beginn und nicht etwa der Abschluss interessanter Fragestellungen. Dennoch können Beta-Glucane guten Gewissens als nützliche Bestandteile der menschlichen (Zusatz-) Ernährung betrachtet werden.

Gesundheitliche Effekte im Überblick

Unter anderem wurden folgende Effekte verschiedener Beta-Glucane in der wissenschaftlichen Literatur publiziert:

  • Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte gegen Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten, vorteilhaft insbesondere für ältere Menschen und solche mit geschwächtem Immunsystem;
  • Abfangen freier Radikale und entzündungshemmende Wirkung;
  • spezifische Bindung an Fresszellen (Makrophagen) und andere Immunzellen mit nachfolgender Aktivierung;
  • Auslösen einer Immunreaktion mit Sekretion von Immunbotenstoffen (Interleukine und TNF-alpha) und Vermehrung von unspezifischen und spezifischen Immunzellen;
  • Vermehrung von Lymphozyten in der Darmschleimhaut;
  • Stärkung des Immunsystems in der Haut;
  • Förderung der Wundheilung;
  • Stimulierung der Antitumor-Aktivität durch dendritische Zellen (Vorläuferstadium der T-Zellen) und reife T-Zellen;
  • Aktivierung von Makrophagen und Neutrophilen zum Aufspüren und Abtöten von Tumorzellen; danach Entfernung der zellulären Trümmer, Zellerneuerung und beschleunigte Wiederherstellung des zerstörten Gewebes; Aktivierung weiterer Komponenten zur Regeneration des Immunsystems;
  • Unterstützung bei der Behandlung von Krebserkrankungen, Verminderung des Entzündungsrisikos und positiver Effekt auf das Blutbild bei chirurgischen Eingriffen mit nachfolgender Bestrahlung oder Chemotherapie;
  • bei Anwendung vor verschiedenen chirurgischen Eingriffen vermindertes Risiko für Infektionen und verbesserte Antibiotika-Behandlung;
  • positiver Effekt bei Erkrankungen der Verdauungsorgane, z.B. bei chronischer Gastritis, Magengeschwüren im Anfangsstadium sowie bei inneren Hämorrhoiden ohne chirurgische Behandlung;
  • positive Effekte bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats (Arthritis);
  • positive Effekte auf die Blutfette durch Senkung des LDL-Cholesterins und der Triglyceride im Blutplasma und damit zur Vorbeugung von Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose);
  • regulierende Wirkung bei Diabetes mellitus;
  • Blutdruckstabilisierung;
  • positive Effekte bei Leistungssportlern mit besonders beanspruchtem Immunsystem.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten)

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Einnahme von Beta Glucan
Seit ich Beta Glucan nehme, sind meine Zuckerwerte nicht mehr so hoch. Ich habe super Zuckerwerte! Beta Glucan ist grandios.
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Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

Dr. Hubertus Glaser
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
  • freiberuflich als Entwickler, Berater und Publizist

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Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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