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Bulimie: Ursachen, Symptome, Behandlung

Wie gefährlich ist Bulimie? Ist Bulimie eine Folge von Magersucht? Wie oft erbrechen die Betroffenen? Wie häufig kommen Fressattacken bei der Bulimie vor? Und sind die Erkrankten immer untergewichtig?

Antworten auf diese und weitere Fragen zum Thema Bulimie finden Sie in folgendem Beitrag.

Basiswissen

Was bedeutet Bulimie?

Bulimie kommt von bulimos, dem griechischen Wort für „Ochsenhunger“. Schon in der Antike gab es einen Namen für Essanfälle mit der Aufnahme immenser Nahrungsmengen.

Heute versteht man unter der Bulimie eine "Ess-Brech-Sucht", bei der erst heißhungerartig gewaltige Essensmengen verschlungen werden, um diese dann kurze Zeit später wieder in Form von Erbrechen loszuwerden. Eine Bulimie kann zwar auch allein entstehen, entwickelt sich aber oft aus einer Magersucht heraus.

Fragen und Antworten zu Ursachen, Behandlung und Alltag finden Sie hier:

Symptome

Ist die Bulimie (Ess-Brechsucht) immer mit Erbrechen verbunden?

Die meisten Patienten mit Bulimie führen nach sogenannten Fressanfällen zunächst selbst Erbrechen herbei, um das Gewicht zu kontrollieren. Später funktioniert das Erbrechen oft reflexartig.

Neben dem Erbrechen wenden Betroffene aber auch andere Maßnahmen an, die helfen sollen nicht zuzunehmen. Dies kann z.B. der Gebrauch von Abführmitteln und Entwässerungsmitteln (Diuretika) sein. Zwar erbrechen die meisten Patienten in unterschiedlicher Häufigkeit, aber nicht alle. Es gibt auch Patienten, die nicht erbrechen, sondern mit Abführmitteln, Diuretika, Hungern oder exzessivem Sport versuchen, das Gewicht zu kontrollieren.

Wie häufig kommen Fressattacken bei der Bulimie vor?

Das ist extrem unterschiedlich. Das einzige gemeinsame Symptom bei Menschen mit Bulimie ist, dass es immer wieder zu Essanfällen (oft auch etwas undiplomatischer Fressattacken genannt) und selbst erzeugtem Erbrechen kommt.

Das kann zweimal pro Woche passieren, bei einigen Betroffenen aber auch täglich. Es gibt nicht wenige Bulimie-Patienten, die berichten, dass sie in ihren schlimmsten Phasen 20mal pro Tag erbrechen.

Letztlich ist für die Diagnose "Bulimie" weniger die Häufigkeit entscheidend als vielmehr die Tatsache, dass es überhaupt wiederholt zu solchen Anfällen kommt. Und dass im Kopf das "Abnehmen wollen" eine beherrschende Rolle spielt. Allerdings kann ein sehr hochfrequentes Erbrechen die körperlichen Folgen natürlich verschärfen.

Können Patienten mit einer Bulimie übergewichtig sein?

Patienten mit Bulimie können untergewichtig, normalgewichtig oder auch übergewichtig sein. Nicht selten entwickelt sich aus einem Übergewicht heraus eine Bulimie.

Wissenswertes

Woher kommt der Name Bulimie?

Der Begriff Bulimie ist abgeleitet vom griechischen „bulimos“ = Ochsen- oder Stierhunger.

Quellen:

  • Bulimia nervosa (Bulimie, „Ess-Brech-Sucht“). Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. www.dhs.de.
  • Diagnostik und Behandlung von Essstörungen. Herausgeber: Zeeck A, Herpertz S, Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e. V. (2015). www.awmf.org.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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Kommentare: Archiv

Bulimie (kotzen) geht nicht ohne Fressattacke bei mir
Samstag, den 09. Januar 2016 um 10:50 Uhr, petra
Das frage ich mich auch immer. Ich geh mit gutem Vorsatz los und kaufe dann meist immer das falsche. Manchmal hilft mir Musik... Kopfhörer rein und einkaufen ...mir ist vor allem das drumrum zuviel ... mit schöner Musik und Zettel, was ich brauche, klappt es ab und an ... zur Zeit habe ich aber auch keine Kontrolle über mich.... LG Petra

Bulimie und Fressacken
Samstag, den 09. Januar 2016 um 09:06 Uhr, Mira
Jeder Einkauf ist so ein Kampf, wird das jemals besser? Ständig diese Gedanken, ob ich mir nicht mal wieder Schokolade oder Chips kaufen soll.. Aber ich weiß, wenn ich das tue, kann ich nicht mehr aufhören zu essen, kann ich irgendwann wieder normal einkaufen?

Autoren unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Dr. med. Julia Hofmann
Ärztin und medizinische Fachautorin

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des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin

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Dr. med. Monika Steiner
Ärztin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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