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Was ist der Unterschied zwischen Noroviren und Rotaviren?

Die Gemeinsamkeiten aufzuzählen, ist wesentlich ergiebiger. Beide sind typische Auslöser von Magen-Darm-Infekten beim Menschen. Beide verursachen DurchfallÜbelkeit und Erbrechen. Beide nerven. Bei beiden ist der Spuk in der Regel nach 2-3 Tagen vorbei.

Auch biologisch betrachtet handelt es sich um enge Verwandte. Beide sind sogenannte RNA-Viren (keine eigene DNA vorhanden) ohne feste Hülle. Sowohl Noroviren als auch Rotaviren sind ausgesprochen widerstandsfähig und können auch fernab vom Wirt (von uns) tagelang überleben. Zum Beispiel auf Türklinken, an Spielzeug oder in Handtüchern. Das macht sie zu so schwer verhinderbaren Magen-Darm-Grippe-Auslösern.

Und die Unterschiede? Versetzt man sich in die Rolle eines Norovirus, ist das Rotavirus sehr groß. Fast doppelt so groß. Aber das alles spielt sich im Nanometer-Bereich ab, für uns sind beide nur im Elektronenmikroskop sichtbar. Aber die Winzlinge können uns ganz schön zu schaffen machen. Das Rotavirus dabei noch etwas mehr als das Norovirus, zumindest im Schnitt führt es zu etwas heftigeren Beschwerden. Außerdem sind Rotaviren im Kindesalter häufiger der Übeltäter als Noroviren.

Wie viele Rotaviren befinden sich in einem Gramm Stuhl?

Normalerweise überhaupt keine. Im Falle einer Magen-Darm-Infektion mit Rotaviren hingegen ganz schön viele. Genau gezählt hat sie aber noch keiner, weil das schlicht nicht geht. Es sind etwa 100 Milliarden Viren in 1 g Stuhl.

Da wundert es einen nicht mehr, dass man davon Durchfall bekommt. Zugleich macht es deutlich, wie unglaublich klein diese Erreger sind.

Zum Hintergrund: Rotaviren sind im Kindesalter die häufigste Ursache von Durchfallerkrankungen. Bis zum dritten Lebensjahr haben rund 90% aller Kinder mit dem Virus Bekanntschaft gemacht. Nicht immer geht diese Bekanntschaft mit Brechdurchfall einher, aber oft. Allerdings entsteht danach in aller Regel auch eine Immunität.

Die akute Magen-Darm-Infektion mit Rotaviren ("Magen-Darm-Grippe") ist für die Kinder sehr unangenehm, aber im Normalfall nicht gefährlich. Wichtig ist während dieser Periode vor allem ein adäquater Flüssigkeits- und Mineralienausgleich. Tees oder Extrakte aus Kamille und Apfelpektin können die Beschwerden lindern und die Heilung fördern. Nach 2-3 Tagen ist der Brechdurchfall in der Regel überstanden.

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