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Verhüten mit Lea Contraceptivum

Wie funktioniert Lea Contraceptivum, und wie sicher ist es? Warum ist die Verhütungsmethode nicht mehr erhältlich? Antworten auf diese Fragen finden Sie im folgenden Beitrag.

Anwendung

Was ist das Lea Contraceptivum?

Das Lea Contraceptivum ist ein aus Silikon bestehendes Pessar, welches direkt vor den Muttermund platziert wird, auf diese Weise den weiteren Weg für die Samenzellen verschließt und somit eine Befruchtung und Einnistung verhindert. Seit 2014 ist diese Verhütungsmethode allerdings in Deutschland nicht mehr erhältlich. Sie war aufgrund unzureichender Studien zur Sicherheit schon länger umstritten. Dennoch wollen wir Ihnen das Verfahren kurz vorstellen.

Lea Contraceptivum wird nur bei Bedarf und dann auch nur lokal, am Ort des Geschehens verwendet, sodass mit keinerlei ernstzunehmenden Nebenwirkungen zu rechnen ist. Wenn man es in Kombination mit natürlichen Verhütungsmaßnahmen wie der Temperaturmethode verwendet, braucht man es sogar nur an wenigen Tagen innerhalb des Zyklus zu verwenden.

Guter Halt durch sanfte Sogwirkung

Im Unterschied zum Diaphragma saugt sich „Lea“ durch Sogwirkung sanft an den Vaginalwänden sowie dem Gebärmutterhals (der sogenannten Zervix) fest, sobald es in den hinteren Teil der Scheide eingeführt wird. Das dafür nötige Vakuum in der dem Muttermund zugewandten Kappenwölbung entsteht, weil auch kleine Reste von Luft und Sekret durch ein in der Mitte der Silikonkappe schmales weiches Ventil entweichen können. Lea Contraceptivum wird somit sicher an den hinteren Vaginalwänden in Position gehalten. Ein Wegrutschen ist bei richtiger Positionierung sehr unwahrscheinlich.

Das Lea Contraceptivum besteht vollständig aus medizinisch hochwertigem Silikon, wodurch es auch keine Allergien (wie bei Latex möglich) auslösen kann. Es braucht nicht individuell angepasst zu werden, da eine Größe für alle Frauen passt (Ausnahmen sind hier lediglich sehr seltene Scheidenfehlbildungen, von denen man in der Regel aber durch frühere gynäkologische Untersuchungen weiß).

Wie genau wird das Lea Contraceptivum benutzt?

Das Lea Contraceptivum kann viele Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden, was Spontanität und Flexibilität z.B. im Vergleich zum Diaphragma deutlich erhöht. Nach dem Samenerguss muss es noch mindestens 8 Stunden an Ort und Stelle verbleiben. Erst danach sind keine befruchtungsfähigen Spermien mehr vorhanden. Spätestens nach 48 Stunden sollte das Käppchen aber in jedem Fall entfernt werden, denn sonst können sich Bakterien ausbreiten und Infekte verursachen.

Nicht von der etwas klobigen Optik irritieren lassen!

Das Lea Contraceptivum ist aus weichem Silikon sieht aus wie ein ganz kleines, dickes Schälchen. Es hat unten einen weichen Henkel zum Rausziehen und auf der Oberseite ein schmales Abflussventil. Das etwas klobige Aussehen dieses Verhütungsmittels mag anfänglich etwas irritierend sein. Aber keine Angst – das hintere Scheidengewölbe ist in jedem Fall geräumig genug, um „Lea“ aufzunehmen. In der Regel spüren es weder Sie noch Ihr Partner beim Geschlechtsverkehr. Wer sich also für diese, in vielerlei Hinsicht vorteilhafte Methode entscheidet, sollte sich von der zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen Optik nicht abschrecken lassen.

Bei richtigem Sitz ist es nicht spürbar

Zur größeren empfängnisverhütenden Sicherheit wird empfohlen, etwas Spermizid in die Wölbung der Kappe zu streichen. Die Menge etwa eines Teelöffels ist hier ausreichend. Dabei ist es nebensächlich, ob Samen tötendes oder Samen hemmendes Gel verwendet wird.

Drücken Sie “Lea” nun an den beiden Seiten etwas zusammen und führen Sie es wie ein Tampon möglichst tief in die Scheide ein. Am besten geht das stehend mit einem Bein auf dem Toilettenrand oder auch liegend. Bei richtigem Sitz des Verhütungsmittels sollte man die Zervix (also den Gebärmutterhals) nicht mehr tasten können, da diese sich unterhalb der Kappe befinden muss.

Nach dem Einsetzen entsteht direkt ein leichter Unterdruck, der das Lea Contraceptivum sicher an seinem Platz hält und für die nächsten Stunden Verhütungssicherheit gewährleistet. Wenn Sie es versehentlich zu weit unten eingesetzt haben, werden Sie das in der Regel direkt spüren, da es sich dann sehr unbequem anfühlt. Ziehen Sie es in dem Fall wieder raus und setzen Sie es erneut ein.

Sicherheit und Spontanität für bis zu 2 volle Tage

Frühestens 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wird die Lea-Kappe dann durch vorsichtiges Drehen und Anheben der Rückholschlaufe gelöst. Auf diese Weise verschwindet die Sogwirkung und „Lea“ kann ganz leicht herausgezogen werden.

Wie oben erwähnt, kann man Lea Contraceptivum bis zu 48 Stunden in der Scheide belassen und dabei ohne zwischenzeitliches Entfernen auch wiederholt Sex haben. Wichtig ist nur, nach dem letzten Samenerguss die Lea-Kappe noch mindestens 8 Stunden am Platz zu belassen sowie die Gesamttragedauer von 2 Tagen nicht zu überschreiten. (Wenn Sie zu Scheideninfektionen neigen, sollten Sie „Lea“ vorsorglich lieber nicht übermäßig lange am Stück tragen und nach dem Verkehr nur die Mindestliegezeit einhalten).

Die Kappe einfach waschen und immer wieder verwenden

Nach dem Rausziehen müssen Sie Lea Contraceptivum sorgfältig mit lauwarmem Wasser und ggf. einer milden Seife reinigen, mit einem sauberen Tuch abtupfen oder an der Luft trocknen lassen. Danach wird die Kappe in dem mitgelieferten Beutelchen bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt. Während der Menstruation sollte „Lea“ übrigens nicht verwendet werden, da die notwendige Sogwirkung durch das abfließende Blut nicht sicher erreicht werden kann.

Sicherheit

Wie sicher ist die Verhütung mit Lea Contracepticum?

Noch sicherer mit zusätzlichem Spermizid

Der Pearl-Index, also die empfängnisverhütende Sicherheit beträgt 2,9 ohne Spermizid und 2,2 mit Spermizid. Das heißt, wenn 100 Paare ein Jahr lang ausschließlich mit dieser Methode verhüten, werden 2 bis 3 trotzdem schwanger. Damit liegt diese Maßnahme in einem sehr guten Mittelfeld. Es gibt noch zuverlässigere Verhütungsmittel, in Anbetracht nahezu fehlender Nebenwirkungen und dem Vorteil, dass man „Lea“ nur bei Bedarf anwenden braucht, ist es für viele Paare aber eine gute und praktikable Verhütungslösung.

Die oben genannten Werte zeigen, dass es die Sicherheit ein wenig vergrößert, wenn man etwa einen Teelöffel voll Spermien hemmendes Gel in die Mulde des Lea Contraceptivums platziert. Hier eignet sich Sperma abtötendes Mittel wie Ortho Creme® oder Nonox® sowie Samenzellen hemmendes Gel auf Milch- oder Zitronensäure wie Contragel grün® oder Caya Gel®).

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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