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Was ist besser: kurzwirksames Humaninsulin oder kurzwirksames Insulinanalogon?

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Das kommt ein bisschen auf den Blickwinkel an. Beide Arten von Insulin senken zuverlässig den Blutzucker. Als kurzwirksame Insulin-Varianten werden sie vor dem Essen gespritzt, um die Blutzuckerspitzen nach der Mahlzeit abzufangen. Die Unterschiede zwischen Humaninsulin (Nachbildung des körpereigenen Insulins) und Insulin-Analoga (chemisch etwas modifiziert) bestehen hauptsächlich in der Zeit, die bis zur blutzuckersenkenden Wirkung nach dem Spritzen vergeht, und in der Wirkdauer.

Unterschiede in Geschwindigkeit und Wirkdauer

In Kurzform kann man diese Unterschiede wie folgt zusammenfassen: Bei Humaninsulin dauert es etwa 15 bis 30 Minuten, bis die Wirkung einsetzt. Insulin-Analoga wirken praktisch sofort. Die Wirkungsdauer von Humaninsulin beträgt 4-6 Stunden, die von kurzwirksamen Insulin-Analoga 2-4 Stunden.

Deshalb muss Humaninsulin – zumindest nach herkömmlicher Lehrmeinung – etwa eine viertel Stunde vor dem Essen gespritzt werden, während Insulin-Analoga direkt vor dem Essen oder sogar noch danach gespritzt werden können. Außerdem sind bei Humaninsulin wegen der längeren blutzuckersenkenden Wirkung oft Zwischenmahlzeiten erforderlich, was bei Insulin-Analoga nicht notwendig ist.

Eine Sache des Geschmacks, aber auch der Kosten

Welches Insulin bevorzugt wird, hängt auch ein bisschen von den persönlichen Lebensgewohnheiten ab. Wer nicht zu entsprechender Zeit vor jeder Mahlzeit an das Spritzen denken mag oder keine Zwischenmahlzeiten wünscht, wird eher kurzwirksame Insulinanaloga favorisieren. Auf der anderen Seite kommen auch die meisten Menschen, die Humaninsulin spritzen, problemlos damit zurecht. Zudem sind die Insulin-Analoga meist teurer und werden von den Krankenkassen nicht in jedem Fall erstattet.

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