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Welche Aufgaben haben weiße Blutkörperchen?

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Die weißen Blutkörperchen sind die Polizei im Körper. Sie bekämpfen alle eingedrungenen, feindlichen Fremdkörper, also Bakterien, Viren oder auch andere Schadstoffe. Die wesentliche Aufgabe der Leukozyten (so werden die weißen Blutzellen im Fachjargon genannt) ist also die Infektabwehr.

Leukozyten sind kernhaltige, farblose Zellen. Anhand ihres Erscheinungsbildes werden sie in drei Gruppen eingeteilt:

  • Granulozyten
  • Monozyten
  • Lymphozyten

Die weißen Blutkörperchen sind nicht nur im Blut, sondern in allen Körpergeweben vorhanden. In den Blutgefäßen bewegen sie sich mit dem Blutstrom und können bei Bedarf vor dort aus in das Gewebe, z.B. bei einer Entzündung, einwandern.

Die Aufgaben der Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten

Die Aufgaben der weißen Blutkörperchen variieren je nach Zelltyp:

  • Granulozyten bilden die größte Fraktion unter den weißen Blutkörperchen. Sie befinden sich vor allem im Blut. Granulozyten haben die Fähigkeit, Bakterien und Parasiten direkt zu zerstören. Außerdem sind sie an Entzündungsreaktionen sowie an allergischen Reaktionen beteiligt.
    • Granulozyten können Histamin freisetzen, wodurch die Gefäße erweitert und gleichzeitig durchlässiger werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die benötigten Abwehrzellen schneller an die entzündete Stelle gelangen.
  • Monozyten wiederum zerstören und verdauen Bakterien, Fremdkörper sowie beschädigte und überalterte Zellen. Sie sind praktisch die Fresszellen oder Müllentsorger unter den Abwehrzellen.
  • Lymphozyten befinden sich vor allem in den Lympghefäßen. Sie sind in der Lage, Antikörper zu bilden. Das sind im Prinzip speziell ausgebildete Killer, ausgerichtet auf ein bestimmtes Ziel. Dringt ein Virus erstmals in den Körper ein, werden Antikörper dagegen gebildet, die dann auch Jahrzehnte später noch reaktiviert werden können, wenn sich das Virus ein zweites Mal hineintrauen sollte. Darüber hinaus können Lymphozyten virusinfizierte Zellen sowie Tumorzellen direkt töten.

Was sagt das Blutbild aus?

Bei einem sogenannten Blutbild in der ärztlichen Untersuchung wird unter anderem die Anzahl der weißen Blutkörperchen bestimmt, zum Beispiel bei Verdacht auf eine Infektion. Ein starker Anstieg der weißen Blutkörperchen im Blut (Leukozytose) tritt häufig bei einer bakteriellen Infektionskrankheit auf. Im Gegensatz dazu kann ein Abfall der Leukozyten auf bestimmte virale Krankheiten wie Masern hindeuten.

Quellen:

  • Hick C, Hick A. Kurzlehrbuch Physiologie. Urban und Fischer, 3. Auflage
  • Gutenberg E. (1986) Leukozyten. In: Grundlagen der Hämatologie. Steinkopff, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-11915-0_6

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