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Die Hauptnebenwirkung von Ticagrelor (Brilique®) sind Blutungen wie zum Beispiel Nasenbluten, aber auch schwerere Formen aus dem Magen-Darm-Trakt.

Weniger Blutgerinnsel – mehr Blutungen

Ticagrelor (Brilique®) verlängert die Blutgerinnung und wirkt blutverdünnend. Einerseits bilden sich dadurch weniger Gerinnsel in der Gefäßbahn, andererseits können gehäuft Blutungen (Hämorrhagien) auftreten. Besonders, wenn es in Kombination mit Aspirin® gegeben wird.

Während leichte Blutungsprobleme einen von zehn treffen können, sind schwere Formen seltener. Insgesamt reicht das Ausmaß der Blutungen von leicht bis schwer, alle Organe können betroffen sein. Nasen- und Zahnfleischbluten, blaue Flecken und Blutergüsse sowie schwere Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt sind möglich.

Zudem werden gelegentlich Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen beschrieben. Auch Hautausschlag und Juckreiz wurden berichtet.

Vorsicht mit anderen Medikamenten

Weiterhin treten verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wie Antibiotika, Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen, aber auch mit pflanzlichen Stoffen auf. Vor einer starken doppelten Plättchenhemmung mit Ticagrelor und Aspirin® müssen Mediziner daher immer positive Effekte und Nebenwirkungen bzw. mögliche Komplikationen gegeneinander abwägen.

Quellen:

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Juckreiz
Vom Arzt verordnet wurden folgende Medikamente:
- Ticagrelor (Acurae) 2× täglich
- Candesartan Zentiva 4 mg 2× täglich
- Jardiance 10 mg 1× täglich
- Ranexa 500 mg 2× täglich
- Rosuvastatin Zentiva 1× täglich

Die Einnahme erfolgt seit etwa einem Jahr. Seit einigen Monaten besteht jedoch ein starker, generalisierter Juckreiz am gesamten Körper.
Ich habe den Verdacht, dass der Juckreiz medikamentös bedingt sein könnte, da die zeitliche Entwicklung dafür spricht. Für mich wirkt es so, als passe hier etwas nicht mehr zusammen.
Juckreiz durch Medikamente?
Hallo Josef,
ein generalisierter Juckreiz ohne primäre Hautveränderungen kann tatsächlich medikamentös bedingt sein, auch wenn die Einnahme schon länger besteht; solche Nebenwirkungen können verzögert auftreten. Von den genannten Präparaten kommen insbesondere Ticagrelor und seltener auch Statine wie Rosuvastatin infrage, beide können Juckreiz auch ohne sichtbaren Ausschlag verursachen.
Ebenfalls sollte man an eine medikamentenassoziierte Leber- oder Gallenfunktionsstörung denken, was sich ebenfalls vor allem durch Juckreiz äußern kann.
Candesartan, Ranolazin und Empagliflozin sind eher seltene, aber nicht unmögliche Auslöser.
Wichtig ist, die Medikamente nicht eigenständig abzusetzen, da sie teils prognostisch sehr relevant sind. Sinnvoll wäre eine zeitnahe ärztliche Abklärung mit Blutuntersuchungen einschließlich Leberwerten, Nierenwerten, ggf. Gallensäuren sowie Entzündungsparametern.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
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Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Susanne Endres, Fachärztin für Innere Medizin

Dr. med. Susanne Endres
Fachärztin für Innere Medizin

    Studium:
  • Freie Universität Berlin
    Berufliche Stationen:
  • Vivantes Humboldt-Klinikum, Berlin Reinickendorf
  • McGaw Medical Center of Northwestern University, Chicago

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Dr. med. Susanne Endres, Fachärztin für Innere Medizin

Autorin
Dr. med. Susanne Endres
Fachärztin für Innere Medizin

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