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Welche Nebenwirkungen hat die Katheterablation?

Insgesamt sind schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Katheterablation selten. Aber auszuschließen sind sie leider nicht. So kann es während des Eingriffs zur Auslösung von Herzrhythmusstörungen kommen.

Es ist darüber hinaus eine Schädigung bzw. Zerstörung des Atrioventrikularknotens (AV-Knoten) möglich. Dieser Knoten besteht aus Zellen, die die Erregung von den Vorhöfen zu den Herzkammern weiterleiten. Folge einer fehlenden Weiterleitung zu den Herzkammern wäre ein sogenannter AV-Block 3. Grades. Dieser macht einen Herzschrittmacher notwendig.

Es kann außerdem zur Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) und deren Verschleppung (Embolie) mit der möglichen Folge eines Schlaganfalls kommen. Auch Infektionen und Verletzungen an Gefäßen, Weichteilen oder der Herzwand durch die Katheter sind möglich. Ebenso können Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen auf Betäubungsmittel und andere angewendete Medikamente auftreten.

Die behandelnden Ärzte werden Sie vor dem Eingriff auch noch einmal ausführlich über die Risiken informieren (und Sie wahrscheinlich beruhigen, denn in aller Regel verläuft eine Katheterablation komplikationslos).

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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Kommentare Archiv:

 
Pulmonalvenenisolation
Mittwoch, den 27. März 2019 um 16:24 Uhr, Bernd Grundmann
Ich litt seit dem 20. Lebensjahr unter tachykardem Vorhofflimmern. Im Durchschnitt legten mich diese Herzrhythmusstörungen 2-3 Tage pro Jahr lahm. Im Alter von 55 Jahren wurde von Dr. Candinas in Zürich eine erfolgreiche Pulmonalvenenisolation vorgenommen. Der Eingriff verlief problemlos. Am Tag nach der Behandlung konnte ich das Spital aus eigener Kraft verlassen, und bin seit nunmehr 5 Jahren beschwerdefrei. Ein großer Fortschritt an Lebensqualität und innerer Sicherheit ist damit verbunden. Meinen herzlichen Dank an Dr. Candinas und sein Team!
 
Pulmonale Hypertonie, Kation und Katheterablation
Montag, den 19. November 2018 um 15:54 Uhr, Monika Klingler
Im Oktober 2017 wurde bei mir eine Katheterablation in einem Krankenhaus, ca. 30 km von meinem Wohnort entfernt, durchgeführt. Zu dem Eingriff hatte ich mich entschlossen, weil Medikamente nicht geholfen haben, ich zuletzt fast täglich über mehrere Stunden unter Vorhofflimmern litt und ich zum Schluss auch öfters ohnmächtig wurde. Woraufhin ich mich nicht mehr traute, Auto zu fahren. Ich hätte ja nicht nur mich selber in Gefahr begeben, sondern auch meine Mitmenschen. Der Operateur wurde mir von einer kardiologischen Praxisklinik in Ulm vorgeschlagen, weil dort offenbar sehr viele solcher Eingriffe vorgenommen würden. Das Risiko wurde mit weniger als 1% angegeben. Während des Eingriffs wurde allerdings beim Durchstechen der Herzscheidewand ein Gefäß verletzt, was eine heftige Blutung verursachte. Der Operateur und sein Team bekamen die Blutung nicht mehr in den Griff. Ich drohte zu verbluten. So wurde ich schnell in die ca. 30 km entfernte Uniklinik Ulm per Notarzt verlegt, wo ich dann durch eine OP am offenen Herzen gerettet werden konnte. Die behandelnden Ärzte der Uniklinik rechneten selbst nicht damit, dass ich überleben würde. Und in der anschließenden Reha hatte man sich ebenso über mein Überleben gewundert. Allerdings geht es mir seit dem Eingriff sowie der großen OP nach über einem Jahr noch immer nicht gut. Vermutlich werde ich für den Rest meines Lebens unter den Folgen der missglückten OP leiden! Das Vorhofflimmern habe ich nach wie vor, denn die OP musste ja wegen der Verletzung des Gefäßes (Aorta?) abgebrochen werden. Für mich kommt der Versuch einer weiteren Ablation nicht mehr in Frage! Meine Lebensqualität ist seit der OP vollends besch.....! Täglich weiterhin Vorhofflimmern, bedingt durch die schwere OP ständige Schlappheit und Gewichtszunahme, da ich kaum noch gehen kann! Lebensqualität=0!
 
Schmerzen in der Leiste
Montag, den 29. Oktober 2018 um 05:39 Uhr, Dagmar Int-Veen
Ich hatte vorher schon Schmerzen und jetzt kann ich mich kaum bewegen vor Schmerzen, das sitzen und das bücken ist eine Qual
 
Phrenicusverletzung
Montag, den 03. September 2018 um 18:03 Uhr, Heinz Kompein
Guten Tag, 
im Juni 2016 bekam ich - nach ca. 2 Monaten Asthma - im Herzzentrum Bad Krozingen ein PVI. Die Ursache war eine rechtsseitige Zwerchfellparese, verursacht durch die Zerstörung des rechten Phrenicus.
 
Katheter Ablation
Montag, den 11. Juni 2018 um 10:40 Uhr, Schmitz
Nicht mehr ohne Narkose
 
Ablation wegen Herzrhythmusstörungen
Freitag, den 11. August 2017 um 15:54 Uhr, Uta Blank
Seit der Ablation am 08.02.2017 habe ich Probleme mit meiner Konzentration wie z.B. Vergesslichkeit usw., kann mich nur schwer konzentrieren. Ich kann mich an die Tage im Krankenhaus fast nicht mehr erinnern - wurde auch erst nach 1 Woche entlassen. Kann dies mit der Narkose zusammenhängen? Es wurde vom Krankenhaus fälschlicherweise mein Gewicht mit 75 kg anstelle 65 kg angenommen. Dies soll für die stärkere Narkose verantwortlich sein? Ich bin sehr beunruhigt! Haben Sie dazu eine Erklärung?
 
PVI
Sonntag, den 11. Oktober 2015 um 14:07 Uhr, Patient
Als Herzpatient bezeichne ich die PVI / Katheterablation rein subjektiv als weniger erfolgreich und durchaus risikobehaftet. Zumindest habe ich das Vertrauen in diese Behandlungsmethode verloren. 
Im Jahr 2014 hatte ich zwei erfolglose PVI's im Rahmen von Katheterablationen / Pulmonalvenenisolationen / Radiofrequenzstrom sowie RA-Isthmusablationen. Beide Behandlungen zeigten sich aufgrund des Fortbestehens von Vorhofflimmern erfolglos. 
Im Februar 2015 erfolgte eine chirurgische PVI, die ebenfalls erfolglos blieb. Im Ergebnis dieser OP hatte ich ein hirnorganisches Psychosyndrom und leide bis heute unter starken anhaltenden Schmerzen im Brustbereich, die noch immer mit Oxycodon und anderen Schmerzmitteln behandelt werden müssen. Zwischendurch erfolgten mehrfache erfolglose Amiodaron-Aufsättigungen und 5 Kardioversionen. 
Im Oktober 2015 erfolgte die 4. PVI - erneut per Katheterablation. Hierbei kam es zu einer Thermoläsion der Speiseröhre von 12 x 6 mm. Bereits am Folgetag traten erneut HRST und VHF auf, die bis heute ununterbrochen anhalten - somit intensiver und anhaltender sind als vor der Ablation. 
Mit gemischten Gefühlen begebe ich mich morgen zur Kontrolle der vor 3 Tagen verletzten Speiseröhre. Positive Aspekte einer PVI / Ablation konnte ich mir in den letzten beiden Jahren daher leider nicht abgewinnen. 
Rockylinie@arcor.de
 
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