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Wenn Sie sich nach genauer Abwägung der Vor- und Nachteile für die Dreimonatsspitze entscheiden, können Sie nahezu jederzeit starten.

Häufig wird der 5. Zyklustag, also der 5. Tag nach Beginn der Regelblutung für die Erst-Injektion empfohlen. Dieses hat allerdings primär den Grund, dass Sie zu diesem Zeitpunkt mit größter Sicherheit nicht schwanger sind. Eine mögliche Schwangerschaft sollte nämlich auf jeden Fall ausgeschlossen sein, wenn Sie das Depot-Gestagen verabreicht bekommen.

Starten Sie zu einem späteren Zeitpunkt in Ihrem Zyklus, z.B. kurz vor der Monatsmitte, sollten Sie zur Sicherheit noch einige Tage enthaltsam bleiben oder aber zusätzlich mit Kondom verhüten. Der Grund: Das Hormon braucht eventuell etwas Zeit, um im Körper zu wirken und eine Empfängnis sicher zu vermeiden.

Ausnahme: Wenn Sie bis kurz vor der Erst-Injektion ein anderes hormonelles Verhütungsmittel verwendet haben, brauchen Sie meist keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. In Absprache mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin brauchen Sie Pille, Minipille oder Vaginalring meist einfach nur abzusetzen und unmittelbar mit der Dreimonatsspritze zu beginnen.

Vergessene Nachfolge-Injektion kann bis zu 2 Wochen nachgeholt werden

Wenn Sie den Termin der nächsten Injektion mal vergessen haben sollten, kann dieser je nach Präparat noch einige Tage bis zwei Wochen lang nachgeholt werden. Das heißt, die verhütende Wirkung ist meist 3 Monate und maximal 14 Tage gegeben. Je früher Sie die Nachfolge-Injektion dann aber bekommen, desto besser. Falls Sie erst später an die Injektion denken und zwischenzeitlich Geschlechtsverkehr hatten, muss vor der nächsten Spritze zunächst sichergestellt werden, dass Sie nicht schwanger sind.

Verhütungsspritze nicht optimal, wenn Sie in absehbarer Zeit schwanger werden wollen

Ein Nachteil der Dreimonatsspritze ist übrigens, dass die verhütende Wirkung häufig erst mehrere Monate nach Absetzen dieser Methode nachlässt. Oft finden erst nach 8-12 Monaten wieder regelmäßige Eisprünge statt. Hierbei ist es meist nicht relevant, ob die Dreimonatsspritze mehrere Jahre oder auch nur einmalig angewendet wurde.

Falls Sie in absehbarer Zeit, also etwa in den nächsten ein bis zwei Jahren, schwanger werden möchten, ist die Dreimonatspritze also wahrscheinlich nicht die geeignete Verhütungsmethode für die Zeit dazwischen. Umgekehrt gilt das leider nicht: Wenn Sie die Dreimonatsspritze absetzen und keinesfalls ein Kind wünschen, können Sie sich natürlich nicht darauf verlassen, dass Sie noch ausreichend geschützt sind. Der Eisprung kann gelegentlich auch sofort wieder einsetzen.

Alle zwei Jahre Nutzen und Risiko abwägen!

Der größte Vorteil der Verhütungsspritze (Präparat Depo-Clinovir®, Noristerat® oder Sayana®) ist sicherlich ihre große Sicherheit, verbunden mit der Tatsache, dass man nur alle paar Monate an die Verhütung denken muss und nicht etwa täglich oder während des Geschlechtsverkehrs. Das macht diese Methode sehr attraktiv. Dagegen müssen aber die durch die Depot-Gabe (viel Hormon auf einmal) recht schlechte Steuerbarkeit und eventuelle gesundheitliche Aspekte berücksichtigt werden.

So kann die Dreimonatsspritze bei Bedarf zwar auch längerfristig zur Verhütung dienen. Experten empfehlen allerdings spätestens alle 2 Jahre eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung mit gründlicher Untersuchung z.B. auch in Punkto Knochengesundheit.

Wie alle Verhütungsmethoden mit Ausnahme des Kondoms bietet die Dreimonatsspritze keinerlei Schutz vor Geschlechtskrankheiten.

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Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin und Wissenschafts-Redakteurin

Dr. med. Monika Steiner
Ärztin und Wissenschafts-Redakteurin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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des Artikels
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Jörg Zorn
Arzt / Chefredakteur

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
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  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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