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Frozen Shoulder: Symptome und Behandlung

Welche Beschwerden macht eine sogenannte Frozen Shoulder? Was bringen Salben und Krankengymnastik? Und was kann ich selber bei steifer Schulter tun? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Frozen Shoulder beantworten wir im folgenden Beitrag.

Einführung

Was ist eine Frozen Shoulder?

Eine Frozen Shoulder ist unter verschiedenen Namen bekannt. Genau übersetzt heißt das: gefrorene Schulter. Geläufig ist damit die „Steife Schulter“ gemeint. Der fachliche Begriff ist Periarthritis humeroscapularis.

Was ist das genau?

Eine Frozen Shoulder ist eine schmerzhafte Schultersteife, die es unmöglich macht, den Arm in gesamtem Ausmaß zubewegen. Entscheiden für den Verlauf ist, dass die Erkrankung sich in einer einschleichenden Form entwickelt und zu einer Verklebung der Gelenkkapsel führt. Im Gelenk spielen sich entzündliche Prozesse ab, die bei Nichtbehandlung zu einer Fibrose führen.

Darunter versteht man eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes, mit Vernarbungen und Verklebungen. Ein ausreichender Stoffwechselvorgang, eine gute Durchblutung und Versorgung in dem Gebiet, ist somit ausgeschlossen. Die Folge ist einer Gelenkkapselschrumpfung.

Was genau zur Frozen Shoulder führt ist noch unbekannt. Mehr weiß man allerdings über die Risikofaktoren, die zur Entstehung einer Schultersteife beitragen.

Die Betroffenen sind meistens zwischen 40 bis 60 Jahren alt, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Die Frozen Shoulder wird in Stadien aufgeteilt. Nach einigen Jahren, im letzten Stadium, klingen die Beschwerden wieder ab und eine Ausheilung ist dann eventuell von alleine möglich.

Ursachen

Wodurch entsteht eine steife Schulter (Frozen Shoulder)?

Eine steife Schulter kann mehrere Ursachen haben. Viele Schultererkrankungen beginnen so schleichend, dass eine Schultersteife ziemlich überraschend kommt. Die Ursachen sind fast immer vorgeschädigte Strukturen der Schulter.

Das ist möglich:

  • Überlastung am Arbeitsplatz, wenn Sie zu lange am PC sitzen und den Arm zwischendurch nicht in eine andere Richtung bewegen.
  • Schleimbeutelentzündung der Rotatorenmanschette. Durch die Unbeweglichkeit verhärten sich die Schultermuskeln und die daraus resultierende Schonhaltung entwickelt sich eine steife Schulter. Besonders bei älteren Leuten ist zu beobachten, dass durch altersbedingte abgeschwächte Muskulatur, der Arm geschont wird. Durch die Schonung ist die Durchblutung nicht mehr genügend gewährleistet und die Gleitbewegung im Gelenk lässt nach. Denn nur durch Bewegung wird die Flüssigkeit gebildet, die die Sehne im Schaft gleitfähig hält.
  • Zudem sind bei älteren Leuten die gesamten Stoffwechselprozesse, auch in der Muskulatur, verlangsamt. Um einer steifen Schulter vorzubeugen, hilft nur Bewegung. Dies gilt auch im Alter. Bewegung der Schultergelenke ist auch im Sitzen gut durchführbar. Die Gefahr für eine Schultersteife ist allgegenwärtig – und das in jedem Alter.
  • Jeder kennt das: Im Sommer geht nichts über eine funktionierende Klimaanlage. Ob im Auto oder im Büro. Die ausströmende frische Luft ist angenehm, aber sie verfängt sich im Nacken und Schulterbereich. Die Folgen: Der Kopf kann nicht mehr gedreht werden und die Schulter wird steif. Das Gleiche kann auch bei geöffnetem Fenster während der Autofahrt passieren. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie sich einen Schal oder Tuch um den Hals und möglichst auch um die Schulter legen.
  • Ist der Nacken steif und es wird eine Schonhaltung eingenommen, kann sich daraus eine steife Schulter entwickeln. Diese Gefahr besteht aber nur bei einer zu langen Ruhigstellung der Schulter.

Weitere Ursachen können sein:

  • Vorschädigung im Schultergelenk
  • Unfälle, z. B. Sturz oder Schlag auf die Schulter
  • Frakturen
  • zu lange Ruhigstellung der Schulter
  • Tumore
  • Nervenentzündung
  • starke Überlastung der Schulter
  • neurologische Ausfälle
  • Schulterarthrose

Grundsätzlich ist zu sagen: Obwohl viele Faktoren eine Rolle spielen, ist eine Vorschädigung und der Bewegungsmangel der Schulter die Hauptursache für eine Schultersteife.

Symptome

Welche Symptome verursacht eine steife Schulter?

Die Symptome einer steifen Schulter werden am Anfang kaum wahrgenommen. Es sind diffuse Schmerzen im Schultergelenk, die sich allmählich verschlechtern. Unmerklich wird das betroffene Gelenk geschont und mit der Zeit weniger bewegt.

Im Anfangsstadium ist die Schulter schmerzfrei, wenn sie nicht belastet wird. Erst mit der Zeit steigern sich die Beschwerden, auch wenn der Arm ruht, z. B. nachts. Schließlich ist es nicht mehr möglich auf dem Arm zu liegen.

Dieser schleichende Prozess kann sich über Monate hinziehen. Zunehmend mit der Bewegungseinschränkung, werden die Schmerzen fast unerträglich und der Arm wird noch mehr geschont.

Das hat zur Folge, dass keine Gelenkflüssigkeit mehr, die durch Bewegung bildet wird, produziert wird. Eine gleitende Bewegung im Gelenk, der Rotatorenmanschette, ist nicht mehr möglich. Wird die Muskulatur nicht beansprucht, bildet sie sich um die Schulter zurück. Der Arm bleibt kraftlos.

Nach einigen Jahren mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kann eine Heilung eintreten und die Schulter wieder einigermaßen beweglich werden. Die Kraftlosigkeit der Muskulatur bleibt aber falls die Muskeln nicht erneut aufgebaut werden.

Behandlung

Wie wird eine Frozen Shoulder (steife Schulter) behandelt?

Ist eine Schultersteife diagnostiziert, wird je nach Schweregrad ein Therapieplan für eine konservative Therapie erstellt.

Im Vordergrund stehen, Beweglichkeit der Schulter und schnelle Schmerzfreiheit wieder herzustellen.

Bei stark verhärteter Muskulatur kann der Arzt ein Muskelrelaxans spritzen oder in Tablettenform verordnen. Das blockiert die Reizübertragung vom Nerv zum Muskel, um so eine Muskelentspannung herbeizuführen. Das hält nicht allzu lange an, aber es ist für einige Zeit eine Entlastung und die Schmerzen halten sich während dieser Zeit in Grenzen.

Verordnet werden physikalische Maßnahmen, die absolut notwendig sind. Die Physiotherapie bietet eine große Palette an Behandlungsmöglichkeiten, die auf jeden Patienten individuell angepasst wird.

Eine Überforderung oder mit Schmerzen verbundene Therapie ist der falsche Ansatz und verzögert die Beweglichkeit. Wichtig sind vorsichtige und schmerzfreie Mobilisierung, Dehnung der Gelenkkapsel und eine Anleitung zum selber Üben für zu Hause.

Es ist absolut notwendig, dass der Patient gewillt ist, täglich die angewiesenen Hausaufgaben durchzuführen.

Nur mit der Zusammenarbeit von Arzt, Physiotherapeuten und Patienten, kann eine erfolgreiche Therapie durchgeführt werden.

Steife Schulter: Helfen Salben oder Spritzen?

In der ersten schmerzhaften akuten Phase können entzündungshemmende Spritzen (Infiltrationen) oder sogar eine opiumhaltige Spritze verabreicht werden.

So können sich die Muskeln entspannen und Sie ohne Schmerzen zur Ruhe kommen.

Auch Kortison ist hier hilfreich, sofern der Patient das möchte. Viele Patienten lehnen Kortison das ab, obwohl das sehr hilfreich ist und bei kurzfristiger Gabe keinen Gelenkschaden anrichtet.

Um die verkrampfte Muskulatur zu entspannen, helfen Muskelrelaxantien in Form von Tabletten oder Spritzen.

Salben die eine gute Durchblutung fördern, sind immer hilfreich. Vorsicht ist geboten bei empfindlicher Haut oder mit den Inhaltsstoffen Senfmehl, die nicht jede Haut verträgt.

Pferdesalbe

Mit Pferdesalbe ist ein altbewährtes Mittel und wird auch bei Pferden angewendet. Pferdesalbe eignet sich bei Muskel und Gelenkerkrankungen und fördern die Durchblutung. Die ätherischen Öle ziehen sofort in die Haut ein und haben zuerst einen kühlenden Effekt durch den Wirkstoffe Menthol.

Weitere Wirkstoffe sind in der Pferdesalbe enthalten:

  • Aloe vera
  • Pfefferminzöl
  • Rosmarinöl
  • Kampfer
  • Salbeiöl
  • Lavendelöl
  • Levomenthol
  • Wacholderbeeren-Öl
  • Sibirisches Edeltannenöl
  • Rosskastaniensamen-Extrakt

Diese durchblutungsfördernde Zusammensetzung mit natürlichen Ölen kann eine schmerzlindernde Wirkung erzielen.

Steife Schulter: Helfen Krankengymnastik und Massagen?

Bei einer steifen Schulter ist Krankengymnastik in Kombination mit Massagen das Wichtigste überhaupt.

Nachdem die erste Akutphase mit Kryotherapie abgeschlossen ist, wird mit leichten Bewegungen im Rahmen der schmerzfreien Bewegungen mobilisiert. Später kommen Dehnung der Gelenkkapsel und Kräftigung der Muskulatur dazu. Die Behandlung bezieht sich nicht nur auf die Schulter, sondern auf den ganzen Körper, um die erforderliche Statik wieder herzustellen. Mit zunehmender Beweglichkeit wird das Alltagsverhalten geübt.

Durch die lange Zeit der Schonung haben Sie sich ein eigenständiges Verhaltensmuster angewöhnt. Um nicht wieder in das alte Verhalten zu verfallen, muss die Koordination, das feine Zusammenspiel aller Muskeln, neu erlernt werden.

Dazu ist ein langer Trainingszeitraum notwendig, weil sich das motorische Nervensystem neu orientieren muss. Wie lange Das dauert, hängt wiederum vom Schweregrad und der Mitarbeit des Patienten ab. Am Anfang erfordern die Übungen viel Kraft und die Muskeln ermüden schnell. Das darf sie nicht entmutigen. Sie merken schnell den Fortschritt. Mit zunehmender Kraft und verbesserter Koordination werden die Bewegungen leichter und flüssiger. Das tägliche Üben ist nicht mehr so anstrengend.

Ein Übungsprogramm wird individuell erstellt und richtet sich nach dem Schwergrad, der Erkrankung und dem Alter des Patienten. Es gibt unterschiedliche Behandlungstechniken, die Verklebungen im Gelenk lösen. Jeder Therapeut setzt seine Erfahrung und Möglichkeiten ein, um ein schnelles schmerzfreies Ergebnis zu erzielen.

Behandlung in der Physiotherapie:

  • warme Bäder oder Packungen
  • Übungen im Schlingentisch
  • Manuelle Therapie
  • Massagen
  • Lasertherapie (gibt es nicht in jeder Praxis)
  • Elektrotherapie
  • Bewegungsbad
  • Unterwassermassagen
  • Iontophorese

Die Iontophorese ist ein altes Verfahren und wird nur noch selten verordnet. Dabei wird ein Medikament über Elektroden oder im Wasser mittels Strom in den Körper geschleust.

Außer diesen genannten Behandlungsmethoden gibt es noch weitere spezielle Therapien in der Physiotherapie.

Wann muss eine steife Schulter operiert werden?

Grundsätzlich wird versucht, die steife Schulter mit konservativen Mitteln zu behandeln. Das ist ein langer Prozess der viel Geduld vom Patienten erfordert. Oftmals heilt die steife Schulter von alleine aus. Das kann aber einige Jahre dauern. Zu operativen Maßnahmen kommt es eher selten.

Bevor eine Operation unter Narkose erfolgt, kann eine andere Methode, ähnlich einer Operation durchgeführt werden.

Distensions-Arthrografie

Die Distensions-Arthrografie wird ambulant durchgeführt und ist risikoarmer als eine Operation in Vollnarkose.

Dabei wird unter Kontrolle in das Gelenk ein Kontrastmittel und ein Betäubungsmittel eingespritzt um die Verklebungen zu lösen und die Beweglichkeit wieder herzustellen.

Reicht diese Methode nicht aus und nach geraumer Zeit entwickelt sich die Schultersteife aufs Neue, wird eine Operation durchgeführt.

Bei der Gelenkspiegelung wird die Ursache beseitigt. Das können Kalkdepots oder Schäden an der Rotatorenmanschette sein. Vorhandene Verklebungen werden gelöst und die Schulter mobilisiert. Damit ist die Bewegung wiederhergestellt.

Selbsthilfe

Steife Schulter: Mit welchen Übungen kann ich zuhause etwas dagegen tun?

Nach einer steifen Schulter kann mit den Übungen begonnen werden, sowie die akute Phase vorbei ist und der Arzt grünes Licht gibt. Entwickeln Sie bei allen Übungen keinen falschen Ehrgeiz.

Üben Sie lieber mehrmals für fünf Minuten am Tag als einmal und zu lange. Sind die Muskeln überfordert, ist ein effektives Ergebnis nicht zu erwarten.

Wichtig: Üben Sie immer mit beiden Armen gleichzeitig. Der betroffene Arm macht immer die Bewegungen von dem gesunden Arm mit. So vermeiden Sie auch Ausweichbewegungen. Denn auf eine gute Haltung müssen Sie achten.

Übungen helfen nur, wenn die Verklebung der Gelenkkapsel gelöst wird. Hier können Sie mit einigen Mitteln und Übungen zu Hause beitragen.

  • Nehmen Sie ein heißes Wannenbad mit Heublumenextrakt. Die Schulter muss mit Wasser bedeckt sein. Winkeln Sie Ihren Arm an und versuchen Sie ihn in alle Richtungen zu bewegen und abzuspreizen. Wenn möglich auch beide Arme gleichzeitig.
  • Im Sitzen oder Stehen: Üben Sie vor einem Spiegel um die Haltung zu kontrollieren. Hierbei muss der Körper gerade gehalten werden, sonst wird das Schulterblatt angehoben.
  • Greifen Sie ein Handtuch mit beiden Händen an den Enden. Versuchen Sie die getreckten Arme nach vorne oben langsam anzuheben. Und wieder zurück. Aber nur so hoch, wie die betroffene Schulter das zu lässt.
  • Im Stehen: Greifen Sie ein Handtuch mit beiden Händen an den Enden. Halten Sie die Hände nach unten. Das Handtuch berührt die Oberschenkel. Versuchen Sie das Handtuch langsam auf dem Körper zum Bauch rollen und wieder zurück.
  • Im Stehen:
    Das Handtuch hinter den Rücken greifen und die Arme vom Körper nach hinten abspreizen.
    Das Handtuch hinter den Rücken greifen, auf dem Körper langsam den Rücken hinauf rollen und wieder zurück.
    Das Handtuch hinter den Rücken greifen, wobei die Arme während der Übung auf dem Körper liegen bleiben. Die Arme nach rechts und links bewegen.
    Stellen Sie sich hinter einer hohen Sessellehne oder ähnlichen auf. Sodass Ihre Hände in Taillenhöhe aufliegen können. Während Ihre Hände aufliegen, gehen Sie einige Schritte zurück. Sie spüren eine deutliche Dehnung.

Das sind die einfachsten Übungen am Anfang, wenn kaum eine Bewegung möglich ist. Jede dieser Übungen kann entsprechend gesteigert werden.

Meine Rat

Verteilen Sie das kleine Trainingsprogramm auf den Tag und machen Sie nicht alle Übungen gleichzeitig. Lassen Sie sich Zeit. Üben Sie nur im schmerzfreien Bereich, um so schneller, verbuchen Sie einen Erfolg

Wenn Sie keine Schwierigkeiten mehr haben, trainieren Sie mehr. Und nur im schmerzfreien Bereich.

Prognose

Steife Schulter: Ist eine völlige Ausheilung möglich und wie lange dauert das?

Eine völlige Ausheilung ist bei der steifen Schulter (Frozen shoulder) nicht ausgeschlossen. Das hängt von einigen Faktoren ab. In welchem Stadium sich die Erkrankung befindet und die Ursache.

Entsprechend wird die steife Schulter behandelt. Wird sehr früh mit der konservativen Therapie beginn, sind die Aussichten auf eine völlige Ausheilung sehr gut. Mit gezielten Therapien wird eine weitere Schrumpfung der Gelenkkapsel verhindert und die Verklebungen gelöst. Mit gezielt, dosierter Bewegung und angepassten Maßnahmen wird die Bewegung im Gelenk wieder hergestellt.

Die Dauer einer Behandlung hängt maßgeblich vom Stadium und Ursache der Erkrankung ab. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, je schneller ist eine völlige Ausheilung möglich. Das liegt zwischen einigen Monaten, (im günstigsten Fall weniger) und im letzten Stadium bis zu einigen Jahren.

Stadium 1

Das ist die akute Phase. Hierbei wird zunächst eine Schmerzlinderung mit Kryotherapie und Ruhigstellung erreicht. Lassen die Schmerzen nach, wird mit leichten Mobilisationsübungen der Schulter begonnen.

Eine Ausheilung ist damit sicher.

Stadium 2

Hier treten starke Schmerzen auf mit Insuffizienz der umgebenen Muskulatur. Durch die Schmerzen wird der Arm weiter geschont. Die Muskulatur, besonders der Delta Muskel (der große Muskel am Schultergelenk) baut sich weiter ab. Die Gelenkkapsel fängt an zu schrumpfen.

Eine Ausheilung ist möglich.

Stadium 3

In dieser Situation ist die Versteifung, eine Fibrose und Verklebung, eingetreten. In diesem Stadium ist eine Bewegung über das Schultergelenk nicht möglich. Die Bewegung wird über das Schulterblatt ausgeglichen. Ob in diesem Stadium eine vollständige Ausheilung möglich ist, kann nicht vorher gesagt werden. Das hängt auch von der Ursache und dem Alter des Betroffenen ab.

Stadium 4

In diesem Stadium fängt der Heilungsprozess von alleine an.

Das ist noch interessant:

  • Haben Sie nachts Schmerzen, ist höchst wahrscheinlich durch eine Minderdurchblutung die Sehne mit betroffen.
  • Strahlen die Schmerzen bis in die Fingerspitzen aus, ist eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) oder eine Verkalkung der Sehne die Ursache.

Quellen:

  • S2e-Leitlinie "Rotatorenmanschette". Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) (2017). www.awmf.org.
  • Page MJ, Green S, Kramer S, Johnston RV, McBain B, Chau M, Buchbinder R. Manual therapy and exercise for adhesive capsulitis (frozen shoulder). Cochrane Database of Systematic Reviews 2014, Issue 8. Art. No.: CD011275. DOI: 10.1002/14651858.CD011275

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