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Roflumilast (Daxas): Wirkung und Nebenwirkungen

Roflumilast (Daxas®) ist ein entzündungshemmendes Medikament, das bei schwerer COPD unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zu Ihrer Dauermedikation gegeben werden kann.

Wie wirkt Roflumilast (Daxas)?

Wenn Menschen an einer COPD leiden, schon viele Atemsprays und Tabletten einnehmen und trotzdem häufig Exazerbationen (akute Verschlechterungen) haben, dann hilft manchmal Roflumilast. Es wird zusätzlich zu all den anderen Medikamenten gegeben.

Pharmakologisch gehört es in die Gruppe der PDE-4-Hemmern (Phosphodiesterase-4-Hemmern). Es baut unter anderem Botenstoffe in den Zellen der Atemwege ab und verhindert dadurch, dass sich Entzündungszellen vermehrt ansammeln. Im Idealfall leiden Betroffene dann seltener unter COPD-Ausbrüchen (Exazerbationen) und müssen weniger häufig in eine Klinik.

Nur für schwere COPD

Der Stufenplan der COPD-Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Er beinhaltet verschiedene Lungensprays, aber auch Tabletten wie Theophyllin und Kortison.

Roflumilast hat seinen Platz bei den ganz schwer Erkrankten und wird als sogenanntes "add on"-Medikament bei ansonsten ausgeschöpfter Therapie verschrieben. Sollten Sie an einer schweren COPD leiden, die immer wieder Probleme macht, könnte dieses Medikament Ihnen gegebenenfalls helfen.

Welche Nebenwirkungen hat Daxas?

Eingenommen wird Daxas® in Tablettenform einmal am Tag und unabhängig von den Mahlzeiten. Zu den unerwünschten Begleiteffekten gehören Probleme im Magen-Darm-Trakt mit Durchfall und Übelkeit sowie Gewichtsverlust. Auch Nebenwirkungen im Nervensystem mit Kopfschmerzen und Schwindel oder psychiatrische Störwirkungen mit Schlafproblemen, Angst und Depressionen können auftreten.

Bei Leberfunktionsstörungen darf Roflumilast nicht eingenommen werden. Wenn schwere Infektionskrankheiten, Krebserkrankungen oder eine Schwangerschaft vorliegen oder Theophyllin eingenommen wird, darf es ebenfalls nicht gegeben werden.

Nebenwirkungen im Detail

Forscher und Mediziner teilen Nebenwirkungen nach Häufigkeiten ein. Dabei bedeutet "häufig" bzw. "gelegentlich", dass ein unerwünschter Effekt bei 1 bis 10 von 100 Personen (1-10 Prozent) bzw. bei 1 bis 10 von 1000 Menschen (0,1 -1 Prozent) auftreten kann. "Seltene" Nebenwirkungen können 1 bis 10 von 10.000 Personen betreffen.

Häufige Nebenwirkungen

Zu den häufig auftretenden Nebenwirkungen von Roflumilast zählen beispielsweise:

  • Appetit- und Gewichtsverlust
  • Schlafprobleme und Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Probleme mit Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall

Gelegentliche Nebenwirkungen

Gelegentlich können unter Daxas® zudem folgende Probleme vorkommen:

  • allergische Reaktionen (von Hautreaktionen bis hin zur Schwellung der Zunge, Luftnot oder schweren Kreislaufproblemen)
  • Angst, Schwindel und Benommenheit
  • Herzstolpern und -rasen
  • Sodbrennen und Entzündung der Magenschleimhaut
  • Hautrötung
  • Muskelbeschwerden und Rückenschmerzen
  • allgemeine Schwäche und Müdigkeit

Seltene Nebenwirkungen

Selten sind folgende unerwünschte Effekte möglich:

  • Nervosität
  • Depression bis hin zu Selbstmordgedanken
  • Quaddelbildung der Haut
  • Potentiell gefährliches Anschwellen von Gesicht, Händen, Füßen und Atemwegen
  • schmerzhaftes Anschwellen der männlichen Brust
  • Anstieg der Leber- und Muskelwerte im Blut
  • veränderter Geschmackssinn
  • Verstopfung und blutiger Stuhl
  • Atemwegsinfekte

Wenn Sie Roflumilast einnehmen und das Gefühl haben, dass bei Ihnen eine der oben genannten Nebenwirkungen aufgetreten ist, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Bei schweren allergischen Reaktionen müssen Sie das Medikament sofort absetzen und sich in einer Notaufnahme vorstellen.

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Quellen:

  • Fachinfo-Service® Roflumilast (Daxas®)

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