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Legionärskrankheit: Symptome und Behandlung

Was ist die Legionärskrankheit? Wodurch entsteht sie, wie wird sie behandelt? Fragen und Antworten dazu im folgenden Beitrag.

Krankheitsbeschreibung

Was ist die Legionärskrankheit?

Der Name Legionärskrankheit suggeriert zwar ein fernes Metier in fremden Ländern und vergangenen Zeiten. Diese bakterielle Infektionskrankheit tritt aber ganz aktuell, weltweit und nicht gerade selten auf. Nach Ansteckung mit den als Legionellen bezeichneten Erregern entwickelt sich ein Krankheitsbild, das von leichten grippalen Beschwerden bis zur lebensbedrohlichen Lungenentzündung mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Atemnot reichen kann.

Gefahr lauert in der Dusche

Legionellen sind vor allem in Vorrichtungen der Wasserversorgung zu finden, beispielsweise in Duschköpfen sowie Warmwasser- und Klimaanlagen. Ihren Weg in den menschlichen Körper finden sie vorrangig über das Einatmen der Wasserdämpfe. Zur Infektion kommt es allerdings fast ausschließlich bei Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen von Herz, Nieren oder Lunge oder mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. Diabetiker, Krebspatienten, Alkoholiker).

Wichtig und oft lebensrettend ist die rasche Behandlung mit Antibiotika. Vorbeugend wirksam ist ein Erhitzen des Wassers in den betreffenden Anlagen auf über 60 °C, wodurch die Legionellen abgetötet werden. Das ist allerdings wirklich nur ein Thema, wenn eine realistische Gefahr der Ansteckung besteht.

Symptome

Was sind typische Beschwerden bei der Legionärskrankheit?

Zwei bis zehn Tage nachdem die Infektion mit den Erregern stattgefunden hat, treten erste Symptome auf. Oft beginnt es mit Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen und trockenem Reizhusten.

Weitere Beschwerden können sein:

  • hohes Fieber (über 40 °C)
  • Brustschmerzen und Atemnot durch die Lungenentzündung
  • Durchfälle
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • starke Kopfschmerzen, Benommenheit und Verworrenheit (bei Ausbreitung des Infektes auf das Gehirn) 

Ursache

Wodurch wird eine Legionärskrankheit verursacht?

Krankheitserreger sind die sogenannten Legionellen, die weltweit vorkommen. Die Bakterien sitzen in Wasserrohren, Whirlpools und sogar Klimaanlagen. Besonders gut vermehren sie sich bei einer Temperatur von 25 bis 50°C und werden somit ein Risiko für uns Menschen. Durch Einatmen des Wasserdampfes gelangen sie in unseren Körper und lösen die Legionärskrankheit aus. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.

Diagnose

Wie stellt der Arzt eine Legionärskrankheit fest?

Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung, wird neben einer körperlichen Untersuchung mit Abhören der Atemgeräusche auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge erste Hinweise auf die Erkrankung geben.

Um eine Legionärskrankheit als Ursache für die Lungenentzündung nachzuweisen, reicht heutzutage meistens eine Urinprobe. Hier lassen sich die Erreger mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisen.

Alternativ kann auch ausgehustetes Sekret oder ein Abstrich aus der Luftröhre untersucht werden.

Behandlung

Wie wird eine Legionärskrankheit behandelt?

Da die Infektion lebensgefährlich sein kann, wird möglichst schnell mit einer antibiotischen Therapie begonnen. Diese wird – je nach Gesundheitszustand des Erkrankten – über mehrere Tage bis Wochen fortgeführt. Folgende Antibiotika kommen oft zum Einsatz:

  • Levofloxacin
  • Moxifloxacin
  • Azithromyzin
  • Clarithromyzin 

Wissenswert

Was ist das Pontiac-Fieber?

Das Pontiac-Fieber ist eine harmlosere Variante der Legionärskrankheit. Nur wenige Tage nach der Infektion kommt es zu grippeartigen Beschwerden mit Kopf-, Glieder- und Brustschmerzen. Fieber und Husten treten auch auf, allerdings kommt es nicht zur Lungenentzündung.

Eine Behandlung ist meistens nicht nötig. Das Pontiac-Fieber heilt innerhalb von knapp einer Woche von alleine ab.

Quellen:

  • Legionellose (Stand 2019). www.rki.de.
  • Braveny I., Maschmeyer G. Infektionskrankheiten. medco Verlag. (2002)

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