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Kontaktallergien (Nickel, Kobalt, Latex & Co)

Wodurch kann eine Kontaktallergie ausgelöst werden? Wie wird eine Kontaktallergie festgestellt? Im folgenden Beitrag finden Sie Antworten darauf.

Welche Stoffe können eine Kontaktallergie auslösen?

Die bekannteste und auch häufigste Kontaktallergie ist die gegen Nickel. Das Metall ist vor allem in Modeschmuck, aber auch in den Verschlüssen von Armbanduhren enthalten. Wenn sich also ein juckendes Ekzem am Handgelenk entwickelt oder eben dort, wo der Modeschmuck getragen wird, ist die Ursache meist eine Kontaktallergie gegen Nickel.

Aber auch viele Hosenknöpfe enthalten Nickel. In Zeiten bauchfreier Tops hat die Bedeutung dieser "Jeansknopf-Allergie" deutlich zugenommen.

Auf Platz 2 der Kontaktallergene stehen Duft- und Aromastoffe. Also vor allem Kosmetika.

Die häufigsten Auslöser von Kontaktallergien im Überblick:

  • Schmuck, insbesondere Modeschmuck: Nickel, Chromat, Kobalt
  • Kosmetika: Inhaltsstoffe von Seifen, Lotionen und ähnlichen Mitteln zur Körperreinigung, Parfüm-Öle, Nagellack
  • Klamotten: Gummi, Formaldehyd, Farbstoffe
  • im Haushalt: Waschmittel, Schuhcreme
  • beim Friseur: Haarfarben, Bleichmittel, Dauerwellen-Füssigkeit
  • bei Pflegeberufen: Desinfektionsmittel, Antibiotika, Salben, Cremes, Konservierungsmittel

Was man sich dabei immer klar machen muss: Kontaktallergien sind sehr häufig. Etwa 15% aller Menschen hierzulande bekommen irgendwann einmal damit zu tun. Und aufgrund ihrer Entstehungsweise, die nicht "typisch allergisch" ist, können auch Personen, die sonst gar nichts mit Allergien am Hut haben, ein Kontaktekzem bekommen.

Wann ist vom Ficus benjamini als Zimmerpflanze abzuraten?

Bei bestehender Latex-Allergie. Der Ficus benjamini, auch Birkenfeige genannt und in deutschen Haushalten sehr beliebt, enthält einen milchigen Latex-Saft.

Deshalb ist der Ficus für Latex-Allergiker ungeeignet. Im Extremfall kann es zu anaphylaktischen Reaktionen (allergischer Schock) kommen.

Im übrigen ist auch Vorsicht angeraten, wenn Sie Kleinkinder haben. Der Ficus ist schwach giftig, wenn man daran knabbert. Der Verzehr von Pflanzenteilen kann Erbrechen und Durchfall auslösen.

Wie weist man eine Kontaktallergie nach?

Eine Kontaktallergie oder ein allergisches Kontaktekzem (z.B. gegen Nickel oder andere Schmuckmetalle) kann man mit dem üblichen Prick-Allergietest (Piekser auf dem Unterarm) nicht nachweisen. Stattdessen wird meist ein sogenannter Epikutan-Test durchgeführt. Manchmal nennt man das auch Patch-Test. Wie auch immer man es nennt, man bekommt dabei ein Pflaster auf den Rücken oder Oberarm geklebt und muss zwei Tage abwarten.

Nach 48 Stunden wird das Pflaster entfernt. Manchmal auch etwas  früher oder etwas später. Anhand der Reaktion der Haut kann man sehen, ob eine Kontaktallergie vorliegt.

Dass das Ganze so lange dauert und der viel schnellere Prick-Test hier nicht funktioniert, liegt an der speziellen Entstehung einer allergischen Reaktion bei der Kontaktallergie. Man spricht von einer Typ-IV-Allergie oder einer Allergie vom Spät-Typ. Ohne hier in die Tiefe gehen zu wollen, wird diese Allergie nicht über die klassischen Antikörper vermittelt (wie bei Heuschnupfen), sondern über andere Immunzellen (T-Lymphozyten), und die brauchen ein bisschen länger, bis sie reagieren.

Allergenproben auf der Haut

Worin der Epikutan-Test dem Prick-Test aber ähnelt: Auch hier enthalten die Pflaster verschiedene Allergiestoffe (z.B. Nickel), die man testen will. Dass man tatsächlich gegen einen der Teststoffe allergisch ist, erkennt man nach der Entfernung des Pflasters durch ausgeprägte Rötung und ein juckendes Ekzem (das Jucken kann auch schon vorher beginnen). Manchmal treten diese allergischen Reaktionen auch noch nach drei bis fünf Tagen auf.

Während man die Pflaster trägt, darf man sich hier nicht waschen, sonst spült man die Testsubtanzen weg.

Quellen:

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