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Welche Arten von weißen Blutkörperchen gibt es?

Im wesentlichen unterscheidet man bei den weißen Blutkörperchen (medizinisch: Leukozyten) drei Gruppen: die Granulozyten, die Lymphozyten und die Monozyten.

Die Polizisten

Die Granulozyten bilden hierunter die größte Gruppe. Sie machen etwa 60-70% der weißen Blutkörperchen aus. Sie sind so etwas wie die Universal-Polizisten, verantwortlich für die Abwehr aller möglichen Eindringlinge, ob nun Bakterien, Viren oder andere Parasiten. Kurz nachdem sie im Knochenmark entstanden und ins Blut abgegeben worden sind, verlassen sie dieses auch schon wieder und treiben sich von da ab in den verschiedenen Geweben herum, immer dort, wo es etwas zu tun gibt.

Die Organisatoren

Die Lymphozyten sind, wie ihr Name schon sagt, vor allem in den Lymphgefäßen und Lymphkoten unterwegs. Dazu zählen auch die Milz, die Mandeln und der Thymus. Sie machen etwa 20-30% aller weißen Blutkörperchen aus. Während die Granulozyten sich auch persönlich mit den Feinden herumschlagen (und diese im Normalfall schlicht auffressen), sind die Lymphozyten mehr so etwas wie Organisatoren. Sie steuern zum einen den Einsatz der Granulozyten und sind zum anderen für die Bildung von Antikörpern zuständig, also denjenigen Eiweißstoffen, die sich auf ganz bestimmte Feinde spezialisiert haben.

Die Fresszellen

Die Monozyten schließlich sind zahlenmäßig die kleinste Gruppe (2-6%). Dafür sind sie aber die größte im Volumen. Im Blut gibt es keine größeren Zellen als die Monozyten. Das ist auch gut so, denn Monozyten sind ähnlich wie die Granulozyten vor allem zum Fressen und Verdauen von Eindringlingen da. Bevor sie das tun, wandeln sie sich in sogenannte Makrophagen um und verrichten dann als "große Fresszellen" ihren Dienst.

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Quellen:

  • Hick C, Hick A. Kurzlehrbuch Physiologie. Urban und Fischer, 3. Auflage
  • Gutenberg E. (1986) Leukozyten. In: Grundlagen der Hämatologie. Steinkopff, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-11915-0_6

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