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Hydrokortison: Wirkung und Nebenwirkungen

Hydrokortison, auch als Cortisol bekannt, gehört zur Gruppe der Glukokortikoide und hat antientzündliche, antiallergische und immunsuppressive (das Immunsystem unterdrückende) Eigenschaften. Der Arzneistoff kann sowohl lokal als auch systemisch angewendet werden.

Erfahren Sie mehr über den Wirkstoff Hydrokortison im folgenden Beitrag.

Wie wirkt Hydrokortison-Creme bei Neurodermitis und allergischen Hautentzündungen?

Hydrokortison ist ein chemischer Verwandter des körpereigenen Hormons Kortison und wird bei allergischen und entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt.

Das Immunsystem wird gebremst

Hydrokortison hat sehr gute antiallergische Effekte, die mehrere Stunden nach der Anwendung einsetzen. Der Wirkstoff kann Symptome wie Schwellung, Rötung oder Juckreiz relevant lindern.

Hydrokortison entfaltet seine Wirkung über eine Unterdrückung des Immunsystems am Ort der Anwendung. Handelt es sich um Entzündungen durch Erreger, darf Hydrokortison deshalb nicht allein, sondern nur in Kombination mit Medikamenten gegen den Erreger der Infektion angewendet werden.

Zu Nebenwirkungen von Hydrokortison kommt es bei vorübergehender örtlicher Anwendung nur selten.

Welche anti-allergischen Cremes und Salben enthalten Hydrokortison?

Es gibt eine ganze Reihe an Cremes, Salben und Sprays, die den Kortison-Abkömmling Hydrokortison enthalten. Manche Präparate sind frei verkäuflich, andere bekommen Sie wiederum nur mit einem ärztlichen Rezept – je nach Konzentration bzw. Variante des darin enthaltenen Hydrokortisons.

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Hydrokortison enthalten u. a. folgende Präparate:

  • FeniHydrocort®
  • Linola® Akut
  • Hydrocutan® Salbe 1%, Creme 0,5%
  • Hydrogalen® (Salbe, Creme, Hautemulsion oder Lösung)
  • Soventol® HydroCort 0,5% Creme
  • Systral® Hydrocort 0,5% Creme

Wie wirken Soventol HC Creme und Linola Akut bei Neurodermitis und allergischen Hautreaktionen?

Rezeptfrei in der Apotheke

Beide Präparate enthalten Hydrokortison. Das ist ein etwas schwächerer Kortison-Wirkstoff, der gerne in frei verkäuflichen kortikoidhaltigen Salben verwendet wird. Ihren Einsatz finden solche Hydrokortison-Salben vor allem in der Selbstbehandlung entzündlicher, allergischer oder juckender Hauterkrankungen mit eher geringer Ausprägung.

Wichtig in diesem Zusammenhang zu wissen: Bei einer gleichzeitigen Hautinfektion durch Bakterien, Viren oder Pilze müssen diese gesondert therapiert und dürfen nicht allein mit Hydrokortison behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen können Hydrokortison-Salben verursachen?

Hydrokortison gehört zu den Kortison-Wirkstoffen, die gerne bei gering ausgeprägten Hautallergien, Ekzemen oder leichten Formen der Neurodermitis eingesetzt werden. Die meist frei verkäuflichen Salben-Präparate wirken rasch juckreizstillend und entzündungslindernd.

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Korrekte Anwendung ist entscheidend

Da es sich bei dem in den Salben enthaltenen Hydrokortison um ein schwach wirksames Kortison handelt, sind auch die potenziellen Nebenwirkungen eher selten. Voraussetzung ist hierbei natürlich, dass Sie sich an die empfohlenen Anwendungshinweise halten.

Folgendes sollten Sie bei der Anwendung von Hydrokortison-Salben beachten:

  • Setzen Sie die Hydrokortison-Salben nicht länger als zwei Wochen ohne ärztliche Rücksprache ein.
  • Tragen Sie die Salben nicht unter luftdichten Verbänden auf.
  • Verwenden Sie Hydrokortison nach Möglichkeit nur kurzzeitig im Gesicht und/oder in Hautfalten.

Kaum Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sind die nachfolgend erwähnten „klassischen“ Kortison-Nebenwirkungen in der Regel kaum zu erwarten.

Mögliche, sehr seltene unerwünschte Arzneimittelwirkungen von Hydrokortison-Salben sind u. a.:

  • Hautatrophie (Ausdünnung der Haut)
  • Unverträglichkeitsreaktionen gegen das verwendete Präparat
  • Follikulitis (Haarwurzelentzündungen)
  • akneähnliche Hauterscheinungen
  • periorale Dermatitis (um den Mund auftretende entzündliche Rötung mit kleinen Pickelchen/Pusteln, ggf. leichte Schuppung)
  • Teleangiektasien (sichtbare Erweiterungen oberflächlich gelegener kleinster Blutgefäße)
  • Striae (Streifenbildung auf der Haut)
  • Hypertrichose (vermehrter Haarwuchs, v. a. im Gesicht)
  • verzögerte Wundheilung
  • Begünstigung von lokalen Infektionen (durch Bakterien, Pilze, Viren)

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