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Crohn & Colitis ulcerosa: Wann werden Antibiotika eingesetzt?

Antibiotika gehören nicht zu den Standardmedikamenten in der Therapie des Morbus Crohn und der Colitis ulcerosa. Sie kommen nur in bestimmten Situationen zur Anwendung. Eingesetzt werden vor allem die Wirkstoffe Metronidazol und Ciprofloxacin, entweder als Tabletten oder als Infusionslösung, die in die Vene gespritzt wird.

Bei einer Pouch-Entzündung sinnvoll

Antibiotika können helfen, eine sogenannte Pouchitis zu lindern. Ein Pouch ist ein künstlich geschaffener Beutel aus Dünndarmschlingen („pouch“ ist das englische Wort für „Beutel“, „Tasche“, „Säckchen“). Er verbindet den Dünndarm mit dem After und wird oft angelegt, wenn der Dickdarm entfernt wurde. Entzündet sich dieses Reservoir, spricht man von einer Pouchitis.

Antibiotika-Therapie bei Megakolon

Entwickelt sich als Komplikation ein sogenanntes toxisches Megakolon mit Fieber und Sepsis („Blutvergiftung“), kann es ebenfalls sinnvoll sein, Antibiotika zu verabreichen. Das toxische Megakolon ist inzwischen aber sehr selten geworden. Wenn überhaupt, tritt es eher bei der Colitis ulcerosa als beim Morbus Crohn auf.

Eventuell zur Fistel-Therapie

Beim Morbus Crohn werden Antibiotika ab und zu zur Behandlung von Fisteln verordnet – allerdings ist umstritten, wie sinnvoll das ist. Denn häufig kommen die Fisteln wieder, wenn die Antibiotika abgesetzt wurden. Zudem haben die Mittel einige Nachteile, wie Sie gleich sehen werden.

Antibiotika nur für eine begrenzte Zeit

Generell sollten Sie nämlich bedenken: Antibiotika sind nicht für eine langfristige Behandlung geeignet. Das liegt zum einen daran, dass sich Resistenzen entwickeln können. Zum anderen sind die Nebenwirkungen bei den genannten Wirkstoffen nicht zu unterschätzen. Bei Metronidazol und Ciprofloxacin kann es bei längerem Gebrauch beispielsweise zu Nervenschädigungen kommen. Diese äußern sich durch „Ameisenlaufen“ auf der Haut, Schwindel, Kopfschmerzen; außerdem ist das Risiko, einen Krampfanfall zu erleiden, erhöht.

Zu den häufigeren Nebenwirkungen gehören zudem Magen-Darm-Beschwerden und Hautreaktionen. Es kann sein, dass Sie einen metallischen Geschmack im Mund bemerken und dass sich Ihr Urin dunkel verfärbt – beides ist aber ungefährlich. Möglicherweise sinkt auch die Zahl der weißen Blutkörperchen (in der Fachsprache Leukopenie).

Alkohol während der Therapie meiden

Generell ist es ratsam, während einer Antibiotika-Therapie auf Alkohol zu verzichten. Das gilt aber ganz besonders, wenn Sie Metronidazol bekommen. Denn Metronidazol hemmt ein bestimmtes Enzym, das mit für den Abbau von Alkohol sorgt. Wenn Sie dennoch Wein, Bier oder andere alkoholhaltige Getränke zu sich nehmen, kann es sein, dass Hautrötungen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen und sogar Atemnot sowie Herzrhythmusstörungen auftreten.

Nicht nehmen dürfen Sie Metronidazol und Ciprofloxacin, wenn Sie schon an einer Erkrankung des Nervensystems leiden oder auf die Wirkstoffe allergisch reagieren.

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