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Krätze: Übertragung, Symptome, Behandlung

Woran erkennt man eine Krätze im Anfangsstadium? Wie wird sie übertragen, wie ansteckend ist sie und wie wird sie behandelt? In diesem Kapitel beantworten wir alle wichtigen Fragen zum Thema Krätze.

Einführung

Was ist die Krätze?

Die Krätze (Skabies) ist eine weltweit verbreitete, hoch ansteckende parasitäre Hauterkrankung, die durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei variatio hominis) verursacht wird. Nach den Kopfläusen hat sie einen der ganz vorderen Plätze in der Häufigkeit von Hauterkrankungen inne.

Zwar meint kaum einer, der heute von sich behauptet, er bekäme die Krätze, das wörtlich. Und doch tritt die Erkrankung auch in Deutschland weiterhin regelmäßig auf und fällt alle paar Monate oder Jahre durch kleine epidemieartige Ausbrüche in Kindergärten, Seniorenheimen oder Asylbewerberunterkünften auf. An Krätze können Babys, Kinder und Erwachsene erkranken.

Wenn Ihr Kind an heftigem Juckreiz leidet, der bei (nächtlicher Bett-) Wärme noch stärker wird, sollten Sie deshalb an die Krätze denken – möglichst ohne sie selbst zu bekommen.

Gibt es die Krätze heute noch?

Ja, in den letzten 15 Jahren wurden weltweit rund 20 Epidemien verzeichnet. Das Vorkommen (Prävalenz) schwankt wissenschaftlichen Angaben zufolge je nach Gegend zwischen 1% und 33%.

Die Übertragung der Krätze wird durch schlechte hygienische und sozioökonomische Verhältnisse begünstigt. Ihr Vorkommen unterliegt in verschiedenen Ländern und auch verschiedenen Regionen eines Landes großen Schwankungen. Bevölkerungsdichte, sozialer und ökonomischer Status, medizinische Versorgung, Häufigkeit an Körperkontakten sowie individueller Hygiene- und Immunstatus der Menschen spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Auch in Deutschland kommt es regelmäßig, und einzelnen Quellen zufolge sogar zunehmend, zu Infektionen und alle paar Jahre zu Ausbrüchen des Parasitenbefalls mit mehreren Betroffenen in sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Senioren- oder Asylbewerberheimen. Genaue Statistiken gibt es allerdings nicht, weil die Daten der Krankheitsfälle nicht bundesweit gesammelt werden.

Gibt es Krätze in Deutschland?

Ja, Krätze ist ein Ortsteil der Gemeinde Uetze in der Region Hannover. Noch bekannter dürfte allerdings die umgangssprachlich so benannte Hauterkrankung sein, die weltweit verbreitet ist und auch in Deutschland vorkommt.

Verursacht wird diese, medizinisch als Skabies bezeichnete Parasitose durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei variatio hominis).

Was treiben die Krätze-Milben in der Haut?

Die Natur besteht nicht nur aus süßen Koalabären. Nach Übertragung der Krätzemilben auf den neuen Wirtskörper bohren die befruchteten Milbenweibchen kleine Gänge in die Hornschicht der Haut (Stratum corneum) und legen dort täglich 2-3 Eier ab. Zudem scheiden sie zahlreiche Kotballen (Skybala) aus.

Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven und wandern an die Hautoberfläche. Dort entwickeln sie sich nach etwa zwei bis drei Wochen zu geschlechtsreifen Tierchen und setzen den dreiwöchigen Vermehrungszyklus fort. Die erwachsenen Milbenweibchen bleiben nach der Begattung etwa 30-60 Tage lebensfähig und verlassen nach ihrer Hautbohrung in der Regel das Tunnelsystem nicht mehr.

Etwa vier Wochen nach der Infektion bzw. Infestation macht sich der Befall durch Juckreiz bemerkbar. Er ist die Begleiterscheinung einer Immunreaktion des menschlichen Körpers gegen die Milbenprodukte. Durch ständiges Kratzen können bakterielle Sekundärinfektionen hinzukommen.

Symptome erkennen

Woran ist die Krätze zu erkennen?

Charakteristisch für die Krätze sind winzige rötliche Knötchen, die an typischen Lokalisationen auf der Haut einzeln oder flächig auftreten. Außerdem typisch ist intensiver Juckreiz, der sich nachts noch verschlimmert.

Milbengänge manchmal sichtbar

Ursache der Krätze sind Milben. In einigen Fällen sind die Milbengänge unter der obersten Hautschicht als feine, rötlich-braune und bis zu 1 cm lange Linien mit bloßem Auge erkennbar. Dann ist die Diagnose der Krätze relativ eindeutig. Dies ist aber häufig nicht der Fall. Entweder, weil die Symptome beim erstmaligen Auftreten (Erstmanifestation) noch recht schwach ausgeprägt sein können. Manchmal äußert sich die Krankheit nur durch einzelne Knötchen auf geröteter Haut. Oder weil die Gänge im Laufe der Zeit immer schwerer zu erkennen sind, da sie schnell von kratzbedingten, häufig eitrigen Entzündungen überlagert werden.

Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei)

Da die Symptome Juckreiz und schuppige Haut sowie ekzematöse Veränderungen auch für andere Erkrankungen typisch sind, wird die Krätze bisweilen erst erkannt, wenn vorher die anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen wurden. Als gesichert kann die Diagnose dabei erst bei erfolgtem Milbennachweis gelten.

Ist die Krätze leicht zu erkennen?

Auch wenn die beschriebenen Anzeichen einer Krätze (Skabies) so typisch und leicht nachvollziehbar erscheinen, ist diese Erkrankung für den Laien und auch für nicht darauf spezialisierte Ärzte oft nur sehr schwer zu erkennen.

Häufig besteht die Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Krankheitsbildern, beispielsweise mit einer Kontaktallergie oder Neurodermitis. Für den geschulten Blick und eine angemessene Diagnostik des Kinder- bzw. Hautarztes sollte die Skabies allerdings kein unlösbares Rätsel darstellen.

Welche Hautpartien sind von der Krätze besonders betroffen?

Die Krätzemilben graben sich vor allem dort in die Haut, wo diese dünn bzw. weich ist. Demzufolge zählen zu den typischen Stellen, an denen die Krätzeerscheinungen zu finden sind (Prädilektionsstellen):

  • Zwischenfinger- und Zwischenzehenräume
  • Achselhöhlen
  • Umgebung der Brustwarzen
  • Nabel und Gürtellinie
  • Penisschaft, Genitalbereich
  • unteres Gesäß (Perianalregion)
  • Knöchelregion
  • innere Fußränder

Rücken und Gesicht selten befallen

Gelegentlich kann es zur Ausbreitung auf Arme und Schenkel, später auch auf Finger und Nagelumgebung kommen. Der Rücken und das Gesicht sind selten befallen, Kopfhaut und Nacken meistens nicht betroffen.

Im Gegensatz zu den Erwachsenen findet man die typischen Hauterscheinungen bei Säuglingen und Kleinkindern auch am behaarten Kopf, im Gesicht sowie an Handflächen und Fußsohlen. Wassergefüllte Bläschen im Gesicht zeigen sich normalerweise nur bei kleinen Kindern.

Sind Krätzemilben mit bloßem Auge sichtbar?

Ja, die Verursacher der Krätze sind mit dem bloßen Auge gerade noch als kleine Pünktchen erkennbar: Weibliche Milben sind etwa 0,3 bis 0,5 mm groß, männliche 0,2 bis 0,3 mm.

Da sich aber meist nur relativ wenige Exemplare auf einer infizierten Person aufhalten, werden Sie eher die von den Parasiten verursachten Hauterscheinungen entdecken als die Tierchen selbst. Dies gelingt zur Sicherung der Diagnose eher dem Arzt mit Hilfe eines Mikroskops.

Wie sehen die Milbengänge aus?

Ein typisches Erkennungsmerkmal für die Krätze (Skabies) sind die Bohrgänge der Milben im Stratum corneum, der obersten Hautschicht: rötliche, meist kommaförmig gebogene, bis zu 10 mm lange Linien unter der Haut mit leicht erhöhtem Ende, an dem sich die Milbe befindet.

Häufig kommt es zur Bildung von Bläschen, in deren Mitte die Milbe als kleiner, schwarzer Punkt erkennbar ist.

Sind bei Kindern mit Krätze immer Milben auffindbar?

Nein. Selbst wenn der Arzt ein von der Krätze betroffenes Kind auf diesen Verdacht hin untersucht, kann es trotzdem passieren, dass er keine Milbe findet. Erkrankte Menschen mit gesundem Immunsystem tragen nämlich meist nur wenige Milben (z.B. 5-10) unter der Haut, und auch die nicht gleichmäßig über den Körper verteilt.

Zwar wird die Diagnose „Skabies“ (Krätze) häufig allein anhand der sichtbaren Bohrgänge und des intensiven Juckreizes gestellt. Als gesichert kann sie allerdings nur beim (mikroskopischen) Nachweis der Milben bzw. ihrer Eier oder Kotballen (Skybala) gelten.

Wann treten die ersten Symptome einer Krätze auf?

Die Beschwerden beginnen im Durchschnitt erst vier Wochen nach Ansteckung mit den Krätzemilben und werden dann nicht selten zunächst als Hautallergie oder Ekzem fehlgedeutet. Bevor die Infektion erkannt wird, vergehen deshalb oft bis zu acht Wochen.

Anfangs macht sich die Bohrtätigkeit der Milbenweibchen durch Brennen und Juckreiz bemerkbar, der vor allem nachts unter der warmen Bettdecke schlimmer wird. Die ersten Milbengänge sind nach etwa 20 Tagen nachweisbar. Später dann treten die Aufenthaltsorte der Parasiten als vereinzelte oder flächig verteilte rötliche Erhebungen in Erscheinung. Diese Bläschen und Knötchen werden häufig vom Kind aufgekratzt, mit der Folge, dass sie sich eitrig entzünden.

Bei Menschen mit geschwächter Körperabwehr kommt es leicht zu einer rasanten Ausbreitung der Krätze und zu besonders heftigen Symptomen. Das Kratzen kann den Juckreiz noch deutlich verstärken.

Wodurch wird der Juckreiz bei Krätze verursacht?

Starker Juckreiz (Pruritus) ist typisch für die Krätze. Er wird allerdings nicht, wie man meinen könnte, durch die Bewegung der Krätzemilben verursacht, die sich durch die Haut bohren.

In der betreffenden Hautschicht, dem Stratum corneum, gibt es nämlich gar keine Sinnesrezeptoren, die den Reiz weiterleiten könnten. Vielmehr handelt es sich um die Begleiterscheinung einer sogenannten " zellvermittelten Immunantwort (Spätreaktion)" gegen Ausscheidungsprodukte der Milben. Dieser "Milben-Kot" löst eine Ekzemreaktion mit vielen kleinen, verstreut liegenden milbenfreien (Knötchen-) Bläschen aus – und eben den charakteristischen Juckreiz.

Welche Komplikationen können bei einer Krätze auftreten?

Bekannte Komplikationen bei einer Krätze (Skabies) sind:

  • bakterielle Superinfektion (zusätzlicher Infekt durch Bakterien)
  • durch Streptokokken verursachte Nierenbeckenentzündung (Glomerulonephritis)
  • Borkenkrätze (Scabies norvegica sive crustosa) als Extremvariante bei immungeschwächten Personen

Wie wird die Krätze diagnostiziert?

Normalerweise veranlassen die typischen Hauterscheinungen den Hautarzt zur Diagnose des Milbenbefalls mithilfe einer starken Lupe (Dermatoskop).

Um die Krätzemilben dabei sicher identifizieren zu können, öffnet der Arzt möglicherweise deren Bohrgänge mit einer Nadel, zieht die Parasiten mit einem Zellophanklebestreifen ab und betrachtet die gesuchte bräunliche Dreieckskontur (Vorderleib der Milbe) unter dem Auflichtmikroskop in 20-40facher Vergrößerung. Auch die Eier oder Kotballen (Skybala) der Milben stützen die Diagnose. Bei der Borkenkrätze (Scabies norvegica sive crustosa) sind die zahlreich vorhandenen Milben bereits in einzelnen Hautschuppen nachweisbar.

Sie selbst, die weiteren Familienmitglieder und andere Personen mit engem Hautkontakt zu Ihrem infizierten Kind sollten sich sinnvollerweise auch untersuchen lassen.

Ursachen

Ist die Krätze ein hygienisches Problem?

Nein, die Krätze (Skabies) kommt in den besten Familien und quer durch alle sozialen Schichten vor. Sie wird nicht durch mangelnde Hygiene verursacht, ihre Verbreitung kann durch unhygienisches Verhalten allerdings begünstigt werden.

Da sich die Krätzemilben in die Haut eingraben, können Wasser und Seife ihnen dort nichts anhaben. Selbst täglich mehrmaliges, heißes Baden überleben sie. Eine intensive Körperhygiene kann andererseits die Krätze-Diagnose sogar erschweren, da sie zwar unter Umständen die Milbenzahl, nicht jedoch den Juckreiz verringert. Ohne Milbennachweis kommt es aber häufiger zu einer Fehldiagnose und man spricht in diesem Fall von einer "gepflegten Skabies".

Übertragung und Ansteckung

Wie wird die Krätze übertragen?

Grundsätzlich gibt es zwei Übertragungsarten der Krätze (Skabies): direkt durch engen körperlichen Kontakt (auch beim Geschlechtsverkehr) sowie indirekt durch gemeinsame Nutzung von Betten oder (seltener) persönlichen Gegenständen wie Kleidung, Kissen, Bett- und Leibwäsche, Kuscheltieren oder Blutdruckmanschetten.

Übertragung durch intensiven Hautkontakt

Zur Ansteckung mit der Krätze reicht theoretisch die Übertragung eines einzigen begatteten Milbenweibchens oder zweier Larven mit unterschiedlichem Geschlecht aus. Diese Stadien kommen aber bei immunkompetenten Menschen mit Milbenbefall, also solchen, deren Immunsystem gut funktioniert, nur in geringer Anzahl auf der Haut vor. Deshalb muss normalerweise schon ein länger dauernder und intensiver Körperkontakt bestehen, damit es zu einer Übertragung der Krätzemilben kommt.

Verschiedene wissenschaftliche Literaturangaben nennen 15-20 Minuten als erforderliche Zeitspanne. Bloßes Händeschütteln oder Berühren von Gegenständen reicht demnach in der Regel nicht aus, um sich mit der Krätze zu infizieren.

Risikofaktoren für die Übertragung sind:

  • hohe Anzahl von Milben
  • häufiger, lang andauernder Körperkontakt
  • Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergarten, Schule, Heim etc.)
  • mangelnde Hygiene
  • schlechter Immunstatus

Anhang:

Die vielen Nachfragen von Ihrer Seite zeigen: Die Krätze ist für viele Menschen, die davon betroffen sind oder sich sorgen, dass sie es sein könnten, ein belastendes Thema – und sie ist wieder im Kommen.

Es lohnt sich, die verschiedenen Frage-Antwort-Beiträge zum Thema Krätze durchzulesen, die viele der Informationen enthalten, nach denen hier gefragt wurde. Das geht ja schnell … Wir fassen hier nochmal kurz die Übertragungsmöglichkeiten zusammen, die wir fast alle in der Beantwortung verschiedener Fragen schon erwähnt haben.

Die Milben mögen's kuschelig

Wichtig zu wissen: Die Übertragung erfolgt in der Regel durch direkten und längeren Haut-zu-Haut-Kontakt der Krätzemilben (Sarcoptes scabiei variatio hominis). Deshalb erfolgt eine Übertragung in den meisten Fällen zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Partnern oder auch zwischen pflegebedürftigen Personen und ihren Betreuern. Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen finden auch immer wieder statt.

Nur bei der schweren Form der Krätze (Scabies crustosa, disseminierte Skabies) können schon einzelne abgelöste Schuppen zur Ansteckung führen. Je länger die Krätzemilben von ihrem Wirt, dem Menschen, getrennt sind, desto geringer ist ihre Infektiosität. Bei dem hierzulande typischen Raumklima (21°C, 40-80% relative Luftfeuchtigkeit) bleiben sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht länger als 48 Stunden infektiös.

Von "Arbeit" bis "Wolldecken": Wie groß ist die Übertragungsgefahr?

Hier also nochmal zusammengefasst und in alphabetischer Reihenfolge die von unseren Lesern nachgefragten Übertragungswege und das jeweils anzunehmende Übertragungsrisiko:

  • Arbeit: Übertragungsrisiko normalerweise gering; in Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kita, Schule, Alten- oder Pflegeheim) gilt aber bereits bei einem Krätzeverdacht ein Aufenthalts- und Arbeitsverbot für die betroffenen Personen (§ 34 Infektionsschutzgesetz)
  • Begrüßungsküsse: kein Übertragungsrisiko
  • Berühren von Gegenständen: Übertragung unwahrscheinlich
  • Bett: nicht im selben Bett mit einer an Krätze erkrankten Person schlafen
  • Bettwäsche: Übertragung möglich, aber selten
  • Blutdruckmanschette: Übertragung unwahrscheinlich
  • Couch, Überdecke: Übertragung eher unwahrscheinlich; dennoch lieber stark absaugen oder mehrere Tage nicht benutzen
  • Gästehandtuch: Übertragung eher unwahrscheinlich, dennoch lieber nach Gebrauch wechseln
  • Gegenstände bzw. gemeinsame Benutzung von Gegenständen (z.B. Bleistift, Heizdecke, Stuhl): Übertragung eher unwahrscheinlich, vor allem bei kurzzeitigem Kontakt; milbenfrei nach 7- bis 14-tägiger luftdichter Verpackung bei mindestens 21°C (oder nach 2 Stunden bei -25°C, handelsübliches Gefrierfach: meist nur -18°C)
  • Gemeinschaftseinrichtungen: Übertragungsrisiko hoch; Besuch für erkrankte Personen (auch bei Verdacht!) erst nach erster ordnungsgemäßer Behandlung (ggf. mit ärztlichem Attest) erlaubt
  • Händeschütteln: kein Übertragungsrisiko
  • Hausstaubmilben: keine Krätzegefahr (andere Gattung), dafür Allergiegefahr
  • Heizdecke: Übertragung unwahrscheinlich
  • Kleidung: Übertragungsrisiko gering; um Krätzemilben sicher zu beseitigen, Kleider für mindestens 10 Minuten in die Waschmaschine bei ≥ 50°C, anschließend in den Trockner
  • Körperkontakt: Übertragungsrisiko umso höher, je häufiger, enger bzw. großflächiger und längerdauernder (mindestens 5-10 Minuten) der Körperkontakt erfolgt; Körperkontakt mit erkrankter Person sicherheitshalber meiden
  • Küssen: Übertragung unwahrscheinlich
  • Nagelöl: kein Übertragungsrisiko
  • Raum: Übertragung unwahrscheinlich, erst recht bei Nichtbenutzung über 2 Tage
  • Schuhe vor der Tür: Übertragung unwahrscheinlich
  • Speichel: kein Übertragungsrisiko
  • Stuhl: Übertragung unwahrscheinlich
  • Textilien: Übertragung möglich, aber selten
  • Toilettensitz: Übertragung unwahrscheinlich
  • Türklinke: Übertragung unwahrscheinlich
  • Umarmen: kein Übertragungsrisiko
  • Unterwäsche: Übertragung möglich, aber selten
  • Verbandsstoffe: Übertragung möglich, aber selten
  • Wolldecken: Übertragung möglich, aber selten

Wie wird die Krätze verbreitet?

Die Übertragung der Krätzemilben erfolgt vor allem durch engen körperlichen Kontakt, seltener durch infizierte Gegenstände. Deshalb sind Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen, aber auch Altenheime oder andere Sozialunterkünfte besonders gefährdete Orte für eine rasche Ausbreitung der Krätze, die durch schlechte hygienische Verhältnisse noch begünstigt wird.

Aber auch in trauter Zweisamkeit ist die Übertragung der Skabies möglich, etwa beim Geschlechtsverkehr. Innerhalb einer Familie ist immer von einem engen Körperkontakt und der gemeinsamen Nutzung von möglicherweise milbenkontaminierten Materialien wie Bettwäsche, Handtüchern etc. auszugehen, weshalb eine Krätzebehandlung alle Familienmitglieder und Personen mit direktem Hautkontakt (z.B. Sexualpartner oder Pfleger) umfassen sollte.

Kann mein Kind mich mit Krätze anstecken?

Ja, bei Familienmitgliedern, die in engem Kontakt miteinander leben, ist die Ansteckung sogar wahrscheinlich. Deshalb sollten Sie und die übrigen betroffenen Personen sicherheitshalber mitbehandelt werden, auch wenn sie selbst noch keine Anzeichen der Krätze verspüren.

Kann ich durch Händeschütteln die Krätze bekommen?

Nein, nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie reichen bloßes Händeschütteln sowie die (kurzzeitige) gemeinsame Benutzung von Gegenständen in der Regel nicht zur Übertragung der Krätzemilben aus.

Die Übertragungswahrscheinlichkeit steigt mit der Dauer und Intensität des Körperkontakts. Eine Übertragung durch kontaminierte Bettwäsche, Wolldecken, Unterwäsche, Polster und andere Gegenstände ist selten, aber prinzipiell möglich. Auch der eigene Immunstatus spielt bei der Frage der Übertragung und Empfänglichkeit für die Parasitose eine Rolle.

Begünstigt Bettwärme die Aktivität der Krätzemilben?

Nein, dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg. Nachvollziehbar ist dagegen, dass die Wärme zu einer Senkung der Juckreizschwelle führt. Es juckt also oft mehr, wenn man im Bett liegt.

Behandlung

Wie wird die Krätze behandelt?

Die Krätze ist kein Notfall, aber immer behandlungsbedürftig. Das Ziel der Therapie ist die Abtötung der Krätzemilben und ihrer Larven und Eier. Außerdem geht es um die Besserung und Beseitigung der Symptome wie Juckreiz oder Ekzem. Letzteres öffnet einer bakteriellen Superinfektion der Haut Tür und Tor. 

Bei der ärztlichen Behandlung der Krätze kommen milbentötende Wirkstoffe (Akarizide, Antiscabiosa) als Creme, Salbe, Emulsion bzw. Lösung oder als Tablette zum Einsatz, ferner je nach Bedarf Präparate zur Linderung des Juckreizes (Antihistaminika) in Form von Salben, Gelen, Tropfen oder Tabletten.

Behandlung der Haut steht im Vordergrund

Da der Milbenbefall zumeist auf die oberste Hautschicht begrenzt ist, erfolgt die Therapie bei einer gewöhnlichen Krätze durch Aufbringen des Medikaments auf die Haut (topisch). Das Mittel der ersten Wahl ist Permethrin 5%. Alternativ kommen Benzylbenzoat 25% oder Crotamiton 20% (bei Kindern 10%) in Betracht. Diese Medikamente erfordern allerdings eine längere Behandlungsdauer und werden eher selten eingesetzt. Sie gelten nach Permethrin und Ivermectin als Mittel der dritten Wahl.

Hautpflege nach der Akutbehandlung

Im Anschluss an die äußere Behandlung wird die Haut wegen der Austrockungs- und Reizungsgefahr mit milden Salben oder Cremes gepflegt. Falls trotz erfolgreicher Krätze-Therapie weiterhin juckende Hautveränderungen bestehen (postscabiöses Ekzem), kann möglicherweise der Einsatz von kortisonhaltigen Cremes sinnvoll bzw. erforderlich sein.

Und wann Tabletten?

Eine Behandlung mit Tabletten kommt bei einem ausgeprägten Befall zur Anwendung oder als Mittel der zweiten Wahl, wenn Permethrin nicht eingesetzt werden kann oder nicht wirksam war. Ivermectin ist seit 2016 in Deutschland zur oralen Krätze-Behandlung zugelassen.  

Behandlung schematisch zusammengefasst

Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) orientieren sich an der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) von 2016 und lauten:

Mittel zur äußerlichen Krätze-Behandlung:

Behandlung des gesamten Körpers lückenlos vom Unterkiefer abwärts (auch hinter den Ohren)

  • Permethrin 5%-Creme (einmalig für 8–12 Stunden; am besten über Nacht auftragen und dann abwaschen/abduschen)
  • Benzylbenzoat Emulsion 25% (für Kinder 10%; an 3 aufeinanderfolgenden Tagen auftragen und dann am 4. Tag abwaschen/abduschen)
  • Crotamiton 10% bzw. 5% (Lösung, Creme, Salbe bzw. Gel; an 3–5 aufeinanderfolgenden Tagen auftragen und dann abwaschen/abduschen)

Tabletten:

  • Ivermectin (einmalig 200 µg/kg Körpergewicht)

Postskabiöses Ekzem (bleibende Hauterkrankung nach der Krätze-Behandlung):

  • Kortisonsalben

Wie wird die äußere Therapie richtig durchgeführt?

Damit die äußere Therapie erfolgreich verläuft, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Fingernägel: vor der Behandlung kürzen und reinigen (Grund: möglicherweise sind durch das Kratzen Milben unter die Nägel gelangt)
  • Duschen/Baden: gründlich duschen oder baden, um Hautschuppen zu entfernen (Grund: bessere Wirkung der lokalen Therapie)
  • Abkühlen: 1 Stunde nach dem Baden warten (Grund: Körper auf Normaltemperatur abkühlen lassen)
  • Ganzkörperbehandlung: vom Unterkiefer (ggf. inklusive Kopf) bis zu den Zehen den ganzen Körper gründlich und lückenlos eincremen
  • Kopf: Mitbehandlung des Kopfes – unter Aussparung der Bereiche um Augen und Mund – bei Säuglingen, Kleinkindern bis zum 3. Lebensjahr, bei immungeschwächten Patienten oder bei Krustenkrätze (Scabies crustosa) immer empfohlen, bei älteren Kindern und Erwachsenen nur bei Vorliegen verdächtiger Hautveränderungen; von manchen Ärzten auch grundsätzlich empfohlen
  • Helfer mit Handschuhen: Hilfe bei der äußeren Therapie durch eine Person, die Handschuhe trägt (zur Vermeidung einer Übertragung, da Händewaschen/-desinfektion nicht ausreicht!)
  • Einwirkzeit: 8–12 Stunden (Permethrin; am besten über Nacht) bzw. länger (Benzylbenzoat, Crotamiton); nach Waschen der Hände oder anderer Körperteile während der Behandlungszeit sofort erneutes Eincremen mit dem Krätzemittel; duschen oder baden erst nach gesamter Einwirkzeit

Reicht eine Einmalbehandlung aus?

Bei einer gewöhnlichen Krätze reicht die Einmalbehandlung mit Permethrin in der Regel aus. Bei andauerndem oder erneutem Befall kann aber auch eine Wiederholung der Behandlung nach 14 Tagen erforderlich werden. Ivermectin wirkt nur abtötend auf die lebenden Milben und nicht auf die Eier, deshalb muss es zweimal im Abstand von 10–14 Tagen eingenommen werden.

Schlägt die Therapien mit Permethrin oder Ivermectin nicht an, kommt die Anwendung von Benzylbenzoat oder Crotamiton in Betracht.

Nimmt die Resistenz der Krätzemilben gegenüber Permethrin zu?

Aus Australien wurde berichtet, dass die Zahl an Fällen von Krätze mit beobachteter Resistenz der Milben gegenüber Permethrin in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Belastbare Daten für Deutschland fehlen zwar, Fallberichte zufolge könnte dieses Problem aber auch bei uns existieren. Permethrin kann bereits ab dem dritten Lebensmonat angewendet werden. Die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Skabies spricht sich außerdem für eine Off-Label-Anwendung bei Säuglingen unter zwei Monaten aus.

Warum ist die Mitbehandlung enger Kontaktpersonen wichtig?

Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder und weitere Personen mit engem Körperkontakt ebenfalls behandelt werden, auch wenn sie (noch) keine Symptome zeigen.

Ziel zuhause: milbenfreie Zone

Jenseits der ärztlichen Behandlung müssen Sie sich darum kümmern, zuhause für eine milbenfreie Zone zu sorgen. Dazu ist benutzte Bett- und Unterwäsche möglichst täglich zu wechseln und bei mindestens 60 °C zu waschen. Auch eine Aufbewahrung von Wäsche und anderen "körpernahen" Gegenständen in der Tiefkühltruhe bei -18 °C über einige Tage sorgt dafür, dass die Milben sicher abgetötet werden.

Möbel wie Sofas, Sessel oder Betten sowie Fußbodenbeläge sollten Sie sorgfältig absaugen. Da die Milben außerhalb des menschlichen Körpers bei normaler Raumtemperatur und Luftfeuchte nur kurze Zeit überleben (normalerweise höchstens 2 bis 4 Tage), reicht ein ausführliches Absaugen, Auslüften bzw. Nichtbenutzen kontaminierter Gegenstände und Plätze normalerweise aus, und eine spezielle Desinfektion kann vermieden werden.

Was ist bei der Krätze-Behandlung zu beachten?

Sie sollten auf jeden Fall die Bettwäsche, Unterwäsche und Handtücher Ihres Kindes – und aller mitbehandelten Familienmiglieder – vor und nach der Krätze-Behandlung wechseln.

Gut waschen oder kühlen

Die Wäsche sollten Sie, wenn möglich, bei 95 Grad Celsius (Kochwäsche) waschen oder zumindest bei 60 Grad Celsius. Kleider, Stofftiere und andere potenzielle, nicht kochfeste oder waschbare Milbenträger sollten Sie für mehrere Tage nicht benutzen und stattdessen in einem Plastiksack luftdicht verpackt einige Zeit kühl lagern. Nach drei bis vier Tagen in der Kühltruhe oder sonst nach zwei Wochen sind die Milben sicher abgestorben. Teppichböden und Polstermöbel müssen gründlich abgesaugt werden, eine spezielle Desinfektion ist normalerweise nicht erforderlich.

Engen Hautkontakt sollten Sie mit allen infizierten Personen unbedingt meiden, solange die Behandlung nicht erfolgreich abgeschlossen ist.

Wie werden Säuglinge mit Krätze behandelt?

Auch Säuglinge können mit Anti-Krätze-Salben behandelt werden. Allerdings besteht bei ihnen die Gefahr, dass sie die aufgetragenen Arzneimittel in den Mund bekommen, zu deutsch abschlecken. Deshalb werden Säuglinge mit Krätze in der Regel im Krankenhaus unter ärztlicher Kontrolle behandelt.

Permethrin ist zwar erst ab einem Alter von 3 Lebensmonaten zugelassen, sein Einsatz wird aber in der ärztlichen Leitlinie als sogenannte Off-Label-Anwendung auch bei jüngeren Säuglingen empfohlen

Wie wird die Krätze bei Kindern behandelt?

Bei Kindern ab drei Monaten mit Krätze gilt Permethrin als Mittel der ersten Wahl. Im Detail: Permethrin wird als 5%-Creme (z.B. InfectoScab®) einmalig für eine Dauer von 8-12 Stunden aufgetragen und danach abgeduscht.

Wenn nach 14 Tagen immer noch Zeichen einer aktiven Skabies bestehen, was meistens auf einen Anwendungsfehler zurückzuführen ist, muss die Behandlung wiederholt werden.

Wann kann mein Kind nach einer Krätzebehandlung wieder in die Schule?

Wenn die erste ordnungsgemäße Behandlung abgeschlossen wurde und Ihr Kind ansonsten gesund ist und unter keinem Immundefekt leidet, können Sie es wieder in die Schule schicken, da es dann nicht mehr ansteckend sein sollte.

Beispielsweise also nach der ersten, 8- bis 12-stündigen Behandlung mit Permethrin. Gleiches gilt übrigens für Sie, wenn Sie zur Arbeit müssen und – was üblicherweise der Fall ist – als Familienmitglied mitbehandelt werden.

Vorbeugung

Wie beuge ich einem erneuten Krätzebefall vor?

Um einem erneuten Befall mit in der Umgebung noch vorhandenen Krätzemilben vorzubeugen, empfehlen sich folgende dringenden Maßnahmen zur Reinfektionsprophylaxe:

  • Waschen der Bett- und Leibwäsche (mindestens 50 °C)
  • Nichtbenutzung getragener Oberbekleidung für vier Tage
  • rückfettende Bäder zur Hautpflege
  • Desinfektion der Betten in Gemeinschaftseinrichtungen
  • Behandlung aller Kontaktpersonen

Wissenswertes

Borkenkrätze

Als Borkenkrätze oder Scabies norvegica wird eine spezielle Form der Krätze bezeichnet, die bei abwehrgeschwächten (immunsupprimierten) Menschen zu großflächigen, ggf. entzündlichen Schuppungen und Verhornungen der Haut führt.

Darauf weist auch die häufig verwendete Langform „Scabies norvegica sive crustosa“ des medizinischen Krankheitsnamens hin (lat. sive = oder).

Synonym: Scabies norvegica sive crustosa

Ist die Krätze meldepflichtig?

Ja, für Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kindergärten, Schulen, Heimen). Diese haben gemäß Infektionsschutzgesetz jeden Befall mit Krätzemilben oder jeden darauf gerichteten Verdacht unverzüglich unter Angabe krankheits- und personenbezogener Daten dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Die Daten werden aber nicht bundesweit gesammelt, weshalb zuverlässige Zahlen zum gegenwärtigen Vorkommen der Parasitose nicht vorliegen. Im Übrigen dürfen an Krätze erkrankte Personen keine Tätigkeiten in Gemeinschaftseinrichtungen ausüben, bei denen sie Kontakt zu den Betreuten haben.

Ist die Krätze wieder im Kommen?

Eigentlich gilt die Krätze, medizinisch Skabies genannt, in Mitteleuropa als seltene Parasitose. Zumindest war das bis vor wenigen Jahren so. Mittlerweile scheint die Milbe allerdings wieder auf dem Vormarsch zu sein.

Medikamente gegen Skabies sind gefragt

Die Zahl der Fälle ist seit dem Jahr 2010 deutlich am Steigen, wobei bisher Daten bis 2018 vorliegen. Erkennbar ist das u.a. am bundesweit beobachteten Anstieg der Verordnungen von Krätze-Arzneimitteln.

Laut einer Analyse der Krankenkasse Barmer nahmen die Rezepte für die Wirkstoffe Permethrin, Ivermectin und Benzylbenzoat unter ihren Versicherten zwischen 2016 und 2017 um 60% zu. Dabei gab es regionale Unterschiede, mit dem niedrigsten Anstieg in Berlin (+35%) und dem höchsten in Schleswig-Holstein (+127%). Die meisten Verordnungen gab es im Jahr 2017, entsprechend der hohen Bevölkerungszahl, in Nordrhein-Westfalen mit 26.758.

Kein Zusammenhang mit Flüchtlingszustrom

Ob und in welchem Ausmaß Skabies jetzt in der Gesamtbevölkerung tatsächlich häufiger vorkommt, lässt sich daraus nicht sicher ableiten. Verlässliche Daten zur Krankheitsentwicklung fehlen bislang. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass weltweit 300 Millionen Menschen an der Krätze leiden. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern.

Deshalb ist auch anzunehmen, dass die Krankheit unter Flüchtlingen bei ihrer Ankunft in Deutschland häufiger vorkommt. Experten sehen darin aber wegen der meist nicht so engen Kontaktverhältnisse zur einheimischen Bevölkerung keine ausreichende Erklärung für steigende Skabieszahlen.

Was sind Milben und welche Bedeutung haben sie für Kinder?

Milben (Acari) sind wie die Zecken parasitäre Spinnentiere und relativ bedeutsame, da häufig vorkommende Überträger und Auslöser von Krankheiten und Allergien.

Im Gegensatz zu den Insekten, die auch zu den Gliederfüßern (Arthropoden) zählen, besitzen Milben 4 Beinpaare und weisen einen meist kugeligen Körperbau mit Verschmelzung von Kopf, Brust und Hinterleib auf. Milben sind relativ klein (bis zu 0,5 mm) auf. Ihre Entwicklung verläuft vom Ei über Zwischenstadien als 6-beinige Larve und 8-beinige Nymphe bis zum geschlechtsreifen erwachsenen Tier.

Überträger der Krätze

Zu den bekanntesten Vertretern dieser Schädlingsart zählen die Krätze- und die Hausstaubmilben. Da die Krätzemilben durch engen Körperkontakt übertragen werden, kommt es immer mal wieder zu kleinen Epidemien in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten oder Heimen. Auch der Geschlechtsverkehr zählt zu einem der Hauptübertragungswege. Erst die Kenntnis der biologischen Merkmale und Entwicklungsprozesse der Parasiten ermöglicht eine gesicherte, wissensbasierte Behandlung und Vorbeugung.

Warum findet man bei Krätze meist nur weibliche Milben auf der Haut?

Die kleinen, etwa 0,2 mm großen männlichen Krätzemilben sterben nach der Begattung auf der Hautoberfläche des infizierten Menschen ab. In den Bohrgängen und Abschuppungen von Skabies-Patienten (Menschen mit Krätze-Befall) werden deshalb nur die weiblichen Parasiten aufgefunden.

Wann spricht man von einer Krätze-Epidemie?

Unter einer Epidemie versteht man das zeitlich und örtlich gehäufte Auftreten einer Krankheit. Im Fall der Krätze gilt das bereits, wenn es in einem Heim innerhalb von einem Monat zur Infektion zweier Bewohner kommt.

Was ist ein Antiskabiosum?

Ein Antiskabiosum ist ein Mittel gegen Krätzemilben (Scabies). Solche Milben-abtötenden Medikamente gibt es in verschiedensten Formen, häufig als Salben oder Emulsionen.

Was sind Skybala?

Als Skybala werden allgemein und auch beim Menschen harte Kotballen bezeichnet. In der Parasitologie können Skybala, z.B. als Stuhl von Milben, von diagnostischer Bedeutung sein, beispielsweise zum Nachweis der Krätze.

Quellen:

  • Krätze auf dem Vormarsch: 60 Prozent mehr Verordnungen bei Krätze-Medikamenten. Pressemitteilung der BARMER vom 18.03.2018 (www.barmer.de; Zugriff am 30.04.2018).
  • Stiefelhagen P. Epizoonosen sind auf dem Vormarsch – Übersehen Sie die Scabies nicht! MMW Fortschr Med 2020;162(18):162 / 54. Ärztekongress, 26.1.2019 in Stuttgart
  • RKI-Ratgeber Skabies (Krätze). https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Skabies.html;jsessionid=09AFEB3A63FCB0FCE56DB50A5CC92144.internet051#doc2374546bodyText15 (Zugriff am 25.03.2021)
  • Sunderkötter C et al. S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Skabies. 2016. AWMF-Registernummer 013-052
  • Wenn eine Krankheit zum Alptraum wird. dpa-Mitteilung vom 14.05.2018.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentare  

# Bringt alles nichtsWuxx 28.04.2021 11:45
Keines der gängigen Medikamente hat, trotz X-facher Anwendung von allem was es gibt, irgendeinen Erfolg gebracht. Maximal tageweise Linderung! Ärzte inclusive Hautkliniken sind eine mittlere Katastrophe. Termine als Kassenpatient immer mindestens 2 Monate, erkannt wird nie irgendwas, maximal Verdachtsmomente. Je nachdem, wer aus der Familie zu welchem Hautarzt geht, kommt immer etwas völlig anderes heraus.
Die Ärzte, die sich dann vielleicht zur Krätze durchringen können, verschreiben nur halbherzig, natürlich nie für die Familie, außer der Kinderarzt! Dem Rest der Spezialisten ist es alles wurscht, länger als 5 Minuten hat man eben nicht. Cortison wird's schon richten.
Jetzt ist es 1 Jahr! Hygienemaßnahmen sind ja ein Witz, da kann man umsetzen was man will, woher hat man denn die Gewähr, dass das, was man da versucht umzusetzen, auch Wirkung hat? Es ist ein Wahnsinn!
Antworten
# KrätzeMarion 27.04.2021 18:13
Hallo!
Bei mir wurde eine Milbe festgestellt, bin behandelt und versuche, alle Hygienemaßnahmen im Haus umzusetzen. Empfinde dabei die Tipps aus dem Netz als etwas widersprüchlich, deshalb meine Fragen:
Wie mobil und schnell sind die Milben außerhalb des Wirts? Auf glattem Boden, auf Teppich /Textilien? Krallen sie sich in Textilien fest? Sind die Nymphen auch mobil? Wie schnell sind die Milben unter der Haut und wie schnell darauf? Töten die Salben alles Milbige unabhängig vom Entwicklungsstadium ab?
Vielen Dank für Antworten, mit freundlichen Grüßen und allen gute Besserung!
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Kommentare: Archiv

Erfahrungsbericht
15. August 2020 um 22:28 Uhr, Lena
So, nun, da alles überstanden ist, möchte ich gerne meine Erfahrungen teilen. Also, mein Sohn bekam während des Corona-Lockdowns unerträglichen Juckreiz am rechten Schienbein. Dachte, dass kommt wahrscheinlich von der Heizperiode. Trockene Haut - habe ich auch immer mal wieder. Natürlich hat meine Lotion dagegen nichts gebracht. Nachdem es immer schlimmer wurde, war der Weg zum Hausarzt angesagt. Der tippte auf Allergie gegen das neue Waschmittel, das ich ausprobiert habe. Er verschrieb Antiallergikum und gegen das Ekzem Cortison-Salbe. Klassiker. Nach weiteren Wochen ohne Besserung nocheinmal zum Hausarzt. Der war mit seinem Latein am Ende, und schickte ihn zum Hautarzt. Eine Nachfrage, ob das Krätze sein könnte, verneinte er. Hätte er in der Ordination sehr, sehr selten, und es fehle auch das typische Ekzem zwischen den Fingern. Obwohl an anderer, für Männer typischen Stelle, waren schon Knubbel vorhanden. Gut! Termin - nach Auflistung der Symptome - beim Hausarzt innerhalb von 2 Tagen bekommen. Dann auch schnell die Diagnose Krätze erhalten. Natürlich ersteinmal ein Schock! Da mein Mann, die Geschwister und ich noch keine Symptome gezeigt hatten, haben wir nur die Salbe verschrieben bekommen. Mein Sohn Salbe und Tabletten. Nach dem ersten Schock wurde mein Sohn quasi ausquartiert. Er bekam das Gästezimmer mit eigenem Bad. Alle Teppiche im Raum wurden entfernt. Nun begann das 'Große Putzen'. Alles an Kleidung von ihm, die er in letzter Zeit getragen hat, bei 60 Grad gewaschen. Das Meiste hält es aus, auch wenn 40 Grad drin steht. 2 Stunden-Programm, Bettwäsche 3 Stunden. Alles andere in Säcke gefüllt und entweder eingefroren (Schuhe z.B.) oder fast 2 Wochen stehen gelassen. Abends war großes Waschen und Duschen angesagt. Jeder half dem anderen beim Eincremen mit Handschuhe. Ab da fing es dann an, richtig stressig zu werden. Jeden Tag Bettwäsche, Handtücher, Kleidung waschen. Von 5 Personen. Alles saugen, putzen: Sofa, Auto, Sitzpolster. Der Arme durfte eine Zeit lang nur auf einem gewöhnlichen Holzstuhl sitzen...

Krätze
16. Juli 2020 um 17:08 Uhr, Ricusch
Mein Freund hat die Krätze. Bemerkbar gemacht hat es sich bei ihm am Penis. Davor hatten wir natürlich Sex. Er denkt, er hat sich bei mir angesteckt, aber ich habe null Symptome. Wir sehen uns auch nicht täglich. Bin ich trotzdem - und höchstwahrscheinlich - angesteckt?

Die Creme
22. Dezember 2019 um 03:22 Uhr, Keinnervmehr
Allein die Creme ohne genaue Vorgehensweisen hilft nicht gegen die Krätze. Man muss es schon richtig angehen: Alles was man auf 60 Grad waschen kann auch waschen, und sich neue Schuhe kaufen. Die alten in Tüten legen, luftdicht bei mindestens 21 Grad Raumtemperatur verschließen (darunter können die Krätzemilben überleben) und mit sonstigen Sachen, die man nicht waschen oder tragen kann ebenfalls. Dazu gehören Jacken, Mützen sowie auch Schals. Bettwäsche würde ich jeden Tag (7 Tage lang) nach dem Aufstehen abziehen und neubeziehen. Jeden Tag neue Wäsche und Klamotten tragen. Die Körperpflege ist auch ganz wichtig. In der Zeit nach der Behandlung ist euer Körper extrem trocken von der Creme. Aber die Haut braucht Feuchtigkeit und Zeit, sich wieder von den ganzen Strapazen zu erholen. Ah ja noch etwas: Bei immunschwachen Menschen kann es zu einem Rückfall kommen. Dann müsst ihr das leider alles wiederholen. Ich habe mich Gott sei Dank davon befreien können und wünsche allen, die noch damit zu tun haben, alles Gute. Bleibt stark und verliert nicht die Nerven. Vergesst bitte nicht, dass noch niemand an der normalen Krätze gestorben ist. Sagt euch immer, es gibt Schlimmeres. In diesem Sinne, alles Gute!

Krätze
14. Dezember 2019 um 00:18 Uhr, Blume
Liebe Mitleser, so langsam komme auch ich an meine nervlichen Grenzen. Angefangen mit leichten Pusteln und Juckreiz war ich arbeitstechnisch in einer extremen Anspannung, da ich dachte, dass es nervlich bedingt sei. Dummerweise wurden die Nächte immer kürzer durch das ständige Jucken. Schon bald wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Dank der Internetrecherchen war mir recht schnell klar, dass es Krätze ist. Der Alptraum aller Alpträume wurde wahr. Ich habe mir die Infectoscab-Salbe verschreiben lassen - und kurze Zeit darauf war auch Ruhe. Nach 14 Tagen erneute Stiche und Pusteln. Woraufhin ich dann an eine Überreaktion der Salbe dachte. Also bin ich wieder vorstellig geworden. Und dann gab es 3 Salben. Da dachte ich: Meine Herren, was für eine Chemiekeule ist das denn! Trotzdem habe ich alle Salben über den Tag verteilt eingeschmiert. Drei Tage lang durfte ich allerdings nicht duschen. Nach den 3 Tagen dann wieder zum Doktor. Ja, sieht zwar besser aus, aber es ist nicht weg. Also weiter einbalsamieren. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, so, jetzt ist fertig. Die Psyche war eh schon angeknackst, und dieses ständige Gewasche und der Wechsel der Klamotten gingen mir auf den Trichter. Dann, nach der letzten Einbalsamierung, hat der Doktor gesagt: Es schaut gut aus! Yeah, und dann kamen fünf Tage später erneut Pusteln und leichte gerötete Stellen. Jetzt frage ich mich: Ist es weg und der Körper ist dabei das Dreckszeug auszustoßen, oder habe ich mich erneut angesteckt? Ah! Die Familienmitglieder sind mit behandelt worden.

Krätze
30. Dezember 2018 um 20:18 Uhr, BK
Ich habe ein ähnliches Problem. Schon seit über einem Jahr. Auch ich war bei mehreren Hautkliniken. Es liegt keine Krätze oder ähnliches vor. Juckreiz und Gänge in der Haut habe ich aber trotzdem (Demodex-Milben?!). Versuch es mal mit Lavendelwasser. Es geht zwar nicht weg, aber bei mir hat es zumindest die Symptome verbessert. Es gibt auch Juckreizambulanzen. Eventuell kannst du es da mal versuchen. Lass' dich von dem Ganzen nicht unterkriegen!

Ärzte
30. Dezember 2018 um 19:10 Uhr, joschi
Hallo, ich war jetzt bei 2 Hautärzten sowie in der Hautklinik Stuttgart, muss aber sagen, dass sie dort meinten, es wären keine Milben. Habe jetzt schon meine Haut extrem aufgekratzt. Und es wird immer schlimmer. Morgens, wenn ich zum Waschbecken gehe, sind im Waschbecken immer so kleine schwarze Punkte. Mein ganzer Körper ist nun betroffen. Es krabbelt sogar in den Ohren und auf dem Kopf. Ich werde noch verrückt. Die Ärzte haben mal wieder versagt. Wenn das so weiter geht, bringe ich mich um...

Hilft nicht!
23. Dezember 2018 um 22:50 Uhr, S.H.
Diese 5%ige Permethrincreme hat nicht geholfen, bei beiden betroffenen Söhnen! Wir kämpfen seit Monaten mit besten hygienischen Maßnahmen und ohne Anwendungsfehler. Ich bin verzweifelt, weil uns niemand helfen kann. Diese Creme sollte jedenfalls nicht verschrieben werden, da sie nicht wirkt!

Badezusatz oder Körperspray
26. Oktober 2018 um 13:53 Uhr, N.k.
Die Idee mit dem Badezusatz vom vorherigen Kommentar wäre eine super Lösung. Da hat man dann auch keine Unsicherheit nach der Behandlung, ob man auch alle Stellen gut eingecremt hat. Ein Körperspray wäre auch nicht verkehrt, weil es einfacher ist, großflächige Körperstellen gezielt zu behandeln. Ansonsten finde ich die Dosierung von Permethrin-Creme zu wenig, was verschrieben wird. Man kommt nur knapp damit aus.

Krätze
10. Oktober 2018 um 17:40 Uhr, Gerda Bruske
Am 24.09.18 wollte ich nur ein Rezept beim Hausarzt abholen. Ich stand neben ein jungen Frau die zu ihrer Bekannten sagte das die die Krätze hätte. Sie zog ihren Mantel aus um ihren reichlich befallenen Arm zu zeigen. Umsonst gehofft. Seit vier Tagen juckt es wie Hölle auch im Gesicht. Meinen Mann habe ich auch schon angesteckt. Bei ihm juckt es nicht und ich reagiere sehr stark darauf.

Krätze
10. September 2018 um 11:51 Uhr, Reiners Nicole
Ist Krätze auch durch die Luft übertragbar?

Krätze
02. September 2018 um 06:15 Uhr, Susanne
Ansteckung? Ich habe seit ca. 4 Wochen die Krätze und keine Ahnung, wo ich mich angesteckt haben kann. Ein enger Körperkontakt ist nur zwischen meinem Mann und unserem Sohn gegeben, und die wiederum wurden von mir angesteckt. Anfang August waren wir in einer Ferienwohnung in Italien. Dort bemerkte ich es nach einigen Tagen. Nochzumal es täglich - sozusagen explosionsartig - schlimmer wurde. Wieder zu Hause, fragte der Arzt als erstes nach einem Hotelaufenthalt!? Bisher dachte ich, Krätze sei nur über Körperkontakt übertragbar? Der immer noch andauernde Juckreiz - trotz der Tabletten - macht mich noch wahnsinnig. Ab und zu tauchen wieder neue "Stiche" auf. Das macht mir Angst, dass es noch immer nicht ausgestanden ist.

Krätze
06. August 2018 um 02:00 Uhr, Emine
Hallo, ich bin ziemlich sportlich und habe ein starkes Immunsystem. Aber vor wenigen Tagen habe ich die Krankheit bekommen und habe sie immer noch. Ich habe angst, sie niemals wieder loszuwerden.

Übertragungsmöglichkeiten Krätze
21. Juni 2018 um 20:03 Uhr, Bergmann Nicole
Leider stimmen hier die meisten Übertragungsmöglichkeiten nicht. Es gibt verschiedene Kratzmilben. Und sicherlich kann man sich in Betten - wie Hotels, Pensionen, Krankenhäusern, Pflegeheimen - anstecken. Wenn man hier so einiges liest, wird einem schlecht. Schon ein Besuch beim Arzt reicht, wenn ein mit Milben besiedelter Mensch vor einem auf dem Polsterstuhl saß.

Kratzmilben
21. Juni 2018 um 19:02 Uhr, Bergmann Nicole
Leider muss ich den anderen Kommentatoren hier im "Thread" recht geben. Viele Ärzte wirken ahnungslos und scheinen nichts von den enormen Epidemien, die wir in Deutschland zuhauf verzeichnen können, gehört zu haben. Ich selbst bin seit 3 Wochen betroffen. Der eine Arzt meinte, ein Psychiater könnte helfen. Ja, und wenn das weitere Ärzte so behaupten und ggf. falsch behandeln, wird es in den kommenden Jahren möglicherweise einen massiven Befall weiterer Menschen geben. Traurig alles. Ich jedenfalls habe noch gute Erfahrungen mit Schwarzkümmel-Öl und Essig-5% gemacht. Danach die betroffenen Stellen pudern. Die Kratzmilbe lebt von Sauerstoff und erstickt bei Öl und Puder. Die Wäsche mindestens bei 60 Grad waschen. Andere Wäschestücke, die eine 60 Grad-Wäsche nicht überstehen würden, nach dem Waschen lange Zeit in Essigwasser einweichen. Den Körper abends - vor dem Schlafengehen - mit Kokosöl einreiben. Viel Knoblauch essen. Und ansonsten viel Vitamin B6 und Vitamin B12 zu sich nehmen. Und zur Stärkung des Immunsystems viel, viel Vitamin C.

Krätze
04. Juni 2018 um 14:53 Uhr, Nini
Ich habe eine Frage. Meine Freundin hat mir gestern geschrieben, sie hätte die Krätze. Sie ist seit zweieinhalb (2 1/2) Wochen weg - wegen der Arbeit. Ich habe bis jetzt keine Beschwerden, weiß aber nicht, ob sie es dort (auf der Arbeit) bekommen hat oder hier. Meine Frage: Wäre ich jetzt schon angesteckt ohne es bis jetzt bemerkt zu haben? Wollte zur Sicherheit morgen zum Hautarzt.

Krätze
05. Mai 2018 um 08:58 Uhr, Hannah
Hallo! Ich gehe noch zur Schule und habe erfahren, dass ein Mädchen, das mal eine Stunde neben mir saß, Krätze hat. Ich hatte aber keine längerfristigen Berührungen mit ihr. Aber des Weiteren habe ich ihren Bleistift benutzt. Und nun weiß ich nicht, ob es auch so übertragen werden kann? Bitte helft mir.

Arbeit
11. April 2018 um 16:36 Uhr, Lilo
Meine Arbeitskollegin hat wahrscheinlich die Krätze. Der Arzt sagte, dass er das erst in 2 Wochen diagnostizieren kann. Jetzt wollte ich fragen, ob die Krätze durch Speichel oder häufigeres Umarmen übertragbar ist? Wir verstehen uns gut, und sind oft zusammen.

Übertragung
27. März 2018 um 18:02 Uhr, Jerry
Ich bin jetzt umgezogen. Habe eine Couch von einem Freund bekommen. Diese wurde selten benutzt, war aber mit einer Überdecke bezogen. Ist eine Übertragung durch Staubmilben möglich? Die Diagnose des Arztes hat es allerdings bestätigt. Aber ich weiß nicht, wie es passieren konnte. Ich habe seit über einem Jahr mit niemandem innigen Körperkontakt. Gibt es andere Krankheiten mit gleichen Symptomen?

Am verzweifeln
23. März 2018 um 21:29 Uhr, Krätze
Hallo Ihr Lieben! Obwohl ich bereits vor längerer Zeit auf diese Kommentare gestoßen bin, hoffe ich doch noch jemanden anzutreffen, der mir eventuell weiterhelfen kann! Seit ca. 3 Monaten haben nämlich nun auch wir die Krätze - mein kleiner Sohn (3 Monate), mein Lebensgefährte und ich. Inzwischen sind wir bereits zum 8. Mal am Eincremen. Leider ohne Erfolg. Und eine durchgeführte stationäre Behandlung hat auch nichts gebracht. Da mein Kleiner noch so jung ist, kann man ihm außer Infectoscarb-Tabletten, die wir bekommen haben, nichts geben. Wir haben sogar unseren Hund mitbehandelt und selbstverständlich alle Hygienemaßnahmen streng befolgt: Alles gewaschen, gesaugt, desinfiziert, uns öffters am Tag umgezogen, die Bettwäsche gewechselt, alles eingetütet, die Matratzen in Folie eingewickelt und die Chouch überdeckt! Nichts hilft! Wir sind verzweifelt! Es ist so mühsam, das alles zu machen. Nochzumal das Gefühl bleibt, dass alles umsonst ist. Ich kann die schöne Zeit mit meinem Kleinen gar nicht genießen, da ich mittlerweile bei allem was ich anfasse, nur noch "Krätze" im Kopf habe. Auch im Krankenhaus kann man uns nicht weiterhelfen. Ständig sagen sie etwas anderes. Probier doch noch mal das und das. Ich habe das Gefühl die glauben, dass ich zu Hause nicht ohnehin putzen und alles so machen würde! Der stationäre Aufenthalt war für uns schlimm! Denn es ist nicht einfach, ein Baby den ganzen Tag lang ohne Spielzeug zu beschäftigen. Zudem meinten sie dort (im Krankenhaus), mein Sohn müsse nackt schlafen, weil sie keine Kleidung für ihn hatten und er unsere nicht benutzen dürfe. Sind wir da nun allein der Meinung, dass es immer mehr und schlimmer wird? Wie lange hat es bei Euch gedauert bis ihr die Diagnose "krätzefrei" bekommen habt? Vielleicht hat auch jemand Tipps zu Maxi-Cosi und Kinderwagen? Ich kann aufgrund der Krätze doch nicht mehr raus! Es ist einfach nicht mehr zu ertragen ...

Übertragung
24. Januar 2018 um 14:26 Uhr, vonni
Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort, ist halt für uns Betroffene eine große psychische Belastung, da man ja auch niemand anders damit anstecken und belasten will. Deshalb nochmals Danke, dass meine Frage noch beantwortet wurde... LG Vonni

Übertragung via Heizdecke
24. Januar 2018 um 12:32 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo Vonni, theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Steht ja auch im Beitrag, dass es eher einen intensiveren Kontakt braucht. Hallo Alle: Kommentare und eigene Erfahrungen willkommen, Fragen an uns aber bitte nicht mehr. Liebe Grüße Euer Navigator-Team

Ansteckung
24. Januar 2018 um 11:31 Uhr, vonni
Meine Kollegin und ich sitzen auf der Arbeit abwechselnd (Schichtwechsel)auf dem gleichen Stuhl. Da es kalt ist, sitzen wir auf einer Heizdecke - natürlich auf der gleichen. Kann ich meine Kollegin dadurch anstecken?

Krätzeübertragung
01. Dezember 2017 um 20:31 Uhr, Jennifer
Hallo, mein Freund hat Krätze und ist momentan in Behandlung. Man soll ja bekanntlich nach der 1. Behandlung 10 Tage warten, bis man das ein zweites Mal macht. Mir ist bewusst, dass ich in dieser Zeit möglichst den Körperkontakt zu ihm meiden soll. Meine Frage ist aber, ob ich ihn dennoch küssen darf oder überträgt man darüber auch die Milben?! Bitte um schnelle Antwort:)

Krätze weg oder nicht?
10. Oktober 2017 um 18:54 Uhr, Alex
Hallo, dieser Beitrag ist zwar schon älter, aber vielleicht kann mir jemand mit den gleichen Problemen helfen. Ich habe die Krätze wahrscheinlich letztes Jahr an Weihnachten bekommen, als ich zu Besuch bei meiner Familie war. Habe nichts gemerkt und habe dann im Januar wegen meiner Klausurenphase gedacht, ich hätte wegen des Stresses Nesselsucht, im Februar hatte es dann auch mein Freund (wir schlafen in einem Bett, also keine Panik, schnell steckt man sich nicht an!). Wir waren beim Hautarzt und haben ca. 5 mal die Creme versucht, aber die hat nichts gebracht. Dann die Tabletten einmalig 6 Stück und dazu die Creme.. wieder nichts. Dann sind wir für 4 Tage in die Hautklinik nach Göttingen gekommen und dachten wir sind über den Berg.. dort haben wir die Creme mit 8 Tabletten genommen. Danach dachten wir, es wäre weg. War es nicht!!! Wieder zum Hautarzt, diese sagte, sie könnte nichts mehr tun (auch toll, sowas zu hören!), dann flehten wir sie an, da es bei meinem Bruder mit zweimal hintereinander Tabletten weggegangen war, uns diese auch zu verschreiben. Die nahmen wir dann im Abstand von zwei Wochen. Danach machten wir nochmal mit einer Creme, die es ohne Rezept zu bestellen gibt, eine Behandlung. Das ist jetzt ca. 3-4 Wochen her. Ich weiß nur immer noch nicht ob wir es geschafft haben, es juckt immer noch, aber wir können schlafen und haben keine Pickel bzw. glaube ich nur nach dem Jucken welche. Das Jucken ist zwar nicht extrem, aber sollte es nicht langsam mal weg gehen? Ist unsere Haut einfach zu empfindlich? Cremen aber immer fleißig ein. An der Hygiene kann es auch nicht gemangelt haben, da sie uns in der Klinik mit unseren Maßnahmen für verrückt erklärt haben.. wir haben uns sogar Allergie Bettwäsche geholt, die hält Milben u.ä. ab. Ich weiß nicht, was jetzt ist.. bin ich mittlerweile echt verrückt und steigere mich rein? Wir sind verzweifelt und mittlerweile extrem depressiv.. haben die Krätze jetzt seit einem 3/4 Jahr, trauen uns niemanden mehr nach hause einzuladen, in unserer neuen Wohnung war also so gut wie noch nie jemand. Und überall stehen Säcke mit Anziehsachen. Suche Leidensgenossen und Leute die mir Hoffnung machen können!!

Waschen bitte bei 60 °C
22. September 2017 um 08:59 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo "Hilfe", siehe hier: http://www.navigator-medizin.de/eltern_kind/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-kinderkrankheiten/hauterkrankungen-hautinfektionen-parasiten/kraetze/behandlung-a-selbsthilfe/1279-wie-beuge-ich-einem-erneuten-kraetzebefall-vor.html

Krätze
21. September 2017 um 12:58 Uhr, Hilfe
Habe vor ein paar Tagen die Diagnose Krätze bekommen. Habe alles abgezogen und nun wasche und wasche ich. Haben die Salbe auch schon angewendet. Meine Frage ist. Kann ich mich jetzt wieder mit der Kleidung anstecken, die ich wasche?

Krätze
11. September 2017 um 14:45 Uhr, Lara kuß
Hallo, ich habe eine Frage: Kann Krätze über Speichel oder Umarmung übertragen werden?

an Mattes
17. April 2017 um 19:12 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo Mattes, selbst ein noch so guter Arzt wird das aus der Ferne nicht beurteilen können. Also nicht Freundin abschieben, sondern ab zum Hausarzt oder Dermatologen. LG vom Navigator-Team

Ansteckungssymptome
16. April 2017 um 16:43 Uhr, Mattes
Hallo, habe durch meine neue Freundin erfahren, dass sie durch ihren Ex die Krätze bekommen hat. Es ist laut ihrem Arzt bereits verheilt, alles gut! .... Nun sind meine Arme sehr leicht gerötet, juckt aber in keinster Weise! ....Rechts vom Bauchnabel, am Bauch ebenfalls eine rötliche Stelle (ähnlich wie Windpocken von der Art her) ... Ist das nur eine allergische Reaktion auf irgendetwas (habe mich mit Creme eingecremt) oder sind das die ersten Anzeichen, dass ich meine Freundin abschieben soll und schnellstens einen Arzt aufsuchen sollte?

Krätze....woher denn nur?
10. April 2017 um 19:46 Uhr, Vanessa
Hallo Ihr Lieben, nun möchte ich gern meine "Krätze-Erfahrung" mit Euch teilen. Es fing harmlos an mit einer seltsamen Erhebung am rechten Fuß! Anfangs dachte ich, ich hätte evtl. ein eingewachsenes Haar, da ich damit (als Epiliererin) öfter Probleme habe. Allerdings nicht am Fuß ;). Das Teil ging und ging nicht weg und ich suchte nach dem Haar, desinfizierte; cremte...nix, das Ding blieb. Jetzt; 8 Wochen später: ich habe 8 dieser Dinger am rechten Bein und 2 am Linken. Mich beschleicht ein ungutes Gefühl; das sind definitiv keine eingewachsenen Haare! Es juckt nicht; habe es ausschließlich an den Beinen. Gestern konnte ich einen Gang von einem Geschwür zum nächsten erkennen und hatte schon Angst, eine Sepsis von meiner Haarentfern/Nadel/Pinzette-Eigenbehandlung zu haben. Jetzt war ich mir sicher...das ist Krätze! Trotz des Wissens, eine sehr gepflegte Person zu sein, fühlte ich mich sofort schmutzig und schämte mich. Bin dennoch heute zum Arzt, dem ich kaum in die Augen schauen konnte, und er bestätigte meine Befürchtung (ganz klar Gänge unter der Haut erkennbar). Allein der Gedanke daran, lässt mich aus der Haut fahren! Nun das Spannende: Wir können uns nicht erklären WOHER!!!! 1. Single seit 3 Jahren 2. Neues Bett und Matratze (ungebraucht) Erstverwender!- 3.Neue Couch (ungebraucht) 4.Nicht in den Tropen gewesen 5. Nicht woanders geschlafen 6. Ausschließlich an den Beinen und ohne Juckreiz Mitte Februar hat ein Freund von meinem Sohn bei uns geschlafen; die Jungs haben mein Bett bekommen und ich habe auf der Couch genächtigt. 3 Tage zuvor waren wir schwimmen. Habe eine bestellte Jeans ohne vorherigem Waschgang getragen. Kann eins von den Ereignissen schon reichen oder überhaupt möglich sein für eine Ansteckung???? Ich habe infectiscab verschrieben bekommen und creme meinen Knirps gleich mit ein. PS: Habe mich heute Abend (Salbe bekomme ich erst morgen früh) mit Essig/Wasser von Kopf bis Fuß eingesprüht. Würde mich über Mitrater/Spekulanten freuen! Lg

Krätze erkennen
27. März 2017 um 11:59 Uhr, Thomas L.
Hallo Stephie, steht eigentlich alles auf dieser Seite. Schau mal unter "Wann treten die ersten Symptome einer Krätze auf?" LG Thomas

Krätze
27. März 2017 um 11:41 Uhr, Stephie
Hallo, meine Tochter war Samstag beim Training und dort hatte ein Mädchen die Krätze. Ab wann ist meine Tochter ansteckend, falls sie sich angesteckt hat! Es ist Kontaktsport, ich mach mich jetzt nicht verrückt deswegen, aber ausschließen, dass sie es hat, kann ich nicht. Und sie geht ja auch in die Schule, und Geschwister hat sie auch! Ich mach mir halt Sorgen, dass sie jetzt schon ansteckend sein könnte!

Dauer
27. November 2016 um 07:32 Uhr, Bea
Hallo, Ich arbeite in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung und da ist zur Zeit auch jemand, der sich mit Krätze infiziert hat. Körperkontakt lässt sich aufgrund der Behinderung dieser Person nicht vermeiden. Deshalb ist meine Frage: wie lange dauert es, bis ich sicher sagen kann, ob ich mich angesteckt habe? Bisher habe ich keine nennenswerten Symptome und die betroffene Person ist auch schon in Behandlung. Ist die Person trotzdem noch so stark ansteckend?

Permethrin hilft nicht
22. November 2016 um 08:24 Uhr, Jules
Die Salbe Permethrin hilft meinem Kind und mir gar nicht. Wir schlagen uns jetzt seit drei Monaten damit rum und unsere Nerven liegen blank. Nun versuche ich es mit Teebaumöl. Vieleicht funktioniert es damit. Ich habe vom ständigen desinfizieren und Wäsche waschen die Nase gestrichen voll. Der Hautarzt ist leider auch absolut keine Hilfe.

Behandlung gegen Skabies (Krätze)
03. November 2016 um 14:19 Uhr, Lisa
Meine Tochter hat sich viermal mit Infectoscab 5% und jetzt einmal mit Permethrin biomo Creme 5% behandelt. Sie hat jetzt immer noch lebende Skabies in der Haut. Das Zeugt wirkt nicht und der neue Hautarzt glaubt es nicht.

Lotti
26. September 2016 um 10:11 Uhr, Lotti
Kann ich mich durch gemeinsames Benutzen des Gästehandtuchs im WC für zum Hände abtrocknen und gemeinsames Benutzen von Nagelöl von meiner Mitbewohnerin angesteckt haben?

Klamottenladen
06. September 2016 um 21:02 Uhr, Keanu
Hallo! Ich habe glaube ich die Krätze (ganze Familie hat sie). Darf ich dennoch weiter im Klamottenladen arbeiten?

Krätze
11. Juli 2016 um 12:01 Uhr, Master Andy
Jakutin heißt die Salbe, die mir geholfen hat.

Behandlung gegen Krätze
07. Juni 2016 um 16:18 Uhr, Katrin Kruse
Der Einsatz von Jacutin (mit Lindan) wird wieder gebraucht. Die Milben sind gegen Infectoscab resistenter geworden. Wir brauchen wirksamere Medikamente, da durch Zuwanderungen vermehrt Epidemien ausgelöst werden. Ich bin beruflich bedingt leider schon zum dritten Mal betroffen. Eine Infektion kostet viel Energie und Geld (Wäsche täglich waschen, Umgebungsspray usw.) Krätzmilben verursachen enormen psychischen Stress.

an Hannah
04. Juni 2016 um 16:45 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo Hannah, ja, denn die Überträger sind ja die Milben, nicht die Symptome. Und die Milben sind oft lange vor den Symptomen da. Alles Gute und viele Grüße Dein Navigator-Team

Übertragung
04. Juni 2016 um 08:54 Uhr, Hannah B.
Hallo, kann es schon zu einer Übertragung kommen, bevor bei der betroffenen Person Symptome aufgetreten sind? LG

An Natascha
02. Juni 2016 um 13:44 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo Natascha, 10 Wochen sind viel, aber undenkbar ist das nicht, dass es die Krätze ist. Zumal die Milben auch in Kleidungsstücken stecken können. Aber entscheiden kann das nur ein Arzt vor Ort. Viele Grüße Ihr Navigator-Team

Ansteckung
02. Juni 2016 um 13:28 Uhr, Natascha
Wir waren vor ungefähr 10 Wochen bei Bekannten zu Besuch, die hatten die Krätze, wie wir später erfahren hatten, waren ein paar Tage da. Jetzt bekommen wir viele kleine Pusteln zwischen den Fingern und auf der Hand, jucken nicht immer, kann das noch Krätze sein?

Krätze
15. Mai 2016 um 22:42 Uhr, peggy
Meine 14 jährige Tochter hat Krätze, wir sollen uns nun alle eincremen, haben aber einen 1 1/2jährigen Sohn, dem wir die Salbe nicht ohne Absprache mit seinem Kinderarzt auftragen wollen. Kann er uns dadurch wieder anstecken, wenn wir die Salbe schon drauf hatten in der Nacht? lg

an Sebastian
07. März 2016 um 17:07 Uhr, Navigator-Redaktion
Hallo Sebastian, bitte einfach mal unsere anderen Beiträge zum Thema studieren. Viele Grüße, Dein Navigator-Team

Nachbar
07. März 2016 um 16:39 Uhr, Sebastian
Hallo, mein Nachbar könnte sich mit Krätze angesteckt haben. Meine Frage ist: Kann man sich ohne direkten Kontakt infizieren? (Durch die Benutzung der gleichen Haustür oder durch seine vor der Tür stehenden Schuhe) Danke für Ihre Informationen

Hilft Stromectol bei der Behandlung?
07. März 2016 um 07:11 Uhr, Stromectol
Hallo, ich wollte mal fragen, ob jemand Stromectol schon genommen hat.. kann seit 3 Wochen nicht mehr schlafen und der Arzt will es nicht verschreiben. Habe gesehen, dass man es hier kaufen kann. http://kraetze-ratgeber.de/ Hat das schon jemand probiert?

Krätze
18. Januar 2016 um 09:01 Uhr, mausi60
In meinen Bericht hat sich ein Schreibfehler eingeschlichen: die Vergrößerung des Lichtmikroskops ist 60 bzw. 100. Habe mir auch über eBay 2 Einmaloveralls gekauft, da kommst du sicherlich nicht mehr in Kontakt mit den Viehchern, sowie Baumwollhandschuhe und einmal Plastik-Hausschuhe. Dann dürften die Viecher zu Hause bei dir eigentlich nicht mehr an dich herankommen. Kochen, Spülmaschine ausräumen, saubere Wäsche entnehmen, mache ich im Moment nur mit Einmal-Latex-Handschuhen, kriegst du bei DM bzw. Rossmann günstig. Schreibt mir ruhig, wenn Ihr noch Fragen habt.

Krätze
18. Januar 2016 um 08:53 Uhr, mausi60
Habe die netten Viecher jetzt schon 3 Monate. Nun habe ich mich eingehend mit der Thematik beschäftigt. Ölbäder (Olivenöl) + Teebaumöl in die Badewanne rein, und dann 20 Minuten bei ca. 30° baden. Hilft gegen den Juckreiz und trockene Haut. Permithrin - Salbe leider nicht geholfen. Kam wieder! Jetzt versuche ich es mit Tabletten, die man leider nicht in Deutschland bekommen kann. Ein Arzt muss dir diese privat aufschreiben und du kannst sie dann in jeder Apotheke bestellen. Dauert aber ca. 10-14 Tage, weil sie aus dem Ausland bestellt werden müssen! 10 Stück kosten so ca. 100 Euro. Mein Schulkamerad ist Leiter und Doktor beim Gesundheitsamt. Und der sagte mir, dass es damit auf jeden Fall weggeht! Es heißt Stromectol! Nach 7 Tagen noch einmal die Behandlung wiederholen. Achtung: Anzahl der einzunehmenden Tabletten richtet sich nach dem Gewicht. Also, ich wiege 90 Kilo und muss 6 Stück nehmen. Muss ich eben kaufen, sonst komme ich aus der Nummer nicht mehr raus. Gegen den Juckreiz reibe ich meine Haut mit Wasser-verdünntem Essig ein. Wenn Ihr schon dicke entzündete Pusteln habt, müssen die sicherlich mit einer antibiotischen Salbe, vom Arzt, verschrieben werden, weil du dir durch die Kratzer schon Bakterien eingekratzt hast. Natürlich kommt die ganze Last des Wäschewaschens auch noch dazu. Mein Schulfreund sagte mir, dass die Viecher draußen keine Stunde überleben würden, sie trocknen einfach aus. Und sie brauchen so ca. 50 Minuten, um sich in die Haut einzubohren. Also ein Händedruck ist nicht schlimm, der andere sollte sich aber trotzdem danach die Hände waschen. Ich ziehe mir jetzt immer Lederhandschuhe an, somit schütze ich den Anderen. Und ich habe mir ein kleines Lichtmikroskop &0-fache Vergrößerung bei ebay gekauft. Kostet ca. 4 Euro. Da kannst du dir selber deine " liebsten" Freunde ansehen. Meist guckt der Arzt nämlich gar nicht so genau hin. Die Lupe gibt es auch bei 100-facher Vergrößerung, da sind die Kleinen auf einmal ganz groß!! Informiert euch bitte auch im Internet! Da wird man nicht dümmer von! Ich habe mir verschiedene Bücher über Dermatologie über eBay ersteigert, um noch weitere Infos zu finden. Aber das hat sich meines Erachtens nicht gelohnt. Langsam bin ich aber ein Experte, und kann so manches besser verstehen. Meine Hoffnung für alle Betroffenen ist, dass Ihr alle diese Krankheit loswerdet, weil sie echt an den Nerven zehrt. Wenn es mit den Tabletten nicht klappt, gehe ich auf jeden Fall in eine Hautklinik! Wenn du dann nach Hause kommst, sind alle Tiere tot! 100%-ig. Also Allen viel Glück!

Krätze durch kurze Berührungen sehr unwahrscheinlich
08. Januar 2016 um 07:02 Uhr, Navigator-Team
Hallo Lena, über das Blutdruckmessen eine Krätze zu bekommen, ist sehr unwahrscheinlich. Natürlich ist das aus der Ferne unmöglich seriös zu beurteilen, aber höchstwahrscheinlich hat der Genitalausschlag eine andere Ursache. Viele Grüße Ihr Navigator-Team

Ist Krätze über Blutdruckmanschette übertragbar?
07. Januar 2016 um 18:43 Uhr, Lena
Hallo, ich arbeite im Krankenhaus, dort hatten wir einen Patienten mit Krätze, wussten aber noch nichts von dieser Erkrankung. Ich habe bei dem Patienten Blutdruck gemessen, hatte jedoch Handschuhe an. Danach habe ich noch bei anderen Patienten Blutdruck mit derselben Manschette gemessen, diesmal jedoch ohne Handschuhe. Besteht die Möglichkeit mich mit den Milben infiziert zu haben? Ich habe nach ca. 4 Wochen einen kleinen Ausschlag in der Genitalregion, dieser juckt aber nicht, hat nur einmal leicht gebrannt. Könnte dies trotzdem Krätze sein? Vielen Dank Lena

Krätze-Übertragung durch Umarmung unwahrscheinlich
10. November 2015 um 09:16 Uhr, Navigator-Team
Hallo Bonny, eigentlich haben wir das unten und auch in der Frage oben schon beantwortet. Eine Krätze-Übertragung durch eine Umarmung ist eher unwahrscheinlich, weil dazu ein intensiverer und längerer Körperkontakt "notwendig" ist. Aber Medizin ist keine Mathematik. Es gibt auch Ausnahmen von der Regel, in denen es auch bei minimalen Kontakten zu einer Übertragung kommt. Das ist aber höchst selten. Was den Umarmten angeht, sollten Sie es zur Sicherheit vielleicht einmal sagen, dass Sie zu der Zeit ein Krätze-Problem hatten, aber ohne Panik zu verbreiten, denn aller Wahrscheinlichkeit ist nichts passiert. Außerdem ist eine Krätze ja auch recht gut behandelbar. Viele Grüße Ihr Navigator-Team

re
9. November 2015 um 21:12 Uhr, bonny
Danke liebes Team.....bin jetzt beruhigter Kann man sich denn generell durch eine kurze Umarmung anstecken?

Krätzebefall
09. November 2015 um 18:57, bonny
Bei mir wurde Krätze festgestellt und ich war ganz schön geschockt...habe sofort mit Creme, alles waschen und neu Betten beziehen angefangen...meine Frage....bin ich nach 6 Tagen geheilt!!! habe jemanden umarmt ohne zu überlegen...kann er sich jetzt noch angesteckt haben!!!

eher kein Grund zur Sorge
09. November 2015 um 18:50 Uhr, Redaktion Navigator-Medizin
Hallo Bonny, eine Garantie gibt es nicht, aber eine Ansteckung durch eine kurze Umarmung ist sehr unwahrscheinlich. Viele Grüße Dein Navigator-Team

Krätze
09. November 2015 um 18:39 Uhr, bonny
Ich habe mich auch irgendwo und irgendwie damit angesteckt und war geschockt, als der Arzt mir das mitteilte....habe auch sofort mit dem eincremen und alles waschen sofort begonnen...nun meine Frage....nach dem 6. Tag habe ich jemanden umarmt zum gratulieren...War das schon ansteckend oder nicht mehr....bin sowas von nervös und unsicher... Kann mir da jemnad weiterhelfen?

zum Arzt
20. August 2015 um 07:04 Uhr, Navigator-Team
Hallo Franzi, Du musst in jedem Fall zum Arzt gehen, auch wenn Du bisher so viel Pech damit hattest. Aber dann geh' noch mal zu einem anderen. Von hier aus können wir keinen empfehlen, weil wir uns in Deiner Gegend nicht genügend auskennen. Alles Gute und viele Grüße Dein Navigator-Medizin-Team

Krätze
19. August 2015 um 23:06 Uhr, Franzi
bitte, bitte, helft mir doch. Im Mai habe ich Hollunderblüten gepflückt, direkt am Rhein in einem Naturschutzgebiet. Störche und Vögel aller Arten leben da. Nun ich habe schön von oben die Äste mit den schönsten Blüten runtergezogen. Dabei sind mir bestimmt von Nestern Parasiten über mich gekommen. Am Aber fing es heftig an zu jucken. ich habe geduscht, wie immer. in der Nacht fing es an, heftiges Stechen, überall. Jucken auf dem Kopf, im Gesicht. Am nächsten Morgen hatte ich an den Oberschenkeln, Armen kleine rote Einstiche. Betten abgezogen, alles gewaschen. Am nächsten Morgen war es noch schlimmer. Mein Bauch, meine Beine - eine längst verheilt - blutete. Ich habe diese klitzekleine Viecher gefangen und gesammelt. Fazit: ich war bei 2 praktischen Ärzten, 2 Hautärzten , 1 Tierarzt, sie durfte mich nicht behandeln. War bis dato die Einzige, die mit einer Lupe meinen Kopf angesehen hat. eine Apothekerin hatte mir eine Seite von der Klinik in Heidelberg ausgedruckt. Parasitologie, ich bin hingefahren. Was ich dort erlebte, abenteuerlich. Diese Ärztin, mit über 25 Jahre langer Erfahrung, sagte mir ohne mich überhaupt anzusehen, ich könnte so etwas nicht haben. Das käme bei Obdachlosen vor, die sturzbetrunken längere Zeit im Regen in der Gosse liegen. Da könnte so etwas vorkommen. Ich wäre eine gepflegte Frau. In unserer Hautklinik hat man mich abgewiesen, das sei schon zu lange her, sie hätten keinen Platz. Ich sollte nach Wiesbaden oder Frankfurt in die Klinik gehen. Ich habe meine gute Couch zum Sperrmüll gegeben, weil es gewimmelt hatte, wenn ich mich frisch geduscht drauf gesetzt oder hingelegt hatte. Kastenweise habe ich Insektenspray gekauft, mich nachts eingesprüht, unter der Bettdecke, auf meinem Kopf. Habe Zigaretten ausgekocht und die Brühe über meinen Kopf geschüttet. Die Flöhe und Läuse und andere kleine Käfer sind nur so gesprungen. Aber an jedem Haar kleben Millimeter kleine Kügelchen. Sie wenden und weichen nicht. Am ganzen Körper bin ich gestochen worden. ich nehme an, dabei haben diese Biester Eier/Nester gelegt. Jetzt sticht es mich, obwohl kein Tier da ist, aber wenn ich hingreife, fühle ich kleine Pusteln. Die heilen auch nicht zu. Jed Nacht fange ich an, mein Bettzeug in den Trockner, Haare waschen 2 bis 3 mal, Fenistil einreiben und und und... bin nervlich am Ende. Meine Wohnung habe ich mit einem Fogger in den Griff bekommen. Nutzt wenig, denn diese Parasiten sind nachtaktiv. Ich suche einen Arzt, der mich untersucht und mir endlich hilft. Ich bete um Hilfe.

bitte auf unserem Allergie-Portal nachlesen
21. Juni 2015 um 08:37 Uhr, Redaktion Navigator-Medizin
Hallo, bitte hier nachlesen: http://www.navigator-medizin.de/allergie/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-allergien/die-verschiedenen-allergie-ausloeser-allergene/hausstaubmilben-allergie.html Ihr Navigator-Team

meine Tochter
20. Juni 2015 um 22:55 Uhr, Vannesa
Hallo, bei meiner Tochter wurde gestern festgestellt, dass sie unter Milben Allergie leidet. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Kann mir jemand bitte einen Rat geben.

krätze
14. April 2015 um 16:37 Uhr, susanne
Viele sind allergisch auf Parapene, die in fast allen Cremes, Sonnenprodukten und Körpercremes usw. vorhanden sind, meine Enkelin hat diese Allergie. Vorsicht bei Produkten, wo Parapene beigefügt sind. Eventuell einen Test machen lassen!!

krätze
14. April 2015 um 16:16 Uhr, waltraud
muss aber noch hinzufügen, daß Juckreiz auch nervlich bedingt sein kann! Wenn es nicht aufhört zu jucken, eventuell einen Nervenartzt aufsuchen? Kann meiner Meinung nach auch psychische Ursachen haben. Nervosität?

krätze
14. April 2015 um 15:47 Uhr, waltraud
hatte auch vor 30 jahren anscheinlich krätze. Es waren keine Bläschen vorhanden! Es waren wirkliche Krätzen bei uns bekannt als plätzen. Bekam ein Mittel zum eincremen. Durfte mich 5 Tage nicht brausen und waschen. Sonst keine Vorgaben. Hat aber gut geholfen und war es dann los. Weiß aber nicht mehr, da es soooo lange her ist, den Namen der Salbe nicht mehr. Liebe Grüße

krätze
10. April 2015 um 17:00 Uhr, michael
meine Frau und ich, wir haben es im Vaginalbereich, sie schon ein Abszess. Können sich beide stationär behandeln lassen

Krätze in der Umgebung
05. März 2015 um 17:25 Uhr, ela
Ich arbeite in einer Kita, wo jetzt die Krätze Milben aufgetreten sind. ...ausgerechnet in der Familie, wo häusliche und Körper Hygiene ein großer Mangel aufweist. ... einfach abartig. ...wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch andere Kinder sich infizieren?

Krätze
17. Januar 2015 um 20:14 Uhr, Pawel
ich leide seit Wochen an starkem Juckreiz und kratze mich unbewusst. Der Hautarzt meint, es sei Krätze. Der Hausarzt sagt, es sei keine Krätze. Alle Salben helfen nicht. Was soll ich bloss tun und wer hat Erfahrung mit diesem Leiden?

Behandlung
01. Januar 2015 um 12:26 Uhr, Ernst
Gibt es keinen abtötenden Badezusatz?

Übertragung/Symptome Krätze
22. November 2014 um 21:32 Uhr, petra
Meine 16-jährige Tochter hat sich bei Freunden mit Krätze angesteckt, indem sie dort ab und zu in nicht frisch überzogenen Betten schlief. Dass dort die Krätze kursierte, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Mit meiner 16-jährigen Tochter kuschele ich inzwischen nicht mehr, ab und zu gibt es eine Umarmung, mehr körperlicher Kontakt besteht nicht. Da bis zu einem gewissen Stadium nicht bekannt war, dass sie sich bereits mit Krätze angesteckt hatte, könnte eine Übertragung der Krätze auf mich durch folgende Faktoren stattgefunden haben: Benutzung derselben Handtücher, Liegen auf derselben Couch, Benutzung der nicht desinfizierten gemeinsamen Toilette. Bei meiner Tochter sieht es nun nach Ansteckung vor über 2 Monaten so aus, als wäre die Krätze nach 3-4-maliger Behandlung mit Peremetrin überstanden. Bei mir habe ich den Verdacht, dass nach 3-maliger Behandlung in 2 Monaten noch immer Milben da sind (neue Bohrtunnel), nun auch auf dem Kopf. Ich vermute die Milben auf dem Kopf, da ich dort unter dem Haar "Wimmerl" ertasten kann. Da ich von Anfang an in meinem Fall wusste, dass es nur Krätze sein kann (wir waren beide beim Hautarzt), behandelte ich diese immer umgehend, so dass es kaum juckte oder zu größeren Pusteln führte. Meine Empfehlung zusätzlich zu den Gebrauchsanweisungen der mediz. Salben: Alle Familienangehörigen auf jeden Fall auch prophylaktisch behandeln Nach der Behandlung sofort frische Kleidung anziehen und mehrere Tage nicht dasselbe Bett/Sofa/Kissen benutzen Möglicherweise infizierte Schuhe und Jacken mehrere Tage nicht anziehen Genau im Internet recherchieren, da dort Informationen zu finden sind, die die Gebrauchsanweisungen der Salben nicht enthalten Zum Thema "Teebaumöl" muss ich noch recherchieren. Das könnte eine zusätzliche Hilfe sein. So hoffe ich nun, den Tierchen endlich den Garaus machen zu können.
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